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Ätherische Öle sind eines der wirksamsten Heilmittel aus der Natur. Seit Jahrhunderten werden sie eingesetzt, um Körper und Seele zu stärken, zu pflegen und um das Leben mit ihrem Wohlgeruch zu verschönern.
Nerys Purchon und Lora Cantele, führende Aromatherapeutinnen, bündeln in diesem umfassenden Buch ihre einzigartigen Erfahrungen:
So gelingt Ihr Einstieg in die Welt der Aromaöle, finden Sie Rezepte mit Geling-Garantie und ein Vielfalt von Anwendungen: Von Anis bis Zitrone, von Deodorant bis Hustensaft, Aromaöle bereichern Ihr Leben in jeder Lage.
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Seitenzahl: 731
Veröffentlichungsjahr: 2017
Aromatherapie und ätherische Öle
Über 400 Rezepte für Beauty, Gesundheit und Ihr Zuhause
Lora Cantele, Neris Purchon,
1. ins Deutsche übersetzte Auflage 2017
Dieses Buch ist für meinen Vater, ein Naturtalent in Sachen Lernen. Er hat mich gelehrt, das Lernen um seiner selbst willen zu lieben.
Nerys Purchon
Dieses Buch widme ich Dan, Dominic und Emily, ohne deren Geduld und Unterstützung ich dieses Werk nie hätte vollenden können. Danke für euer Verständnis und eure Liebe. Für meine Großeltern, die meinen Weg ihr Leben lang begeistert und voller Freude unterstützt haben und es auch jetzt noch durch ihre spirituelle Anwesenheit tun. Für meine Schwester, die nie zögert, all das zu sagen, was ich überhaupt nicht hören möchte, und mich dadurch immer weiter anspornt. Dafür liebe ich dich nur noch mehr! Dieses Buch ist all jenen gewidmet, die neu in die Welt der Aromatherapie eintreten. Ich hoffe, mein Buch hilft Ihnen und inspiriert Sie dazu, das Wissen dieser uralten Heilkunst in Ihren Alltag zu integrieren. Möge es Ihnen einen »duften« Einstieg in die Welt der Aromatherapie schenken. Namaste.
Lora Cantele
Danke dir, Philippa, dafür, dass du eine so geduldige und hilfsbereite Fern-Freundin und Agentin bist und die umsichtige, positive, inspirierte und taktvollste Redakteurin. Es gab so viele Tage, an denen dieses Buch zum Scheitern verurteilt gewesen wäre, wenn du mir nicht am anderen Ende meines Faxgerätes mit Rat und Tat zur Seite gestanden hättest. Ganz besonderer Dank geht an Jan Purser für den Massage-Teil, der einem Text entstammt, den sie für das Buch »Aromatherapy Secrets« geschrieben hat.
Nerys Purchon
Ich möchte Nerys Purchon danken, die meine Aromatherapie-Ausbildung beeinflusst hat, lange bevor mir das bewusst wurde, und Kris Wrede, die den Startschuss für meine Reise gegeben hat und meine immerwährende Mentorin ist. Robert Tisserand, Gabriel Moja, Ann Harmon und Erin Smith danke ich für ihre Weisheit und Geduld, ebenso meinen vielen Freunden und Kollegen, von denen ich jeden Tag dazulerne und die mir helfen, mein Handwerk zu perfektionieren. Judith Finlayson und Tracy Bordian danke ich, denn sie haben mich in der Spur gehalten und mit ihrer Magie dazu beigetragen, dieses Buch Wirklichkeit werden zu lassen. Und schließlich auch noch ein Dankeschön an Jane Colby für die Erfahrung unter der toskanischen Sonne, mit der sie mich an mein Vorhaben erinnerte und mir half zu erkennen, dass ein Wunsch, den ich einst einem Post-it anvertraut hatte, in Erfüllung gegangen war.
Lora Cantele
Einige der schönsten Jahre meines Lebens habe ich auf einer kleinen Farm namens Rivendell verbracht, auf der mein Ehemann Prakash und ich gemeinsam mit unseren Familien und Freunden ein kleines Unternehmen betrieben, das tierversuchfreie Naturkosmetik herstellte. Ich lernte, den schweren Duft in der Luft zu lieben, den die wärmende Morgensonne früh am Tag aus den Kräutern hervorkitzelte. Und ich lernte, dass die Pflanzen an kalten und nassen Tagen nur wenig Duft verströmten, auch wenn wir ihre Blätter zerrieben. Ebenso entdeckte ich, dass ich mich an manchen Tagen zu bestimmten Pflanzen ganz besonders hingezogen fühlte. Im Nachhinein erkannte ich stets, dass es genau die Pflanzen waren, die ich zu diesem Zeitpunkt gebraucht hatte. Wir begannen, immer mehr ätherische Öle in unseren Produkten zu verwenden. Das war in den späten 1970er Jahren gar nicht so einfach, denn es gab nur wenige Firmen, die hochwertige Öle verkauften. Mithilfe unserer starken australischen Sonne entwickelten wir auch eine optimale Methode zur Herstellung wirklich intensiver Infusionen. Sie schaffte es, die wertvollen Essenzen davon zu überzeugen, ihre Pflanzen zu verlassen und sich großzügig im Öl aufzulösen.
Doch irgendwann war es an der Zeit, weiterzuziehen. Wir verließen unser Haus und die acht Hektar Land und wurden zu Wohnmobil-Nomaden – und ganz Australien zu unserem Kräuterbeet und Garten. Jetzt ziehen wir gemütlich mit unseren zwei kleinen Hunden kreuz und quer durch Australien (und verursachen dabei an jeder Steigung einen Stau), um den kalten Winter im Süden und den heißen Sommer im Norden zu vermeiden. Es ist egal, wohin wir fahren – überall werden unsere Bedürfnisse erfüllt. Wenn wir am Abend haltmachen, zünden wir unseren kleinen Ölofen an, stellen den Kessel auf Gaskocher oder Lagerfeuer und fühlen uns zuhause. Vor gar nicht allzu langer Zeit pflückten wir an den herbstlich gefärbten Hängen der Snowy Mountains Brombeeren für unser Abendbrot und Brombeertriebe zum Trocknen für unsere Apotheke. Das Johanniskraut blühte und wir sammelten die leuchtend gelben Blüten, die sich auf wunderbare Weise in ein sattes rubinrotes Öl verwandeln, das eingerieben schmerzenden Muskeln so guttut. In einem Wald in Victoria sammelten wir Andorn, den wir trockneten, um ihn bei Husten zur Hand zu haben. Meine Kräuter- und Ölapotheke reist nun in einer hölzernen Truhe mit mir und wird jeden Tag auf vielfältige Weise eingesetzt. Und Tag für Tag wachsen meine Liebe zu und mein Wissen über diese magischen Essenzen. Reibe ich an einem Blatt oder einem Blütenblatt, fühle ich mich so aufgeregt wie Aladin, wenn er die Wunderlampe rieb und den Geist freiließ. Mein Geist ist das Öl, das freigelassen alle möglichen Wunder für mich vollbringen wird. Vieles von dem, was dieses Buch umfasst, sind Dinge, die ich während dieser Zeit gelernt habe. Ich hoffe, es wird Ihnen eine große Hilfe und – was noch wichtiger ist – Inspiration sein.
Die Rezepte sind einfach, schnell zubereitet und meist gar nicht teuer. Die Öle selbst sind der größte Kostenfaktor. Wenn Sie berücksichtigen, wie viel Sie pro Jahr ausgeben für Haut- und Haarpflegeprodukte, Düfte, Haushaltsreiniger und Desinfektionsmittel, Insekten- und Ungeziefersprays und Heilmittel, werden Sie feststellen, dass die Investition für Öle und Co. vergleichsweise gering ist. Und Sie werden sich reich fühlen, wenn Ihre Freunde und Ihre Familie die Geschenke der Natur zur Verbesserung ihrer Lebensqualität verwenden. Es ist eine ganz besondere Erfahrung zu erleben, wie Rohstoffe sich in schöne und reichhaltig duftende Salben, Parfüme, Duftsäckchen, Aromasprays oder andere wundervolle Dinge verwandeln.
Nerys Purchon, Bunbury, Westaustralien, Januar 1999(Nerys Purchon verstarb am 15. Januar 2011.)
Meine Reise in die Welt der ätherischen Öle begann wie viele andere: als Suche nach einer alternativen Pflegemethode. Als ich mit meinem Sohn schwanger war, hatte ich einen Autounfall (ich saß auf dem Rücksitz). Nach dem Unfall hieß es, ich könne meinen Rücken nur noch zu 75 % belasten. Ich litt unter ständigen Schmerzen. Fast genau ein Jahr später, zufälligerweise genau am letzten Tag meiner Physiotherapie, wurde ich erneut in die gleiche Art von Autounfall verwickelt. Dieses Mal wurde mir gesagt, ich könne meinen Rücken nur noch zu 65 % einsetzen.
Mein Arzt meinte, der Rücken werde nie wieder gesund werden. Die Schmerzen jedoch müssten sich durch fortwährende Physiotherapie in den Griff bekommen lassen. Ich war frischgebackene Mama und wusste, dass es immer schwerer werden würde, mehrmals pro Woche zum Therapeuten zu gehen, mal ganz abgesehen von den Kosten! Ein Freund, mit dem ich über meine Sorgen sprach, schenkte mir eine wunderbare Aromaölmischung, die eine seiner Freundinnen gegen meine Rückenschmerzen zusammengestellt hatte. Damals konnte ich kaum mehr als 10 Minuten am Stück sitzen. Nachdem ich meinen Rücken mit dem Aromaöl behandelt hatte, stellte ich fest, dass ich viel länger schmerzfrei sitzen konnte.
Bei einer anderen Gelegenheit gab mir eine Freundin eine Mischung ätherischer Öle, die mir und meinem Sohn beim Einschlafen helfen sollte – und sie wirkte! Erst einige Zeit später, als ich meine Sachen für einen Umzug zusammenpackte, stellte ich fest, dass beide Ölmischungen von ein und derselben Person hergestellt worden waren, der Aroma-Alchimistin Kris Wrede. Mein Mann und ich fuhren zu ihr. Kaum hatten wir ihre Wohnung betreten, waren wir von den beeindruckendsten Aromen umhüllt. Sie zeigte uns ihr Zuhause und ihr Produktions-»Labor« und erklärte uns viel über Aromatherapie. Nach diesem Besuch stand für mich fest, dass ich mich auf die Reise ins Land der Aromaöle begeben musste. Seit ich zum ersten Mal von ätherischen Ölen gehört hatte, war mir klar, dass Aromatherapie das bestgehütete Geheimnis der Welt war – das unbedingt geteilt werden musste.
Ätherische Öle sind seit 1997 ein Teil meines täglichen Lebens geworden. Meine Kinder bitten mich jetzt um Lavendel für ihre Kratzer und Schnittwunden, um ihr Roll-On, wenn sie nicht einschlafen können, und um ihre »Halscreme« gegen Halsschmerzen. Mein Mann benutzt seit Jahren Aromaöle gegen den Stress bei der Arbeit. Unsere Pflegeprodukte stellen wir mit viel Liebe selbst in unserer Küche aus diesen wunderbaren Geschenken der Natur her.
Nachdem ich viele Jahre die Aromakunde studiert, mit Klienten gearbeitet und ihre Erfolge gesehen habe, ermuntere ich nun andere, diesen »duften« Weg zu beschreiten. Ich finde meine Erfüllung darin, anderen zu dienen, sowohl als Therapeutin als auch als Aromatherapie-Ausbilderin.
Wenn Sie dieses Buch lesen und einige der Mischungen ausprobieren, ist das ein guter erster Schritt, um die Vorzüge der Aromatherapie kennenzulernen. Bei den Rezepten haben wir darauf geachtet, dass sie einfach zuzubereiten sind mit Zutaten, die Sie im Supermarkt oder Reformhaus finden, und Küchengeräten, die Sie sowieso zuhause haben.
Ich möchte Sie dazu anregen, Ihrer Gesundheit und Ihrem Wohlbefinden mit Naturheilkunde Gutes zu tun, indem Sie die Aromatherapie in Ihren Alltag integrieren.
