Altersvorsorge für Dummies - Dieter Homburg - E-Book

Altersvorsorge für Dummies E-Book

Dieter Homburg

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Beschreibung

Wer möchte nicht in Würde und selbstbestimmt bis ins hohe Alter leben? Aber wie, wo es heute fast keine Zinsen mehr gibt und die staatliche Rente auch nicht die Rettung sein wird? Richtig, indem Sie es selbst in die Hand nehmen. Hierbei hilft Ihnen dieses Buch. In nur wenigen Stunden können Sie mithilfe einer praktischen Schnellstart-Anleitung Ihren konkreten Rentenfahrplan erstellen. Räumen Sie mit zu teuren und überflüssigen Versicherungen und Sparverträgen auf, senken Sie Ihre Steuerlast und zapfen Sie intelligent staatliche Fördertöpfe an. Das Ergebnis: mehr Altersvorsorge ohne einen Cent mehr auszugeben.

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Seitenzahl: 690

Veröffentlichungsjahr: 2021

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Altersvorsorge für Dummies

Schummelseite

Planung leicht gemacht: Wenn Sie noch wenig in Sachen Altersvorsorge unternommen haben, wird es höchste Zeit, aktiv zu werden. Mit der praktischen Schnellstart-Option können Sie direkt loslegen. Ermitteln Sie mit Hilfe von Kapitel 2 nicht nur Ihren Bedarf, sondern prüfen Sie auch, ob die getroffenen Maßnahmen ausreichen, um diesen zu decken.Berufsunfähigkeit: Dass eine solche Absicherung wichtig ist, haben Sie wahrscheinlich schon mitbekommen. Weil es in den letzten Jahren einen regelrechten Preiskampf unter den Anbietern gegeben hat, bekommen heutzutage deutlich bessere Konditionen als früher. Staatliche Fördertöpfe: In vielen Fällen übernimmt der Staat 30, 40 oder mehr Prozent Ihres Monatsbeitrags für den Aufbau Ihrer Altersvorsorge. Dafür stehen verschiedene Fördertöpfe zur Auswahl. Wenn Sie nichts unternehmen, verfällt die Förderung. In Kapitel 18 finden Sie alle Fördermöglichkeiten im Überblick.Garantien und Altersvorsorge: In Altersvorsorgeverträgen wird Ihnen kaum mehr garantiert als die eingezahlten Beiträge, was nach Abzug der Inflation ein dickes Verlustgeschäft darstellt. Setzen Sie besser auf erstklassige Anlagen.Notgroschen: Er sollte drei bis sechs Monatsgehälter umfassen und schützt Sie, wenn Sie bei unvorhergesehenen Ereignissen schnell Geld benötigen. Investieren Sie Ihr Geld am besten in ein verzinstes Tagesgeldkonto oder einen Geldmarktfonds.Lebens- und Rentenversicherungen: Bei Restlaufzeiten von zehn Jahren und mehr stellen Sie bestehende Verträge auf den Prüfstand. Entscheiden Sie dann, ob Sie den Vertrag wirklich bis zum Ende durchhalten möchten. Denn oftmals ist die Verzinsung so gering, dass die vermeintlichen Steuervorteile einer Lebensversicherung das auch nicht ausgleichen können. Bei alten, vor 2005 abgeschlossenen Lebensversicherungen dagegen lohnt es sich häufig, sie bis zum Ende durchzuhalten, da die Verzinsung vergleichsweise hoch ist und sie steuerlich attraktiv sind.Fondsgebundene Versicherungen: Diese sind oft kostenintensiv und lohnen sich in erster Linie, wenn Sie ohne Garantien auskommen. Stellen Sie bestehende Verträge mit dem Prüfschema Lebensversicherungen auf den Prüfstand. Wenn 20 Prozent und mehr eines jeden Monatsbeitrags für die Kosten draufgehen, dann werden Sie mit einem solchen Vertrag niemals auf einen grünen Zweig kommen.Investmentfonds: Hier wird Ihr Geld in viele verschiedene Wertpapiere wie Aktien, Renten oder Immobilien investiert. Sie können sich mit Kleinstbeiträgen an einer breit gestreuten Anlage beteiligen, die professionell von einem Team von Spezialisten ausgewählt und überwacht wird. Für Ihre Altersvorsorge sind Investmentfonds ideal.Rürup-Rente: Ist nach ihrem Erfinder Bert Rürup benannt und wird vom Staat mit Steuervorteilen gefördert. Lohnt sich immer dann, wenn Sie ein hohes zu versteuerndes Einkommen von 40.000 Euro bei Singles und mindestens 70.000 Euro bei Verheirateten haben. Es sind sehr hohe Jahresbeiträge möglich.Riester-Rente: Eine staatlich geförderte Altersvorsorge, die sich bei niedrigem Einkommen und mindestens zwei Kindern wegen der gezahlten staatlichen Zulagen besonders lohnt. Ansonsten ist Riester rentabel für kinderlose Gutverdiener ab 40.000 Euro (70.000 Euro Verheiratete) zu versteuerndes Einkommen, weil hier Steuervorteile greifen. Leider ist das Riestern nur bis maximal 2.100 Euro Jahresbeitrag möglich.Betriebliche Altersvorsorge: Ist in vielen Betrieben möglich. Sie profitieren dabei von Steuer- und Sozialabgabenvorteilen sowie von möglichen Arbeitgeberzuschüssen. Fragen Sie unbedingt in Ihrem Unternehmen nach, was konkret angeboten wird. Meist sind das Direktversicherungen oder Pensionskassen.Eigengenutzte Immobilien: Die eigengenutzte Immobilie wird bei der Altersvorsorgeplanung oft überschätzt. Der vermeintlichen Mietersparnis stehen regelmäßige Instandhaltungs- und Renovierungskosten entgegen. Darüber hinaus laufen die Wohnnebenkosten für das meist im Alter zu große Haus weiter.Vermietete Immobilien: Hier sieht es deutlich besser aus als bei der Eigennutzung. Sie können eine Reihe von Kosten von der Steuer absetzen und bei intelligenter Herangehensweise winken solide Renditen. Besonders interessant sind sie für Besserverdienende mit einem hohen Steuersatz.Edelmetalle: In unruhigen Finanzzeiten nehmen Edelmetalle wie Gold und Silber eine ganz besondere Rolle ein. Sie bieten einen guten Währungs- und Krisenschutz. Wichtig ist, dass Sie sie physisch und vor allem günstig kaufen. Je nach Vermögenssituation sollten Sie 5 bis 10 Prozent Ihres Vermögens investieren.Gesetzliche Rente/Pensionen: Dass diese im Sinkflug ist, dürfte kein Geheimnis mehr sein. Das Problem wiegt aber schwerer, als gemeinhin bekannt. Gerade gesetzlich Versicherte werden in 20 oder 30 Jahren kaum ihre Fixkosten davon bestreiten können. Ein Grund mehr, privat vorzusorgen.Geld- versus Sachwertanlagen: Machen Sie sich den Unterschied zwischen Geld- und Sachwertanlagen bewusst! Bei Geldwerten geben Sie Ihr Geld der Bank oder Versicherung und die versprechen Ihnen Zinsen dafür. Bei jeder Staatspleite und Währungsreform ist das Versprechen dahin und Ihr Geld weg. Sachwerte dagegen sind fassbare, echte Werte wie Beteiligungen an real existierenden Unternehmen, Immobilien, Edelmetallen oder Rohstoffen. Erhöhen Sie den Anteil Ihrer Sachwerte.Weniger Steuern für mehr Vermögen: Die größte Ausgabenposition Ihres Lebens ist aller Voraussicht nach die Steuer. Wenn Sie es schlau anstellen, können Sie eine Menge Steuern sparen und sie in privates Vermögen umwandeln.

Altersvorsorge für Dummies

Bibliografische Information der Deutschen Nationalbibliothek

Die Deutsche Nationalbibliothek verzeichnet diese Publikation in der Deutschen Nationalbibliografie; detaillierte bibliografische Daten sind im Internet über http://dnb.d-nb.de abrufbar.

2. Auflage 2022

© 2022 Wiley-VCH GmbH, Boschstraße 12, 69469 Weinheim, Germany

Wiley, the Wiley logo, Für Dummies, the Dummies Man logo, and related trademarks and trade dress are trademarks or registered trademarks of John Wiley & Sons, Inc. and/or its affiliates, in the United States and other countries. Used by permission.

