Als Eva noch mit Äpfeln warf - Liz Howard - E-Book

Als Eva noch mit Äpfeln warf E-Book

Liz Howard

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  • Herausgeber: Kösel
  • Kategorie: Ratgeber
  • Sprache: Deutsch
  • Veröffentlichungsjahr: 2012
Beschreibung

Gospelsängerin und Vocal Coach Liz Howard lädt Frauen ein zu einem ganz besonderen Menü: Hier gibt es Balsam für Leib und Seele. Als »Soulfood« bezeichnet man nicht nur die traditionelle Südstaaten-Küche, sondern auch eine besonders heitere Sonntagsstimmung: Familie und Freunde treffen sich nach der Kirche, reden, lachen und essen. Liz Howard gelingt es, dieses wohlige, rundum sättigende Gefühl beim Lesen entstehen zu lassen. Spritzig, lustvoll und sehr persönlich lädt sie Frauen ein, sich neu zu entdecken: als Frau im Beruf, als Mama, Freundin, Schwester, Partnerin, reifere oder als frisch verliebte Frau.

  • Seelencoaching mit Frauenpower
  • Frisch, frech, weiblich
  • Das besondere Extra: Mit verführerischen Südstaaten-Rezepten

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Seitenzahl: 251

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Liz Howard

Als Eva noch mit Äpfeln warf

Liz Howard

Als Eva noch

mit Äpfeln warf

Soulfood für Frauen

Kösel

Ich widme dieses Buch Mama Universum für ihre Führung, ihre Weisheit, ihre Wahrheit.

Copyright © 2012 Kösel-Verlag, München,

in der Verlagsgruppe Random House GmbH

Umschlag: Weiss Werkstatt, München

Umschlagmotiv: Orla Connolly, München

ISBN 978-3-641-08298-7

www.koesel.de

Vorwort

Liebe Leserinnen,

obwohl ich es nicht gut finde, dass sich Frauen grundsätzlich erst einmal für alles entschuldigen, entschuldigt bitte, dass ich mit euch in meinem Buch per Du sein möchte. Oder wie ein berühmter deutscher Politiker zu sagen pflegte: »You can say you to me too.« Ich hoffe, ihr gebt mir dafür euren Segen. Das Du bringt uns näher zusammen und wir lernen uns auf einer anderen Ebene besser kennen.

Dieses Buch habe ich für alle Frauen geschrieben, die wie ich das tiefe und zugleich verunsichernde Gefühl in sich tragen, dass unter uns irgendetwas nicht mehr mit rechten Dingen zugeht. Was ist aus den Mädchen und Frauen geworden, die sich vor Jahren noch in einer eingeschworenen Gemeinschaft verbündet hatten und ihre Weiblichkeit mit Stolz und Würde trugen? Warum bekämpfen so viele von uns sich gegenseitig, statt sich zu unterstützen? Zickenkrieg in der Arbeit, Mobbing in der Schule, abschätzende Blicke und Lästereien. Ich möchte euch von meinen persönlichen Erfahrungen mit den unterschiedlichsten Frauen erzählen. Mein Wunsch ist es, euch damit zu berühren, vielleicht wachzurütteln, zum Lachen zu bringen und euch zu inspirieren: zu mehr Solidarität unter Frauen, zu mehr Liebe zu euren Schwestern und zu euch selbst.

Soulfood – was ist das eigentlich?

Soulfood bezeichnet die traditionelle Küche der Afroamerikaner in den Südstaaten. Die Gerichte sind einfach und nahrhaft, nicht gerade kalorienarm, aber unbedingt etwas für die Seele! Soulfood ist aber auch ein Synonym für einen anderen süßen Geschmack: Familie.

