ADS: Topfit beim Lernen - Dr., Elisabeth Aust-Claus - E-Book

ADS: Topfit beim Lernen E-Book

Dr., Elisabeth Aust-Claus

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Beschreibung

Bedienungsanleitung für dein Gehirn. Lernstrategien für jeden Schüler, ganz besonders mit dem Handicap ADS (AufmerksamkeitsDefizitSyndrom), die zum Erfolg führen. Fehlerteufel haben keine Chance mehr. Das Optimind- Konzept für die 5.bis 10. Klasse Gezielte Hilfen für das Lernen in der Schule und Zuhause, besonders bei Kindern mit ADS. Das Buch ist anschaulich für Kinder in der 5. bis 10. Klasse geschrieben und bietet zahlreiche konkrete Tipps und Ratschläge. Zum Einstieg werden die Comicfiguren Clever & Co. und die Fehlerteufelbande vorgestellt und geben eine kurze Erklärung zum theoretischen Hintergrund des Themas Aufmerksamkeitsstörung, danach geht es sofort los - nämlich mit der unendlichen Geschichte: Hausaufgaben - aller Anfang ist schwer, Konzentration, Organisation, Zeitmanagement und Motivation mit vielen Lösungsbeispielen. In dem neuen Ratgeber der bekannten Fachärztin für Kinder- und Jugendmedizin Frau Dr.Elisabeth Aust- Claus und der Verhaltenstherapeutin Frau Dr.dipl.psych. Petra- Marina Hammer werden die jahrelangen Erfahrungen aus der Praxis zu dem ThemaADS und Schule bzw. Lernen zusammengefasst. Weitere Hilfen und Informationen dazu unter www.opti-mind.de

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Seitenzahl: 84

Veröffentlichungsjahr: 2024

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Inhaltsverzeichnis

ADS. TopFit beim Lernen

Bedienungsanleitung für dein Gehirn

1.Clever durch die Schule - trotz ADS

• Clever, aber trotzdem Frust in der Schule?

• Die Hardware Gehirn und dein Programm LernFit

• Infopool: Gehirn mit der Software LernFit

2.Dein Programm LernFit - fast genial, wenn nicht öfters die Fehlerteufel-Bande zuschlagen würde

• Das Team Clever & Co weiß Bescheid über die Info-Verarbeitung beim Lernen

• ADS und die andere Info-Verarbeitung: Fehlerteufel leider sehr aktiv

• Infopool: ADS und die besondere Art zu lernen

• Die Fehlerteufel

1. Die Fehlerteufel-Bande Hypie, Schussel und Panix stellt sich vor

2. ADS mit Hyperaktivität: Hypie und Schussel oft sehr aktiv

3. Die andere Info-Verarbeitung bei ADS kann auch Vorteile haben

4. ADS ohne Hyperaktivität: besonders Schussel und Panix in Aktion

3.Lernen leicht gemacht - trotz ADS

- Abwehrstrategien und Tools vom Team Clever & Co gegen die Fehlerteufel-Bande -

3.1.Der Anfang - manchmal das größte Problem

-Wenn der Start ins Programm „LernFit“ klemmt -

• Checkliste

• Infopool: Start ins LernFit-Programm hängt

• Team Clever & Co: Konkrete Hilfen zum Start

3.2.Wie verbessere ich meine Konzentration?

- Wenn der Input von Info nicht immer optimal ist -

• Checkliste

• Infopool: Info-Aufnahme nicht optimal

• Team Clever & Co: Konkrete Hilfen zur optimalen Info-Aufnahme und zum konzentriertem Arbeiten

3.3.Vergesslichkeit - Zeige ihr die „Rote Karte“

- Wenn Daten schnell verloren gehen -

• Checkliste

• Infopool:Arbeitsspeicher zu klein ?

• Team Clever & Co: Konkrete Hilfen bei schlechter Merkfähigkeit

3.4.Ein Plan ist alles - Arbeiten mit System

- Update für dein Programm LernFit -

• Checkliste

• Infopool: Chaos verhindern - verknüpfte Datenpakete helfen

• Team Clever & Co: Konkrete Hilfen für schnelles und systematisches Arbeiten

3.5.Motivation

- die optimale Softwarepflege für LernFit -

• Motivation - Power für LernFit

• Ziele erreichen

• Automatisieren - Einmal ist keinmal

• Im Schlaf lernen? - geht!

• Akku laden - Energie tanken

4.Vorlagen zum downloaden

• www.opti-mind.de

• Wochenplaner

• Hausaufgabenplaner

• Arbeitsplaner

1.

Clever durch die Schule - trotz ADS

Clever, aber trotzdem Frust in der Schule?

Was denkst du:Wovon hängt es eigentlich ab, Schule in den Griff zu bekommen? „Natürlich von der Cleverness und wie viel man in die Birne hereinbekommt“, antworten die meisten. Und was macht Cleverness aus? Hat es nur damit zu tun, schnell und logisch denken zu können? – Nein, denn das können viele Schüler, aber sie sind leider nicht alle erfolgreich.

