Alles Jersey – Shirts und Tops - Stefanie Brugger - E-Book

Alles Jersey – Shirts und Tops E-Book

Stefanie Brugger

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13,99 €

Beschreibung

T-Shirt klingt langweilig für dich? Wie wäre es, wenn du aus ein paar Schnittelementen mehr als 500 eigene Kombinationen zusammenstellen könntest? Kreiere dir deine eigenen Lieblings-Oberteile mit „Alles Jersey – Shirts und Tops“. Für mehr Individualität in deinem Kleiderschrank!

Stylishe Jersey-Oberteile mit persönlicher Note im Handumdrehen selber designen: „Alles Jersey – Shirts und Tops“ zeigt, wie sich mit dem cleveren Kombinationsprinzip mehr als 500 verschiedene T-Shirts, Longsleeves und Tops nähen lassen. Der eigenen Kreativität sind dabei keine Grenzen gesetzt. Die einzelnen Schnittelemente kannst du ganz nach Belieben zusammenstellen, sodass dein individuelles und einzigartiges Shirt-Design entsteht. Auch für Näh-Anfänger geeignet.

  • für jeden Anlass das passende Oberteil – und immer ein Einzelstück
  • 20 Projekte, deren Elemente nach dem Mix-und-Match-Prinzip individualisierbar sind
  • mit Schnittmusterbogen und durchfotografierten Schritt-für-Schritt-Anleitungen
  • dank ausführlicher Grundlageneinführung auch für Näh-Neulinge geeignet

Ob lang- oder kurzärmelig, oversized oder figurbetont, mit oder ohne Kragen – das Buch liefert dir Vorlagen und Kombinationsmöglichkeiten für bequeme Jersey-Oberteile jeglicher Art. In anschaulich bebilderten Schritt-für-Schritt-Anleitungen zeigt dir das Buch den Weg zu selbst genähter Damenmode für Jersey-Fans, Selbermacher und Individualisten. Für Anfänger gibt es eine Stoffkunde, einen Überblick über Näh-Zubehör, eine Einführung zu zwei verschiedenen Nähmaschinen, dem Lesen und Anpassen von Schnittmustern sowie Informationen zu vielen verschiedenen Nähtechniken, wie dem Säumen, Einfassen oder Raffen. So steht deinem bunten und unverkennbaren Kleiderschrank nichts mehr im Wege!

Das E-Book können Sie in Legimi-Apps oder einer beliebigen App lesen, die das folgende Format unterstützen:

EPUB
MOBI

Seitenzahl: 117

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Impressum

Alle in diesem Buch veröffentlichten Abbildungen sind urheberrechtlich geschützt und dürfen nur mit ausdrücklicher schriftlicher Genehmigung des Verlags gewerblich genutzt werden. Eine Vervielfältigung oder Verbreitung der Inhalte des Buchs ist untersagt und wird zivil- und strafrechtlich verfolgt. Das gilt insbesondere für Vervielfältigungen, Übersetzungen, Mikroverfilmungen und die Einspeicherung und Verarbeitung in elektronischen Systemen.

Die Projekte aus diesem Buch sind nur für den persönlichen Gebrauch bestimmt oder als Spende an gemeinnützige Organisationen und Einrichtungen sowie als Ausstellungsstücke mit dem Vermerk auf den Urheber:

Design: © 2017 Edition Michael Fischer aus dem Buch „Alles Jersey –Shirts & Tops“.

Für die kommerzielle Verwendung der Vorlagen und fertiggestellten Projekte muss die Erlaubnis des Verlags vorliegen.

Die im Buch veröffentlichten Aussagen und Ratschläge wurden von Verfasser und Verlag sorgfältig erarbeitet und geprüft. Eine Garantie für das Gelingen kann jedoch nicht übernommen werden, ebenso ist die Haftung des Verfassers bzw. des Verlags und seiner Beauftragten für Personen-, Sach- und Vermögensschäden ausgeschlossen.

