Wolfsmilchkampf - Wolfgang Lederer - E-Book

Wolfsmilchkampf E-Book

Wolfgang Lederer

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Beschreibung

In einem weit entfernten Land leben Menschen und Natur im Einklang. Dort wird eine stillende Wölfin von einem Drachen entführt. Wolf, der Hüter, macht sich mit zwei erfahrenen Kämpfern der Wölfe auf den Weg, um sie zu befreien. Unterstützt werden sie dabei von Breitfeder, dem mächtigen Adler, den Elben aus dem Hochgebirge und drei Fabelwesen namens Dodoskander. In einem Felsenkessel kommt es zu einem mörderischen Kampf mit dem Drachen, die Allianz der Freunde trägt den Sieg davon und erfährt die Hintergründe der Entführung. Schlußendlich kehrt die Harmonie in das Ferne Land zurück.

Das E-Book können Sie in Legimi-Apps oder einer beliebigen App lesen, die das folgende Format unterstützen:

EPUB
MOBI

Seitenzahl: 29

Veröffentlichungsjahr: 2025

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Mein besonderer Dank gilt meiner Frau

Dr. Dorit Lederer und meinem Schwiegersohn Frédéric Skanda für die tatkräftige Unterstützung bei der Erstellung dieses Fantasy-Romans für Junge und junggebliebene Alte, der auf Anregung meiner Enkelin Lana entstand, die das Vorlesen von Wolfsgeschichten liebt.

Für unsere

Enkel Lana, Leon, Rosalie, Elodie und Henry

In einem weit entfernten Land namens Gangolien lebte einst ein Jüngling von hohem Wuchs und kräftiger Statur, denn er hatte von früher Kindheit an seinen Körper, aber nicht nur diesen, sondern ebenso intensiv seinen Geist trainiert. Er entstammte dem uralten Geschlecht der Gangs, was soviel bedeutete wie Hüter der Wölfe, denn in diesem Zeitalter lebten die Menschen noch im Einklang mit der Natur, so war man mit den in den Wäldern umherstreifenden Wölfen übereingekommen, daß sie von den Menschen ernährt wurden und im Gegenzug darauf verzichteten, deren Hasen, Federvieh, Schafe und Großmütter zu fressen. Seine Eltern hatten ihn auf den wohlklingenden Namen Wolf, vom Geschlecht der Gang, sprich der Hüter der Wölfe, getauft und seine Freunde waren der Einfachheit halber auf die Idee gekommen, beide Namensteile in Wolfgang zusammenzufassen.

Die Familie lebte am Rande des Städtchens Gnagflowia in einem geräumigen, feudalen Holzhaus mit einem großen Garten und einer angrenzenden Scholle, auf denen alles zum Leben Notwendige angepflanzt wurde. Wolf hatte seine schulische Ausbildung mit Bravour beendet und danach begonnen, die Natur und deren Erscheinungen zu erkunden. Als er eines Tages zu diesem Behufe durch den tiefen Wald streifte, hörte er zufällig das aufgeregte Gezwitscher zweier Vögel. Zwar waren seine Kenntnisse der Zwitschersprache nur bruchstückhaft, aber in diesem Falle glaubte er herausgehört zu haben, daß das in der Nähe wohnende Wolfsrudel in eine akute Notlage geraten sei, also setzte er seinen Weg fort, der ihn tief in den sonst von Menschen gemiedenen Dunkelwald führte.

Nach einer geraumen Weile, in der er immer wieder intensiv gelauscht, aber nichts gehört hatte, was auf die Anwesenheit der Wölfe hindeuten würde, stieß er den ihm bekannten langgezogenen Erkennungsschrei aus, uuuuuh, uuuuuh, mit rund geformtem Mund, nach hinten gebogenem Kopf und gestrecktem Hals, eines wahren Wolfsgeheuls würdig. Nach kurzer Dauer echote die Antwort, uuuooouuuh, in tiefem Bass, woran Wolf erkannte, daß es sich um Graubart, den alten, weisen Anführer der Meute handelte, uuuooouuuh, uuuooouuuh, immer lauter und schneller, bis die imposante Gestalt von Graubart auf einer kleinen Anhöhe, nur einen Steinwurf entfernt, auftauchte. Er hechelte und bleckte sein Gebiß: „Ich grüße Wolf, den Gang“, gab er brummend von sich, „Du hast mich gerufen“. Die beiden gingen aufeinander zu, legten zum traditionellen Gruß Stirn gegen Stirn und Wolf kraulte Graubart kräftig im üppigen Pelz am Hals. „In den Reihen der Wölfe soll es großes Ungemach geben, wie mir die Vögel zwitscherten“.

„In der Tat“, erwiderte Graubart und sah seinem Gegenüber tief in die Augen. „Ein großes Unglück hat uns ereilt. Während viele von uns auf der Jagd nach einem Wildschwein waren, überfiel ein fürchterlicher Drache, der seit einiger Zeit in den Schluchten des Schwarzsteingebirges haust und sein Unwesen treibt, unser Dorf, betäubte mit seinem Pesthauch die Wächter und Zurückgebliebenen und entführte Tiffy, die eben sechs Welpen zur Welt gebracht hat“, erklärte Graubart.