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Nach mehr als 200 Jahren, möchte die Besatzung der U.S.S. Amazonas NX-19700 das Rätsel um Delta Vega lösen und herausfinden wie es zu den Veränderungen von Besatzungsmitgliedern der U.S.S. Enterprise NCC-1701 kommen konnte. Hierfür kommt der Prototyp eines neuen, durch die Sternenflotte entwickelten, Shuttles zum Einsatz. Der Shuttle verfügt über eine Technologie, die es ihm erlaubt gezielte Sprünge in die Vergangenheit zu unternehmen.
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Seitenzahl: 394
Veröffentlichungsjahr: 2017
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basierend auf Star Trek
einer Idee von
Gene Roddenbarry
Prolog
Kapitel
Kapitel
Kapitel
Kapitel
Kapitel
Kapitel
Kapitel
Kapitel
Kapitel
Kapitel
Kapitel
Kapitel
Kapitel
Kapitel
Epilog
Einzelne Decks
U.S.S. Amazonas NX-19700 (Amazonas-Klasse)
Krankenstationen (mehrere Sektionen in allen vier Angriffs-Modulen)
Shuttle-Hangars (verschiedene Decks)
Mannschaftsquartiere
Holodecks
U.S.S. Amazonas NX-19700 (Alle vier Schiffs-Module im Überblick)
Modul eins (oberes Untertassen-Modul)
Modul zwei (unteres Untertassen-Modul)
Modul drei (oberes Antriebs-Modul)
Modul vier (unteres Antriebs-Modul)
Schiffe, anderer Spezies und Völker
Schiffe der Sitraks und der Kyvus
Schiffe, der Sitraks
Schiffe, der Kyvus
Auf Sternenbasis 219, in Flottenadmiral Kromm's Quartier. Er saß in einem alten aber dennoch sehr bequemen Sessel, den er vor Jahren erworben hatte und las den Brief, den er von seinem Sohn erhalten hatte. Dieser befand sich zur Zeit mit seiner Tante Nadine auf Risa, da sie dort zusammen ihren Urlaub verbringen wollten. Er überlegte für sich selbst dabei, ob er nicht ebenfalls nach Risa aufbrechen sollte, um dort einige Zeit mit seinem Sohn zu verbringen und ihn danach noch für einige Tage nach Sternenbasis 219 einzuladen. Schließlich hatten sie sich bereits seit fast einem Jahr nur noch über Subraum unterhalten können, da er einfach zuviel mit der Planung der neuen Flottenstützpunkte, die im Gamma- und Delta-Quadranten entstehen sollten zu tun hatte. Aber nun wollte er sich die Zeit einfach einmal nehmen und sie ungestört mit seinem Sohn verbringen. Er legte den Brief zur Seite, auf einen Beistelltisch und begab sich zu seinem recht modern wirkendem Schreibtisch, um sich mit Commander Zichner in Verbindung zu setzen, der sich im Moment die meiste Zeit über an Bord der U.S.S. Amazonas befand.
Auf einem kleinen Wandschirm, rechts des Schreibtischs, erschien das Abbild des Commanders, dieser befand sich allem anschein nach, in seinem Bereitschaftsraum der Brücke und bereitete alles für die bevorstehende Mission der Amazonas vor.
>>Commander, ich möchte Ihnen hiermit mitteilen, dass Sie die Mission in die Äußeren-Regionen Leiten werden. Die unabhängigen Beobachter, werden auch in kürze bei ihnen eintreffen. Behandeln sie diese, mit allem nötigen Respekt. Falls nötig, haben diese auch die Befehlsgewalt, falls eine Situation dies nötig machen sollte. Ich werde mich in einer anderen sehr wichtigen und dringenden Angelegenheit nach Risa begeben müssen.<<
>>Admiral, sollen wir Sie vielleicht vorher noch nach Risa bringen, bevor wir uns in die äußeren Regionen begeben werden?<<
>>Nein, Commander. Ich werde mit einem anderen Schiff, nach Risa fliegen. Begeben Sie sich, wie geplant auf ihre Mission. Kromm ende.<<
Der Admiral schloß den Kanal wieder und rief stattdessen die Dockkontrollaufzeichnungen, des zivilen Raumschiffsverkehrs, der Station auf. Er ging die Listen durch, um eventuell ein Schiff zu finden was in den nächsten Tagen einen regulären Flug nach Risa unternehmen würde. Er wurde auch relativ schnell fündig. Es befanden sich derzeit zwei Schiffe im Dock, die demnächst nach Risa fliegen würden. Das eine war ein alter, schon sehr in die Jahre gekommener Frachter, der Waren und Handelsgüter nach Risa bringen sollte, das andere ein nicht minder älterer Transporter, der regelmäßig zwischen verschiedenen Föderationseinrichtungen hin und her pendelte. Er entschloß sich dafür mit dem Transporter zu fliegen, da dieser schon in sechs Stunden, nach Risa aufbrechen und auch nicht so lange unterwegs sein würde, wie das Frachtschiff. Außerdem hatte der Transporter, doch noch etwas mehr Komfort zubieten, wie der Frachter. Da er ja auch nicht dafür Ausgestattet war, Passagiere zu befördern. Lediglich einige kleine Crewquartiere aufzuweisen hatte.
Er nutzte die Zeit ausgibig bis zum Abflug damit, Admiral Slone mit allen wichtigen Dingen, für seine Abwesenheit zu betrauen und sich als einfacher Passagier, auf dem Transporter für ein Quatier zu melden. Er verwies dabei weder besonders auf seinen Rang, noch das er der offizieller Leiter von Sternenbasis 219 war, geschweigeden auf einen seiner anderen offiziellen Posten innerhalb der Sternenflotte. Auf dem Flottenstützpunkt, war er schließlich auch nicht der einzige anwesende Admiral. Sollte der Captain, des Transporters ihn sehen und nicht ganz geistesabwesend auf Station gewesen war, könnte er ohnehin wissen, wen er da mit sich nach Risa nehmen würde. Auch wenn diese Wahrscheinlichkeit eher gering sein dürfte.
Der Admiral begab sich zur Andockschleuse siebenundvierzig, wo die meisten zivilen Transporter lagen. Auf dem Weg dort hin, wurde er beinahe von einem sehr jungen Fähnrich über den Haufen gerannt, der auch in Richtung, des angepeilten Transporters lief. Dabei verlor der Fähnrich einen kleinen, auf der Station wohlbekannten Gegenstand, wie man ihn auch, in anderer Form auf Risa bekommen konnte, den Kromm an sich nahm, damit er ihn ihm zu gegebener Zeit wieder zurück geben konnte. Als er das Schiff erreichte, sah er gerade noch, wie sich der Fähnrich an einem kräftig gebauten Offizier vorbei zwängte, der nicht sonderlich davon erbaut war, dass dieser erst so kurz vor dem ausdocken erschien und im Schiff verschwand. Als der Admiral noch etwas näher kam, sah er das es sich bei dem Offizier, um den Captain des Schiffes handelte.
>>Captain, ich bin ihr Passagier, auf dem Rückflug nach Risa,<< sagte Kromm, da er den Captain des Transporters nicht kannte und dieser auch nicht den Eindruck erweckte, dass es ihm ebenfalls so gehen würde.
