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Herausragende Leistungen mit wertstromorientierten Prozessmanagement erreichen!- Prozesse optimieren und Kosten senken- Praxiserprobte Vorgehensweise- Viele Beispiele und konkrete TippsProzessmanagement und Wertstromdesign bieten viele Berührungspunkte und hervorragende Synergieeffekte. Beide Methoden zielen darauf ab, Prozesse zu optimieren, Kosten zu senken, Zeit einzusparen und herausragende Leistungen zu erbringen. Im Prozessmanagement steht die effiziente Umsetzung aller unternehmerischen Abläufe im Mittelpunkt. Dabei werden die Prozesse systematisch an der Vision und den Strategien ausgerichtet. Wertstromdesign betrachtet direkt den Material- und Informationsfluss, konzentriert sich dabei auf die Hauptflüsse und zielt darauf ab, Durchlaufzeiten zu reduzieren und Verschwendung zu vermeiden. Dieses Werk verbindet nun in einzigartiger Weise beide Ansätze, bleibt dabei ganz konkret und ist durchgängig auf die praktische Umsetzbarkeit ausgerichtet. Damit erhält der Leser einen Leitfaden in die Hand, mit dem er ein ganzheitliches Prozessmanagement aufbauen kann, dabei die Hauptflüsse immer fest im Blick behält und sicherstellt, dass die gesetzten Unternehmensziele erreicht werden.
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Seitenzahl: 418
Veröffentlichungsjahr: 2017
Karl W. Wagner Alexandra M. Lindner
WERTSTROMORIENTIERTES PROZESSMANAGEMENT
Effizienz steigern Verschwendung reduzieren Abläufe optimieren
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© 2017 Carl Hanser Verlag Münchenwww.hanser-fachbuch.de
Lektorat: Lisa Hoffmann-Bäuml Herstellung: Thomas Gerhardy Umschlaggestaltung: Stephan Rönigk
ISBN 978-3-446-44621-2 E-Book ISBN 978-3-446-45239-8
Verwendete Schriften: SourceSansPro und SourceCodePro (Lizenz) CSS-Version: 1.0
Titelei
Impressum
Inhalt
Geleitwort
Vorwort
1 Wertströme
1.1 Was ist ein Wertstrom?
1.1.1 Entstehung und Ansätze
1.1.2 Kaizen
1.1.3 Toyota-Produktions-System (TPS)
1.1.4 Die drei MUs
1.1.5 Begriffe und Definitionen
1.2 Wertströme in der Produktion
1.2.1 Wertstromanalyse
1.2.2 Wertstromdarstellung
1.2.3 Wertstromdesign
1.2.4 Weitere Anwendungsgebiete
1.2.5 Exkurs: Simulationsbasiertes Wertstromdesign
1.3 Wertströme in Dienstleistung und Administration
1.3.1 Einführung
1.3.2 Wertstromdesign in Dienstleistung und Office
1.3.3 Lean Administration
1.3.4 Makigami
1.3.5 Waste-Walk-Diagramm
2 Prozesse
2.1 Der Prozess
2.1.1 Definitionen
2.1.2 Das Prozessmodell
2.1.3 Prozesswürdigkeit
2.1.4 Verknüpfung von Prozessen
2.1.5 Kategorisierungsmöglichkeiten
2.2 Das Prozessmanagementsystem
2.2.1 Grundlegende Aspekte im Prozessmanagement
2.2.2 Prozess-Lifecycle
2.2.3 Phase 1 ‒ Prozess in Prozesslandkarte aufnehmen
2.2.4 Phase 2 ‒ Prozesse erarbeiten
2.2.5 Phase 3 ‒ Prozesse betreiben, steuern und verbessern
2.2.6 Phase 4 ‒ Gesamtprozessleistung überwachen und steuern
2.2.7 Modell zur Anbindung an die Unternehmensführung
2.2.8 Rollen im Prozessmanagement
3 Zusammenführung von PzM und WSD
3.1 Wissenschaftliche Basis
3.2 Restriktionen
3.3 Brücken
3.3.1 Managementsystem
3.3.2 Vorgehensmodelle
3.3.3 Prozesslandkarte (inkl. Ebenenkonzept)
3.3.4 Visualisierung
3.3.5 Layer
3.3.6 Perspektiven
3.3.7 Rollenbilder
3.4 Einführungs- und Entwicklungsmodell
4 Prozesse in Landkarte aufnehmen
4.1 Einleitung
4.2 Prozesswürdigkeit
4.3 Kategorie
4.4 Steckbrief
5 Prozesse erarbeiten
5.1 Identifikation und Abgrenzung vornehmen
5.2 Ist-Situation aufnehmen
5.2.1 Kundenbedarf erheben