Wiley, die Bezeichnung »Für Dummies«, das Dummies-Mann-Logo und darauf bezogene Gestaltungen sind Marken oder eingetragene Marken von John Wiley & Sons, Inc., USA, Deutschland und in anderen Ländern.

Das vorliegende Werk wurde sorgfältig erarbeitet. Dennoch übernehmen Autoren und Verlag für die Richtigkeit von Angaben, Hinweisen und Ratschlägen sowie eventuelle Druckfehler keine Haftung.

Coverfoto: © Jenny Sturm / stock.adobe.comKorrektur: Frauke Wilkens, München

Print ISBN: 978-3-527-71864-1ePub ISBN: 978-3-527-83409-9

Über den Autor

Dieter Homburg ist Masterconsultant in Finance (MFC©) und studierte zusätzlich an der Universität Paderborn Wirtschaftswissenschaften. Er gründete parallel bereits im Alter von 21 Jahren sein erstes Beratungsunternehmen mit dem Schwerpunkt Altersvorsorgeplanung. In seiner mehr als 20-jährigen Beratungserfahrung hat er bereits mehr als 5.000 Menschen dabei geholfen, in Sachen Altersvorsorge die richtigen Entscheidungen zu treffen und finanziell sicher in Rente zu gehen. Dabei holt er mit ihnen das nach, was an Schulen und Universitäten nicht gelehrt wird: Finanzielles Erwachsenwerden! Dabei geht es darum, ihre Versicherungskosten und Steuerausgaben um 30 bis 50 Prozent zu senken und gleichzeitig dafür zu sorgen, dass sie in Würde und selbstbestimmt bis ins hohe Alter weiterleben können. Dafür hat er ein eigenes Beratungsunternehmen und gibt regelmäßig Finanztipps im Focus, bei RTL und vielen weiteren Medien. Sein geballtes Wissen findet sich in dem Buch Altersvorsorge für Dummies wieder.

Über die Fachkorrektorin der ersten Auflage

Judith Engst, MBA, ist Wirtschafts- und Finanzjournalistin und hat sich auf Ratgebertexte zum Thema Recht, Steuern, Geldanlage und Börse spezialisiert.

Danksagung

Zuerst möchte ich mich bei meiner Lektorin Esther Neuendorf bedanken. Sie hat mich während der kompletten Zeit des Schreibens unterstützt und mit ihren Anregungen dazu beigetragen, dass die Arbeit kontinuierlich verbessert wurde. Auch möchte ich meinem kompletten Team danken, das mit vielen nützlichen Tipps einen wesentlichen Teil zu diesem Buch beigetragen hat. Dazu zählen unter anderem Alexander Christiani (Leiter des Instituts für Storytelling), Alexander Fischer (Immobilienspezialist), Gerald Hörhan (Bestsellerautor – auch bekannt als der Investmentpunk) und Jannis Strothmann (meine rechte Hand). Darüber hinaus gilt ein besonders herzliches Dankeschön meiner Partnerin Marina. Sie hat während des Buchschreibens auf viel gemeinsame Zeit verzichten müssen. Trotzdem hat sie mir immer liebevoll zur Seite gestanden und ohne sie hätte das gesamte Buchprojekt nur halb so viel Spaß gemacht. Es war eine tolle Erfahrung und ich freue mich schon auf das nächste Mal.

Tabellenverzeichnis

Kapitel 3

Tabelle 3.1: Einnahmen-Ausgaben-Gegenüberstellung

Tabelle 3.2: Einnahmen-Ausgaben-Gegenüberstellung

Tabelle 3.3: Die bisherigen Vermögenswerte von Herrn Schlau

Tabelle 3.4: Bereits bestehende Altersvorsorge von Herrn Schlau

Tabelle 3.5: Ihr aktuelles Vermögen

Tabelle 3.6: Ihre Einnahmenübersicht im Alter

Tabelle 3.7: Restlebenserwartung bei unterschiedlichen Altersstufen

Tabelle 3.8: Der Finanzbedarf von Herrn Schlau im Alter

Tabelle 3.9: Ihr Finanzbedarf im Alter

Tabelle 3.10: Rentenlücke bestimmen

Tabelle 3.11: Benötigtes zusätzliches Vermögen zum Renteneintritt

Tabelle 3.12: Erforderliches Altersvorsorgeguthaben bestimmen

Tabelle 3.13: Erforderliche Investitionsrate pro Monat

Kapitel 5

Tabelle 5.1: Leistungsunterschiede private und gesetzliche Krankenversicherung

Kapitel 6

Tabelle 6.1: Inflationsbereinigte Renteninformation

Tabelle 6.2: Krankenversicherungsbeiträge im Rentenalter

Tabelle 6.3: Gegenüberstellung von Kranken- und Pflegeversicherungsbeit...

Kapitel 7

Tabelle 7.1: Bei einem Sparguthaben von 50.000 Euro müssen Sie von 1.500 Eu...

Tabelle 7.2: Die Berechnung des steuerpflichtigen Betrags

Tabelle 7.3: Steuern im Ruhestand

Tabelle 7.4: Steuerpflichtiger Rentenanteil bei einem Rürup-Vertrag

Kapitel 9

Tabelle 9.1: Höhe des Garantiezinses in Abhängigkeit vom Zeitpunkt des ...

Tabelle 9.2: Steuerpflichtiger Anteil bei Rentenzahlungen (Auszug aus § 22 E...

Kapitel 10

Tabelle 10.1: Steuerpflichtiger Anteil privater Rentenversicherungszahlungen

Kapitel 11

Tabelle 11.1: Beispiel Anleihenkauf und Zinsgutschrift

Tabelle 11.2: Was die Noten von Ratingagenturen aussagen

Tabelle 11.3: Ausfallwahrscheinlichkeit von Anleihen bezogen auf ihr Rating (Que...

Kapitel 12

Tabelle 12.1: Geschützes Bankguthaben im Überblick

Kapitel 13

Tabelle 13.1: Kaufkraftverlust durch Inflation im Zeitverlauf

Tabelle 13.2: Beispiel Cost-Average-Effekt

Tabelle 13.3: Anlageziele und Fondsempfehlungen

Kapitel 14

Tabelle 14.1: Kostenunterschiede zwischen aktiven und passiven Fonds im Übe...

Kapitel 15

Tabelle 15.1: Aktienkursentwicklung im Zeitverlauf

Kapitel 16

Tabelle 16.1: Beispiel Investmentimmobilie

Tabelle 16.2: Einnahmen-Ausgaben-Rechnung nach der ersten Mietsteigerung

Tabelle 16.3: Einnahmen-Ausgaben-Rechnung nach der zweiten Mietsteigerung

Kapitel 18

Tabelle 18.1: Fördertöpfe im Vergleich

Kapitel 19

Tabelle 19.1: Steuerliche Absetzbarkeit in Prozent vom Beitrag zur Basisrente

Tabelle 19.2: Steuerpflichtiger Anteil der Rürup-Rente zum Auszahlungstermin

Kapitel 20

Tabelle 20.1: Die Riester-Förderung von Manuela Mayer

Tabelle 20.2: Die Riester-Förderung von Max Mustermann

Tabelle 20.3: Die Riester-Förderung für ein Paar mit zwei Kindern

Tabelle 20.4: Single, Arbeitnehmer, kein Kind

Tabelle 20.5: Verheiratet, ein Arbeitnehmer, zwei Kinder nach 2008 geboren

Tabelle 20.6: Verheiratet, zwei Arbeitnehmer, ein Kind nach 2008 geboren

Kapitel 21

Tabelle 21.1: Wie sich die betriebliche Altersvorsorge für Sie rechnen kann

Tabelle 21.2: Betriebliche Altersvorsorge eigenfinanziert, mit Beteiligung des C...

Tabelle 21.3: Die fünf Durchführungswege im Vergleich

Tabelle 21.4: Ertragsanteil von laufenden Renten aus Direktversicherungen (§ 22 ...

Illustrationsverzeichnis

Kapitel 1

Abbildung 1.1: Altersvorsorge-Haus

Kapitel 3

Abbildung 3.1: Effekt der Inflation auf Ihr benötigtes Einkommen

Kapitel 4

Abbildung 4.1: Häufigkeitsverteilung bei Berufsunfähigkeit (Abbildung ...