>>Sie sind spät dran! Ich habe schon auf Sie gewartet. Ihr Quartier befindet sich auf dem E-Deck, Sektor 4-J, Kabine zwölf. Bitte beeilen Sie sich etwas, ich hab nicht den ganzen Tag Zeit und muss meine Termine einhalten.<<
Der Captain des Transporters machte, für seinen persönlichen Geschmack, etwas viel unnötigen drück, gegenüber Passagieren. Diese Art wäre angepasst, wenn er eventuell einer seiner Offiziere wäre oder eben dieser Fähnrich, vor einigen Minuten. Sie betraten beide, den Transporter zügig und hinter ihnen wurden die Schotten geschlossen, damit das Schiff endlich, das Dock verlassen konnte. Die Dock-Kontrolle war unter allen Umständen, von Slone angewiesen worden, ihnen erst die Freigabe zu erteilen, nachdem sich der Admiral ebenfalls an Bord befand.
Der Transporter verließ kurz darauf, seinen Dock-Platz und Sternenbasis 219, um seinen Kurs nach Risa aufzunehmen.
Auf der Amazonas liefen ebenfalls die letzten Vorbereitungen, zum Verlassen des Docks. Letzte Besatzungsmitglieder für diese spezielle Mission, begaben sich an Bord.
Die Warp-Kerne wurden hochgefahren und Online gebracht. Der Haupt- und die Nebendeflektoren wurde aktiviert, die Positionslichter und die Außen-Beleuchtungen der Hülle wurden nacheinander eingeschaltet.
>>Dock-Kontrolle, hier ist die U.S.S. Amazonas NX-19000. Wir erwarten Dock-Freigabe, zum verlassen unserer Position.<<
>>Hier Dock-Kontrolle. Freigabe wird bestätigt. Viel Glück Amazonas.<<
Die Verbindungs-Röhren wurden vom Schiff zurück gezogen, die Schotten gesichert und die Amazonas setzte sich, mit hilfe der Steuerdüsen, langsam innerhalb des Docks in Bewegung. Sie flogen dabei, an anderen Flottenschiffen vorbei, die zum Teil eben erst hier eingetroffen waren oder ebenfalls darauf warteten, wieder aufbrechen zu können, in Richtung der Außenschleuse vier. Diese öffnete sich anschaulich so langsam, dass man meinen konnte, es würde in Zeitlupe geschehen und gab nach und nach den Blick, auf das dahinter liegende All frei, was wie ein schwarzes Meer, mit seinen Sternen sichtbar wurde.
Die Amazonas verließ das Dock und setzte ihren Kurs, auf die Äußeren-Regionen der Galaxis nahe Delta Vega.
Logbuch, des Captains: Sternzeit 90768,672 Stellvertretender Kommandant Commander Zichner. Wir haben unseren Kurs in die äußeren Regionen aufgenommen, um dort einige Untersuchungen und Tests vorzunehmen.
Unser erstes Ziel wird dabei Delta Vega sein. Dort werden wir Untersuchen, wie sich die anscheinend natürliche Strahlung auf organische und anorganische Materie und Materialien auswirkt. Während wir diese Untersuchungen und Tests an Bord und dem Planeten durchführen, werden wir diesen Bereich der Galaxis auch genauer kartographieren, da diese Sektion der Galaxis schon seit mehr, als zwei Jahrhunderten nicht mehr angeflogen wurde. In der Sternenflotten-Datenbank ist, als letztes bekanntes Schiff in diesen Regionen, die U.S.S. Enterprise NCC-1701 aufgeführt.
Während sich das Schiff, in diesen Regionen aufgehalten hatte, waren zwei Besatzungsmitglieder, für verschollen erklärt worden. Da sich eine für sie, damals unbekannte Strahlung, auf ihr Nerven-System aus gewirkt haben soll. Auch dies werden wir versuchen, genauer zu untersuchen.
Hierfür werden wir, in frühere Jahre zurückkehren, um Antworten zu erhalten. Dabei werden wir Zeitsprünge, mit dem neuen Shuttle Curie planen und in einer speziellen Mission einsetzen, um auch einige Daten dieser Region in einem Abstand von mindestens fünfundzwanzig Jahren zu dokumentieren. Bei diesen speziellen Tests, wird auch ein Angehöriger der Temporalen-Ermittlungsbehörde anwesend sein, damit wir keine unbeabsichtigte Veränderungen, der Vergangenheit durchführen.
Ende des Logbuchs-Eintrags. Commander Michael Zichner kommandierender Offizier, der U.S.S. Amazonas NX-19700.<<
Auf der Brücke herrschte besondere Gelassenheit, da es sich bei dieser Mission offensichtlich, um eine reine Forschungs-Mission handelte und sie im Grunde nichts zu befürchten hatten, was Schiff und Mannschaft in Gefahr bringen könnte. Die Crew hatte sich intensiv vor Beginn dieser Mission, mit den alten Berichten der U.S.S. Enterprise vertraut gemacht. Jeder der Besatzung wurde von seinen Vorgesetzten, auch nochmal eingehend über die bevorstehenden Teilmissionen informiert, vor allem die Wissenschaftler, die speziell für diese Mission, der Amazonas zugeteilt wurden.
>>Fähnrich Veltok, wie lange werden wir voraussichtlich für den Flug nach Delta Vega benötigen,<< fragte Commander Zichner und übergab einem anderen Fähnrich, ein Daten-Padd.
>>Wir erreichen, bei dieser Geschwindigkeit, Delta Vega in sechs Tagen, acht Stunden und vierzig Minuten,<< antwortete der Fähnrich.
Veltok war romulanischer Abstammung und er und seine Familie gehörten, zu einer der Bewegungen der Romulaner, die die alten vulkanischen Lehren für sich erlernten und große Anhänger davon waren, die beiden Völker wieder zu vereinigen. Sein Groß-Vater gehörte vor mehr als einem Jahrhundert, der Untergrundbewegung an, die als erstes die alten Lehren wieder erlernt hatten, von Botschafter Spock vom Vulkan. Da dieser den Romulaner verhalf, die alten Schriften und Lehren neu zu erlernen. Veltok zeigte nach außen aber sehr wenig, dass er ein Anhänger der vulkanischen Lehren war, dies war nur manch mal bei ihm zu sehen. Nur wenn der Admiral das Kommando über die Amazonas führte, verbarg er es am stärksten seine Gefühle zu zeigen, da er ihm gegenüber die vulkanische Geistesstärke demonstrieren wollte und nicht seine romulanischen Gefühle dominieren sollten. Aber es fiel ihm jedesmal schwer, seine Gefühle zu verbergen. Seine Freizeit an Bord, verbrachte er deshalb meist mit Lieutenant Commander Dirac, da dieser ihm bei seinen Übungen half.
>>Doktor Wiechinski, haben Sie zusammen mit Lieutenant Margot schon etwas ausgearbeitet, wie sie bei den Tests vorgehen werden.<<
>>Commander, wir haben schon einige gute Möglichkeiten in Betracht gezogen. Aber einen endgültigen Plan für unsere Untersuchungen, werden wir erst in vier bis fünf Stunden fertig zusammen gestellt haben. Wir glauben, dass es uns möglich sein wird, das wir auf Delta Vega einige interessante Entdeckungen machen werden. Wir haben jedenfalls vor, mit dem Shuttle Curie, ins Jahr 2268 zurück zukehren, um die Auswirkungen damals, auf die Besatzung der U.S.S. Enterprise zu untersuchen. Nach den alten Aufzeichnungen, hatte sich eine ungewöhnliche Strahlung, auf das Schiff und seine Besatzung ausgewirkt. Commander Sommers wird uns dabei begleiten, da er untersuchen will, wie sich die Strahlung, auf die Hülle der Enterprise aus gewirkt hatte.
Wir haben vor, für diese Untersuchen Bio-Gene-Anzüge zu tragen, damit wir uns gegebenenfalls an Bord der Enterprise in Ruhe umsehen können.<<
>>Doktor, wir dürfen uns aber unter keinen Umständen in die Geschehnisse, an Bord der Enterprise einmischen,<< sagte ein, ihnen allen noch unbekannter Offizier, der soeben die Brücke betreten hatte.
