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Die eigenen Kinder sind schon lange aus dem Haus, da geht es plötzliche wieder los: Wieder Windeln wechseln, aufgeschlagene Knie versorgen und bei den Hausaufgaben helfen … wie ging das alles nochmal? Omas sind Vorbilder, können die spannendsten Geschichten erzählen und backen den besten Apfelkuchen, aber einiges ist über die Jahre auch in Vergessenheit geraten oder hat sich verändert. Diese liebevoll gestalteten und humorvollen sind voller guter Ratschläge und Tipps und Tricks rund ums Enkelkind und somit das optimale Geschenk für Erstlings-Omas, aber auch für Enkelprofis.
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Seitenzahl: 104
Veröffentlichungsjahr: 2019
Joyce EisenbergEllen Scolnic
Alles,was Omawissen muss
Joyce EisenbergEllen Scolnic
Bibliografische Information der Deutschen Nationalbibliothek
Die Deutsche Nationalbibliothek verzeichnet diese Publikation in der Deutschen Nationalbibliografie.
Detaillierte bibliografische Daten sind im Internet über http://d-nb.de abrufbar.
Für Fragen und Anregungen
2. Auflage 2020
© 2019 by mvg Verlag, ein Imprint der Münchner Verlagsgruppe GmbH
Nymphenburger Straße 86
D-80636 München
Tel.: 089 651285-0
Fax: 089 652096
Die amerikanische Originalausgabe erschien 2018 bei Quirk Books, Philadelphia, Pennsylvania unter dem Titel Stuff Every Grandmother Should Know. © 2018 by Quirk Productions, Inc. All rights reserved.
Alle Rechte, insbesondere das Recht der Vervielfältigung und Verbreitung sowie der Übersetzung, vorbehalten. Kein Teil des Werkes darf in irgendeiner Form (durch Fotokopie, Mikrofilm oder ein anderes Verfahren) ohne schriftliche Genehmigung des Verlages reproduziert oder unter Verwendung elektronischer Systeme gespeichert, verarbeitet, vervielfältigt oder verbreitet werden.
Übersetzung und Adaption: Alfons Winkelmann
Redaktion: Sybille Beck
Umschlaggestaltung: Pamela Machleidt
Umschlagabbildung: shutterstock/cristatus
Satz: Digital Design, Eka Rost
Druck: Florjančič Tisk d.o.o., Slowenien
eBook: ePubMATIC.com
ISBN Print 978-3-7474-0092-0
ISBN E-Book (PDF) 978-3-96121-436-5
ISBN E-Book (EPUB, Mobi) 978-3-96121-437-2
Weitere Informationen zum Verlag finden Sie unter
www.mvg-verlag.de
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Für unsere Großmütter Sophie Uberman, Pearl Kirschner und Mary Elgart, die uns ihre Liebe zum Strand und zum Modeschmuck geschenkt und uns stets mit einer mächtigen Umarmung und einem Vanilleeis begrüßt haben.
Für unsere Kinder: Ben und Samantha Eisenberg und Michael, Jessica und Andrew Scolnic. Wir haben darauf gezählt, dass sie uns zu Großmüttern machen, solange wir noch die Energie haben, Babysitter zu sein, zum Spielplatz zu gehen und ihnen einen Familienurlaub zu spendieren.