Lora Cantele, Boulder, Colorado, April 2014
Widmung
Danksagungen
Vorwort zur ersten (englischen) Auflage
Vorwort zur zweiten (englischen) Auflage
Teil I Einführung: Aroma-Apotheke
1 Zur Verwendung ätherischer Öle
1.1 Aromaöle - kleine Alleskönner
1.2 Allergien, Sensibilisierung und ätherische Öle
1.3 Hinweise für Einsteiger
1.4 Vorsichtsmaßnahmen im Umgang mit ätherischen Ölen
1.5 Nur in sachkundige Hände!
1.6 Gefahr erkannt - Gefahr gebannt
1.6.1 Fototoxizität
1.6.2 Sensibilisierung
1.6.3 Hautreizung
1.7 Ausstattung für Hobby-Aromatherapeuten
1.7.1 Notwendige Arbeitsgeräte
1.8 Leitfaden für das Mischen ätherischer Öle
1.8.1 Massageöle und Lotionen
1.8.2 Kompressen
1.8.3 Salben
1.8.4 Lotionen
1.8.5 Gesichtscremes
1.8.6 Gesichtsdampfbad
1.8.7 Vollbad
1.8.8 Gurgellösung/Mundspülung
1.8.9 Hand-/Fußbäder
1.8.10 Sitzbäder
1.8.11 Aromasprays
1.8.12 Inhalationen
1.8.13 Inhalator/Riech- bzw. Inhalierstift
1.8.14 Insektenschutzmittel
1.8.15 Shampoo, Haarspülung, Duschgel oder Schaumbad
1.8.16 Reinigungsmittel für Böden und Möbel
1.9 Wie man ätherische Öle aufbewahrt
Teil II Die Öle
2 Eigenschaften ätherischer Öle
2.1 Der botanische Name
2.2 Was bedeutet der Chemotyp?
2.3 Die wichtigsten ätherischen Öle und ihre Eigenschaften
3 Die wichtigsten Öle von A bis Z
3.1 Angelikawurzel Angelica archangelica
3.1.1 Anwendung
3.2 Atlaszeder, Zedernholz Cedrus atlantica
3.2.1 Anwendung
3.3 Baldrianwurzel Valeriana officinalis
3.3.1 Anwendung
3.4 Balsamtanne (Kanadischer Balsam, Tanne) Abies balsamea
3.4.1 Anwendung
3.5 Basilikum Ocimum basilikum
3.5.1 Anwendung
3.6 Bay (Westindischer Lorbeer) Pimenta racemosa
3.6.1 Anwendung
3.7 Benzoe Styrax benzoin
3.7.1 Anwendung
3.8 Bergamotte Citrus bergamia
3.8.1 Anwendung
3.9 Bitterorange (Orange, bitter) Citrus aurantium var. amara
3.10 Cajeput Melaleuca leucadendra var. cajuputi
3.10.1 Anwendung
3.11 Cardamom Elettaria cardamomum
3.11.1 Anwendung
3.12 Cistrose Cistus ladaniferus syn. C. ladanifer
3.12.1 Anwendung
3.13 Citronella Cymbopogon nardus
3.13.1 Anwendung
3.14 Douglasie Pseudotsuga menziesii
3.14.1 Anwendung
3.15 Echter Lorbeer, Süßlorbeer Laurus nobilis
3.15.1 Anwendung
3.16 Eukalyptus Eucalyptus globulus
3.16.1 Andere Eukalyptusarten
3.16.2 Anwendung
3.17 Fenchel Foeniculum vulgare
3.17.1 Anwendung
3.18 Galbanum Ferula galbaniflua communis
3.18.1 Anwendung
3.19 Grapefruit Citrus x paradisi
3.19.1 Anwendung
3.20 Immortelle (Strohblume) Helichrysum italicum syn. H. angustifolium
3.20.1 Anwendung
3.21 Ingwer Zingiber officinale
3.21.1 Anwendung
3.22 Jasmin Jasminum officinale var. grandiflorum syn. J. grandiflorum
3.22.1 Anwendung
3.22.2 Andere Jasminarten
3.23 Kamille Römische Kamille: Chamaemelum nobile syn. Anthemis nobilis; Echte Kamille: Matricaria recutita syn. M. chamomilla
3.23.1 Anwendung
3.24 Karottensamen Daucus carota
3.24.1 Anwendung
3.25 Katzenminze Nepeta cataria
3.25.1 Anwendung
3.26 Kiefer (Waldkiefer) Pinus sylvestris
3.26.1 Anwendung
3.27 Lavandin Lavandula x intermedia syn. L. hybrida
3.27.1 Anwendung
3.28 Lavendel Lavandula angustifolia syns. L. officinalis, L. vera / Lavandula latifolia syn. L. spica (Speik-Lavendel) / Lavandula stoechas (Schopflavendel)
3.28.1 Anwendung
3.29 Lavendelsalbei Salvia lavandulifolia
3.29.1 Anwendung
3.30 Lemongras Cymbopogon citratus (Westindisches Lemongras); C. flexuosus (Ostindisches Lemongras)
3.30.1 Anwendung
3.31 Limette Citrus aurantifolia; Citrus hystrix (Kaffernlimette); C. medica (Zedrat bzw. Zitronat-Zitrone)
3.31.1 Anwendung
3.32 Litsea cubeba Litsea cubeba
3.32.1 Anwendung
3.33 Majoran Origanum majorana
3.33.1 Anwendung
3.34 Mandarine Citrus reticulata
3.34.1 Anwendung
3.35 Manuka Leptospermum scoparium
3.35.1 Anwendung
3.36 Mastix Pistacia lentiscus
3.36.1 Anwendung
3.37 Melisse (Zitronenmelisse) Melissa officinalis
3.37.1 Anwendung
3.38 Muskatellersalbei Salvia sclarea
3.38.1 Anwendung
3.39 Muskatnuss Myristica fragrans
3.39.1 Anwendung
3.40 Myrrhe Commiphora myrrha
3.40.1 Anwendung
3.41 Myrte Myrtus communis
3.41.1 Anwendung
3.41.2 Andere Myrtenöle
3.42 Narde Nardostachys jatamansi syn. N. grandiflora
3.42.1 Anwendung
3.43 Nelke Syzygium aromaticum syn. Eugenia caryophyllata
3.43.1 Anwendung
3.44 Neroli (Bitterorangenblüten) Citrus aurantium var. amaraflos
3.44.1 Anwendung
3.45 Niaouli Melaleuca quinquenervia syn. Melaleuca viridiflora
3.45.1 Anwendung
3.46 Orange Citrus sinensis
3.46.1 Anwendung
3.47 Palmarosa Cymbopogon martinii var. motia
3.47.1 Anwendung
3.48 Palo Santo Bursera graveolens
3.48.1 Anwendung
3.49 Patchouli (Indisches Patchouli) Pogostemon cablin
3.49.1 Anwendung
3.50 Perubalsam Myroxylon balsamum var. pereirae
3.50.1 Anwendung
3.51 Petersilie Petroselinum crispum
3.51.1 Anwendung
3.52 Petitgrain Citrus aurantium var. amara fol syn. C. aurantium var. bigardia
3.52.1 Anwendung
3.53 Pfeffer (schwarz) Piper nigrum
3.53.1 Anwendung
3.54 Pfefferminze Mentha x piperita
3.54.1 Anwendung
3.55 Plai Zingiber cassumunar syn. Z. montanum
3.55.1 Anwendung
3.56 Rainfarn Tanacetum vulgare
3.57 Ravensara Ravensara aromatica
3.57.1 Anwendung
3.58 Ravintsara Cinnamomum camphora syn. Ravintsara aromatica, R. camphora
3.58.1 Anwendung
3.59 Rose Rosa centifolia (Zentifolie, Provence- oder Kohl-Rose), R. damascena (Damaszenerrose), R. gallica (Essigrose oder Gallica-Rose)
3.59.1 Anwendung
3.60 Rosengeranie/Geranium Pelargonium x asperum syn. P. graveolens, P. capitatum, P. odoratissimum
3.60.1 Anwendung
3.61 Rosenholz Aniba rosaeodora
3.61.1 Anwendung
3.62 Rosmarin Rosmarinus officinalis
3.62.1 Anwendung
3.62.2 Chemotypen des Rosmarins
3.63 Salbei Salvia officinalis
3.64 Sandelholz Santalum album
3.64.1 Anwendung
3.65 Saro/Mandravasarotra Cinnamosma fragrans
3.65.1 Anwendung
3.66 Schafgarbe Achillea millefolium
3.66.1 Anwendung
3.67 Spearmint Mentha spicata
3.67.1 Anwendung
3.68 Sternanis Illicium verum
3.68.1 Anwendung
3.69 Teebaum (Australischer Teebaum) Melaleuca alternifolia
3.69.1 Anwendung
3.70 Thymian (Echter Thymian) Thymus vulgaris
3.70.1 Anwendung
3.71 Veilchenblätter Viola odorata
3.71.1 Anwendung
3.72 Vetiver Vetiveria zizanioides
3.72.1 Anwendung
3.73 Wacholder Juniperus communis
3.73.1 Anwendung
3.74 Waldmajoran (Spanischer), Wilder Majoran Thymus mastichina
3.74.1 Anwendung
3.75 Weihrauch, arabisch Boswellia carterii syn. B. sacra
3.75.1 Anwendung
3.76 Weißtanne Abies alba
3.76.1 Anwendung
3.77 Westindisches Sandelholz (Amyris) Amyris balsamifera
3.77.1 Anwendung
3.78 Ylang Ylang Cananga odorata
3.78.1 Anwendung
3.79 Ysop Hyssopus officinalis
3.79.1 Anwendung
3.80 Zimt (Rinde und Blatt) Cinnamomum zeylanicum syn. C. verum
3.80.1 Anwendung
3.81 Zitrone Citrus limonum
3.81.1 Anwendung
3.82 Zypresse Cupressus sempervirens
3.82.1 Anwendung
4 Hydrolate
4.1 Kauf und Lagerung von Hydrolaten
4.2 Allgemeine Anwendungsmöglichkeiten
4.3 Geranienhydrolat/Rosengeranienhydrolat Pelargonium asperum, P. graveolens, P. capitatum
4.3.1 Anwendung
4.4 Hamamelishydrolat/Zaubernusshydrolat Hamamelis virginiana
4.4.1 Anwendung
4.5 Immortellenhydrolat Helichrysum italicum syn. H. angustifolium
4.5.1 Anwendung
4.6 Kamillenhydrolat/Echte Kamille/Kamille Blau Matricaria recutita syn. M. chamomilla
4.6.1 Anwendung
4.7 Kamillenhydrolat/Römische Kamille Chamaemelum nobile syn. Anthemis nobilis
4.7.1 Anwendung
4.8 Lavendelhydrolat Lavandula angustifolia
4.8.1 Anwendung
4.9 Melissenhydrolat Melissa officinalis
4.9.1 Anwendung
4.10 Nerolihydrolat (Orangenblütenhydrolat) Citrus aurantium var. amara flos
4.10.1 Anwendung
4.11 Pfefferminzhydrolat Mentha x piperita
4.11.1 Anwendung
4.12 Rosenhydrolat Rosa damascena
4.12.1 Anwendung
4.13 Rosmarinhydrolat Rosmarinus officinalis
4.13.1 Anwendung
4.14 Teebaumhydrolat Melaleuca alternifolia
4.14.1 Anwendung
5 Fette Öle/Trägeröle und Butter
5.1 Aprikosenkernöl Prunus armeniaca
5.2 Avocadoöl Persea gratissima
5.3 Borretschsamenöl Borago officinalis
5.4 Calophyllum-Öl/Tamanuöl Calophyllum inophyllum
5.5 Erdnussöl Arachis hypogea
5.6 Jojobaöl (-wachs) Simmondsia sinensis
5.7 Kakaobutter Theobroma cacao
5.8 Karottensamenöl Daucus carota var. sativa
5.9 Kokosöl Cocos nucifera
5.10 Kukuinussöl Aleurites moluccana
5.11 Macadamianussöl Macadamia ternifolia syn. M. integrifolia
5.12 Mandelöl (süß) Prunus dulcis
5.13 Nachtkerzenöl Oenothera biennis
5.14 Neemöl Azadirachta indica
5.15 Olivenöl Olea europaea
5.16 Sesamöl Sesamum indicum
