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Zusammenfassung von Wissenswertem zum Thema Ernährung. Aufzählung der Nährstoffe, Vergleich der Körpertypen, eine Übersicht der gängigsten Ernährungsweisen, sowie ein Kapitel zum Thema Abnehmen in Verbindung mit Sport und Bewegung.
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Seitenzahl: 63
Veröffentlichungsjahr: 2023
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Impressum:
My-lifestyler
Anemone Dähn
Hammerstr. 8
79540 Lörrach
www.my-lifestyler.de
Geboren im Dreiländereck Deutschland, Schweiz und Frankreich, wuchs ich in einem kulinarisch geprägten Umfeld auf. Meine Großeltern und wir hatten riesige Gärten. Wir Kinder aßen die Kirschen vom Baum, die Beeren vom Strauch und die Erbsen beim Pflücken direkt aus der Schote. Das sind unvergleichliche Geschmackserlebnisse. Und nie wieder haben Obst und Gemüse so intensiv, frisch und nahrhaft geschmeckt! Meine Mutter konnte ausgezeichnet kochen. Sie war auch sehr experimentierfreudig. Eines schönen Tages kam sie mit einem Ayurveda Kochbuch, später auch mit Hildegard von Bingen. Beide Eltern sagten immer: ”Iss Obst und Gemüse, das ist gesund!” Oder, hauptsächlich im Winter, hieß es: ”Etwas Warmes braucht der Mensch!” Daran erinnere ich mich gerne. Und daher habe ich meinen ausgezeichneten Geschmack.
Mit meiner Ausbildung zur Restaurantfachfrau ging meine kulinarische Reise ungleich weiter. Ich kam in den Genuss vieler verschiedener Gerichte, je nach Arbeitsplatz oder eben selbst als Gast. Von der Haute Cuisine bis zu traditionellen und nationalen Gerichten. Ich liebe gutes Essen, weiß es entsprechend zu genießen und wertschätzen.
Mein Interesse wurde aber noch größer, nicht nur an der Zubereitung, sondern auch an den Zutaten, und vor allem was gute Zutaten ausmacht. Ich fing an mich explizit mit Nährstoffen zu beschäftigen, mit typgerechter Ernährung und sämtlichen derzeit bekannten anderen Ernährungsweisen. Hierzu möchte ich gerne aus dem Ayurveda zitieren:
Zitat: “Es gibt keine absolut guten oder schlechten Lebensmittel. Es gibt nur Lebensmittel, die besonders gut oder weniger gut für dich sind.”
So kam es denn auch zur weiteren Ausbildung als Ernährungsberater. Ich habe verschiedene Diäten probiert. Ich habe verschiedene Ernährungsweisen ausprobiert. Ich habe an mir selbst mit zusätzlichen Nährstoffen experimentiert. Ich habe mich diesem Thema nicht nur aus Sicht der körperlichen Ernährung angenähert, sondern habe auch die mentale Seite betrachtet. Und meine Erkenntnisse daraus möchte ich mit meinen Lesern teilen.
Dieses Buch ist eine Zusammenfassung über wichtiges und wissenswertes zum Thema Ernährung, nach dem aktuellen Stand. Es gibt auch ein Workbook für zu Hause. Wer sein Essverhalten kennen lernen will nutzt es als Unterstützung. Wer sein Essverhalten beobachtet, lernt sich selber besser kennen, verstehen und lieben. Das führt zu mehr Selbstbewusstsein, mehr innerer Stärke und langfristig auch zum heißersehnten Wohlfühl- und typgerechten Idealgewicht.
Und nun wünsche ich meinen Lesern viel Spaß mit diesem Buch,
Herzlichst eure
Anemone Dähn
Wasser und Lebensmittel sind der Sprit für unseren Körper. Denn sie enthalten die erforderlichen Nährstoffe, aus denen der Körper gebaut ist. Damit erhalten wir unsere Gesundheit. Gesundheit ist nicht nur die Abwesenheit von Krankheit. Sondern Gesundheit ist, wenn du dich pudelwohl in deiner Haut fühlst, neudeutsch im Flow bist. Gesundheit beinhaltet alle Körperfunktionen, egal ob sie unsere Aktivität verlangen oder automatisch ablaufen. Bei jeder Störung oder Krankheit ist unser Körper fähig sich zu regenerieren und selbst zu heilen. Sollte das aus irgendwelchen Gründen doch nicht funktionieren, kann er auch sehr gut kompensieren. Das bedeutet, er kann zum Beispiel mit nur einer Niere leben oder auch Sprache neu erlernen.
Durch das Graffiti des französischen Streetart-Künstlers Victor Ash im Berliner Ortsteil Kreuzberg, Berlin, kam ich auf folgenden Vergleich: Es zeigt einen Astronauten. Jetzt stell dir also vor, dein Körper ist dein Raumanzug, der es dir ermöglicht auf der Erde zu leben. Vergleichbar in diesen Tagen wäre die Besiedlung des Mars. Klar, unseren Körper ziehen wir nicht an oder aus. Wir werden damit geboren. Wir müssen ihn nur pflegen und ihm alles geben, was er braucht. So kann er funktionieren, wie ein Auto. Schon allein die Tatsache, dass er mit uns wächst, von den ersten Stammzellen bis zu 2 Metern oder mehr, ist doch phänomenal!