Einführung
Das 1x1 für Großmütter
Leitfaden für Großmütter: Die Normen der modernen Kindererziehung
Wie du dir deinen Großmutter-Namen aussuchst
Angesagt: Gutes Benehmen
Wie du mit Patchworkfamilien umgehst
Was du am Tag der Entbindung zu erwarten hast
Es ist kein Wettbewerb: Der Umgang mit der »anderen« Großmutter
Wie du die moderne Technik meisterst
Tipps für Großmütter »vor Ort«
Tipps für weit entfernt wohnende Großmütter
Wie du die Hausregeln erstellst
Großmutter-Ziele: Acht Glamour-Großmütter, die dich inspirieren können
Zehn Dinge, die dir niemand erzählen wird, wenn du Großmutter wirst
Nicht bewerten: 15 Dinge, die du niemals sagen solltest
Babys und Kleinkinder
Unbedingt nötig fürs Baby
Wie du eine Windel wechselst
Wie du das Baby fütterst
Einfache Snacks für Kleinkinder
Schlafenszeit! Wie du ihnen beim Einschlafen hilfst
Wie du dein Haus kindersicher machst
Fünf Spielideen mit kleinen Kindern
Ein wenig Esoterik: Aberglaube zum Schutz deines Enkelkindes
Kleine Kinder
So war es damals – so ist es heute
Wie du viel Spaß in dein Zuhause bringst
Wie du mit deinem Enkelkind liest
Fünf Möglichkeiten, ohne Spielzeug Spaß zu haben
Fünf Möglichkeiten, mit Nahrungsmitteln Spaß zu haben
Vier klassische Rezepte für Waffeln, Muffins und Plätzchen
Wie du den Spielplatz überlebst
Spaß in deinem Umfeld: Sieben Ideen für preiswerte Aktivitäten
Größere und große Enkelkinder
Wie du von deinen Enkelkindern lernen kannst
Wie du Althergebrachtes cool erscheinen lässt
Wie du sie anfeuerst
Wie du jemand sein kannst, mit dem sie reden können
Wie du sie verwöhnst (und zwar richtig verwöhnst)
Wegfahren mit Großmutter: Reisen mit der ganzen Sippschaft
Wie du etwas für ihre Zukunft zurücklegen kannst
Tipps, wie du deine Erinnerungen teilen kannst
Die nächste Generation: Wie du dich auf ein Dasein als Urgroßmutter freuen kannst
Danksagung
Herzlichen Glückwunsch! Du wirst also demnächst Großmutter. Da hast du jetzt schon gewonnen. Du hast erfolgreich ein Kind aufgezogen. Es hat überlebt – und ist gediehen –, und jetzt macht es dir das Geschenk eines Enkelkindes.
Das neue Baby muss geknuddelt werden, es braucht Nahrung und eine saubere Windel. Aber das weißt du ja schon. Warum benötigst du also dieses Buch? Betrachte es als Gedächtnisauffrischung – und Anleitung, was sich alles geändert hat, seitdem du die Verantwortung getragen hast.
Lies dieses Buch, damit du nicht völlig ahnungslos dastehst, wenn dich deine Kinder auf ihre »Baby-Party« einladen. Lies es wegen der Tipps, wie du kostenlos Spaß mit deinem Enkelkind haben kannst, ohne 20 oder mehr Euro für einen Zoobesuch auszugeben. Du wirst erfahren, welche Regeln für Großmütter »vor Ort« und für solche »weit weg« gelten, wie du den Spielplatz überlebst und du wirst von 15 Dingen hören, die du niemals sagen solltest. Was jedoch von all den praktischen, hilfreichen Ratschlägen in diesem Buch am meisten zählt, ist, dass du den Anweisungen der Eltern folgst. Nehmen sie es locker und sind einfach nur dankbar dafür, dass du ihr Kind lebendig zurückbringst? Oder haben sie strikte Regeln hinsichtlich Naschereien und Schlafenszeiten? Ihren Vorstellungen zu folgen ist wesentlich. Sie sind die maßgebliche Autorität. Schließlich haben sie es in der Hand, wann du dein Enkelkind zu Gesicht bekommst.
Wäre dieses Buch vor 50 Jahren erschienen, dann hätte sich der Begriff »Eltern« auf ein verheiratetes Ehepaar bezogen, Mann und Frau. Aber wir leben im 21. Jahrhundert und es existieren Familien mit allen möglichen Formen, Größen und Geschlechtern. Wenn wir also von »Eltern« sprechen, dann meinen wir damit alle und jeden: Alleinerziehende, Paare, die verheiratet sind, oder solche, die »in wilder Ehe« zusammenleben, Familien mit zwei Müttern oder zwei Vätern (in Deutschland nach wie vor seltene Exemplare) und Patchworkfamilien. Außerdem sprechen wir grundsätzlich vom »Enkelkind«, und das kann sowohl ein Junge als auch ein Mädchen sein. Wir haben zudem die Kapitel in drei Phasen der Kindheit angeordnet: Babys und Kleinkinder (erklärt sich von selbst), kleine Kinder (etwa von drei bis zehn Jahren) und große Kinder (von elf Jahren an aufwärts).
Genieße also die Lektüre von Alles, was Oma wissen muss. Du wirst jede Menge Tipps erhalten, aber du solltest nicht vergessen, deinen Instinkten zu vertrauen. Beim Aufziehen eines Kindes gibt es viel Spielraum. Schließlich tranken deine eigenen Kinder Wasser aus einem Gartenschlauch, spielten ohne Aufsicht draußen, bis es dunkel wurde, und haben nie einen Fahrradhelm getragen. Sie haben überlebt, und jetzt haben sie dich mit einem Enkelkind beschenkt.
