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Drei Wolkenschlösser. Im ersten gibt es einen kleinen fliegenden Elefanten, einen wütenden Drachen, sonst noch ungewöhnliche Wesen und den Blick in eine wundersame, zukünftige Welt, im zweiten eine wahrscheinlich erstaunliche und zugleich philosophische Wanderung in das Ich, das alle haben, und im dritten einen König, der zeigt, dass die dienliche Macht des Herrschens im respektvollen Miteinander liegt. Das Märchenhafte daran macht sichtbar, wonach wir uns alle sehnen. Eine Stimme aus dem ersten Teil: "Du willst zurück", sprach sie, ohne aufzusehen, "doch du kannst nicht zurück. Niemals kommst du in eine Zeit zurück, die es schon gegeben hat. Erinnerung ist nur das, was du noch von der Vergangenheit weißt, aber nicht das, was du tatsächlich erlebt hast. Was du für die Vergangenheit hältst, ist nur die neue Gegenwart."
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Seitenzahl: 253
Veröffentlichungsjahr: 2021
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Autor:
Josef Ponweiser wurde im Februar 1950 als erstes von sieben Kindern geboren und verbrachte die Kindheit und Jugendzeit, in der er sich bereits an Kurzgeschichten und Romanen versuchte, in der Landwirtschaft seiner Eltern in der Buckligen Welt in Niederösterreich. Mit 19 Jahren trat er zur Bundesgendarmerie ein, verbrachte in diesem Rahmen fast zwei Jahrzehnte im Innenministerium in Wien und trat 2010 in den Ruhestand, mit dem er in seine frühere Heimat zurückkehrte. Hier verfasste er nach „Die Hüter des Schatzes“ sein nunmehr zweites Buch.
Das Wolkenschloss
Vorgeschichte
Die eigentliche Geschichte
Mein Wolkenschloss
Ein Modell der Wirklichkeit
Das Absolute
Die Schöpfung
Die Dualität
Die Vielheit
Das Wort
Zeit und Raum
Grenzen
Einheiten
Energie
Bewusstsein
Das Ich
Das Denken
Das Fühlen
Aufmerksamkeit
Die Wahrnehmung
Unterscheidung und Bewertung
Entscheidungen
Widerstand
Überzeugungen
Das Leben
Das Haben
Angst und Freude
Liebe
Ja und Nein
Dankbarkeit
Das Herz
Zusammenfassung
Was tun?
Ausklang
Ein weiteres Wolkenschloss
Gott
Vorgeschichte
Ein Kindheitssommer. Ich war damals ein acht- oder neunjähriger Bub. Wichtiger, als mir die Jahreszahl zu merken, war mir, dass sich die Tage bis zu diesem kommenden Sonntag nicht so endlos dehnen sollten. Denn für diesen Sonntag war Besuch aus Wien auf unserem Bauernhof angekündigt. Es war höchstens zwei Mal im Jahr der Fall, dass ein bekanntes Ehepaar mit seiner zu dieser Zeit etwa elfjährigen Tochter einen Ausflug zu uns aufs Land unternahm, um sich hier mit für mich selbstverständlichen Produkten, wie selbstgemachter Butter und von meiner Mutter gebackenem Brot, einzudecken. Ich konnte mir nicht vorstellen, warum das als Besonderheit galt. Diese Leute kamen doch aus der Großstadt, wo sie alles hatten, was für mich tatsächlich Besonderheiten waren. Dazu zählte auch das kleine Auto, mit dem sie kamen. Gegen Ende der 50er-Jahre des vergangenen Jahrhunderts war das noch nicht selbstverständlich. Heute weiß ich, dass es damals das Schlagwort vom Wirtschaftswunder gab. Ein Land hatte sich aus den Trümmern des 2. Weltkrieges emporgearbeitet, war nicht mehr besetzt und genoss die zunehmenden Annehmlichkeiten, die man sich leisten konnte. Das schien aber nur in der Stadt der Fall zu sein. Bei uns zu Hause gab es Bananen und Pfirsiche nur, wenn dieser Besuch ankam. Doch das war nicht der einzige Grund, warum die Zeit bis dahin so quälend lange war. Das Mädchen in dieser Familie war offenbar eine Leseratte, und ich Bub vom Land war auch eine. Für mich fielen die nicht mehr ganz aktuellen Exemplare von mehreren verschiedenen Kinderzeitschriften ab, die entweder abonniert waren oder regelmäßig gekauft wurden. Sie wurden gleich stoßweise mitgebracht und lösten bei meinen Eltern gemischte Gefühle aus. Erstens war ich nicht der Ordentlichste. Damit war die schöne Ordnung der gesammelten Serien nicht nur in sich bald dahin, sondern sie blieben auch dort liegen, wo sie nicht hingehörten. Zweitens konnte ich darinnen versinken und war für meine Umwelt, die mir diverse Beiträge für Haushalt und Landwirtschaft abverlangte, dann unerreichbar. Drittens war mancher Inhalt dieser Zeitschriften für meine Eltern suspekt. Schließlich waren darunter auch Hefte mit der Mickey-Maus und sonstigen Comicstrip-Helden von Walt Disney. Die Abneigung gegenüber den so amerikanischen Lautmalereien in den bunten Bildern und den angeblich verdummenden Sprechblasentexten plagte aber nur meine Eltern. Für mich war die zu erwartende Lieferung an neuem Lesestoff der Hauptgrund, die Tage bis dahin zu zählen.
