Angstkrank, Depressionen, Zwang - Andrea Laarmann - E-Book

Angstkrank, Depressionen, Zwang E-Book

Andrea Laarmann

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Beschreibung

Das Buch beschreibt klar, deutlich und manchmal sehr hart Empfindungen und Erfahrungen. Gedanken die einen tiefen Einblick in die kranke Seele gewähren sind in Worte gefasst. Es kann Erkrankten Mut machen. Ein Gefühl des "sich verstanden fühlen" vermitteln. Angehörige und Interessierte ein Stück weit darüber aufklären wie konfus und unlogisch von Betroffenen gedacht und argumentiert wird. Dadurch besteht die Möglichkeit den Umgang mit Angst-, Depressions- oder Zwangskranken zu erleichtern. Gerade in der teilweise sehr langen Wartezeit bis ein Therapieplatz zur Verfügung steht kann es Trost spenden. Hilfe Suchende werden sich an vielen Stellen des Buches wiedererkennen. Merken nicht alleine zu sein mit den eigenen Gedankengängen. Menschen die noch nicht wissen was ihnen fehlt finden eventuell sogar Antworten für sich.

Das E-Book können Sie in Legimi-Apps oder einer beliebigen App lesen, die das folgende Format unterstützen:

EPUB
MOBI

Seitenzahl: 90

Veröffentlichungsjahr: 2013

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www.tredition.de

Andrea Laarmann

wurde 1963 in Wuppertal geboren.

Sie lebt in Gladbeck, ist verheiratet und Mutter von vier erwachsenen Kindern, hat einen Enkel.

Wegen voller Erwerbsminderung musste sie am 01.01.2005 in Rente gehen.

Sie arbeitet ehrenamtlich in ihren zwei Selbsthilfegruppen und geht mit Ihrem Hund regelmäßig in ein Seniorenzentrum als Hundevisiteteam.

Es gibt unglaublich viele Menschen die an Ängsten, Depressionen oder Zwängen erkrankt sind. Sie suchen verzweifelt nach Hilfe. Zum großen Teil auch durch die Literatur. Häufig sind es jedoch Erlebnisse einzelner Personen die ihre persönliche Situation und ihre Empfindungen beschreiben. Meist jedoch findet man nur theoretische Informationen die nicht die vielfältigen, tatsächlichen und den Alltag betreffenden Probleme beschreiben.

Mir war wichtig die vielfältigen Facetten in dieser Form Erkrankter in Worte zu fassen. Dabei stellte sich heraus, dass teilweise sehr klare, zeitweise auch harte Beschreibung der Gedanken und Gefühle, durch Wort und Schrift sehr hilfreich ist. Angehörigen einiges erklärt, ihnen dadurch hilft zu verstehen. Die ersten Gedichte las ich wenigen lieben Menschen vor. Nicht nur bei Ihnen und ebenfalls Betroffenen kamen sie sehr gut an. Die Beschreibung der tatsächlichen Emotionen und Einschränkungen, dieses in sich selbst „gefangen“ sein, das Gebirge der Nöte und Sorgen psychisch Kranker sind in diesem Buch zusammen gefasst.

Erkennen Sie sich vielleicht beim Lesen selber wieder? Oder erkennen Sie einen, Ihnen wichtigen, Menschen hierin der eine Erkrankung seiner Psyche nicht erkennen kann oder will? Dann hoffe ich, dass Ihnen mein Werk hilft die derzeitige Situation zu verbessern. Das Gefühl der Einsamkeit und des „verrückt seins“ zu mildern.

Jedoch denken Sie stets daran: nichts kann eine Therapie jemals ersetzen!

Haben Sie erst einmal erkannt das Sie, Verwandte oder Freunde psychische Probleme haben sollten der / die Erkrankte den Weg zum Arzt niemals scheuen. Er ist unerlässlich! Nur dort gibt es die unbedingt erforderliche medizinische Hilfe! Es gibt viele verschiedene Therapien und gute Medikamente die helfen mit den Erkrankungen besser zurechtzukommen. Ein guter Arzt findet, zusammen mit der/dem Patientin/en, den richtigen Weg zur Linderung, im besten Fall der Heilung.

Bedenke stets:

Jeder Tag ist ein Kampf!

Gemeinsamkeit macht stark!

Verloren hat der, der sich dem Leben nicht stellt!

Der, der nicht mehr kämpft!

Andrea Laarmann

www.tredition.de

Umschlaggestaltung, Illustration: Andrea, Laarmann

Verlag: tredition GmbH, Hamburg

ISBN: 978-3-8495-3817-0

Das Werk, einschließlich seiner Teile, ist urheberrechtlich geschützt. Jede Verwertung ist ohne Zustimmung des Verlages und des Autors unzulässig. Dies gilt insbesondere für die elektronische oder sonstige Vervielfältigung, Übersetzung, Verbreitung und öffentliche Zugänglichmachung.

Bibliografische Information der Deutschen Nationalbibliothek: Die Deutsche Nationalbibliothek verzeichnet diese Publikation in der Deutschen Nationalbibliografie; detaillierte bibliografische Daten sind im Internet über http://dnb.d-nb.de abrufbar.