Abbildung 4.2: Berufsunfähigkeitsursachen nach Alter verteilt (Abbildung mi...

Kapitel 5

Abbildung 5.1: Beitragsentwicklung in der gesetzlichen Krankenversicherung inklu...

Abbildung 5.2: Beitragskalkulation in der privaten Krankenversicherung

Kapitel 6

Abbildung 6.1: Wir werden immer mehr und immer älter (Quelle: Statistisches Bund...

Abbildung 6.2: Höhe der Ruhestandsbezüge

Abbildung 6.3: Eine exemplarische Renteninformation, Quelle: © Deutsche Rentenve...

Kapitel 7

Abbildung 7.1: Warum die Reichen immer reicher und die Armen immer ärmer werden

Abbildung 7.2: Unterschied Geld- und Sachwertanlagen

Kapitel 8

Abbildung 8.1: Das progressive Steuersystem

Kapitel 9

Abbildung 9.1: Was von 100 Euro monatlicher Einzahlung übrig bleibt

Abbildung 9.2: Aufteilung des Sparbeitrags im Überblick

Abbildung 9.3: Sinkende Zinsen und die Auswirkungen

Abbildung 9.4: Was von 100 Euro monatlicher Einzahlung in die Garantie fließt

Kapitel 10

Abbildung 10.1: Prüfschema Lebensversicherungen

Abbildung 10.2: Durchschnittssteuersatz und Grenzsteuersatz

Kapitel 12

Abbildung 12.1: Wie sich das Geldvermögen der Deutschen verteilt (Quelle der Zah...

Kapitel 13

Abbildung 13.1: Aufteilung des Fondsvermögens in Anlageklassen und Auflistung de...

Kapitel 15

Abbildung 15.1: Wie viel Prozent Gewinn machen wie viel Prozent Verlust wieder ...

Kapitel 16

Abbildung 16.1: Mietgewinne im Zeitverlauf

Abbildung 16.2: Wertsteigerung im Vergleich

Abbildung 16.3: Vergleich Immobilieninvestment und Investmentfonds

Abbildung 16.4: Wie die Inflation beim Ansparen wirkt

Abbildung 16.5: Wie die Inflation beim Absparen wirkt

Kapitel 17

Abbildung 17.1: Die Entwicklung des Goldpreises seit 2000 Quelle:...

Kapitel 21

Abbildung 21.1: Wechselbeziehung bei der Direktversicherung

Abbildung 21.2: Wie eine Direkt- beziehungsweise Pensionszusage funktioniert

Orientierungspunkte

Cover

Titelblatt

Impressum

Über den Autor

Inhaltsverzeichnis

Einführung

Fangen Sie an zu lesen

Stichwortverzeichnis

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Einführung

Sie stehen voll im Leben, gehen einer geregelten Arbeit nach, haben ausreichend Zeit für Ihre Hobbys, die Familie, gelegentliche Ausflüge, Urlaube und es ist auch immer ein Geschenk für Ihre Liebsten unterm Christbaum drin. Oder Sie sind in Ihrer Ausbildungszeit, um sich all das zu erarbeiten? Dann machen Sie alles richtig und können mithilfe dieses praktischen Handbuchs dafür sorgen, dass das auch im Rentenalter so bleiben wird. In einer Zeit, in der Sie richtig viel Urlaub haben und finanziell weiterhin gerne beweglich bleiben möchten. Sich regelmäßig mit Freunden treffen werden, sich Zeit für schöne Hobbys und sich selbst nehmen werden. Aber auch in einer Zeit, in der Sie sich nicht allein auf die staatliche Versorgung verlassen können, sondern besser bereits heute das Heft selbst in die Hand nehmen. Alles, was Sie dafür brauchen, ist Inhalt dieses Buches. Ohne langes Fachchinesisch erlernen Sie Schritt für Schritt, wie Sie Ihre Altersvorsorge sauber durchplanen und dafür sorgen, dass Sie im Alter finanziell gesehen sicher sind.

Über dieses Buch

Mein Ehrgeiz ist es, Ihnen ein praxisnahes Handbuch zu liefern, das Sie auch ohne finanzwirtschaftliches Studium gut verstehen können. Angetrieben durch das Schicksal meiner eigenen Eltern, die zeit ihres Lebens ihr Geld in Versicherungen angelegt haben und heute noch arbeiten, ist es das erklärte Ziel, dass es für Sie besser läuft. Es enthält deswegen bewusst praktische Schritt-für-Schritt-Anleitungen, sodass Sie sofort ins Handeln kommen, ohne vorab stunden- oder tagelang lesen zu müssen. Sie entwerfen Ihren eigenen Altersvorsorgeplan quasi schon während des Lesens und können so binnen weniger Stunden Ihren eigenen Ruhestand sauber durchplanen. Dabei erkläre ich Ihnen komplexe Sachverhalte so einfach wie möglich und mit ein wenig Humor. Ob mir das gelingt, müssen Sie selbst entscheiden. Ich bemühe mich in jedem Fall nach besten Kräften, Ihnen all das Wissen aus zwei Jahrzehnten praktischer Altersvorsorgeplanung mit auf den Weg zu geben. Begleitend zum Buch gibt es auch eine exklusive Buch-Internetseite, auf der Sie Berechnungen durchführen, Preise vergleichen und wichtige Tabellen und Hilfen herunterladen können. Diese finden Sie unter www.altersvorsorge-fuer-dummies.de. Das erklärte Ziel ist es, dass Sie mithilfe dieses Buches Ihre eigene Altersvorsorge ein für alle Mal in trockene Tücher bringen. Und glauben Sie mir, das ist deutlich einfacher, als Sie vielleicht denken. Alles, was Sie dafür brauchen, ist Ihr gesunder Menschenverstand und ein paar richtig gute Tipps und Anregungen. Aber vor allem einen guten Plan. All das finden Sie in diesem Praxishandbuch gleichermaßen.

Konventionen in diesem Buch

Sie brauchen keine Regeln zu kennen, um mit diesem Buch und der praktischen Umsetzung Ihres Altersvorsorgeplans loszulegen. Neue Begriffe sind kursiv und wichtige Stellen in fett hervorgehoben. Interessante Internetseiten sind in Schreibmaschinenschrift geschrieben. Ansonsten weisen fast schon selbsterklärende Symbole auf bedeutende Punkte hin.

Was Sie nicht lesen müssen

Viele der Kapitel in diesem Buch widmen sich einzelnen Vorsorgemöglichkeiten. Sie können also in die Kapitel, die Ihnen besonders wichtig sind, direkt hineinspringen. Genauso gut können Sie aber die Anlageformen, die für Sie ohnehin nicht infrage kommen, einfach links liegen und die betreffenden Kapitel ungelesen lassen.

Törichte Annahmen über den Leser

Das Buch richtet sich an jeden, der seine Altersvorsorge einmal gut durchplanen und dabei auf eine einfache Schritt-für-Schritt-Anleitung zurückgreifen möchte. Sie brauchen dafür kein Vorwissen, sondern es reichen das ehrliche Interesse an dem Thema und der feste Wille, die eigene Altersvorsorge auf sichere Beine zu stellen.

Wie dieses Buch aufgebaut ist

Dieses Buch enthält insgesamt fünf Teile mit den dazugehörigen Unterkapiteln, die Sie auch getrennt voneinander lesen können. Sie können dabei die Reihenfolge grundsätzlich frei wählen, sollten aber in jedem Fall mit Kapitel 3, dem Plan, oder – wenn Ihre Zeit knapp ist – mit der Schnellstart-Anleitung in Kapitel 2 starten. Dann sind Sie von Anfang an auf einem guten Weg. Ansonsten finden Sie in den einzelnen Kapiteln die nun folgenden Inhalte.

Teil I: Sichere Rente – die Ausgangssituation und der Plan

Gleich im ersten Teil bekommen Sie das komplette Handwerkszeug geliefert, um direkt mit der konkreten Planung Ihrer Altersvorsorge einzusteigen. Dabei geht es um folgende Fragen:

Wenn Sie heute nicht mehr arbeiten müssten, was bräuchten Sie dann im Monat, um weiterhin finanziell gut klarzukommen? Anschließend wird dieser Wert sinnvoll in die Zukunft übertragen.