Endlich war es so weit. Wieder waren es ganz Stöße von Heften und Zeitschriften, die sich seit dem letzten Besuch für die Weitergabe angesammelt hatten. Ich schwelgte darinnen. Trotzdem weiß ich nicht mehr, wie die Zeitschriften alle hießen. Nur eine brannte sich in meinem Gehirn ein. Es war ein Heft von Walt Disney mit einem Abenteuer von Dumbo, dem fliegenden kleinen Elefanten, darinnen. Die Handlung war wahrscheinlich auch schon damals so unbedeutend, wie ich sie heute einstufe, und wäre darinnen nicht eben dieses Schloss in den Wolken vorgekommen, hätte ich insgesamt vergessen, was mich damals so fieberhaft warten ließ.
Dieses Schloss aber ließ mich nicht mehr los. Es bestand aus weißen Wolken hoch droben in einem blauen Himmel. Sie bildeten eine breite geschwungene Treppe, die zu einem Tor hinaufführte, und dieses Tor führte in den ebenfalls aus Wolken geformten Gebäudekomplex aus Türmen, Mauern und Dächern. In der Geschichte war dieses Wolkenschloss real und bildete den Rahmen für die Erlebnisse, die der kleine Dumbo davor und darinnen zu bestehen hatte. Wer die verschiedenen, sich in der Art irgendwie gleichenden Fantasieschlösser in den diversen Disney-Produkten kennt, hat auch eine Vorstellung davon, welches Gebilde hier aus Wolken zusammengesetzt war.
Wahrscheinlich waren nur die Wolken das Besondere daran. Sie kannte ich zwar, aber nicht in dieser Kombination. Beim Kühehüten sah ich ihnen zu, wie sie in den verschiedensten Formen über den Himmel zogen. Am liebsten hatte ich diese runden, bauchigen, klar gegen den blauen Himmel abgegrenzten. Aus ihnen war auch das Schloss gezeichnet. Sie bewegten sich in der Natur meistens nur langsam und veränderten bei längerer Betrachtung allmählich doch ihre Form. Beim Hinaufsehen konnte ich mitverfolgen, wie sich freundliche oder böse Gesichter bildeten, sich gefährliche Drachen in harmlose Tiere oder umgekehrt verwandelten oder sich sonst vertraute und auch unvertraute Formen fantasiereich hineininterpretieren ließen.
Ein solches Schloss wie in dem Comicstrip-Heft hatte ich noch nie in den Wolken gesehen, aber ab jetzt war die Idee da, dass es das geben konnte. Dazu musste ich gar nicht warten, was mir der Himmel bot. Es reichte, die Augen zu schließen und mir dieses Bild aus dem Comicstrip-Heft ins Gedächtnis zu rufen. Dann war es wieder da, und noch dazu wandlungsfähig wie die echten Wolken. Es konnte noch höher aufragen und auch weitläufiger werden als ein riesiger Gewitterturm, der sich an manchen Tagen tatsächlich aufbaute, und mitunter auch zarter oder sehr massiv mit den natürlichen Farben und Gegebenheiten der Natur darinnen. Je öfter ich mit der Gestaltung spielte, umso mehr begriff ich, dass ich mir mit und in diesem Schloss alles schaffen konnte, was ich sonst im Leben zu wenig oder gar nicht hatte. Nur eines konnte mir auch dieses Schloss nicht bieten: alle Zeit, die ich gebraucht hätte, um darin zu verweilen.
Es waren meistens die Kühe, die sich um meine Träume in keiner Weise kümmerten und eher ihre eigenen Träume vom zwar nahen, aber verbotenen Klee-, Mais- oder Rü-benfeld im sehr beharrlichen Schädel hatten. Während meiner Gedankenausflüge setzten sie mitunter ihre Träume auch in die Realität um und führten zu mancher Rüge insbesondere meines Vaters über meine Unaufmerksamkeit. Darüber hinaus gab es genug andere Aufgaben, zu denen mich die Schule oder eher noch ein Auftrag meiner Eltern nötigte. Immer wieder stellte ich fest, dass mich eine Alltagsverpflichtung von meiner Reise in die Gefilde des Wolkenschlosses viel zu rasch zurückholte oder diese gar nicht erst zuließ. Nachrückende Geschwister und der aufkommende elektrische Weidezaun befreiten mich nur vom Kühehüten. Die Aufgaben in der Schule und im elterlichen Betrieb nahmen zu und schränkten die Gelegenheiten für ein Abdriften in eine gedankliche Wunschwelt noch weiter ein.
