365 Tage buddhistische Geschichten: - Luan Yang - E-Book

365 Tage buddhistische Geschichten: E-Book

Luan Yang

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Beschreibung

Vielleicht kennst du das: Immer wieder besuchen dich starke Gefühle und Emotionen und auch das Gedanken-Karussel lässt dich nicht los! Es fühlt sich an, als lebest du in einer Endlosschleife an negativen Empfindungen! Und vielleicht hast du schon viele Dinge ausprobiert und dennoch ändert sich gefühlt nichts! Wenn du das kennst, dann geht es dir wie vielen Menschen. Der tägliche Leistungsdruck, zunehmende Spannungen in der Welt und das schnelllebige Zeitalter bringen uns immer weiter von uns weg. Dieses Buch wird deine Augen öffnen: Stell dir mal vor… du lebst in voller Präsenz und offenem Herzen. Du gibst dem Leben etwas zurück und die Welt beschenkt dich dafür! Und obwohl du immer noch die gleichen Emotionen und Gedanken hast, siehst du die Welt mit komplett anderen Augen. Du siehst sie bunter, leuchtender und strahlender. Du fühlst dich freier und die Beziehungen zu anderen Menschen sind von Leichtigkeit und Verbundenheit geprägt. Du fühlst dich lebendig und bist dir selbst bewusst, wer du bist. All das ist möglich mit der richtigen Geisteshaltung: Der Buddhismus hilft dabei die Welt mit anderen Augen zu sehen. Das Akzeptieren und Loslassen sind Grundtugenden im Buddhismus. Die Welt ist schön so wie sie ist und wir können das Leben genießen und uns und unsere Umwelt mit Achtsamkeit und Wertschätzung behandeln. Und dennoch: Das Glück liegt nicht im Äußeren – es liegt im Inneren: Dieses Buch wird dir dabei helfen dich mit dem Buddhismus vertraut zu machen. Lass dich von jedem Tag von 365 Tage im Jahr von wundervollen Impulsen und Geschichten leiten. Möchtest du zu deinem wahren Selbst finden und dich täglich Inspirieren lassen, dann hole dir jetzt das Buch.

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EPUB

Veröffentlichungsjahr: 2023

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365 Tage buddhistische Geschichten

Jeden Tag wunderschöne buddhistische Geschichten und Weisheiten für mehr inneren Frieden, Balance und Bewusstsein

 

Luan Yang

Impressum:

Deutschsprachige Erstausgabe Oktober 2021

Copyright © 2023 Luan Yang

Vertreten durch Michael Jagielski, Konstanzer Str. 56, 10707 Berlin

Alle Rechte vorbehalten

Nachdruck, auch auszugsweise, nicht gestattet

Das Werk, einschließlich seiner Teile, ist urheberrechtlich geschützt.

Jede Verwertung ist ohne Zustimmung des Verlages und des Autors unzulässig.

Dies gilt insbesondere für die elektronische oder sonstige Vervielfältigung,

Übersetzung, Verbreitung und öffentliche Zugänglichmachung.

Covergestaltung und Satz: Marie Becker, wolkenart.de

Lektorat: Tina Müller

ISBN: 978-3-9824759-1-2

Imprint: buecherglueck

 

Inhaltsverzeichnis

1. Kapitel: 1. Einführung in die Welt des Buddhismus

2. Kapitel: Januar

3. Kapitel: Februar

4. Kapitel: März

5. Kapitel: April

6. Kapitel: Mai

7. Kapitel: Juni

8. Kapitel: Juli

9. Kapitel: August

10. Kapitel: September

11. Kapitel: Oktober

12. Kapitel: November

13. Kapitel: Dezember

1. Kapitel:

1. Einführung in die Welt des Buddhismus

 

Lange Zeit war der Buddhismus in Europa nahezu unbekannt. Mittlerweile gewinnt die Lehre des Buddha zunehmend an Aufmerksamkeit und Popularität. Was ist der Buddhismus? Es handelt sich um eine Erfahrungs-Religion, während das Christentum, Judentum und Islam zu den Offenbarungs-Religionen zählen. In einer Offenbarungs-Religion offenbart ein allmächtiger Gott seinen Willen. Im Buddhismus gibt es keine Gottheit. Dadurch sowie durch die Nichtbeachtung des Kastensystems unterscheidet sich die Buddha-Lehre auch vom Hinduismus und Brahmanismus.

