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Mit 44 Effekten und spannenden Techniken die eigenen Malkenntnisse erweitern und wunderschöne Aquarell-Landschaften zaubern!
Die von der Künstlerin Urte Zimmermann (@elfenrosengarten) zusammengestellten44 Effekte und Techniken zeigen die große Bandbreite an Darstellungsmöglichkeiten mit Aquarell. Nicht nur die wesentlichen Techniken der Aquarellmalerei werden erläutert, sondern auch besondere Effekte mit diesem Medium. So werden beispielsweise durch den Einsatz von Kaffee, Folie, Blattgold oder Maskierflüssigkeit einfache Aquarellbilder zu beeindruckenden Kunstwerken. Ob Einsteiger*innen oder Fortgeschrittene – Grundkenntnisse mit Aquarell können einfach erlernt oderausgebaut werden. Die 44 Effekte werden durch praktischeÜbungen begleitet, sodass sie direkt gelernt werden können.Eine direkte Anwendung der Effekte erfolgt durch 20 Schritt-für-Schritt-Anleitungen, mit denen besondere Aquarellbilder geschaffen werden können.
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Seitenzahl: 125
Veröffentlichungsjahr: 2023
Impressum
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Bei der Verwendung im Unterricht ist auf dieses Buch hinzuweisen.
EIN EBOOK DER EDITION MICHAEL FISCHER
2. Auflage 2023
© 2023 Edition Michael Fischer GmbH, Donnersbergstr. 7, 86859 Igling
Covergestaltung, Layout, Satz: Pia von Miller
Redaktion und Lektorat: Saskia Hauck
Herstellung: Amelie Engelhardt
ISBN 978-3-7459-1706-2
www.emf-verlag.de
Inhalt
Impressum
Vorwort
Arbeitsplatz & Material
Der Arbeitsplatz
Aquarellfarben
Herkömmliche Aquarellfarben
Granulierende Aquarellfarben
Metallische Aquarellfarben
Aquarellstifte
Aquarellpapier
Meine Lieblingspapiere:
Aquarellpinsel
Meine meistverwendeten Pinsel:
Werkzeuge und Arbeitsmittel
Blattgold und Zubehör
Maskierungen
Grundlagen & Theorie
Die Motivsuche
Kleine Inspirationshilfen
Die Bildkomposition
Gestaltungselement Form
Gestaltungselement Linien
Gestaltungselement Haptik
Gestaltungselement Raum
Gestaltungselement Farbe
Techniken & Effekte
Grundtechniken
Kolorieren
Granulieren
Lasieren
Lavieren
Nass-in-Nass-Technik
Effekte
Ausblühungen mit Wasser
Ausblühungen mit Farbe
Ausblühungen mit Salz
Strukturen mit Granulierspray
Strukturen mit granulierenden Aquarellfarben
Strukturen mit Folie
Strukturen mit Stempeln
Strukturen mit Zellstofftaschentüchern
Strukturen mit Naturschwämmen
Effekte mit Schleppern
Effekte mit Fächerpinseln
Effekte mit Katzenzungenpinseln
Effekte mit Reservoirpinseln
Effekte mit Effektpinseln
Effekte mit einer Chipkarte
Effekte mit Alkohol
Effekte mit Strohhalmen
Spritz-, Sprenkel- und Kleckstechnik
Abklatschtechnik
Schüttung
Abheben von Farbe mit Wasser
Kratztechnik
Absprengtechnik
Maskieren mit Maskierungsflüssigkeit
Maskieren mit Wachs
Maskieren mit Schablonen
Mixtechnik mit Aquarellstiften
Mixtechnik mit Bleistift
Mixtechnik mit Fineliner
Mixtechnik mit Tusche und Feder
Mixtechnik mit Zeichenkohle
Mixtechnik mit Rötel
Mixtechnik mit Kaffee
Mixtechnik mit Pastellkreide
Mixtechnik mit Gouache
Mixtechnik mit Acryl
Mixtechnik mit Strukturpaste
Mixtechnik mit metallischen Aquarellfarben
Mixtechnik mit Blattgold
Ideen & Motive
Hyazinthengold
Ahornrot
Anemonenfunkeln
Maiglöckchenliebe
Schneeflockentanz
Goldbirkenallee
Blütenweiß
Herbstleuchten
Tulpenzeit
Blumenreigen
Gartengeheimnis
Septemberaussicht
Mauerblümchen
Elfengarten
Anemonenpfad
Märzenbecherwald
Lampionblumenfest
Wintermärchen
Über die Autorin
Danksagung
Vorwort
„Wenn du Märchenaugen hast, ist die Welt voller Wunder.“
Victor August Ernst Blüthgen,
deutscher Journalist, Schriftsteller, 1844–1920