Seine Uniform unterschied sich sehr stark, in Schnitt und Farben von den Uniformen, die sonst bei der Flotte getragen wurden.
>>Von ihrem Vorgehen, bin ich zum jetzigen Zeitpunkt, nicht sehr überzeugt und ich bin deshalb auch dagegen, dass sie an Bord der Enterprise gehen werden. Und falls sie es dennoch tun werden, dürfen sie mit niemanden der Besatzung in Kontakt treten, so wie dies Captain Sisko einst getan hatte.<<
>>Mister Mongomery, ich verstehe Ihre einwende voll und ganz. Aber sie wissen auch, dass die Flotte einer Mission in eine andere Galaxie nur dann zustimmen kann, wenn wir vorher alle Rätsel dieser Region gelöst haben,<< entgegnete Commander Zichner und wandte sich dem Offizier, der Temporalen-Ermittlungsbehörde zu.
>>Commander, ich bin nur hier um zu verhindern, dass Sie irgendwie, die bekannte Geschichte der Föderation nachhaltig ändern. Admiral Kromm war dies bezüglich sehr genau, ebenso meine Vorgesetzten.<<
Der Offizier begab sich, zu einer der unbesetzten Konsolen und nahm dort Platz, während er fortfuhr.
>>Ich hoffe Sie sind, mit den Entscheidungen und meinen Befehlen, des Admirals zufrieden.<<
>>Natürlich Mister Mongomery. Doktor Wiechinski, Lieutenant Margot, beeilen Sie sich mit der genaueren Ausarbeitung ihrer Pläne. Ich möchte sie, bevor wir Delta Vega erreichen, mit Mister Mongomery noch durch gehen und prüfen. Ebenso die Pläne, von Commander Sommers. Commander McConnels, sie haben die Brücke.<<
Zichner verließ kurz darauf die Brücke und begab sich auf Deck drei, in sein Quartier, um dort einige Stunden Schlaf zu finden, da er vor beginn dieser Mission zwei Schichten hintereinander, auf der Brücke verbracht hatte.
Doktor Wiechinski und Lieutenant Margot begaben sich in das astrometrische Labor, um dort weiter an ihren Plänen zu arbeiten. Nach seiner Schicht im Maschinenraum kam auch Commander Sommers in das astrometrische Labor, um seine Überlegungen in die Gestaltung, der Pläne mit einfließen zu lassen.
>>Doktor, müssen wir wirklich diese Bio-Genen-Anzüge tragen, falls wir uns an Bord der U.S.S. Enterprise begeben? Würde es nicht genügen, wenn wir einfach einige dieser alten Uniformen replizieren und diese dann tragen. Das hat doch auch schon früher sehr gut funktioniert.<<
>>Commander, wir müssen wohl davon ausgehen, dass es möglich sein könnte, dass wir auch auf Captain James T. Kirk treffen. Und wir wissen heute nicht mehr, wie gut er jeden einzelnen seiner Besatzung kannte. Aber wir müssen wohl davon ausgehen, das er jeden seiner Offiziere an Bord kennt, ebenso die unteren Dienstgrade. Es ist bei unserer Mission nicht gerade so, wie es bei Captain Benjamin Sisko der Fall war. Wie dieser an Bord der Enterprise ging, befand sie sich auf Raumbasis K-7. Auch wenn auszuschließen ist, das er jeden einzelnen Näher kennen mag. Dies sollte ihnen, als Techniker und erfahrener Offizier, keine Probleme bereiten.
Sie wollen doch bestimmt nicht, dass dieser Mister Mongomery noch unsere Mission vorzeitig beendet. Wie sie vielleicht selber gesehen haben, als er an Bord kam, ist es nicht ganz offensichtlich welchen Rang er bekleidet. Er könnte alles mögliche zwischen einem Fähnrich und einem Commodore sein.<<
>>Wie kommen Sie hier dabei, ausgerechnet auf einen Commodoren,<< wollte nun Lieutenant Margot, vom Doktor wissen.
>>Er sagte doch selbst, er wäre von seinem Vorgesetzten und Admiral Kromm eingehend belehrt worden, was seine Aufgaben bei dieser Mission betrafen.<<
>>Ja, ganz recht Lieutenant Margot und dies schließt nicht aus, dass er auch den Rang eines Commodoren bekleiden kann. Aber lassen sie uns nun, zum eigentlichen Thema zurückkehren.
Commander, haben Sie für uns mittlerweile, alle alten technischen Daten der Enterprise erstellen können?<<
Commander Sommers nahm eines der Padd's zur Hand, die er mit in das astrometrische Labor gebracht hatte und reichte es zu Doktor Wiechinski und Lieutenant Margot hinüber. Er musste einige Datensätze durchforschen, da das Schiff während seiner Dienstzeit mehrfach umgerüstet wurde, bis zu seiner Zerstörung.
>>Gut Commander, ich würde vorschlagen, das wir uns in der Nähe des Shuttle-Hangars an Bord beamen. In diesem Bereich dürfte es wohl am leichtesten sein. Außerdem müssten wir die internen Sensoren so beeinflussen, dass sie uns nicht als Eindringlinge erfassen und den Alarm auslösen. Auch in der Schiffs-Datenbank, der Enterprise müssen wir als Offiziere oder zumindest als Besatzungsmitglieder des Schiffes geführt werden, damit wir uns auf dem Schiff frei bewegen können,<< sagte Lieutenant Margot und aktivierte ein dreidimensionales Abbild, der U.S.S. Enterprise anhand der Daten die er eben erhalten hatte.
>>Commander, ihre Aufgabe wird es sein, diese Eingriffe an den Systemen der Enterprise vor zu nehmen.<<
Sommers legte die technischen Daten, der Enterprise auf einen der Monitore im astrometrischen Labor, um Lieutenant Margot und Doktor Wiechinski zu erläutern wie er vorgehen würde.
>>Ich werde ein verschlüsseltes Programm, an den Hauptcomputer der Enterprise, von Bord der Curie aus übersenden, das alle entsprechenden Maßnahmen durchführen wird und sich nach einigen Tagen wieder eigenständig löscht und dabei sämtliche durchgeführten Änderungen wieder aufhebt. Es wird keinerlei Spuren hinterlassen, die darauf schließen lassen, das wir uns an Bord aufgehalten haben.<<
>>Wie lange wird das Programm aktiv sein, bevor es sich wieder löscht,<< fragte Wiechinski den Commander, da es für ihn vom größten Interesse war.
Schließlich wollte er so viel Zeit, wie nur irgendmöglich an Bord verbringen. Je mehr Zeit er hatte, umso genauer würden seine Ergebnisse sein, die er erhoffte zu erlangen.
>>Ich habe das Programm vorerst so gestaltet, dass es sich nach zwei Tagen selbst löschen wird. Aber es wird uns möglich sein, dass wir das Programm jederzeit ändern können, um es früher oder später aus dem Schiffs-Computer zu entfernen,<< beantwortete Sommers die Frage des Doktors.
>>Wie sehen eigentlich ihre weiteren Pläne aus, da wir ja auch noch Untersuchungen in anderen Jahrzehnten durchführen sollen?<<
Doktor Wiechinski beantwortete nun so gut wie möglich, die Frage des Commanders und begab sich dazu an das Steuerpult, um die Sternenkarten für diesen Raumsektor aufzurufen und holographisch im gesamten Labor darzustellen.
