5-Elemente-Kochbuch - Marion Menger - E-Book

5-Elemente-Kochbuch E-Book

Marion Menger

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Beschreibung

Dieses 5-Elemente-Kochbuch informiert ganzheitlich über die Ernährung und das Leben nach den 5 Elementen in der Traditionellen Chinesischen Medizin. Wir starten mit einem ausführlichen Ratgeberteil, in dem auch Einsteiger erfahren, was genau es mit der TCM auf sich hat und was es wie, wo und wann zu beachten gilt. Im Anschluss erwarten Sie 100 abwechslungsreiche Rezepte für den Start in Ihr neues Leben. Diese sind leicht verständlich nach den Grundrezepten sowie den verschiedenen Elementen und Gerichtsarten unterteilt. Auch Vegetarier und Veganer kommen auf Ihre Kosten, da über 80 % aller Rezepte vegan und zusätzlich 10 % vegetarisch sind - ein weiteres Merkmal der 5-Elemente-Ernährung. Die 5-Elemente-Ernährung hat sich in den letzten Jahrhunderten und Jahrtausenden als herausragende Ernährungsform herauskristallisiert und wir sind vollends überzeugt von den klassisch chinesischen Werten. Wir hoffen Ihnen geht es genauso und Sie können viel hilfreiches Wissen aus diesem Buch ziehen.

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Seitenzahl: 127

Veröffentlichungsjahr: 2020

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5-Elemente-Kochbuch

100 Rezepte zur Stärkung von Körper& Geist nach den Erkenntnissen derTraditionellen Chinesischen Medizin(TCM)

MARION MENGER

Copyright © 2019 Marion Menger

Alle Rechte vorbehalten.

Index

TCM - Was ist das?

Die 5 Elemente – Erläuterung

Die 5 Elemente – Ernährung

Kochen in der TCM - Einführung

Rezeptverzeichnis

Grundrezepte

Rezepte für das Holz-Element

Rezepte für das Feuer-Element

Rezepte für das Erde-Element

Rezepte für das Metall-Element

Rezepte für das Wasser-Element

Register

Traditionelle Chinesische Medizin – Was ist das?

Seit Jahrtausenden nutzen chinesische Heilkundige die Geheimnisse der Traditionellen Chinesischen Medizin, kurz TCM genannt, um das Yin & Yang, das heißt den Energiefluss im Körper der ihnen anvertrauten Patienten auszugleichen. Die Kunst im Umgang mit der TCM besteht darin, zu wissen, welche Heilmittel schwache Energiebereiche stärken können und was zu tun ist, um ein Zuviel an Energie in anderen Bereichen freizusetzen. Stellen Sie sich einen verstopften oder verknoteten Wasserschlauch vor. Lösen Sie den Knoten oder schicken einen Wasserschwall mit viel Druck durch den Schlauch, fließt das Wasser wieder ungehindert. Der TCM stehen die verschiedensten Hilfsmittel zur Verfügung, um ein ähnliches Ergebnis zu erzielen. Sobald die blockierte Energie, das Qi, wieder frei durch den Körper fließen kann, lösen sich die Symptome auf.

In der TCM versteht man Krankheit als eine Disharmonie im Energiesystem von Körper und Geist. Heilung tritt dann ein, wenn die Harmonie wiederhergestellt ist. Die uralten Traditionen dieser Heilkunst umfassen viele verschiedene Theraphiansätze. Nahrung ist Medizin, wusste man schon vor Jahrtausenden. Damals wurde all dieses Heilwissen im „Buch des Gelben Kaisers“ gesammelt, das die Grundlagen der TCM enthält und noch heute von Heilkundigen zurate gezogen wird.

Ohne die richtige Ernährung als Basis für ein Leben in Gesundheit kann keine Therapiemethode der Welt auf Dauer etwas ausrichten. Deshalb legen traditionelle chinesische Ärzte großen Wert darauf, dass die Patienten ihre Nahrung nach der Lehre der Fünf Elemente ausrichten. Wir werden uns später noch detaillierter mit den Einzelheiten dieser Lehre befassen. Kurz gesagt richten sich die Patienten bei der Auswahl und Zubereitung der Lebensmittel danach, welche gerade Saison haben und passen die Farben, Geschmäcker und Kochmethoden der jeweiligen Jahreszeit, den Wetterverhältnissen und ihrem persönlichen Energiezustand an.