5.2.2 Ist-Ablauf aufnehmen
5.3 Ist-Situation analysieren
5.3.1 Kernanalyse
5.3.2 Erweiterte Analyse
5.3.3 Liste Verbesserungspotenziale (LVP) und Verbesserungsportfolio
5.4 Soll-Situation konzipieren
5.4.1 Idealablauf entwickeln
5.4.2 Soll-Ablauf konzipieren
5.5 Verbesserungspotenziale realisieren
6 WPM-Lebensphasen
6.1 Kontrolle, Steuerung und Verbesserung
6.1.1 Jour-Fixe
6.1.2 Begehung
6.1.3 WPM-Cockpit
6.2 Gesamtprozessleistung überwachen und steuern
7 WPM in der Unternehmenskultur verankern
7.1 Anforderungen an das Unternehmen
7.1.1 Wertewandel im Bewusstsein des Kunden
7.1.2 Wertewandel im Bewusstsein der Mitarbeiter
7.1.3 Flexibilität und Entwicklungsfähigkeit von Unternehmen
7.2 Lebensphasen von Unternehmen und Kundenorientierung
7.3 Strategien zum Wandel der Unternehmenskultur
7.3.1 Notwendigkeit eines Kulturwandels
7.3.2 Das Wesen des Kulturwandels und seine Blockaden
7.3.3 Hürden und Hindernisse des Kulturwandels
7.4 Grundlagen und Strategien zur Veränderung von Organisationen (Management of Change)
7.5 Strukturiertes Vorgehen bei der WPM-Organisationsveränderung
7.6 Idealtypische Phasen einer Veränderung in Richtung WPM
7.6.1 Aufrüttelungsphase
7.6.2 Vermittlungsphase
7.6.3 Engagementphase
7.6.4 Umsetzungsphase
7.6.5 Lebensphase
7.6.6 Geforderte Einstellungen und Denkweisen
7.7 Konflikte im Zuge von WPM
7.7.1 Konflikte in Teams
7.7.2 Konfliktarten
7.7.3 Konfliktverhalten (Strategien zum Umgang mit Konflikten)
7.7.4 Konfliktbehandlung
7.7.5 Das Management von Konflikten
8 Allgemeine Werkzeuge
8.1 Lean-Werkzeuge für schlanke Prozesse
8.1.1 Genchi Genbutsu
8.1.2 5S
8.1.3 Poka Yoke
8.1.4 5W oder 5Whys/6W
8.1.5 SMED
8.1.6 SOPs
8.1.7 Jidoka
8.1.8 Andon
8.1.9 Visual Management
8.2 Weitere Methoden für die Arbeit mit Prozessen
8.2.1 Teamorientierter Problemlösungsprozess (PULS)
8.2.2 Die sieben elementaren Qualitätswerkzeuge (Q7)
8.2.3 Die sieben Managementwerkzeuge (M7)
8.2.4 Die sieben Kreativitätswerkzeuge (K7)
8.2.5 Kundenkontaktstellenanalyse
8.2.6 Schnittstellenanalyse
9 Vorlagen für WPM-Arbeitsblätter
9.1 WPM-Würdigkeit
9.2 Prozesssteckbrief
9.3 Identifikation und Abgrenzung
9.4 Ist-Situation aufnehmen
9.5 Ist-Situation analysieren
9.6 Soll-Situation konzipieren
9.7 Verbesserungspotenziale realisieren
10 Anwendungsbeispiele
10.1 Beispiel Reparaturwerkstätte
10.1.1 Die Ausgangssituation des Unternehmens
10.1.2 Clusterung der Produktfamilie und Prozessauswahl
10.1.3 Identifikation und Abgrenzung
10.1.4 Ist-Situation aufnehmen
10.1.5 Ist-Situation analysieren
10.1.6 Liste Verbesserungspotenziale (LVP) und Verbesserungsportfolio
10.1.7 Soll-Situation konzipieren
10.2 Beispiel Durchlaufzeitreduktion im Blockwalzwerk bei Böhler Edelstahl GmbH & Co KG
10.2.1 Vorstellung des Unternehmens
10.2.2 Zentrale Eckdaten des Projekts
10.2.3 Ausgangssituation im Projekt
10.2.4 Erarbeitung der Prozessverbesserung
10.2.5 Resümee und Ausblick
Literatur
Die Autoren
Ein „weißer Schimmel“ … war mein erster Gedanke, als Hr. Dr. Wagner mir erstmals von seiner Idee erzählt hat, ein Buch zum Thema „Wertstromorientiertes Prozessmanagement“ schreiben zu wollen. Die „Gefahr“ möglicherweise über einen Pleonasmus ein Buch zu schreiben, führte zu einer intensiven Diskussion darüber, was die beiden Konzepte „Wertstromdesign“ und „Prozessmanagement“ trennt bzw. verbinden könnte. Das vorliegende Werk zum „Wertstromorientierten Prozessmanagement“ belegt nun, dass es gelungen ist, eine Symbiose aus „Wertstrom-“ und „Prozessmanagement“-Denkweise herzustellen.