Verknüpft wird diese »Kalorienbombe« daher nicht nur mit den unglaublichen Gaumenfreuden von über Generationen überlieferten Rezepten. Vielmehr steht Soulfood für eine heitere Sonntagsstimmung, für ein rundum sättigendes Gefühl von Zuhause. Während sich die Kinder noch vor dem Kirchgang in ihren Betten räkeln, stehen Mamas, Omas und Tanten längst in der Küche. Das ganze Haus ist schon morgens erfüllt von einer duftenden Mischung aus Coconut Cream Pie, Barbecue Chicken, Turkey & Dressing, Sweet Potato Pie, Maccaroni & Cheese und Corn Bread.

Jeder Sonntag ist in den Südstaaten ein kleiner Festtag: Die ganze Familie trifft sich nach der Kirche – sitzt zusammen, schwatzt, lacht, singt und isst gemeinsam über Stunden hinweg. Bei so vielen Leckereien, die zu Hause auf hungrige Münder warten, ist es kein Wunder, dass die Kinder gerne ein Stoßgebet für ein baldiges Ende der Predigt gen Himmel schicken.

Allein der Klang des Wortes Soulfood ist Nahrung für meine Seele. Ihr werdet im Laufe des Lesens jedoch feststellen, dass für mich die Worte Kindheit und Familie nicht immer nur schöne Erinnerungen hervorrufen – im Gegenteil. Glaubt also nicht, ich wäre sentimental und wollte Bilder einer unrealistischen heilen Familienwelt heraufbeschwören. Doch ob ihr heute Soulfood in eurem Leben habt oder nicht, hängt nicht davon ab, wie es früher gewesen ist. Es hängt davon ab, wer ihr heute seid: Ob ihr euch selbst die Nahrung gebt, die eure Seele braucht. Ob ihr ja sagt zu euch selbst und eurem Frausein. Vielen von uns ist das von anderen Menschen ausgetrieben worden. Doch wir können wieder lernen, uns und andere Frauen (und auch die Männer!) wertzuschätzen, uns zu feiern und uns gegenseitig Kraft zu geben, egal, ob im Beruf, unter Müttern, Freundinnen und Schwestern, ob als junge oder reife Frau, Single oder frisch verliebt.

Mit den nächsten Seiten will ich euch dabei unterstützen.

Euch wünsche ich ein rundum Appetit anregendes und in-spirierendes Leseerlebnis, und damit diese Lektüre vollkommen wird, habe ich euch noch ein paar alte Rezepte aus meiner Zeit in New Orleans beigefügt. Enjoy your soulfood!

Prolog:

Evas Apfel

Im Paradies

Als ich noch in New Orleans lebte, ärgerte mich mein Ex-Freund oft mit dem blöden Spruch: »Ihr Frauen hättet eben nicht in den Apfel beißen sollen!« Er sagte das immer, wenn ich in Bezug auf Frauen aufgebracht war, z.B. wenn eine Frau an der Wahl für einen Senatorenposten gescheitert war. Egal, was es war, er hatte immer den gleichen Satz für mich parat, um mich zu veralbern: »Ihr Frauen hättet eben nicht in den Apfel beißen sollen!« Er wusste wirklich genau, wie er mich auf die Palme bringen konnte. Grrrr!

Also lasst mich ein wenig über das »Was wäre gewesen wenn« fantasieren. Wie wäre es wohl gewesen, wenn der Garten Eden mit seiner Schönheit, seiner wohligen Wärme, seinen riesengroßen grünen Blättern, seiner erstaunlichen und berauschenden Vielfalt an Blumen, Bäumen und Feigenblättern, wenn dieses Paradies nur für Frauen entworfen worden wäre? Ein wahres Paradies für Frauen in unterschiedlichsten Formen, Größen und Farben. Frauen, die einander hilfsbereit gegenseitig die Feigenblätter geraderichteten. Die in Frieden miteinander diesen wunderschönen Ort teilen würden. Was wäre, wenn Gott vergessen hätte, Adam zu erschaffen? Oder ihn vielleicht etwas später zu uns geschickt hätte, damit wir die Möglichkeit gehabt hätten, uns zuerst selbst besser kennenzulernen? Alle Evas im Paradies hätten sich mit Freuden zusammengetan, um zuerst einen großen Ast von diesem alten Baum zu reißen und damit diese alberne Schlange zu vertreiben! Manche würden sagen, tut der Schlange nichts zuleide, wir sind im Paradies. Aber wäre ich die Chef-Eva gewesen, hätte ich zu meinen Schwestern gesagt: »Tötet die Schlange! Lasst uns einen Gürtel daraus machen, damit diese blöden Feigenblätter nicht immer rutschen.«