Wann würden Sie gerne realistisch aufhören können arbeiten zu müssen?

Wie lange soll das angesparte Guthaben reichen?

Sind die wichtigsten persönlichen Risiken ausreichend abgesichert?

Wie können Sie Geld bei Ihren wichtigsten Absicherungen und der Steuer einsparen?

Was kommt aus Ihren bereits bestehenden Verträgen zur Auszahlung und sind diese Verträge wirklich rentabel für Sie?

Mit welcher Rente oder Pension können Sie im Alter heute noch rechnen?

Wenn erst mal diese elementaren Fragen geklärt sind, haben Sie die Grundlage für eine finanziell sichere Zeit über Ihr gesamtes Leben geschaffen. Aber es geht in diesem Teil noch erheblich weiter. Nicht nur dass Sie erfahren, wie Sie Ihr gesamtes Altersvorsorgevorhaben durch geeignete Vorsorge nach hinten absichern, Sie erhalten zusätzlich eine praktische Schritt-für-Schritt-Anleitung. Damit bauen Sie sich Ihren eigenen, ganz persönlichen Altersvorsorgeplan. Am Ende dieses Teils geht es nur noch um die Frage, welche Produkte und Förderwege Ihnen am besten dabei helfen, ausreichend Vermögen fürs Alter aufzubauen.

Hier wird Ihnen auch der Unterschied zwischen Geld- und Sachwerten erklärt. Diese Unterscheidung ist deswegen so wichtig, weil sich bei der Altersvorsorge hier die Spreu vom Weizen trennt. Ihre gesamte Altersvorsorge hängt vom Erfolg der infrage kommenden Anlagen an.

Viele Menschen haben die Sorge, dass die mit dem Alter steigenden Beiträge zur privaten Krankenvorsorge Ihre Rente »auffressen«. Tipps., wie Sie dies vermeiden, erhalten Sie in Kapitel 5. Tipps zum Steuersparen runden den Teil ab.

Teil II: Private Altersvorsorge

In Teil II erfahren Sie Folgendes:

wie Lebens- und Rentenversicherung funktionieren und wie Sie bestehende Verträge auf Rentabilität prüfen

wie Sie durch den Kauf von Anleihen zum Kreditgeber werden und ob sich das lohnt

was mit Ihrem Geld im Falle einer Banken- und Versicherungspleite passiert

Sie sehen, es geht gleich spannend los und Sie können sich sofort einen guten Überblick über alles verschaffen.

Teil III: In bleibende Sachwerte für die eigene Altersvorsorge investieren

Im dritten Teil werden Ihnen die wichtigsten Altersvorsorgeprodukte vorgestellt. Dazu gehören vor allem Fonds, Immobilien und Edelmetalle. Wie diese genau funktionieren und wie Sie am besten bei der Auswahl vorgehen, erfahren Sie an dieser Stelle. Darüber hinaus werden folgende Fragen beantwortet:

Was haben Investmentfonds mit Töpfen zu tun und wie kochen Sie darin eine erfolgreiche Altersvorsorge?

Warum sollten Sie beim Hauskauf nicht nur auf das langersehnte Eigenheim setzen, sondern auch als Vermieter bei Ihrer Altersvorsorge richtig punkten?

Welche Rolle spielen Edelmetalle in Zeiten eines schwächelnden Euro und warum ist es gar nicht so blöd, ein wenig in Goldgräberstimmung zu geraten?

Wenn Sie diesen Teil sorgfältig lesen, dann wissen Sie schon mehr über Geldvermehrung, als viele Menschen es jemals tun werden. Mit diesem Wissen an Bord können Sie wirklich was bewegen und dafür sorgen, dass Ihr Erspartes fortan für Sie arbeitet und nicht die Banken- und Versicherungswelt zunehmend reicher macht.

Teil IV: Geförderte Altersvorsorge: Geld von Vater Staat

Glauben Sie, der Staat hat etwas zu verschenken? Richtig, grundsätzlich ist das eher selten der Fall. Bei der Altersvorsorge sieht es aber ein wenig anders aus. Die letzten Rentenreformen und die damit verbundenen Kürzungen hat der Gesetzgeber mit Fördermöglichkeiten kompensiert. Das Dumme dabei ist nur, dass Sie selbst aktiv werden müssen, um diese intelligent zu nutzen. Diese Arbeit nimmt Ihnen niemand ab. Andernfalls verfallen sämtliche staatlichen Subventionen, und Sie können diese auch nicht mehr Jahrzehnte später im Nachhinein beantragen. Deswegen erfahren Sie in diesem Teil die wichtigsten Unterschiede und Besonderheiten der einzelnen Fördermöglichkeiten. Wenn Sie ein wenig Herzblut in die Sache investieren, dann können Sie einige Hundert Euro an Zusatzrente im Alter einstreichen.

Teil V: Der Top-Ten-Teil

Der Top-Ten-Teil hält abschließend zahlreiche Tipps rund um die Altersvorsorge für Sie bereit. Hier bekommen Sie nicht nur die zehn nützlichsten Vorschläge für die eigene Altersvorsorge an die Hand, sondern erfahren auch, wie Sie die zehn häufigsten Fehler vermeiden.

Symbole, die in diesem Buch verwendet werden

Die … für Dummies-Bücher sind dafür bekannt, dass sie mithilfe von Symbolen Ihren Augen das Lesen erleichtern. Die meisten davon erklären sich schon fast von selbst.

Die Glühbirne gibt Ihnen Tipps an die Hand, die nicht nur Licht ins Dunkel bringen, sondern echt nützlich für Ihre Altersvorsorgeplanung sind. Wenn Sie diese beherzigen, haben Sie schon mal viel richtig gemacht.

Die Explosion spricht eine deutliche Warnung aus. Hier ist nicht einfach nur Vorsicht geboten, sondern Sie sollten das hier Erwähnte unbedingt beachten. Andernfalls droht Kapitalverlust oder Schlimmeres.

Die Hand symbolisiert alles, was Sie sich in jedem Fall merken sollten. Sie dient oft als Fazit und Erinnerung an bereits gewonnene Informationen.

Das Ausrufezeichen bedeutet »Vorsicht«. Hier sollten Sie aufpassen und einmal einen genaueren Blick darauf werfen. Wenn möglich, dann beherzigen Sie die darin enthaltenen Informationen.

Definitionen und wichtige Begriffe werden durch dieses Symbol gekennzeichnet und erklärt.

Kleine Anekdoten und Geschichten werden mit diesem Symbol gekennzeichnet. Diese können Sie lesen, müssen es aber nicht.

Wie es weitergeht

Bausparen, Riestern, Anlegen – klingt irgendwie sehr nach Bourgeoisie und wenig nach Spaß? Damit im wohlverdienten und hart erarbeiteten Ruhestand aber auch wirklich jeden Tag frische Semmeln drin sind, unterstützt Sie dieses Buch bei der kompletten praktischen Umsetzung. Weil es Ihnen vielleicht aber auch schon so gegangen ist, dass Sie sich mit besten Absichten ein Finanzbuch gekauft und auch darin einiges gelesen haben, es aber am Ende an der praktischen Umsetzung haperte, liegt der Fokus dieses Buches darauf, ins Handeln zu kommen. Um Ihnen die Arbeit so leicht wie möglich zu machen, stehen Ihnen gleich zwei Wege zur Verfügung:

Der lange Weg:

Sie arbeiten das Buch in Ruhe von Anfang bis Ende durch und sind anschließend in Sachen Altersvorsorge, Risikoabsicherung und Geldanlage top fit. Mit diesem Wissen an Bord macht Ihnen keiner mehr was vor und Ihre Freunde, Familie und Bekannte dürfen sich freuen, endlich einen kompetenten Berater zu haben, der sie nicht übers Ohr hauen will, aber richtig was von dem Thema versteht.

Der kurze Weg:

Ihnen fehlt es dafür an Zeit oder Sie möchten vorerst das Thema Altersvorsorge zeitnah abhaken, dann bietet sich für Sie die sogenannte Schnellstart-Option in

Kapitel 2

an. Dort bekommen Sie eine Schritt-für-Schritt-Anleitung an die Hand, die Sie sicher und schnell ans Ziel führt. Ohne langes Lesen können Sie sofort loslegen und konzentrieren sich nur auf das Wesentliche.

