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Mit dem MCC Wirtschaft eBook "Wirtschaftspolitik transparent vermittelt" erhalten Sie die nötigen Informationen zu den Grundlagen, dem Aufbau ökonomischer Systeme und deren Zielsetzungen. Weiterhin vermittelt Ihnen der Autor in einer leicht verständlichen Art und Weise das nötige Instrumentarium für eine zielgerichtete Steuerung mit den ökonomischen Parameter für eine gesunde Wirtschaftspolitik. Vom Wirtschaftsprozess, dem Gleichgewicht bis hin zum Wirtschaftswachstum und der Ausrichtungen innerhalb der Wirtschaftspolitik erhalten Sie alle nötigen Faktoren für eine fundierte, ökonomische Beurteilung der marktwirtschaftlichen Systeme. In Anlehnung an den klassischen Theorien der Volkswirtschaft und seinen Vertretern, erhalten Sie mit diesem MCC Wirtschaft eBook eine transparente Wissensvermittlung aller entscheidenden Instrumente, Theorien und Entwicklungen. Erfahren Sie somit die Zusammenhänge und bekannten Theorien wirtschaftspolitischer Maßnahmen in der Vergangenheit und nutzen Sie dieses Wissen für eine zukünftig, erfolgreiche marktwirtschaftliche Entwicklung. Fallbeispiele und Übungsaufgaben festigen Ihr gewonnenes Wissen und unterstützen Sie bei dem Erkenntnisgewinn. Nutzen Sie auch die Inhalte der weiteren MCC Wirtschaft eBooks um wirtschaftliche Zusammenhänge zu verstehen und die entsprechend geeigneten Maßnahmen für Ihre Zielerreichung zukünftig erfolgreich einzusetzen.
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Seitenzahl: 61
Veröffentlichungsjahr: 2020
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1 GRUNDLAGEN DER WIRTSCHAFTSPOLITIK
1.1 Abläufe im Wirtschaftsprozess
1.2 Die wirtschaftspolitischen Aufgaben des Staates
1.3 Das gesamtwirtschaftliche Gleichgewicht
1.3.1 Fallübung: Wettbewerbsorientierte Wirtschaftspolitik
1.3.2 Repetitorium: Grundlagen der Wirtschaftspolitik
2 WIRTSCHAFTSPOLITISCHE ZIELSETZUNGEN
2.1 Stabilität des Preisniveaus
2.2 Hoher Beschäftigungsstand
2.2.1 Fallübung: Wirtschaftspolitik der großen Schritte am Beispiel USA
2.2.2 Repetitorium: Wirtschaftspolitische Zielsetzungen I
2.3 Außenwirtschaftliches Gleichgewicht
2.3.1 Die Wechselkurspolitik
2.4 Stetiges und angemessenes Wirtschaftswachstum
2.4.1 Fallübung: Instrumente wirtschaftspolitischer Zielsetzungen - am Beispiel Wechselkurse und Wachstum
2.4.2 Repetitorium: Wirtschaftspolitische Zielsetzungen II
2.4.3 Wirtschaftspolitik / Das magische Viereck
3 WIRTSCHAFTSPOLITISCHE KONZEPTIONEN
3.1 Ausrichtungen der Wirtschaftspolitik der Klassik
3.2 Schwerpunkte der neoklassischen Wirtschaftspolitik
3.2.1 Fallübung: Wirtschaftspolitik der Klassik am Beispiel des SAYschen Theorems
3.2.2 Repetitorium: Wirtschaftspolitische Konzeptionen
3.3 Die Besonderheiten der keynesianischen Wirtschaftspolitik
4 WIRTSCHAFTSPOLITISCHES INSTRUMENTARIUM
4.1 Fiskalpolitik zur Konjunkturstabilisierung
4.1.1 Übungsfragen „Staatsquote Steuerquote“
4.1.2 Fallübung: Die keynesianische Wirtschaftspolitik am Beispiel prozyklischer Wirtschaftsaktivitäten des Staates
4.1.3 Repetitorium: Wirtschaftspolitische Konzeptionen II
4.2 Geldpolitik zur Gewährleistung der Preisstabilität
4.3 Globalsteuerung durch gezielten Instrumenteneinsatz
4.3.1 Fallübung: Symptome der Finanzkrise - am Beispiel der Bankund Unternehmensspekulationen
4.3.2 Repetitorium: Wirtschaftspolitisches Instrumentarium
5.1 Staatsverschuldung und Verschuldungsformen
5.1.1 Übungsfragen: Schulden des Bundes / Haushaltsverschuldung
5.1.2 Übungsfragen: EU-Währungsunion / EU-Verfassung
5.2 Entwicklung und Ansichten zur Sparpolitik
5.2.1 Faltübung: Aktionäre enteignen -am Beispiel einer Problembank
5.2.2 Repetitorium: Staatsverschuldung und Sparpolitik
ABSCHLUSSTEST: 10 Testfragen (jeweils eine Antwort ist richtig)
Wirtschaftsprozess: Gesamtheit aller wirtschaftlichen Vorgänge.