Bei der Verwendung im Unterricht ist auf dieses Buch hinzuweisen.

EIN E-BOOK DER EDITION MICHAEL FISCHER

1. Auflage 2021

© 2017 Edition Michael Fischer GmbH, Donnersbergstr. 7, 86859 Igling

Produktmanagement: Heike Fröhlich

Lektorat: Ute Wielandt, Baar-Ebenhausen

Cover, Layout und Satz: Michaela Zander, Bernadett Linseisen

Schnitttechnik: Solveigh Keikavoussi, Hamburg

Herstellung: Laura Denke

Bildnachweis: © Katja Schubert, Shot Fotografie: Cover, 2, 3, 4, 58, 60, 64, 68, 71, 72, 76, 79, 80, 84, 88, 91, 92, 96, 100, 104, 108, 112, 116, 119, 120, 124, 130, 134, 138, 142,

Rückcover © Yvonne Jahnke, Hamburg: 9, 15, 16 (oben), 17, 29, 18, 39 (linke Spalte), 43, 44, 45 (linke Spalte), 52, 55, 57

© Silke Türck, München: 13

© BROTHER Sewing Machines Europe GmbH: 18

© Elisabeth Wilbat, Stuttgart: 41 (links unten), 47

Alle anderen Fotos: Stefanie Brugger

ISBN 978-3-7459-0548-9

www.emf-verlag.de

Inhalt

Einleitung

Grundlagen

Was du zum T-Shirt-Nähen brauchst

Jersey-Stoffkunde

Einlagen und Kurzwaren

Nähzubehör

Jersey nähen mit der Overlockmaschine

Jersey nähen mit der Haushaltsnähmaschine

Größenauswahl / Maß nehmen

Schnittmuster anpassen

Übersicht der Schnittteile

So liest du die Schnittmuster richtig

Vorbereiten und Zuschneiden

Die wichtigsten Techniken

Welcher Abschluss passt wo?

Zusammensetzen eines T-Shirts

Bündchen

Einfassen mit Jerseystreifen

Beleg

Säume

Knöpfe und Druckknöpfe

Raffen/Kräuseln

Verzierungen

Weitere Verarbeitungsmethoden:

Projekte

Rügen

Amsterdam

Chicago

Monaco

Kapstadt

Lima

Lissabon

Dublin

Adelaide

Tokio

Bergen

Algiers

Sofia

Iraklio

Oslo

Paris

Minsk

Rio de Janeiro

Kathmandu

Montreal

Noch mehr Variationen

Danksagung

Über die Autorin

Einleitung

Spätestens seit den 1960er-Jahren hat das T-Shirt, ursprünglich zur Unterwäsche ge­hörend, seinen Siegeszug angetreten und ist seither aus den Kleiderschränken der allermeisten Menschen nicht mehr weg­zudenken. Der T-förmige Schnitt des ursprünglich kurzärmeligen Oberteils ist inzwischen vielfach weiterentwickelt und abgewandelt worden. Für Frauen, für Männer, für Kinder, für Jung und Alt gibt es T-Shirts in endlos vielen Variationen.

Sportlich, leger, lässig – oder auch edel, elegant, feminin: T-Shirts können all das sein und noch viel mehr, mit zahlreichen Zwischen­stufen. Mit Jeans sind T-Shirts ein Traumpaar, sie passen aber auch zu allen anderen Hosen und ebenso zu Röcken. Im Büro und in der Freizeit, zum Schlafen und zum Sport, zum Ausgehen oder zum Entspannen, T-Shirts sind alltägliche Lieblingskleidungsstücke. Noch dazu sind sie immer bequem zu tragen, praktisch und pflegeleicht – egal, ob ihr Schnitt nun schlicht oder aufwendig ist.

Mindestens ebenso viel Spaß wie T-Shirts zu tragen macht es, T-Shirts selbst zu nähen! Und das ist auch gar nicht schwer, probier es einfach aus!