5.17 Sheabutter Vitellaria paradoxa
5.18 Sonnenblumenöl Helianthus annuus
5.19 Traubenkernöl Vitis vinifera
5.20 Vitamin-E-Öl
5.21 Weizenkeimöl Triticum vulgare
5.22 Wiesenschaumkrautöl Limnanthes alba
5.23 Wildrosenöl/Hagebuttenöl Rosa mosqueta syn. R. rubingosa, R. canina
6 Mazerate/Ölauszüge
6.1 Arnika-Mazerat Arnica montana
6.2 Beinwellöl Symphytum officinale
6.3 Calendulaöl Calendula officinalis
6.4 Echinacea-Öl Echinacea purpurea
6.5 Holunderblüten-Mazerat Sambucus nigra
6.6 Johanniskrautöl Hypericum perforatum
6.7 Königskerzenöl Verbascum thapsus
6.8 Passionsblumen-Mazerat Passiflora incarnata
6.9 Herstellung von Mazeraten
6.9.1 Herstellung eines Ölauszugs mit getrocknetem Pflanzenmaterial
6.9.2 Herstellung eines Ölauszugs mit frischem Pflanzenmaterial
6.9.3 Heißauszüge herstellen
Teil III Beschwerden und Anwendungsbeispiele
7 Beschwerden und Anwendungsbeispiele von A bis Z
7.1 Abszesse
7.2 Abszess am Zahn
7.2.1 Anwendung
7.3 Achillessehnenentzündung
7.3.1 Anwendungen
7.4 Allergien
7.4.1 Anwendungen
7.5 Alter und Reife
7.5.1 Anwendungen
7.6 Anämie
7.6.1 Anwendungen
7.7 Analfistel
7.7.1 Anwendung
7.8 Angina pectoris
7.8.1 Anwendungen
7.9 Aphthen (Mundgeschwüre)
7.9.1 Anwendung
7.10 Arteriosklerose
7.10.1 Anwendungen
7.11 Arthritis
7.11.1 Anwendungen
7.12 Asthma
7.12.1 Anwendungen
7.13 Atemwegsbeschwerden
7.14 Bindehautentzündung (Konjunktivitis)
7.14.1 Anwendung
7.15 Bisse und Stiche
7.15.1 Bienenstiche
7.15.2 Hundebisse
7.15.3 Insektenstiche und -bisse
7.15.4 Spinnenbisse
7.15.5 Wespenstiche
7.16 Blähungen
7.17 Blasen
7.17.1 Anwendung
7.18 Blasenentzündung
7.18.1 Anwendungen
7.19 Blaues Auge
7.19.1 Anwendung
7.20 Blutdruck, niedriger (Hypotonie)
7.20.1 Anwendungen
7.21 Blutergüsse
7.21.1 Anwendung
7.22 Bluthochdruck (Hypertonie)
7.22.1 Anwendungen
7.23 Blutungen, kleinflächige äußere
7.23.1 Anwendung
7.24 Bronchitis
7.24.1 Anwendungen
7.25 Burnout
7.25.1 Anwendungen
7.25.2 Anwendungen
7.26 Candidose
7.26.1 Anwendungen
7.27 Cellulite
7.27.1 Anwendungen
7.28 Chronisches Erschöpfungssyndrom
7.28.1 Anwendungen
7.28.2 Anwendungen
7.28.3 Anwendungen
7.29 Dellwarzen
7.29.1 Anwendung
7.30 Divertikulitis
7.30.1 Anwendungen
7.31 Durchblutung
7.32 Durchfall
7.32.1 Anwendung
7.33 Emphysem
7.33.1 Anwendungen
7.34 Endometriose
7.34.1 Anwendung
7.35 Entzündungen
7.35.1 Anwendung
7.36 Erbrechen/Brechreiz
7.36.1 Anwendung
7.37 Erkältung und Grippe
7.37.1 Anwendungen
7.37.2 Anwendungen
7.37.3 Anwendungen
7.37.4 Anwendungen
7.37.5 Anwendungen
7.38 Erschöpfung
7.38.1 Anwendungen
7.39 Fettleibigkeit
7.40 Fibromyalgie (Fibrositis)
7.40.1 Anwendungen
7.41 Fibrozystische Brust
7.41.1 Anwendungen
7.42 Fieber
7.42.1 Anwendungen
7.43 Fingerherpes
7.43.1 Anwendung
7.44 Flugreisen
7.44.1 Anwendungen
7.44.2 Anwendungen
7.44.3 Anwendungen
7.45 Füße
7.46 Furunkel und Karbunkel
7.46.1 Anwendung
7.47 Fußpilz
7.47.1 Anwendung
7.48 Gedächtnis
7.48.1 Anwendungen
7.49 Geschwollene Füße und Knöchel
7.49.1 Anwendungen
7.50 Gicht
7.50.1 Anwendungen
7.51 Hämorrhoiden
7.51.1 Anwendung
7.52 Hallux valgus, Ballenzeh
7.53 Halsschmerzen
7.53.1 Anwendungen
7.54 Harnröhrenentzündung (Urethritis)
7.55 Herpes
7.55.1 Anwendungen
7.56 Heuschnupfen
7.56.1 Anwendungen
7.57 Hexenschuss
7.57.1 Anwendungen
7.58 Hitzeausschlag
7.58.1 Anwendung
7.59 Hühneraugen
7.59.1 Anwendungen
7.60 Husten
7.60.1 Anwendungen
7.60.2 Anwendungen
7.61 Immunsystem
7.61.1 Anwendungen
7.62 Insektenschutzmittel
7.63 Intertrigo
7.63.1 Anwendung
7.64 Ischias
7.64.1 Anwendungen
7.65 Jetlag
7.65.1 Anwendungen
7.66 Juckreiz (Pruritus)
7.67 Karpaltunnelsyndrom
7.67.1 Anwendung
7.68 Katarrh
7.68.1 Anwendungen
7.69 Kater
7.69.1 Anwendungen
7.70 Kehlkopfentzündung
7.71 Knorpelverletzung (Knie)
7.72 Körperliche Schwäche
7.72.1 Anwendungen
7.73 Kopfläuse
7.73.1 Anwendung
7.74 Kopfschmerzen
7.75 Krämpfe
7.76 Krätze
7.77 Krebs
7.77.1 Anwendungen
7.78 Lähmung
7.78.1 Anwendung
7.79 Leber
7.79.1 Hepatitis
7.80 Lymphsystem
7.80.1 Anwendungen
7.81 Magenbedingter Kopfschmerz
7.81.1 Anwendungen
7.82 Magenverstimmung
7.82.1 Anwendung
7.83 Magersucht (Anorexie)
7.83.1 Anwendungen
7.84 Mandelentzündung
7.84.1 Anwendungen
7.85 Masern
7.85.1 Anwendungen
7.86 Migräne
7.86.1 Anwendungen
7.86.2 Anwendungen
7.87 Müdigkeit
7.87.1 Anwendungen
7.87.2 Anwendungen
7.88 Mukoviszidose
7.88.1 Anwendungen
7.89 Multiple Sklerose
7.89.1 Anwendungen
7.90 Mumps
7.90.1 Anwendungen
7.91 Mundgeruch
7.92 Muskeln
7.93 Narben
7.94 Nase (verstopfte)
7.94.1 Anwendungen
7.95 Nebenhöhlenentzündung
7.95.1 Anwendungen
7.96 Nesselsucht (Urtikaria)
7.96.1 Anwendungen
7.97 Neuralgie
7.97.1 Anwendungen
7.98 Nieren
7.98.1 Anwendungen
7.99 Ödeme
7.99.1 Anwendungen
7.100 Ohnmacht
7.100.1 Anwendungen
7.101 Ohrenschmerzen
7.101.1 Anwendungen
7.102 Pendeln
7.103 Pfeiffer’sches Drüsenfieber
7.104 Raynaud-Syndrom
7.104.1 Anwendungen
7.105 Reisen
7.106 Reisekrankheit/Seekrankheit
7.106.1 Anwendungen
7.107 Reizdarmsyndrom
7.108 Rekonvaleszenz
7.108.1 Anwendungen
7.109 Restless-Legs-Syndrom
7.110 Rheumatismus (Muskelrheuma)
7.110.1 Anwendungen
7.110.2 Anwendungen
7.111 Ringelflechte
7.111.1 Anwendungen
7.112 Röteln
7.112.1 Anwendungen
7.113 Rückenschmerzen
7.114 Ruhr
7.114.1 Anwendungen
7.115 Scheidenausfluss (Leukorrhö)
7.116 Schlaflosigkeit
7.116.1 Anwendungen
7.117 Schleimbeutelentzündung (Bursitis)
7.118 Schluckauf
7.118.1 Anwendungen
7.119 Schmerzende Füße
7.119.1 Anwendungen
7.120 Schnittwunden
7.120.1 Anwendungen
7.121 Schock
7.121.1 Anwendung
7.122 Schürfwunden
7.122.1 Anwendung
7.123 Sodbrennen
7.123.1 Anwendung
7.124 Sonnenbrand
7.124.1 Anwendungen
7.125 Sonnenstich und Hitzeschlag
7.125.1 Anwendungen
7.126 Spannungskopfschmerz
7.126.1 Anwendungen
7.127 Sport
7.127.1 Anwendungen
7.128 Stress in Job und Schule
7.128.1 Anwendungen
7.128.2 Anwendungen
7.129 Stress und emotionale Probleme
7.129.1 Anwendungen
7.130 Übelkeit
7.130.1 Anwendungen
7.131 Umweltstress und physische Belastungen
7.131.1 Anwendungen
7.131.2 Anwendungen
7.131.3 Anwendungen
7.131.4 Anwendungen
7.132 Verbrennungen und Verbrühungen
7.132.1 Anwendungen
7.133 Verdauungsbeschwerden
7.134 Verletzung durch wiederholte Belastung (RSI)
7.135 Verstauchung und Zerrung
7.135.1 Anwendungen
7.136 Verstopfung
7.136.1 Anwendung
7.137 Virusinfektionen
7.138 Warzen
7.138.1 Anwendung
7.139 West-Nil-Virus
7.140 Zähne und Zahnfleisch
7.141 Zahnfleischentzündung (Gingivitis)
7.141.1 Anwendung
7.142 Zahnschmerzen
7.142.1 Anwendungen
7.143 Zerebralparese
7.144 Zervikale Dysplasie
7.144.1 Anwendung
8 Schwangerschaft, Geburt und Wochenbett
8.1 Morgendliche Übelkeit
8.1.1 Anwendungen
8.2 Dehnungsstreifen
8.3 Brustwarzen
8.4 Rückenschmerzen in der Schwangerschaft
8.5 Krampfadern
8.6 Angstzustände und Depressionen in der Schwangerschaft
8.7 Die Geburt
8.8 Nach der Geburt
8.9 Stillen
8.9.1 Anwendungen
8.10 Brustabszess
8.10.1 Anwendungen
8.11 Wunder Damm
8.11.1 Anwendungen
8.12 Postnatale Depression
8.12.1 Anwendungen
9 Babys und Kinder
9.1 BABYS
9.1.1 Babybad
9.1.2 Mischungen für’s Babybad
9.1.3 Babymassage
9.1.4 Anwendungen
9.1.5 Anwendungen
9.2 Koliken
9.2.1 Anwendung
9.3 Husten und Erkältung
9.3.1 Anwendungen
9.4 Windelausschlag
9.5 Insektenstiche oder -bisse
9.6 Überreiztheit
9.7 Zahnen
9.8 Kleinkinder und ältere Kinder
9.9 Windpocken
9.9.1 Anwendungen
9.10 Husten und Erkältung
9.10.1 Anwendungen
9.11 Kruppsyndrom
9.11.1 Anwendungen
9.12 Schnitt- und Schürfwunden
9.12.1 Anwendung
9.13 Ohrenschmerzen
9.14 Fieber
9.14.1 Anwendungen
9.15 Schlaflosigkeit
9.15.1 Anwendung
9.15.2 Anwendung
9.15.3 Anwendungen
9.16 Überreiztheit
9.16.1 Anwendung
9.17 Keuchhusten
9.17.1 Anwendungen
9.18 Kinder mit besonderen Bedürfnissen
9.18.1 Anwendungen
9.18.2 Anwendungen
9.18.3 Anwendungen
Teil IV Aromaanwendungen im Alltag
10 Aromaanwendungen für die Körperpflege
10.1 Hautpflege
10.1.1 Ätherische Öle für die Haut
10.2 Ihre persönliche Gesichtspflege
10.2.1 Gesichtsdampfbad
10.2.2 Peeling
10.2.3 Gesichtsmasken
10.2.4 Gesichtsreinigungsprodukte
10.2.5 Gesichtswässer
10.2.6 Feuchtigkeitsspendende Öle
10.2.7 Die Pflege des Augenbereichs
10.3 Hautprobleme
10.3.1 Akne
10.3.2 Mitesser
10.3.3 Dermatitis
10.3.4 Ekzem
10.3.5 Schuppenflechte (Psoriasis)
10.3.6 Der Hals
10.3.7 Die Hände
10.4 Haarpflege
10.4.1 Haartypen
10.4.2 Anwendungen vor dem Haarewaschen
10.4.3 »Echte« Shampoos und Spülungen
10.4.4 Conditioner
10.5 Haarprobleme
