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Im "Faust", in den "Wahlverwandschaften" und im "West-östlichen Divan" hat Goethe Themen aufgegriffen, die - so erstaunlich das klingen mag - zu den brennendsten unserer Gegenwart zählen: die künstliche Erschaffung des Menschen, die Globalisierung, der immer schnellere technologische Fortschritt (das "Veloziferische") und die Begegnung der Kulturen. In seinem Essay zeigt Manfred Osten eindringlich, dass Goethes Antworten auf die Fragen seiner Zeit, mit denen er zu einem Gespräch auffordert, noch immer aktuell sind.
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Veröffentlichungsjahr: 2013
Manfred Osten
Zur Modernitäteines Klassikersim 21. Jahrhundert
Unveränderte Neuauflage der Ausgabe des Insel Verlags aus dem Jahr 2003© Wallstein Verlag, Göttingen 2013Für die Wiedergabe der Faust-Illustrationen von Max Beckmann:© VG BildKunst, Bonn 2002Alle Rechte vorbehalten,insbesondere das der Übersetzung,des öffentlichen Vortrags sowie der Übertragungdurch Rundfunk und Fernsehen, auch einzelner Teile.Kein Teil des Werkes darf in irgendeiner Form(durch Fotografie, Mikrofilm oder andere Verfahren)ohne schriftliche Genehmigung des Verlages reproduziertoder unter Verwendung elektronischer Systemeverarbeitet, vervielfältigt oder verbreitet werden.Satz und Druck: Memminger MedienCentrum AG, MemmingenPrinted in GermanyISBN (Print) 978-3-8353-1386-6ISBN (E-Book, pdf) 978-3-8353-2523-4ISBN (E-Book, epub) 978-3-8353-2524-1
Vorwortoder Goethe als Berlinverweigerer
1. Kapitel»Alles veloziferisch« – Faust und die beschleunigte Zeit
2. KapitelHomunculus oder die Entschleunigung der Zeit
3. KapitelOttilie: Die Verweigerung des »Veloziferischen«
4. KapitelStillstand der Zeit: War Goethe ein Mohammedaner?
Homunculus – gezeichnet von Max Beckmann:Goethes optimierter Mensch
Anmerkungen
Literaturhinweise
»Der Gruß der Philosophen untereinander sollte sein:Laß Dir Zeit!«
(L. Wittgenstein)
Die Erfahrung moderner Beschleunigungsturbulenzen im Zeichen des Fortschritts hat Walter Benjamin (in seiner Deutung von Paul Klees Bild Angelus Novus als Engel der Geschichte) auf die Formel gebracht: »Wo eine Kette von Begebenheiten vor uns erscheint, da sieht er eine einzige Katastrophe, die unablässig Trümmer auf Trümmer häuft und sie ihm vor die Füße schleudert. Er möchte wohl verweilen, die Toten wecken und das Zerschlagene zusammenfügen. Aber ein Sturm weht vom Paradiese her, der sich in seinen Flügeln verfangen hat und so stark ist, daß der Engel sie nicht mehr schließen kann. Dieser Sturm treibt ihn unaufhaltsam in die Zukunft, der er den Rücken kehrt, während der Trümmerhaufen vor ihm zum Himmel wächst.«1
Die Vorboten dieses Sturms sind früh registriert worden. Die Ungeduld als die Quelle allen Unglücks hat der französische Philosoph Blaise Pascal (1623-1662) in seinen »Pensées« (im Kapitel »Größe und Elend des Menschen«) dingfest gemacht mit den Worten: »Ich habe entdeckt, daß alles Unglück der Menschen von einem einzigen herkommt: daß sie nämlich nicht verstehen, in Ruhe in einem Zimmer zu bleiben.« Pascal gewann diese Einsicht aus der fortschrittsorientierten Fluchtbewegung seiner Zeitgenossen vor dem Innewerden ihrer selbst. Als Quelle dieser Fluchtbewegung hatte schon der englische Philosoph Francis Bacon (1561-1626) die Überstürztheit des menschlichen Verstandes diagnostiziert. Ein Syndrom, das allerdings auch der Antike bekannt war; immerhin findet sich im des Sophokles die Warnung: »Und schnell zu denken, König, leicht ist es zu schnell.«
Lesen Sie weiter in der vollständigen Ausgabe!
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