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Gehäkelte Leckereien für Spielküche und Kaufladen Diese 30 bezaubernde Häkelprojekte bringen realistisch wirkende Snacks, Obst und Gemüse in Kaufladen, Spielküche oder ins Zuhause. Ob saftige Melone, knackiger Brokkoli, goldgelbe Pommesoder süße Waffeln mit Keksen– diese kleinen Kunstwerke sind echte Hingucker! Die leicht verständlichen Schritt-für-Schritt-Anleitungen machen das Nachhäkeln für Anfänger*innen und Fortgeschrittene zum Vergnügen. Perfekt zum Spielen, Dekorieren oder Verschenken – diese Häkelträume begeistern Groß und Klein.
Das E-Book können Sie in Legimi-Apps oder einer beliebigen App lesen, die das folgende Format unterstützen:
Seitenzahl: 105
Veröffentlichungsjahr: 2026
30 kleine
Häkelträume
aus der
Küche
Obst und Snacks fürKaufladen, Spielküche& zur Dekoration
L a e t i t i a D a l b i e s
Es gibt alle möglichen Arten von Häkelnadeln, in zahlreichen Größen und aus verschiedenen Materialien (Stahl, Aluminium, Kunststoff, Holz, Bambus). Manche sind gerade wie ein Stiel, andere haben einen ergonomischen Griff, damit sie besser in der Hand liegen. Ich arbeite am liebsten mit der ergonomischen Nadel »Amour« der Marke Clover. Die Objekte in diesem Buch wurden alle mit einer Nadel in der Größe 3 mm gehäkelt.
Die Teile in diesem Buch wurden mit zwei Garnen der Firma DMC angefertigt:
Natura Just Cotton
(155 m/50 g). Dieses Garn aus 100 % gekämmter Baumwolle ist matt und in 71 Farben erhältlich. Es eignet sich besonders für Amigurumi und allgemein zum Häkeln.
Happy Cotton
(43 m/20 g). Dies ist ebenfalls ein Garn aus 100 % Baumwolle mit matter Wirkung. Es ist in 50 Farben erhältlich. Es wurde speziell für die Anfertigung von Amigurumi und andere Häkelobjekte entwickelt.
Ich empfehle, diese beiden Garne mit einer Nadel in Größe 3 zu verarbeiten. Aber je nach gewünschtem Ergebnis (mehr oder weniger fest oder weich) und der Art, wie man häkelt (mehr oder weniger
fest), kann man auch eine größere oder kleinere Nadel verwenden. Wenn man mit einem anderen Garn arbeitet, muss man gegebenenfalls auch die Nadelstärke daran anpassen. Und man sollte bedenken, dass die fertige Größe der Häkelteile je nach gewähltem Material abweichen kann (also größer oder kleiner sein kann).
Anders als beim Stricken (wo man Maschenmarkierer von der Nadel gleiten lassen kann) müssen sie beim Häkeln unbedingt abnehmbar sein, d. h. sie müssen eine Öffnung haben, damit man sie aus der Masche herausnehmen und auf eine andere setzen kann. Ich empfehle solche in Schneckenform oder die sich mit kleinen Karabinern schließen lassen. Natürlich gibt es wie bei den Häkelnadeln und Garnen Maschenmarkierer in verschiedenen Größen. Positioniere sie auf der ersten Masche der Runde, um den Anfang zu markieren und die Anzahl der gehäkelten Runden (oder geschlossenen Reihen) leicht zählen zu können.
Ich lege mir stets eine kleine Stickschere zurecht. Man kann auch eine »klassische« Nähschere verwenden, sie sollte am besten aber klein sein, das ist praktischer. Ein Fadenabschneider tut es auch: Dessen Klingen schneiden den Faden sehr präzise ab.
Für nahezu alle Objekte in diesem Buch braucht man eine Wollnadel. Ich bevorzuge eine aus Metall, aber du kannst auch eine aus Kunststoff nehmen, sofern das Nadelöhr groß genug ist, um den Faden aufzufädeln.
