Aufrichtig aufrecht - Solveig Hoffmann - E-Book

Aufrichtig aufrecht E-Book

Solveig Hoffmann

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Beschreibung

CANTIENICA® - Methode für Körperform und Haltung ist eine seit 1997 eingetragene Bewegungsmethode. Von Benita Cantieni begründet und ständig weiter entwickelt richtet sie den Fokus auf Leichtigkeit in der Aufrichtung durch den bewusst aktivierten Einsatz der tiefen Muskelschichten des gesamten Körpers. Der Beckenboden spielt eine besondere Rolle. Aus ärztlicher Sicht entwickelt dieses Buch eine neue dynamische Auffassung der Anatomie. Eine anatomische Landkarte der Knochen und Muskeln erleichtert die Eigenwahrnehmung, die hier in zahlreichen Übungen angeleitet wird, ebenso wie die Anwendung durch Ärzte und Physiotherapeut_innen. Achtsamkeit in der Bewegung unterstützt das Gesunde in jedem Menschen. Gesundheit und Schönheit in diesem Sinn hängen genauso zusammen wie Körperform und Körperhaltung. An die Stelle therapeutischer Abhängigkeit tritt der Mut zur Eigenverantwortung. Körperhaltung und Qualität der Bewegung strahlen aus auf alle Lebensgebiete - auf das Bewusstsein, auf das seelische Befinden, auf das soziale Leben und letztendlich auch auf die Funktion der inneren Organe. Über die verblüffend erfolgreiche Anwendung in der Praxis hinaus schildert Solveig Hoffmann eigene Erlebnisse und weiterführende Gedanken über Bewegung und Bewusstsein.

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Seitenzahl: 188

Veröffentlichungsjahr: 2021

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Solveig Hoffmann

Aufrichtig aufrecht

Körperstruktur und Bewegung – Grundlagen der Cantienica-Methode

3., überarbeitete und erweiterte Auflage

Mit farbigen Graphiken von Klara Hemmerich

Mit einem Geleitwort von Benita Cantieni

Aufrichtig aufrecht

Solveig Hoffmann

Programmbereich Medizin

Solveig Hoffmann

Eridanos – Zentrum für Salutogenese

Calle Vence 35

38530 Candelaria, Spanien

[email protected]

Wichtiger Hinweis: Der Verlag hat gemeinsam mit den Autoren bzw. den Herausgebern große Mühe darauf verwandt, dass alle in diesem Buch enthaltenen Informationen (Programme, Verfahren, Mengen, Dosierungen, Applikationen, Internetlinks etc.) entsprechend dem Wissensstand bei Fertigstellung des Werkes abgedruckt oder in digitaler Form wiedergegeben wurden. Trotz sorgfältiger Manuskriptherstellung und Korrektur des Satzes und der digitalen Produkte können Fehler nicht ganz ausgeschlossen werden. Autoren bzw. Herausgeber und Verlag übernehmen infolgedessen keine Verantwortung und keine daraus folgende oder sonstige Haftung, die auf irgendeine Art aus der Benutzung der in dem Werk enthaltenen Informationen oder Teilen davon entsteht. Geschützte Warennamen (Warenzeichen) werden nicht besonders kenntlich gemacht. Aus dem Fehlen eines solchen Hinweises kann also nicht geschlossen werden, dass es sich um einen freien Warennamen handelt.

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Hogrefe AG

Lektorat Medizin

z. Hd. Susanne Ristea

Länggass-Strasse 76

3012 Bern

Schweiz

Tel. +41 31 300 45 00

[email protected]

www.hogrefe.ch

Lektorat: Susanne Ristea

Bearbeitung: Susanne Meinrenken, Bremen

Herstellung: Daniel Berger

Umschlagabbildung: Hanoch Hemmerich

Umschlag: Claude Borer, Riehen

Illustrationen Buchinhalt: Klara Hemmerich

Satz: Claudia Wild, Konstanz

Format: EPUB

3. Auflage 2021

© 2021 Hogrefe Verlag, Bern

© 2013/2015, Verlag Hans Huber, Hogrefe Verlag, Bern

(E-Book-ISBN_PDF 978-3-456-96064-7)

(E-Book-ISBN_EPUB 978-3-456-76064-3)

ISBN 978-3-456-86064-0

https://doi.org/10.1024/86064-000

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„Suchen, das ist Ausgehen von alten Beständen, ein Findenwollen von bereits Bekanntem – im Neuen finden, das ist das völlig Neue! Das Neue auch in der Bewegung. Alle Wege sind offen, und was gefunden wird, ist unbekannt. Es ist ein Abenteuer – ein heiliges Abenteuer.“

