Alles Jersey – Plus-Size-Shirts - Stefanie Brugger - E-Book

Alles Jersey – Plus-Size-Shirts E-Book

Stefanie Brugger

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15,99 €

Beschreibung

T-Shirt klingt langweilig für dich? Wie wäre es, wenn du aus ein paar Schnittelementen mehr als 500 eigene Kombinationen zusammenstellen könntest? Kreiere dir deine eigenen Lieblings-Oberteile mit „Alles Jersey – Plus-Size-Shirts“. Der beliebte Klassiker – jetzt auch für Plus-Size-Größen!

Stylishe Jersey-Oberteile in großen Größen und mit persönlicher Note im Handumdrehen selber designen: „Alles Jersey – Plus-Size-Shirts“ zeigt, wie sich mit dem cleveren Kombinationsprinzip mehr als 500 verschiedene T-Shirts, Longsleeves und Tuniken nähen lassen. Der eigenen Kreativität sind dabei keine Grenzen gesetzt. Die einzelnen Schnittelemente kannst du ganz nach Belieben zusammenstellen, sodass dein individuelles und einzigartiges Shirt-Design entsteht. Auch für Näh-Anfänger geeignet.

  • für jeden Anlass das passende Oberteil – und immer ein Einzelstück
  • 20 Projekte, deren Elemente nach dem Mix-und-Match-Prinzip individualisierbar sind
  • alle Modelle in Größe 46-56
  • mit 2 Schnittmusterbogen und Schritt-für-Schritt-Anleitungen
  • dank ausführlicher Grundlageneinführung auch für Näh-Neulinge geeignet

Endlich auch für große Größen: das unschlagbare Nähbuch für T-Shirts, Longsleeves und Co. gibt es nun auch für die Größen 46-56. Dank des enthaltenen Schnittteil-Kombinations-Prinzips lassen sich die Schnitteile wie in einem Baukasten nach Lust und Laune kombinieren - die unterschiedlichen Längen, Ärmel-, Ausschnitt- und Saumformen können zu über 500 individuellen Modellen zusammengestellt werden, nach Wunsch werden noch raffinierte Details hinzugefügt. Durchgehend bebilderte Schritt-für-Schritt-Anleitungen und ein ausführlicher Grundlagenteil machen die Nähprojekte gelingsicher für Jersey-Fans, Selbermacher und Individualisten. So steht deinem bunten und unverkennbaren Kleiderschrank nichts mehr im Weg!

Das E-Book können Sie in Legimi-Apps oder einer beliebigen App lesen, die das folgende Format unterstützen:

EPUB

Seitenzahl: 131

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Impressum

Alle in diesem Buch veröffentlichten Abbildungen sind urheberrechtlich geschützt und dürfen nur mit ausdrücklicher schriftlicher Genehmigung des Verlags gewerblich genutzt werden. Eine Vervielfältigung oder Verbreitung der Inhalte des Buchs ist untersagt und wird zivil- und strafrechtlich verfolgt. Das gilt insbesondere für Vervielfältigungen, Übersetzungen, Mikroverfilmungen und die Einspeicherung und Verarbeitung in elektronischen Systemen.

Die Projekte aus diesem Buch sind nur für den persönlichen Gebrauch bestimmt oder als Spende an gemeinnützige Organisationen und Einrichtungen sowie als Ausstellungsstücke mit dem Vermerk auf den Urheber:

Design: © 2018 Edition Michael Fischer aus dem Buch „Alles Jersey – Plus-Size-Shirts“.

Für die kommerzielle Verwendung der Vorlagen und fertiggestellten Projekte muss die Erlaubnis des Verlags vorliegen.

Die im Buch veröffentlichten Aussagen und Ratschläge wurden von Verfasserin und Verlag sorgfältig erarbeitet und geprüft. Eine Garantie für das Gelingen kann jedoch nicht übernommen werden, ebenso ist die Haftung der Verfasserin bzw. des Verlags und seiner Beauftragten für Personen-, Sach- und Vermögensschäden ausgeschlossen.

Bei der Verwendung im Unterricht ist auf dieses Buch hinzuweisen.