Lege dir auch ein paar Stecknadeln zurecht, damit du beim Zusammensetzen der Einzelteile diese fixieren kannst.
Verwende zum Ausstopfen synthetische, waschbare und antiallergische Fasern. Sie sind preisgünstig und in den meisten Bastelgeschäften erhältlich.
PFLEGE
Alle Objekte in diesem Buch werden aus Baumwollgarn gehäkelt und mit synthetischen Fasern gefüllt, sodass sie relativ leicht zu pflegen sind. Man kann sie im Schonwaschgang bei 30 °C (oder Kaltwäsche) in der Maschine waschen. Zum Schutz legt man sie dabei am besten in einen Beutel hinein. Handwäsche ist nicht zu empfehlen, weil sie dabei eher beschädigt werden können.
Mit der Luftmasche wird eine Arbeit begonnen.
Sie dient dazu, eine Kette zu häkeln (aus einer Reihe von Luftmaschen) oder eine Reihe an eine vorherige anzusetzen (in diesem Fall wird sie nur in der ersten Runde gezählt, danach nicht mehr, obwohl sie vorhanden ist).
Wenn man eine Arbeit beginnt, macht man zuerst eine Anfangsschlaufe.
1 Einen Umschlag um die Nadel legen.
2 Den Faden durch die Schlaufe ziehen. Den Vorgang so oft wie nötig wiederholen und eine Luftmaschenkette häkeln.
UMSCHLAG
Für einen Umschlag legt man den Faden von hinten nach vorne um die Nadel. Umschläge werden vor und/oder nach dem Einstechen der Häkelnadel in eine Masche gemacht.
Die feste Masche ist die gebräuchlichste Masche für Objekte wie Amigurumis. Sie ist schön fest und lässt das Füllmaterial nicht durchscheinen.
1 Mit der Häkelnadel in die folgende Masche einstechen.
2 Einen Umschlag um die Nadel legen und den Faden durch die Schlaufe ziehen. Es liegen zwei Maschen auf der Nadel.
3 Noch einen Umschlag um die Nadel legen und den Faden durch die beiden Schlaufen ziehen.
Die Kettmasche dient dazu, eine Reihe fortzusetzen, ohne die Höhe wesentlich zu verändern, oder eine Reihe zu beenden (geschlossene Reihen). Sie hat nur eine geringe Höhe.
1 Mit der Häkelnadel in die folgende Masche einstechen.
2 Einen Umschlag um die Nadel legen und den Faden durch die beiden Schlaufen ziehen.
Das halbe Stäbchen ist ein bisschen höher als die feste Masche, aber immer noch recht fest.
1 Einen Umschlag um die Nadel legen und in die folgende Masche einstechen (oder in die dritte Luftmasche auf einer Luftmaschenkette).
2 Einen Umschlag um die Nadel legen und den Faden durch die Schlaufe ziehen. Es liegen drei Maschen auf der Nadel.
3 Noch einen Umschlag um die Nadel legen und den Faden durch die drei Schlaufen ziehen.
Mit Stäbchen gewinnt die Häkelarbeit schnell an Höhe. Diese Masche ist voluminöser und stärker durchbrochen.
1 Einen Umschlag um die Nadel legen und in die folgende Masche einstechen (oder in die vierte Luftmasche auf einer Luftmaschenkette).
2 Einen Umschlag um die Nadel legen und den Faden durch die Schlaufe ziehen. Es liegen drei Maschen auf der Nadel.
3 Einen Umschlag um die Nadel legen und den Faden durch die Schlaufe ziehen. Es liegen drei Maschen auf der Nadel.
4Noch einen Umschlag um die Nadel legen und den Faden durch die beiden Schlaufen ziehen.