Irgendwann war ich erwachsen und zu groß geworden für das Schloss in den Wolken. Ohne dass es mir auffiel, trug es der Wind für lange Zeit jenseits des Horizonts. Obwohl ich immer wieder das Gefühl hatte, dass mir etwas fehlte, kam ich nicht auf die Idee, dass es vielleicht das Wolkenschloss war, das ich noch nicht ausgekostet hatte.
Das kam mir erst vor einiger Zeit ins Bewusstsein. Von all den vielen faszinierenden Zeitschriftenseiten von damals ist nicht eine geblieben. In einer nostalgischen Anwandlung wünschte ich mir manchmal, ich könnte zumindest dieses eine Heft nochmals durchblättern, um herauszufinden, was daran die zauberhafte Erinnerung in mir so lebendig gehalten hat. Allmählich dämmerte mir jedoch, dass nicht das Heft das Ausschlag Gebende war, sondern das ungeträumte Schloss in den Wolken. Es wartete auf mich. Es wartete so lange, bis ich die Zeit fand, es wieder zu besuchen. Ich hingegen musste so lange warten, bis ich begriff, dass ich es bin, der sich diesen Besuch erlauben muss. Hätte ich es nicht getan, bliebe das Nachfolgende ungeschrieben.
Die eigentliche Geschichte
Sie begann so mystisch, wie manche Geschichten anfangen wollen, um verlockend zu sein. Denn ich wusste sofort, dass das Licht, das mich umgab, irgendwie ungewöhnlich und eigentlich unmöglich war. Es war ein milchiges Weiß mit einem gelblichen Schimmer darin, als ginge ich durch einen dichten Nebel, den die Morgen- oder Abendsonne durchstrahlt. Ich war davon zur Gänze umfangen. Kein Gegenstand ließ sich in diesem seltsamen Licht erkennen. Es schien mich sogar zu tragen. Ich konnte darauf dahinschreiten wie auf festem Boden, aber auch unter mir unterschied sich nichts von diesem diffusen nebelhaften Schein um mich. Um mich war nichts, was mir einen Anhaltspunkt bot, wo ich war und wohin ich ging. Eine ruhige Zuversicht ließ mich zügig dahinschreiten, als wüsste etwas in mir, warum ich da war und welches Ziel ich hatte. Ich fühlte mich in einer entspannten Geborgenheit und in einer Art Vorfreude auf etwas, dem ich mich mit jedem Schritt näherte.
Tatsächlich schien sich der Nebel zu lichten. Es war, als würde er vor mir einen Weg freigeben, der mich zu meinem noch unbekannten Ziel führte.
Bald sah ich es. Vor mir lag der Weg, der leicht gewunden in eine plötzlich frei gewordene Wolkenlandschaft führte. Er bestand aus einem dichten Wolkenband und führte leicht ansteigend zu einem Schloss, das aus bauschigen Wolken gebildet wurde. Alles daran war aus Wolken geformt: die Mauern, die Dächer und die breite geschwungene Stiege zum Eingangsportal hinauf. Dahinter prangte ein tiefblauer Himmel, vor dem noch ein paar andere Wolken nach der Art des Schlosses, aber in ihren üblichen freien Formen, standen.
Irgendwie kannte ich dieses Bild. Ich hatte es schon einmal gesehen. Darum war ich auch gar nicht so sehr überrascht über sein Auftauchen, sondern eher über die Selbstverständlichkeit, mit der ich auf dem weißgrauen Wolkenweg darauf zuschritt.
Im Näherkommen erkannte ich eine Gestalt. Sie saß oben auf der Stiege vor dem Schlossportal. Während ich diese Stiege hinaufging, merkte ich erst, was für eine komische Gestalt es war. Es war ein kleiner grauer Elefant mit riesigen Ohren und einem lustigen Gesicht. Er sah mir entgegen, als hätte er hier auf mich gewartet.
„Dumbo?“ fragte ich erstaunt, als ich oben bei ihm war.
Er schüttelte den Kopf, dass die Ohren ein wenig flatterten. „Nein. Den gab es damals in dem Heft von Walt Disney. Aber wir sind hier nicht in einem Comicstrip-Heft, sondern du träumst mich. Das macht mich eigenständig.“
„Aber wer bist du dann, wenn du nicht Dumbo bist?“
„Eine Assoziation in deinem Kopf. Ein eigenständiges Gebilde. Du nennst mich nur der Einfachheit halber nach einem vertrauten Begriff, weil du sonst gar keinen Namen für mich hättest.“
„Aber wer bist du dann wirklich? Und warum siehst du trotzdem aus wie Dumbo?“ forschte ich weiter.
