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Angeln ist weit mehr als nur einen Haken ins Wasser zu halten. Wer wirklich erfolgreich sein will, muss sich mit den verschiedenen Angeltechniken auskennen. Dieses Buch vermittelt alles, was der Angler über Spinnfischen, Stippfischen, das Grundangeln, die Fliegenfischerei und das Schleppfischen wissen muss.
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Seitenzahl: 299
Veröffentlichungsjahr: 2014
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Tom Jacob / Specimen Hunting Group Dortmund
So unterschiedlich die vielen Facetten der Angelei auch sein mögen, so haben doch alle eines gemeinsam: Zum Angeln braucht man eine Angelrute, daneben mindestens eine Schnur, meistens eine Rolle, und immer einen Haken. Alles, was Sie vorab über Ihr Gerät wissen müssen, finden Sie in diesem Kapitel.
Am Anfang war die Schnur; Rute und Rolle waren unbekannt. Das brachte mit sich, dass es unmöglich war, große Fische mit viel Kraft oder mit hohem Gewicht zu fangen, da die Schnur bei der zwangsläufig zu hohen Belastung während des Drills riss. Erst durch die Verwendung eines biegsamen Holzstabes, an dessen Ende die Schnur befestigt war, wurde es möglich, die Fluchten starker Fische abzufedern und so auch größere Exemplare kontrolliert zu drillen und sicher zu landen.
Diese Erfindung der Angelrute geht vermutlich bis in die Eisenzeit zurück. Erste europäische Darstellungen von Ruten finden sich in römischen Mosaiken, die um das Jahr 330 entstanden. Die ersten Angelruten waren höchstwahrscheinlich Holzstecken, beispielsweise aus Haselnuss, die sich jeder Angler bei Bedarf selber schnitzte.
Die nächste „Evolutionsstufe“ stellten „Greenheart“-, „Pfeffer“- oder auch „Seerohr“- Ruten dar, benannt nach den jeweils benutzten Holzarten, welche sich durch große Zähigkeit, aber leider auch durch hohes Gewicht auszeichneten. Als später aus Asien der Bambus bei uns Einzug hielt, verwendete man die geschnittenen und getrockneten Rohre am Stück. Bambus war, da innen hohl, viel leichter als alles bis dato verwendete Material und wies zudem eine merklich höhere Elastizität als beispielsweise Greenheart-Holz auf.
Der nächste Fortschritt war die Unterteilung der Ruten in mehrere Stücke, zum einfacheren Transport. Beim Fischen wurden die einzelnen Teile dann mit Messinghülsen wieder zusammengefügt.
Eine bahnbrechende Erfindung im Rutenbau – dies war eigentlich die Geburtsstunde der modernen Fischerei – erdachten Pioniere des Rutenbaus ungefähr Mitte des 19. Jahrhunderts. Sie spalteten die Bambusrohre der Länge nach und hobelten die einzelnen Teile zu dreieckigen Spleißen. Sechs dieser Spleiße zusammengeleimt ergaben eine Rute mit hexagonalem Querschnitt, Gespließte genannt (englisch: split cane rod). Jetzt war es den Rutenbauern zum ersten Mal möglich, das Biegeverhalten einer Rute speziellen Bedürfnissen und Anforderungen anzupassen und konstant gleiche Ruten in großen Stückzahlen zu bauen. Den Anglern erschlossen sich durch die Spezialisierungen der Ruten und deren wesentlich verbesserten Eigenschaften völlig neue Möglichkeiten zum Fischfang (zum Beispiel weitere Würfe). Gespließte haben heute, nach über 150 Jahren vor allem im Bereich Fliegenfischen nichts von ihrer Praxistauglichkeit eingebüßt.
Mit der Einführung der Glasfiber begann das Zeitalter der Weltraummaterialien bei der Herstellung von Angelruten. Die ersten dieser Gerten waren aus Vollmaterial und damit recht schwer. Sie wurden bald danach von den Hohlglasruten abgelöst. Noch heute gibt es ausgezeichnete Glasfaserruten, die von traditionsbewussten Anglern verwendet werden.
Der Vollständigkeit halber seien auch Angelruten aus Stahlrohr erwähnt, die in manchen Fällen eine Glasfaserspitze besaßen. Diese Ruten waren jedoch eher ein Rückschritt und konnten sich wegen ihres extrem hohen Gewichts und der schlechten Aktionen nicht durchsetzen.
Lesen Sie weiter in der vollständigen Ausgabe!
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