7 Erkenntnisse für glückliche Mütter - Marlen Lange - E-Book

7 Erkenntnisse für glückliche Mütter E-Book

Marlen Lange

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Beschreibung

Sehnen wir uns nicht alle nach Glück? Was macht mich zu einer glücklichen Mutter? Wie kann ich dieses Glück leben und es an meine Kinder weitergeben? Hier geht es um sieben persönliche Erkenntnisse, die mein Leben bereichern und immer wieder den Einen in den Fokus stellen, der mich und dich in seiner unendlichen Liebe geschaffen hat. Gott ist es, der mein Glück definiert. Diese Erkenntnisse werden verdeutlicht durch persönliche Erlebnisse, Erfahrungen und Geschichten aus meinem Familienalltag.

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Seitenzahl: 114

Veröffentlichungsjahr: 2023

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Inhalt

Prolog

Glück - was ist das?

Als Gottes Ebenbild geschaffen

Jesus - das Brot des Lebens

1.

DEN VATER KENNEN

1.1 Mein Weg zum Vater und ein neues Leben

1.2 Der vollkommene Vater

1.3 Lebensbeichte; das eigene Herz aufräumen

1.4 Negative Prägungen und Lügen entlarven

2.

BEDINGUNGSLOSE LIEBE UND GEBET

2.1 Und ich liebe dich trotzdem

2.2 Bedingungslose Liebe bedeutet, lieben ohne Bedingung

2.3 Was mein ist, ist auch dein

2.4 Beten ohne Unterlass

3.

DIE EINZIGARTIGKEIT ERKENNEN UND NICHT VERGLEICHEN

3.1 Ungeteilte Aufmerksamkeit

3.2 Stärken und Schwächen

4.

WORTE HABEN MACHT

4.1 Sprich das Gute in deine Kinder hinein

4.2 Sprich gut über dich und andere

4.3 Dankbarkeit in allem

5.

EHRLICH WÄHRT AM LÄNGSTEN

5.1 Folgen der Lüge

5.2 Das achte Gebot

6.

GESUNDE STRUKTUREN

6.1 Müde bin ich, geh zur Ruh

6.2 Gemeinsame Mahlzeiten

6.3 Zusammen sind wir stark - Familienzeiten

6.4 Das traue ich dir zu! Verantwortung tragen - Hilfe im Haushalt

7.

UND JETZT KOMMST DU

7.1 Deine Berufung erkennen

7.2 Was dich glücklich macht

7.3 Den Feiertag heiligen

Was die Bibel über Väter sagt

Fazit

Gebet

Danke

Prolog

„Omi, Omi…..Omiiii,“ ruft Sophie laut. „Schau mal, wie hoch ich springen kann!“ Ich drehe mich mit meiner laufenden Handykamera zum Trampolin um und filme Mae und Sophie, die übermütig und vor Freude quietschend springen und hüpfen. Die kleine Luisa steht am Gartenzaun und schaut unserer Nachbarin interessiert zu, die ihre Blumenbeete inspiziert. Es ist ein ganz normaler Sonntagnachmittag, den wir als Großfamilie mit Kindern, Schwiegerkindern und Enkeln nach dem Gottesdienst mit gemeinsamem Essen, Spielen und Austausch ausgiebig feiern. Die „Großen“, sprich die Erwachsenen, haben das lange Springseil entdeckt und Theresa schreit: „Teddybär, Teddybär, dreh dich um!“ Währenddessen läuft ihr Mann Flinn in das kreisende Seil, welches von Jona und Svea gedreht wird, und springt. Auch die beiden anderen Schwiegersöhne versuchen sich. Noah findet währenddessen das zweite Seil und wir gehen über zum Double Dutch, was etwas anspruchsvoller ist. Double Dutch ist ein Spiel, bei dem zwei lange Springseile, die sich in entgegengesetzte Richtungen drehen, von einem oder mehreren Spielern gleichzeitig gesprungen werden.

Als alle wieder nach Hause gehen und ich auf den Terrassentisch schaue, der noch voller Geschirr, Kuchenreste, Eispapier und Malzettel mit Stiften ist, verspüre ich es - ein großes Glück und viel Dankbarkeit.

Dies ist nur ein kleiner Einblick in mein Leben als glückliche Mutter; eine Momentaufnahme, herausgepickt aus vielen Jahren, in denen wir Familie und Großfamilie leben. In dieser Zeit habe ich einiges erkannt und umgesetzt, ausprobiert und wieder verworfen, versucht und für hilfreich befunden. Das Gute gebe ich gern an meine Kinder, Enkelkinder und auch an dich als Leserin weiter. Es sind sieben persönliche Erkenntnisse, die mein Leben bereichern und immer wieder den Einen in den Fokus stellen, der mich und dich in seiner unendlichen Liebe geschaffen hat. Er ist es, der mein Glück definiert.