Basic-T-Shirts sind schnell und leicht umgesetzte Nähprojekte. Auch NähanfängerInnen können sich daran wagen. Wenn du mehr Zeit und Erfahrung hast, wirst du bei auf­wendigen T-Shirts mit vielen Details ganz in deinem Element sein.

Dieses Buch möchte dir Anregungen geben, deine ganz persönlichen Lieblings-T-Shirts selbst zu nähen. Der beigefügte Schnitt im Baukastensystem dient als Ausgangspunkt für deine eigenen Kreationen. Die einzelnen Schnittteile kannst du immer neu zusammen­fügen – spiele mit Ausschnittformen, Ärmellängen, Saumformen und vielen Details in der Verarbeitung!

Das grundsätzliche Zusammensetzen eines T-Shirts sowie die wichtigsten Näh­techniken werden im vorderen Teil des Buchs erklärt. Im Anschluss findest du viele Beispiele für ganz unterschiedliche T-Shirts. Die hierbei erklärten Verarbeitungs­weisen kannst du natürlich auch auf andere Shirts übertragen. Suche dir die Schnittteile, Details und Verarbeitungsmethoden zusammen, die dein Lieblings-T-Shirt ergeben!

Bitte lies dir die Anleitungen jeweils vor dem Nähen ganz durch. Dann kann es schon losgehen!

Viel Spaß beim Nähen und viel Freude mit den selbst genähten T-Shirts!

Grundlagen

Was du zum T-Shirt-Nähen brauchst

Jersey-Stoffkunde

Jersey ist der Stoff für T-Shirts! Aber was ist Jersey überhaupt? Mithilfe dieser

Übersicht kannst du dich mit den unterschiedlichen Jerseyqualitäten vertraut machen. Du wirst sehen: Mit den unterschiedlichen Varianten dieser Maschenware ist eine riesige Vielfalt an Nähprojekten möglich.

Jersey gehört – im Gegensatz zur Webware, bei der Kett- und Schussfäden miteinander verwebt werden – zu den sogenannten Maschenwaren. Die Fäden werden miteinander verschlungen, die Herstellungsart ist also vergleichbar mit dem Stricken.

Jersey zeichnet sich durch seine Dehnbarkeit und Anschmiegsamkeit aus, der weiche Stoff fühlt sich auf der Haut angenehm an und macht jede Bewegung mit.

Dabei ist Jersey aber nicht gleich Jersey – es gibt viele verschiedene Arten, die sich in der Strickart bzw. im Material und in den jeweils daraus folgenden Eigenschaften deutlich unterscheiden.

Für T-Shirts kannst du folgende Jerseyarten verwenden:

Jerseystoffe nach Strickart

Single-Jersey (manchmal auch Trikotstoff genannt) ist ein einlagig gestrickter Stoff. Auf der Vorderseite hat er rechte Maschen, auf der Rückseite linke Maschen. Dieser leichte Stoff ist weich und trägt sich angenehm auf der Haut. Durch das feine Maschenbild können sich bei Single-Jersey allerdings leicht die Seiten einrollen, was beim Nähen manchmal etwas Geduld erfordert.

Interlock-Jersey ist ein zweiseitig gestrickter Stoff. Auf der Vorderseite wird immer nur jede 2. Masche gestrickt, auf der Rückseite dann die „fehlenden“ zweiten Maschen (= Kreuzbindung). Dadurch entsteht ein mit­einander verbundener, zweilagiger Stoff, der auf beiden Seiten nur rechte Maschen zeigt. Da er doppelt gestrickt wird, ist Interlock sehr strapazierfähig und etwas dicker bzw. wärmer als Single-Jersey. Zudem rollt er sich an den Seiten nicht ein. Interlock-Jersey besteht meist zu 100 % aus Baumwolle. Ohne Elasthananteil ist der Stoff zwar sehr dehnbar, jedoch nicht elastisch, d.h. er springt nicht in die ursprüngliche Form zurück. Kleidungsstücke aus Interlock können also leicht „ausleiern“. Interlock eignet sich daher eher für recht weite T-Shirts oder leichte Pullis.