„Wer ich wirklich bin?“, fragte der kleine Elefant zurück und setzte fort: „Das ist wahrscheinlich die schwierigste Frage, die du mir stellen kannst. Aber wahrscheinlich meintest du ohnedies nur meinen Namen. Ich habe bisher keinen. Ich passe mich einfach deinen Vorstellungen an. Nur darum sehe ich aus wie dieser Dumbo aus dem Comicstrip-Heft von damals. Diesem empfindest du die ganze Situation hier nach, weil es dich auf die Idee gebracht hat.“
Ich sah mich um. Hinter mir verlor sich der zum Schloss heraufführende Weg in dem lichtdurchfluteten Nebel, durch den ich gekommen war. Erst allmählich wurde mir bewusst, wie grotesk die Umgebung war, in der ich mich befand. Ich stand vor einem Gebäude, das aussah, als sei es aus Wolken zusammengesetzt und dennoch wirkte es so fest wie der Stein, aus dem eine Stiege wie die unter mir ansonsten gefertigt war. Der kleine Elefant vor mir saß wie ein Hündchen auf der Kante der Stiegenplattform vor dem Schlosseingang und ich hatte ihn angesprochen, ohne dass Zweifel aufkamen, ob dies bei einer ursprünglich mit dem Zeichenstift entstandenen Comicfigur überhaupt sinnvoll sein konnte.
„Ja, wundere dich nur“, plauderte Dumbo der Zweite in meine Gedanken, „aber ich bin keine Geschichte in einem Comicstrip-Heft. Ich bin echt. Keine Kopie, auch wenn du mich so siehst. Ein Original in einer neuen Geschichte. In deiner.“
Spätestens jetzt war ich wirklich verwundert. „Was meinst du damit? Ich habe keine Ahnung, wo ich hier bin! Wie soll das meine Geschichte sein?“
„Jede Geschichte gehört dem, in dessen Kopf sie entsteht“, belehrte mich der kleine Elefant mit den großen Ohren. „Damals beim Kühehüten hast du dir doch auch deine Geschichten im Kopf zusammengebastelt. Du bist dabei bloß nicht eingeschlafen wie jetzt. Außerdem hattest du als Kind noch weniger Schwierigkeiten, deine Fantasie ernst zu nehmen. Seither hat es dir dein Verstand zunehmend verboten. Wirklich zufrieden warst du nicht damit. Es ist etwas offengeblieben. Nun hast du die Möglichkeit, es nachzuholen.“
„Aha“, sagte ich nur. Der Kleine sprach von etwas, das ich irgendwie immer gespürt hatte und trotzdem nicht benennen konnte. Während ich noch versuchte, meine Gedanken zu ordnen, setzte er auf seine altkluge Art fort: „Zerbrich dir nicht den Kopf darüber. Alles wird klarer werden, wenn wir weitergehen.“
Er erhob sich und wandte sich zum Eingangstor. Seine pummelige Gestalt reichte mir kaum bis zur Hüfte und seine Bewegungen wirkten etwas tollpatschig, aber quirlig. Die Ohren reichten fast bis zum Boden. Ich hatte den Eindruck, als müsste er ständig darauf achten, nicht auf sie draufzusteigen. Als er mit dem Rüssel schon die Klinke des großen Eingangstürflügels niederdrücken wollte, hielt er inne.
„Da ist noch eine Kleinigkeit mit meinem Namen. Dumbo will und kann ich nicht sein. Der war nur eine Art Überbrückungshilfe, damit du dich schneller zurechtfindest. Ich habe aber eine andere Aufgabe als bloßen Unterhaltungswert für dich und hätte nun doch lieber einen eigenen Namen.“
„Gerne“, lenkte ich ein, „wie willst du denn genannt sein?“
„Nenne mich Dumba. Ich glaube nämlich, ich wäre eher ein Mädchen, wenn ich überhaupt ein Geschlecht hätte.“
„Oh, entschuldige“, murmelte ich verlegen. „Ich war so sehr auf Dumbo eingestellt, dass ich darauf gar nicht geachtet habe …“
Das Versehen war mir peinlich, und ich merkte erst jetzt, dass Dumba nichts an sich hatte, aus dem sich ein eindeutiges Geschlechtsmerkmal abgeleitet hätte.