Kernproblem des Wirtschaftsprozesses: Abstimmung der Konsumtionspläne von Haushalten mit den Produktionsplänen von Unternehmungen.
Koordinationswege:
a) zentralverwaltungswirtschaftlicher Weg
b) marktwirtschaftlicher Weg
Koordinationsmodelle:
Nicht in „Reinform" anzutreffen, vielmehr in „Mischform";
Vor diesem Hintergrund erstellen Wirtschaftssubjekte individuelle Wirtschaftspläne;
Koordination der Pläne nicht über zentrale Befehle, sondern ausschließlich über Märkte.
Koordination über Märkte:
a) Angebot und Nachfrage treffen aufeinander
b) Preismechanismus liefert Infos über Knappheiten von Gütern bzw. Produktionsfaktoren;
„Allokationsfunktion" der Preise:
Preisänderungen bewirken Produktionsänderungen in gewünschte Richtung.
Preismechanismus übernimmt Rolle eines Leitungssystems für Produktionsfaktoren.
Basis des marktwirtschaftlichen Systems:Der klassische Liberalismus forderte Hinwendung zu freiheitlich-marktwirtschaftlichem Wirtschaftssystem. (Werk von Adam Smith „Wealth of Nations" Mitte 18. Jh.)
Aufgaben des Staates in der Marktwirtschaft
Wettbewerb funktionsfähig erhalten.
Beseitigung wettbewerbsverzerrender steuerlicher Regelungen.
Wettbewerb funktionsfähig erhalten
Der Wettbewerb ist in einer Marktwirtschaft wichtig und bildet die Voraussetzung für wohlstandssteigernde Marktprozesse.
Die Funktionsweise der Marktwirtschaft ruht auf dem Fundament des Wettbewerbsprinzips.
Das Wettbewerbsprinzip besagt: „Hoher Zielerreichungsgrad des einen Marktteilnehmers bedingt zwangsläufig einen minderen Zielerreichungsgrad des anderen Marktteilnehmers".
Eine wachstumsfördernde Wirtschaftspolitik baut auf die dynamischen Kräfte des Marktes auf.
Die dynamischen Kräfte des Marktes zwingen die Unternehmer laufend zur Anpassung an sich ändernde Marktbedingungen. (insbesondere an Produktund Prozessinnovationen).
Die Aufgabe der Wirtschaftspolitik ist es, den Wettbewerb funktionsfähig zu erhalten und Wettbewerbsbeschränkungen, infolge von Kartellbildungen und Monopolisierungstendenzen, entgegenzuwirken durch- geeignete Gesetze (z.B. GWB)- Öffnung der nationalen Märkte gegenüber dem internationalen Wettbewerb- Privatisierung öffentlicher Unternehmen. Beseitigung wettbewerbsverzerrender steuerlicher Regelungen.
Die Wettbewerbsbeschränkungen führen z.B. zu:- Absprachen zwischen Anbietern und Nachfragern und zur Entstehung marktbeherrschender Machtpositionen.
Aus Wettbewerber Sicht sollte der freie Marktzugang erleichtert werden und staatliche Regulierungen nicht zu einem Standortnachteil entwickeln und damit wachstumshemmend auswirken.
Der Rückzug des Staates aus der Wirtschaft durch Privatisierung von Öffentlichen Unternehmen ist Ausdruck der Forderung nach „mehr Markt und weniger Staat".
Zudem ist eine Außenwirtschaft, die auf internationalen Freihandel setzt, ein zentraler Baustein einer „offensiven Wettbewerbspolitik".
Beseitigung wettbewerbsverzerrender steuerlicher Regelungen
Die Wettbewerbsverzerrung ist u.a. im Steuersystem einer Nation begründet.Das Arbeiten am idealen Steuersystem findet in Deutschland vor folgendem Hintergrund statt:
1891 führte der damalige preußische Finanzminister eine neue Einkommensteuer ein, mit einem Steuersatz von 0,67 bis 4%.
1931 Deutschland war bankrott und musste Kriegsreparationen bezahlen. Der Spitzensatz wurde auf 60% angehoben.
1946 wurde der Spitzensatz von den Alliierten, die USA hatte damals selbst solch einen hohen Tarif, auf 95% ab einer Einkommensgrenze von 100.000,-DM Jahreseinkommen festgesetzt.
