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Der neueste Fitness-Trend
Bei athleticflow trifft effektives High Intensity Training auf ruhige Yoga-Flows. Anspannung und Entspannung folgen im steten Wechsel aufeinander – für größten Spaß, optimale Fitness und innere Ruhe. Das beliebte Konzept haben der HIIT-Spezialist Simon und die Yogalehrerin Nora Kersten gemeinsam entwickelt, um neue Trainingsanreize zu schaffen.
Ob Einsteiger oder Fortgeschrittene: athleticflow ist für jedes Fitness-Level geeignet und Yoga-Vorerfahrung ist nicht notwendig. Die sechs vielseitigen Workouts in diesem Buch haben zahlreiche positive Effekte: Sie sorgen für mehr Kraft und Stabilität, fördern Balance und Beweglichkeit, bringen die Fettverbrennung auf Hochtouren, verbessern die Ausdauer und schenken viel positive Energie. Zahlreiche Fitness-Studios haben den Trend bereits für sich entdeckt und bieten regelmäßig athleticflow an.
Das E-Book können Sie in Legimi-Apps oder einer beliebigen App lesen, die das folgende Format unterstützen:
Seitenzahl: 105
Veröffentlichungsjahr: 2019
Nora Kersten & Simon Kersten
© 2019 by Südwest Verlag, einem Unternehmen der Verlagsgruppe Random House GmbH, Neumarkter Straße 28, 81673 München
Hinweis
Das vorliegende Buch ist sorgfältig erarbeitet worden. Dennoch erfolgen alle Angaben ohne Gewähr. Weder Autoren noch Verlag können für eventuelle Nachteile oder Schäden, die aus den im Buch gegebenen Hinweisen resultieren, eine Haftung übernehmen.
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Projektleitung: Nina Sahm
Lektorat: Eva Stammberger
Korrektorat: Susanne Schneider
Layout und Satz: Jürgen Kiermeier, Glonn, www.layer-cake.de
Bildredaktion und Leitung der Fotoproduktion: Bele Engels
Fotografie: Johannes Diboky, http://johannesdiboky.com/
Umschlaggestaltung: *zeichenpool, München, unter Verwendung eines Bildes von Johannes Diboky.
ISBN 978-3-641-24237-4V002
www.suedwest-verlag.de
www.randomhouse.de
Daddy, dieses Buch widme ich dir. Ohne dich wäre ich nicht der Mensch, der ich heute bin.
Du bist und bleibst mein größtes Vorbild. Ich liebe und vermisse dich, dein Simon.
Aloha, liebe Leserin und lieber Leser!
„Das Ganze ist mehr als die Summe seiner Teile.“ Dass dieser Satz des griechischen Philosophen Aristoteles stimmt, haben wir sofort gespürt, als wir uns kennenlernten. Sportlich gesehen kamen wir aus sehr unterschiedlichen Welten – Yoga und Tennis beziehungsweise HIIT-Training. Jede dieser beiden Welten für sich ist spannend, aber die Kombination ist magisch. Wir haben uns beide auf die Welt des anderen eingelassen – entstanden ist daraus ein völlig neues Konzept: athleticflow, die Kombination aus High-Intensity-Intervall-Training und Yoga-Flows.
Als wir spürten, wie gut uns dieses ganzheitliche Workout tut, wollten wir diese Erfahrung mit anderen Menschen teilen. Wir entwickelten den athleticflow-Kurs und haben uns nun entschlossen, unser Wissen in diesem Buch an dich weiterzugeben. Denn wir sind überzeugt, dass jeder Sportler, egal, aus welcher Richtung er kommt, mit einem ganzheitlichen Workout ein besserer Athlet werden kann. Mit athleticflow steigerst du Kondition und Beweglichkeit, wirst aber auch ausgeglichener und gelassener.
Wir haben sechs Workouts für dich entwickelt, die jeweils einen bestimmten Fokus haben, so den ganzen Körper trainieren und jede Menge Abwechslung in dein Training bringen.