„Keine Ursache“, beruhigte mich das wie mit dem Zeichenstift entstandene Wesen, das dennoch sehr lebendig aussah, „bei Comicstrip-Figuren nach meiner Art reicht ja meistens schon der Name und ihre Rolle in der Geschichte, um eine Art Geschlecht festzulegen. Genau darum bin ich Dumba. Weder weiblich noch männlich im herkömmlichen Sinn, aber vielleicht weniger burschikos als der dir bekannte Dumbo. Ich halte mich für sanfter, femininer, darum meine Vorliebe für die weibliche Namensform.“
Dumba betätigte nun die Türklinke vollends. Der Türflügel sprang einen Spalt breit nach innen auf und die Neugier, was sich zeigen würde, lenkte mich von meiner Verlegenheit etwas ab. Dumba wirkte in keiner Weise beleidigt und sah mich lächelnd an: „Weißt du noch, dass du in deinen Kindheitsträumen manchmal lieber Mädchen als Spielgefährtinnen hattest? Zumindest die, die irgendwie mehr in sich selbst zu ruhen schienen als du selbst. Genau diese Qualität stelle ich für dich dar. Wir fangen da an, was du dir damals am deutlichsten vorgestellt hast.“
Dumba drückte den Türflügel nun ganz auf und ich sah in einen langen Gang. An seinem Ende befand sich eine große Tür mit einem kunstvollen Einsatz aus altertümlichem Glas. Eine Art goldenes Licht drang herein, als stünde die untergehende Sonne dort draußen, und füllte den ganzen Gang mit einem heimeligen, warmen Schein. Links und rechts führten hohe Türen, wie sie in einem Schloss üblich sind, in offenbar weitere Räume. Etwa in der Mitte hatte der Gang eine Abzweigung nach rechts.
„Willkommen in deinem Spielbereich“, sagte Dumba. „Du kannst jetzt vorausgehen und dich bis zum Seitengang hier umsehen. Dort führe ich dich weiter.“ Während sie nach der Tür zur Seite trat, machte sie eine einladende Bewegung mit dem Rüssel zu den vier Türen hin, die in dem Gangabschnitt zu sehen waren.
Ich trat nun ebenfalls über die Türschwelle und machte mich staunend mit der Atmosphäre vertraut. Alles wirkte alt und ehrwürdig. Ein Geruch nach Bienenwachs lag in der Luft. So hatte es oft in meiner kleinen Volksschule gerochen, wo sich der im gleichen Gebäude wohnhafte Herr Direktor in seiner Freizeit neben der Jägerei auch der Imkerei widmete. Hier schien der Duft aber eher von einem frisch polierten Holzboden zu stammen. Der Gangboden bestand aber aus matt glänzenden Marmorplatten, und dass das Schloss von außen nur nach einem Wolkengebilde ausgesehen hatte, schien nun überhaupt nicht mehr zuzutreffen. Alles wirkte massiv und real. Nur Dumba bewirkte mit ihrem zeichenstifthaften Erscheinungsbild, den lustigen Augen und den überlangen Ohren, dass mir der Unterschied zu meiner Alltagswirklichkeit noch immer bewusst war.
Der beruhigende und Vertrauen erweckende Eindruck meiner neuen Umgebung veranlasste mich, an die erste Tür auf der linken Gangseite heranzutreten. Die goldfarbene Klinke auf dem braunen Holz gab dem Druck meiner Hand mit einem leisen Quietschen nach und ich schwang die Tür in den Raum hinein auf.
Er war hoch und hell. Zwei Fenster auf der gegenüberliegenden Seite ließen Licht hereinfluten und erlaubten die Aussicht in einen gepflegten Garten. Der Parkettboden aus Eiche glänzte seidig von frischem Wachs. Von ihm stammte der angenehme Geruch, der mir vorhin schon auf dem Gang aufgefallen war. An einer Seite des Raumes befand sich ein riesiges Bücherregal, in dem ein Buchrücken neben dem anderen stand; teils alte, dicke Schmöker, aber auch dünnere Bücher mit modernerem Einband sowie ganze Packen aus Zeitschriften und Comic-Heften. Ein solches Reservoir an Lesestoff hatte ich mir immer gewünscht, und vor allem auch die Zeit, wo ich mich in Ruhe damit beschäftigen konnte. Für anscheinend genau diesen Zweck standen ein massiver Tisch mit einem gemütlichen Ohrensessel und extra noch ein ehrwürdiger Diwan mit einem rotsamtenen Bezug da.
Ich seufzte. Das war wirklich nur ein Traumbild gewesen, denn mir hätte schon gereicht, auch nur beim Kühehüten dahockend ungestört lesen zu können. Im Näherkommen an das Bücherregal sah ich darinnen die Klassiker, die ich damals verschlungen hatte, wie den „Lederstrumpf“, „Robinson“ und andere Abenteuerbücher, an deren Titel ich mich weniger genau erinnern konnte. Auch Märchenbücher und die anscheinend vollständige Reihe aller Karl-May-Romane, von denen ich später immerhin einen Gutteil geschafft hatte, standen da.