Im Kapitel über die Fünf Elemente werden wir lernen, dass alles, was ist, ob im Inneren oder im Äußeren, einem der Elemente zugeordnet ist. Ein Ungleichgewicht in einem Element hat Auswirkungen auf ein anderes. Kommt es zu einem Ungleichgewicht in einem der Elemente, kann unsere vitale Lebensenergie, das Qi, das nachfolgende Element nicht richtig nähren. Dieser Zustand führt dort ebenfalls zur Disharmonie. Ein Teufelskreis beginnt, denn alle Elemente und damit unsere Organsysteme sowie unser emotionales und geistiges Wohlbefinden sind miteinander verbunden und hängen voneinander ab.

Doch wir können über unsere Emotionen auch Gleichgewicht herstellen, indem wir uns bewusst mit den positiven Aspekten unseres Lebens beschäftigen. Wir sind nicht nur, was wir essen, wir sind auch, was wir denken. Unsere Gedanken bestimmen, ob wir glücklich, wütend oder traurig sind und entscheiden letztendlich über Gesundheit und Krankheit.

Idealerweise sollten nicht nur Kranke oder Patienten mit einer Disharmonie ihre Ernährung nach den Fünf Elementen ausrichten. Wenn jeder Gesunde sich an den Erkenntnissen der TCM orientieren würde, gäbe es nach dieser Lehre gar keine Krankheit. Deshalb wurden die traditionellen Ärzte früher nicht für Heilbehandlungen in einem Krankheitsfall bezahlt, sondern nur dann, wenn die von ihnen betreuten Familien bei ihren Besuchen frei von Krankheitssymptomen waren. Die Ärzte besuchten und untersuchten ihre Patienten deshalb regelmäßig, um sicherzugehen, dass niemand krank wurde. Dann waren sie berechtigt, ihr Honorar zu kassieren. In dörflichen Bereichen, in denen die Bewohner diesen alten Traditionen noch verhaftet sind, ist das übrigens auch heute so.

Die Ärzte untersuchen spezielle Pulse ihrer Patienten, die mit dem Meridiansystem verbunden sind, betrachten die Zunge, die Hautfarbe, riechen, schmecken und hören sogar an der Stimme, welches Element Aufmerksamkeit braucht. Weiterhin wird der Arzt nach Vorlieben und Abneigungen für Geschmäcker und Farben fragen, wird wissen wollen, ob Wind, Regen oder Sonne für den Patienten angenehm oder eher unangenehm sind, und vieles mehr.

All diese Details helfen ihm, sich ein umfassendes Bild über den Gesundheitszustand und den Zustand innerhalb der Elemente seines Patienten zu machen. Er wird dann mithilfe von Kräutertees und der einen oder anderen oben genannten Behandlungsmethode dafür sorgen, dass sich der Energiefluss normalisiert und die Symptome verschwinden. Die Behandlung wird er durch bestimmte Ernährungsratschläge ergänzen, um den normalisierten Zustand des Behandelten zu stabilisieren und auf Dauer zu erhalten. Schließlich möchte er beim nächsten Besuch wieder sein Honorar kassieren.

Für TCM-Neulinge klingt das für den Anfang sicherlich recht kompliziert. Das ist es aber nur für denjenigen, der die Traditionelle Chinesische Medizin studieren und ein Meister in dieser Kunst werden will. In diesem Buch beschäftigen wir uns jedoch hauptsächlich mit dem Bereich der Ernährung nach den Erkenntnissen der TCM und wie wir diese in unser tägliches Leben integrieren können. Dafür ist es wichtig, einige Grundlagen zu verstehen. Zu diesen gehören Begriffe wie die fünf Elemente, die Meridiane, Ying & Yang und das Qi. Doch wir müssen keine Experten auf diesem Gebiet werden, um nach den Lehren der Fünf Elemente zu kochen. Die Erkenntnisse aus der Lehre der TCM können wir ganz leicht nutzen, wenn wir ein paar Tipps und Tricks zur Nahrungsmittelauswahl, zur Mahlzeitenplanung und rund um den Kochteil dieses Buches verinnerlichen und anwenden.

