99 Möbel-Hacks - Monica Karlstein - E-Book

99 Möbel-Hacks E-Book

Monica Karlstein

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13,99 €

Beschreibung

Pimp your home

Verschönere deine Möbel: Die Innenarchitektin, Journalistin und Bloggerin Monica Karlstein ist für ihre außergewöhnlichen DIY-Ideen bekannt und veröffentlicht in diesem Buch ihre 99 schönsten Anleitungen. Die typischen Kommoden, Schränke oder Regale aus dem schwedischen Möbelhaus sind nach dem Upcycling nicht mehr wiederzuerkennen und verwandeln sich in einzigartige Designstücke. Aus einem einfachen Beistelltisch wird eine edle Sitzbank, eine Holzkommode wird mit Hilfe von Wiener Geflecht zum absoluten Trend-Piece und aus einem Hocker wird eine Elefantenrutsche fürs Kinderzimmer.
Geordnet sind die Projekte nach drei Schwierigkeitsstufen: einfach, mittel und schwer für Fortgeschrittene. Bei jedem Projekt helfen übersichtliche Listen mit dem benötigten Material und zu kniffligeren Handgriffen gibt es Schritt-für-Schritt-Anleitungen mit detaillierten Fotos.
Ein wunderbar praktisches und inspirierendes Buch für alle, die ihr Zuhause kreativ verschönern möchten!

Das E-Book können Sie in Legimi-Apps oder einer beliebigen App lesen, die das folgende Format unterstützen:

EPUB
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Seitenzahl: 81

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Monica Karlstein

99 Möbel-Hacks

Upcycling für deine Lieblingsstücke

© der deutschsprachigen Ausgabe 2021 by Südwest Verlag, einem Unternehmen der Penguin Random House Verlagsgruppe GmbH, Neumarkter Straße 28, 81673 München.

Die Originalausgabe erschien 2019 unter dem Titel »99 Hacks« bei Norstedts, Schweden. Veröffentlicht nach Vereinbarung mit der Norstedts Agency.

Text © Monica Karlstein

Fotos © Anna Kubel

Angelika Söderberg 1, 2, 3, 4, 5, Schritt-für-Schritt-Bilder 6

Patrik Johansson/Söderberg Agentur 7, 8

Monica Karlstein 9, 10, 11, 12-14

Henrik Nero 15, 16-19

Alle Produktfotos von Ikea

Hinweise

Alle Rechte vorbehalten. Vollständige oder auszugsweise Reproduktion, gleich welcher Form (Fotokopie, Mikrofilm, elektronische Datenverarbeitung oder durch andere Verfahren), Vervielfältigung, Weitergabe von Vervielfältigungen nur mit schriftlicher Genehmigung des Verlages.

Das vorliegende Buch ist sorgfältig erarbeitet worden. Dennoch erfolgen alle Angaben ohne Gewähr. Weder Autorin noch Verlag können für eventuelle Nachteile oder Schäden, die aus den im Buch gegebenen Hinweisen resultieren, eine Haftung übernehmen.

Der Inhalt dieses E-Books ist urheberrechtlich geschützt und enthält technische Sicherungsmaßnahmen gegen unbefugte Nutzung. Die Entfernung dieser Sicherung sowie die Nutzung durch unbefugte Verarbeitung, Vervielfältigung, Verbreitung oder öffentliche Zugänglichmachung, insbesondere in elektronischer Form, ist untersagt und kann straf- und zivilrechtliche Sanktionen nach sich ziehen.

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Projektleitung: Eva Wagner

Übersetzung: Melanie Schirdewahn, Köln

Redaktion: trans texas publishing services GmbH, Köln

Layout und Umschlag: Vera Schlachter, Veruschkamia Grafik & Illustration

Satz: Satzwerk Huber, Germering

ISBN 978-3-641-26608-0V001

Inhalt

VORWORT

JEDER KANN HACKEN

Wo finde ich Inspiration?

Welche Möbel sind »hackbar«?

Was sollte man bedenken?

Welche Materialien sind gut für Hacks geeignet?

Welche Werkzeuge und Utensilien braucht man?