DREI LUFTMASCHEN ZÄHLEN ALS EIN STÄBCHEN
In den Anleitungen findet sich oft am Anfang einer Reihe/Runde der Hinweis: 3 Luftmaschen (zählen als 1. Stäbchen der Reihe/Runde). Da mit Stäbchen in Runden gearbeitet wird, müssen die Reihen geschlossen werden (siehe dazu weiter hinten), damit die Stäbchen auf derselben Höhe liegen. In diesem Fall muss man nach der Kettmasche 3 Luftmaschen häkeln, um die Höhe eines Stäbchens auszugleichen. Für ein halbes Stäbchen reichen 2 Luftmaschen, für ein Doppelstäbchen muss man 4 Luftmaschen arbeiten.
Das Doppelstäbchen ist die Masche mit der größten Höhe, sie ist am stärksten durchbrochen.
1 Zwei Umschläge um die Nadel legen und in die folgende Masche einstechen (oder in die fünfte Luftmasche auf einer Luftmaschenkette).
2 Den Faden durch die Schlaufe ziehen. Es liegen vier Maschen auf der Nadel.
3 Noch einen Umschlag um die Nadel legen und den Faden durch die beiden ersten Schlaufen ziehen. Es liegen drei Maschen auf der Nadel.
4Noch einen Umschlag um die Nadel legen und den Faden durch die beiden Schlaufen ziehen. Es liegen zwei Maschen auf der Nadel.
5 Noch einen Umschlag um die Nadel legen und den Faden durch die beiden Schlaufen ziehen.
Eine Popcornmasche besteht aus mehreren Stäbchen (meist fünf), die in dieselbe Masche gehäkelt und zum Schluss zusammengefasst werden. Dabei entsteht keine Zunahme; diese Masche bildet auf der Vorderseite der Arbeit kleine Kügelchen (im Relief). In diesem Buch wird die Popcornmasche mit zwei oder drei Stäbchen gearbeitet (siehe Spargel, Seite 148).
1 Um ein Stäbchen in die folgende Masche zu häkeln, einen Umschlag um die Nadel legen, dieses aber vor dem zweiten Umschlag beenden, sodass zwei Schlaufen auf der Nadel bleiben.
2 Den Vorgang noch 5-mal wiederholen und dabei immer in dieselbe Masche einstechen.
3Wenn sechs Schlaufen auf der Nadel liegen, noch einen Umschlag um die Nadel legen und den Faden durch die sechs Schlaufen ziehen.
TIPP
Nach Beendigung der Popcornmasche die kleinen Kügelchen leicht in Form bringen und mit der Nadel nach außen drücken (auf die rechte Seite der Arbeit).
Die Waffelmasche besteht aus einer Kette von normalen Stäbchen und Reliefstäbchen, die nacheinander auf der Vorder- und Rückseite der Arbeit gehäkelt werden (siehe Waffeln, Seite 202).
RELIEFSTÄBCHEN
Für ein Reliefstäbchen einen Umschlag um die Nadel legen (wie für ein klassisches Stäbchen), mit der Nadel unter dem Stäbchen der Vorreihe von rechts nach links einstechen, einen weiteren Umschlag um die Nadel legen und wie gewohnt weiterarbeiten.
Zunächst muss man wissen, dass man beim Häkeln, egal ob in Hin- und Rückreihen oder dreidimensional, als Rechtshänder immer von rechts nach links arbeitet und als Linkshänder umgekehrt.
Zu Beginn einer Reihe/Runde liegen niemals mehrere Maschen auf der Nadel: Zu Beginn und am Ende einer Masche liegt stets nur eine Masche auf der Nadel.
Die Luftmaschenkette besteht aus einer Reihe von Luftmaschen (siehe Seite 9) und bildet bei in Reihen gehäkelten Arbeiten immer den Anfang. Damit kann man auch eine Häkelarbeit in Runden beginnen, allerdings bildet sich dabei am Anfang ein kleines Loch (anders als beim magischen Ring, siehe weiter hinten).
Eine Luftmaschenkette beginnt immer mit einer Anfangsschlaufe.