Die Lehre von den Fünf Elementen

Die Lehre von den Fünf Elementen bestimmt seit Jahrtausenden das Leben in China. Sie ist ein wichtiger Bestandteil der chinesischen Kultur und universell anwendbar. Unser gesamtes Universum unterliegt einem beständigen Energiefluss und das Zusammenwirken der verschiedenen Energien bestimmt, was in der Welt geschieht, wie es geschieht, wie wir darauf reagieren und wie wir uns dabei fühlen. Auch der Mensch ist letztendlich ein Energiewesen und gehorcht diesen Gesetzen.

In der chinesischen Kultur gibt es so gut wie nichts, das nicht in diese Lehre einbezogen ist. Dazu gehören die Organsysteme in unserem Körper und die Beziehungen zum seelisch-geistigen Bereich, die medizinischen Zusammenhänge im Inneren, aber auch die Vorgänge im Äußeren wie die Beziehungen der Menschen untereinander, privat und in der Politik. Alles ist miteinander verflochten und entstammt derselben Energie. Der Lebensenergie, die alles zusammenhält und verbindet.

Einfach gesagt geht es bei der Lehre der Fünf Elemente oder auch der Fünf Transformationen vor allem darum, das Leben im Gleichgewicht zu halten. Das Wissen um das Wesen und die Energien jeden Elements sowie die Verbindung zwischen den einzelnen Elementen hilft dabei, dies zu erreichen. Das bezieht sich auch auf die Medizin und vor allem auf unsere Ernährung und das Kochen.

Was sind denn nun die Fünf Elemente?

Die Fünf Elemente Theorie der Traditionellen Chinesischen Medizin ist im Grunde genommen eine Darstellung der Naturphänomene unserer Welt mit allen ihren Auswirkungen. Unsere Natur ändert sich unaufhörlich, sei es im ständigen Wechsel der Jahreszeiten, des Wetters und der Tageszeiten. Die Lehre von den Fünf Elementen unterteilt diese Phänomene entsprechend dem Kreislauf unserer Natur in fünf Gruppen.

*Der Kreislauf beginnt mit dem Frühling, dem Holz-Element.

*Anschließend folgt der Sommer mit dem Feuer-Element.

*Das dritte Element ist eine Art Zwischenstadium, das Element Erde, das den Spätsommer kennzeichnet, aber auch eine Art Übergang zwischen allen Elementen darstellt.

*Darauf folgt das Metall-Element, der Herbst.

*Der Winter mit dem Wasser-Element schließt den Jahreskreislauf ab.

Jedes dieser Elemente steht für eine Jahreszeit, ein Klima, ein Yin-Organ und ein Yang Organ oder in manchen Fällen sogar mehr als zwei Organe. Hinzu kommen weitere Aspekte wie Körperteile, Gewebe, Emotionen, Farben, Töne und Geschmacksrichtungen. Im Idealfall sind alle Elemente ausgeglichen und neutral. Doch dafür müssten wir ständig vollkommen in unserer Mitte ruhen und uns niemals innerlich oder äußerlich bewegen.

Da das unmöglich ist, schwingen wir entsprechend zwischen dem Ideal, dem positiven und dem negativen Zustand hin und her. Stellen wir uns eine liegende Acht vor, deren Schnittpunkt in der vollkommenen Mitte liegt. Sind wir verhältnismäßig ausgeglichen, ist die Acht klein und schön gerundet. Neigen wir zu Extremen, schlägt das Pendel weiter aus und die Acht wird größer. Die beiden Schlingen schlagen aus und erscheinen langgezogen. Diesen Zustand bezeichnen wir im Westen gerne mit „himmelhochjauchzend, zu Tode betrübt“. Die Kunst der Traditionellen Chinesischen Medizin mit allen ihren Anwendungsmöglichkeiten kann dafür sorgen, dass wir uns von den Extremen wegbewegen und wieder mehr um unsere Mitte herum schwingen.