Die krasse Steuerprogression erzwang unzählige Steuervergünstigungen. Die Steuervergünstigungen, um vielen Gruppierungen bei ihren Steuerzahlungen möglichst gerecht zu werden, entwickelt sich die Einkommensteuer in das komplexe Steuergesetzt von heute.
1986 waren die USA bei 28% angelangt und in der Bundesrepublik galten 56%.
1995 beschließt das Bundesverfassungsgericht, dass der Staat dem Bürger nicht mehr als die Hälfte des Einkommens wegsteuern darf.
Experten plädieren für niedrige Steuersätze beim Einkommen.
Damit aber die Wohlhabenden entsprechend ihrer wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit Steuern zahlen, wird die Einkommensteuer von der Vermögenssteuer flankiert.
Die Vermögenssteuer sorgt nicht allein für Gerechtigkeit, sie braucht die Hilfe durch die Mehrwertsteuer.
Verankerung des gesamtwirtschaftlichen Gleichgewichts
Wirtschaftspolitisch sind vor allem Stabilisierungsund Wachstumsziele relevant. Diese sind im Stabilitätsund Wachstumsgesetz verankert. In diesem Gesetz werden Bund und Länder aufgefordert, bei wirtschaftsund finanzpolitischen Maßnahmen, die „Erfordernisse des gesamtwirtschaftlichen Gleichgewichts" zu beachten.
Inhalte des gesamtwirtschaftlichen Gleichgewichts
Es soll gleichzeitig herrschen:
Stabilität des Preisniveaus
Hoher Beschäftigungsstand
Außenwirtschaftliches Gleichgewicht
Stetiges und angemessenes Wirtschaftswachstum
Auslegung des gesamtwirtschaftlichen Gleichgewichts
Eine Maßnahme zur Erreichung eines bestimmten Ziels, darf andere Zielrealisationen nicht gefährden.
Es ist unrealistisch anzunehmen, dass selbst bei absolut zielgerichteter Wirtschaftspolitik, die optimale Zielkombination in jeder Konjunkturphase erreicht werden kann.
Jeder Phase ist eine besondere optimale Kombination der Zielgrößen zuzurechnen.
Beispiel für den Kompromisscharakter
Vollbeschäftigung und Preisniveaustabilität gleichzeitig zu erreichen, ist ein Ideal und kann nicht umgesetzt werden.
Vollbeschäftigung wirkt lohnsteigernd und führt zu höherem Einkommen.
Höheres Einkommen führt bei gleichbleibendem Warenangebot zu Preissteigerungen und damit zu Kaufkraftschwund.
Es entsteht ein Zielkonflikt, der sich nur durch einen Kompromiss, z.B. zu Lasten der Preisniveaustabilität lösen lässt.
Der schweizer Nationalökonom Walter Adolf Jöhr meint:
„Bei Zielkonflikten hat die Wirtschaftspolitik dafür zu sorgen, dass durch Zielkompromisse die Gesamteinbuße möglichst gering wird". „Es kann also nur darum gehen, durch spezifische Zielkombinationen in der Summe ein Optimum zu erreichen".
am Beispiel staatlich und nicht staatlich verordneten Arten -
Der wirtschaftlich relevante Wettbewerb tritt maßgeblich in zwei Arten auf:
1. dem staatlich verordneten Wettbewerb;
2. dem nicht staatlich verordneten Wettbewerb;
Staatlich verordneter Wettbewerb.In Abweichung von marktorientierten Ansätzen bedienen sich wirtschaftlich erfolgreiche Länder eines staatlich verordneten Wettbewerbs. Sie legen strategische Gebiete in Form von Produktgruppen und Auslandsmärkten fest und geben dann das Startzeichen zu einem Wettbewerb zwischen heimischen Unternehmen und der ausländischen Konkurrenz.
Beim nicht staatlich verordneten Wettbewerb bezieht sich die Wettbewerbsfähigkeit darauf, wie gut die Güterproduktion eines Landes auf dem Markt bestehen kann; sie hängt primär von der relativen Höhe der Güterpreise und der Wechselkurse ab.
Dabei setzen sich, wie einst in Frankreich, zwei Großkonzerne zusammen und gründen mit Unterstützung ihrer Regierung zur Stärkung des französischen Wettbewerbs auf dem Computersektor gegenüber den USA eine Kooperation. Die Erkenntnis daraus: Nur eine gut organisierte Kooperation kann im internationalen Wettbewerb bessere Ergebnisse bringen.
Nicht staatlich verordneter Wettbewerb.