Es hängt von Ihrem Interesse und Ihrer Zeit ab, welchen Weg Sie wählen möchten. Entscheiden Sie sich für den langen Weg, der Ihnen deutlich mehr Wissen liefert, dann überspringen Sie Kapitel 2 und starten gleich mit Kapitel 3 und der Planung Ihrer Altersvorsorge. Sollten Sie aber lieber die Abkürzung nehmen wollen, dann sind Sie herzlich eingeladen, in Kapitel 2 mit der Schnellstart-Option zu beginnen und Ihre Altersvorsorge in nur wenigen Stunden in trockene Tücher zu bringen.

Am besten nehmen Sie dieses Buch einfach immer zur Hand, wenn Sie mit den Themen Geldanlage und Risikoabsicherung zu tun haben. Bevor Sie sich also zum Abschluss eines Finanzprodukts überreden lassen, lesen Sie vorher noch mal in Ruhe nach und entscheiden Sie dann mit deutlich mehr Hintergrundwissen an Bord. Das wird Ihnen entweder viele Tausend Euro im Laufe Ihres Lebens einsparen oder vielleicht auch deutlich mehr Finanzkraft für den Ruhestand bescheren.

Über das Buch hinaus finden Sie immer wieder Verweise auf nützliche Tipps und weiterführende Informationen im Internet. Um Ihnen aber auch hier die Arbeit zu erleichtern, finden Sie den Großteil aller Checklisten, Prüfschemata und Rechentools auf der bucheigenen Internetseite www.altersvorsorge-fuer-dummies.de. Ohne langes Suchen und Hin-und-her-Springen haben Sie damit alles an der Hand, was Sie brauchen, um finanziell gesehen das Beste aus Ihren Möglichkeiten zu machen. Das wünsche ich Ihnen nicht nur von Herzen, sondern weiß nach mehr als 20 Jahren praktischer Erfahrung, dass Sie es auch schaffen können und werden.

Teil I

Sichere Rente – die Ausgangssituation und der Plan

IN DIESEM TEIL …

Bringen Sie mithilfe der Schnellstart-Option auch ohne stundenlanges Lesen Ihre Ruhestandsplanung direkt auf den Weg.Erfahren Sie, wie es um Ihre gesetzliche Rente oder Pension bestellt ist, und erhalten einen Plan an die Hand, mit dem Sie zu Ihrem eigenen Altersvorsorge-Architekten werden.Entwerfen Sie zunächst den Bauplan und errichten dann das Fundament, ehe Sie sich an die anderen Teile des Hauses »Sichere Rente« machen. Dabei werden Sie bei richtiger Umsetzung gleichzeitig viel Geld einsparen.

Kapitel 1

Werden Sie zum Architekten Ihrer Altersvorsorge

IN DIESEM KAPITEL

Einen guten Überblick gewinnenAltersvorsorge- und Hausplanung erklärtZwei Wege, die Sie gehen können

Ein Mensch ist erfolgreich, wenn er zwischen Aufstehen und Schlafengehen das tut, was ihm gefällt.« So formulierte es der bekannte Sänger und Nobelpreisträger Bob Dylan. Wie wäre es für Sie, wenn Sie im Ruhestand genau dieses Motto leben könnten? Wenn Sie finanziell so beweglich wären, dass Sie viele Dinge, die im Arbeitsleben nicht möglich waren, jetzt endlich machen könnten? Geld mag an sich nichts Positives haben, aber die Freiheit, die Dinge tun zu können, auf die man Lust hat, gibt es einem sehr wohl. Die langersehnte Weltreise etwa, mehr Zeit mit den Kindern und Enkelkindern verbringen oder einer Leidenschaft wie Sport und weiteren Hobbys nachgehen. Oder Zeit für Freunden zu haben, um sich regelmäßig zu treffen und schön zusammen essen oder trinken zu gehen. Das alles können Sie sich auch im Alter leisten, wenn Sie intensiv mit diesem Buch arbeiten und Ihren eigenen erfolgreichen Ruhestandsplan entwickeln. Fühlen Sie sich dazu herzlich eingeladen.

Warum Sie auf einem guten Weg sind

Sie wissen, dass die Altersvorsorge sich nicht von allein erledigt und Sie das Heft, wie so oft im Leben, auch hier selbst in die Hand nehmen müssen. Damit sind Sie vielen Menschen gegenüber im Vorteil, die sich bei ihrer Altersvorsorgeplanung einfach auf das Prinzip Hoffnung beziehungsweise ihren Bank- oder Versicherungsberater verlassen. Was im Übrigen in etwa das Gleiche ist. Sie werden schnell feststellen, dass es viel einfacher ist, die Planung der Altersvorsorge selbst in die Hand zu nehmen, als die Banken- und Versicherungsbranche es oft vermittelt. Und wenn dann bald Ihr Kontostand wächst und wächst, beginnt es auch noch Spaß zu machen.

Es gibt zwar unzählige und teilweise sehr komplizierte Produkte, aber die wenigsten davon brauchen Sie. Es reicht vollkommen aus, wenn Sie einige wenige Anlagen kennen und dann ein paar Grundsatzentscheidungen treffen. Bei diesen sollten Sie dann am besten konsequent bleiben und den größten Teil Ihrer Zeit einfach nichts tun. Dieses Buch hilft Ihnen, die richtigen Entscheidungen zu treffen und Ihre Altersvorsorge systematisch anzugehen, um so entspannt Ihrem späteren Ruhestand entgegensehen zu können. Vor allem unterstützt es Sie dabei, aktiv zu werden und Ihre Schäfchen nach und nach intelligent ins Trockene zu bringen.

Altersvorsorge – einfacher als gedacht

Wenn es um das Thema Altersvorsorge und die damit verbundenen Geldanlagen geht, wird meines Erachtens viel zu viel Tamtam gemacht. Versicherungen und Banken erstellen Finanzpläne, die geschätzt über ein Kilo an Papier wiegen. Viele bunte Grafiken, Tabellen und endlose gut gemeinte Ratschläge füllen 100 oder mehr Seiten. Hier können Sie schnell den Eindruck gewinnen, dass Ihr »individueller« Finanzplan komplizierter anmutet als der Bauplan für den Kölner Dom. Die Banken- und Versicherungswelt hat sich über Jahrhunderte eine riesige Blackbox geschaffen, mit der sie Ihnen als Verbraucher so oft es geht in die Tasche greift.

Lassen Sie sich davon weder beeindrucken noch abschrecken. Konzentrieren Sie sich einfach auf Ihren eigenen Plan und die wenigen Anlagen, die Ihre Altersvorsorge erfolgreich machen. Das sind nicht hundert verschiedene, sondern einige wenige, die wirklich empfehlenswert sind. Wenn Sie das beherzigen, können Sie das Thema Altersvorsorge schon viel entspannter sehen. Alles, was Sie brauchen, ist eine praktische Schritt-für-Schritt-Anleitung. Und die haben Sie mit diesem Buch. Die gute Nachricht am Rande: Wenn Sie es schlau anstellen, können Sie Ihr eigenes Portemonnaie deutlich schonen und Vater Staat an Ihrem Vermögensaufbau teilhaben lassen.

Auf die Architektur kommt's an

Wenn es darum geht, Ihre Altersvorsorge ein für alle Mal sauber durchzuplanen, gehen Sie die Sache am besten an wie ein Architekt, wenn er ein Haus baut. Dafür brauchen Sie zum Glück nicht erst fünf Jahre Architektur zu studieren, sondern bekommen bereits jetzt einen fertigen Plan an die Hand. Diesen können Sie jederzeit auf Ihre ganz persönlichen Bedürfnisse zuschneiden. Werfen Sie dazu einen Blick auf Ihren Altersvorsorge-Bauplan in Abbildung 1.1.

Wie Sie ein Altersvorsorge-Eigenheim bauen, in dem es sich auch in 30, 40 oder 50 Jahren noch wunderbar und warm wohnen lässt, können Sie an dem abgebildeten Haus nachvollziehen. Sie werden dabei schnell feststellen, dass die Dinge aufeinander aufbauen. Am besten gehen Sie wie im Folgenden beschrieben an die Sache heran.