Ein wesentlicher Aspekt auf diesen Weg zur Mitte ist unsere Ernährung. Wenn wir uns nach den Fünf Elementen ernähren, bewegen wir uns mehr in Richtung Gesundheit auf allen Ebenen. Das Qi, unsere Lebensenergie, kann fließen und die Energien von Yin & Yang sind im Gleichgewicht. Je fließender sich unsere Energie durch unseren Körper bewegt, desto seltener haben wir Gesundheitsprobleme. Jedes Element nährt das nachfolgende und der Kreislauf ist perfekt. Die Lehre von den Fünf Elementen umfasst den Schaffens- und Erhaltungsprozess der Natur. Alle Dinge sind miteinander verbunden und hängen voneinander ab. Sind alle noch so kleinen Teile eines Systems in Harmonie, ist das gesamte System im Gleichgewicht.

Doch sobald ein Element geschwächt ist, ist die energetische Versorgung aller nachfolgenden gestört. Diese Störung betrifft alle Organe und Körpersysteme und setzt sich durch alle Elemente fort. Wir werden anfällig für Krankheiten und negative Emotionen.

Diesen Zustand gilt es wieder ins Gleichgewicht zu bringen. Die Ernährung nach der Traditionellen Chinesischen Medizin setzt an der Basis an. Du bist, was du isst. Das wussten nicht nur die alten Chinesen, das wusste auch Hippokrates. Was wir essen, schafft neue Zellen. Essen wir gesunde Nahrung, produzieren wir gesunde Zellen. Die richtige Ernährung kann helfen, diesen Ausgleich herbeizuführen, indem wir ein schwaches Element besonders stärken, ein überschießendes Element ausgleichen und alle anderen Elemente angemessen nähren.

Das Qi – unsere natürliche Lebensenergie

Im weitesten Sinne des Wortes kann man Das „Qi“ mit universeller Energie oder Lebensenergie übersetzen. Dabei geht es sowohl um Aspekte wie Licht, Wärme, Bewegung, Nervenimpulse, unser Denken und Fühlen als auch um materialisierte Energie.

Chinesische Medizinwerke sprechen von einer Qi-Versammlung. Ist diese Versammlung in Balance, ist alles gut. Bezogen auf einen Menschen bringt eine ausgewogene Mischung verschiedener Qi-Arten Gesundheit. Seine Emotionen sind ausgewogen, seine Denkprozesse harmonisch und positiv, er fühlt sich glücklich und zufrieden.

Eine weniger harmonische Mischung bewirkt logischerweise das Gegenteil. Je nachdem, in welchem Element die größte Disharmonie besteht, zeigt sich das in dem ihm zugeordneten Bereich. Ist beispielsweise das Holz-Element betroffen, dessen zugeordnete Emotion Wut ist, hat man es möglicherweise mit einem Choleriker zu tun. Ist das Erd-Element unausgeglichen, kann dies dazu führen, dass die betroffene Person sich ständig Sorgen macht und sich mit ihren ängstlichen Gedanken ständig im Kreis dreht, obwohl es eigentlich keinen Grund dafür gibt. Die ständigen Sorgen können auf den Magen schlagen, der dem Erde-Element als Organ zugeordnet ist. Magenschmerzen, Übelkeit und andere Symptome können die Folge sein, je nachdem, welche Art von Ungleichgewicht im Erde-Element herrscht.

Das Qi fließt kontinuierlich und wandelt sich ständig. Es hat keinen Anfang und kein Ende. Es fließt einfach. Die verschiedenen Transformationen des Qi in der chinesischen Philosophie mit all seinen Erscheinungsformen und Aspekten kommen in dem Konzept des Yin & Yang zum Ausdruck. Dieses Konzept verwenden die chinesischen Philosophen zur Einordnung und Erklärung des Qi und seiner Auswirkungen.

Beim Lebewesen verläuft der Fluss des Qi in bestimmten Energiebahnen, den Meridianen. Ärzte und Therapeuten der Chinesischen Medizin sind in der Lage, den Energiefluss zu spüren und Disharmonien im Verlauf der Meridiane zu diagnostizieren. Ein Meridianbereich kann sich leer oder voll anfühlen und mithilfe bestimmter Therapien und über die Ernährung kann eine Blockierung so aufgelöst werden, dass das Qi wieder in den leeren Bereich zurückfließt und so das Yin & Yang ausgleicht.

Die Meridiane

Nach der Lehre der Traditionellen Chinesischen Medizin sind Meridiane unsichtbare Energiebahnen, die durch den Körper laufen. Die TCM geht davon aus, dass unsere Lebensenergie, das Qi, entlang dieser Meridiane fließt.