FLUR

KÜCHE

SCHLAFZIMMER

KINDERZIMMER

WOHNZIMMER

BEZUGSQUELLEN

REGISTER

Vorwort

Wenn meine Mutter am Morgen ankündigte, dass sie abends mit mir zu Ikea fahren wollte, habe ich dem den ganzen Tag entgegengefiebert. Mein Bruder und ich hatten jeweils unser eigenes Ivar-Regal im Kinderzimmer, das nach meinen unzähligen Umgestaltungen unter diversen Farb- und Stoffschichten irgendwann kaum noch zu erkennen war. Deshalb war ich überglücklich, als ich als Teenagerin zwei Billy-Bücherregale zu Weihnachten geschenkt bekam – nun konnte ich damit mein Zimmer wöchentlich umstellen und neue kleine Arrangements schaffen. Ganz oben auf meiner Wunschliste standen neben Malstiften darum immer auch Möbel. In der Woche, wenn bei uns der neue Ikea-Katalog verteilt wurde, klebte ich regelrecht am Küchenfenster und wartete sehnsüchtig auf den Postboten. Eins meiner absoluten Geschenke-Highlights war das Ikea-Bett Gutt mit Chrom-Kopfteil, das ich zu meinem zehnten Geburtstag bekam. Ich war begeistert von der glänzenden Oberfläche, doch die Freude währte nicht lang. Weil ich mir nämlich beim Umdrehen im Bett immer wieder den Kopf an den harten Stahlrohren stieß, wachte ich nachts ständig auf. Da habe ich mir kurzerhand ein extralanges Kissen genäht und um das Kopfteil gewickelt. Besonders schön sah das zwar nicht aus, aber immerhin konnte ich wieder gut schlafen.

My home is my castle. Ich bin wahnsinnig gern zu Hause und umgebe mich mit schönen Dingen. Allerdings verwende ich mein Geld lieber für Aktivitäten mit Freunden und der Familie als für die Einrichtung. Deshalb stehen bei mir auch keine teuren Designermöbel oder -gegenstände, sondern fast nur selbst gebaute Möbel, Flohmarktfunde oder Massenware von Ikea, der ich meine persönliche Note verliehen habe.

Möbel-Hacks sind für mich aber nicht nur eine Möglichkeit, um Geld zu sparen und die Umwelt zu schonen. Ich tue mir damit auch selbst einen Gefallen. Ich bin nämlich davon überzeugt, dass wir Menschen dazu gemacht sind, mit unseren Händen zu arbeiten. Das gibt uns ein gutes Gefühl, und wir sind stolz auf die Dinge, die wir selbst geschaffen haben. Gerade in unserer schnelllebigen Welt, in der man das Gefühl hat, immer weniger Zeit für sich selbst zu haben, tut es gut, zur Abwechslung mal nicht auf die Computertastatur, sondern auf eine Holzplatte einzuhämmern. Wenn beim Heimwerken unsere Hände regelrecht mit dem Pinsel oder der Schleifmaschine verschmelzen, ist das eine willkommene Pause vom Alltagstrubel, eine Art Atempause für die Seele, die wir alle so nötig brauchen.

Ich hoffe, dieses Buch wird dich dazu inspirieren, mit dir selbst, der Natur und deinem Geldbeutel ein wenig nachhaltiger umzugehen – und gleichzeitig zusammen mit deinen Liebsten ein wunderschönes Zuhause zu genießen. Willkommen in meiner Welt voller Slow Creativity!

Jeder kann hacken!

Wir Schweden saugen Ikea quasi mit der Muttermilch auf. Viele von uns lieben es, samstags zu Ikea zu fahren, kofferraumfreundliche Pakete ins Auto zu laden und die Einrichtung gründlich umzumodeln. Bei uns hat fast jeder mindestens ein Ikea-Teil zu Hause – und ihr Deutschen bestimmt auch, oder? Ich hatte das Glück, meine Ikea-Begeisterung sogar zum Beruf machen zu können, indem ich als Innenausstatterin für private und gewerbliche Auftraggeber arbeite und auf meinem Blog hemmafixbloggen.se sowie in Artikeln für Einrichtungsmagazine und Zeitungen wie auch in Fernsehsendungen über meine Leidenschaft berichte.

Meine Begeisterung für DIY und Hacks entstand aber nicht nur aufgrund eines schmalen Geldbeutels – auch Nachhaltigkeit spielt für mich eine große Rolle. Warum etwas Neues kaufen, wenn man auch Bestehendes aufmöbeln oder umfunktionieren kann? Warum die Umwelt durch unsere Wegwerfmentalität noch mehr beuteln? Mit Möbel-Hacks kann ich massenproduzierte Möbel, die ich bereits zu Hause habe, nach meinen Vorlieben und Bedürfnissen umgestalten und ihnen dadurch ein neues Leben einhauchen. »I’m making fast furniture into slow craft«, habe ich einmal zu einem englischsprachigen Freund gesagt. Damit meinte ich, dass ich schnell produzierte Massenware mit meinen eigenen Händen und ganz in Ruhe in ein neues, individuelles Möbelstück verwandele.