Double-Jersey bzw. Romanit-Jersey ist ein zweilagig gestrickter Stoff. Er hat entweder beidseitig rechte Maschen oder beidseitig linke Maschen. Dadurch wird der Stoff etwas robuster und fällt etwas schwerer. Meist ist Romanit-Jersey nicht sehr stark dehnbar. Oftmals sind Vorder- und Rückseite in unterschiedlichen Farben gehalten, wodurch tolle Effekte erzielt werden können.

Jacquard-Jersey ist wie der Interlock ein zweiseitig gestrickter Stoff. Hier können Muster eingestrickt werden. Sie sind dann auf der Rückseite in den gegengleichen Farben zur Vorderseite sichtbar. Dass zusätzlich Muster aufgedruckt werden, ist unüblich. Für T-Shirts eignen sich nur leichte Jacquard-Jerseys mit Elasthananteil – festeren Jacquard verwende lieber für eher weite Pullover oder Jacken.

Rippen-Jersey, auch Bündchenware oder Rib-Jersey genannt, ist ein einlagig gestrickter Stoff, bei dem sich rechte und linke Maschen abwechseln. Dadurch hat dieser Stoff auch ohne Elasthananteil leichte Rücksprungeigenschaften. Nachteil hier ist jedoch, dass der Stoff relativ schnell ausleiert – Bündchen­-ware mit Elasthananteil (ca. 5 %) ist formstabiler. Bei T-Shirts wird Bündchenware für Hals-, Ärmel und Hüftbündchen verwendet.

Tipp

Wenn du nicht sicher bist, welche Jerseyart vor dir liegt, sieh einmal auf der Webkante nach, dort findest du manchmal Angaben zur Zusammensetzung des Stoffs aufgedruckt. Im Fachhandel kann man dir bestimmt auch Auskunft geben.

Gerade für Anfänger ist es sinnvoll, sich an Stoffempfehlungen zu halten – wenn du mehr Erfahrung hast und die Passform eines Schnittes besser einschätzen kannst, kannst du beim Nähen auch mit unterschiedlichen Stoffarten experimentieren oder nötige Änderungen am Schnitt vornehmen.

Jerseystoffe nach Zusammensetzung

Durch seine Herstellungsart (gestrickt/gewirkt) ist Jersey dehnbar, aber erst durch die Beimischung von Elasthan wird der Stoff elastisch, d.h. er springt nach dem Dehnen wieder in seine ursprüngliche Form zurück.

Baumwolljersey besteht gänzlich oder zu einem überwiegenden Teil aus Baumwolle (z.B. 95 % Baumwolle, 5 % Elasthan). Dieser klassische Bekleidungsstoff eignet sich bestens für T-Shirts.

Viskosejersey wird aus Viskose (chemisch aufbereitete Pflanzenfasern) hergestellt, häufig wird ein geringer Elasthananteil beigemischt. Viskosejersey hat einen fließenden, weichen Fall, was ihn beim Nähen etwas rutschig macht. Durch seinen leichten Glanz kann der Stoff sehr edel wirken und macht sich besonders gut für elegantere T-Shirts.

Modal wird aus natürlicher Zellulose (Buchenholz) hergestellt. Modal-Jersey ähnelt im Tragegefühl dem Viskosejersey und ist auch ähnlich zu verarbeiten.

Polyesterjersey besteht aus Polyester mit Elasthan­beimischung und wird überwiegend für Sportbe­kleidung verwendet.

Wolljersey wird aus Wolle gestrickt/gewirkt, teilweise mit Elasthanbeimischung. Du kannst Wolljersey für winterlich-warme T-Shirts verwenden, achte aber unbedingt darauf, dass der Stoff dehnbar genug ist.

Seidenjersey besteht aus Seide, teilweise mit Viskosebeimischung. Dieses elegante Material eignet sich hervorragend für edle Tops und T-Shirts.

pflege

Damit deine selbstgenähten T-Shirts dir lange Freude machen, zahlt es sich aus, auf gute Pflege der Kleidungsstücke zu achten. Vergiss außerdem nicht, deine Jerseystoffe auch vor dem Vernähen schon einmal zu waschen, da Jersey oft geringfügig einläuft.