Um diese sieben Erkenntnisse soll es also in diesem Buch gehen. Sie werden verdeutlicht durch persönliche Erlebnisse, Erfahrungen und Geschichten aus unserem Familienalltag. Doch zuerst möchte ich mit einer Definition von Glück beginnen und auf die biblische Grundlage unseres Menschseins, dass wir als Gottes Ebenbild geschaffen sind, eingehen.

„Ich aber darf dir immer nahe

sein, das ist mein ganzes Glück!

Dir vertraue ich, HERR, mein Gott;

von deinen großen Taten will ich

allen erzählen.“

Psalm 73,28

Glück - was ist das?

Ist es möglich, in jeder Lebenslage glücklich zu sein? Sucht man nach einer Definition von Glück, so findet man zum Beispiel die folgende im Internet unter Wikipedia: „Glück schließt momentane oder auch anhaltende positive Empfindungen ein, die von stiller bis zu überschwänglicher Art sein können. Glücklich kann man einen Menschen nennen, dem es anhaltend gut geht, weil sein Leben viel von dem enthält, was er für wichtig hält.“

Der Philosoph Aristoteles hat es einmal folgender Maßen ausgelegt: „Das Ziel jeder menschlichen Handlung ist das Glück. Es ist das, was nicht als Mittel zu etwas anderem, sondern als Zweck an sich selbst angestrebt wird. Deshalb ist Glück das einzige, worüber hinaus nichts anderes mehr gewünscht werden kann. Wer glücklich ist, dem fehlt nichts - auch wenn er noch nicht alles hat. Der Mensch würde ein glückliches Leben ohne Reichtum immer einem wohlhabenden, aber unglücklichen Leben vorziehen.“

Es macht mich sehr glücklich, meine Familie um mich zu haben, mit meinem Mann Sunny Hand in Hand am Strand in Dänemark spazieren zu gehen und über Gott und die Welt zu reden, meine Enkelkinder aufwachsen zu sehen, kostbare Zeit mit ihnen zu verbringen und wöchentlich mit meiner lieben Mutti an ihrem Küchentisch zu sitzen und Erlebtes auszutauschen. Ich spüre ein großes Glück, wenn ich mit dem Fahrrad zur Arbeit oder zum Schwimmen fahre, wenn ich den Haushalt geschafft habe und die Bügelwäsche sauber im Schrank liegt, wenn ich beim Wandern die Natur betrachte, den Sternenhimmel bestaune und den zwitschernden Vögeln lausche.

Und doch weiß ich: da gibt es etwas - da gibt es jemanden, der mein Glück erst vollkommen machen kann. Es ist mein himmlischer Vater, der mich sieht und liebt, der mich in seiner Liebe geschaffen hat.

Der Mensch jagt täglich dem großen Glück nach und ist immer auf der Flucht vor Enttäuschung, Schmerz und Frust. Und doch spürt er ganz tief in seinem Inneren eine Leere, ein Loch, das auch irdisches Glück und Freude nicht füllen können. Diese Leere erinnert uns daran, dass das große Glück des Lebens etwas mit Gott zu tun hat.

„Du zeigst mir den Weg, der zum

Leben führt. Du beschenkst mich

mit Freude, denn du bist bei mir;

aus deiner Hand empfange ich

unendliches Glück.“

Psalm 16,11

Als Gottes Ebenbild geschaffen

„So schuf Gott die Menschen nach seinem Bild, als Gottes Ebenbild schuf er sie und schuf sie als Mann und Frau.“ 1. Mose 1,27

Wir sind nach Gottes Ebenbild geschaffen und nichts kann uns so sehr ausfüllen wie die Gemeinschaft mit ihm. Wir sind seine Kinder und Kinder sehnen sich immer nach der Gemeinschaft mit Mutter und Vater. Das ist ein Teil unseres Seins. Wir sind dazu bestimmt, Gottes Nähe zu erfahren und zu erleben - Tag für Tag. Wir sind von Gott als sogenannte „Hohlwesen“ geschaffen. Er selbst hat eine Leere in unser Herz gelegt, die nur er selbst füllen kann. In jedem Menschen ist eine große, tiefe Sehnsucht nach Gott angelegt; er sehnt sich nach seiner Herkunft als dem Ebenbild Gottes. Und wenn der Mensch erlebt, dass er von seinem Schöpfer geliebt und gehalten ist, stellt sich ein tiefes Lebensglück ein.