EIN E-BOOK DER EDITION MICHAEL FISCHER

2. Auflage 2021

© 2018 Edition Michael Fischer GmbH, Donnersbergstr. 7, 86859 Igling

Produktmanagement: Heike Fröhlich, Judith Wiedemann

Lektorat: Ute Wielandt, Baar-Ebenhausen

Covergestaltung: Bernadett Linseisen, Anna Köperl

Layout und Satz: Bernadett Linseisen

Schnitttechnik: Solveigh Keikavoussi, Hamburg

Bilder: Katja Schubert, Shot Fotografie, München: 60, 64, 68, 72, 76, 80, 84, 88, 91 (rechte Spalte), 92, 97, 98, 102, 107 (rechte Spalte), 108, 113, 114, 118, 123, 124, 129, 130, 135, 136

Yvonne Jahnke, Hamburg: 11, 12 (oben), 13, 14, 39 (linke Spalte), 43, 44, 45 (linke Spalte), 52, 55, 57

Silke Türck, München: 9

BROTHER Sewing Machines Europe GmbH: 14

Elisabeth Wilbat, Stuttgart: 41 (links unten), 47

Alle anderen Fotos: Stefanie Brugger

Herstellung: Laura Denke

ISBN 978-3-7459-0547-2

www.emf-verlag.de

Inhalt

Einleitung

Grundlagen

Was du zum T-Shirt-Nähen brauchst

Jersey-Stoffkunde

Einlagen und Kurzwaren

Nähzubehör

Jersey nähen mit der Overlockmaschine

Jersey nähen mit der Haushaltsnähmaschine

Größenauswahl/Maß nehmen

Schnittmuster anpassen

Schnitt im Baukastensystem

So liest du die Schnittmuster richtig

Vorbereiten und Zuschneiden

Die wichtigsten Techniken

Welcher Abschluss passt wo?

Zusammensetzen eines T-Shirts

Bündchen

Einfassen mit Jerseystreifen

Beleg

Säume

Knöpfe und Druckknöpfe

Raffen/Kräuseln

Verzierungen

Projekte

Melbourne

Reykjavík

Helsinki

Wien

Marseille

Caracas

Odessa

Kopenhagen

Delhi

Jakarta

Havanna

Venedig

Kairo

London

Málaga

Osaka

Phoenix

Einleitung

T-Shirts fehlen wohl in keinem Kleiderschrank! Praktisch, bequem, pflegeleicht und in endlosen Variationen erhältlich, sind sie modische Alleskönner.

T-Shirts selbst zu nähen macht nicht nur viel Spaß und kann auch von Nähanfängerinnen bewältigt werden, sondern ist auch perfekt, wenn du gern deine individuellen Wünsche erfüllen möchtest.

Inzwischen gibt es eine wunderbare Auswahl an Jerseystoffen in allen erdenklichen Farben und Mustern, in verschiedenen Zusammensetzungen und auch sehr guten (Bio-)Qualitäten. Hier muss keine Frau mehr unzufrieden bleiben, weil sie „von der Stange“ kein passendes Modell findet …

Nach meinem ersten Buch zum Thema ­(„Alles Jersey – Shirts & Tops“) wurde vielfach der Wunsch nach einem ähnlichen Buch für größere Konfektionsgrößen laut.

Diesem Buch liegt nun also ein neu erstelltes Schnittmuster in den Größen 46–56 bei, das sich wieder eines Baukastensystems bedient. Das ermöglicht es dir, aus einzelnen Designelementen deine ganz persönlichen T-Shirts zusammenzustellen. Kombiniere verschiedene Halsausschnitte, Ärmel­längen, unterschiedliche Saumabschlüsse und -formen und viele weitere Details, ganz nach deinem Geschmack. Viele verschiedene Ver­arbeitungsmethoden bringen zusätzliche Abwechslung.

In einem einleitenden Grundlagenteil werden alle nötigen Vorbereitungen sowie die wichtigsten Techniken erklärt. Hier findest du auch Anregungen zur individuellen Schnittanpassung.

Anschließend findest du 17 Modelle für unterschiedliche Jahreszeiten und Anlässe, für unterschiedliche Stile und Geschmäcker. Alle Modelle wurden aus dem Baukastensystem zusammengesetzt – die dabei angewandten Verarbeitungsweisen und Details kannst du auch untereinander aus-tauschen oder variieren.

Mit dabei sind eher schlichte Shirts, die relativ schnell und einfach genäht sind, sowie auch etwas aufwendigere Modelle mit vielen spannenden Details.

Am Ende des Buchs bekommst du anhand einiger Abwandlungsbeispiele Anregungen, selbst mit dem Schnittmuster zu arbeiten und deine eigenen Ideen umzusetzen.

Bitte lies dir vor dem Nähen die Anleitungen sorgfältig durch.