Buddhisten glauben an den Kreislauf des Lebens (Samsara). Je nach Karma erfolgt die Wiedergeburt (Reinkarnation) im nächsten Leben als Mensch, Tier oder Dämon. Das Ziel der buddhistischen Lehre ist die Entwicklung und Weiterentwicklung des eigenen Geistes während des irdischen Daseins. Der buddhistische Glaube basiert auf der Annahme, dass man so lange wiedergeboren wird, bis man irgendwann erleuchtet ist, aus dem Lebens-Kreislauf austritt und ins Nirvana gelangt. Wer es geschafft hat, erleuchtet zu werden, ist von der ewigen Wiedergeburt erlöst und muss keine Krankheiten, Schicksalsschläge, Armut, Hass, Neid, Gier und Unzufriedenheit mehr ertragen. Ein Paradies gibt es im Buddhismus jedoch nicht. Das Karma-Prinzip ist eine wichtige Säule des Buddhismus. Jede Handlung hat eine Wirkung zur Folge. Wichtig ist auch die Absicht, die hinter jeder einzelnen Handlung steckt. Die Weichen für Glück oder Leid können somit vom Menschen selbst gestellt werden.

Die Entstehung des Buddhismus

Der Buddhismus soll in Asien entstanden sein. Als Begründer der Lehre gilt Siddhartha Gautama. Der indische Weisheitslehrer soll um 500 vor Christus in Nordindien im Grenzgebiet zum heutigen Nepal gelebt und gelehrt haben. Siddharta Gautama bevorzugte eine karge, asketische Lebensweise und war Schüler mehrerer philosophischer und yogischer Weisheitsschulen. Die Erleuchtung erlangte der erste Buddha unter einem Feigenbaum. Zu Beginn seines Lebens deutet nichts darauf hin, dass aus dem indischen Adligen Siddartha später ein Gelehrter und Religionsstifter werden würde. Dann aber nahm das Leben des Prinzen eine überraschende Wendung. Auf einem Ausflug durch die Ländereien seines Vaters begegnete er einem alten Mann, einem Kranken und einem Toten.

Der Prinz aus vornehmen Elternhaus erkannte, dass Wohlstand nicht selbstverständlich und das Glück vergänglich ist. Er verstand, dass auch er sterben wird und seine Reichtümer nichts daran ändern würden. Um seinem Unglück zu entkommen, verließ Siddhartha seinen Palast. Als Wanderprediger zog er durch den Norden Indiens, ähnlich wie viele andere heilige Männer seiner Epoche. Sieben Jahre soll sich der spätere Buddha ausschließlich von Almosen ernährt haben. Durch häufiges Fasten war Siddhartha sehr abgemagert. Unter einem Feigenbaum fand Siddharta Gautama den Weg zur Erlösung! Seine erste Predigt über die Erlösung hielt der Buddha, der nun von fünf Mönchen begleitet wurde, in Benares. Rasch verbreitete sich die Erkenntnis, dass die Erlösung für alle Menschen möglich sein würde.

Die buddhistische Lehre als Kombination aus Religion, Philosophie und geistiger Lebensweise

Das erworbene Wissen verwandte der Religionsstifter zur Ausarbeitung seiner neuen Lehre. Der Buddhismus stellt eine Kombination aus Religion, Philosophie und geistiger Lebensweise dar. Die Bezeichnung „Buddhismus“ entstammt dem Namen „Buddha“, dessen Bedeutung mit der „Erleuchtete“ oder auch der „Erwachte“ übersetzt wird. Ein Buddha ist allwissend und besitzt einen gereinigten Geist. Siddharta Gautama wurde von seinen Anhängern stets „Buddha“ genannt. Im Buddhismus wird von den Gläubigen erwartet, im Leben Gutes zu tun, anderen Menschen zu helfen und niemandem Leid zuzufügen.