Dann wäre da aber immer noch dieser Apfelbaum. Meine erste Frage an euch lautet: »Warum heißt der Adamsapfel im Hals eines jeden Mannes Adamsapfel?« In meiner Fantasie kann ich deutlich vor meinem inneren Auge sehen, wie Adam dann doch noch das Paradies betritt, gar nicht darüber nachdenkt, was man mit einem Apfel alles anstellen könnte, sondern einfach vor lauter Hunger einen frischen vom Baum pflückt und einen riesigen Bissen davon nimmt. Wir hätten ja, wie wir es schon immer getan haben, heimlich nur die herabgefallenen Früchte genommen und sie zu den herrlichsten Gerichten verarbeitet. Meine Eva-Schwestern wären da sehr kreativ gewesen: »Lass sie uns rösten«, »Lass sie uns zerdrücken«, »Lass sie uns mit Feigen mischen!« Wir hätten den Apfel auch in kleine Portionen unter uns aufgeteilt und keine so großen Stücke davon in den Mund geschoben, dass man sie heute noch sehen kann. Ich weiß, es ist nur eine Fantasie, wie es gewesen sein könnte. Die Bibel erzählt die Geschichte von Adam und Eva ja ganz anders. Aber: Wenn dieser fremde Adam in unser herrliches Paradies gekommen wäre und mit einem Blick auf den Bauch einer unserer Eva-Schwestern gesagt hätte: »Du siehst heute ein wenig aufgebläht aus! Geht’s dir nicht gut?« Alle Evas hätten sich hinter diese eine gestellt und sie angefeuert: »Wirf ihn! Nicht essen! Werfen!« Hätte ich doch jedes Mal jemanden in meinem Rücken und einen Apfel zur Hand gehabt, wenn mein Ex-Freund mal wieder seinen Spruch sagte!

Zusammenhalt unter Frauen

Als junges Mädchen wusste ich zwei Dinge genau. Oder vielleicht doch drei. Erstens: Ich würde eines Tages vor einem wirklich großen Publikum stehen und meine Stimme auf irgendeine Art und Weise einsetzen. Zweitens: Mein Bruder hatte etwas, das ich heute das »Männerprivileg« nennen würde, und das war unfair! Da ich in einer Familie aufwuchs, in der eine Mutter ihre beiden Kinder, Bruder und Schwester, alleine großzog, hörte ich als Mädchen und später auch als junge Frau oftmals die Sätze: »Er ist eben ein Junge, er kann das machen, aber bei dir geht das auf gar keinen Fall.« Ich meine, und Gott möge dich segnen, liebe Mama, was ist das für ein riesiger Blödsinn! Und schließlich wusste ich drittens: Die Mädchen in unserer Nachbarschaft, Mann, oh Mann, das war wirklich eine eingeschworene Gemeinschaft. Und ich bewunderte sie dafür.