Viel Spaß beim Nähen und viel Freude mit deinen persönlichen Lieblingsshirts!

Was du zum T-Shirt-Nähen brauchst

Jersey-Stoffkunde

Jersey ist der Stoff für T-Shirts! Aber was ist Jersey überhaupt?

Jersey gehört – im Gegensatz zu Webware, bei der Kett- und Schussfäden miteinander verwebt werden – zu den sogenannten Maschenwaren. Die Fäden werden miteinander verschlungen, vergleichbar mit dem Stricken.

Jersey zeichnet sich durch seine Dehnbarkeit und Anschmiegsamkeit aus, der weiche Stoff fühlt sich auf der Haut angenehm an und macht jede Bewegung mit.

Dabei ist Jersey aber nicht gleich Jersey – es gibt viele verschiedene Arten, die sich in der Strickart bzw. im Material und in den jeweils daraus folgenden Eigenschaften deutlich unterscheiden.

Für T-Shirts kannst du folgende Jerseyarten verwenden:

Jerseystoffe nach Strickart

Single-Jersey (manchmal auch Trikotstoff genannt) ist ein einlagig gestrickter Stoff. Auf der Vorderseite hat er rechte Maschen, auf der Rückseite linke Maschen. Dieser leichte Stoff ist weich und trägt sich angenehm auf der Haut. Durch das feine Maschenbild können sich bei Single-Jersey allerdings leicht die Seiten einrollen, was beim Nähen manchmal etwas Geduld erfordert.

Interlock-Jersey ist ein zweiseitig gestrickter Stoff. Auf der Vorderseite wird immer nur jede 2. Masche gestrickt, auf der Rückseite dann die „fehlenden“ zweiten Maschen (= Kreuzbindung). Dadurch entsteht ein mit­einander verbundener, zweilagiger Stoff, der auf beiden Seiten nur rechte Maschen zeigt.

Da er doppelt gestrickt wird, ist Interlock sehr strapazierfähig und etwas dicker bzw. wärmer als Single-­Jersey. Zudem rollt er sich an den Seiten nicht ein. Interlock-Jersey besteht meist zu 100 % aus Baumwolle. Ohne Elasthananteil ist der Stoff zwar sehr dehnbar, jedoch nicht elastisch, d. h., er springt nicht in die ursprüngliche Form zurück. Kleidungsstücke aus Interlock können also leicht „ausleiern“. Interlock eignet sich daher eher für recht weite T-Shirts oder leichte Pullis.

Double-Jersey bzw. Romanit-Jersey ist ein zweilagig gestrickter Stoff. Er hat entweder beidseitig rechte Maschen oder beidseitig linke Maschen. Dadurch wird der Stoff etwas robuster und fällt etwas schwerer. Meist ist Romanit-Jersey nicht sehr stark dehnbar. Oftmals sind Vorder- und Rückseite in unterschiedlichen Farben gehalten, wodurch tolle Effekte erzielt werden können.

Jacquard-Jersey ist wie der Interlock ein zweiseitig gestrickter Stoff. Hier können Muster eingestrickt werden. Sie sind dann auf der Rückseite in den gegengleichen Farben zur Vorderseite sichtbar. Dass zusätzlich Muster aufgedruckt werden, ist unüblich.

Für T-Shirts eignen sich nur leichte Jacquard-Jerseys mit Elasthananteil – festeren Jacquard verwende lieber für eher weite Pullover oder Jacken.

Rippen-Jersey, auch Bündchenware oder Rib-Jersey genannt, ist ein einlagig gestrickter Stoff, bei dem sich rechte und linke Maschen abwechseln. Dadurch hat dieser Stoff auch ohne Elasthananteil leichte Rücksprung­eigenschaften. Der Nachteil hier ist jedoch, dass der Stoff relativ schnell ausleiert – Bündchenware mit Elas­thananteil (ca. 5 %) ist dagegen formstabiler. Bei T-Shirts wird Bündchenware für Hals-, Ärmel und Hüftbündchen verwendet.

Jerseystoffe nach Zusammensetzung

Durch seine Herstellungsart (gestrickt/gewirkt) ist Jersey dehnbar, aber erst durch die Beimischung von Elasthan wird der Stoff elastisch, d. h., er springt nach dem Dehnen wieder in seine ursprüngliche Form zurück.

Baumwolljersey besteht gänzlich oder zu einem überwiegenden Teil aus Baumwolle (z. B. 95 % Baumwolle, 5 % Elasthan). Dieser klassische Bekleidungsstoff eignet sich bestens für T-Shirts.