10.5.1 Alopezie
10.5.2 Haarausfall
10.5.3 Schuppen
10.6 Bäder
10.6.1 Therapeutische Bäder
10.6.2 Badeöl-Mischungen
10.6.3 Badeessige
10.6.4 Badesalz
10.7 Duftwasser
10.7.1 Duftölmischungen
10.8 Deodorant
10.9 Mund- und Zahnpflege
11 Aromaanwendungen im Haushalt
11.1 Aroma-Raumsprays
11.2 Haushaltshelfer
11.2.1 Teppiche und Vorleger
11.2.2 Staubsauger
11.2.3 Luftbefeuchtung
11.2.4 Möbel
11.2.5 Himmlische Düfte
11.3 Schlafzimmer
11.4 Kinderzimmer
11.5 Küche
11.6 Badezimmer
11.6.1 Toiletten
11.6.2 Reinigung der Problemzonen im Badezimmer
11.7 Die Wäsche
11.7.1 Anwendungen
11.7.2 Reinigung der Waschküche
11.7.3 Schuhe
12 Aromamassagen
12.1 Ätherische Öle, die die Massage unterstützen
12.2 Die Auswahl des wirksamsten Öls
12.2.1 Massageöle
12.2.2 Massageöl-Basismischungen
12.3 Vorbereitungen für die Massage
12.4 Wissenswertes rund ums Massieren
12.4.1 Vorsichtsmaßnahmen
12.4.2 Massage in der Schwangerschaft
12.4.3 Massagen für Babys und Kinder
12.4.4 Grundlegende Griffe
13 Service
13.1 Glossar
13.1.1 Alkalisches Milieu und saures Milieu
13.1.2 Alkohol
13.1.3 Allergen
13.1.4 Balsam
13.1.5 Benzoetinktur
13.1.6 Bienenwachs
13.1.7 Bittersalz
13.1.8 Borax
13.1.9 Emulsion
13.1.10 Glycerin
13.1.11 Feuchthaltemittel
13.1.12 Feuchtigkeitsspender
13.1.13 Hafer
13.1.14 Hyperpigmentierung
13.1.15 Iriswurzel
13.1.16 Kaolin
13.1.17 Lanolin
13.1.18 Lichtempfindlichkeit
13.1.19 Natron
13.1.20 Notfall Tropfen®
13.1.21 Storax
13.1.22 Talg
13.1.23 Tonerde/Walkerde
13.1.24 Wasser
13.2 Bezugsquellen und weitere Informationen
13.2.1 Internetseiten
13.2.2 Zeitschrift
13.2.3 Was Sie in den meisten Apotheken, Reformhäusern oder Bioläden bekommen
13.2.4 Organisationen
13.3 Literaturquellen
Sachverzeichnis
Impressum
1 Zur Verwendung ätherischer Öle
Ätherische Öle werden gern als die Lebenskraft oder Essenz der Pflanzen bezeichnet. Die Aromatherapie verwendet ätherische Öle zum Schutz, zur Heilung und um Schönheit zu schenken.
Am häufigsten werden diese Öle bei Massagen eingesetzt, doch dieses Buch wird Ihnen noch viele weitere Möglichkeiten zeigen, Ihre Gesundheit und Ihr Wohlbefinden mithilfe von Aromaölen zu steigern. Das Herrliche an ätherischen Ölen ist, dass sie jedem zur Verfügung stehen. Und es ist so einfach – wenn Sie wissen, wie sie anzuwenden sind und sich an die entsprechenden Methoden und Verfahren halten.
Was sind ätherische Öle?
Naturreine Aromaöle werden durch Destillation oder Kaltpressung der Aromastoffe oder Essenzen (aber auch auf anderem Weg) aus Pflanzen gewonnen. Es handelt sich um stark duftende, flüchtige Öle (das heißt, sie verdunsten an der Luft). Im Gegensatz zu Speiseölen oder fetten Ölen fühlen sich Aromaöle nicht ölig an.
Ätherische Öle werden schon seit Jahrhunderten verwendet. Viele Bücher legen nahe, dass, abgesehen von ihrem religiösen Nutzen, ätherische Öle in früheren Zeiten, also lange bevor Hygienemaßnahmen in unserer Gesellschaft eingeführt wurden, vor allem dazu dienten, unangenehme Gerüche an Menschen und Orten zu überdecken. Dieser Gedanke jedoch tut all jenen Unrecht, die schon damals Aromaöle verwendeten, und historische Belege zeugen davon, dass ihre Heilkraft durchaus bekannt war. Kräuter, Aromaöle und andere Naturheilverfahren bildeten die Grundlage der medizinischen Versorgung, bevor die Wissenschaft Wege fand, Arzneistoffe synthetisch herzustellen.
Unser Geruchssinn existiert seit Urzeiten und er ist der Sinn, der die stärksten Erinnerungen in uns auslösen kann. Er ist mit unserem limbischen System verknüpft, jenem Teil des Gehirns, das für das Gedächtnis, die Atmung, die Blutzirkulation und den Hormonhaushalt verantwortlich ist. Wer von uns wurde nicht schon einmal durch den Hauch eines besonderen Geruchs gedanklich an einen bestimmten Ort oder zu einer bestimmten Person oder zu einem besonderen Moment zurücktransportiert? Auf der anderen Seite kann ein stechender Geruch auch ganz leicht Übelkeit auslösen. Und wen von uns hat nicht schon einmal der Duft nach frisch gebackenem Brot oder frisch aufgebrühtem Kaffee dazu verleitet, in einer Bäckerei einzukehren? Unser fantastischer Geruchssinn ist verantwortlich dafür, dass wir Wein und Speisen genießen können. Ohne ihn könnten wir kaum etwas schmecken.
Heutzutage sind Kräuter und Aromaöle sehr beliebt und aufgrund wissenschaftlicher Nachweise auch als Heilmittel anerkannt. Wir wissen mittlerweile, warum und wie bestimmte ätherische Öle heilen, während sich uns andere Öle noch nicht erschlossen haben. Skeptiker werden Sie verhöhnen, wenn Sie keine »wissenschaftlichen« Beweise für die Wirkung dieser Öle liefern können. Gleichzeitig jedoch kann kein Arzt bislang erklären, wie Aspirin es schafft, Schmerzen zu lindern. Ist das nicht ironisch? Denn der Hauptbestandteil von nichtsteroidalen Antirheumatika (NSAID) und schmerzlindernden Cremes ist eine synthetische Form der Salizylsäure und ihrer Derivate (z. B. Methylsalicylat), die in natürlicher Form im ätherischen Öl der (Zucker-)Birke (Betula lenta) und des Wintergrüns (Gaultheria procumbens) sowie in anderen Pflanzen enthalten sind.
Dieses Buch ersetzt nicht den Besuch bei einem Arzt oder Heilpraktiker. Die Rezepte sollen dazu beitragen, diagnostizierte Beschwerden zu lindern bzw. ihre Heilung zu unterstützen. Denken Sie bitte stets daran, dass auch leichte Symptome zu schweren Erkrankungen führen können! Wenn die Krankheitszeichen sehr schwer sind oder schon längere Zeit bestehen, müssen Sie sich damit unbedingt in professionelle Behandlung begeben.
Basierend auf traditionellem Wissen und aktuellen wissenschaftlichen Untersuchungen soll dieses Buch Ihnen stichhaltige Informationen liefern zum sicheren und verantwortungsbewussten Einsatz von Aromaölen zur Linderung alltäglicher Gesundheitsbeschwerden. Ätherische Öle können dem Körper helfen, kleinere Wehwehchen zu heilen, sie können Immunsystem, Organe und Drüsen stärken, Bakterien, Pilze und Viren bekämpfen, Stress verringern und die Muskeln stärken, straffen und entspannen. Tatsächlich helfen sie dem Körper, sich selbst zu heilen. Darüber hinaus können sie die Lebensfreude steigern, indem sie Ihnen unter anderem dabei helfen, Haut und Haare schön und gesund und Ihr Zuhause sauber und duftend zu halten.
Patch-Test (Pflastertest)
Vor der ersten Verwendung eines ätherischen Öls ist es ratsam, einen Hauttest (den sogenannten Patch- oder Pflaster-Test) durchzuführen. Dieses Vorgehen ist jedoch umstritten. Denn der Patch-Test kann zwar eine Überempfindlichkeit gegen ein Aromaöl anzeigen, sagt aber nichts darüber aus, ob das Öl an sich reizend wirkt oder ob es eine (echte) allergische Reaktion auslöst. Außerdem kann der Test auch ein sogenanntes falsch positives oder falsch negatives Ergebnis anzeigen. Im schlimmsten Fall verursacht solch ein Patch-Test selbst die Sensibilisierung.
Die Entscheidung für (oder gegen) den Test liegt allein bei Ihnen. Wenn Sie ihn anwenden möchten, gehen Sie folgendermaßen vor: Geben Sie 1 Tropfen des zu testenden Öls auf 1 TL (5 ml) Traubenkern- oder Mandelöl. Vermischen Sie die Öle gut und tragen Sie eine kleine Menge davon auf die Ellenbeuge auf. Bedecken Sie die Stelle mit einem Pflaster und kontrollieren Sie nach 24 Stunden, ob es eine Hautreaktion gibt. Zeigt sich ein Ausschlag, waschen Sie die Stelle sofort mit Wasser und Seife und verwenden Sie das getestete ätherische Öl nicht in Ihren Mischungen.
Bei der Destillation werden den Pflanzen Proteine entzogen, sodass diese in den ätherischen Ölen nicht mehr enthalten sind. Da nur Proteine allergische Reaktionen auslösen, ist die Wahrscheinlichkeit sehr gering, dass ein ätherisches Öl eine solche allergische Reaktion hervorruft. Trotzdem kann es passieren, dass die Proteine in Ihrer Haut auf ein aufgetragenes Aromaöl reagieren.
Um den Hautkontakt zu vermeiden, kann der Duft eines ätherischen Öls auch eingeatmet werden. Manche Bestandteile könnten die Atemwege reizen, doch bislang gibt es keinen belegten Fall einer allergischen Reaktion durch das Einatmen eines Aromaöls (und sollte solch eine Reaktion auftreten, dann liegt es wahrscheinlich daran, dass synthetische Duftöle verwendet wurden). Wenn Sie unter Atemwegserkrankungen leiden, sollten Sie Zitrus- und Kieferndüfte nicht über einen längeren Zeitraum einatmen (z. B. Grapefruit, Zypresse, Kiefer), da diese Öle die Atemwege reizen können.