>>Wir werden bei unseren Zeitsprüngen, in diesem gesamten Sektor Strahlungsmessungen durchführen und Bodenproben von einigen der Asteroiden, Monden und Planeten entnehmen. Weiter werden wir untersuchen, wie sich die möglichen Strahlungen auf pflanzliche und organische Organismen auswirkt. Hierfür werden wir mehrere genetische Proben mit an Bord nehmen. Doktor Neh'han stellt schon eine Auswahl an Proben zusammen, die wir dann gemeinsam an Bord des Shuttles untersuchen werden. Commander und wie weit sind die Arbeiten bezüglich des Labors, was im Shuttle Curie speziell hierfür eingebaut wird?<<
>>Meine Leute, werden in drei Tagen, alle nötigen arbeiten im Shuttle durchgeführt haben. Crewman Kaiser aus meinem Team, wird uns auf dieser Mission begleiten müssen. Er wird die Material-Proben untersuchen, die ich von der Enterprise und anderen Objekten entnehmen werde, um sie mit denen zu vergleichen, die in der Datenbank gespeichert sind. Commander Zichner ist schon damit einverstanden, dass wir Kaiser mitnehmen, um unteranderem als Wache an Bord des Shuttles zu bleiben, wenn wir uns nicht an Bord befinden sollten.<<
Die drei beendeten für diesen Tag ihre gemeinsame Arbeit, um sie am nächsten Tag mit Commander Zichner und Mister Mongomery besprechen zu können, da diese das letzte Wort darüber hatte, ob die Mission so durchgeführt werden konnte, wie es nun weitestgehend durchgeplant war.
Am nächsten Morgen, im Bereitschaftsraum von Commander Zichner.
>>Commander Sommers, ich bin nicht davon überzeugt, das ihr Programm von irgendjemanden, an Bord der Enterprise unbemerkt bleiben wird. Ebenso ihr geplantes vorgehen, was Sie uns, für ihre Untersuchungen an Bord der Enterprise vorschlagen, ist ebenfalls sehr Riskant und Unakzeptabel. Unter diesen Umständen, kann ich nicht zustimmen, dass sie sich an Bord der Enterprise begeben werden. Ebenso wenig werden sie nach Delta Vega hinunter beamen, solange sich irgend jemand noch, von der Besatzung der Enterprise dort befindet,<< sagte Mongomery, der hinter dem Platz von Commander Zichner stand, um mit ihm die Daten und Vorschläge durch zugehen, die sie von den Leitern, der Projekte des Außenteams erhalten hatten.
>>Commander, ich habe alle möglichen und unmöglichen Varianten persönlich getestet und ich bin immer zu den gleichen Ergebnissen gelangt. Ich habe die gesamten Tests, auch mit den Spezifikationen von damals durchgeführt und auch dort, habe ich die gleichen Ergebnisse erhalten, wie ich sie auch mit unseren erreicht hatte. Es war für den Computer, bei mehreren Selbstdiagnosen nicht möglich zu erkennen, dass man ihm ein Fremd-Programm eingegeben hatte. Ebensowenig konnte er nach Löschung, des Programmes nicht mehr feststellen, dass es überhaupt jemals dagewesen wäre. Beim erstellen der Mannschaftsprofile, für das Außenteam würde ich von Counselor Dirac unterstützt. Er hat mir überzeugend versichern können, es wäre nicht möglich zu erkennen, dass es sich nur um fiktive Personen handeln würde und nicht um wirkliche Besatzungsmitglieder, der Enterprise,<< entgegnete Commander Sommers und sah missfällig dabei zu Mister Mongomery hinüber.
Commander Zichner legte seine rechte Hand, auf sein Kinn und sah sich die Daten noch einmal in aller Ruhe an, bevor er sich dazu äußerte.
>>Commander Sommers, im Grunde stimme ich ihnen zu, aber auch die Einwende, von Mister Mongomery kann ich nicht unbeachtet lassen. Was ist nun, wenn sie auf Botschafter Spock treffen sollten? Wird er in der Lage sein, ihr Programm in den Systemen, der Enterprise zu finden und selbst wenn nicht, er würde sich an ihre Gesichter erinnern und könnte die Daten, zu einem späteren Zeitpunkt, auf einer Raumstation erneut überprüfen und dort auch den Hauptcomputer-Kern des Schiffes überprüfen lassen,<< erwiderte Zichner und aktivierte den Kommunikator, um Lieutenant Commander Dirac in seinen Raum zu rufen, damit er die Daten des Commander's logisch unter vulkanischen Gesichtspunkten untermauern konnte.
Mister Mongomery war inzwischen zum Replikator gegangen, um sich dort eine große Tasse heißen Raktarghino zu holen, bevor er sich wieder an dem Gespräch beteiligte und um Commander Zichner zu berichtigen, über den Status von Bot-schafter Spock, der damals ebenfalls an Bord der Enterprise war.
>>Commander, Botschafter Spock war damals auf der Enterprise noch leitender Wissenschafts-Offizier und wurde später zum ersten Offizier ernannt. Aber Spock ist genau einer dieser Faktoren, auf den ich mit unter hinaus wollte.
Es ist bekannt, das Spock bei seinen Recherchen, immer sehr akkurat war, unter dem Kommando von Captain James Tiberius Kirk. Selbst wenn es ihm nicht gelingen sollte herauszufinden, dass sie nicht zur eigentlichen Besatzung der Enterprise gehören, wird er sich aber immer noch an Sie und ihre Gesichter erinnern können.<<
Da betrat Counselor Dirac, den Bereitschaftsraum von Commander Zichner. Mongomery schien es offensichtlich, in den Augen der anderen zu überraschen, dass es sich bei dem Counselor, um einen männlichen Vulkanier handelte, da er seine Ausführungen unterbrach und sich wieder hinter Commander Zichner stellte.
>>Ah, Counselor. Nehmen sie doch platz. Ich habe Sie herkommen lassen, um die Erläuterungen von Commander Sommers Programm für das Außenteam genauer zu untermauern. Wäre es aus Sicht eines Vulkaniers möglich, das Mister Spock herausfinden könnte, dass es sich bei dem Programm, was Commander Sommers in den Hauptcomputer-Kern der Enterprise eingeben möchte, um ein fremdes Programm handelt?<<
Zichner vermied es nun Spock Botschafter zu nennen, da dies keine weiteren Verwirrungen schaffen sollte. Counselor Dirac setzte sich, neben Lieutenant Margot, bevor er auf die Frage des Commanders antwortete.
>>Ich bin ebenso, wie Spock kein Techniker. Aber die Möglichkeit, dass Spock das Programm, als ein Fremdes erkennt sind sehr gering, da ich dieses Programm, mit Commander Sommers zusammen erstellt habe und wir dabei viele vulkanische Methoden angewandt haben. Die Meisten davon, wurden von den Vulkaniern erst in den letzten fünfzig Jahren entwickelt. Spock würde trotz seiner Fähigkeiten und der ihm zur Verfügung stehenden Mittel, mindestens zwanzig Jahre benötigen, was die Personen-Daten betrifft, um herauszufinden dass sie nicht stimmen mögen. Für die anderen Fremd-Programme würde er wahrscheinlich noch länger brauchen, aber soweit ich weiß, ist das Programm so konzipiert, dass es sich nach einer gewissen Zeit selbstständig aus dem Speicher des Schiffes löscht. Wäre dies alles Commander? Oder brauchen Sie mich noch für eine andere Sache?<<
Dirac hätte noch einige andere Punkte mit anführen können, wenn der Commander ihm genauere Fragen dazu stellen würde.
>>Nein, Counselor. Sie können wieder gehen,<< antwortete Mister Mongomery, für den Commander und wandte sich Counselor Dirac direkt zu.