Pablo Picasso

Inhaltsverzeichnis

Widmung

Geleitwort

Vorwort zur 2. Auflage

Vorwort zur 3. Auflage

Teil 1 Ziele und Wege

1 Einleitung: Mein Weg zur Cantienica-Methode

2 Die Cantienica-Methode

3 Anatomie erleben

3.1 Herkömmliche Anatomie

3.2 Lebendige Anatomie

4 Der entzerrte Leib

4.1 Verzerrungen

4.2 Aufrichtig

4.3 Die Polyvagal-Theorie und der ventrale Vagus

5 Well-Aging

6 Körperform und Haltung

7 Schönheit und Gesundheit

8 Bewegung

8.1 Auswirkung der Bewegung

8.2 Qualität in der Bewegung

Teil 2 Eine etwas andere Anatomie

9 Der Bewegungsapparat

9.1 Knochen

9.2 Muskeln

9.3 Gelenke

9.4 Bindegewebe und Faszien

10 Die Architektur des Knochensystems

10.1 Füße

10.2 Beine

10.3 Becken

10.4 Wirbelsäule

10.5 Brustkorb

10.6 Schultergürtel

10.7 Arme und Hände

10.8 Kopf

11 Die Strömungsgebärden der Muskulatur

11.1 Fußsohle

11.2 Bein

11.3 Unterschenkel, Oberschenkel und Hüfte

11.4 Becken

11.5 Hintere Bauchwand

11.6 Vordere Bauchwand

11.7 Rücken und Hals

11.8 Brustkorb

11.9 Schultermuskulatur

11.10 Arme und Hände

11.11 Kopf

11.12 Vereinzelte Muskeln

12 Strukturen im Fasziensystem und Gebiet des ventralen Vagus

12.1 Die oberflächliche Rückenlinie (ORL)

12.2 Die oberflächliche Frontallinie (OFL)

12.3 Die Laterallinie (LL)

12.4 Die Spirallinie (SL)

12.5 Gebiet des ventralen Vagus

Teil 3 Grundprinzipien der Cantienica-Methode

13 Knochenbewusstsein

13.1 Propriozeption

13.2 Das aufgerichtete Becken

13.1 Die gute Beinachse

13.2 Die Knochen des Fußes

13.3 Die aufgespannte Wirbelsäule

13.4 Der leichte Brustkorb

13.5 Der frei getragene Kopf

13.6 Der sich selbst stabilisierende Schultergürtel

13.7 Gelöste Arme und Hände

13.8 Der Körper im eigenen Lot

14 Vernetzung aller Strukturen

14.1 Die Tiefenmuskulatur

14.2 Der Beckenboden

14.3 Vernetzte Beinmuskulatur

14.4 Die Diagonalvernetzung

14.5 Der schwebende Brustkorb

14.6 Der gerade Rücken

14.7 Wie der Nacken den Kopf trägt

14.8 Die Schultern zu den Seiten dehnen

14.9 Die tonisierte Haltung der Arme

14.10 Füße und Hände

14.11 Die sich gegenseitig tragenden Gewölbe

15 Faszien und Bewegung

16 Haltung und Organe

16.1 Bedrängte Organe

16.2 Brustkorb, Zwerchfell und Atmung

17 Kreuzgang

18 Dehnung und Vertrauen

19 Praxis ventraler Vagus

Ausblick

20 Die Göttin Ma’at

Anhang

Literaturverzeichnis

Autorenvita

Sachwortverzeichnis

|11|Geleitwort

Ich war ein zutiefst unglückliches Kind. Mein Körper übernahm mein Unglück, gab mir handfeste Gründe für das Unglücklichsein: Schmerzen, tagein, tagaus Schmerzen. Meine Wirbelsäule wuchs krumm. Das Becken stand schief, die Lendenwirbelsäule verbog sich nach rechts, die Brustwirbelsäule nach links. Sie machte auch einen Buckel und bog in ein steckengerades Stück von der oberen Brustwirbelsäule zum Hals. Der Nacken drehte sich nach rechts, der Kopf stand schief. Und alles tat weh. Immer. Die Organe litten unter den Verwachsungen, das verschobene Kreuzbein stach chronisch in den Darm, eine Niere saß nicht am richtigen Platz, der rachitische Brustkorb gab der Lunge zu wenig Raum, sie rächte sich mit schwerem Asthma, und das Herz klopfte auch nicht, wie es sollte.

Ein Kind mit Schmerzen ist nie Kind. Eine Jugendliche mit Schmerzen ist kein Teenager. Ich war Überlebende. Und wurde Kopfmensch. Tagträumen. Lernen. Denken. Später schreiben. Das waren die Tätigkeiten, die mich vom Körper ablenkten.

Selbstverständlich versuchte ich jede Therapie, von der ich hörte. Manche dieser Therapien brachte vorübergehend „Verbesserung“. Verbesserung in Anführungszeichen, weil diese Verbesserungen äußerlich waren, etwas an mir war von außen gesehen weniger krumm, weniger schief, weniger verbogen. Von innen spürbar waren diese Veränderungen nicht. Die Schmerzen wurden nicht weniger.

An einem Frühlingstag im Jahr 1993 brachte mich mein Exmann Leonardo Habegger mit dem Arzt Dr. Christian Larsen zusammen. Sie werden ihm in diesem Buch wieder begegnen. Er ist Begründer der Spiraldynamik international. Ich hatte eine sündhaft teure Masterlizenz für eine damals populäre Fitnessmethode gekauft und merkte gerade, dass die Anatomie, die der Methode zugrunde lag, nicht funktionierte, meine Schmerzen also mehr wurden.