Dumba war bei der Tür stehengeblieben und sah mir zu, wie meine Augen die vielen Buchtitel entlangstreiften. An manche erinnerte ich mich wieder, entweder weil ich das Buch tatsächlich gelesen hatte oder gerne gelesen hätte. Ich wusste nicht, ob es nur Sentimentalität war oder auch ein wenig Bitterkeit, die dabei in mir hochkamen. Hier stand ich vor dem Inbegriff eines meiner Wunschträume als Kind, aber ich war keines mehr.
Der nächste Raum war ein Schlafzimmer. Ein großes Himmelbett mit durchscheinenden Vorhängen stand darinnen. Ich hatte es in einem Märchenbuch gesehen, wo es ein König für sich hatte, und ich hatte mir ausgemalt, wie es denn wäre, ein Königssohn zu sein, auch ein solches Bett zu haben und überhaupt ein eigenes Schlafzimmer, vor dem noch dazu Diener standen. Das hatte es in meiner Kindheit nicht gegeben.
Auch der nächste Raum bot nur den Anblick dessen, was ich als Kind so gerne gehabt hätte. Eine Menge an Spielzeug befand sich darinnen, vor allem sehr viele Lego-und Matador-Bausteine, die damals immer viel früher zu Ende waren als meine Fantasie, was ich damit noch bauen hätte wollen. Ein Schaukelpferd stand in der Ecke; ein wahres Prunkstück, das für meine Eltern sicher unerschwinglich gewesen wäre. In einem Brief an das Christkind hatte ich es mir gewünscht, weil ich das Pferd in verkleinerter Ausführung in einer Auslage gesehen hatte und davon ebenso fasziniert wie dann enttäuscht gewesen war, dass es unter dem Christbaum ausblieb.
Unverwirklicht war auch die Kassette geblieben, die ich mit der Laubsäge basteln wollte. Die Seitenteile und der Deckel sollten aus dünnem Holz bestehen, aus dem ich ein kompliziertes Rankenmuster ausgeschnitten hätte und das mit einem dunkelblauen Samtstoff hinterlegt gewesen wäre. Da standen alle Vorlagen und Materialien, die ich dazu gebraucht hätte, aber damals waren sie nach Ansicht meiner Eltern viel zu teuer, und ich hatte mich damit abgefunden.
Der letzte von den vier Räumen war der größte und fast bis zur Hälfte mit einem dicken Luftpolster ausgelegt. Es gab eine Kinderrutsche, Strickleitern und mehrere Schaukeln. Hier waren alle Voraussetzungen gegeben, um nach Belieben herumtollen zu können. Gerne hätte ich mich mit einigen ausgewählten Mädchen und Buben meiner Klasse hier vergnügt, aber damals musste ich mich auf den Wald oder Bach beschränken, zu denen wir auf dem Heimweg von der Schule manchmal abgezweigt waren. Das Vergnügen währte nur viel zu kurz und war von vornherein schon von schlechtem Gewissen getrübt, weil ich die strikte Vorgabe hatte, Umwege und Verzögerungen zu meiden, um möglichst früh zu Hause wieder verfügbar zu sein.
Draußen vor der Tür sah mir Dumba neugierig entgegen. „Oh, glücklich siehst du aber nicht aus“, stellte sie nach kurzem Blick fest. „War es nicht das, was du dir vorgestellt hast?“
„Doch“, musste ich zugeben, „es war genau das. Aber was nützt es mir jetzt noch? Ich bin erwachsen. Die Kindheit ist vorbei. Ich kann sie nicht nachholen.“
Dumba nickte zustimmend. „Richtig. Musst du auch nicht. Du hattest deine Kindheit trotzdem. Sie hat dir nur nicht das geboten, was du dir gewünscht hast.“
Auch ich nickte, aber ich seufzte dabei. „Nein, das hat sie nicht. So drastisch fällt es mir erst jetzt auf, wo ich all die Dinge sehe und mich daran erinnere, was alles unerfüllt geblieben ist.“
„Und dass du hier alles vorfindest, was dir bisher nicht erfüllt wurde, ändert nichts daran?“ fragte der kleine Elefant vorsichtig.
Diesmal schüttelte ich den Kopf. „Nicht wirklich. Es macht mich höchstens traurig, es so direkt vor den Augen zu haben und dennoch nichts damit anzufangen.“
„Aha, du meinst, es sei zu spät. Aber hättest du Gelegenheiten nicht immer schon besser nutzen können?“
Dumba’s Frage überraschte mich. „Was meinst du damit?“
„Ich meine damit dein ganzes bisheriges Leben. Immer wieder hast du Dinge erreicht, die du dir gewünscht hast, aber anstatt dich daran zu erfreuen, hast du es kaum bemerkt und nach den nächsten gestrebt. Du hast so gut wie nie geschätzt, was du schon hattest. Auch nicht deine Kindheit in genau der Form, wie du sie erlebt hast, mit dem häufigen Aufenthalt in der Natur und den eigens von dir geschaffenen Freiräumen, die du dir herausgeholt hast.“
Ich wollte widersprechen, doch etwas hinderte mich daran. So unrecht hatte Dumba gar nicht. Es gab immer einen Grund, etwas Erreichtes nicht voll ausschöpfen zu können, weil immer noch etwas wartete, auch wenn ich oft keine Vorstellung davon hatte, was es sein könnte.