Gehen Sie, sie werden hier nicht mehr gebraucht. Es wurde alles gesagt. Ihre Anwesenheit ist nicht mehr länger nötig. Nachdem sie diesen Raum verlassen haben, werden sie sich nicht mal mehr, an mein Gesicht erinnern und sie werden sich auch nicht mehr an unsere letzte Begegnung erinnern.
Mongomery drang mental tief, in den Geist von Counselor Dirac ein, da sie sich bereits schon einmal vorher begegnet waren und er damals nicht in der Lage war, ihm seine Erinnerungen zu nehmen.
Auch Dirac hatte Mongomery gleich erkannt, deshalb musste er nun auch konsequent verhindern, dass sich Dirac eventuell an den Commander wenden würde. Auch wenn es für ihn, später keine Konsequenzen haben würde. Aber zu diesem Zeitpunkt konnte er es sich nicht leisten, dass Dirac ihn erkannt hatte und dies Commander Zichner mitteilte. Schließlich war es ja Flottenadmiral Kromm, der ihn für diese Mission ausgewählt hatte, auch um Dirac den kleinen Zwischenfall, von vor zehn Jahren aus dem Gedächtnis zu entfernen. Man sah es in der Sektion nicht sehr gerne, wenn etwas unerledigt blieb.
Dirac versuchte sich zwar verzweifelt, mental dagegen zu wehren, aber die künstlichen Mentalenkräfte von Mongomery, waren einfach sehr viel stärker, wie seine eigenen und unterlag ihm daraufhin. Dieser ganze mentale Schlagabtausch, dauerte nur einen winzigen Augenblick und wurde von keinem, der anderen bemerkt. Nachdem Dirac den Raum wieder verlassen hatte, wandte er sich wieder den anderen zu.
Nun richtete sich Doktor Wiechinski auf, um die Erläuterungen für das Außenteam fortzusetzen.
>>Commander, bevor wir zu dieser Mission aufgebrochen sind, habe ich noch sechs Bio-Gene-Anzüge erhalten. Diese verfügen auch über eine Tarnvorrichtung, die den Anzug und seinen Träger in Phase versetzen kann. Es ist uns also auch möglich, an Bord der Enterprise zu gelangen, ohne auf Commander Sommers Programme zurück zugreifen.
Aber dann sind unsere Untersuchungen, nur auf Trikordermessungen beschränkt und wir können an Bord keine Proben entnehmen, die für eine eingehendere Untersuchung nötig wären.<<
Der Commander sah zu Mister Mongomery, um zu sehen, wie er darauf reagierte, dass sich an Bord der Amazonas Bio-Gene-Anzüge, der Kasiopeier befanden. Aber dieses mal schien Mongomery äußerlich gefaßter, als zuvor bei der Begegnung mit Dirac.
>>Doktor, warum informieren Sie mich eigentlich erst jetzt darüber, dass wir Bio-Gene-Anzüge an Bord haben,<< sagte Commander Zichner, da es ihn zumindest aber doch etwas erstaunte.
Er hatte es, in einem der vorherigen Gespräche nicht wahrgenommen, dass der Doktor dies bereits, einmal erwähnt hatte. Und der Doktor war seiner Seits so rücksichtsvoll, dies jetzt auch noch hervor zu heben.
>>Admiral Kromm, hatte die Anzüge wohl, für diese Mission, extra von der Jupiter-Station angefordert, um sie im Einsatz zu testen. Jeder von uns, hat mit den Anzügen bereits erste Tests durchgeführt. Sie funktionieren bestens. Außerdem bin ich diesbezüglich davon ausgegangen, dass Sie von Admiral Kromm entsprechen informiert wurden, bevor dieser nach Risa aufgebrochen ist.
Jedenfalls wurden die Anzüge, erst kurz bevor wir das Dock verlassen haben, an Bord gebeamt. Ebenso noch einige andere medizinischen Ausrüstungsgegenstände, speziell für diese Mission hier,<< erklärte der Doktor und tat nun so, als ob er beleidigt wäre.
Schließlich war er nicht dafür verantwortlich, technische Ausrüstung die an Bord kam, zu genehmigen. Natürlich sagte er dies nicht laut, sondern lies nur seine Körperhaltung dafür sprechen.
Die Kasiopeier mußte sich im Dock befunden haben, da bisher alle Bio-Genen-Anzüge, direkt zur Kasiopeier überstellt wurden. Es ist auch nicht weiter erstaunlich, das Doktor Wiechinski annimmt, dass er die Prototypen bei dieser Mission testen soll, schließlich hat Admiral Kromm niemanden an Bord mitgeteilt, was es mit der Kasiopeier auf sich hat. Ebensowenig, dass die Bio-Genen-Anzüge vorerst nur für die Kasiopeier waren. Aber warum hat er mich nicht eingeweiht, dass er vor hatte Bio-Gene-Anzüge, mit auf diese Mission zu nehmen. Ob die Kasiopeier sich ebenfalls, in den äußeren Regionen aufhalten wird, oder befindet sie sich bereits wieder im Delta-Quadranten?
Mister Mongomery sah ihn so an, als ob er gerade seine Gedanken gelesen hätte, da er ja nicht wissen konnte, dass dies wirklich gerade der Fall war.
>>Unter diesen besonderen Umständen, habe ich gegen ein Aussenteam nichts mehr einzuwenden, wenn sie sich darauf beschränken die Tarnung aktiv zu lassen. Alles andere wäre ein zu großes temporales Risiko. Aber wir behalten die Möglichkeit im Auge, falls sie diese noch weiter verbessern werden,<< sagte Mongomery und verließ kurz darauf den Bereitschaftsraum und lies die vier darin zurück.
>>Dieser Mongomery ist eine seltsame Person,<< meldete sich nun Lieutenant Margot doch noch zu Wort.
>>Ist ihnen aufgefallen, wie er darauf reagiert hatte, als Dirac den Raum betreten hatte. Er war regelrecht überrascht und danach hatte er doch ziemlich schnell eingelenkt, anstatt uns die weiteren Risiken aufzuzählen, wie dass sie das Tarnfeld der Anzüge im Schiff orten könnten oder dass die Tarnung sogar ganz ausfallen könnt.<<
Damit hatte Lieutenant Margot das Angesprochen, woran eben noch die anderen Gedacht hatten. Es ging plötzlich viel zu einfach.
Mongomery begab sich nachdem er den Bereitschaftsraum, des ersten Offiziers verlassen hatte, in sein Quartier auf Deck acht.
Dort angekommen, nahm er eine kleine tragbare Langstrecken-Kommunikations-Einheit aus seinem Gepäck, dass er noch nicht ausgepackt hatte und begab sich mit dem Gerät, an den Schreibtisch in seinem Quartier. Durch einen Retina-Scan und Stimm-Überprüfung, wurde das Gerät aktiviert. Er stellte einen kodierten und abhörsicheren Kanal her, um sich bei Admiral Kromm zu melden, wegen seiner erneuten Begegnung mit Dirac und das nun alles mit ihm geklärt sei.
Am nächsten Morgen saß Admiral Kromm in der kleinen Messe, des Transport-Schiffes und sah aus einem der Fenster hinaus auf die Sterne, die in langen regenbogenartigen Schlieren vorbei zogen.
Da öffnete sich hinter ihm die Tür und eine relativ junge, gut aussehende Frau, betrat ebenfalls die Messe und setzte sich ihm gegenüber an einen der wenigen anderen Tische.
Sie entnahm dem Replikator eine Tasse heiße Schokolade, die an einigen Tischen, der Messe mit integriert waren. Danach sprach sie ihn an, um wohl etwas Unterhaltung zu haben und ihre Neugierde zu stillen.