Gedankenchaos

Manchmal wenn die Angst so groß,

dann denkst du dir warum denn bloß?

Muss es g’rad bei mir so sein,

bin tief in mir so ganz allein.

Ich kann nicht dies ich kann nicht das,

da macht das Leben keinen Spaß.

Am liebsten lieg’ im Bett ich drin,

dort kommt Nichts und Niemand hin

Der Haushalt wiegt so groß und schwer,

wo nehm’ die Kraft ich dafür her?

Grübeln, zweifeln bin frustriert,

weil einfach nichts darin passiert.

Die Trauer immer öfter siegt,

die kranke Seele Nahrung kriegt.

Ich bleibe liegen mehr und mehr,

keine Bess’rung kommt hierher.

Nun kommt auch noch, der Schmerz fängt an,

frag’ mich wie das wohl seien kann.

Bewegung tut mir sicher gut,

doch dafür fehlt mir jeder Mut.

Trauer, Schmerzen oder Angst,

fragst dich, ob du noch irgend Etwas kannst.

Du denkst, du sinnst, was kann da sein,

findest nichts, du bist so klein.

Warum, weshalb, du weißt es nicht,

wer kann helfen, wer gibt Sicht?

Ein kleines Licht auf deinem Weg,

ist dort vielleicht ein kleiner Steg?

Verstehen

Es ist so furchtbar krank zu sein,

keiner versteht 's, bin ganz allein.

Schlimm ist es so zu fühlen,

ist wie ein Kampf gegen mächt’ge Mühlen.

Tag für Tag versuch' ich ’s wieder,

doch die Krankheit schlägt mich nieder.

Will doch nur lachen, mich erfreu’n,

nicht immer andere Menschen scheu’n.

So oft muss ich schrecklich weinen,

gibt ’s nicht den Schalter, diesen einen?

Den ich drück, all Schlechtes wird gut,

kriege Hoffnung, Freude und auch Lebensmut.

Oh nein, oh nein den gibt es nicht,

und andre geh’n mit mir ins Gericht.

Das gibt es nicht, das kann nicht sein,

stell mich nur an, soll sehen es ein!

Nichts versteh’n sie, oder wollen,

sie mich in Ruhe lassen sollen.

Ratschläge gibt es ohne Ende,

doch diese bringen keine Wende.

Nehmt mich doch wie ich nun bin,

bekommen wir ’s gemeinsam hin.

Ein bisschen besser wird ’s vielleicht,

dann haben wir schon viel erreicht.

Bin nicht mehr die die ich mal war,

ist schwer für euch, versteh’ das klar.

Auch ich will nichts so wie es ist,

alles traurig und so trist.

Oft wünschte ich ich wäre tot,

hätte nicht mehr diese Not.

Es wären weg, die Angst und Pein,

könnte endlich ruhig sein.

Doch gibt ’s noch Liebe, die würden weinen,

wär’n mit sich selbst nicht mehr im reinen.

Ihr Gewissen würd’ sie ganz arg plagen,

wieso hab’ ich es nur nicht mit getragen?

Dann kämen sie selbst in aller größte Not,

fühlten sich schuldig an des andren Tod.

Würden daran selbst erkranken,

mich schaudert 's nur bei dem Gedanken.

Das darf nicht sein, das darf nicht kommen,

hätt’ große Schuld auf mich genommen.

Darum kämpf’ ich immer weiter,

bleib traurig, müde, niemals heiter.

Doch bitte ich versucht, versteht ’s,

werde tun mein Bestes stets.

Vielleicht wird ’s besser Stück für Stück,

ich wieder näher zu euch rück.

Warum

Warum nur hab’ ich nur dieses Los?

Die Angst, die Trauer riesig groß!

Warum ich nicht wie Andre bin?

Ergibt für mich nicht einen Sinn.

Warum war ich als Kind schon schwach?

Als einz’ges unter ’m Elterndach.

Warum war’n alle Kinder heiter?

Und ich? Ich wusste oft nicht weiter.

Warum find’ ich all die Menschen ideal?

Hass mich, bin mir total egal.

Warum find’ ich mich so scheußlich?

So eklig und auch furchtbar gräuslich!

Warum nur starrt mich jeder an?

Ist mein Denken noch real?

Warum nur fall' ich immer auf?

Oder achte ich zu sehr darauf?

Warum kann ich bei Allen Gutes seh’n?

Ich weiß es nicht, kann 's nicht versteh’n.

Warum gibt ’s das denn nicht für mich?

Es irgendwann aus meinem Leben wich.

Warum musst ich so viel ertragen?

Werd’ ich mich zudem immer fragen.

Warum kann ich nicht einfach leben?

Einfach so mit nehmen und mit geben.

Warum, warum ich weiß es nicht.

Es gibt für mich nur eine Pflicht.

Ich muss kämpfen Jahr für Jahr.

Bess’rung wird vielleicht mal wahr.

Beginn

Weiß nicht wirklich wie es begann,

auch nicht richtig wo und wann,

erst recht nicht ob ich es lösen kann.