„Es hat nie gepasst“, verteidigte ich mich, weil ich mich betroffen fühlte. „Schließlich hat man Aufgaben im Leben. Ich habe gelernt, sie immer zuerst zu machen und dann erst für mich Zeit zu haben.“
„Ja, du hast es gelernt. Aber du hast nie überprüft, ob es auch richtig ist“, wandte Dumba ein. „Auch vorhin kamst du nicht auf die Idee, es zu tun. Hier bist du in deiner eigenen Zeit. Niemand macht dir Vorgaben. Aber du hast die Räume nur kurz betreten und keinen davon ausgekostet.“
„Wie denn“, war ich verunsichert und immer noch auf Verteidigung eingestellt, „ich wusste doch, dass du hier auf mich wartest.“
„Wie denn?“, wiederholte Dumba. „Daran liegt es. Du wüsstest auch gar nicht, wie du das machen solltest. Da brauche ich dir gar nicht erst zu erklären, dass ich alle Zeit der Welt habe und warten kann, bis du bereit bist, weiterzugehen. Auch ich habe eine Aufgabe. Sie besteht darin, dich durch das Schloss zu führen, aber du bestimmst die Geschwindigkeit.“
„Obwohl ich gar nicht weiß, was auf mich zukommt?“ kam es mir etwas kritisch über die Lippen. Die Freude über das indirekte Angebot war davon sogleich überdeckt.
„Ach ja“, blieb Dumba gelassen. „Ich hätte es wissen müssen. Du brauchst Sicherheit. Die kann ich dir nicht versprechen. Das hier ist ein Abenteuer, und ohne Unsicherheit ist etwas nie ein Abenteuer. Du kannst jederzeit umkehren. Etwas hast du ja schon gelernt.“
„So?“ wunderte ich mich. „Was wäre das?“
„Du hast ein Stück mehr von dir erfahren. Wie du funktionierst, ohne dass es dir auffällt. Nun ist es dir zumindest ansatzweise bewusstgeworden. Das ist ein Anfang. Solange du etwas nicht weißt, kannst du es auch nicht ändern. Wenn du es ändern willst, wird dir die Lösung begegnen. Es reicht, wenn du dafür bereit bist. Das Schloss bietet viele Ansätze dazu. Wie ist es nun, magst du dich von mir führen lassen?“
Wir standen beide in dem Gang nahe der Abzweigung in den Seitengang. Das Licht von der anderen Seite des Ganges war weniger golden, eher diffus geworden. Es entsprach meiner Stimmung. Ich war nicht mehr so unbekümmert und neugierig, wie ich gekommen war. Ein Unbehagen, wie ich es schon so oft aus meinem Leben kannte, hatte sich hinzugesellt. Woher es kam, wusste ich nicht. Keinesfalls lag es an Dumba. Die blickte mich so freundlich und offenherzig an, dass ich keinen Grund sah, ihre Führung abzulehnen.
„Gut“, entschied ich mich, „dann gehen wir.“
Dumba war sichtlich erfreut und wandte sich zum Gehen. „Schön, dass du mich meine Rolle spielen lässt. Ich werde dir Verschiedenes, das mit dir zu tun hat, zeigen. Die Wunschträume deiner Kindheit kennst du noch immer, aber du hältst sie für unerfüllbar. Präge dir ein, dass es die von dir längst abgeschriebenen Räume hier in diesem Schloss immer noch gibt. Wenn du willst, kannst du sie später wieder aufsuchen. Du könntest dabei üben, dich viel mehr auf deine Gefühle einzulassen.“
Während sie das sagte, bog sie nach rechts um die Ecke in den Gang, den ich für einen Seitengang gehalten hatte. Er war aber wesentlich breiter als der, durch den wir gekommen waren, und mündete in ein pompöses Stiegenhaus. Eine Marmortreppe führte hinauf in das nächste Stockwerk. Sie war links und rechts gesäumt von altertümlichen Gemälden, die sehr ehrwürdig dreinblickende alte Männer mit der immer gleichen Krone auf dem Kopf darstellten.
Die Großzügigkeit dieses Bereiches lenkte mich davon ab, nachzufragen, was Dumba mit meinen Gefühlen ansprechen wollte. Sie zuckelte mit ihren kurzen Beinen vor mir her die breite Treppe hinauf und hielt auf der Zwischenplattform inne.