>>Sie müssen sehr einflußreiche Leute kennen. Der Captain wollte schon ohne Sie, das Dock verlassen.<<
Er drehte sich direkt zu ihr um und sah sie sich einige Augenblicke etwas genauer an. Sie hatte langes, schwarz leuchtendes Haar, dass sie zu einem Pferde-Schwanz zusammen gebunden trug und ihr so über die recht Schulter herunter hing. Er fühlte sich gleich, von ihren tief grünen, strahlenden Augen, in einen Bann gezogen und es brauchte einen Moment, bis er ihr gefasst antworten konnte.
>>Ja, das könnte man vielleicht, so in der Art ausdrücken. Ich bin Marco Kromm und mit welchem bezaubernden Wesen, habe ich hier das vergnügen?<<
Sie lächelte ihn vielsagend an, bevor sie ihm darauf eine Antwort gab.
>>Machen Sie, fremden Frauen immer solche Kombliemente, bei ihrer ersten Begegnung? Oder sind Sie, einfach nur neugierig? Mein Name ist Angela Holloway.<<
Sie lächelte ihn auch weiter hin an, während sie ihn in Gedanken, schon mehr oder weniger abgehackt hatte, nahm aber dann ihre heisse Schokolade und setzte sich ebenfalls zu ihm ans Fenster. Sie hatte nicht sehr viel, für Männer übrig, die ihr mit solchen banalen Sprüchen kamen. Davon hatte sie, in den letzten Monaten einfach schon zu viele gehört.
>>Ich mache gerne, schönen Frauen ein Kombliement, wenn es sich so ergibt. Aber leider kommt es bei meiner Arbeit, nicht gerade sehr oft dazu.<<
Sie sah ihn sich, auch kurz etwas genauer an, wie es nur eine Frau ihres Standes tat und bemerkte, dass er keinen Ring am Finger trug, was sie vermuten lies das er wohl nicht verheiratet sei.
>>Wollen sie auf Risa Urlaub machen? Oder wird ihr Aufenthalt dort beruflich sein,<< fragte sie ihn nun, da sie ihn doch für sehr Attraktiv hielt, trotz dass er doch um einige Jahre älter zu sein schien, wie sie es war.
Und für einige Tage, könnte auch sie über ihren Schatten springen und sich mit jemandem, wie ihm einlassen. Bei den Fragen hatte sie aber, auf ihren Kakao hinunter gesehen, damit er ihr offensichtliches interesse nicht gleich sehen konnte.
>>Ich fliege Privat nach Risa. Ich werde dort meinen Sohn und seine Tante treffen. Ich möchte mit ihm dort einige Zeit verbringen, da wir uns nur so selten sehen können.<<
Sie sah ihn nun an und bemerkte, dass es ihn irgendwie traurig zumachen schien, dass er seinen Sohn nur so selten sehen konnte. Obwohl er auf sie nicht den Eindruck erweckt hatte, dass er weder eine Frau und gar ein Kind habe.
>>Was ist mit seiner Mutter, befindet sie sich denn auch auf Risa?<<
>>Nein, seine Mutter ist bei seiner Geburt gestorben. Er lebt bei seiner Tante auf der Erde, da ich oft viel zuwenig Zeit habe, um mich gut um ihn kümmern zu können.<<
Nun merkte sie, wie betroffen sie ebenfalls wurde.
Auch er merkte es ihr an, wie sie dies doch betrübte und schlug ein anderes Thema an, da er sie damit eigentlich nicht belasten wollte.
>>Was werden Sie denn so auf Risa machen?<<
Sie mußte sich erstmal wieder sammeln und ihre Gedanken ordnen, bevor sie ihm auf seine Frage antworten konnte.
>>Ich verbringe dort, ebenfalls meinen Urlaub. Ich möchte dort in den Höhlen klettern und an einigen Ausgrabungen auf dem Planeten teilnehmen, da ich auch eine leidenschaftliche Hobby-Archäologin bin. Was machen Sie eigentlich, wenn Sie nicht gerade auf Risa Urlaub machen?<<
Er sah sie nun an und war von der wende des Gespräches doch etwas überrascht, da sie nun wieder das Thema gewechselt hatte, innerhalb nur eines Satzes.
>>Ich bin für die Sternenflotte tätig und sitze oft, in einem trögen Büro fest,<< sagte er schließlich und nahm einen Schluck, von seinem nun kalt gewordenen Tee.
Schließlich stimmte dies ja auch zu einem gewissen Teil.
Fügte er in Gedanken hinzu.
>>Jetzt verstehe ich auch ihr Kombliement von vorhin. Sie scheinen wohl sonst, nur mit Daten in Kontakt zu kommen. Sind sie damit nicht etwas unterfordert?<<
Nun erwiderte er ihr lächeln ebenfalls und lehnte sich etwas, in seinem Stuhl zurück, um sie sich noch etwas genauer anzusehen.
>>Man könnte es fast so sagen, aber man läßt mich mein Büro, auch manchmal verlassen und an einer ungefährlichen Mission teilnehmen,<< antwortete er ihr, da sie seinen Namen wohl ebenfalls nicht kannte und er sich deshalb, auch keine weiteren Gedanken machen brauchte, dass sie ihn vielleicht nur mochte, weil er ein hochrangiger Sternenflotten-Offizier war.
>>Sind Sie für die Sternenflotte, als ziviler Berater tätig oder sind Sie doch ein Offizier? Nicht das Sie, vielleicht denken, dass ich etwas gegen Offiziere hätte,<< versuchte sie sich nun, doch etwas aus der Affäre zu ziehen und nahm ebenfalls einen Schluck, von ihrer noch immer heißen Schokolade.
>>Wäre es für Sie etwa schlimm, falls ich Offizier wäre? Aber es stimmt, ich bin Offizier in der Sternenflotte und bin für den Flottenstützpunkt auf Sternenbasis 219 tätig. Deshalb, hatte man auch den Captain angewiesen, auf mich warten zu müssen. Aber das sollte lieber, unser kleines Geheimnis bleiben. Ich glaube nicht, dass es dem Captain gefallen würde, wenn er wüßte, warum er auf mich warten mußte. In der Dock-Kontrolle hatte mir jemand einen kleinen Gefallen geschuldet und deshalb wurde die Start-Freigabe etwas hinaus gezögert,<< sagte er nun zu ihr und hoffte, das sie ihm seine kleine Notlüge abnahm.
>>Sie scheinen ziemlich gerissen zu sein. Woher weiß ich nur, ob sie mir die Wahrheit über sich erzählen oder Sie sich nicht einfach nur, auf Charmante weiße an mich heran nähern wollen.<<
Er rückte etwas von ihr weg und sah ihr dabei, aber weiter tief in die Augen, um vielleicht zu sehen, was sie vor hatte. Schließlich konnte er es sich nicht unbedingt, in seiner Position leisten, einen Fehler zu machen. Aber sie erwiderte seinen Blick nur und es hatte für ihn den Eindruck, als ob sie selbst gerade über das gleich nachzudenken schien.
>>Reicht es ihnen nicht, dass ich Ihnen, soeben ganz private Dinge von mir anvertraut habe. Es ist normal nicht meine Art, einer fast völlig fremden Person von meinem Privatleben zu erzählen. Schließlich kennen wir uns gerade einmal seit einigen Minuten und Sie, wissen schon jetzt mehr über mich, als ich über Sie weiß,<< entgegnete er ihr und sah ihr dabei auch weiterhin in ihre grünen Augen, die wie die Sterne zu funkeln schienen, jedenfalls in seinen Augen.