Ist die Energie ausgeglichen und kann reibungslos fließen, sind wir gesund. Gibt es Blockierungen oder Schwächen innerhalb eines oder mehrerer Meridiane, zeigt sich dieses Ungleichgewicht anhand von Symptomen und Krankheiten. Eine dem energetischen Zustand angemessene Umstellung der Ernährung kann den Fluss der Lebensenergie positiv beeinflussen.

Die Philosophie von Ying & Yang

Die Begriffe Yin & Yang stehen für Manifestationen und Eigenschaften von Qi, die relativ entgegengesetzt sind. Man könnte auch von zwei komplementären Paaren sprechen. Wenn Yin für kalt steht, ist Yang warm. Ist Yin materiell, ist Yang immateriell.

Yin umfasst Begriffe wie fest, feucht, kühl, passiv, dunkel und ruhig.

Yang bezieht sich auf Begriffe wie hohl, heiß, trocken, wärmend, hell, aktiv und aggressiv.

Allerdings kann aus Sicht der chinesischen Philosophie jeder Begriff und jede Sache nur im Vergleich zu etwas anderem verstanden werden. Für sich allein genommen ist alles relativ. Beispielsweise kann ein Gemüse als yin gelten und ein anderes als yang. Vergleicht man nun aber verschiedene Yin-Gemüse untereinander, gibt es innerhalb dieser Gruppe Sorten, die mehr yin oder mehr yang sind als andere. Dasselbe gilt für die Yang-Gemüse. Nur in Bezug verschiedener Aspekte aufeinander kann eine Aussage zu den Energien verstanden werden. Das ist die Grundidee der Begriffe Yin und Yang.

Energien verändern sich ständig, während sie dahinfließen. Das Qi verwandelt sich immer neu auf seinem Weg. Das gilt sowohl für Yin als auch für Yang. Beide passen sich während dieser Transformationen einander an. Sind die Energien miteinander im Gleichklang, herrschen Gesundheit und Wohlbefinden. Ist dies nicht der Fall, entstehen Krankheit und Leiden.

Um zu vermeiden, dass aufgrund der sich ständig verändernden Dynamik von Yin und Yang in uns und um uns herum unsere innere Harmonie ins Wanken kommt, müssen wir rechtzeitig auf diese Veränderungen reagieren. Wir müssen uns den Veränderungen entsprechend anpassen. Doch die meisten Menschen mögen keine Veränderungen. Oft ignorieren sie diese so lange, bis es zu Disharmonie und Krankheit kommt. Dabei wäre es so einfach gewesen, rechtzeitig zu reagieren.

Glücklicherweise gibt es eine gute Nachricht: Dieser Prozess kann durch geeignete Methoden der Traditionellen Chinesischen Medizin umgekehrt werden. Wenn alles Wandel ist, können wir auf diesem Wege auch wieder zurückkehren zur Gesundheit. Einer dieser Wege ist es, seine Ernährung den Richtlinien der TCM anzupassen.

Wie stelle ich das Gleichgewicht zwischen Yin und Yang wieder her?

In der TCM sagt man, dass es bei jedem Mensch und in jedem Bereich seines Körpers einen Punkt gibt, an dem das Yin & Yang perfekt ausgeglichen ist. Erreicht er diesen Zustand, ist der Mensch gesund. Ärzte der TCM sind in der Lage, mithilfe bestimmter Techniken die verschiedenen Qi-Anteile im Körper an diesen Punkt zu bringen. Dabei spielen chinesische Kräuter in Form von Tees und Medikamenten eine wichtige Rolle. Ebenso wesentlich wichtig ist neben den verschiedenen Körpertherapien die richtige Ernährung, um die entstandene Disharmonie zu beheben.

Das Yin und Yang in der chinesischen Küche

Chinesische Köche nutzen die gegensätzlichen Kräfte von Yin und Yang, indem sie die Zutaten, Schneidemethoden und Kocharten für ein Menü so aufeinander abstimmen, dass nicht nur die einzelnen Gerichte perfekt ausgeglichen sind, sondern dass sie ein Menü ergeben, indem alle Energien harmonisch miteinander schwingen. Dabei nutzen sie die „heißen“ und „kalten“ Qualitäten des Essens, statt von Yin und Yang zu sprechen.