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Drei Anekdoten aus dem Leben. Im ersten Teil handelt es sich ausschließlich darum, wie meine Familie unter meinem schrägen Humor "leiden" muss. Obwohl ich nie ein Buch darüber schreiben wollte zwingt mich nun meine verblassende Erinnerung dazu es schnell nachzuholen bevor der Spaß aufhört. In der ersten Geschichte geht es um eine Reise zu den Kindern aber diesmal mit der Bahn statt mit dem Auto. Doch unterwegs kann man sich die Fahrt kurioser gestalten - wenn man will. Die zweite Geschichte erzählt wie ich meine Kinder mit einer Schallplatte zur Vernunft gebracht habe. In einem bestimmten Kindesalter ist das noch möglich. In der dritten und letzten Geschichte des Buches habe ich meine Frau mal so richtig auf den Arm genommen. Das war eigentlich gar nicht geplant aber sie hat mich nicht zur Ruhe kommen lassen und da konnte ich eben nicht anders. Sie wollte unbedingt Bilder an die Wand bringen und ich habe ihr mit Fengshui geholfen. Wahnsinn was das für Auswirkung hat.
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Seitenzahl: 19
Veröffentlichungsjahr: 2017
Es war 1990 um die Weihnachtszeit und ich hatte Urlaub. Zeit um auch mal meinem Hobby, der Filmbearbeitung von Schmalfilmen nachzugehen. Das Schneiden und Nachvertonen war seinerzeit immens aufwendiger als heute. Was da an Technik beschafft und aufgebaut werden musste ist mit der heutigen Videobearbeitung am Computer überhaupt nicht mehr zu vergleichen. Aber um einen zwanzigminütigen Stummfilm ansehenswert zu bearbeiten brauchte man nun eben auch etwas Zeit. Diese hatte ich mir nun nehmen wollen denn diese aufbewahrten Filmklassiker als Schmalfilm-Rohlinge schauten mich schon lange an und wollten zu einem Kunstwerk geschnitten, geklebt, begutachtet, wieder geschnitten, vertont und letztendlich auch angeschaut werden.
Während meine Frau in ihrem Arbeitszimmer (der Küche) und die Kinder Mandy (4) und Melanie (6) in ihrem Zimmer mit irgend etwas beschäftigt waren, hatte ich mich mit der innerlichen Einstellung nun lasst mich alle in Ruhe, ich habe zu tun ans Werk gemacht.
Mit genau der gleichen innerlichen Einstellung werkelte meine Frau in der Küche. Begleitet durch weihnachtlicher Musik war sie auf die Zubereitung des Festessens fixiert, wodurch sie überhaupt nicht ansprechbar war. Das wäre aber besser gewesen, denn aus dem Kinderzimmer steigerte sich der Lärm immer weiter und weiter. Selbst im Wohnzimmer, in dem ich den Film bearbeiten wollte, kam der Kinderlärm durch alle geschlossenen Türen immer aggressiver durch. Was machen die da nur hatte ich mich gefragt und wollte es doch letztlich gar nicht so genau wissen. Aber irgendwann war die Dauerbeschallung zu laut für meine Urlaubsstimmung und ich füllte meine Lungen voller Luft um mit riesen Gebrüll nicht nur die Wände sondern auch die Schallmauer zum Kinderzimmer zu durchdringen: „Ruhe da drüben! Ich mach'gleich mit“. In diesem Moment als ich das rausgebrüllt hatte, fiel mir auf, dass das eine blöde notorische Formulierung war. Die nehmen das ernst. „Oh fein“ hörte ich auch prompt aus dem Kinderzimmer Mandy's kichernde Stimme. Sofort hat sich mein Blick in die Wand gebohrt als hätte mein Proktologe unerwartet in meinen Ausweg