Damit beginnt man eine Häkelarbeit, die in Runden gehäkelt wird. Er erlaubt einen perfekten Anfang, der nicht mehr zu erkennen ist, sobald der Ring festgezogen wurde. Dadurch kann das Füllmaterial nicht austreten.
1 Zunächst den Faden wie für eine Anfangsschlaufe zu einem Ring legen, aber nicht festziehen.
2 Den Ring zwischen Daumen und Mittelfinger nehmen und einen Umschlag um die Nadel legen und durchziehen.
ACHTUNG
Die festen Maschen müssen unbedingt um beide Fäden des Rings gearbeitet werden, damit man ihn am Ende festziehen kann.
3 Den Ring und den kürzeren Faden (das Ende) zwischen Daumen und Zeigefinger nehmen. Die angegebene Zahl von festen Maschen in den Ring häkeln, dafür die Nadel durch die Mitte des Rings führen.
4 Den kürzeren Faden (das Ende) anziehen und so den Ring fest schließen.
Um eine runde Form zu häkeln, kann man in Spiralrunden oder in geschlossenen Reihen arbeiten. Bei Spiralrunden häkelt man fortlaufend ohne eine Kettmasche am Rundenende. Rundenende und -anfang gehen vollständig ineinander über. In diesem Fall sind Maschenmarkierer sehr nützlich, um sie auseinanderzuhalten (siehe Seite 8). Wenn nicht anders angegeben, werden alle Projekte in diesem Buch auf diese Art gearbeitet.
Die andere Technik besteht aus geschlossenen Reihen, das heißt, dass man jede Reihe mit einer Kettmasche beendet und die folgende Reihe mit einer Luftmasche beginnt (oder auch mit mehreren, je nach Anleitung).
Wenn eine Arbeit in Reihen gearbeitet wird, muss man sie nach jeder Reihe wenden. Dann muss man am Ende der Reihe eine Wendeluftmasche häkeln (wenn man in festen Maschen arbeitet), oder bei einem Farbwechsel am Anfang der Reihe (siehe die Anleitung zur Käsescheibe, Seite 165 und 182). Die Wendeluftmasche wird bei der Maschenzahl der Reihe nicht mitgezählt.
Wenn die Reihen mit halben Stäbchen, Stäbchen oder Doppelstäbchen gehäkelt werden, muss man zwei bzw. drei oder vier Luftmaschen arbeiten.
ACHTUNG
In der ersten Reihe wird in die zweite Luftmasche ab der Häkelnadel eingestochen.
Möchte man eine längere Form anfertigen (oval, quadratisch etc.), beginnt man mit einer Luftmaschenkette als Basis und arbeitet um diese herum. Dabei muss man an den Enden jeweils Maschen zunehmen, damit man um sie herumhäkeln kann.
Für eine Zunahme häkelt man 2-mal in dieselbe Masche einer vorherigen Reihe/Runde, um die Maschenzahl der Reihe zu erhöhen. Man kann Zunahmen mit festen Maschen, halben Stäbchen, Stäbchen, Doppelstäbchen etc. arbeiten.
Für eine Abnahme häkelt man zwei Maschen zusammen, um die Maschenzahl einer Reihe/Runde zu verringern. Wie eine Zunahme kann man auch diese mit festen Maschen, halben Stäbchen, Stäbchen, Doppeltstäbchen etc. arbeiten.
Damit eine Abnahme nicht sichtbar ist, sticht man die Häkelnadel nur in die vorderen Maschenglieder der beiden Maschen der vorherigen Reihe/Runde ein.
Ein Farbwechsel muss vorbereitet werden, denn man beginnt mit der neuen Farbe schon in der vorherigen Masche. So häkelt man etwa für eine feste Masche den Anfang dieser Masche mit der alten Farbe und arbeitet den letzten Umschlag mit der neuen, damit die folgende Masche in der neuen Farbe erscheint.