Viskosejersey wird aus Viskose (chemisch aufbereiteten Pflanzenfasern) hergestellt, häufig wird ein geringer Elas­thananteil beigemischt.

Viskosejersey hat einen fließenden, weichen Fall, was ihn beim Nähen etwas rutschig macht. Durch seinen leichten Glanz kann der Stoff sehr edel wirken und macht sich besonders gut für elegantere T-Shirts.

Modal wird aus natürlicher Zellulose (Buchenholz) hergestellt. Modaljersey ähnelt im Tragegefühl Viskosejersey und ist auch ähnlich zu verarbeiten.

Polyesterjersey besteht aus Polyester mit Elasthanbeimischung und wird überwiegend für Sportbekleidung verwendet.

Wolljersey wird aus Wolle gestrickt/gewirkt, teilweise mit Elasthanbeimischung. Du kannst Wolljersey für winterlich-warme T-Shirts verwenden, achte aber unbedingt darauf, dass der Stoff dehnbar genug ist.

Seidenjersey besteht aus Seide, teilweise mit Viskosebeimischung. Das elegante Material eignet sich gut für edle Tops und T-Shirts.

pflege

Damit deine selbstgenähten T-Shirts dir lange Freude machen, zahlt es sich aus, auf gute Pflege der Kleidungs­stücke zu achten. Vergiss außerdem nicht, deine Jerseystoffe auch vor dem Vernähen schon einmal zu waschen, da Jersey oft geringfügig einläuft.

Die meisten Jerseystoffe sind recht pflegeleicht und können in der Waschmaschine mit 30 °oder 40 ° gewaschen werden. Wird zu heiß gewaschen, v. a. bei hohem Elasthananteil, können die synthetischen Fasern im Stoff zerstört werden und der Jersey verliert an Elastizität.

Feinwaschmittel/Wollwaschmittel bzw. Color-Wasch­mittel können die Leuchtkraft von farbigen Stoffen er­halten. Oft wird eine Feinwäsche bzw. ein Schon­wasch­gang empfohlen. Auch das Waschen auf links ist besonders schonend. Außerdem solltest du deine T-Shirts mit ­Kleidungsstücken aus ähnlichen Stoffen und in ähnlichen Farben gemeinsam waschen.

Achte bitte immer auf spezielle Pflegehinweise des Herstellers – oft findest du an der Webkante des Stoffs Hinweise zum Waschen und Pflegen aufgedruckt.

Das Trocknen im Trockner ist meist nicht empfehlenswert, weil die Stoffe dadurch noch einlaufen können. Beim Lufttrocknen hingegen kann nichts schiefgehen. Besonders große, schwere Kleidungsstücke solltest du nicht hängend, sondern im Liegen trocknen, damit sich nichts verzieht.

T-Shirts und alle anderen Kleidungsstücke aus Jersey sind problemlos zu bügeln, sie sollten aber nicht zu heiß gebügelt werden.

Tipp

Wenn du nicht sicher bist, welche Jerseyart vor dir liegt, sieh einmal auf der Webkante nach, dort findest du manchmal Angaben zur Zusammensetzung des Stoffs aufgedruckt. Im Fachhandel kann man dir bestimmt auch Auskunft geben. Gerade für An­fänger ist es sinnvoll, sich an Stoff­empfehlungen zu halten – wenn du mehr Erfahrung hast und die Passform eines Schnittes besser einschätzen kannst, kannst du beim Nähen auch mit unterschiedlichen Stoff­arten experimentieren oder nötige Änderungen am Schnitt vornehmen.

Einlagen und Kurzwaren

Einlagen sind praktische Ergänzungen nicht nur für Webstoffe, sondern auch für elastische Stoffe wie Jersey und Sweat. Achte sowohl hier als auch beim Kauf deiner Kurzwaren darauf, dass die Elastizität deines Stoffs durch das Vlies oder das Band nicht eingeschränkt wird.

Einlagen

Einlagen verstärken den Stoff und verhindern, dass dieser sich ungewollt ausdehnt oder verzieht. Beim T-Shirt-­Nähen werden Einlagen vor allem bei der Verarbeitung von Kragenteilen, Knopfleisten, Belegen oder Ausschnittkanten verwendet.