Essen ist aber nicht nur Nährstoffaufnahme, wie das Tanken des Autos. Wir werden in frühester und während der Kindheit mit Essen erzogen. Zum Beispiel: “Du isst, was auf den Tisch kommt.” “Solange du deine Füße unter meinen Tisch streckst.” “Iss deinen Teller leer.” “Wenn du brav bist, bekommst du ein Eis.” Mit diesen und anderen Aussagen werden wir angeleitet unser Hungergefühl und unser Satt sein zu unterdrücken. Wir lernen unsere Bedürfnisse zu missachten. Wir lernen essen als Belohnung kennen, und essen dann auch zum Trost oder aus Langeweile. In unserer leistungsorientierten Gesellschaft lernen wir hastig zu essen, unterwegs zu essen und nehmen immer häufiger Fast Food oder sogar Junk-Food in Kauf. Ausnahmen bestätigen Regel.
Hauptsächlich bei Übergewicht neigen wir eher dazu uns mit Ernährung zu beschäftigen. Das kann auch eine große Falle sein. Errechnetes Idealgewicht ist nicht gleich Wohlfühlgewicht. Die meisten Diäten können tatsächlich zum Abspecken führen. Vermutlich haben einige hier schon gute Erfahrungen gemacht. Diäten sind aber immer zeitlich begrenzt, außer es handelt sich um eine Unverträglichkeit oder Allergie. Was also passiert nach der Diät? Jo-Jo lässt grüßen. Und warum? Weil sich eine Diät nicht mit der Ernährungsweise davor und danach befasst. Wer nachher isst, was er vorher gegessen hat, nimmt ganz schnell wieder zu! Im schlimmsten Fall sogar schneller und noch mehr.
In diesem Buch geht es also um grundlegende Informationen über Lebensmittel und ihre Bestandteile und dann auch um das Essverhalten im Allgemeinen. Es ist kein “Iss dies oder das”- Buch, sondern ein “Iss was dir guttut” –Buch. Das Workbook, ein “Finde heraus was dir guttut”-Buch, kommt separat für diejenigen, welche sich auf diese Reise zu sich selbst wagen.
Als Nährstoffe bezeichnen wir die Bestandteile unserer Ernährung, die wir im besten Fall über unsere Lebensmittel aufnehmen. Sodass sich der Körper entsprechend regenerieren und bei größeren Störungen sogar heilen kann.
Man teilt sie auf in sogenannte Mikronährstoffe und Makronährstoffe.
Beginnen wir mit den Makronährstoffen. Zu den Makronährstoffen gehören Ballaststoffe, Kohlenhydrate, Fette und Proteine. Als Brennstoffe decken diese den notwendigen Bedarf an Energie für alle Lebensvorgänge. Der Grundumsatz allein dient der Aufrechterhaltung von Vitalfunktionen. Zellerneuerung ist ein ständiger Prozess und verbraucht am meisten Energie. Aber auch für die Regulation des Flüssigkeitshaushalts und natürlich mechanische Arbeiten wie Atmung und Herzschlag. Diese Prozesse laufen automatisch also passiv in uns ab, das heißt beim Verbrauch des Grundumsatzes waren wir noch gar nicht körperlich aktiv! Das wäre dann der Leistungsumsatz.
Der Leistungsumsatz ergibt sich aus der Regulierung der Körpertemperatur und der Verdauung plus die Aktivitäten, die wir täglich ausüben. Sei es bei Arbeit oder im Sport. Die Skelettmuskulatur macht etwa 40% des Körpergewichts aus. Der Umsatz kann sich durch entsprechende Aktivität bis auf das 20-fache erhöhen. In einer Stunde können 10 Kalorien pro Kilogramm Körpergewicht verbraucht werden! Na, wenn das nicht motiviert . . . Eine Berechnung des persönlichen Leistungsumsatzes findet man online, oder bei einem Ernährungsberater. Eine Ernährungsumstellung kann man durchaus selbst schaffen, siehe Workbook. Dazu gehört nur etwas Disziplin.
Aber kommen wir zurück zu den Nährstoffen. Weiter geht es mit den Mikronährstoffen. Zu ihnen gehören Vitamine, Mineralstoffe, Spurenelemente und Sekundäre Pflanzenstoffe. Als Funktionsstoffe sind diese maßgeblich an Aufbau und Erneuerung der Körpersubstanz, den Zellen, beteiligt. Sie sind essentiell und weil sie nicht vom Körper selbst synthetisiert werden können, müssen wir sie über die Nahrung zuführen. Ein dauernder Mangel führt unweigerlich zur Krankheit. Der bekannteste Vitaminmangel von Vitamin C ist zum Beispiel Skorbut, die Seefahrerkrankheit. In den nächsten Kapiteln werden die einzelnen Nährstoffgruppen genannt und näher beleuchtet.
Ballaststoffe als Superfood, der neueste Trend? Nein. Wir wissen schon lange, dass wir sie brauchen, also sind Ballaststoffe kein neuer Trend. Es gibt höchstens neue wissenschaftliche Erkenntnisse über ihre Wirkung. Ballaststoffe sind Kohlenhydrate, die der Körper eigentlich nicht verdauen kann. Sie kommen am meisten in Obst, Gemüse, Nüssen und Samen vor. Aber wenn wir sie nicht verdauen können, für was brauchen wir sie dann?