>>Sie haben mich, bisher ja auch noch nicht viel persönliches gefragt,<< setzte sie ihm entgegen und nahm dann, ihre heiße Schokolade erneut zur Hand, um davon einen weiteren Schluck zu nehmen.
Dabei bewegte sie sich so graziös, dass es für ihn so schien, als ob sie es nur für ihn tun würde. Er mußte sich bei diesem Anblick, von ihr etwas mental zusammen nehmen, um nicht der Versuchung zu erliegen seinen Neuralimplantats-Chip zu nutzen, um damit in ihre Gedanken einzudringen und in diesem Moment zu lesen. Er überlegte stattdessen, wie er nun weiter vorgehen sollte, damit sie sich nicht doch noch, von ihm belästigt fühlte.
>>Also gut was machen Sie, denn so beruflich und sagen Sie mir jetzt bloß nicht, dass Sie auch für die Sternenflotte tätig sind. Ich versuche mich mal, etwas an sie heranzutasten.<<
Nun erschien auf ihrem Gesicht ein breites freundliches lächeln, wobei sich kleine Grübchen auf ihren Wangen bildteten und sie dadurch noch Attraktiver wirkte.
>>Nein, ich arbeite nicht für die Sternenflotte. Jedenfalls nicht im eigentlichen Sinne. Ich bin für die Föderation auf Malcor III tätig. Ich bin dort Lehrerin, an einer Schule und unterrichte hin und wieder, zum Teil auch an der Akademie von Malcor III,<< antwortete sie ihm nun und stellte dann ihre heiße Schokolade zurück in den Replikator, bevor sie aufstand, um die Messe wieder zu verlassen.
>>Was ist mit ihnen? Wollen sie etwa schon gehen?<<
Sie sah sich zu Admiral Kromm um, ohne zu wissen wer er eigentlich war und lächelte ihn noch einmal freundlich an, bevor sie sich zum Schott begab und die Messe verließ. Im Moment hatte sie das Gefühl, ihm genug über sich erzählt zu haben. Mehr würde sie ihm noch, bei möglichen anderen Gelegenheiten erzählen können.
Er stand ebenfalls von seinem Platz auf, um ihr zu folgen. Aber wie er den Raum verließ, war nichts mehr von ihr zu sehen. Er hoffte nun darauf, dass er ihr noch einmal während des Fluges, nach Risa begegnen würde.
In seinem Quartier bemerkte er, dass er in der Zwischenzeit eine Nachricht von Mongomery erhalten hatte. Er sah sie sich kurz an und sendete ihm eine weitere verschlüsselte Nachricht. Es durfte bei dieser Mission nichts misslingen, davon hing schließlich die weitere Zukunft der Raumflotte und der Föderation ab.
Nachdem er sich etwas ausgeruht hatte, beschloss er sich etwas in dem Transporter umzusehen. Vielleicht sah er auch den jungen Fähnrich wieder, der ihn vor dem Start beinahe über den Haufen gerannt hatte.
Er begab sich zuerst, in die kleine Krankenstation, des Schiffes, um sie sich zuerst anzusehen, da sie sich auf dem gleichen Deck, wie die Mannschafts-Quartiere befand.
In der Krankenstation, traf er auch den Schiffsarzt an, der gerade einen kleinen Jungen behandelte. Der wohl unter einer verwandtenart der früheren sehr heufig vorkommenden Raumkrankheit zu leiden schien. Jedenfalls machte es für ihn, so den Eindruck. Er wollte sich zu den beiden hinüber begeben und sah dann in einer Ecke, der Krankenstation, die junge Frau von heute morgen wieder.
Sie schien ihn, aber noch nicht bemerkt zu haben, da sie sich gerade, mit einer der beiden Schwestern unterhielt und von ihr ein Hypospray erhielt. Der Arzt schien nun auch, mit seiner Behandlung des Jungen fertig zu sein, da dieser nun von dem Bio-Bett sprang und zu der jungen Frau lief.
>>Mam, können wir nun wieder gehen, ich möchte nicht länger hier bleiben.<<
Er war völlig davon überrascht, als der Jungen, die Frau als seine Mutter ansprach. In diesem Moment, drehte sie sich auch zu dem Jungen um und sah nun ebenfalls, ihre Frühstücks-Bekanntschaft wieder. Aber bevor er etwas zu ihr sagen konnte, trat der Schiffsarzt vor ihn.
>>Kann ich ihnen vielleicht irgendwie helfen,<< wollte der Arzt von ihm wissen und deutete dabei auf eines der beiden Bio-Betten.
>>Nein. Vielen dank. Ich wollte mich nur etwas auf dem Schiff umsehen,<< wie er das zum Arzt sagte, folgte er mit seinen Blicken der jungen Frau und ihrem Kind.
Sie hat doch gar nichts von einem Kind heute früh erwähnt. Und dieser Junge soll wirklich ihr Sohn sein. Aber ich hatte ihr auch nicht gerade besonders sehr viele Fragen gestellt. Vielleicht sollte ich doch einmal einige Informationen über sie, aus der Datenbank der Föderation abfragen.
>>Sie kommen mir irgendwie bekannt vor. Kann es sein, dass wir uns schon einmal vorher irgendwo anders gesehen haben,<< sagte der Doktor, um nun das Gespräch neu an zusetzen.
Dabei wurde Admiral Kromm aus seinen Gedanken gerissen und wandte sich nun dem Schiffsarzt aufmerksamer zu.
>>Das könnte schon möglich sein. Schließlich arbeite ich auf Sternenbasis 219,<< antwortete der Admiral ihm immer noch etwas abwesend, da er immer noch an die Frau denken mußte.
>>Nein, ich meine nicht auf Sternenbasis 219. Sondern früher schon einmal. Auf der Erde. Im Sternenflotten-Hauptquartier, in San Francisco. Sie waren damals noch Captain, der U.S.S. Macleay, wenn ich mich recht erinnere. Jetzt verstehe ich auch, warum wir nicht gleich die Raumbasis verlassen konnten, da Sie vorher wohl noch mit an Bord mussten. Wenn ich mich weiter recht erinnere, wurden Sie doch danach, zum Admiral befördert und übernahmen einen administrativen Posten,<< entgegnete der Doktor und führte den Admiral in sein Büro, das sich in einem kleinen Bereich der Krankenstation befand.
>>Ich kann mich irgendwie, nicht mehr an Sie erinnern. Waren Sie damals auch auf der Erde stationiert,<< fragte er ihn nun, da ihm sein Gesicht doch irgendwo her bekannt vor kam.
>>Ich war damals Leiter der medizinischen Forschungseinrichtungen auf der Erde. Aber ich bin kurz, bevor sie zum Admiral ernannt wurden, von meinem Posten aus privaten Gründen zurückgetreten. Danach habe ich mich nicht mehr weiter, mit den Karrieren von anderen Offizieren beschäftigt. Ich nehme an, das Sie es weit gebracht haben und nun Leiter von Sternenbasis 219 sind,<< führte der Doktor sein Gespräch mit dem Admiral fort.
>>Ja, aber bitte erwähnen Sie es nicht in Gegenwart des Captains. Auch wenn ich ihm den Befehl dazu hätte erteilen können, das er darauf zu warten hat, bis ich an Bord gewesen wäre. Und bitte, nennen sie mich während unserer Reise, nach Risa nicht Admiral. Für mich ist dies eine private Reise. Sagen sie einfach Mister Kromm, wenn sie mich irgendwo an Bord sehen sollten und andere Personen in der Nähe sind,<< wies der Admiral den Doktor nun an.