Leider war ich nicht immer ein Teil dieser Gemeinschaft, eher eine Außenseiterin, die nur von Zeit zu Zeit bei Fangen, Seilspringen, Verstecken mitspielen durfte. Einerseits vielleicht, weil ich eine sehr strenge Mutter hatte, die mir lediglich ein einziges Mal erlaubt hatte, dass eine Freundin bei mir übernachten durfte. Andererseits war ich aber auch tatsächlich vom Typ her eher eine Außenseiterin; jemand, der immer dann mitspielen darf, wenn von der Stammbesetzung gerade jemand fehlte. Ja, ich bewunderte sie für ihre Stärke, ihren Mut und vor allem für ihren starken Zusammenhalt. Wenn ein junger Mann dumm genug war, sich mit ihnen anzulegen, hielten sie sich instinktiv bei den Händen, wurden eins und drohten, den armen Kerl zu vermöbeln: »Leg dich nicht mit uns an!« Woraufhin alle anderen laut mit einfielen: »Wir haben keine Angst vor dir«, und die ganze Clique schrie dann im Chor: »Yeah! Leg dich nicht mit uns an!«, »Komm nur!«, und »Wir haben keine Angst vor dir!«. Der Klang dieser Stimmen war beinahe wie ein Lied mit einem besonders starken und eindringlichen Text, eigens nur für den Zweck komponiert, den Gegner spüren zu lassen, sich besser nicht mit einer solchen Truppe anzulegen.

Vielleicht hätte ich die Mädels einmal mit zu meinem Nachbarn nehmen sollen, denn in dessen Garten standen die besten Apfelbäume der Gegend. Die Äpfel an diesen Bäumen waren fest, knackig und etwas säuerlich. Wenn ich welche bekam, aß ich sie oft mit einer Prise Salz, der Geschmack war geradezu himmlisch. Gegen die Jungs wären sie ideal zum Werfen gewesen.

Ich erinnere mich auch daran, dass wir uns als junge Mädchen noch gegenseitig Komplimente über alle möglichen Dinge machen konnten, selbstlos und ohne uns Gedanken zu machen, ob uns diese Komplimente am Ende etwas kosten würden oder wir dabei etwas verlieren mochten. Zurückblickend lebten wir damals fast ohne Sorgen. O.k., meine einzig wirklich große Sorge bestand wahrscheinlich in der Bewältigung all meiner täglichen Aufgaben im Haushalt wie Geschirr abwaschen, bügeln, putzen, staubsaugen und so weiter. Vielleicht auch darin, wie ich meine Finger von McDonald’s überaus leckerem Erdbeer-Milchshake lassen konnte. Oh, wie liebte ich damals Erdbeeren oder ein doppelt in Schokolade getauchtes Softeis von »Dairy Queen« oder – oh Gott, schenke mir Kraft! O.k., bis auf diese wenigen Ausnahmen war ich also relativ unbesorgt. Beispielsweise machte ich mir überhaupt keine Gedanken über die Konsequenzen meiner Schokoladen- und Eisgelage. Ich dachte weder an Kalorien noch an Cellulitis. Zum Teufel, ich wusste ja noch nicht einmal, wie man diese Worte buchstabiert! Hatte ich auch nur die leiseste Ahnung davon, dass Erdbeeren und Softeis mit Schokoladenmantel meinen Hintern auf die Größe eines doppelstöckigen Reisebusses anwachsen lassen können? Nein, und es machte mir auch überhaupt nichts aus.

Auf meinem fast fünf Kilometer langen Spaziergang zur nächsten Filiale von »Dairy Queen« trug ich damals meistens mein in allen Farben des Regenbogens geblümtes Sommerkleid und hatte die Haare zu zwei Zöpfen geflochten. Alle paar Meter überprüfte ich, während mir schon das Wasser im Mund zusammenlief, ob sich meine 25 Cents noch in der kleinen eingenähten Tasche meines Kleides befanden. Ich ließ die Münzen klimpernd durch meine Finger gleiten oder hielt sie einfach nur fest, damit sie nicht durch eventuelle kleine Löcher in den Taschen verschwinden konnten. Dabei hatte ich nur einen einzigen wichtigen Gedanken im Kopf: Hoffentlich war dort wieder einmal ein ganz neuer Eisverkäufer eingestellt worden, bei dem man ziemlich sicher sein konnte, dass er aufgrund mangelnder Erfahrung die Mengen noch nicht abschätzen konnte und ich deshalb mehr Eiscreme bekommen würde als üblich. Bitte, lieber Gott, lass dort einen gaaaaaanz neuen Eisverkäufer sein, ja? Entschuldigt bitte, aber immer, wenn ich an Schokolade denke, schweifen meine Gedanken ein wenig ab. Lasst uns zurückkehren zu meiner Bewunderung für die Gemeinschaft der Frauen von damals.