Um auch zukünftig die Wettbewerbsfähigkeit von Unternehmen (im Besonderen im deutschsprachigen Raum bzw. in Hochlohnländern) zu erhalten bzw. zu steigern, bedarf es neben Produkt- und Dienstleitungsinnovationen insbesondere auch neuer Ideen, Wege und Methoden, um eine Vertiefung und Weiterentwicklung von Verbesserungsbestrebungen zu ermöglichen. Hieraus ergibt sich auch die Anforderung, die methodische Analyse, Planung und Gestaltung sowie die Verbesserung von Prozessen weiterzuentwickeln.
Täglich stehen Unternehmen vor der Aufgabe, Abläufe in den unterschiedlichsten Prozessebenen zu gestalten und diese zu verbessern. Dazu haben sich in der Praxis eine Vielzahl von Methoden etabliert. Oftmals existiert jedoch das Problem, dass diese Methoden nicht sauber miteinander verknüpft werden und somit kein durchgängiger Informations- und Datenaustausch zwischen den Verbesserungsbestrebungen realisiert werden kann.
Und genau diese Lücke schließt das vorliegende Werk.
Dieses Werk bietet erstmals einen umfassenden und umsetzungsorientierten Leitfaden, der zeigt, wie die beiden Ansätze „Prozessmanagement“ und „Wertstromdesign“ sinnvoll miteinander verbunden werden, um zukünftig Verbesserungsbestrebungen zu systematisieren.
Wertstromdesign und Prozessmanagement sind exakt definierte Methoden, die weltweit in beinahe allen Geschäftsbereichen angewendet und eingesetzt werden. Die beiden Methoden weisen zahlreiche Ähnlichkeiten in ihrer grundsätzlichen Orientierung auf, obwohl sie verschiedene Entwicklungs- und Anwendungshintergründe haben. Bis jetzt wurden die beiden Methoden in Wissenschaft und Praxis getrennt voneinander angewandt.
Ein Prozessmanagementsystem eignet sich als Rahmen zur Verbesserung von Prozessen im weitesten Sinne und es bildet durch den Prozess-Lifecycle die Grundlage bzw. den Rahmen für die hier vorgestellte synergetische Verbindung mit dem Wertstromdesign. Ein grundlegender Gedanke des „Wertstromorientierten Prozessmanagements“ ist die Kombination von inkrementeller und sprunghafter Verbesserung. Dieses Wechselspiel von kontinuierlicher Verbesserung und Innovation bildet sich im Prozesslebenszyklus sowie in den beiden 4-Schritte-Methoden des Prozessmanagements und Wertstromdesigns ab.
Die Vorteile dieser Kombination sind beispielsweise, dass Aspekte der Prozesseffizienz mit Aspekten der Prozesseffektivität miteinander verschmelzen und verstärkt Aspekte der Vermeidung von Verschwendung Berücksichtigung finden. Wertstromdesign liefert hierbei ‒ zur Bereicherung des Prozessmanagements ‒ eine detaillierte Basis an Prozessdaten, wie z. B. Durchlaufzeiten und Bearbeitungszeiten und klare Leitlinien und Prinzipien (z. B. der Orientierung an Ideal- bzw. Zielzuständen) zur Verbesserung. Ebenso wirken diese Grundsätze auch auf die Ausprägung der Prozesslandkarte und in Phase 3 („Betreiben von Prozessen“) des Prozess-Lifecyle. Prozessmanagement wiederum ermöglicht eine vertiefte, systematische und nachhaltigere Umsetzung des Wertstromdesigns.
Wertstromorientiertes Prozessmanagement bietet eine neue, interessante und praxisorientierte Methode zur methodischen Analyse, Planung und Gestaltung und innovativen sowie kontinuierlichen Verbesserung von Prozessen, die in unterschiedlichsten Anwendungsgebieten von Administration bis Produktion eingesetzt werden kann.
Ich freue mich, dass Univ. Lektor DI Dr. Karl Wagner diese Idee aufgegriffen hat und daraus u. a. dieses nun vorliegende Buch entstanden ist. Darüber hinaus sind weitere Aktivitäten wie beispielsweise eine Ausbildung zum „Prozessorientierten Wertstrommanager“ geplant.
Ich hoffe sehr, dass dieses Buch dazu beiträgt, dieses wichtige Thema im deutschsprachigen Raum zu verbreiten!
Univ. Prof. Dr. Ing. DI Prof. e. h. Dr. h. c. Wilfried Sihn
Wien, Herbst 2013
Vorwort