Ich möchte es einmal an dem Beispiel der kleinen Anna beschreiben. Sie lebt mit ihrem jüngeren Bruder Jeppe bei liebevollen Pflegeeltern. Vor einigen Monaten wurde ihr zweiter Bruder Tim geboren, der bei der leiblichen Mutter bleibt. Anna bekundet oft auf ihre kindliche Art und Weise, dass sie Tim sehr vermisst, obwohl sie ihn noch nie gesehen hat. Aber sie weiß intuitiv, dass er zu ihrem Leben gehört und etwas mit ihrer Herkunft zu tun hat. So spürt jeder Mensch, bewusst oder unbewusst, eine Sehnsucht nach seiner Herkunft - nach seinem Schöpfer.

Der Mathematiker Blaise Pascal (1623 - 1662) philosophiert: „In jedem Menschen ist ein Abgrund, den kann man nur mit Gott füllen.“

Warum fühlen wir uns zum Beispiel in der Natur dem Schöpfer besonders nah? In der Natur können wir neue Kräfte sammeln und wunderbar auftanken. Es ist unumstritten, dass Gott sich uns in der Natur zeigt. Er hat sie zu unserer Freude geschaffen.

In der Bibel heißt es im Römerbrief 1,20: „Gott ist zwar unsichtbar, doch an seinen Werken, der Schöpfung, haben die Menschen seit jeher seine ewige Macht und göttliche Majestät sehen und erfahren können.“

„Von den Tieren draussen kannst du vieles lernen, schau dir doch die Vögel an! Frag nur die Erde und die Fische im Meer; hör, was sie dir sagen! Wer von diesen allen wüsste nicht, dass der Herr sie mit seiner Hand geschaffen hat?“ So steht es im Buch Hiob 12,7-9.

„Der Himmel verkündet Gottes Hoheit und Macht, das Firmament bezeugt seine großen Schöpfungstaten. Ein Tag erzählt dem nächsten davon, und eine Nacht sagt es der anderen weiter. Dies alles geschieht ohne Worte, ohne einen vernehmlichen Laut. Doch auf der ganzen Erde hört man diese Botschaft, sie erreicht noch die fernsten Länder. Der Sonne hat Gott am Himmel ein Zelt aufgeschlagen.“

Psalm 19,2-5

Hier schreibt David, dass die Natur ihren Schöpfer kennt. Die Schöpfung ist im Gegensatz zu uns Menschen ohne einen freien Willen geschaffen. Sie weiß einfach um ihren Schöpfer.

„Lobt den Herrn auf der Erde! Lobt ihn, ihr gewaltigen Seetiere und alle Meerestiefen! Lobt ihn, Blitze, Hagel, Schnee und Nebel, du Sturmwind, der du Gottes Befehle ausführst! Lobt ihn, ihr Berge und Hügel, ihr Obstbäume und Zedern! Lobt ihn, ihr wilden und zahmen Tiere, ihr Vögel und alles Gewürm!“ Psalm 148,7-10

So möchte ich behaupten, dass ich das Glück, welches ich beschreibe: Familie, Natur, das Leben… nur als nachhaltiges Glück empfinden kann, wenn Gott diese Leere in meinem Herzen ausfüllt und ich, so wie seine Schöpfung, in dieses Lob mit einstimmen kann.

Mit diesem Glück im Herzen kann ein Mensch sogar in widrigen Umständen glücklich sein. Natürlich wollen wir solche Situationen umgehen und versuchen jedem Schmerz auszuweichen. Schwierige und leidvolle Zeiten kommen nicht von Gott, aber er wird sie nutzen, damit unser Glaube wächst und stabiler wird. Manchmal lässt er unangenehme Dinge in unserem Leben zu, weil er weiß, dass so das Beste in uns zum Vorschein kommen wird. Diese Prüfungen, die er zulässt, machen uns abhängig von Gott und lassen unseren Glauben wachsen, sind eine Charakterschule, machen uns demütig und lassen uns geduldiger werden. Sie geben sogar Gott die Ehre, wenn Menschen in unserem Umfeld erkennen, wie treu er ist, indem er uns durch diese schweren Zeiten hindurch trägt.