Gerade wenn du ADS (AufmerksamkeitsDefizitSyndrom) hast, kann die Schule zum Problem werden. Obwohl du eine Menge Grips hast, scheint dir dies nicht immer zu nützen. Manche Lehrer sagen, dass du nur zu faul wärst und könntest, wenn du nur wolltest. Das stimmt zwar auch nicht, aber irgendwie klappt es einfach nicht optimal.

Dann macht sich Stress breit, und die Noten werden immer schlechter. Je höher die Klasse, umso schneller dreht sich das „Frust-Karussel“.

Wir können zwar nicht zaubern, aber wir können dir einige Tricks verraten, wie man seine Ziele als Schüler besser erreicht. Auch für Schüler mit ADS gibt es Strategien, die dir helfen, deine Talente beim Lernen in der Schule zu nutzen und erfolgreich zu sein. Du wirst sehen, es ist gar nicht so schwer, und es kann sogar Spaß machen.

Lies einfach einmal die nächsten Seiten durch. Vielleicht bekommst du dann auch Lust einige der Tipps von Clever & Co auszuprobieren.

Wir gehören zum Team Clever & Co. Damit du weißt, mit wem du es auf den nächsten Seiten zu tun hast, stellen wir uns einmal kurz vor:

Wir sind Expertinnen für Probleme beim Lernen. Wir möchten dir erklären, wie dein Gehirn beim Lernen funktioniert, und wie du dein persönliches Lernprogramm optimal nutzt. Wir geben dir zunächst eine kurze Einführung in deine Hardware Gehirn und die für das Lernen spezielle Software LernFit. Dieses Programm LernFit hat jeder Mensch, ob klein, groß, dick oder dünn. Es muss sich im Leben auf immer neue Aufgaben einstellen.

•Die Hardware Gehirn und dein Programm LernFit

Vielleicht kennst du auch noch den alten Spruch von früher, dass Cleverness von der Größe des Kopfes abhängt. Klingt ja logisch – je größer der Kopf, desto mehr passt rein. Noch vor weniger als 100 Jahren hat ein Schlauberger behauptet, dass man nur Professor werden könne, wenn man mindestens 52 Zentimeter Kopfumfang hat. „So ein Blödsinn!“, sagst du jetzt wahrscheinlich und hast damit Recht. Denn inzwischen haben Forscher vielen Genies in den Kopf geschaut: Einige hatten große Denkapparate – viele Superhirne waren aber auch richtig klein. So einfach ist das also nicht. Die Forscher meinen heute, dass Klugheit nicht von der Kopfgröße sondern der richtigen „Verkabelung“ und von der richtigen Nutzung der Programme im Gehirn abhängt.

Das wollen wir dir etwas näher erklären: Dein Gehirn, das „Oberstübchen“ in deinem Kopf, schaltet und waltet, steuert und regelt unermüdlich – und gibt den Forschern bis heute noch jede Menge Rätsel auf. Aber einiges darüber wissen sie schon und natürlich auch vieles über die optimale Gebrauchsanweisung.

Unter dem Mikroskop betrachtet besteht dein Gehirn aus einem Wirrwarr von Milliarden Nervenzellen. Diese Nervenzellen haben in alle möglichen Richtungen Fortsätze - Forscher nennen sie Axone und Dendriten. An speziellen Andockstellen – den Synapsen – sind diese Fortsätze verschiedener Nervenzellen miteinander verbunden. So entsteht ein richtiges Gestrüpp: das „Netzwerk Gehirn“.

Diese Fasern sind nun tatsächlich so etwas wie Telefonkabel: Durch sie empfängt die Zelle ständig Signale von anderen Nervenzellen. Manchmal leitet sie die Nachricht dann weiter: „Habt ihr schon gehört…?“ Manchmal bleibt sie einfach stumm. Wie und ob die Nachricht weitergeleitet wird und mit wem Verbindung aufgenommen wird, ist programmiert.

Diesen Vorgang nennen wir dann „etwas Neues lernen“. Forscher glauben, dass ständig neue Verbindungen geknüpft werden, wenn du etwas lernst.

Bei Babys haben die „Neuronen“ – so werden die Nervenzellen von den Forschern genannt – noch sehr wenige Kontakte zu ihren Nachbar-Zellen.Anders bei Kindern und Erwachsenen: Da hat jede Nervenzelle Tausende von Verbindungen. Manche quasseln sogar mit 100 000 anderen Zellen!

Wahrscheinlich sind die Nervenzellen von schlauen Menschen besonders kontaktfreudig.

Je schneller Verbindungen aufgebaut werden – man nennt das „vernetzen“ — umso besser funktionniert unser „Gehirncomputer“. Und genau das möchte natürlich auch jede Schülerin und jeder Schüler.

Aber manchmal gibt es auch Probleme!