Hacking mit Ikea-Möbeln ist inzwischen eine weltweite Bewegung. So wimmelt es auf Pinterest von Fotos, auf denen Menschen ihre gehackten Möbel zeigen, beim Googeln von »Ikea hack« wurden mir ganze 218 Millionen Einträge angezeigt, und auf meinem Blog geht die Besucherzahl jedes Mal unter die Decke, wenn ich einen neuen Hack vorstelle. Für Anfänger sind übrigens der massenproduzierte Ivar-Stuhl und die Rast-Kommode perfekt, um die Kreativität in Schwung zu bringen und die innere Zufriedenheit zu steigern.

In diesem Buch präsentiere ich 99 Möbel-Hacks für die meistgenutzten Räume in unserem Zuhause, wobei es mir aber hauptsächlich darum ging, die Hacks in einen inspirierenden Zusammenhang zu setzen. Der Vedbo-Sessel im Schlafzimmer-Kapitel (Hier) ist natürlich genauso gut fürs Wohnzimmer geeignet, und mit den Polster- und Lederkissen für den Poäng-Sessel (Hier) kann man auch jeden anderen Sessel ausstaffieren. Ich arbeite nach dem Prinzip, dass die meisten meiner Projekte für jedes Möbelstück anwendbar sind – nicht nur für Ikea-Möbel. Denn jedes Möbelstück ist »hackbar«!

Die meisten meiner Hacks haben Möbel und Einrichtungsgegenstände von Ikea als Grundlage. Einige davon sind echte Klassiker, die Ikea zwar nicht mehr im Sortiment hat, die aber oft im Internet oder in Gebrauchtmöbelläden erhältlich sind.

Ich hoffe, du findest in meinem Buch reichlich Inspiration und kreativen Input, um frischen Wind in dein Zuhause zu pusten. Also, los geht’s!

WO FINDET MAN INSPIRATION?

Immer wieder werde ich gefragt: »Woher nimmst du nur all deine Ideen?« Wer glaubt, dass ich meine Inspiration auf den vielen von mir besuchten Einrichtungsmessen und Design-Launches finde, liegt allerdings vollkommen falsch. Meist bekommt meine Fantasie Flügel, wenn ich möglichst weit weg von meiner Branche bin und alles um mich herum auf Standby geschaltet ist. Dann sprudeln die Ideen nur so. Ich brauche einfach Ruhe und muss entschleunigen, bevor mein Kreativitätsmotor anspringt.

Einmal habe ich ein Bündel rostigen Stacheldraht im Wald gefunden, der mich sehr inspirierte und den ich später in eine Deckenlampe verwandelt habe. Die Fassade eines Gebäudes in einer kleinen Gasse in Katar gab mir die Inspiration zu einem meiner allerbesten Hacks, und beim Kartenspielen auf unserer Sommerhaustreppe fiel mir plötzlich ein, wie ich meine damalige Dreizimmerwohnung in eine Vierzimmerwohnung verwandeln könnte.

Natürlich hat man nicht immer gleich eine konkrete Idee im Kopf, manchmal speichert man auch irgendein Bild ab, das im Lauf der Jahre immer mehr Form annimmt und sich dann irgendwann zu einem genialen Hack entwickelt. Hier habe ich ein paar Orte aufgelistet, an denen ich die besten Inspirationen finde.

Im Sommerhaus

An diesem Ort kann ich herunterkommen und entschleunigen. Dort verbringen wir die Sommerferien, trinken Kaffee auf der Treppe hinter dem Haus und spielen tagelang das gleiche Kartenspiel. Es ist, als würde mein Gehirn dort eine Pause einlegen. Wenn dieses Nichtstun lange genug anhält, legt sich in meinem Kopf ein Schalter um und ich bin wieder empfangsbereit für neue Eindrücke. Eine abgeblätterte Tapete oder die Struktur alter Dachziegel fangen dann plötzlich meine Aufmerksamkeit und inspirieren mich zu neuen Hacks.

In der Natur

Eine Freundin sagte einmal, dass die Linie zwischen Himmel und Meer – der Horizont – existiert, damit wir dort unseren Blick verweilen lassen können. Und tatsächlich kommt mein Inneres an dieser Linie zur Ruhe, und mein Schöpfergeist erwacht. Mit der Idee zu diesem Buch ging ich mehrere Jahre lang schwanger, doch den Großteil der Hacks dachte ich mir innerhalb von drei Tagen auf der Insel Bassholmen an der schwedischen Westküste aus. Ich war zum ersten Mal seit der Geburt meines Sohnes ganz alleine unterwegs, und an diesem magischen Ort in der Natur füllte sich mein Notizbuch wie von selbst mit neuen Ideen. Nach Hause zurückgekehrt, hatte ich alle Teile für mein Buch – ich musste sie nur noch zusammenbauen.

Unterwegs