Heute in unserer übertechnisierten Welt, in der mittlerweile sogar Künstliche Intelligenzen Bilder malen, können wir uns kaum noch vorstellen, wie befriedigend es sein kann, etwas mit unseren eigenen Händen herzustellen. Ich persönlich glaube, dass uns nicht das Bilderkonsumieren sondern das Bildermalen am glücklichsten macht. Nur die eigene schöpferische Tätigkeit kann uns von Belastungen und Schwierigkeiten des Alltags heilen. Als kleines Kind hat man es noch geliebt, je nach Gefühl ganz einfach frei heraus zu malen oder zu basteln. Irgendwann verlieren viele auf dem Weg zum Erwachsensein den Glauben an die eigene Fähigkeit, mit kreativen Tätigkeiten einfach abzuschalten, sich fallen zu lassen, glücklich zu sein und zu träumen. Dabei ist es so einfach, das Kind in sich wiederzufinden. Ich finde besonders die Aquarellmalerei sehr geeignet dafür. Man braucht nur Farben, Wasser, Pinsel, Papier und etwas Fantasie. Talent ist gar nicht unbedingt notwendig. Kreativ sein kann einfach jeder Mensch. Es sind doch deine Gefühle und Träume, die du zu Papier bringst. Male einfach großzügig drauflos oder verliere dich in detailreichen Einzelheiten. Du kannst realistisch oder abstrakt malen oder dich einfach treiben lassen. Die Aquarellmalerei lässt alles zu und eignet sich für die verschiedensten Malstile. Es gibt so viele Möglichkeiten und Techniken. Ich möchte dir mit diesem Buch einige Anregungen geben. Experimentiere und probiere dich aus. Dich wird beim Malen etwas anderes glücklich machen als mich und du wirst ganz andere Dinge schön finden. Je mehr du malst und übst, umso sicherer wirst du sein und umso schneller kannst du deinen eigenen Malstil entwickeln. Lass die Farben einfach fließen und hab viel Spaß beim Ausprobieren!
Aquarell – Arbeitsplatz & Material
„Ich denke an nichts, wenn ich male, ich sehe Farben.”
Paul Cézanne,
französischer Maler, 1839–1906
Vor den Regalen eines großen Fachgeschäfts für Kunstbedarf in einer Großstadt kann einen leicht die Panik überfallen. Was für eine riesige unüberschaubare Auswahl an Pinseln, Farben und Papieren! Braucht man das wirklich alles? Wo soll man anfangen und für was soll man sich entscheiden? Soll man den preiswerten Farbkasten mit den vielen bunten Farbtönen auswählen oder besser erst mal nur ein paar hochwertige Farben? Und welches Papier ist das richtige? Welcher Pinsel? Womit lassen sich die eigenen Ideen am besten umsetzen? Leider gibt es nicht für alles allgemeingültige Antworten. Die Art und Weise zu malen kann so verschieden sein. Da können manche Tipps der einen Person wunderbar helfen und die andere erlebt damit das absolute Desaster, weil die Materialien einfach nicht zu ihrem Malstil und ihrem Handling passen. Die Materialauswahl ist schon eine sehr persönliche Sache. Es gibt aber Anregungen und Empfehlungen, die Allgemeingültigkeit haben. Diese möchte ich mit dir teilen und dir gleichzeitig meine Lieblingsmaterialien vorstellen. Außerdem gebe ich dir ein paar kleine Tipps zu deinem Arbeitsplatz und wie du ihn optimal für dich einrichten kannst.
Der Arbeitsplatz
Oft hat man nicht viel Platz in der eigenen Wohnung. Ich würde trotzdem raten, dir ein kleines separates Plätzchen zu schaffen. Einen Tisch am Fenster, der nur für dich ist. Bei dem du nach dem Malen nicht immer wieder alles wegräumen musst. Man malt einfach öfter, wenn alles schon griffbereit ist. Sehr wichtig finde ich richtiges Tageslicht am Arbeitsplatz. Meinen Tisch habe ich etwas schräg gestellt. So fällt das Licht von draußen direkt vor meine Hand. Die Fläche vor meinem Pinsel ist bestmöglich ausgeleuchtet. Mit künstlichem Licht male ich nur im Notfall. Auch wenn es mittlerweile gute Tageslichtlampen gibt, merke ich, wie anstrengend dieses Licht für meine Augen ist. Chaos oder Ordnung am Arbeitsplatz ist wohl ein wenig Typsache. Aber ich merke, wenn die Arbeitsmittel nicht direkt an ihrem Platz liegen, werde ich extrem abgelenkt.