Die meisten Jersey-Stoffe sind recht pflegeleicht und können in der Waschmaschine mit 30°oder 40° gewaschen werden. Wird zu heiß gewaschen, v. a. bei hohem Elasthananteil, können die synthetischen Fasern im Stoff zerstört werden und der Jersey verliert an Elastizität.

Feinwaschmittel, Wollwaschmittel bzw. Color-Waschmittel können die Leuchtkraft von farbigen Stoffen erhalten. Oft wird eine Feinwäsche bzw. ein Schonwasch­gang empfohlen. Auch das Waschen auf links ist be­sonders schonend. Außerdem solltest du deine T-Shirts mit Kleidungsstücken aus ähnlichen Stoffen und in ähnlichen Farben gemeinsam waschen.

Achte bitte immer auf spezielle Pflegehinweise des Herstellers – oft findest du an der Webkante des Stoffes Hinweise zum Waschen und Pflegen aufgedruckt.

Das Trocknen im Trockner ist meist nicht empfehlenswert, weil die Stoffe dadurch noch einlaufen können. Beim Lufttrocknen hingegen kann nichts schief gehen. Besonders große, schwere Kleidungsstücke solltest du nicht hängend, sondern im Liegen trocknen, damit sich nichts verzieht.

T-Shirts und alle anderen aus Jersey genähten Kleidungsstücke sind problemlos zu bügeln, sie sollten aber nicht zu heiß gebügelt werden.

Einlagen und Kurzwaren

Einlagen sind praktische Ergänzungen nicht nur für Webstoffe, sondern auch für elastische Stoffe wie Jersey und Sweat. Achte sowohl hier als auch beim Kauf deiner Kurzwaren darauf, dass die Elastizität deines Stoffs durch das Vlies oder das Band nicht eingeschränkt wird.

Einlagen

Einlagen verstärken den Stoff und verhindern, dass dieser sich ungewollt ausdehnt oder verzieht. Beim T-Shirt-Nähen werden Einlagen vor allem bei der Ver­arbeitung von Kragenteilen, Knopfleisten, Belegen oder Ausschnittkanten verwendet.

Einlagen bestehen aus Vlies und haben meist eine Klebeseite, mit deren Hilfe sie durch Aufbügeln auf der linken Stoffseite fixiert werden. Einlage an den Rändern verhindert das Einrollen des Stoffs. Für die Projekte in diesem Buch habe ich Einlagen der Marke Vlieseline verwendet; wenn du eine andere Marke vorziehst, achte darauf, dass die Einlage in Stärke und Elastizität dem beim Projekt angegebenen Produkt entspricht.

Kurzwaren Um deinen T-Shirts den letzten Schliff zu verpassen, kannst du unterschiedliche Kurzwaren einsetzen. Paspeln und andere Bänder, Gummilitzen, Schrägband oder Spitze kannst du zu wirkungsvollen Details verarbeiten. Achte aber unbedingt darauf, für Jersey nur elastische Bänder zu verwenden, denn auch die Verzierungen müssen sich mitdehnen, wenn der Stoff beim Tragen und An- und Ausziehen gedehnt wird.

Bevor du Knöpfe an deinen T-Shirts anbringst, solltest du den Jersey an den entsprechenden Stellen auf der Rückseite mit Einlage verstärken. Dann lassen sich auch Knopflöcher nähen, ohne dass der Stoff sich verzieht. Noch leichter zu handhaben sind spezielle Jersey-Druck­knöpfe, die mit einem dazugehörigen Werkzeug oder einer Zange befestigt werden.

Empfehlungen für Jerseystoffe:

Vliesofix ist ein beidseitig haftendes Klebevlies, das beim Applizieren sehr praktisch ist.

