Angewandtes Case Management - Martina Junk - E-Book

Angewandtes Case Management E-Book

Martina Junk

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Beschreibung

Sie interessieren sich für die praktische Umsetzung von Case Management im Krankenhaus oder stehen kurz vor dessen Einführung? Sie möchten dieser neuen Herausforderung professionell begegnen und praktische Fragen beantwortet wissen, wie beispielsweise: Was soll mit Case Management erreicht werden? Wie plant man die Einführung eines Case Managements? Welche Kompetenzen sollte das Case Management mitbringen? Welche Instrumente und Prozesse müssen wie gestaltet werden? Wo kann IT sinnvoll eingesetzt werden? Wie bindet man Case Management in interdisziplinäre Teams und Netzwerke ein? Zur Beantwortung dieser und weiterer Fragen greifen die Autoren auf ihre langjährige, praktische Erfahrung zurück. Beispiele und Tipps sowie ein Ausblick auf die zukünftigen Herausforderungen im Case Management vervollständigen den praxisorientierten Ratgeber.

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Seitenzahl: 125

Veröffentlichungsjahr: 2015

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Martina JunkAnja MessingJan-Peter Glossmann

Angewandtes Case Management

Ein Praxisleitfaden für das Krankenhaus

Verlag W. Kohlhammer

Dieses Werk einschließlich aller seiner Teile ist urheberrechtlich geschützt. Jede Verwendung außerhalb der engen Grenzen des Urheberrechts ist ohne Zustimmung des Verlags unzulässig und strafbar. Das gilt insbesondere für Vervielfältigungen, Übersetzungen, Mikroverfilmungen und für die Einspeicherung und Verarbeitung in elektronischen Systemen.

Die Wiedergabe von Warenbezeichnungen, Handelsnamen und sonstigen Kennzeichen in diesem Buch berechtigt nicht zu der Annahme, dass diese von jedermann frei benutzt werden dürfen. Vielmehr kann es sich auch dann um eingetragene Warenzeichen oder sonstige geschützte Kennzeichen handeln, wenn sie nicht eigens als solche gekennzeichnet sind.

1. Auflage 2015

Alle Rechte vorbehalten

© W. Kohlhammer GmbH, Stuttgart

Gesamtherstellung: W. Kohlhammer GmbH, Stuttgart

Print:

ISBN 978-3-17-028831-7

E-Book-Formate:

pdf:       ISBN 978-3-17-028832-4

epub:    ISBN 978-3-17-028833-1

mobi:    ISBN 978-3-17-028834-8

Für den Inhalt abgedruckter oder verlinkter Websites ist ausschließlich der jeweilige Betreiber verantwortlich. Die W. Kohlhammer GmbH hat keinen Einfluss auf die verknüpften Seiten und übernimmt hierfür keinerlei Haftung.

Inhalt

 

 

 