Die Lehre geht davon aus, dass es leichter fällt, gut und großzügig zu sein, wenn man sich nicht an seinen Besitz klammert. Materielle Werte haben in der buddhistischen Lehre nur eine untergeordnete Bedeutung. Der Zustand der Erleuchtung wird nur von sehr wenigen Menschen erreicht. 45 Jahre lang predigte der erste Buddha im Nordosten Indiens. Überlieferungen zufolge soll er im 483 v. Chr. an einem verdorbenen Pilzgericht gestorben sein. Er wurde 80 Jahre alt. Die Lehre des Buddhas hat sich seit ihrer Gründung vor rund 2.500 Jahren auf der ganzen Welt verbreitet. Im 21. Jahrhundert bekennen sich circa 360 Millionen Menschen weltweit zum Buddhismus. Die friedliche Lehre kennt weder Hass noch Missgunst, sondern ausschließlich bedingungslose Liebe.

Die vier edlen Wahrheiten im Buddhismus

In der Lehre des Buddhas gilt Achtsamkeit als Lebenseinstellung. Die zentrale Erkenntnis beinhaltet vier edle Wahrheiten. Diese Weisheiten sollen helfen, den Menschen vom Kreislauf der Wiedergeburten zu befreien. Wer nach Erlösung im Nirwana sucht, muss die vier edlen Wahrheiten kennen und sie im täglichen Leben beachten. Die 1. Wahrheit handelt vom Leben als Leiden. Die 2. Wahrheit erzählt von den Ursachen des Leidens. In der 3. Wahrheit geht es um die Aufhebung des Leidens. Die 4. Wahrheit widmet sich dem Weg, der zur Aufhebung des Leidens führt. Daher beschreibt die 4. Wahrheit einen edlen achtfachen Pfad. Dieser Weg fasst gemeinsam mit den anderen 3 Wahrheiten den buddhistischen Weg zur Erlösung zusammen.

Die Ewigkeit im Nirvana erreichen nur Gläubige, die rechte (gemeint ist: gerechte) Erkenntnis über die vier edlen Wahrheiten besitzen, die Ich-Bezogenheit überwinden und somit im Sinne des Buddhismus rechtes Denken anwenden. Darüber hinaus werden rechtes Reden, rechtes Handeln, rechte Lebensführung, rechtes Streben, rechte Achtsamkeit sowie rechtes Sich-Versenken in die Lehre des Buddhismus erwartet. Der achtfache Pfad kann nur durch viele Wiedergeburten beschritten werden. Die vier edlen Wahrheiten werden deshalb auch als vier Aufgaben bezeichnet. Das Leben wird als Weg betrachtet. Die Lebensaufgabe besteht darin, mit Herausforderungen und Leiden weise umzugehen. Auf dem holprigen, mit Schwierigkeiten und Konflikten gepflasterten Lebensweg kann jeder Mensch Weisheit und Gelassenheit entwickeln. Jede einzelne der vier Aufgaben widmet sich einem bestimmten Aspekt, der Teil des Lebens ist.

Die buddhistische Lebensweise

Die buddhistische Lebensweise wird durch Weisheit, hohe Wertvorstellungen sowie durch tiefsinnige Erkenntnisse und Einsichten geprägt. Der erste Buddha betrachtete sich nicht als Gott und nicht als Überbringer der Lehre einer Gottheit. Es stand im Buddhismus von Anfang an fest, dass die Lehre nicht auf göttlicher Offenbarung beruht. Die religiöse Philosophie entstand durch höchste Konzentration beim Meditieren. Dem ersten Buddha gelang es, dadurch ein besonderes Verständnis des eigenen Geistes sowie der Natur aller Dinge zu erlangen. Diese Erkenntnis ist jedem Menschen zugänglich, der seiner Methodik und der Lehre des Buddhismus folgt. Von Buddha gibt es eine Vielzahl an Weisheiten, Sprüchen und Geschichten. Die meisten Zitate handeln von Achtsamkeit, Selbstliebe, Weisheit, Kraft und Hoffnung.

2. Kapitel:

Januar

 

 

1. Januar

Aus den Samen der Vergangenheit wachsen die Früchte der Zukunft.