Hier ist jetzt meine Frage an euch, die eine Frage, welche ich mir immer wieder stelle, die ich die »berühmte Frauenfrage« nenne: Ihr Frauen da draußen in der Welt, was ist mit uns geschehen? Wann haben wir diesen Geist in uns verloren, der uns zusammenhalten ließ und die Worte in uns formte: »Junge, ich werde dir in den Hintern treten, wenn du meine Schwester nicht in Ruhe lässt! Ich habe keine Angst vor dir!« Wann haben wir damit angefangen, uns nur noch bezüglich unserer Cellulite zu vergleichen und zu beurteilen? Wann haben wir damit aufgehört, ein Eis wirklich genießen zu können? Und wann – zum Donnerwetter noch mal – haben wir mit dem Unsinn angefangen, uns beim Schokoladeessen schuldig zu fühlen? Denn ehrlich, ich liebe all diese tollen männlichen Wesen wirklich sehr, aber manchmal muss es einfach eine leckere, herrliche, süße Tafel dunkler Schokolade sein.

Mit der Zeit wurde diese Frage zu meinem Mantra, wandelte sich zu einer inneren Revolution, meiner inneren Revolution. Ich arbeite mit Frauen, ich versuche alles, um diese Frauen zu achten, aber natürlich falle ich immer wieder auf die Nase mit diesem ganzen weiblichen Konkurrenzdenken untereinander. Also beschloss ich, hinauszugehen, zu suchen, zu fragen, zu fühlen und am Ende zu verstehen: Was machen wir heute anders als noch vor dreißig oder vierzig Jahren? Wann passierte es das letzte Mal, dass ich aufstand und mich gegen Jungs wehrte, die andere Frauen ärgerten oder gar verletzten, so wie damals vor vielen Jahren? Ich habe vor Kurzem gelesen, dass wir einst vor langer Zeit die Chefs waren; wir saßen an Tischen und aßen, was ich übrigens heute noch mitunter am liebsten mache, trafen dabei Entscheidungen, lösten Probleme, umarmten uns und lachten, berieten uns über die Zukunft und selbstverständlich teilten wir eine sehr heilige und wichtige Sache: unsere Liebe und unseren Respekt voreinander.

Ihr habt sicherlich schon bemerkt, dass wir aufgehört haben damit zu drohen, den Jungs den Hintern zu versohlen. Denn wir treten uns jetzt selbst gegenseitig in den Hintern. Ich hatte also eine Entscheidung darüber zu treffen, wie ich diesem Thema begegnen soll, weil es beginnt, mir immer mehr Herzschmerzen zu bereiten. Etwas sehr tief in mir schmerzt, in meiner weiblichen Intuition. Und wenn ich über diese Weiblichkeit spreche, fühlt es sich wie etwas noch Tieferes in mir selbst an, etwas wirklich Ursprüngliches in uns Frauen, das brachliegt und uns nun aus der Vergangenheit heraus lauernd betrachtet. O.k., haltet mich für verrückt, aber etwas scheint meinem Unterbewusstsein zuzuflüstern: »Das alles ist nicht richtig, so wie es im Moment läuft!« Deshalb stehe ich jetzt hier und beginne meine Reise, um möglichst viele Frauen danach zu fragen, was wir ändern sollten. Ob es überhaupt eine Möglichkeit gibt, diesen Prozess zu verändern? Ist es wirklich ein Zickenkrieg, oder ist es nur eine Modeerscheinung, die wir den Medien abkaufen sollen? Müssen wir alle die gleichen Schuhe haben, denselben Lippenstift nehmen und Größe 34 tragen? Oder aber sitzt dieses Verhalten weitaus tiefer in uns Frauen, als wir vermuten, und müssen wir dieses Phänomen aus verschiedenen Blickwinkeln heraus beleuchten?