Nichts ist so frustrierend, wie wenn man bei der Mathearbeit einfach nicht ins richtige „Programm“, z.B. die Bruchrechnung, kommt, hängen bleibt oder ständige Programmabstürze zu verzeichnen hat. Dann bleibt nur das Gefühl im Kopf „totaler Black-out“ oder „Brett vor dem Kopf“ und alles Gelernte ist irgendwie vergessen. Das ist natürlich furchtbar ärgerlich!

Aber das muss nicht so sein, wenn ich etwas über die optimale Nutzung meiner Programme im Gehirn weiß. Vielleicht probierst du einige unserer “Tools” (englisch und bedeutet: Werkzeuge - so nennt man in der Computersprache Hilfsprogramme, wenn es irgendwo im System Probleme gibt) aus.

Clever & Co stellen einige hilfreiche Tipps vor.

Ist dir schon mal aufgefallen: Für jede noch so einfache Maschine gibt es eine Gebrauchsanweisung. Bevor du eine neue Stereoanlage benutzt, oder wenn du dich das erste Mal mit dem neuen Betriebssystem auf deinem PC beschäftigst, schaust du dir sinnvollerweise die mitgelieferte Betriebsanleitung an oder du aktivierst die Hilfefunktion. Dein Gehirn und deine LernFit – Software benutzt du täglich und musst sie beim Lernen besonders geschickt einsetzen. Aber eine Bedienungsanleitung dafür wurde vermutlich nicht mitgeliefert. Denkst du, das wird auch schon so klappen? – Irrtum!

Mag sein, dass es irgendwie funktioniert, aber du brauchst dann mit Sicherheit eine Menge mehr Probedurchgänge und wirst öfters schimpfen, weil es einfach nicht optimal funktioniert.

Um das zu verhindern, schauen wir uns im nächsten Kapitel einmal genauer dein Programm für das Lernen – LernFit – an.

2.

Dein Programm LernFit

».. fast genial, wenn nicht öfters die Fehlerteufel-Bande zuschlagen würde

Dieses Schicksal trägt jeder Schüler, ob er in der 1. Klasse sitzt oder fast das Abitur in der Tasche hat.

Wie arbeitet dein Programm, wenn die Lehrerin z.B. wissen will, wie ein englischer Satz auf Deutsch lautet oder was die Summe von 3/8 + 2/4 ist?

Damit du nicht so viel lesen musst, zeigen wir dir ein Modell von deinem Programm LernFit, und wie es mehrmals am Tag bei den unterschiedlichsten Aufgaben abläuft:

Das Team Clever & Co weiß Bescheid über die Info-Verarbeitung beim Lernen

Ein Beispiel: du sollst im Unterrichtsfach Mathematik die Regeln zur Addition von Bruchzahlen lernen.

Was passiert?

• Dein Lehrer erklärt die Aufgabe und schreibt sie an die Tafel. Es werden also in deinem Programm LernFit neue Daten oder Infos geladen. Diese neue Info nimmst du über die Ohren auf oder scannst sie von der Tafel ab.Voraussetzung ist natürlich, dass bei dir alles „auf Empfang“ geschaltet ist. In diesem Moment bekommst du die Zahlen und Erklärungen von deinem Lehrer mit - in der Computersprache hast du einen neuen „Daten-Input“.

• Wenn du jetzt die Erklärung von deinem Lehrer über das Geheimnis der Bruchrechnung als Info geladen hast, geht diese zunächst in dein „Arbeitsgedächtnis“. (Weil die Info hier nur kurz haften bleibt, nennen manche diesen Datenspeicher auch „Kurzzeitgedächtnis“.) Das entspricht beim Computer dem „Arbeitsspeicher“.Wir finden die Begriffe Arbeitsspeicher und Arbeitsgedächtnis besser, weil hier wirklich etwas getan wird. Dies ist also der Ort, an dem eine neue Info zwischengespeichert wird und mit alten, dir schon bekannten Daten aus dem „Langzeitgedächtnis“- beim Computer die Festplatte - verknüpft und abgeglichen wird; z. B. sind für dich Brüche in der Mathematik keine Zeichen von Außerirdischen, sondern du hast wahrscheinlich schon mit einfachen Brüchen gearbeitet oder davon gehört. Diese Daten hast du zum Glück schon auf der Festplatte und kannst sie aktivieren, um jetzt auch auf schnellem Weg die Tricks beim Addieren von zwei Brüchen zu lernen.

Und genau diese Vorausplanung und Strategien, wie und was du miteinander addieren musst und in welcher Reihenfolge, passieren in deinem Arbeitsspeicher, dem Arbeitsgedächtnis.

• Manchmal ist es hilfreich, zusätzlich bei schwierigen und langen Aufgaben Zwischenschritte zu machen und Datenpakete zu erstellen, die dann schneller und besser weiterverarbeitet werden können - in der Computersprache sind das die sogenannten „TEMP-Dateien“ (Temp für temporär, dies bedeutet zeitlich befristet) also Dateien, die du manchmal nur vorübergehend brauchst.