G 785 ist eine bi-elastische, d.h. in Längs- und Querrichtung elastische Einlage für zarte, fließende Jerseystoffe wie Viskose oder leichte Baumwolljerseys.

H 609 ist eine bi-elastische Einlage speziell für schwerere Jerseystoffe.

G 770 ist eine bi-elastische Einlage für schwerere Jerseystoffe.

G  710 und G  700 sind leichte, nicht dehnbare Einlagen, die zur Verstärkung von Schnittteilen, die nicht dehnbar sein müssen (z.B. weite Ausschnitte), verwendet werden können.

Framilonband (auch „Framilastic“) ist ein dehnbares Band für elastische Bünde oder Raffungen. In die Schulternaht eingearbeitet, verhindert es dauerhaft, dass sich das Shirt ausleiert.

Nähzubehör

Neben der Nähmaschine gibt es eine Grundausrüstung, die du für alle Nähprojekte bereithalten solltest. Dieses Handwerkszeug wirst du ständig im Gebrauch haben. Investiere in Qualität, um die Freude am Umgang mit deinem Nähzubehör nicht zu schmälern.

Grundausstattung

Eine große, gut in der Hand liegende Stoffschere mit langer Klinge leistet dir beim Zuschneiden gute Dienste. Benutze die Schere aber nur zum Schneiden von Stoffen, nicht für Papier, sonst wird sie stumpf.Eine kleinere Fadenschere zum Abschneiden von Faden­enden oder zum Zu- und Ausschneiden von Details ist ebenfalls sehr nützlich.Vor allem gerade Stoffstücke kannst du gut auch mit einem Rollschneider zuschneiden. Verwende dabei als Unter­lage eine Schneidematte und nimm ein Lineal zu Hilfe.Zum Auftrennen, falls du dich mal vernähst hast, bewährt sich ein Nahttrenner. Damit kannst du auch vorsichtig z.B. Knopflöcher aufschneiden.

Stecknadeln brauchst du zum Fixieren mehrerer Stofflagen. Es gibt sie mit Metall- oder Glasköpfchen und in unterschiedlicher Länge und Stärke. Achte darauf, dass die Stecknadeln, vor allem in sehr feinen Stoffen, keine Löcher hinterlassen – stecke daher am besten möglichst innerhalb der Nahtzugaben, und verwende für Jersey eher feine Nadeln oder solche mit abgerundeter Spitze. Schnell gesammelt und aufgeräumt hast du Steck­nadeln mit einem (magnetischen) Nadelkissen.Außerdem gibt es sogenannte Wonderclips, die, ähnlich Wäscheklammern, Stofflagen zusammenhalten, ohne sie zu durchstechen.

Für die Nähmaschine brauchst du spezielle Jersey-­Nähnadeln – mehr zum Thema Nähen mit Jersey findest du ab Jersey nähen mit der Overlockmaschine. Handnähnadeln, Durchziehnadeln mit größerem Nadelöhr und Sicherheitsnadeln sollten in deinem Nähkästchen ebenfalls nicht fehlen.

Um Markierungen auf dem Stoff anzubringen, benutze Schneiderkreide, die es in verschiedenen Farben und Formen (grobe Blöcke oder feinere Stifte als Kreiderad) gibt. Daneben gibt es unterschiedliche Trickmarker und Textilstifte, die sich zum Zeichnen auf dem Stoff eignen – solche Markierungen verschwinden von selbst wieder, je nach Produkt nach einigen Tagen oder z.B. durch Wegwischen mit einem feuchten Tuch. Beachte die Gebrauchshinweise des Trickmarkers bzw. Textil­stifts und mach am besten einen Test auf einem Reststück deines Stoffs, bevor er richtig zum Einsatz kommt.

Mit speziellem Kopierpapier und einem Kopierrädchen lassen sich Markierungen ebenfalls gut auf den Stoff übertragen. Innerhalb der Nahtzugabe kannst du auch mit kleinen Einschnitten – sogenannten Knipsen – bestimmte Punkte kennzeichnen.