Tipp
Wenn Sie ätherische Öle zerstäuben oder vernebeln, genügt eine Anwendung von jeweils 15–20 Minuten.
Wichtig ist auch zu wissen, dass ätherische Öle auf verschiedene Weisen vom Körper abgebaut (metabolisiert) und ausgeschieden werden. Ein Öl, das über längeren Zeitraum verwendet wird, kann sich im Körper anreichern und braucht länger, um abgebaut und ausgeschieden zu werden. Darum möchte ich Ihnen ausdrücklich empfehlen, dass Sie sich auch Auszeiten ohne jegliche Aromaölmischungen gönnen. Es gibt eine Reihe von Anwendungsmustern, die in der Aromatherapie gelehrt werden. Das einfachste (das etwa bei chronischen Beschwerden oder langfristiger Verwendung eingesetzt wird) ist: 5 Tage anwenden, 2 Tage pausieren. Viele Menschen, die regelmäßig Aromaöle verwenden, lassen einfach das Wochenende aus. Um die Wahrscheinlichkeit einer Sensibilisierung zu verringern, setzen Sie ein Antioxidans wie Vitamin E zu. Es bremst die Oxidation und kann allergische Reaktionen und Überempfindlichkeiten gegenüber ätherischen Ölen verringern, die reich an d-Limonenen sind. Geben Sie auf jeden Teelöffel (5 ml) Ihrer Mischung (inklusive Trägeröl) 1 Tropfen Vitamin E (mit verschiedenen Tocopherolen).
Spielen Sie mit Ihren Möglichkeiten
Wenn wir Sie für die Aromatherapie begeistern können, sollten Sie die ▶ Bezugsquellen erkunden. Mit zunehmender Erfahrung können Sie die Rezepte variieren. Und vergessen Sie nicht, dass auch ▶ fette Öle einen therapeutischen Nutzen haben. In Kombination mit Aromaölen können sie deren Wirkung verstärken.
Tipp
Was bei einem Menschen hilft, wirkt beim anderen vielleicht überhaupt nicht. Kopfschmerzen etwa kann der eine mit Aspirin lindern, während der andere dafür Ibuprofen braucht. Die Mittel sind zwar chemisch unterschiedlich, können aber bei ähnlichen Beschwerden eingesetzt werden. Ätherische Öle wirken im Wesentlichen genauso. Während ein Mensch Lavendel entspannend und beruhigend findet, wirkt beim anderen Römische Kamille besser. Sollte also ein Rezept in diesem Buch bei Ihnen nicht wirken, probieren Sie ein anderes aus. Oder passen Sie die Mischung an, indem Sie andere Öle mit ähnlichen Eigenschaften verwenden (Vorschläge dazu finden Sie zu Beginn jedes Abschnitts im Teil 2: »Anwendungen«).
Zunächst mag Ihnen der Preis für ätherische Öle sehr hoch erscheinen. Wenn Sie jedoch berücksichtigen, wie wenig Sie davon verwenden und wie viel Rohstoffe es braucht, um eine kleine Menge Öl zu erhalten (für 20 ml Thymianöl etwa benötigt man 100 kg Pflanzenmaterial!), dann merken Sie schnell, dass das Kosten-Nutzen-Verhältnis wirklich angemessen ist. Und immerhin ist dies auch eine Investition in die Gesundheit und das Wohlbefinden Ihrer ganzen Familie.
Kaufen Sie zunächst nur einige wenige Öle und ergänzen Sie diese dann allmählich. ▶ Die fünf wichtigsten ätherischen Öle sind ein Vorschlag für ein gutes Einsteigerset. Bei jeder Anwendung nennen wir die Aromaöle, die die jeweiligen Beschwerden lindern können. Sollten Sie eines der genannten Öle nicht besitzen, verwenden Sie ein anderes aus der Liste.
Für die meisten Massageöl-Rezepte benötigen Sie Traubenkern- oder Mandelöl als Träger- oder Basisöl, denn diese sind preiswert und fast überall erhältlich. Manche Rezepte erfordern ein anderes Trägeröl, weil es die Wirkung der Ölmischung deutlich steigert.
Anwendungsbeispiele für ätherische Öle
Mit Trägeröl gemischt ergeben sie ein Massageöl.
Mit Wasser gemischt können Sie sie für Kompressen verwenden.
In winzigen Mengen, mit einer Trägersubstanz wie Milch gemischt, ergeben sie einen Badezusatz.
Mischen Sie sie mit Alkohol, um Duftwasser oder Parfüm herzustellen.
Mit einem Trägeröl gemischt ergeben sie ein Insektenschutzmittel.
Geben Sie ätherisches Öl in Kosmetika, Lotionen und Heilsalben.
Verwenden Sie sie als Zusatz in Shampoo, Haarspülung oder Haarwasser.
Verstärken Sie damit Duftpotpourris.
Verleihen Sie einem Raumspray antibakterielle und antivirale Eigenschaften.
Verwenden Sie sie als Zusatz zu Reinigungsmitteln für Böden und Möbel.
Stellen Sie damit ein »grünes« Reinigungsmittel für Spülen und Küchenoberflächen her.
Geben Sie sie in einen Aromazerstäuber oder eine Duftlampe zur Verbesserung der Luft in einem Krankenzimmer.
Erfrischen Sie sich am Morgen, indem Sie ein paar Tropfen Aromaöl in der Dusche verteilen.
Genießen Sie ihre belebende oder entspannende Wirkung in einem Tascheninhalator oder Duftstein.
Niemals schlucken oder einnehmen! Nur Ärzte, Heilpraktiker oder Aromatherapeuten dürfen ätherische Öle für die innere Einnahme verordnen.
Für die Verwendung ätherischer Öle im Mund- und Rachenraum werden zuweilen Lösungen zum Gurgeln oder in Mundspülungen verwendet. In diesen Fällen achten Sie bitte auf die korrekte Verdünnung und spucken Sie die Flüssigkeit vollständig aus, wenn Sie mit der Anwendung fertig sind. Ätherische Öle sollten niemals in Eigentherapie innerlich eingenommen werden!
Bewahren Sie ätherische Öle unbedingt außerhalb der Reichweite von Kindern auf. Schon kleinste Mengen können lebensbedrohliche Folgen haben. (Siehe dazu die Hinweise unter ▶ »Sofort-Maßnahmen bei unerwünschten Reaktionen auf ein Öl«),
Lesen Sie die Warnhinweise, die bei jedem ätherischen Öl aufgeführt werden (siehe Kapitel ▶ »Die Öle«). Einige ätherische Öle dürfen nicht in der Schwangerschaft verwendet werden, andere sind in größeren Mengen toxisch und wieder andere verursachen Wechselwirkungen mit bestimmten Medikamenten.
Die meisten Aromaöle sind so stark, dass sie mit einem Trägeröl gemischt werden müssen, zum Beispiel Mandel- oder Traubenkernöl. Erst dann können sie auf die Haut aufgetragen werden.
Verwenden Sie ätherisches Öl und Trägeröl immer im korrekten Verhältnis: Die Gesamtmenge an Aromaöl wird selten 3–4 % der Gesamtmischung übersteigen und einige Öle werden in deutlich stärkerer Verdünnung verwendet (siehe ▶ »Leitfaden für das Mischen ätherischer Öle«). Die in diesem Buch enthaltenen Rezepte wurden an die beabsichtigte Verwendung und Anwendungsdauer angepasst. Mittel, die Sie längerfristig anwenden können, etwa Massageöle und Lotionen, haben eine 1,5 %ige Verdünnung. Zubereitungen, die nur einmalig oder kurzzeitig genutzt werden sollen, könnten Öle auch in höherer Konzentration enthalten. Im Zweifelsfall verwenden Sie eine 1,5 %ige Verdünnung bzw. 3 Tropfen pro 2 Teelöffel (10 ml) Trägeröl oder Lotion.
Verwenden Sie nur erstklassige Öle. Achten Sie darauf, dass auf dem Etikett »100 % naturreines ätherisches Öl« deklariert wird. Denn es gibt auch viele minderwertige synthetische Duftöle auf dem Markt. Diese synthetischen Öle werden auch als Aromaöle, Duftöle oder Parfümöle bezeichnet. Sie besitzen keine therapeutischen Eigenschaften.
Lassen Sie sich nicht irreführen von Angaben wie »naturidentisches Öl« oder »nach DAB«. Es gibt auf der ganzen Welt keine Prüf- oder Zertifizierungsbehörde für ätherische Öle und die Bezeichnung ist nicht geschützt. Daher können Sie sich auf die Angabe »ätherisches Öl« allein leider nicht verlassen. Was es jedoch gibt, sind seriöse Siegel für Öle aus kontrolliert biologischem Anbau, beispielweise Agriculture Biologique, »Knospe« Bio Suisse (einer der höchsten Biostandards der Welt) oder Demeter.
Achten Sie vor allem auf die Dosierung und Anwendungsdauer (siehe ▶ »Zur Verwendung ätherischer Öle«). Wie bereits erwähnt, ist es bei einer Langzeitanwendung wichtig, Pausen einzulegen. Nach 2–3 Wochen sollten Sie auf ein Öl umsteigen, das ähnliche Eigenschaften hat, damit Sie den Körper nicht übermäßig belasten.
Beachten Sie die Mengenangaben! Achten Sie genau auf die Warnhinweise und Vorschläge zur Mengenangabe, die in diesem Buch genannt werden. Es kann einen erheblichen Unterschied machen, ob Sie 1 oder 2 Tropfen eines Öls verwenden!
Vorsicht
Bei der gleichzeitigen Einnahme bestimmter Medikamente wurden unerwünschte und gefährliche Wechselwirkungen beobachtet. Dies betrifft unter anderem Blutverdünner, Diabetes- und Herzmedikamente sowie Antidepressiva. Wann immer die Verwendung eines Öls gefährlich werden kann, finden Sie einen entsprechenden Hinweis beim jeweiligen Steckbrief.
Achten Sie auf das Etikett
Achten Sie beim Kauf von ätherischen Ölen auf die Angaben auf dem Etikett, das folgendes enthalten sollte:
den Namen des Öls, z. B. »Teebaum«
den botanischen Namen (z. B. »Melaleuca alternifolia«), Chargennummer, Herkunftsland, Anbau (kbA!), Herstellungsverfahren, verwendeter Pflanzenteil
Anwendungs- und Warnhinweise, wie etwa:
»Zur äußerlichen Anwendung.«
»Darf nicht in die Hände von Kindern gelangen.«
»Darf höchstens in 3 %iger Verdünnung verwendet werden.« (Bzw. in der angegebenen Verdünnung. Manche Öle etwa dürfen nur in 0,5 %iger Verdünnung angewendet werden.)
»Nicht in der Schwangerschaft oder Stillzeit verwenden.«
Die folgenden ätherischen Öle dürfen von Ihnen in Eigentherapie oder von Aromatherapeuten ohne Heilerlaubnis nicht verwendet werden, da sie hohe Anteile giftiger, betäubender, abtreibender oder krebserregender chemischer Substanzen enthalten:
Alant (Inula helenium)
Arnika (Arnica montana)
Beifuß (Artemisia herba)
Birke (Zuckerbirke, Betula lenta)
Birkenähnliche Duftraute (Agothosma betulina)
Bittermandel (ungereinigt) (Prunus amygdalus)
Calmus (Acorus calamus)
Costuswurzel (Saussurea costus syn. Saussurea lappa)
Eichenmoos (Evernia prunastri)
Estragon (Artemisia dracunculus)
Flohminze/Polei-Minze (Mentha pulegium)
Garten-Bohnenkraut (Satureia hortensis)
Kampfer (weiß, braun, gelb) (Cinnamomum camphora), siehe ▶ »Ravintsara«
Meerrettich (Armoracia rusticana)
Sadebaum (Juniperus sabina)
Sassafras (Sassafras albidum)
Senf (Brassica nigra)
Thuja (Thuja occidentalis und Thuja plicata)
Wermut (Artemisia absinthium)
Wintergrün (Gaultheria procumbens)
Wurmsamenöl (Chenopodium ambrosioides)
Zimtkassie/Cassiazimt (Cinnamomum cassia)
Zitronenverbene/Zitronenstrauch (Aloysia tryphilla)
Achten Sie auf die Qualität
Ätherische Öle, die im Handel erhältlich sind, unterliegen keinerlei gesetzlichen Bestimmungen, was ihre Art und Qualität betrifft. Deshalb ist es wichtig, bekannte Marken und Firmen zu wählen. In namhaften Naturkostläden und bei seriösen Aromatherapeuten findet man in der Regel nur solche ätherischen Öle, die für den Hausgebrauch geeignet sind. Auf Märkten jedoch könnten Sie auf Öle stoßen, die Gesundheitsrisiken bergen.