>>Ist es möglich, dass sich noch andere Personen oder Offiziere an Bord befinden, die vielleicht wissen könnten wer ich in wirklich bin?<<
Der Doktor überlegte einige Zeit lang, bevor er dem Admiral eine Antwort geben konnte.
>>Nach meinem Wissen, dürfte sich eigentlich niemand an Bord befinden, auf den dies zutreffen dürfte, außer mir. Aber ich kann da nur, für die Crew und die Offiziere sprechen. Wie es bei den Passagieren aussieht, kann ich nicht sagen. Außer Ihnen, befindet sich noch die Frau, mit dem Jungen an Bord und noch zwei weitere Passagiere, mit denen ich aber noch keinen Kontakt hatte.<<
Der Admiral sah sich nun, doch noch etwas genauer in der Krankenstation um, nachdem er sein Gespräch, mit dem Arzt beendet hatte. Dabei stellte er fest, das einige Teile der Einrichtungen, wie die Bio-Betten nicht mehr dem neusten Stand entsprachen. Ebenso einige andere wichtige medizinische Geräte. Er beschloss nach seiner Rückkehr auf Sternenbasis 219, dass bei den gesamten noch in Dienst gestellten Schiffen, der Destination-Klasse die Krankenstation überholt werden müßte.
Kurz darauf verließ er die Krankenstation und begab sich zu einem der Turbolifte. Wie er gerade dabei war, eine der Transportkapseln zu betreten, kam der Sohn von Angela Holloway angerannt und schlupfte gerade noch, mit durch die Kabinentür, bevor diese sich schloss. Er sah zu dem Jungen hinunter. Er machte den Eindruck, als sei er nur ein, zwei Jahre jünger, wie sein eigener Sohn.
>>Wird deine Mutter dich nicht suchen,<< sprach er den Jungen an.
Der Junge sah zu ihm hoch und schüttelte nur den Kopf.
>>Ich hab ihr gesagt, dass ich das Schiff etwas erkunden will. Ich war noch nie, auf einem so großen Schiff, wie diesem. Ich hab solche Schiffe sonst bisher immer nur auf Bilder gesehen,<< sagte der Junge schließlich.
Er konnte sich ein Schmunzeln nicht verkneifen. Da Schiffe der Destination-Klasse nicht gerade groß waren, aber für einen Jungen wie ihn, waren sie wohl riesig. Sie verfügten nur über eine handvoll Decks, die auf mehrere Ebenen verteilt waren.
>>Möchtest du mich begleiten? Ich hatte auch gerade vor, mir das Schiff etwas Näher anzusehen. Und du brauchst keine Angst vor mir zu haben. Weist du, ich habe nämlich auch einen Sohn, zu dem ich nun unterwegs bin um ihn zu besuchen. Außerdem kenne ich deine Mutter,<< versuchte er dem Jungen zu erklären, da er ihn nicht alleine im Schiff rumlaufen lassen wollte.
Außerdem konnte er sich nicht wirklich vorstellen, dass seine Mutter damit einverstanden war, dass er alleine das Schiff erkundete. Der Junge nickte ihm zu und schien mit dem Vorschlag, des Admirals einverstanden zu sein.
>>Maschinenraum bitte,<< wies Admiral Kromm den Computer nun an und sie setzen sich in Bewegung. Den Jungen schien es etwas zu erstaunen, dass sich der Turbolift in Richtung Maschinenraum nun doch in Bewegung setzte.
Wie er es am Morgen versucht hatte, hatte ihm der Computer mitgeteilt, dass er dort nicht hin könne. Er dachte darüber nach und kam zu dem Schluß, das der Computer wohl erkannt hatte, dass er nur ein Junge war und kein Erwachsener.
>>Wie heißt du eigentlich? Dies hat mir nämlich, deine Mutter leider noch nicht verraten,<< fragte er den Jungen.
Da er ihm nicht sagen wollte, dass seine Mutter ihn gar nicht bei ihrem Gespräch erwähnt hatte.
>>Ich heiße Owen und wie heißt du?<<
Der Admiral konnte sich ein Grinsen nicht unterdrücken, als ihn der Junge ebenfalls nach seinem Namen fragte.
>>Ich heiße Marco Kromm, aber du darfst ruhig Marco zu mir sagen.<<
Die offene kindliche Art von Owen, fand er richtig erfrischend und freute sich umso mehr darauf, das er in einigen Tag seinem Sohn wieder begegnen würde. Die Türen zum Maschinendeck öffneten sich und sie verließen gemeinsam den Lift.
Auf dem Maschinendeck erklärte er Owen alles, was er über das Schiff und seine Technik wissen wollte, bis ihnen der Chefingenieur des Schiffes über den Weg lief.
>>Passagiere und Kinder haben im Maschinenraum und auf dem Maschinendeck keinen Zutritt. Wie sind sie hierher gelangt,<< sagte der Chefingenieur und sprach damit Admiral Kromm an.
Den Jungen brauchte er nicht fragen, da der Computer niemals, auf seine Stimme reagiert haben konnte.
>>Der Schiffs-Computer, hat wohl meine Stimm-Muster überprüft und herausgefunden, dass ich Führungs-Offizier der Sternenflotte bin,<< erwiderte der Admiral ihm.
Er merkte dem Chefingenieur aber an, dass es ihm ganz und gar nicht passte, das jemand Fremdes sich frei in seinem kleinen Reich bewegen konnte, der nicht zur Crew gehörte.
>>Ich werde dies, dem Captain melden müssen. Dürfte ich ihren Namen erfahren, damit ich den Computer anweisen kann, dass er ihre Anweisungen, die schiffsinterne Abläufe betreffen, nicht mehr ausführt,<< erwiderte der Chefingenieur und begab sich zu einer der Kontrolltafeln, auf der rechten Seite des Maschinenraums.
Zuerst leitete er aber eine Meldung, an den Captain weiter. Danach wollte er dann die Befehle, des Flottenadmirals außer Kraft setzen.
>>Also gut Commander, mein Name lautet Marco Kromm. Wollen sie auch meinen Sicherheits-Code erfahren oder reicht ihnen nur mein Name?<<
Der Chefingenieur versuchte vergeblich, die Befehle von Admiral Kromm außer Kraft zu setzen, aber der Computer meldete ihm jedesmal auf das neue, dass dies nicht möglich sei und er einen höheren Sicherheits-Code dafür benötigen würde. Der Admiral und Owen, konnten sich ein Lächeln nicht verkneifen und sahen dem Chefingenieur noch eine weile, über die Schultern.
>>Solange sie noch damit beschäftigt sind, meine Befehlsgewalt hier an Bord außer Kraft zu setzen, führe ich den Jungen noch etwas im Maschinenraum herum,<< sagte Kromm und nahm Owen mit zur Anti-Materie-Reaktionskammer, um ihm ihre Funktionsweise verständlich zu erklären.
Eine simple Abfrage, durch den Chefingenieur hätte es doch eigentlich schnell aufklären können. Aber irgendwie schien dieser nicht, darauf zu kommen.
Der Chefingenieur setzte sich stattdessen noch einmal, mit dem Captain in Verbindung, um ihm mitzuteilen, dass es ihm nicht möglich wäre, die Befehls-Kraft von Passagier Kromm außer Kraft zu setzen.
>>Captain, der Hauptcomputer meldet mir bei jedem meiner Versuche, dass mein persönlicher Sicherheits-Code nicht hoch genug sei, um seine Befehle außer Kraft zu setzen. Ich vermute, dass er mindenstens den Rang eines Captains haben muß, mit Alpha eins plus Einstufung, wenn meine Sicherheits-Codes nicht ausreichend sind,<< berichtete er dem Captain.
>>Maschinenraum Ende.<<