„Ich habe dir noch gar nicht gesagt, dass uns hier keiner wahrnimmt“, teilte sie mir relativ leise mit. „Oben stehen die Wachen des Königs.“
„Des Königs?“, wunderte ich mich. „Welchen Königs?“
„Des Königs dieses Schlosses hier. In den Märchenbüchern deiner Kindheit hatten alle Könige ein Schloss und meistens auch noch eine wunderhübsche Tochter. Die hat der hier nicht. Trotzdem ist das ein richtiges Märchenschloss, das alles bietet, was man sich vorstellen kann. Wir haben den Vorteil, dass wir scheinbar völlig unbeteiligt hier umherspazieren können, auch wenn nichts zufällig ist, was sich ergibt.“
„Aber sind wir denn nicht zufällig hier?“ wandte ich ein.
„Glaubst du wirklich, dass das zufällig ist?“ fragte Dumba zurück. Sie wartete aber keine Antwort ab, sondern ging die Stiege weiter, und ich war viel zu sehr von den Eindrücken um mich in Anspruch genommen, um ihrer Frage auf den Grund gehen zu wollen.
Oben standen wir in einer riesigen Vorhalle. Es war relativ hell hier. Der Boden bestand aus dem matt glänzenden Marmor, aus dem schon die Stiege bestanden hatte. Geradewegs vor uns bildete ein hohes Portal mit zwei geschlossenen Flügeltüren das zentrale Element des Raumes. Ein roter Teppich führte darauf zu. Links und rechts von der Tür standen je ein Mann mit einem geschwungenen Helm, einem Brustpanzer und einer Hellebarde in einer sehr formellen, bewegungslosen Wächterhaltung. Die beiden erinnerten mich mit ihrer äußeren Erscheinung an Bilder von Soldaten aus dem Dreißigjährigen Krieg.
„Wir brauchen uns um sie nicht zu kümmern“, sagte Dumba. „Sie bemerken nur die Dinge, die zu ihrer Welt gehören. Darinnen kommen wir nicht vor. Aber wir sind Gäste hier. Darum tun wir gut daran, uns als Gäste zu verhalten.“
„Also könnte uns doch jemand etwas antun?“, hatte ich sogleich Bedenken, denn so freundlich und einladend sahen die beiden Wachen gar nicht aus.
Dumba wiegte überlegend den Kopf. „Nicht direkt“, antwortete sie dann. „Aber alles, was getan wird, hat Folgen. Auch das, was wir tun. Irgendwann fällt es auf uns zurück. Zum Beispiel, wenn wir unsere Unsichtbarkeit missbrauchen würden. Daher steht es uns nicht zu, in den Ablauf der Dinge einzugreifen. An uns liegt es nur, sie zu akzeptieren und gegebenenfalls etwas daraus zu lernen. Auch das hat Folgen.“
So schlicht, wie Dumba als Zeichnung aussah, war sie gar nicht. Jedenfalls sagte sie Dinge, die ich nicht ganz verstand. Genaugenommen verstand ich gar nichts an und in diesem Schloss. Ich wollte aber nicht ausschließen, dass mich die weitere Führung schlauer machen würde und beließ es bei dieser Antwort.
Dumba trippelte vor mir auf dem roten Teppich auf das Portal zu, als wären die beiden Wachen gar nicht vorhanden. „Wundere dich jetzt nicht, aber wir sind eben in einem Wolkenschloss“, sagte sie wie beiläufig, und noch ehe ich fragen konnte, was sie damit nun wieder meinte, tauchte sie in das Portal ein, als sei dieses nur eine Lichterscheinung ohne feste Substanz. Ihr Körper verschwand darin und schon war sie nicht mehr zu sehen.
Ich hatte argwöhnisch nach links und nach rechts auf die beiden Wachen geblickt, ob sie denn wirklich nicht bemerkten, dass wir zwischen ihnen hindurchgingen. Sie bewegten sich nicht, und nun stand auch ich direkt vor dem einen Portalflügel und tippte zögernd mit einem Finger auf die Türklinke. Er ging widerstandfrei wie durch Nebel hindurch.
„Na komm schon“, drängelte Dumba von der anderen Seite, „wenn du erst zu zweifeln beginnst, wirst du sehr rasch Recht bekommen!“
Also wagte ich nun doch den nächsten Schritt und sah mich selbst durch die Tür gleiten, als sei sie eine bloße Illusion. Dumba war wieder da. Wir standen beide in einem großen Saal mit einem Spitzbogengewölbe wie in einer gotischen Kirche und spärlicher Einrichtung. Der rote Teppich führte hier weiter durch den Raum an die gegenüberliegende Wand, vor der auf einem Podest ein Thron stand. Auf diesem saß ein älterer Mann in einer altertümlichen, aber vornehmen Kleidung mit einer Krone auf dem Kopf. Es war die Krone, mit der offenbar die Ahnen auf den Bildern im Stiegenaufgang dargestellt waren.