Auch wenn Sie ätherische Öle mit größter Sorgfalt verwenden, können gelegentlich Probleme auftreten, vor allem in folgenden Bereichen:
Beim Auftragen auf die Haut können bestimmte chemische Substanzen eine übermäßige Reaktion auf Sonnenlicht verursachen, die bis zu 12 Stunden und länger anhalten kann. Die Kombination von ätherischen Ölen und Sonnenlicht kann je nach Stärke des verwendeten Öls zu Verbrennungen oder dunklen Hautveränderungen führen, die mild bis sehr schwer ausgeprägt sein können. Selbst in einer 0,4 %igen Verdünnung können bestimmte Aromaöle fototoxisch wirken. Beachten Sie die Warnungen vor möglicher Fototoxizität in den Steckbriefen der jeweiligen Öle.
Unter Sensibilisierung versteht man das allmähliche Eintreten einer allergischen Unverträglichkeitsreaktion auf einen Stoff, auch wenn dieser nur in winzigen Mengen benutzt wird. Es kann sein, dass die Sensibilisierung bei der ersten Anwendung kaum in Erscheinung tritt. Bei häufiger Verwendung wird die Reaktion jedoch in der Regel kontinuierlich stärker und eine Überempfindlichkeit stellt sich ein. Beachten Sie unbedingt die Warnhinweise auf dem Etikett des Öls. Mithilfe eines ▶ Patch-Tests können Sie feststellen, ob Sie überempfindlich auf ein bestimmtes Aromaöl geworden sind.
Im Gegensatz zur Sensibilisierung, die sich über einen längeren Anwendungszeitraum entwickeln kann, reagieren manche Menschen sofort auf bestimmte Aromaöle (natürlich auch auf andere Stoffe). In diesem Fall können unmittelbar nach der ersten Anwendung Hautreizungen und Entzündung auftreten, und zwar an der Stelle, an der das Öl aufgetragen wurde. Diese verschwinden allmählich, sobald das Öl entfernt wird. Die Schwere der Reaktion hängt einerseits von der Menge des Öls und von der Verdünnung ab, andererseits auch von der Empfindlichkeit der jeweiligen Person. Die Hautirritationen können bei einigen Aromaölen mild ausfallen, bei anderen aber auch sehr ernst sein. Wenn Sie empfindliche Haut haben oder häufig allergisch reagieren, sollten Sie vor der Anwendung eines unbekannten Stoffes zunächst den ▶ Patch-Tests machen.
So vermeiden Sie Oxidation
Wenn ätherische Öle nicht richtig gelagert werden, oxidieren sie. Daher sollten sie stets gut verschlossen in einer dunklen Glasflasche an einem kühlen Ort aufbewahrt werden. Schließen Sie den Deckel sofort nach Gebrauch, denn je länger Sie das Gefäß geöffnet lassen, desto mehr kann das Öl mit Sauerstoff reagieren. Füllen Sie das Öl regelmäßig in kleinere Flaschen um und reduzieren Sie so den verfügbaren Raum für Sauerstoff in der Flasche. Manche ätherische Öle reagieren stärker oder leichter als andere. Die Verwendung oxidierter Öle auf der Haut kann zu Sensibilisierung führen.
Die Mischungen sind nur so gut wie die Zutaten und Arbeitsgeräte, die Sie verwenden. Die folgenden Tipps sollen Ihnen bei der Zubereitung helfen.
Lagern Sie Zutaten und Arbeitsgeräte in einem separaten Schrank oder einer Kiste, sodass alles bereit und zur Hand ist, wenn Sie es brauchen. Falls Sie kleine Kinder haben, schließen Sie alle ätherischen Öle aus Sicherheitsgründen stets weg.
Benutzen Sie die Arbeitsgeräte, die Sie für die Herstellung der Rezepte verwenden, für nichts anderes, da der starke Duft der ätherischen Öle von Holzlöffeln und anderen Utensilien aufgenommen wird. Lebensmittel, die damit in Berührung kommen, würden durch die starken Aromen verderben. Bienenwachs und Lanolin lassen sich nur schwer aus Pfannen und Schüsseln entfernen.
In manchen Rezepten in diesem Buch wird ein Simmertopf erwähnt, doch ein Wasserbad funktioniert ebenfalls. Stellen Sie dazu einen kleineren (Stiel-)Topf oder eine hitzebeständige Schüssel auf einen Topf mit siedendem Wasser, ohne dass er das Wasser berührt. Die Zutaten werden in den oberen Topf oder die Schüssel gegeben, sodass sie, ohne anzubrennen, sanft erwärmt oder geschmolzen werden können.
Stellen Sie sicher, dass die Arbeitsgeräte gründlich sauber sind, bevor Sie beginnen. Je sauberer sie sind, desto weniger verunreinigt werden Ihre Dufterzeugnisse sein und desto länger bleiben diese frisch.
Sämtliche Glasbehälter sollten vor der Benutzung sterilisiert werden. Waschen Sie sie mit heißem Wasser und Spülmittel, spülen Sie sie gut aus und trocknen Sie sie im Ofen bei ca. 100 °C. Alternativ kochen Sie Flaschen oder Tiegel 20 Minuten lang in Wasser ab, bevor Sie sie im Ofen trocknen (legen Sie ein gefaltetes Tuch auf den Topfboden, damit die Tiegel nicht herumhüpfen. Selbstverständlich können Sie auch einen Dampf-Sterilisator, einen Mikrowellen-Sterilisator oder einen Dampfgarer verwenden.
Wenn Sie nur eine sehr geringe Menge an Creme oder Lotion herstellen möchten, können Sie sie direkt in dem Tiegel, in dem sie aufbewahrt werden soll, zubereiten.
Tipp
Verwenden Sie Ihre üblichen Küchenutensilien nicht für aromatherapeutische Rezepturen. Käsekuchen mit Teebaumaroma ist zwar etwas ganz Neues, aber nicht unbedingt etwas für Gourmets!
Mixer, Küchenmaschine oder Schneebesen
Mörser und Stößel oder Kaffeemühle
Küchenwaage, die bereits 1 Gramm und sehr genau misst
Einkoch-, Zucker- oder Laborthermometer (wenn möglich zwei)
Große und kleine Kochtöpfe (nicht aus Aluminium)
Simmertopf (nicht aus Aluminium)
2 oder 3 Glasmessbecher mit Ausguss
Ein Messbecher-Set (60, 80, 125, 250 ml)
Ein mehrteiliges Messlöffel-Set
25-ml-Becherglas (mit Ausguss und Maßeinteilung)
2–3 Rührschüsseln
Kleine Schalen aus Glas, Porzellan oder auch Edelstahl (also einem Material, das nicht mit ätherischem Öl reagiert). Für das Mischen geringer Zutatenmengen sind Schnapsgläser und kleine feuerfeste Schälchen bzw. Auflaufförmchen ideal.
Seifengießformen (mit mehreren Einzelformen)
Große und kleine Trichter
Grob-, Mittel- und Feinmaschensiebe
Papier-Kaffeefilter
Seihtuch, Mulltuch oder Musselin (sowohl grob- als auch feingewebt) zum feinen Abseihen
Graduierte Einweg- oder Glaspipetten
Glasrührstäbchen (zum Mischen ätherischer Öle)
Holzlöffel
Gummispatel
Große und kleine scharfe Messer
Schere
Wiederverschließbare (luftdichte) Tiegel und Fläschchen in verschiedenen Größen
Etiketten für Tiegel und Fläschchen
Wasserfester Stift mit feiner Spitze
Geschirrhandtücher
Es ist wichtig, ätherische Öle sorgfältig abzumessen. Sieht ein Rezept 2 Tropfen Öl vor, machen 4 Tropfen es keinesfalls besser! Zum genauen Messen können Sie graduierte (Einweg-)Pipetten in der Apotheke oder in Online-Shops kaufen (siehe ▶ »Bezugsquellen«). Der folgende Leitfaden nennt die Standardmengen für Behandlungen und Anwendungen. Im Teil 2 dieses Buches, im Kapitel ▶ »Beschwerden und Anwendungsbeispiele«, finden Sie die exakten Mengenangaben für die konkreten Beschwerden.
Möglicherweise fällt Ihnen dabei auf, dass die Rezepte in Teil 2 vereinzelt mehr oder weniger Öl als in den folgenden Empfehlungen verwenden. Der Grund dafür ist, dass einige Beschwerden weniger oder mehr als die Standardmengen der ätherischen Öle erfordern. Sobald Sie mit den Aromaölen vertraut sind, werden Sie die erforderlichen Mengen selbst einschätzen können; bis dahin ist es am besten, sich an den folgenden Richtwerten zu orientieren. In Teil 1, ▶ »Die Öle«, finden Sie Hinweise zur jeweils sicheren Höchstmenge.
Ganzkörperanwendungen: 4 Tropfen ätherisches Öl oder Ölmischung pro 2 TL (10 ml) Trägeröl oder Lotion (2 %)
Äußerliche/lokale Anwendung: 6 Tropfen ätherisches Öl oder Ölmischung pro 2 TL (10 ml) Trägeröl oder Lotion (3 %)
4–6 Tropfen ätherisches Öl oder Ölmischung in Wasser (unabhängig von der Größe der Kompresse)
4–6 Tropfen ätherisches Öl oder Ölmischung pro 1 TL (5 ml) Trägeröl oder Lotion
3–4 Tropfen ätherisches Öl oder Ölmischung pro 1 TL (5 ml) Salbengrundlage (3–4 %)
30–40 Tropfen ätherisches Öl oder Ölmischung pro 20 TL (100 ml) Lotion (1,5–2 %)
1 Tropfen ätherisches Öl oder Ölmischung pro 2 TL (10 ml) Creme (0,5 %)
1–2 Tropfen ätherisches Öl oder Ölmischung in 3–4 Tassen (750 ml–1 l) Wasser
4–6 Tropfen ätherisches Öl oder Ölmischung (je nach Alter) pro 1 TL (5 ml) Milch, Honig oder neutral-milder Flüssigseife
2–3 Tropfen ätherisches Öl oder Ölmischung in 1 Tasse (125 ml) Wasser
6–8 Tropfen ätherisches Öl oder Ölmischung, je nach Alter (siehe Tabelle ▶ »Altersgerechte Aromaöle«)
3–4 Tropfen ätherisches Öl oder Ölmischung pro 1 TL (5 ml) Trägeröl
75 Tropfen ätherisches Öl oder Ölmischung in 1 TL (5 ml) Wodka oder pflanzliches Glycerin und 1 Tasse (250 ml) gefiltertes oder destilliertes Wasser (3 %)
Wenn Sie Solubol verwenden, fügen Sie 300 Tropfen (3 TL bzw. 15 ml) zu den ätherischen Ölen hinzu und füllen den Rest der Flasche mit gefiltertem bzw. destilliertem Wasser auf.
1–2 Tropfen ätherisches Öl oder Ölmischung auf ein Tuch geben (je nach Alter, siehe Tabelle ▶ »Altersgerechte Aromaöle«)
3–5 Tropfen ätherisches Öl oder Ölmischung in einen Zerstäuber bzw. eine Duftlampe geben.
Bis zu 21 Tropfen ätherisches Öl oder Ölmischung pro Füllung bzw. Wattestift
4 Tropfen ätherisches Öl oder Ölmischung pro 2 TL (10 ml) Grundlage (2–2,5 %)
12–50 Tropfen ätherisches Öl oder Ölmischung pro 1 Tasse (250 ml) Grundlage (0,5–1 %)
Beginnen Sie zunächst mit weniger Öl und erhöhen Sie die Menge, sobald Sie sich daran gewöhnt haben.