Bereite dich darauf vor, die Reise noch mal ganz von vorn zu beginnen. Diesmal ist der Spaß jedoch völlig auf deiner Seite, denn du kannst das Enkelkind am Abend einfach zurückgeben.
Wusstest du, dass es in den 1950er-Jahren schwierig bis unmöglich war, öffentlich über eine Schwangerschaft zu sprechen? So ging es zum Beispiel der damals in den USA bekannten Schauspielerin Lucille Ball, die mit Desi Arnaz verheiratet war. Sie war praktisch die Erfinderin der Sitcom im Fernsehen, musste aber während ihrer Schwangerschaft ihren Bauch unter weit geschnittenen Blusen und Kleidern verstecken. Heutzutage können Schwangere ihren runden Bauch sehr wohl zeigen. In der Tat ist es so, dass es, den Fotos einiger Prominenter bei Instagram nach zu urteilen, praktisch Pflicht ist, seinen Babybauch im Bikini zu präsentieren! Die Zeiten ändern sich, und eine clevere werdende Großmutter weiß, wie man mit den überraschendsten »Updates« umzugehen hat. Im Folgenden ein paar weitere Dinge, die sich im Lauf der Jahre geändert haben:
»Wir sind schwanger!« Vielleicht hast du schon einmal gehört, dass ein werdender Vater glücklich verkündet: »Wir sind schwanger!« Du erfährst vielleicht alles Neue hinsichtlich »unseres nächsten Besuchs bei der Frauenärztin« (oder sogar über »unsere Hämorrhoiden«!). Aber es ist letztlich immer noch die Frau, welche die Hauptlast der Schwangerschaftsstreifen, schlaflosen Nächte und des Geburtsschmerzes zu tragen hat – die Väter sind aufgeregt, unterstützend und wollen unbedingt teilhaben, und solche Ausbrüche spiegeln die Haltung der Eltern hinsichtlich gemeinschaftlicher Verantwortung wider. Nicht alle Eltern wählen das königliche »Wir«, aber sei nicht schockiert, wenn sie es doch tun.
Essensverbote. Es gab einmal eine Zeit, da waren Experten der Ansicht, dass es dem Baby nicht schaden würde, wenn eine Mutter in der Schwangerschaft Alkohol trinkt. Heutzutage pfeifen es die Spatzen von den Dächern, dass der Konsum von alkoholischen Getränken ein gewaltiges Risiko für das Kind darstellt. Ebenso ist die Liste der Nahrungsmittel lang, die einem Baby im Mutterleib schaden könnten. Rohe Eier, wie zum Beispiel bei der Teigzubereitung, können Salmonellen übertragen (daher keinen rohen Kuchenteig schlecken). Nicht durchgebratenes Fleisch oder roher Fisch (wie zum Beispiel Sushi) könnten Parasiten enthalten. Weichkäse wie Feta und Brie werden oft aus Rohmilch hergestellt, sodass sie das Risiko von Listerien oder Escherichia coli bergen. Schwangere sind nicht einfach nur wählerisch – sie folgen lediglich den Empfehlungen von Frauenärzten.
Sneak previews. Dank der modernen medizinischen Darstellungstechniken erkennst du mehr als einen Schatten, wenn du dein Enkelkind zum ersten Mal »triffst«. Dein Kind zeigt dir vielleicht ein 3-D-Ultraschallbild oder sogar ein Video des Fötus. Wenn das Baby wächst, zeigen sich Finger, Zehen, Gesichtszüge und Genitalien in kristallener Klarheit. Die werdenden Eltern überreichen dir vielleicht sogar eine Aufzeichnung der Herztöne ihres Babys.
»Gender-Reveal-Partys«. In den USA schon längst weitverbreitet, werden inzwischen auch in Deutschland sogenannte Gender-Reveal-Partys, also »Geschlechtsenthüllungspartys«, veranstaltet. Dank der Vorsorgeuntersuchungen ist es heutzutage ja möglich, das Geschlecht des Kindes bereits im Voraus zu wissen. Um diese Neuigkeit zu verbreiten, reicht jedoch ein einfacher Anruf nicht mehr aus. Einige Paare stellen lediglich ein Foto von sich selbst ins Netz, auf dem sie ein Schild mit der Aufschrift »Es ist ein Junge/Mädchen« halten. Andere gehen viel weiter und planen eine Party, auf der sie die Neuigkeit verkünden. Dabei schneiden sie vielleicht einen Kuchen an und enthüllen eine rosafarbene oder blaue Schicht, oder sie zerschlagen eine Piñata voller rosafarben oder blau eingewickelter Süßigkeiten, oder sie werfen eine Rauchbombe mit rosafarbenem oder blauem Rauch.