„Fürchte dich nicht, ich stehe dir bei! Hab keine Angst, ich bin dein Gott! Ich mache dich stark, ich helfe dir, ich schütze dich mit meiner siegreichen Hand!“ Jesaja 41,10

Wie wohltuend ist die Gewissheit, dass Jesus mit uns durch die schweren Zeiten geht und wir am Ende stärker sein werden als je zuvor. Diese Gewissheit ist ein großer Trost und kann uns auch in widrigen Umständen glücklich sein lassen.

„Schließlich betrachtete Gott

alles, was er geschaffen hatte,

und es war sehr gut!

Es wurde Abend

und wieder Morgen:

Der sechste Tag war vergangen.“

1. Mose 1,31

Jesus - das Brot des Lebens

Jesus sagt von sich selbst im Johannes Evangelium 6,35: „Ich bin das Brot des Lebens“. Er sagt mit anderen Worten: Ich bin der, nach dem sich euer Herz sehnt. Ich stille euren Hunger nach Liebe, nach einem sinnerfüllten Leben, nach dem, was wirklich zählt und Bestand hat, nach Glück. Im Altgriechischen - der Sprache, in der das Neue Testament geschrieben wurde - finden wir zwei Worte für Leben: „Bios“ und „Zoe“. Wenn Jesus sagt: „Ich bin das Leben“, dann steht dort das Wort „Zoe“. Jesus redet nicht von dem biologischen Leben „Bios“, sondern von dem Leben in einem übernatürlichen Sinne: Leben, das Gott selber ist, das nicht von Tod begrenzt ist; Leben, das bestimmt ist von Vollkommenheit und Ewigkeit. Es geht hier nicht um das Leben, das geboren wird und stirbt, sondern um das Leben, das erfüllt ist von Sinn und Glück. „Zoe“ ist ein Begriff, der etwas über das Gelingen von Leben aussagt. „Zoe“, das ist das Leben, nach dem wir uns sehnen, der Inbegriff unserer Träume von grenzenloser Freiheit und überwältigender Vollkommenheit.

So möchte ich dieses Buch mit dem, für mich, wichtigsten Kapitel beginnen: „Den Vater kennen“, denn ohne Gott, den Vater, zu kennen - so möchte ich behaupten - wird eine Mutter kein vollkommenes Glück finden. Noch dazu ist unser himmlischer Vater auch der vollkommene Vater. Nach seinem Beispiel dürfen wir unsere Kinder erziehen.

Ihnen, diesen wunderbaren Geschöpfen, die uns anvertraut sind, möchte ich dieses Buch widmen, denn sie sind dazu bestimmt und geschaffen, um glücklich zu sein. Und ich widme es ebenso ihren Müttern, die davon träumen, Mütter zu sein - seien es leibliche oder geistliche - die glückliche Kinder erziehen, welche von ganzem Herzen Gott lieben und ihm folgen. Dies ist möglich, auch wenn wir in einer Welt voller Mühen, Verpflichtungen, Ablenkungen, Versuchungen und einem meist reich gefüllten Terminkalender leben.

Meinem ersten Buch habe ich bewusst den Untertitel „Geliebt, um zu lieben“ gegeben. Dort geht es darum, dass ich mich umgeben weiß von meiner Familie, die mich sehr liebt, für mich betet und mich positiv prägt. So kann ich diese Liebe an meine Kinder und mein Umfeld weitergeben. Auch dieses Buch trägt den Untertitel „Geliebt, um zu lieben“, doch zeigt er hier eine andere Facette: Gott liebt mich und in diesem Wissen, in diesem Glück, kann ich meine Kinder lieben und erziehen.

Es beginnt also alles in meinem Herzen, im Herzen einer Mutter. Das Herz ist im bildlichen Sinne die Quelle unseres persönlichen Lebens. König Salomo schreibt in Sprüche 4,23: „Mehr als alles andere behüte dein Herz, denn von ihm geht das Leben aus.“ Das Leben beginnt in unserem Inneren und wirkt von dort nach außen. Die Mutter, die sich danach ausstreckt, eine Mutter nach dem Herzen Gottes zu sein, erfährt Glück. Das macht sie zu einer glücklichen Mutter. Und glückliche Kinder haben glückliche Mütter.

Ich frage meine zehnjährige Enkelin Mae, ob sie glücklich ist - ja, das ist sie - und wie die perfekte Mutter ihrer Ansicht nach sein sollte. Ihre Antwort lautet folgender Maßen: „Also sie sollte auf jeden Fall liebevoll zu ihren Kindern und zu ihrem Mann sein. Im Streit sollte sie ruhig bleiben. Gemeinsame Mahlzeiten sind wichtig und Mama soll immer da sein.“ Das macht sie als Tochter glücklich.