Wir wünschen dir mit unserem Buch ganz viel Freude, denn „Freude ist die Gesundheit der Seele“. Auch dieses Zitat stammt von Aristoteles, der Mann wusste eben, was im Leben wirklich zählt.;-)
Mahalo
Nora & Simon
Als kleines Kind floh ich 1988 gemeinsam mit meinen Eltern von Mazedonien in die Schweiz – ich war nicht einmal zwei Jahre alt. Dieses Erlebnis hat mich schon sehr früh geprägt, daher ist es für mich keine Selbstverständlichkeit, hier in der Schweiz aufgewachsen zu sein. Im Kontrast zum Kosovo und zu Mazedonien ist die Schweiz eines der sichersten Länder der Welt. Meine Eltern sind als politische Flüchtlinge hierhergekommen, die Schweiz war auf einmal unser neues Zuhause. Mein Leben hätte bestimmt anders ausgesehen, wenn ich in Osteuropa geblieben wäre. Ich möchte damit nicht sagen, dass mein Leben schlechter gewesen wäre, denn so etwas zu behaupten wäre Unsinn. Ich schätze aber sehr, dass meine Familie hier in Sicherheit war und ich ohne Angst aufwachsen durfte, vor allem ohne Angst, meine eigene Meinung zu äußern. Meine Kindheit habe ich in Arbon und später als Teenager in St. Gallen verbracht. Wenn ich an meine Kindheit zurückdenke, würde ich behaupten, dass ich mich zwar immer schnell für Bewegung begeistern ließ, diese Begeisterung aber nie lange anhielt. Dafür fehlte mir einfach die Disziplin. Mit Anfang 20 zog ich aufgrund eines Jobangebotes nach New York und dank meines acht- bis zehnstündigen Schreibtischjobs begann ich meinen Rücken immer mehr auf unangenehme Weise zu spüren. Am Anfang versuchte ich, die Schmerzen zu ignorieren, und hoffte, dass sich mein Rücken von alleine wieder erholen würde. Mein Lebensstil war damals alles andere als gesund – von der Ernährung bis zu meiner Einstellung mir selbst gegenüber.
Mein Weg von der äußeren zur inneren Schönheit
Schon mit 16 Jahren habe ich nebenbei als Model gearbeitet, im Jahr 2011 wurde ich zur Miss Earth Kosovo gewählt. Da ich in Pristina geboren bin und meine Mutter aus dem Kosovo stammt, durfte ich das Land meiner Mutter repräsentieren. Die globale Miss-Earth-Wahl brachte mich nach Manila, wo ich sehr viele wunderschöne Frauen kennenlernte, die nahezu makellos waren: lange Beine und Haare, Schmollmund, große Augen, schöne Haut – und dennoch besaßen die meisten keinerlei Selbstbewusstsein, genau wie ich. Wir standen in unseren Bikinis herum und verglichen uns von morgens bis abends – wer ist größer, wer ist schöner? Trotz dieses Schönheitswahns konnte ich ein paar Freundschaften schließen, die über die Äußerlichkeiten hinaus bis ins Herz gingen. Heute bin ich beispielsweise immer noch mit der damaligen Miss Earth Austria befreundet, die inzwischen auch eine athleticflow-Instruktorin geworden ist und mit Herz in ihrem Studio unterrichtet. Auch mit der damaligen Miss Earth Norway bin ich sehr gut befreundet. Neben der Miss-Earth-Wahl hatte ich auch bei anderen Misswahlen teilgenommen, bin dort aber meistens nur Zweit- oder Drittplatzierte geworden. Ich suchte also immer wieder die Bestätigung von außen, aber das brachte mich immer weiter weg von meinem wahren Ich. Der Schmerz des sich ewigen Vergleichens hatte zum Glück irgendwann ein Ende. Achtsamkeit und Selbstliebe rückten immer stärker in meinen Fokus. Jeder Mensch möchte geliebt und angenommen werden, so wie er ist, und mir hat Yoga beigebracht, dass das Entscheidende im Leben tief im Inneren von jedem von uns steckt.
Zurück zu meinen Rückenschmerzen und den ersten Yogaerfahrungen: Mit Mitte 20 wusste ich nichts über Yoga. Ein Flyer, der für eine Mitgliedschaft in einem Fitnessstudio für nur 9,99 Dollar warb, lockte mich aber – bei diesem Preis musste ich zuschlagen, zu verlieren hatte ich nichts. Ich wusste, dass es endlich Zeit war, etwas für meinen Rücken zu tun. Da ich aber kein klassischer Geräte-Typ war, entschied ich mich dafür, einen Kurs auszuprobieren und erlebte so meine allererste Yogastunde. Ich kann mich noch ganz genau erinnern, wie unwohl ich mich in diesem Raum fühlte. Zum ersten Mal spürte ich meinen Körper auf diese Weise, einige Übungen waren schmerzhaft für mich, denn viele meiner Muskeln und Sehnen waren verkürzt. Das intensive Dehnen und das tiefe Atmen ließen zudem bei mir die Tränen fließen – auch das war mir unangenehm, denn ich konnte mir nicht erklären, warum dies passierte.