Vorwort

1

Einleitung

2 Die Herrschaft des Chaos: Vor Einführung des Case Managements

2.1 Was läuft schief im stationären Ablauf?

2.2 Wie wirkt sich die fehlende Steuerung aus?

3

Rahmenbedingungen für das Case Management

3.1 Personalbedarfsplanungen

3.2 Strukturelle Voraussetzungen

3.2.1 Arbeitsplatz

3.2.2 Hierarchische Einordnung in die Krankenhausstruktur

3.3 Tätigkeitsprofil des Case Managements

3.4 Kompetenzprofil Case Management

4

Die ersten Schritte zum erfolgreichen Case Management

4.1 Durchführung einer Ist-Analyse

4.2 Wie soll’s zukünftig werden? – Erarbeitung der Ziele

4.3 Die Umstellung beginnt mit einem Projektplan

4.4 Teilprojekte

4.4.1 Teilprojekt 1: Einführung einer transparenten Terminplanung

4.4.2 Teilprojekt 2: Zentralisierung des Aufnahme- und Entlassungsprozesses

4.4.3 Teilprojekt 3: Information der Netzwerkteilnehmer

4.4.4 Teilprojekt 4: Re-Organisation des Nachsorgeprozesses

4.4.5 Teilprojekt 5: Einführung eines Triage-Systems für Aufnahmen

4.4.6 Teilprojekt 6: Erstellung und Implementierung von klinischen Behandlungspfaden

4.4.7 Vereinbarung mit Unterschrift des Klinikdirektors und der Pflegedirektion

4.5 Bedenken der Berufsgruppen beim Aufbau neuer Strukturen

5

Prozessablauf: Was alles zur Patientenversorgung gehört

5.1 Die Aufnahme

5.2 Das Assessment

5.3 Der Versorgungsplan

5.4 Das Monitoring

5.5 Die Entlassung

6

Zwei Fallbeispiele aus der täglichen Praxis

6.1 Fallbeispiel 1

6.2 Fallbeispiel 2

7

Hilfreiche Instrumente für die alltägliche Praxis

7.1 Die Aufnahmekriterien in Form eines Triage-Systems

7.2 Ein gut ausgebautes Netzwerk

7.3 Das Formular »Stationäre Anmeldung«

7.4 Das Formular »Telefonische Gesprächsnotizen für stationäre Anmeldungen«

7.5 Der Assessment- und Verlaufsbogen in Papierform und elektronischer Form

7.5.1 Der Assessment- und Verlaufsbogen in Papierform

7.5.2 Der Assessment- und Verlaufsbogen in elektronischer Form

7.6 Regelmäßige multiprofessionelle 360 Grad-Fallbesprechungen

7.7 Vordefinierte Behandlungspfade (Clinical Pathway)

7.8 Die Erstellung und Pflege einer Belegungsstatistik

7.9 Wie ist der »Aufnahmedruck«?: Ein strategisches Messinstrument des Case Managements

8

Aspekte des Arbeitsalltags im Case Management

8.1 Tätigkeitsschwerpunkte im Tagesablauf

8.2 Spannungsfeld Versorgungs- und Organisationsebene

8.3 Unterschiedliche Dokumentationsformulare und Medien

8.4 Versorgungslücken im Spannungsfeld ambulanter und stationärer Versorgung

8.5 »Glanzlichter« rund ums Case Management

9

Auswirkungen des Case Managements aus unterschiedlichen Blickwinkeln

9.1 Case Management aus oberärztlicher Perspektive

9.2 Case Management aus stationsärztlicher Perspektive

9.3 Case Management aus der Sicht des Controllings

9.4 Case Management aus pflegerischer Sicht

9.5 Case Management aus Sicht der pflegerischen Teamleitung

9.6 Case Management aus Sicht der Patienten und Angehörigen

9.7 Case Management aus Sicht eines Case Managements

10

Zukünftige Herausforderungen für das Case Management

10.1 Höher, schneller, weiter – Wie stark steigen die Effizienzanforderungen im Gesundheitssystem noch?

10.2 Internationale Patienten

10.3 Ausbau der elektronischen Patientenakte (ePA)

10.4 Messinstrumente

10.5 Personalisierte Medizin

10.6 Alternde Gesellschaft

10.7 Netzwerke und Kooperationen

10.8 Sektorengrenzen überwinden

10.9 Case Management-Weiterbildung

11

Case Management – Mehr als nur ein Strategieentwurf!

Autorenverzeichnis

Literatur

Register

Vorwort

 

 

 

Zum Thema Case Management wurden in letzter Zeit viele Fachbücher publiziert. Das vorliegende Werk unterscheidet sich von anderen dadurch, dass es aus der Praxiserfahrung eines aus meiner Sicht sehr erfolgreichen Modellprojekts entstanden ist.

Zu Beginn dieses Projekts bestanden im Klinikum Bedenken von eigentlich allen Seiten: Wird das Case Management den Ärzten Entscheidungsbefugnisse wegnehmen? Wird die Pflege genügend einbezogen oder kommt es zur Überlastung des Pflegepersonals auf den Stationen? Werden die Zuweiser es akzeptieren, wenn nicht mehr primär der Arzt, sondern das Case Management primärer Ansprechpartner bei der Organisation der Aufnahme oder Entlassung von Patienten ist?

All diese Bedenken haben sich schnell zerstreuen lassen. Letztlich hing aber der Erfolg dieses Case Management davon ab, dafür geeignete Personen zu finden, die von allen Berufsgruppen in einer Klinik, von den Zuweisern und vor allem von den Patienten geschätzt werden. Dies hat letztlich dazu geführt, dass dieses Case Management für die Arbeit unserer Klinik ein unverzichtbares Werkzeug geworden ist.

Das vorliegende Buch beruht also auf einer reichen, über zehnjährigen Praxiserfahrung eines erfolgreichen Case Management. Das Ziel dieses Case Management war es, alle Prozesse patientenfreundlicher und effizienter zu gestalten. Dieses Vorhaben wurde auch getriggert durch die Herausforderungen, welche die Einführung der DRG-basierten Vergütung von Krankenhausleistungen an Kliniken als wirtschaftliche Betriebe stellt. Das noch wichtigere Ziel war aber, die Zufriedenheit der Patienten zu steigern. Schließlich ist ein effizientes Aufnahme- und Entlassungs-Management eines der Schlüsselkriterien für die Patientenzufriedenheit.