Abbildung 1.1: Altersvorsorge-Haus

Baustein 1: Absicherung – das Fundament prüfen

Damit Ihre Altersvorsorge nicht auf wackeligen Füßen steht, geht es zunächst darum, ein starkes Fundament zu bauen. Dabei helfen die wichtigsten Risikoabsicherungen. Dazu zählen:

Privathaftpflichtversicherung

Berufsunfähigkeitsversicherung

Hinterbliebenenschutz

Krankenversicherung

- und gegebenenfalls Pflegeversicherung

Sind diese Risiken nicht ausreichend abgesichert, bröckelt Ihre ganze Altersvorsorge im Ernstfall schneller, als Sie gucken können. Stellen Sie sich vor, Sie würden fleißig fürs Alter sparen, hätten aber keinen ausreichend hohen Berufsunfähigkeitsschutz. Wer nämlich in diesem Land aus körperlichen oder geistigen Gründen nicht mehr arbeiten kann, der ist oft auf Sozialhilfe angewiesen. In dem Moment, in dem Sie gesundheitlich einmal für zwei bis drei Jahre aus der Kurve geworfen werden, sind Sie finanziell gesehen extrem unter Druck und die ganze Altersvorsorgeplanung war für die Katz. Von daher: Stärken Sie Ihr Fundament. In Kapitel 4 finden Sie alle Werkzeuge, um Ihr sicheres Fundament aufzustellen.

Baustein 2: Vorsorge – die sicheren Wände

Nachdem Ihr Altersvorsorge-Haus auf soliden Sockeln steht, können Sie sich Gedanken über den Aufbau Ihrer Altersvorsorge machen. Das ist auch gleichzeitig das Schwerpunktthema dieses Buches. Hierzu bringen Sie einmal alle erforderlichen Zahlen auf den Tisch und planen Ihre finanzielle Freiheit im Alter in Ruhe durch. So sehen Sie, wo Sie finanziell stehen, und haben alle Unterlagen beieinander, um anschließend mit der Planung Ihrer Altersvorsorge zu beginnen. Dort legen Sie Ihre Ziele fest und machen sich ein Bild darüber, wie Sie Ihre mögliche Lücke im Alter schließen. Dabei bietet sich die Streuung auf verschiedene Modelle der Altersvorsorge an:

Modelle mit staatlicher Förderung

und eingeschränkter Verfügbarkeit

Basisrente, die auch Rürup-Rente genannt wird (siehe

Kapitel 19

)

Riester-Rente (siehe

Kapitel 20

)

betriebliche Altersvorsorge wie Direktversicherungen, Pensions- und Unterstützungskassen (siehe

Kapitel 21

)

flexible private Altersvorsorge

aus eigenen Mitteln

Lebens- und Rentenversicherungen (siehe

Kapitel 9

)

fondsgebundene Lösungen ohne Garantie (siehe

Kapitel 9

)

Sofortrenten (siehe

Kapitel 2

)

Investmentfonds, ETFs und Aktien (siehe

Kapitel 13

bis

15

)

Immobilien

selbst genutzte Wohnimmobilie (siehe

Kapitel 16

)

vermietete Immobilien als Investition (siehe

Kapitel 16

)

Immobilienfonds (siehe

Kapitel 13

)

Alle hier genannten Anlagemöglichkeiten lernen Sie in diesem Buch nicht nur kennen, sondern Sie können anhand der hier gelieferten Informationen auch relativ schnell abwägen, auf welche Töpfe Sie Ihr Geld verteilen möchten. In vielen Fällen lohnt sich sogar eine Kombination aus verschiedenen Anlagen auch bei der Altersvorsorge. Gut bedient sind Sie, wenn Sie eine Mischung aus staatlich geförderten und jederzeit verfügbaren privaten Anlagen für sich nutzen.

Baustein 3: Sparziele außerhalb der Altersvorsorge definieren

Jetzt setzen Sie noch das Dach auf, sodass Sie im Trockenen sind und das Richtfest feiern können. Bezogen auf Ihre Sparanlagen sind das zwei Sparziele:

Liquidität:

Ihr Schutz vor möglichem Reinregnen sollte ein Notgroschen für unvorhersehbare Ereignisse sein: Ausgaben, die Sie nicht unbedingt eingeplant haben und hierüber abdecken können. Sie wollen ja nicht bei jedem Windstoß gleich Ihr Altersvorsorgeguthaben anzapfen, oder? In der Praxis hat sich hier eine liquide Reserve von etwa drei bis sechs Monatsgehältern auf dem Tagesgeldkonto bewährt.

Weitere Sparziele:

Auch können Sie sich jetzt Gedanken über weitere mittel- und langfristige Sparziele machen, die nicht die Altersvorsorge betreffen. Das kann die geplante Anschaffung eines Autos sein oder auch der Aufbau von Eigenkapital für einen späteren Wohnungskauf oder Hausbau. In

Kapitel 7

können Sie sich einen Überblick über alle infrage kommenden Anlagemöglichkeiten verschaffen und anschließend gezielt weiterlesen.

Im Wesentlichen funktioniert der Plan also recht simpel.

Sie prüfen im ersten Schritt, wo Sie, finanziell gesehen, stehen und ob Ihr Fundament ausreichend abgesichert ist.

Im zweiten Schritt planen Sie dann genau durch, wann Sie das Heft aus der Hand geben möchten, und bereiten Ihren Ruhestand vor. Hier werden Sie Ihre bisherigen Vermögenswerte einfließen lassen, Ihren Bedarf klären und anschließend errechnen, was Sie im Monat investieren sollten, um sicher in Rente gehen zu können.

Im dritten Schritt definieren Sie übrige Sparziele und kümmern sich um Ihren Notgroschen. So haben Sie ein allwetterfestes Altersvorsorge-Bollwerk errichtet, das Ihnen auch in vielen Jahren noch reichlich Freude bereiten wird.

Klingt nach viel Arbeit, ist es aber nicht. Wenn Sie Kapitel 2

Kapitel 2

Die Schnellstart-Anleitung für mehr Rente

IN DIESEM KAPITEL

Die Schnellstart-OptionIn nur sechs Schritten zur kompletten AltersvorsorgeplanungDie wichtigsten Praxistipps für verschiedene Personen- und Berufsgruppen

Möchten Sie schnellstmöglich Ihre Altersvorsorge auf sichere Beine stellen und am besten noch heute beginnen? Sie haben aber einfach nicht die Zeit, vorher alle Kapitel durchzuarbeiten, sondern würden lieber die praktische Abkürzung nehmen? Dann ist dieses Kapitel genau das Richtige für Sie. Es ist extra für den Leser mit wenig Zeit geschrieben worden. Mithilfe Ihrer persönlichen Schnellstart-Option können Sie sofort loslegen und Ihre Altersvorsorge in kürzester Zeit auf sichere Beine stellen. Dabei wird der Fokus aufs Wesentliche gelegt. Sie lesen also nur das, was Sie unbedingt brauchen. Alle weiteren Kapitel können Sie dann zu einem späteren Zeitpunkt durchgehen, um schlussendlich bestmöglich informiert zu sein. Viel Spaß beim Umsetzen.

Legen Sie sofort los

Im ersten Schritt schauen Sie sich einmal in Ruhe die Schnellstart-Anleitung an. Sie werden feststellen, dass Sie in nur sechs aufeinander aufbauenden Schritten Ihre komplette Altersvorsorgeplanung auf den Weg bringen können. Das spart Ihnen enorm viel Zeit und Sie haben das Thema ein für alle Mal erledigt. In der Folgezeit brauchen Sie dann lediglich an der einen oder anderen Stelle nachzujustieren, um so alles in der Spur zu halten. Finanzielle Sicherheit über Ihr komplettes Leben sollte dabei das erklärte Ziel sein. Um noch einen Schritt weiterzugehen, erhalten Sie noch aus jahrelanger Erfahrung erprobte Praxistipps on top. Diese sind nicht pauschal gehalten, sondern beziehen sich auf Ihre individuelle Situation beziehungsweise auf Ihre Berufsgruppe. Dabei ist folgende Unterteilung getroffen worden:

Frauen mit Kindern und zeitweise eingeschränkter Berufstätigkeit

Auszubildende und Referendare

Angestellte

Beamte

Selbstständige

Freiberufler

angehende Rentner (kurz vor der Rente)

Möglicherweise passen auf Sie zwei Anleitungen, wie zum Beispiel für Frauen und Angestellte. Dann lesen Sie sich in jedem Fall zu beiden die Praxistipps in Ruhe durch.