Auf meinem Maltisch befinden sich also nur eine Tageslichtlampe, meine meistverwendeten Pinsel, Bleistifte, Radiergummi, ein Glas mit frischem Wasser, Farben, Farbpaletten, Papiertücher und das Aquarell in Arbeit. Eine Tasse Kaffee wäre schon zu viel und ist leider auch gefährlich. Nachdem mir einmal die halbvolle Kaffeetasse umgekippt ist und ich schon mehrmals während des Malens meinen Pinsel im Kaffee ausgespült habe, steht die Tasse jetzt außer Reichweite rechts neben mir, auf einem alten, ehemaligen Nähschränkchen. Dieses Schränkchen ist sehr praktisch. Es hat viele kleine Fächer mit verschiedenen Unterteilungen. Sie sind perfekt für die Aufbewahrung meiner vielen Farbnäpfchen und -tuben. Viel mehr braucht man eigentlich nicht für den optimalen Platz zum Malen.
Tipp
Creme dir vor dem Malen nie die Hände und Arme ein! Mit fettiger Haut fettest du das Aquarellpapier ein. Da kann man noch so aufpassen. Auf eingefettetem Papier perlt leider die Farbe ab. Das ist dann nicht mehr rückgängig zu machen. Wichtig ist das gerade im Urlaub, wenn du Sonnencreme benutzt und dann malen willst.
Tipp
Optimal wäre, wenn dein Fenster in Richtung Norden zeigt. Dann hast du den ganzen Tag relativ neutrales Licht, ohne zu viel Schatten und Sonne. Nach Osten scheint dir am Morgen und Vormittag, nach Westen am Abend und nach Süden über Mittag die Sonne aufs Blatt. Sonne wirft den Schatten der vielen kleinen Hügelchen und Strukturen des Papiers auf deine Farbfläche. Man sieht dann jede kleine Erhebung und jeden Fussel. Das geht auf die Augen. Oft ist die Sonne selbst einfach nur zu grell.
Aquarellfarben
Herkömmliche Aquarellfarben
Aquarellfarben sind wasserlöslich. Das macht sie sehr ergiebig. Du kannst sie auf der Palette oder im Näpfchen immer wieder neu mit Wasser anlösen. Auch nach vielen Jahren bleiben sie vermalbar. Ganz im Gegensatz zu Öl- oder Acrylfarben, die nach dem Trocknen auf der Palette nicht mehr verwendet werden können. Aquarellfarben bestehen aus sehr fein geriebenen Farbpigmenten und Bindemitteln, wie zum Beispiel Gummi arabicum, Tragant oder Dextrinen. Außerdem können sie Konservierungsmittel und Netzmittel enthalten. Auch Glycerin, Zucker oder Honig als Feuchthaltemittel zählen zu den möglichen Inhaltsstoffen.
Welche Aquarellfarben sind die besten?
Aquarellfarben sind von verschiedenen Anbietern erhältlich. Oft werde ich gefragt, welche Farben und Hersteller ich empfehlen kann. Das ist gar nicht so einfach zu beantworten. Welches die besten Farben sind, das musst du für dich herausfinden. Ich persönlich würde mich immer für gute Qualitätsfarben entscheiden. Darin befinden sich mehr und hochwertigere Pigmente und weniger Füllstoffe. Sie sind lichtechter und brillanter und lassen sich besser vermalen. Lasuren werden transparenter und leuchtender. Auf Dauer hast du an guten Farben mehr Freude. Fange mit wenigen Einzelfarben an und kaufe dir später weitere dazu. Achte dabei immer auf die Symbole in der Beschreibung des jeweiligen Farbtons. Jeder Hersteller verwendet seine eigenen Zeichen und Bezeichnungen. Du findest die verschiedenen Zeichenerklärungen zur Lichtechtheit, Transparenz, Körnung und Beständigkeit in den Datenblättern der Hersteller im Internet. So siehst du auf einen Blick, was deine Farbe tatsächlich leisten kann.
Braucht man einen Aquarellkasten?
Ich habe mir noch nie einen kompletten Aquarellkasten mit 12 oder 24 oder noch mehr Farben gekauft. Da sind mir zu viele Farben drin, die ich nicht brauche. Ich habe einfach mit ein paar Einzelfarben angefangen, die ich in einer Blechschachtel aufbewahrt habe. Ein Leerkasten, den du nach und nach mit deinen Lieblingsfarben bestücken kannst, eignet sich zur Aufbewahrung am besten.