4 TL (20 ml) ätherisches Öl oder Ölmischung (oder was sonst noch gut riecht!) pro 4 Tassen (1 l) Grundlage (2 %)
Tipp
Im Zweifelsfall hilft folgende Faustregel: 3 Tropfen ätherisches Öl oder Ölmischung pro 2 Teelöffel (10 ml) Trägeröl oder Lotion.
Bewahren Sie ätherische Öle in dunklen Flaschen auf, um sie vor schädlichem Licht zu schützen. Wir empfehlen Blau- oder Braunglasflaschen.
Die Flaschen sollten so voll wie möglich sein, weil Luft die Öle verderben kann. Nachdem Sie ein ätherisches Öl verwendet haben, füllen Sie den Rest in eine kleinere Flasche um, die nur wenig Platz für Luft bietet.
Beschriften Sie die Flaschen sorgfältig, da einige ätherische Öle sehr ähnlich riechen.
Lagern Sie ätherische Öle in einer Schachtel an einem kühlen, trockenen und dunklen Ort.
2 Eigenschaften ätherischer Öle
3 Die wichtigsten Öle von A bis Z
4 Hydrolate
5 Fette Öle/Trägeröle und Butter
6 Mazerate/Ölauszüge
Die meisten ätherischen Öle besitzen heilende Wirkung, einige sind jedoch wirksamer als andere. In diesem Teil finden Sie die Steckbriefe der wichtigsten ätherischen Öle, Ölauszüge, Trägeröle sowie Hydrolate, die Sie größtenteils in den Rezepten dieses Buches wiederfinden werden.
Behalten Sie beim Lesen bitte stets im Hinterkopf, was Sie im Einstiegskapitel bereits über die Verwendung ätherischer Öle und die entsprechenden Vorsichtsmaßnahmen erfahren haben.
Wenn Sie sich zu Beginn nur einige wenige ätherische Öle leisten können, sollten Lavendel und Teebaumöl auf jeden Fall dazugehören, gefolgt von Geranium, Römischer Kamille und Zitrone. Sie werden sehen, dass diese außergewöhnlichen Öle im Kapitel ▶ »Beschwerden und Anwendungsbeispiele«, sehr häufig verwendet werden. Insbesondere Lavendel ist für seine sanfte und sichere Wirkung für die ganze Familie bekannt.
Die fünf wichtigsten ätherischen Öle
Wenn Sie sich zu Beginn nur einige wenige ätherische Öle leisten können oder wollen, sollten diese auf jeden Fall dazu gehören (in der Reihenfolge ihrer Bedeutung):
Lavendel
Teebaum
Römische Kamille
Zitrone
Geranium
Im Allgemeinen wird davon ausgegangen, dass beim Mischen ätherischer Öle Synergieeffekte gewollt sind bzw. es darum geht, die positiven Eigenschaften der verschiedenen Öle zu kombinieren. Tatsache ist: Das Ganze ist mehr als die Summe seiner Teile. Wenn Sie drei oder vier Öle mit den gleichen oder ähnlichen therapeutischen Eigenschaften vermischen, erhalten Sie eine Ölmischung, die wirkungsvoller ist als die einzelnen Zutaten.
Wissenschaftliche Untersuchungen belegen diese Theorie, andere jedoch haben das Gegenteil nachgewiesen, nämlich einen Antagonismus. Synergie und Antagonismus wirken entgegengesetzt und sind schwer vorherzusagen. Synergieeffekte treten zufällig auf und es ist nie sicher, dass sie in einer Mischung tatsächlich auftreten werden. Ebenfalls wichtig ist der »Faktor Absicht«: Viele Aromatherapeuten arbeiten ganzheitlich und visualisieren ihre Klienten als gesund und erfolgreich, während sie ihnen therapeutische Ölmischungen zusammenstellen. Dahinter steht der Glaube, dass eine Mischung, wenn sie mit einer bestimmten Absicht hergestellt wird, stärker wirkt. Was auch immer Sie glauben, es ist in jedem Fall sinnvoll, nicht mehr als drei oder vier Öle in einer Ölmischung zu verwenden, bis Sie jedes einzelne ätherische Öl sehr gut kennen und wissen, wie es wirkt.
Der Name eines ätherischen Öls ist sehr wichtig. Wählen Sie Aromaöle, auf deren Etikett der botanische Name der Pflanze, aus der das Öl gewonnen wurde, genannt wird. Diese botanischen Namen stehen in der Regel in Kursivschrift. An erster Stelle steht der Gattungsname, dann der Name der Art. Es ist einfacher, ein passendes qualitativ hochwertiges Öl zu wählen, das die gewünschten therapeutischen Eigenschaften hat, wenn Sie sich mit den botanischen Namen auskennen.
Da viele Pflanzen sehr ähnliche Namen haben, ist es wichtig, dass Sie den botanischen Namen kennen, wenn Sie ein ätherisches Öl kaufen. Sonst könnte es passieren, dass Sie das falsche Öl erwischen.
Hier ein paar Beispiele:
Calendulaöl (Calendula officinalis) wird nur in kleinen Mengen produziert und ist schwer zu finden. Tagetesöl (Tagetes patula, T. minuta, T. erecta) wird oft als Calendula- oder Ringelblumenöl angeboten. Tagetesöl wird aus französischen, afrikanischen und mexikanischen Studentenblumen hergestellt. Die beiden sollten nicht verwechselt werden, denn Tagetes hat nicht die gleichen therapeutischen Eigenschaften wie Calendula und ist stark fototoxisch.
Zedernholz- bzw. Atlaszedernöl (Cedrus atlantica) ist das Öl, das in der Aromatherapie verwendet werden sollte. Doch häufig wird Thujaöl (Thuja occidentalis) als Zedernöl oder Zedernblattöl verkauft. Dieses Öl ist hochgiftig, weil es hohe Mengen an Alpha- und Betathujon enthält, ein starkes Nervengift, das bei oraler Einnahme bereits zu Todesfällen geführt hat. Weißzedernöl darf nie mit Atlaszedernöl verwechselt werden.
Zitronenstrauch bzw. Zitronenverbene (Aloysia tryphilla) ist schwer erhältlich; das unter diesem Namen angebotene Öl wird häufig als eine Mischung anderer Zitrusöle angeboten. Echtes Zitronenverbenenöl kann gefährlich sein, darum könnte es in diesem Fall sicherer sein, die Mischung zu verwenden.
Melissenöl (Melissa officinalis) ist sehr teuer, da riesige Mengen an Pflanzenmaterial nur eine winzige Menge an Öl ergeben. Oft ist das auf dem Markt angebotene Melissenöl mit anderen zitronigen Düften gepanscht.
Häufig wird eine weitere Eigenschaft des Aromaöls genannt, der Chemotyp. Er wird mit der Abkürzung »Ct.« nach dem botanischen Namen aufgeführt, zum Beispiel »Hyssopus officinalis Ct. Pinocamphon«. Die Bezeichnung »Chemotyp« nach einem Pflanzennamen bezieht sich auf die Leitsubstanz in einem ätherischen Öl, also dem Inhaltsstoff, der entweder vorwiegend enthalten ist oder der die Wirkung des jeweiligen Öles maßgeblich prägt. Öle aus der gleichen Pflanze, also gleichen Namens, können je nach Umweltbedingungen unterschiedliche Zusammensetzungen aufweisen – und damit auch unterschiedliche Wirkungen (und unerwünschte Nebenwirkungen).
Lesen Sie diese Abschnitte!
Im Kasten ▶ »Achten Sie auf das Etikett« wird erklärt, warum es wichtig ist, auf den botanischen Namen eines Öls zu achten.
Der Abschnitt ▶ »Vorsichtsmaßnahmen im Umgang mit ätherischen Ölen« macht deutlich, welche Eigenschaften ätherischer Öle Probleme verursachen können und wie Sie diese vermeiden.
» ▶ Nur in sachkundige Hände« listet ätherische Öle mit toxischen Bestandteilen auf, die nur von einem gut ausgebildeten und erfahrenen Aromatherapeuten verwendet werden dürfen.
Die folgende Tabelle führt die Eigenschaften der wirksamsten Aromaöle auf, die in Eigentherapie angewendet werden können. Die Fachbegriffe zu den therapeutischen Wirkungen werden erläutert. Die Tabelle enthält pro Kategorie nur die wichtigsten Öle, entsprechend ihrer jeweiligen Wirkung. Immer dann, wenn ein bestimmter Chemotyp für eine Behandlung förderlich ist, werden der botanische Name und/oder der ▶ Chemotyp genannt.
Fachbegriff
Eigenschaft oder Wirkweise
Ätherische Öle
Adstringent
Wirkt Gewebe-straffend und zusammenziehend.
Balsamtanne (Tanne), Benzoe, Myrrhe, Rose, Sandelholz, Wacholder, Weihrauch, Zedernholz, Zypresse
Antibiotisch
Bekämpft Infektionen im Körper.
Bergamotte, Cajeput, Cistrose, Echter Lorbeer, Eukalyptus (alle), Immortelle, Litsea cubeba, Majoran, Manuka, Myrte, Neroli, Niaouli, Petitgrain, Pfefferminze, Ravensara, Rosenholz, Sandelholz, Teebaum, Weihrauch, Ysop, Zimt, Zitrone, Zypresse
Antidepressiv
Wirkt stimmungsaufhellend.
Balsamtanne (Tanne), Basilikum, Bergamotte, Cistrose, Douglasie, Grapefruit, Immortelle, Jasmin, Lavandin Super, Lavendel, Lemongras, Mandarine, Muskatellersalbei, Neroli, Pfefferminze, Rose, Rosmarin, Wacholder, Weihrauch, Ylang Ylang, Zypresse
Antiemetisch
Hilft, Brechreiz und Übelkeit zu verringern und zu bekämpfen.
Bergamotte, Cardamom, Ingwer, Pfeffer (schwarz), Pfefferminze, Spearmint, Sternanis, Zitrone
Antimykotisch
Verhindert und bekämpft Pilzinfektionen.
Agonis fragrans, Lavendel, Myrrhe, Myrte, Teebaum
Antiphlogistisch
Wirkt entzündungshemmend.
Agonis fragrans, Baldrianwurzel, Bergamotte, Cardamom, Cistrose, Citronella, Eukalyptus (E.citriodorus, E.radiata, E.staigeriana), Geranium, Immortelle, Kiefer, Lavendel, Lemongras, Melisse, Myrrhe, Myrte, Narde, Niaouli, Orange, Patchouli, Perubalsam, Petitgrain, Pfefferminze, Römische Kamille, Rose, Schafgarbe, Spearmint, Teebaum, Thymian Ct. Linalool, Wacholder, Weihrauch, Zingiber montanum (Plai), Zitrone
Antiseptisch
Hilft, einige pathogene Bakterien abzutöten oder zu bekämpfen.
Die meisten ätherischen Öle haben antiseptische Eigenschaften, die folgenden jedoch sind besonders geeignet: Bergamotte, Cistrose, Eukalyptus, Lavendel, Manuka, Niaouli, Ravensara, Wacholder, Weißtanne
Antitoxisch
Wirkt Giften entgegen.
Bergamotte, Pfeffer (schwarz)
Antitranspirant/schweißhemmend
Verringert das Schwitzen.
Muskatellersalbei, Zypresse
Antiviral
Tötet oder hemmt das Wachstum bzw. die Vermehrung von Viren.
Bergamotte, Douglasie, Eukalyptus, Lavendel, Manuka, Palmarosa, Ravensara, Teebaum
Aphrodisierend
Steigert das sexuelle Verlangen.
Jasmin, Muskatellersalbei, Neroli, Patchouli, Rose, Rosenholz, Sandelholz, Vetiver, Westindisches Sandelholz (Amyris), Ylang Ylang
Betäubend/Analgetisch
Lindert oder mindert den Schmerz, indem es nervenbetäubend wirkt.