Diese eine Yogastunde hatte in mir eine Tür nach innen geöffnet, die ich am Anfang am liebsten wieder verschlossen hätte, denn das, was sich bei mir offenbarte, war ein ziemliches Chaos. Ich wollte zunächst das Abo wieder kündigen, die ganze Sache vergessen. Als ich am nächsten Morgen wieder an meinem Arbeitsplatz saß, konnte ich mich kaum konzentrieren, da ich ständig an meine erste Yoga-Erfahrung denken musste. Von diesem Tag an hatte sich in mir etwas entscheidend verändert, ich besuchte von nun an regelmäßig Yogastunden und begann, mich mit der 5000 Jahre alten Philosophie, die dahintersteckt, zu beschäftigen. Der Wunsch, ins Ursprungsland des Yoga zu reisen, wurde zu meinem selbst ernannten Ziel. Vor fünf Jahren und mit der mentalen Unterstützung meines Mannes (wie ich ihn kennengelernt habe, erfährst du gleich) wagte ich schließlich die abenteuerliche Reise nach Kerala in Indien, um mich dort ausbilden zu lassen.
Die Yoga-Ausbildung dort war für mich eine große körperliche, mentale und vor allem seelische Herausforderung. Mehrere Male dachte ich ans Aufgeben, doch mein Mann Simon motivierte mich immer wieder durchzuhalten. Im Nachhinein bin ich dankbar, dass ich mich dieser innerlichen Veränderung gestellt habe. Yoga ist ein „Work-in“ und kein „Workout“. Das ist auch das, was mich bis heute begeistert. Yoga ist ein lebenslanger Weg, denn die eigene innere Welt ist das Spannendste, das es zu erforschen gibt. Alles, was wir innerlich wahrnehmen, hat einen direkten Einfluss, wie wir unser Leben von außen sehen.
Seit ein paar Jahren mache ich täglich Yoga. Es erdet mich, gibt mir Freiheit und neue Energie, die ich vor allem jetzt als frischgebackene Mama im manchmal hektischen Alltag brauche. Ich bin wirklich dankbar für diesen Weg und für all die wundervollen Menschen, die ich dadurch kennengelernt habe. Es hat sich für mich eine neue Welt mit unendlich vielen Möglichkeiten geöffnet. Ich denke gerne daran zurück, wie ich das erste Mal aus Indien zurückkam und bei uns zu Hause anfing, für meine Freundinnen Yoga zu unterrichten. Simon hatte nämlich für mich eine Yogastunde organisiert. Am liebsten hätte ich sie abgesagt, weil die Angst, mich zu blamieren, so groß war. Diese erste Stunde war auch definitiv kein Highlight, aber es war der erste wichtige Schritt, mich meinen Ängsten zu stellen und mich auszuprobieren. Seit dieser ersten Yogastunde ist vieles passiert. Letztes Jahr war ich schließlich bereit, mein Wissen über Yoga weiterzugeben, ich startete „MY YOGA PATH“ und biete diese 200-Stunden-Yogalehrer-Ausbildung seitdem für Interessierte an. Für mich war klar, dass ich meinen Yogaweg irgendwann mit anderen Menschen teilen wollte. Mir hat Yoga vor allem Selbstliebe und Selbstvertrauen geschenkt, mir geholfen, mich anzunehmen, wie ich bin, und mir zu vertrauen, dass ich alles schaffen kann, was mich in meinem Herzen berührt. Dass ich das jetzt in einer Yoga-Ausbildung weitergeben darf, ist für mich ein großes Geschenk. Auf das Herz zu hören, macht vielleicht manchmal Angst, aber es lohnt sich immer, diesen Weg zu gehen und Neues auszuprobieren.
Wie ich Simon kennengelernt habe
Damals lebte ich noch in Los Angeles und war über Weihnachten zu Besuch in Zürich. Ich war für einen ganzen Monat bei meiner Familie und wollte auf jeden Fall sportlich aktiv sein. Eine Freundin empfahl mir ein Fitnessstudio in der Stadt, dort buchte ich ein Monatsabo, damit ich gleich am ersten Abend eine Yogastunde besuchen konnte. Leider gab es genau um diese Uhrzeit kein Yoga, sondern nur BODYPUMP. Body was? Ich war nie zuvor in so einer Stunde gewesen, aber da ich nicht der Typ Mensch bin, der gerne alleine trainiert, dachte ich mir, ich versuche einmal etwas Neues. Also betrat ich den Übungsraum, dort begrüßte mich ein Typ mit strahlend blauen Augen und einem Lächeln zum Verlieben. Er fragte mich, ob ich neu in diesem Kurs sei. Der umwerfende Typ, der mich da ansprach, war Simon, der Kursleiter, und ich spürte in diesem Moment, wie meine Knie weich wurden und ich auf einmal ganz schüchtern war.
Ein paar Tage später besuchte ich die nächste BODYPUMP-Stunde – so motiviert war ich noch nie! Ich glaube, egal, was für eine Stunde Simon unterrichtet hätte, ich wäre supermotiviert dabei gewesen – oder besser gesagt superverliebt. Mein Kopf sagte: „Nora, nein! Du wohnst doch auf der anderen Seite des Planeten.“ Aber mein Herz hörte nicht darauf und heute bin ich