Besser Näpfchen oder Tuben?
Beide Abfüllungen haben ihre Berechtigung. Ich selbst habe erst mal mit Näpfchen angefangen. Mit der Zeit habe ich die Farben, die ich oft und in großen Mengen verwende, in größeren Tuben nachgekauft.
Für Arbeiten mit kleinen und mittleren Pinseln eignen sich Näpfchen sehr gut. Ihr Vorteil ist, dass diese Farben gut durchgetrocknet sind. Sie können für die Aquarelltechnik sofort verwendet werden. Einfach mit viel Wasser anlösen und losmalen.
Für große Pinsel und großflächige Motive sind für mich jedoch Farben in Tuben eine bessere Wahl. Man kann sie auf Paletten großzügig mischen und hat dadurch mehr Spielraum für viel Wasser. Diese Farben sind allerdings nicht trocken, sondern dickflüssig. Sie sollten also vor dem Verwenden auf der Palette schon etwas angetrocknet sein. Sonst besteht die Gefahr, dass man beim Malen viel zu viel von der cremigen Farbe verwendet. Die Farben fließen dann nicht richtig und der Farbauftrag wird schnell fleckig oder deckend. Der Charakter eines zarten Aquarellbildes geht dann verloren.
Wie viele Farben sind für den Anfang wirklich notwendig?
Ich könnte jetzt sagen, du brauchst erst mal nur die 3 Grundfarben Gelb, Rot und Blau und schon kannst du loslegen und die schönsten Bilder malen. Denn aus diesen 3 Farben kann man sich laut Lehrbuch und dem Farbkreis von Johannes Itten alles zusammenmischen, was man möchte. Das funktioniert theoretisch auch wunderbar. Aber für mich persönlich hat das so nie wirklich gepasst. Ich liebe Farben einfach zu sehr und bin viel zu neugierig auf neue Farbtöne. Nach vielen Jahren Aquarellmalerei haben sich dadurch bei mir viele Farben angehäuft. Ich habe deshalb eine reduzierte Palette an Farben, die ich fast ständig nutze, eine erweiterte Farbpalette, deren Farben ich ab und an verwende und viele, viele Farben, die ich nur mal ausprobiert habe und die nun im Schrank verstauben.
Ich bin mir sehr sicher, dass jeder Mensch eine ganz eigene Farbenwelt in sich trägt. Versuche die Farben zu finden, die deine Seele berühren und die etwas in dir zum Klingen bringen. Nur so kannst du es schaffen, authentisch zu sein und deine persönliche Welt der Farben in deinen Bildern darzustellen. Kaufe dir für den Anfang erst mal einige wenige Farben und versuche viel zu mischen. Du wirst dann schnell merken, ob du Lust auf weitere Farben und Farbtöne hast und kannst dann nach und nach die zu dir passenden Farben nachkaufen.
Meine Lieblingsfarbpalette:
Diese herkömmlichen Aquarellfarben brauche ich persönlich unbedingt und verwende sie fast immer. Vielleicht ist da die eine oder andere Farbe dabei, die auch dich anspricht.
SCHMINCKE HORADAM®101 Titan-DeckweißSCHMINCKE HORADAM®216 ReingelbSCHMINCKE HORADAM®660 Siena naturSCHMINCKE HORADAM®218 LasurorangeSCHMINCKE HORADAM®217 ChinacridongoldtonSCHMINCKE HORADAM®672 MahagoniSCHMINCKE HORADAM®363 ScharlachrotSCHMINCKE HORADAM®920 BrillantSCHMINCKE HORADAM®930 Brillant PurpurSCHMINCKE HORADAM® 782 NeutraltinteSCHMINCKE HORADAM®787 Paynesgrau bläulichSCHMINCKE HORADAM®480 BergblauSCHMINCKE HORADAM®525 Olivgrün gelblichMIJELLO MISSION Gold Aquarellfarbe 587 BlattgrünSCHMINCKE HORADAM®516 Grüne ErdeMIJELLO MISSION Gold Aquarellfarbe 505 GrauSENNELIER Extra-feine Aquarellfarbe 705 WarmgrauMeine erweiterte Farbpalette
Diese herkömmlichen Aquarellfarben mag ich auch sehr und verwende sie ab und zu.