Cajeput, Eukalyptus smithii, Lavandin grosso, Lemongras, Majoran, Pfefferminze, Rosmarin Ct. Cineol, Schafgarbe, Speik-Lavendel, Teebaum, Waldmajoran, Weihrauch, Weißtanne
Blutreinigend
Reinigt das Blut.
Fenchel, Karottensamen, Möhrensaat, Muskatellersalbei, Rose, Wacholder
Cholagog
Regt die Bildung von Galle und den Gallenfluss an.
Kamille, Lavendel, Pfefferminze, Rosmarin, Spearmint
Deodorierend
Reduziert Gerüche.
Douglasie, Eukalyptus, Lavendel, Lemongras, Litsea cubeba, Patchouli, Petitgrain, Zypresse
Diaphoretisch/schweißtreibend
Führt zu vermehrtem Schwitzen.
Basilikum, Bay, Cajeput, Kamille, Manuka, Pfefferminze, Ravensara, Rosmarin, Spearmint, Teebaum, Wacholder, Ysop, Zitrone
Digestiv
Fördert die Verdauung, lindert Verdauungsbeschwerden.
Cardamom, Kamille, Majoran, Pfeffer (schwarz), Rosmarin, Sternanis
Durchblutungssteigernd
Erzeugt lokale Rötung und Erwärmung der Haut durch Erhöhung des Blutflusses im betreffenden Bereich.
Eukalyptus, Ingwer, Majoran, Pfeffer (schwarz), Rosmarin, Thymian, Wacholder, Weißtanne
Emmenagog
Fördert und reguliert die Menstruationsblutung.
Basilikum, Kamille, Majoran, Muskatellersalbei
Expektorans
Schleimlösend und auswurffördernd im Bereich der Bronchialschleimhäute.
Balsamtanne, Benzoe, Eukalyptus, Ingwer, Lavandin grosso, Lavendel, Majoran, Myrrhe, Myrte, Perubalsam, Sandelholz, Saro, Teebaum, Weihrauch
Febrifugal
Wirkt kühlend und fiebersenkend.
Bergamotte, Eukalyptus, Kamille, Lavendel, Narde, Pfefferminze, Ravensara, Schafgarbe, Teebaum
Galaktogog
Erhöht die Milchproduktion und/oder den Milchfluss.
Basilikum, Fenchel, Sternanis
Gastrotonisch
Unterstützt und stärkt das Verdauungssystem.
Angelikawurzel, Basilikum, Bergamotte, Kamille, Karottensamen, Muskatellersalbei, Muskatnuss, Pfeffer (schwarz), Pfefferminze, Rosmarin, Sternanis, Zimt
Gerinnungsfördernd
Hilft, Blutungen zu stoppen, wirkt blutstillend.
Geranium, Rose, Schafgarbe, Zitrone
Harntreibend
Regt den Harnfluss an.
Fenchel, Geranium, Kamille, Petersilie, Wacholder, Zedernholz
Heilend
Wirkt wundheilungsfördernd.
Balsamtanne (Tanne), Benzoe, Bergamotte, Geranium, Kamille, Lavendel, Myrrhe, Rosmarin, Teebaum
Hepatisch
Stärkt die Leber und regt den Leberstoffwechsel an.
Angelikawurzel, Fenchel, Grapefruit, Immortelle, Muskatellersalbei, Perubalsam, Pfefferminze, Rose, Rosmarin, Saro, Veilchen, Zitrone
Hypertensiv
Erhöht den Blutdruck.
Muskatellersalbei, Pfeffer (schwarz), Pfefferminze, Rosmarin, Ysop
Hypotensiv
Senkt den Blutdruck.
Knoblauch, Lavandin Super, Lavendel, Majoran, Melisse, Schafgarbe, Westindisches Sandelholz (Amyris), Ylang Ylang
Immunmodulierend
Stärkt die körpereigene Abwehr.
Agonis fragrans, Cistrose, Eukalyptus, Immortelle, Lavendel, Manuka, Palo Santo, Ravensara, Rosenholz (Amyris), Teebaum, Zitrone, Zitronenmyrte
Karminativ
Wirkt gegen Blähungen, blähungstreibend.
Angelikawurzel, Anismyrte, Cardamom, Fenchel, Ingwer, Koriander, Kümmel, Limette, Pfeffer (schwarz), Pfefferminze, Spearmint, Sternanis
Psychovegetativ stärkend
Stärkt das Nervensystem.
Angelikawurzel, Baldrianwurzel, Basilikum, Kamille, Majoran, Melisse, Muskatellersalbei, Narde
Sedativ
Reduziert körperlichen Stress und beruhigt das Nervensystem.
Baldrianwurzel, Benzoe, Bergamotte, Jasmin, Kamille, Katzenminze, Lavandin Super, Lavendel, Mandarine, Majoran, Melisse, Muskatellersalbei, Narde, Neroli, Rose, Weihrauch, Ylang Ylang
Spasmolytisch
Beugt Krämpfen oder Spasmen im Darm oder der Gebärmutter vor oder lindert sie.
Ingwer, Kamille, Lavendel, Majoran, Muskatellersalbei, Niaouli, Orange, Pfefferminze, Wacholder, Waldmajoran
Stimulierend
Erhöht das Energielevel, beschleunigt die Funktion der Nebennieren und anderer Drüsen.
Basilikum, Bergamotte, Eukalyptus, Geranium, Pfeffer (schwarz), Pfefferminze, Rosmarin, Zypresse
Styptisch/blutstillend
Stoppt oder verringert äußere Blutungen.
Benzoe, Schafgarbe, Zitrone, Zypresse
Tonisch
Stärkt und belebt den ganzen Körper oder ein bestimmtes Organ.
Angelikawurzel, Basilikum, Bergamotte, Agonis fragrans, Geranium, Ingwer, Lavendel, Majoran, Myrrhe, Nelke, Neroli, Pfeffer (schwarz), Rose, Rosmarin, Saro, Teebaum, Thymian, Wacholder, Zitrone
Uterin
Strafft und stärkt die Gebärmutter.
Jasmin, Melisse, Muskatellersalbei, Myrrhe, Rose, Weihrauch
Vasodilatatorisch
Wirkt gefäßerweiternd.
Lemongras, Majoran, Melisse
Vasokonstriktorisch
Wirkt gefäßverengend.
Kamille, Rose, Zypresse
Wundheilend
Fördert die Wundheilung.
Bergamotte, Citronella, Eukalyptus, Lavendel, Neroli, Patchouli, Petitgrain, Rosenholz, Weihrauch, Zypresse
Ätherische Öle werden häufig im Rahmen therapeutischer Massagen eingesetzt und sind in der Pharma- und Parfümindustrie sowie in der Kosmetikbranche weit verbreitet.
Es handelt sich dabei um leicht flüchtige und trotz ihres Namens nicht fettende Stoffe, die in Pflanzen vorkommen und an der Luft verdunsten. Die Moleküle dieser wertvollen Essenzen sind so klein, dass sie durch die Haut in die Blutbahn gelangen können. Darum werden sie in vielfältiger Weise verwendet, unter anderem als Massageöle, Kompressen, Sprays, Diffussoren, Inhalationssticks, natürliche Parfüme und Düfte, Desinfektions- und Reinigungsmittel sowie Heilsalben, Schönheits- und Pflegeprodukte.
Die ätherischen Öle einer Pflanze können in ihren Blättern (Eukalyptus), Blütenblättern (Rose), ihrem Holz (Sandelholz) oder Schale (Zitrusfrüchte), ihrem Harz (Myrrhe), ihren Samen (Karotte) oder ihrer Wurzel bzw. ihrem Rhizom (Ingwer) enthalten sein. Manche Pflanzen sondern dieses Öl aus, wodurch ihr typischer Geruch entsteht, der Vögel und Insekten anzieht (z. B. Ysop, der Bienen anlockt, die die Pflanzen und Blumen in Ihrem Garten bestäuben). In anderen Fällen tritt das ätherische Öl erst aus, wenn ein Teil der Pflanze zerstoßen oder getrocknet wird (wie etwa bei der Baldrianwurzel). Es gibt Pflanzen, deren Öl im Gummi oder Harz enthalten ist, und die es spenden, wenn die Rinde eingeritzt wird (so zum Beispiel der Mastixstrauch).
Aromaöle sind so individuell wie erlesene Weine. Ein Merlot schmeckt in der Regel wie ein Merlot und doch schmeckt jeder Merlot anders. Sogar jeder Jahrgang einer Merlot-Rebe kann unterschiedlich schmecken. Und der Geschmack des Weins hängt davon ab, auf welchem Boden der Rebstock steht, wann die Trauben geerntet werden und wie viel Regen oder Sonnenschein sie im Laufe ihres Wachstums erhalten haben. So ist es auch mit den ätherischen Ölen. Wo und unter welchen Bedingungen eine Pflanze gewachsen ist, beeinflusst die Qualität des Öls ebenso wie die Art ihrer weiteren Verarbeitung (ob etwa das Pflanzenmaterial bei der Destillation frisch oder getrocknet war, zu welcher Tageszeit es geerntet und wie es gelagert wurde). Diese Faktoren entscheiden über den chemischen Hauptbestandteil des Öls, den Chemotyp, und somit über seine therapeutischen Eigenschaften.
Die Ölporträts im folgenden Kapitel werden Ihnen helfen, sich im Umgang mit ätherischen Ölen sicher zu fühlen. Sobald Sie die Öle kennen, können Sie geeignete Alternativen auswählen und Ihre eigenen Rezepte zusammenstellen.
Angelika ist eine große, ansehnliche zweijährige Pflanze, die seit Langem für ihren medizinischen und kulinarischen Nutzen wertgeschätzt wird. Ihre jungen zarten Stängel werden oft kandiert und zum Dekorieren von Kuchen und Desserts verwendet.
Das reichhaltige und duftende Aromaöl wird aus den Wurzeln und Samen gewonnen. Die ganze Pflanze wurde einst zum Schutz gegen die Pest genutzt. Eine bekannte Geschichte erzählt von einem Mönch, der träumte, ein Engel besuche ihn. Dieser befahl ihm, das Kraut zur Heilung pestkranker Menschen zu nutzen, und so kam es zum Namen Angelika (bzw. Engelwurz).
Das ätherische Öl der Angelikawurzel (daher der Name) wird durch Wasserdampfdestillation aus den Wurzeln und Samen gewonnen. Es hat einen süßen, schweren, angenehmen Duft, der mit Basilikum, Geranium, Grapefruit, Kamille, Lavendel, Limone und Mandarine harmoniert. In der Parfümindustrie wird es als Duft für Seifen, Parfüme und Kölnisch Wasser eingesetzt. Außerdem wird Angelikawurzel zur Herstellung der köstlichen Liköre Chartreuse und Benedictine verwendet.
Angelikawurzel hat auch medizinischen Nutzen. Eine 2013 durchgeführte Studie zeigte, dass die Inhalation von Angelikaöl sowohl den Suchtdruck auf Nikotin senkt als auch die Rauchpausen verlängerte. Eine Laborstudie an Mäusen ergab, dass Angelikawurzelöl gegen Krampfanfälle wirkt und mit antiepileptischen Medikamenten vergleichbar ist. 2005 stellte eine weitere Laborstudie eine krebshemmende Wirkung fest.
Dong Quai
Ein naher Verwandter der Angelica archangelica ist das in der chinesischen Medizin seit Langem benutzte und mittlerweile auch bei uns für seine östrogenartige Wirkung bekannte Kraut Dong Quai (Angelica sinensis).
Angelikawurzelöl eignet sich hervorragend für alle Hautpflegeprodukte. Es erhöht die Spannkraft und macht raue, trockene Haut weich und glatt. Zudem wirkt es entzündungshemmend und kann auf gereizter Haut sowie bei Psoriasis (Schuppenflechte) angewendet werden.
Angelikaöl ist ein wertvoller Bestandteil von Massageölmischungen, da es blutreinigend und lymphstimulierend wirkt. Es entzieht dem Körper überschüssige Flüssigkeit, erhöht den Energiepegel und beschleunigt generell die Drüsenfunktionen. Es wirkt schweißtreibend und somit entgiftend und stärkt den Körper, insbesondere das Herz.