Das an Klinik I für Innere Medizin erarbeitete Konzept des Case Managements basiert auf einem Strategiepapier, das vor zehn Jahren erstellt wurde. Es wurde basierend auf den gemachten Erfahrungen kontinuierlich weiter entwickelt. Die Motivation, dieses Buch zu schreiben, basiert auf diesen Erfahrungen und dem Wunsch, eine wichtige Lücke in der Fachliteratur zu füllen. Der Leitgedanke ist es, Praxis-relevante Lösungen zur Umsetzung des Case Managements zu beschreiben. Dieses Ziel umzusetzen, ist den Autoren hervorragend gelungen.

Ich wünsche diesem hervorragenden Buch die erfolgreiche Verbreitung, die es verdient. Den Lesern wünsche ich viele Anregungen und Ideen für die tägliche Arbeit, sowie Freude bei der Lektüre dieses Buches.

Köln, Oktober 2014

 

Univ.-Prof. Dr. med. Michael Hallek

Direktor der Klinik I für Innere Medizin der Uniklinik Köln

1          Einleitung

 

 

 

Fachbücher zu Case Management gibt es bereits in ausreichender Zahl. Warum also nun dieses weitere Werk? Aus unserer Sicht fehlte noch ein Buch mit starkem Praxisbezug, das sich vor allem mit der Frage »Wie mache ich das?« auseinandersetzt. Die Inhalte des Buches basieren auf zehn Jahren praktischer Erfahrung. Im Jahr 2004 entschloss sich der Vorstand des Universitätsklinikums Köln, neue Wege im Bereich der stationären Versorgung zu gehen. Ziel war, die Prozesse patientenfreundlicher, effektiver und effizienter zu gestalten. Mit angestoßen wurde dieser Entschluss auch durch das damals neue DRG-Entgeltsystem als wirtschaftliche Herausforderung. Zu den umgesetzten Neuerungen gehörte auch die schrittweise und flächendeckende Einführung eines Case Managements. Begonnen wurde unter anderem in unserer internistischen Abteilung, der Klinik I für Innere Medizin unter der Leitung von Herrn Prof. Dr. med. Michael Hallek.1 Der damals entwickelte Strategieentwurf des Case Managements wurde in den vergangenen zehn Jahren kontinuierlich weiter entwickelt. Während dieser Zeit ergab sich immer wieder in zahlreichen Gesprächen mit Kollegen und Hospitanten die zentrale Frage, wie Case Management praktisch umgesetzt wird? Wir, die Autoren, waren von Anfang an aus unterschiedlicher Perspektive an der praktischen Umsetzung beteiligt: als Case Managerin der ersten Stunde, als Krankenschwester und als Stationsarzt. Unsere Idee und Motivation war es, die Lücke mit diesem Buch zu füllen. Entsprechend stellen wir auch nicht den Anspruch auf Vollständigkeit des hier vorliegenden Werkes. Der rote Faden, der sich durch dieses Buch zieht, ist der Weg der praktischen Umsetzung von Case Management basierend auf unseren Erfahrungen. Entsprechend beginnt das Buch gleich im Anschluss an diese Einleitung mit einer – sicherlich scharf zugespitzten – Situationsbeschreibung im Krankenhaus vor Einführung eines Case Managements (»Herrschaft des Chaos«). Danach führen wir den Leser durch vorbereitende Prozesse wie beispielsweise Ist- und Soll-Analyse und verdeutlichen diese anhand eines Projektplans. Die darauf folgenden Kapitel zur Umsetzung sind unter anderem ergänzt durch Beispielvorlagen für Behandlungspfade, Zuweisungskriterien-Listen und Assessment -Bogen. Zusätzlich verdeutlichen zwei ausführliche Fallbeispiele aus der Praxis die Probleme und Chancen bei der Einführung eines Case Managements. Der ursprüngliche Strategieentwurf ist inzwischen sicherlich umgesetzt. Allerdings ist die Entwicklung im Case Management längst nicht beendet. Im letzten Teil dieses Buches haben wir die Auswirkungen und die zukünftigen Herausforderungen des Case Managements aus verschiedenen Blickwinkeln beleuchtet.

1     Schwerpunkte der Abteilung sind: Hämatologie, Onkologie, klinische Infektiologie, klinische Immunologie, Hämostaseologie und internistische Intensivmedizin.

Lesen Sie weiter in der vollständigen Ausgabe!

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