Einlagen bestehen aus Vlies und haben meist eine Klebe­seite, mit deren Hilfe sie durch Aufbügeln auf der linken Stoffseite fixiert werden. Einlage an den Rändern verhindert das Einrollen des Stoffs. Für die Projekte in diesem Buch habe ich Einlagen der Marke Vlieseline verwendet; wenn du eine andere Marke vorziehst, achte darauf, dass die Einlage in Stärke und Elastizität dem beim Projekt angegebenen Produkt entspricht.

Kurzwaren

Um deinen T-Shirts den letzten Schliff zu verpassen, kannst du unterschiedliche Kurzwaren einsetzen. Paspeln und andere Bänder, Gummilitzen, Schrägband oder Spitze kannst du zu wirkungsvollen Details verarbeiten. Achte aber unbedingt darauf, für Jersey nur elastische Bänder zu verwenden, denn auch die Verzierungen müssen sich mitdehnen, wenn der Stoff beim Tragen und An- und Ausziehen gedehnt wird.

Bevor du Knöpfe an deinen T-Shirts anbringst, solltest du den Jersey an den entsprechenden Stellen auf der Rückseite mit Einlage verstärken. Dann lassen sich auch Knopflöcher nähen, ohne dass der Stoff sich verzieht. Noch leichter zu handhaben sind spezielle Jersey-­Druck­knöpfe, die mit einem dazugehörigen Werkzeug oder einer Zange befestigt werden.

Empfehlungen für Jerseystoffe:

Vliesofix ist ein beidseitig haftendes Klebevlies, das beim Applizieren sehr praktisch ist.

G 785 ist eine bi-elastische, d. h. in Längs- und Querrichtung elastische Einlage für zarte, fließende Jerseystoffe wie Viskose oder leichte Baumwolljerseys.

H 609 ist eine bi-elastische Einlage speziell für schwerere Jerseystoffe.

G 770 ist eine bi-elastische Einlage für schwerere Jerseystoffe.

G 710 und G 700 sind leichte, nicht dehnbare Einlagen, die zur Verstärkung von Schnittteilen, die nicht dehnbar sein müssen (z. B. weite Ausschnitte), verwendet werden können.

Framilonband (auch „Framilastic“) ist ein dehnbares Band für elastische Bünde oder Raffungen. In die Schulternaht eingearbeitet, verhindert es dauerhaft, dass sich das Shirt ausleiert.

Nähzubehör

Neben der Nähmaschine gibt es eine Grundausrüstung, die du für alle Nähprojekte bereithalten solltest. Dieses Handwerkszeug wirst du ständig im Gebrauch haben. Investiere in Qualität, um die Freude am Umgang mit deinem Nähzubehör nicht zu schmälern.

Grundausstattung

Eine große, gut in der Hand liegende Stoffschere mit langer Klinge leistet dir beim Zuschneiden gute Dienste. Benutze die Schere aber nur zum Schneiden von Stoffen, nicht für Papier, sonst wird sie stumpf.Eine kleinere Fadenschere zum Abschneiden von Faden­enden oder zum Zu- und Ausschneiden von Details ist ebenfalls sehr nützlich. Vor allem gerade Stoffstücke kannst du gut auch mit einem Rollschneider zuschneiden. Verwende dabei als Unterlage unbedingt eine Schneidematte und nimm ein Lineal zu Hilfe. Zum Auftrennen, falls du dich mal vernäht hast, bewährt sich ein Nahttrenner. Damit kannst du auch vorsichtig z. B. Knopflöcher aufschneiden.

Stecknadeln brauchst du zum Fixieren mehrerer Stoff­lagen. Es gibt sie mit Metall- oder Glasköpfchen und in unterschiedlicher Länge und Stärke. Achte darauf, dass die Stecknadeln, vor allem in sehr feinen Stoffen, keine Löcher hinterlassen – stecke daher am besten möglichst innerhalb der Nahtzugaben und verwende für Jersey eher feine Nadeln oder solche mit abgerundeter Spitze. Schnell eingesammelt und aufgeräumt hast du Stecknadeln mit einem (magnetischen) Nadelkissen.Außerdem gibt es sogenannte Wonderclips, die, ähnlich Wäscheklammern, Stofflagen zusammenhalten, ohne sie zu durchstechen.

Für die Nähmaschine brauchst du spezielle Jerseynähnadeln – mehr zum Thema Nähen mit Jersey findest du ab hier. Handnähnadeln, Durchziehnadeln mit größerem Nadel­öhr und Sicherheitsnadeln sollten in deinem Nähkästchen ebenfalls nicht fehlen.