Sofort loslegen mit der Schnellstart-Anleitung

Und hier kommen nun die sechs Schritte zu Ihrer persönlichen Altersvorsorge:

Machen Sie eine Bestandsaufnahme

und suchen Sie alle Unterlagen

zum Thema Altersvorsorge und zu Ihrer persönlichen Risikoabsicherung heraus. Dazu zählen bestehende Versicherungen, Rentenbescheide, Sparverträge, Depotaufstellungen und was Sie sonst noch finden können.

Stellen Sie Ihren ganz persönlichen Rentenfahrplan auf.

Das ist leichter und schneller gemacht, als Sie vielleicht denken. In

Kapitel 3

finden Sie das gesamte Handwerkszeug dafür in nur fünf Minuten und können direkt Ihre Daten eintragen. Anschließend kennen Sie alle Zahlen. Also wann Sie finanziell gesehen in Rente gehen können, wie viel Geld Sie dafür benötigen und welche Summen Sie dafür investieren müssen.

Kümmern Sie sich um Ihre Risikoabsicherung.

Jede gute Altersvorsorgeplanung steht und fällt mit dem Fundament, auf dem sie steht. Deswegen sollten Sie einige wenige wirklich wichtige Risikoabsicherungen vornehmen. Denn eine Berufsunfähigkeit oder ein Todesfall in der Familie kann den finanziellen Ruin bedeuten. Eine ausreichende Absicherung ist daher das Fundament jeder Altersvorsorgeplanung. Dafür schauen Sie bitte einmal kurz in

Kapitel 6

rein. Sie bekommen dort alle Hintergrundinformationen und können eigenständig Marktvergleiche erstellen und viel Geld einsparen.

Machen Sie sich gleich auf die Suche nach passenden Produkten fürs Alter.

Um einen guten Überblick über alle infrage kommenden Anlagen zu bekommen, überschlagen Sie einmal

Kapitel 7

. Wenn Sie eine einzelne Anlage besonders interessiert, können Sie von da aus direkt einen Blick darauf werfen. In jedem Fall sollten Sie sich das Thema Investmentfonds näher ansehen. Das hilft Ihnen zu verstehen, warum Sie sich mit 2, 3 oder 4 Prozent Zinsen pro Jahr nicht zufriedengeben müssen.

Prüfen Sie, ob es sich in Ihrem Fall rentiert, staatliche Fördertöpfe anzuzapfen.

Dafür ist

Kapitel 18

reserviert. Sie können sich dort die verschiedenen Möglichkeiten direkt ansehen und abwägen, welche sich besonders für Sie lohnen werden. Auch erfahren Sie dort, wie viel staatliche Förderung Sie konkret erhalten.

Kümmern Sie sich um geeignete Produktlösungen.

Dafür intensivieren Sie bitte unbedingt Ihre Beschäftigung mit dem Thema Investmentfonds und persönlicher Fördertopf. Wenn Sie sich generell für Immobilien als Kapitalanlage interessieren, schauen Sie sich auch

Kapitel 16

genauer an. Sie finden bei jedem Thema praktische Tipps, die Ihnen dabei helfen werden, gute Produktlösungen am Markt zu finden.

Wenn Sie noch bestehende Lebens- und Rentenversicherungen haben, dann stellen Sie diese auch mithilfe von Kapitel 9 auf den Prüfstand. Wenn nicht, überspringen Sie diesen Punkt und schauen Sie sich die Kapitel 13, 16 und 17 genauer an, in denen es um Investmentfonds, Immobilien und Edelmetalle geht. Diese drei Anlageklassen können Ihnen in unsicheren und zinsschwachen Zeiten wie den heutigen eine besondere Hilfe bei der Altersvorsorge und Vermögensabsicherung sein.

Tipps für Frauen (und Hausmänner)

Insbesondere für Sie, liebe Frauen, möchte ich eine Lanze brechen und etwas weiter ausholen. Denn Sie nehmen sich oft die so wichtige Zeit für die Erziehung der Kinder und stecken der Familie zuliebe häufig in Sachen Berufstätigkeit zurück. Darüber hinaus sind Sie öfter als Männer in Branchen beschäftigt, in denen geringere Löhne gezahlt werden. Die Folge ist, dass viele von Ihnen nur eine kleine Rente zu erwarten haben und im Alter auf die sogenannte Grundsicherung angewiesen sind. Schon heute müssen Frauen mit nur der Hälfte der Rente haushalten, die Männer im Durchschnitt bekommen. Die durchschnittliche gesetzliche Rente von Frauen umfasst im bundesweiten Schnitt gerade einmal 566 Euro im Monat. Schuld daran sind verschiedene Rentenfallen, in die sie mehr oder minder unbewusst tappen – zumindest wenn sie nicht vorher etwas für ihre finanzielle Absicherung im Alter tun.

Es wäre falsch, den eigenen Ehemann als Absicherung fürs Alter anzusehen. Das zeigt sich spätestens dann, wenn eine Ehe aus dem Ruder läuft und geschieden werden muss. Oder wenn der Partner stirbt und die gesetzliche Rentenversicherung nur eine mickrige Witwenrente zahlt. Ich weiß, das will niemand hören, doch passiert es eben doch sehr häufig.

Kennen Sie Fälle wie diesen? Eine Arztgehilfin lernt ihren künftigen Mann, den Inhaber der Arztpraxis, am Arbeitsplatz kennen. Nach der glamourösen Hochzeit gibt die Frau ihren Beruf auf und bekommt drei Kinder. In Sachen Altersvorsorge unternimmt sie nichts. Warum auch? Ihr Ehemann ist doch eine gute Rentenabsicherung. Mit Mitte vierzig erwacht sie aus dem Dornröschenschlaf: Ihr Prinz hat sich in eine Jüngere verliebt. Viel zu holen ist bei ihrem Mann aber trotzdem nicht, da dieser über viele Jahre seine Eltern und Geschwister im Ausland unterstützt hat.

Sie sehen also, erst in der Mitte Ihres Lebens darüber nachzudenken, wie Sie im Alter über die Runden kommen sollen, ist deutlich zu spät. Zumal die Zeit beim Sparen Ihr Freund ist:

Wollen Sie als Frau mit 67 eine zusätzliche Rente von 500 Euro haben, dann reichen schon 85 Euro monatlich, die Sie in einen Altersvorsorgevertrag packen, um dieses Ziel zu erreichen. Voraussetzung, Sie sind bei Sparbeginn zwanzig Jahre alt. Fangen Sie erst mit dreißig an, müssen Sie bereits gut 135 Euro im Monat zurücklegen, und mit Anfang vierzig bereits 215 Euro. Mit fünfzig sind es bereits über 400 Euro im Monat. Es spricht also sehr viel dafür, sofort loszulegen und Ihre eigene Altersvorsorge aufbauen. Bitte nehmen Sie hier das Heft selbst in die Hand.

Ihnen dämmert es wahrscheinlich schon. Für Sie sieht es in Sachen Altersvorsorge besonders schlecht aus. Es werden voraussichtlich etwa 75 Prozent der heute 35- bis 50-jährigen Frauen im Alter von Armut betroffen sein. Das bedeutet ein Leben auf Sozialhilfeniveau. Die Folge: Im Alter spüren Sie die Auswirkungen der Rentenfalle besonders stark und müssen, sofern der Mann das nicht ausgleicht, mit geringen Einkünften rechnen. So können viele Betroffene kaum ihre Miete, Essen und die Gesundheitsabsicherung bezahlen. An Urlaubsreisen, neue Kleidung und Geschenke für die geliebten Enkelkinder ist dann kaum noch zu denken. Aber viele jüngere Frauen schieben das Thema Altersvorsorge gerne vor sich her. Ganz so, als würde sich die Angelegenheit mit der Zeit von selbst erledigen. Leider ist das Gegenteil der Fall: Je länger Sie zögern, sich mit der Rente zu beschäftigen, desto weniger bekommen Sie im Alter. Warten Sie also nicht länger, sondern legen Sie sofort los. Sie machen sich damit unabhängig von Ihrem Mann und stehen auch im Alter finanziell auf eigenen Beinen. An dieser Stelle möchte ich Ihnen noch einige praktische Tipps mit auf den Weg geben:

Die Zeit nutzen:

Gerade junge Frauen mit Kinderwunsch sollten sich unbedingt frühzeitig um eine zusätzliche Vorsorge kümmern, denn bevor der Nachwuchs da ist, können sie besonders viel zurücklegen. Hinsichtlich der Anlage sollten Sie mehr wagen und auf Investmentfonds setzen.