SCHMINCKE HORADAM®229 NeapelgelbSCHMINCKE HORADAM®219 TurnersgelbSCHMINCKE HORADAM®230 Neapelgelb rötlich SCHMINCKE HORADAM®654 GoldbraunSCHMINCKE HORADAM®645 Caput mortuumSCHMINCKE HORADAM®352 MagentaSCHMINCKE HORADAM®369 Chinacridon MagentaSCHMINCKE HORADAM®472 Chinacridon Purpur SCHMINCKE HORADAM®940 Brillant RotviolettSCHMINCKE HORADAM®476 Schmincke Violett SCHMINCKE HORADAM®481 CoelinblautonSCHMINCKE HORADAM®487 Kobaltblau hellSCHMINCKE HORADAM®482 DelftblauSCHMINCKE HORADAM®485 IndigoDANIEL SMITH Extra Fine Watercolor Künstler-Aquarellfarben 057 MoonglowDANIEL SMITH Extra Fine Watercolor Künstler-Aquarellfarben 109 Undersea GreenWHITE NIGHTS™ Künstler-Aquarellfarbe 725 GrünTipp
Beschrifte mit einem Permanentstift lose Näpfchen mit ihrem Farbnamen und der Farbnummer. Das hilft dir beim Nachbestellen. Die winzigen Herstellerangaben sind später oft kaum noch lesbar.
Granulierende Aquarellfarben
Das Wort „Granulieren“ leitet sich vom lateinischen Wort granum („Korn“) ab. Das bedeutet also, granulierende Aquarellfarben trocknen körnig auf. Granulierende Mineralien und Pigmente sammeln sich während des Vermalens in den kleinen Tälern von unregelmäßigem Aquarellpapier zu kleinen Häufchen und bilden dunkle Krümel, Flöckchen und winzige Strukturen. Es entstehen nach dem Auftrocknen interessante Effekte und Ausblühungen.
Je rauer und strukturierter das verwendete Papier ist, umso stärker zeigt sich der Granuliereffekt. Diese Farben sind besonders zum Lasieren und für die Nass-in-Nass-Technik geeignet. Zu deckend aufgetragen, würden diese speziellen Effekte nicht entstehen. Die Farben brauchen viel Wasser, damit die Pigmente erst mal hin- und herschwimmen und sich dann beim Trocknen unregelmäßig absetzen können. Granulierende Mineralien gibt es in gedeckten Erdtönen, Blau, Grün und Schwarz. Daher ist es interessant, granulierende Farben mit strahlenderen Farben zu mischen.
Fantastische Farb- und Struktureffekte erhältst du, wenn du diese Farben beim Malen direkt auf dem Papier mit anderen Farben mischst. Mit ihnen lassen sich sehr gut strukturierte Flächen und Motive wie Berge, Gesteine, Wälder, Waldböden, Moose, frostige Flächen, Rost, Baumrinden, Herbstblätter, Ackerböden und Hauswände verwirklichen. Sie geben Aquarellen einen ganz eigenen Charakter.
Es gibt auch granulierende Farben, die gleichzeitig changieren. Sie beinhalten von vornherein mehrere Farbtöne. Diese bilden während des Auftrocknens granulierende und changierende Farbverläufe.
Die folgenden Farben gefallen mir am besten. Sie granulieren auf jeden Fall hervorragend und lassen sich auch direkt auf dem Papier sehr gut mit anderen Aquarellfarben mischen:
Meine liebsten granulierenden Farben
DANIEL SMITH Extra Fine Watercolor Künstler-Aquarellfarben 148 Potter’s Pink – ein gedecktes Altrosa für rötliche Flächen in Landschaftsbildern DANIEL SMITH Extra Fine Watercolor Künstler-Aquarellfarben 191 Piemontite Genuine – eine sehr erdige Farbe für Baumrinden oder AckerbödenROCKWELL Natural Mineral Watercolor EM 414 MORAI WITCH – ein wunderschönes gedecktes Pink für bunte Herbstblätter ROCKWELL Mineral Watercolor EM 703 GOD’S BACK – eine blaurot changierende Farbe für Felsen und SteineROCKWELL Mineral Watercolor EM 701 ELF WINGS – ein zauberhaftes Braunviolett für Elfenflügel und zart changierende HintergründeROCKWELL Natural Mineral Watercolor EM 407 MAGIC WIZARD – eine wirklich magische, granulierende Farbe, die in Braun, Orange, Violett, Pink und Gelb changiert, für Herbstblätter und herbstliche Hintergründe ROCKWELL Natural Mineral Watercolor EM 233 OPAL YELLOW – eine interessante Farbe, die blau, braun und ocker changiert, für sandige Flächen in Landschaften