Um Markierungen auf dem Stoff anzubringen, benutze Schneiderkreide, die es in verschiedenen Farben und Formen (grobe Blöcke oder feinere Stifte, als Kreiderad) gibt. Daneben gibt es unterschiedliche Trickmarker und Textilstifte, die sich zum Zeichnen auf dem Stoff eignen – solche Markierungen verschwinden von selbst wieder, je nach Produkt nach einigen Tagen oder z. B. durch Wegwischen mit einem feuchten Tuch. Beachte die Gebrauchs­hinweise des Trickmarkers bzw. Textil­stifts und mach am besten einen Test auf einem Reststück deines Stoffs.

Mit speziellem Kopierpapier und einem Kopierrädchen lassen sich Markierungen ebenfalls gut auf den Stoff übertragen. Innerhalb der Nahtzugabe kannst du auch mit kleinen Einschnitten – Knipsen – bestimmte Punkte kennzeichnen.

Zum Abnehmen deiner Körpermaße oder zum Ausmessen gebogener Strecken am Schnitt brauchst du ein biegsames (aber nicht dehnbares!) Maßband, das sich auch um Rundungen legen kann. Ein Lineal bzw. ein Handmaß zum Abmessen kurzer Strecken oder zum Überprüfen der Saum- oder Nahtzugaben solltest du auch immer zur Hand haben.

Für das Nähen mit dehnbaren Stoffen wie Jersey sind Polyestergarne empfehlenswert. Sie sind leicht dehnbar und strapazierfähiger als ein Baumwollfaden. Das beliebteste Nähgarn ist der sogenannte „Alles­näher“ – ein zweiteiliger Polyesterfaden, der einem Baumwollfaden vom Aussehen her nahe kommt. Für die Overlock gibt es spezielles Overlockgarn, das auf großen Konen erhältlich ist und meist eine Lauflänge von 2500 m hat.

Jersey nähen mit der Overlockmaschine

Wer öfter mit Jersey näht, wird auf eine Overlockmaschine nicht mehr verzichten wollen. In einem Arbeitsschritt werden die Stofflagen zusammengenäht und versäubert, die überschüssige Nahtzugabe wird abgeschnitten. Die Nähte werden dehnbar und strapazierfähig und das Nähstück erhält auch auf der Innenseite ein professionelles Aussehen.

Die wichtigsten Begriffe

Greifer, Nadeln und Messer

Die Overlockmaschine hat ein integriertes Messer, das die Nahtzugaben während des Nähens sauber abschneidet. Zwei Greifer (Obergreifer und Untergreifer) führen die Fäden anstelle von Spulen. Diese Fäden umschlingen und versäubern den Stoff. Zwei Nadeln mit Nadelfäden bilden die Stiche.

Stichlänge

Wie bei der Haushaltsnähmaschine kann auch bei der Overlockmaschine die Stichlänge, also der Abstand zwischen zwei Nadeleinstichen, eingestellt werden. Dabei gilt grundsätzlich: Leichte, dünne Stoffe werden mit kürzeren und schmaleren Stichen genäht, bei dickeren und schwereren Stoffen eignet sich eine große Stichlänge besser.

Fadenspannung

Das Garn läuft vom Garnrollenhalter durch die Spannungsscheiben, mit denen man jedes Garn einzeln spannen kann. In der Regel kann man sich auf die „Standardeinstellung“ verlassen. Bei einigen Stoffen empfiehlt es sich aber, die Spannungen der Greifer oder die der Nadeln etwas zu lösen oder fester zu stellen. Genaue Hinweise dazu liefert die Bedienungs­anleitung deiner Overlockmaschine.

Differenzialtransport

Die meisten Overlockmaschinen haben einen Differenzialtransport. Dieser besteht aus zwei Transportplatten unter dem Nähfuß: einer vorderen und einer hinteren. In der Standardeinstellung (1) arbeiten beide Transporteure gleich schnell. Ist das Differenzial kleiner eingestellt (0,7–1), arbeitet der hintere Transporteur schneller als der vordere. Dadurch wird der Stoff beim Nähen etwas gedehnt. Ein welliges Nahtbild entsteht. Dies ist teilweise gewollt, z. B. beim Rollsaum. Wird das Differenzial größer eingestellt (1–2), arbeitet der hintere Transporteur langsamer als der vordere. Dadurch wird der Stoff etwas eingehalten und somit z. B. auch feiner Viskosestoff ohne Wellen genäht.