2. Januar

Auf dem Weg zur inneren Wahrheit gibt es nur zwei Fehler. Der erste besteht darin, nicht mit der Suche nach Erleuchtung zu beginnen und der zweite, nicht den gesamten Weg zu gehen.

3. Januar

Im Leben gehen wir viele Umwege, bevor das Ziel erreicht wird. Um dabei nicht die Geduld zu verlieren, können wir unterwegs die Landschaft bewundern.

 

 

 

 

4. Januar

Kann ich auch dann noch lächeln, wenn ich von Kummer erfüllt bin? Natürlich. Lächle, wenn du Kummer hast, denn du bist mehr als deine Ängste und Sorgen.

 

5. Januar

Fehlschläge gehören zum Leben. Der einzige richtige Misserfolg ist, sich selbst nicht treu zu sein.

 

 

 

Die Geschichte vom Horizont

 

Ein König nahm seine Tochter mit zum Besuch eines Dorfes. Sie sollte sehen, wie die einfachen und armen Landbewohner lebten. Deshalb verbrachten Vater und Tochter gemeinsam eine Nacht auf einem ärmlichen Bauernhof. Nach der Heimkehr in seinen prächtigen Palast fragte der Herrscher seine Tochter, was sie über den Alltag der armen Leute gelernt habe.

Die Prinzessin antwortete, dass jeder Bauer vier Hunde habe, während die Herrscherfamilie nur einen Vierbeiner besäße. Außerdem gäbe es im Königspalast einen riesigen Swimmingpool. Die Bauern hingegen hätten einen großen See mit viel mehr Wasser. Im Palastgarten hingen prächtige Lampions, um die Gartenwege zu beleuchten. Die Dorfbewohner hätten die Sterne, die ihren den Weg beleuchteten. Weiterhin schlussfolgerte die Prinzessin, dass der Palastgarten nur bis zur Grundstücksmauer reiche, der Dorfgarten aber bis zum Horizont. Nun erkannte auch der König, was wahrer Reichtum ist. Es sind nicht die Gegenstände, die man mit Geld kaufen kann, sondern die Natur, die uns reich beschenkt und für alle Menschen da ist.

 

 

6. Januar

Die bedeutendsten Persönlichkeiten sind nicht die Hochgebildeten, die durch ihr Wissen glänzen, sondern diejenigen mit einem Herzen voller Liebe. Liebevolle Menschen sind bereit, anderen zuzuhören und nutzen ihre Hände, um Bedürftigen zu helfen.

7. Januar

Lächle und die ganze Welt verändert sich.

8. Januar

Alle Menschen sind gleichwertig. Das Einzige, das uns voneinander unterscheidet, ist der Name, den uns unsere Eltern gegeben haben.

 

 

 

 

 

9. Januar

Jeder Mensch ist der Schöpfer seiner Gesundheit. Jede Krankheit entsteht in uns und durch uns selbst.

10. Januar

Lohnt es sich, eine bestimmte Sache zu tun, dann widme sich dieser von ganzem Herzen.

 

 

 

Die Geschichte, dass irgendwann alles vergeht

 

Eines Tages ging ein Schüler zu seinem Meditationslehrer und beklagte sich darüber, dass es ihm nicht gelänge, zu meditieren. Der Schüler fühlte sich ständig abgelenkt, seine Beine schmerzten und er schlafe beim Meditieren ein. Sachlich antwortete der Lehrer, dass es sich dabei um eine vorübergehende Phase handeln würde. Doch bereits eine knappe Woche später suchte der Schüler erneute seinen Lehrer auf. Diesmal berichtete er begeistert von seinem Erfolg. Er könne inzwischen wunderbar meditieren und fühle sich dabei herrlich entspannt. Zu seinem großen Erstaunen antwortete der Lehrer auch dieses Mal sachlich: „Diese Phase geht vorbei“. Was lernen wir daraus? Im Leben gibt es gute, weniger gute und schlechte Tage. Mit Geduld können wir schwierige Zeiten leichter überstehen.