Weitermachen:

Achten Sie darauf, dass Sie auch während der Kindererziehungszeiten weiter Beiträge zu Ihrer Altersvorsorge leisten und nicht plötzlich alle Zahlungen einstellen.

Förderung mitnehmen:

Solange Ihre Kinder jünger als drei Jahre sind und Sie nicht mehr als 30 Stunden pro Woche arbeiten, haben Sie einen direkten Anspruch auf einen Riester-Vertrag. In den ersten drei Jahren nach der Geburt des Kindes gibt es die volle Förderung schon mit einem Eigenbeitrag von nur 60 Euro jährlich. Die Zulagen umfassen aber für Sie 175 Euro im Jahr und für jedes seit 2008 geborene Kind weitere 300 Euro. So bekommen Sie schnell eine staatliche Förderung, die mehrere Hundert Prozent Ihres Eigeneinsatzes ausmachen kann. Dieses Geld sollten Sie in jedem Fall mitnehmen.

Zeiten auffüllen:

Wenn Sie die meiste Zeit Ihres Lebens nicht berufstätig gewesen sind, sondern sich um die Erziehung

der Kinder gekümmert haben, dann prüfen Sie trotzdem, ob Sie gegebenenfalls eine staatliche Rente erhalten. Dafür sind lediglich fünf Beitragsjahre in der gesetzlichen Rentenversicherung vonnöten. Selbst wenn Sie nie gearbeitet haben, können Kindererziehungszeiten dafür sorgen, dass Sie zum Beispiel vier Jahre angerechnet bekommen. Das fehlende fünfte Jahr können Sie durch eine Nachzahlung von Beiträgen mit eigenem Geld auffüllen (der Mindestbeitrag liegt bei gut 1.000 Euro im Jahr). Das sichert Ihnen eine lebenslange Rente von gut 100 Euro im Monat. Das ist ein äußerst gutes Geschäft. Die Investition rechnet sich bereits im ersten Rentenjahr.

Tipps für Berufseinsteiger und Referendare

Wie heißt es immer so schön: »Lehrjahre sind keine Herrenjahre.« Leider gilt das vorerst auch für Ihr Gehalt. Trotzdem sollten Sie so früh wie möglich den Grundstein für Ihre eigene Altersvorsorge legen. Die gute Nachricht dabei ist: Anders als viele ältere Sparer haben Sie noch keine teuren Fehler gemacht und können sich diese auch buchstäblich ersparen, indem Sie gleich die richtigen Entscheidungen treffen. Dabei geht es darum, auf Sparverträge zu setzen, die sich vor allem für Sie selbst rechnen. Auch Ihnen als Berufseinsteiger möchte ich einige Tipps mit auf den Weg geben:

Berufs

- beziehungsweise Dienstunfähigkeit

:

Kümmern Sie sich als Erstes um eine ausreichend hohe Berufs- und bei angehenden Beamte

n Dienstunfähigkeitsabsicherung. Wie Sie diese bekommen, erstklassige Bedingungen vereinbaren und dafür möglichst wenig Geld investieren müssen, erfahren Sie in

Kapitel 4

.

Haftpflicht:

Darüber hinaus prüfen Sie, ob Sie weiterhin über die Haftpflichtversicherung

Ihrer Eltern abgesichert sind oder einen eigenen Schutz benötigen. In der Regel sind Sie bis zum 25. Lebensjahr über Ihre Eltern abgesichert, müssen aber mit dem Ausbildungsbeginn und je nach Versicherer oft auch nach Auszug aus dem Elternhaus eine eigene Haftpflichtversicherung abschließen. Die gute Nachricht dabei: Ein guter Schutz kostet kaum mehr als 50 Euro pro Jahr.

Riester-Förderung

:

Es kann für Sie sinnvoll sein, schon mal einen kleinen staatlich geförderten Vertrag auf den Weg zu bringen. Berufseinsteiger bis 25 können einen einmaligen Riester-Bonus von 200 Euro erhalten. Darüber hinaus winkt die Zulage von bis zu 175 Euro im Jahr. Ihr Eigenbeitrag hält sich aufgrund Ihres geringen Einkommens sehr in Grenzen. In

Kapitel 20

finden Sie weitere Informationen dazu.

Finanzielle Ausbildung:

Was Sie leider in keiner Schule und auch an kaum einer Universität lernen: wie Sie finanziell gut durchs Leben kommen. Nutzen Sie deswegen dieses Buch auch als Grundstein für Ihre finanzielle Ausbildung. Für diese sind und werden Sie immer komplett eigenverantwortlich sein. Deswegen nehmen Sie sich das eine oder andere Kapitel immer wieder zur Hand und machen sich fit in Sachen Finanzfragen. Sie werden schnell merken, dass sich diese Zeit mit Zins und Zinseszins im Laufe Ihres Lebens für Sie auszahlen wird.

Eigene Entscheidungen treffen:

Lassen Sie sich nicht von Vorträgen in der Berufsschule zum Thema Geld und Risikoabsicherung einlullen und schließen Sie keinen Vertrag ab, bevor Sie ihn nicht auf Herz und Nieren geprüft haben. Dabei helfen Ihnen dieses Buch und auch das Internet. Ziehen Sie hier unbedingt Ihre eigenen Schlüsse und vertrauen Sie nicht einfach nur dem Urteil von Familie und Freunden. Die meinen es zwar alle gut mit Ihnen, wissen es aber selbst oft nicht besser.

Tipps für Angestellte

Als Angestellter haben Sie den Vorteil, dass Sie auf nahezu alle staatlichen Fördertöpfe zurückgreifen können. Darüber hinaus erreichen Sie bei entsprechendem Einkommen oder Kinderreichtum hohe Förderquoten und somit viel Geld von Vater Staat. Auf der anderen Seite sieht es in Sachen gesetzliche Rente nicht allzu rosig für Sie aus. Das ist auch genau der Grund dafür, warum der Staat Ihnen bei Ihrer privaten Altersvorsorge so unter die Arme greift. Sie müssen es einfach nur nutzen. Auch für Angestellte ergeben sich einige nützliche Tipps:

Rente vom Chef:

Fragen Sie einmal in Ihrer Lohn- oder Personalabteilung nach, ob Ihr Betrieb Zuschüsse zur betrieblichen Altersvorsorge

leistet. In vielen Betrieben ist dies der Fall, nur wissen das die meisten Mitarbeiter nicht genau. Lassen Sie sich ein konkretes Angebot berechnen und fragen Sie auch nach, ob Sie eigene Produktvorschläge einbringen dürfen. Nicht selten golft nämlich der Chef mit dem Versicherungsvertreter von der Allianz und dann gibt es außer einer klassischen Direktversicherung kein weiteres Angebot. Hier sind Sie selbst gefragt.

Staatliche Förderung

nutzen:

Wenn Ihr Lebensgefährte nicht arbeiten geht, steht diesem unter Umständen auch eine staatliche Riester-Förderung zu. Hier kann es zu hohen Zulagen kommen, die Sie nicht ungenutzt lassen sollten. Lesen Sie dafür

Kapitel 20

: die Riester-Rente.

Tausende Euro sparen:

Eine der wohl wichtigsten Absicherungen für Angestellte ist die Berufsunfähigkeitsabsicherung. Darüber sind sich alle Verbraucherschützer einig. Aber gerade bei dieser elementaren Absicherungsform sind die Preisunterschiede besonders groß. So bekommen Sie einen erstklassigen Schutz beim günstigsten Anbieter oft für ein Drittel von dem, was der teuerste verlangt. Und das bei vergleichbaren Bedingungen. Gehen Sie deswegen bitte auf Nummer sicher und sparen Sie mit einem vernünftigen Marktvergleich im Laufe der Zeit Tausende von Euro. Unter

www.altersvorsorge-fuer-dummies.de

können Sie den günstigen Schutz für sich errechnen lassen.

Konsumschulden vermeiden

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