Schon als Baby ich nicht lachte,

sicher damals noch nicht dachte,

doch Fremde nur mit greinen betrachte.

Als Kind war es schon schwer mit mir,

war voll von Neid und auch von Gier,

gab es etwas schrie ich hier.

Ich brüllte und ich weinte,

weil ich immer meinte,

mein’ Wunsch ein Jeder nur verneinte.

Woher das kam, ich weiß es nicht,

aber klar ist dies aus Andrer Sicht,

war ein nettes Kind ich sicher nicht.

Lob und Nettes gab es nie,

bei meinem Benehmen irgendwie,

wäre es auch Utopie.

Ich selbst, ich lernte irgendwann,

freundlich sein doch auch gut kann,

war die freundliche Frohe immer dann.

Doch ´ganz tief in mir drinnen,

konnt’ ich der Traurigkeit nicht entrinnen,

die Krankheit konnte nur gewinnen.

So leb' ich nun, so ist es jetzt,

bin selbst darüber sehr entsetzt!

Suche

Es ist wirklich schrecklich schwer,

möchte manchmal einfach geh’n,

wo soll ich hin, wo soll ich her,

kann wieder keine Hilfe seh’n.

Wo ist nur jemand der mir helfen will,

der weiß wo meine Kraft mal lag,

such’ nach ihm ganz heimlich, still,

ob ich ihn find’ an einem Tag?

Ach wär’ das schön, ach wär’ das toll,

einen der mich nimmt wie ich nun bin,

jemand finden mit Kraft so voll,

mich führt zum richt'gen Wege hin.

Es gibt Menschen wunderbar,

die wohl verstehen wie es ist,

akzeptieren, hören, wie es war,

was abnehmen von dem ganzen Mist.

Helfen können sie mir trotzdem nicht,

weil ganz tief in mir da drinnen,

ist ein kleiner Bösewicht,

ich kann ihm nicht entrinnen.

Bin ein echter armer Tropf,

Gedanken rasen hin und her,

in meinem übervollen Kopf,

ich will das alles gar nicht mehr.

So gern’ will ich entspannen,

einfach liegen und auch ruh’n,

unter schönen grünen Tannen,

hätt’ nichts mehr mit der Angst zu tun.

Habe aber immer Frust,

weine, grüble und bin traurig,

gibt für mich gar keine Lust,

das Dasein ist so schaurig.

In der Theorie da kann ich ’s gut,

in der Praxis aber schlecht,

weiß wo ich finde Lebensmut,

doch darauf hab ich gar kein Recht.

Ich bin’s nicht wert,

sei hier gesagt,

egal was mir so wird erklärt,

hab’ in meinem Leben nur versagt.

Den Armen, die mich lieben,

möcht’ ihr Leben nicht erschweren,

treff sie ungewollt mit Worten, Hieben,

kann sie nicht angemessen ehren.

Ich will das nicht,

es kommt und geht,

verdunkelt meine ganze Sicht,

versteh’ wer nicht mehr zu mir steht.

Was mach ich hier, was tu ich nur,

ich soll doch Positives denken,

handle gegen meinen Schwur,

kann Gedanken gar nicht lenken.

Allein

Wie kann man nur so einsam sein,

von allen fühlt man sich verlassen,

ob zu zweit oder echt allein,

man kann es gar nicht fassen.

Es ist so schwer das zu erklären,

allein auf großer weiter Flur,

als ob alle Menschen gar nicht wären,

wie kommt es dazu nur?

Irgend Jemand hat fast jeder,

Freundschaft und die Liebe auch,

doch fühlt man ’s leicht wie eine Feder,

vergeht so schnell wie Schall und Rauch.

Es wird erzählt, es wird gesagt,

das Ohr nimmt alles richtig auf,

Gefühl jedoch wird ganz versagt,

kommt nur zum Wissen oben drauf.

Das Herz sehnt sich so sehr nach Nähe,

das Inn’re schreit ganz arg danach,

wenn man nur einen Ausweg sähe,

doch er fließt weg gleich wie ein Bach.

Wie mögen es Gesunde fühlen,

eine besonders große Macht,

sie müssen nicht nach Eintracht wühlen,

haben sie bei Tag und Nacht.

Ach könnt’ ich fühlen so wie sie,

fühlt’ ich mich gar nicht einsam,

möcht ’s gern machen so wie die,

die Lösung niemals zu mir kam.

Schlaf

Das Schlafen fällt mir furchtbar schwer,

kommt oft mit Träumen schwer daher,

finde keine Ruhe.

Ich bin müde leg mich hin,

macht nicht wirklich einen Sinn,

schlimme Gedanken mich bewegen.

Mit lesen lenke ich mich ab,

keinen Erfolg ich damit hab’

ich werde immer wacher.

Liege wieder da und denk’,

oh bitte schlafen mir nun schenk,

gib mir Stille lass mich ruh’n.

Doch leider ist es wie so oft,

hab’ wie zuvor umsonst gehofft,

weitere Stunden zieh’n vorbei.

Steh noch mal auf und laufe -rum,

das jedoch ist ziemlich dumm,

dabei schlaf ich sicher nicht.

Also, wieder in das Bett hinein,