Babyparty. In den USA »Baby shower« genannt, ist die Babyparty inzwischen auch in Deutschland verbreitet. Die meisten werdenden Mütter freuen sich über viele Geschenke, aber nicht alle möchten vor dem Entbindungstermin feiern. Heutzutage ist es daher am besten, die werdende Mutter zu fragen, was sie gern hätte, insbesondere deshalb, weil in einigen Kulturen und Religionen der Glaube verbreitet ist, eine Babyparty würde das Schicksal herausfordern. In China wird eine Party für das Baby nach dem ersten oder zweiten Vollmond nach der Geburt gegeben. In Frankreich werden Geschenke für das Baby – und die Mutter – traditionell bis zum ersten Geburtstag des Kindes hinausgeschoben. Viele werdende jüdische Mütter, die den bösen Blick nicht auf sich lenken wollen, warten bis nach der Geburt des Babys, bevor sie eine Babyparty geben, Kleidung einkaufen oder ein Kinderzimmer einrichten.
Gesundheit und Sicherheit. Technik und neue Forschungsergebnisse haben beständig jeglichen Aspekt der Babyjahre verbessert. Schlage im Kapitel »Unbedingt nötig fürs Baby« (ab Seite 61), »Einfache Snacks für Kleinkinder« (ab Seite 72) und »Schlafenszeit! Wie du ihnen beim Einschlafen hilfst« (ab Seite 75) nach. Dort kannst du lesen, wie sehr Pflege und Füttern sich verändert haben.
Geschlechtsneutrale Kindererziehung. Immer mehr Eltern halten sich nicht mehr an die »Rosa für Mädchen«- und »Blau für Jungen«-Regeln (die auch nicht ewig existiert haben – im frühen 20. Jahrhundert war die Farbregelung genau andersherum!). Unisex-Namen wie Alex (für Alexander oder Alexandra), Kim und Sascha, Mädchenkleider mit Dinosaurier-Aufdrucken und Badehosen in allen Regenbogenfarben für Jungs und die Aufgabe geschlechtsspezifischer Abteilungen in Spielzeugläden und stattdessen die Einteilung nach Actionfiguren, Fahrzeugen, Baukästen, Puppen und so weiter sind Teil einer größeren Bewegung, Kinder frei von den Einschränkungen der traditionellen Rollen zu erziehen.
Einige Frauen können es nicht erwarten, Oma oder Omi gerufen zu werden. Andere halten sich für zu jung und modern, um sich jemals »Großmutter« nennen zu lassen, und bevorzugen eine andere Bezeichnung (obwohl sich das nicht immer umsetzen lässt …). Und einige Großmütter haben in dieser Hinsicht nicht viel zu sagen. Was kannst du also erwarten und wie findest du den Kosenamen, der zu dir passt?
Du kannst traditionell oder »trendy« sein. Obwohl die Mehrzahl der Großmütter alte Lieblingsbezeichnungen wie »Oma«, »Omi«, »Omimi«, »Omama« oder etwas Ähnliches bevorzugt, gibt es jedoch einige Großmütter mit einem eigenen Kosenamen, oft eine Variante ihres Vornamens. Sie möchten etwas, das modern ist, persönlich und ihre Persönlichkeit reflektiert, und lustige Spitznamen wie »BimBim« oder »Ammi« sind da genau richtig.
Vielleicht erhältst du deinen Namen aber auch vom Baby oder Kleinkind. Manchmal wird die Wahl auch durch das Geplapper eines Babys oder Kleinkindes entschieden. Deswegen gibt es so viele leicht auszusprechende Bezeichnungen wie Mimi, Omi, Baba oder Ähnliches. Wir haben von einer Großmutter erfahren, dass sie ihren Kosenamen erhielt, weil das Kind den Buchstaben s nicht aussprechen konnte und ihren Spitznamen »Lisi« (Abkürzung von Elisabeth) als »Lidi« aussprach. Vier Enkelkinder später war sie immer noch »Oma Lidi«. Schau einmal, was bei dir herauskommt!
Eine Überfülle von Großmüttern.