11. Januar

Lerne vom Wasser. Ein Bach plätschert laut. Im tiefen Ozean hingegen ist es ruhig. So ist es auch im Leben. Kleine Dinge machen großen Lärm. Wichtige Ereignisse kündigen sich still an.

12. Januar

Was ist das größte Geschenk im Leben? Gesundheit. Was ist der größte Reichtum? Zufriedenheit. Was zeichnet die beste Beziehung aus? Treue.

13. Januar

Habe mit jedem Tag in deinem Leben ein wenig Geduld.

14. Januar

Es liegt in der Natur der Schöpfung, dass jeder Mensch, der nichts bereuen muss, Freude empfindet.

15. Januar

Will man seinen Wohlstand vermehren, sollte man sich an den Bienen orientieren. Honigbienen sammeln Honig, jedoch zerstören sie dabei keine einzige Blume. Nimm dir dieses Verhalten zum Vorbild. Sammle deine Reichtümer, achte aber darauf, die Quellen nicht zu zerstören. Dann wird dein Wohlstand stetig zunehmen.

 

Die Geschichte von der giftigen Schlange

Einem wohlhabenden Mann wurde von einigen Dieben eine große Geldsumme gestohlen. Auf ihrer Flucht gelangten die Ganoven zu einem Feld. Dort wollten sie das Diebesgut unter sich aufteilen. Allerdings bemerkten sie dabei nicht, dass ein Geldbündel herunterfiel und unbemerkt zurückblieb. Am gleichen Morgen ging der Buddha, von Ananda begleitet, über dasselbe Feld. Er begegnete einem Bauern, der damit beschäftigt war, das Feld zu pflügen. Als der Landwirt den Buddha erblickte, verneigte er sich vor ihm.

Der Buddha sah das große Geldpaket und sagte daraufhin zu Ananda: „Siehst du diese riesige giftige Schlange?“. Daraufhin antwortete Ananda: „Meister, natürlich sehe ich sie. Es ist wirklich eine gefährliche giftige Schlange!“ Dann verabschiedete sich der Buddha, um gemeinsam mit Ananda den Weg fortzusetzen. Diese Gelegenheit nutzte der Bauer, um nachzusehen, ob sich dort tatsächlich eine Schlange befand. Dabei entdeckte der das Geldpäckchen, nahm es an sich und versteckte es. Der Eigentümer des gestohlenen Geldes, der die Diebe verfolgte, gelangte ebenfalls zum Feld, sah die Fußspuren des Landwirts und fand das Geldbündel bei ihm. Daraufhin wurde der Bauer zum König gebracht. Dieser befahl seinen Männern, den Landwirt für seinen Diebstahl zu bestrafen und ihn zu töten.

 

Als sie am Friedhof ankamen, wo der Bauer getötet werden sollte, wiederholte der zum Tode Verurteilte immer wieder den Spruch des Buddha: „Sieh dir diese giftige Schlange an.“ Die Männer des Königs wurden stutzig und brachten den Bauern zum König zurück. Der Herrscher gelangte zur Erkenntnis, dass der Buddha als Zeuge benannt wurde. Deshalb wurde der Landwirt zum Buddha gebracht. Der König wurde nun vom Buddha über den wahren Sachverhalt informiert. Anschließend bemerkte der Herrscher, dass dieser Mann ohne den Buddha als Zeugen zweifelsfrei getötet worden wäre. Der Buddha entgegnete, dass ein weiser Mensch nichts tun sollte, was er später bereuen würde. Eine Weisheit im Buddhismus lautet, dass jede Tat, die man danach bereut, schlecht gewesen ist.

16. Januar

Mit seinem wachen Verstand ist der Geist der Architekt, der das eigene Glück, aber auch das Leid erschafft.

17. Januar

Ein disziplinierter Geist zieht das Glück an.

18. Januar

So wie du heute denkst, wirst du morgen sein.

19. Januar

Bleibe mit deinen Gedanken nicht in der Vergangenheit. Verliere dich nicht in Träumen von der Zukunft. Lebe im gegenwärtigen Moment!

20. Januar

Ein winziger Augenblick kann einen ganzen Tag verändern. Ein einziger Tag kann über das gesamte Leben entscheiden.

---ENDE DER LESEPROBE---