Ich habe im Folgenden eigene Erlebnisse zusammengetragen – manche sind zum Lachen, andere eher zum Weinen oder Wundern – und mit Interviewpartnern und -partnerinnen gesprochen. Am liebsten würde ich mich mit jeder Einzelnen von euch hinsetzen und bei einer leckeren Tasse Tee oder Kaffee über Frausein, Zusammenhalt und Konkurrenz sprechen. Was brauchen wir, um als Frauen aufzuhören, selbst unser größter Feind zu sein? Um wieder wahrhaft zu Schwestern zu werden? Ich hoffe, ihr setzt euch mit Freundinnen, Kolleginnen, Müttern, Töchtern, Großmüttern, Bekannten, Nachbarinnen oder auch ganz unbekannten Frauen zusammen, um über diese Themen zu sprechen. Wenn mein Buch dazu führen könnte, hätte es sein Ziel erreicht.

Rezept: Evas knackiger Apfelkuchen

Ich dachte, ich werde noch verrückt bei der Suche nach alten Soulfood-Rezepten, die auch ein wenig gesund sind. Doch dann entschloss ich mich, euch eines meiner Lieblings-Soulfood-Rezepte zu verraten. Ab heute hat es auch einen neuen Namen. Ich werde es Evas knackiger Apfelkuchen nennen.

Ihr benötigt eine Auflaufform, vorzugsweise aus Glas. Ich benutze immer Glas für die Knackigen, weil ich einfach das Gefühl habe, sie schmecken besser. Außerdem könnt ihr dann zuschauen, wie euer Nachtisch so schön vor sich hinblubbert, während es wundervoll zu duften beginnt.

Dieses Dessert ist eine Kalorienbombe! Achtet also bitte da-rauf, am Abend vor dem Verzehr irgendeine Art von sportlicher Aktivität einzuplanen. Ich würde mit einer bis eineinhalb Stunden rechnen! Und los geht’s:

750 g Mehl½ TL Salz5 EL brauner Rohzucker2 frische Vanillestangen1 Zimtstange1 TL Vanillinzucker2 EL Ahornsirup125 ml Sahne5 rote Äpfel geschält und geschnitten125 g geschmolzene Butter

Heizt den Backofen schon einmal auf 180° C vor.

O.k., mischt das Mehl, Salz und 2 EL braunen Rohzucker und den Inhalt einer frischen Vanillestange langsam mit einer Gabel. Fügt die Hälfte der zerlassenen Butter dazu und rührt, bis der Teig krümelig ist. Manchmal ein wenig mehr Butter, manchmal weniger. Nehmt die eine Hälfte vom Teig und formt sie mit der Faust oder den Knöcheln in den Boden und die Seiten der Schüssel. Meine ist ungefähr so groß wie eine Seite DIN-A4-Papier. Die andere Hälfte des Teigs brauchen wir später.

Nun schichtet die Äpfel auf den Teig, streut den restlichen braunen Zucker und den Ahornsirup darüber, legt die Vanillestange und die Zimtstange (im Ganzen!) auf die Äpfel, gießt die Sahne darüber und dann bröselt den restlichen Teig über die Äpfel wie Streusel. Dann tröpfelt die restliche geschmolzene Butter gleichmäßig über den Teig. Ihr braucht vielleicht nicht die ganze restliche Butter, macht es einfach nach Gefühl.

Jetzt aber rein damit in den vorgeheizten Ofen, etwa eine Stunde lang, bis die obere Seite goldbraun blubbert. Ich serviere diesen Nachtisch mit Vanilleeiscreme – es ist ein Traum! Meine Freunde beschweren sich immer, dass es eine Kalorienbombe sei, um kurz darauf noch einen zweiten und dritten Nachschlag zu fordern!

Alternativ könnt ihr auch fettarmes Vanilleeis nehmen und es als kalorienreduzierten Nachtisch anbieten. Dann genügen fünfundvierzig Minuten Sport am Vorabend. Viel Spaß!

Lesen Sie weiter in der vollständigen Ausgabe!

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