Wir arbeiteten zusammen an meinem Körper, und Christian Larsen gab mir an diesem Nachmittag zwei entscheidende Anstöße: Er stieß mich, buchstäblich, mit seinen Fingern, auf die Tiefenmuskulatur (Beckenboden), und er sagte den Satz, der mein Leben veränderte. „Was, wenn du die Skoliose nicht hast, sondern machst?“

Dieser Satz zündete ein Feuerwerk in meiner Denkstruktur, und nach diesem Hirnbrand war ich verändert. Dieser Satz katapultierte mich aus der Opferrolle: |12|Wenn hinter meinem Krummsein, wenn hinter meinen Schmerzen ein aufrechter, schmerzfreier Körpermensch lebte, so musste ich zu diesem Menschen vordringen.

In den Stunden und Tagen nach dieser ersten Begegnung mit Christian entstand vor meinem inneren Auge mein gerades Gegenstück, die Vision eines Paradieskörpers mit orgelpfeifengerader Wirbelsäule, mit offenen, gesunden Gelenken, mit freien Knochen, mit Füßen und Händen, die sich gern bewegten.

Ich fand diese Vision verkörpert in Kleinkindern. Gesunde, fröhliche Kleinkinder haben einen aufgespannten, elastischen Körper, der ihnen den Schwung für Spiel und Spaß ermöglicht, der ihre Emotionen in allen Schattierungen ausdrückt. Und immer in eine neutrale Aufrichtung zurückfindet.

In dieser neutralen Aufrichtung ist alles gleich lang, die Knochen und Gelenke stellen den Muskeln die Grunddehnung zur Verfügung. Nichts geht auf Kosten von etwas anderem. Alles ist mit allem vernetzt. Alles beeinflusst alles. Im Guten wie im Falschen.

So ein Bild entstand in meinem Kopf. Die Vision eines erwachsenen Kinderkörpers. Ich habe mir nie überlegt, wie sehr ich mich diesem Traumkörper, diesem Ideal annähern könnte. Ich fing einfach an.

Vier Jahre später war ich vier Zentimeter gewachsen. Meine Skoliose war von außen nicht mehr sichtbar. Mein Kopf stand gerade. Meine Füße waren kraftvoll und beweglich. Ich hatte schmerzfreie Phasen. Es kamen neue Schmerzen, sie kamen vom Umbau. Ich begann mit meinen Schmerzen zu sprechen, führte ein Schmerztagebuch, lernte Entwicklungsschmerzen von Schmerzschmerzen zu unterscheiden.

Und begründete meine eigene Methode. Eine Anleitung zur Selbstheilung für Verrückte wie mich. Eine Anleitung zur Selbstheilung für Menschen, die genug davon hatten, Opfer zu sein. Die den Mut hatten, den Bauplan ihres Körpers zu ergründen.

Interessanterweise kamen von Anfang an sehr viele Physiotherapeuten, Atemtherapeuten, Osteopathen in die Ausbildungen. Weil meine Methode etwas bietet, was andere nicht bieten: Die Aussicht auf Annäherung an den perfekten eigenen Körper. Die Aussicht auf das Unmögliche.

2005 kam Solveig Hoffmann, Ärztin, nach Zürich in die Grundausbildung CANTIENICA®-Beckenbodentraining. Sie erfahren in diesem Buch, was sie dazu bewegte. Ich hatte mich bis dahin daran gewöhnt, dass „Schulmediziner“ alles, was ich schrieb und sagte, in Bausch und Bogen verdammten. Oder das eine als Genialität priesen, anderes als Unfug bezeichneten. Für mich zählen Logik und Wirkung.

Mein Körper näherte sich meiner Vision des erwachsenen Kinderkörpers immer mehr, immer schneller, eröffnete mir Möglichkeiten, die ich mir in den kühnsten Visionen nicht auszumalen gewagt hatte, und die vielen tausend Menschen, mit denen ich direkt oder indirekt arbeitete, bewiesen: Es brauchte diese neue Anatomie, die sich nicht am Toten misst, sondern am Lebendigen.

|13|Solveig Hoffmann brachte mir vom ersten Moment jene Offenheit und jene Skepsis entgegen, die alles möglich macht im Zusammendenken und Zusammenarbeiten. Sie ermutigt mich, meinen Weg unbeirrbar weiter zu gehen und macht mich genauso auf Denkfehler aufmerksam. Ich bin hundertprozentige Autodidaktin und Empirikerin. Solveig Hoffmann ist außergewöhnlich, als Mensch und als Ärztin. Sie kennt die zurzeit gültigen morphologischen Annahmen und Grundlagen. Und sie ist offen für neues Denken auf allen Gebieten. Auf diesem Humus denkt sie meine Ideen weiter, prüft sie in ihrer Praxis in Teneriffa. Solveig Hoffmann ist aufgeschlossen für neue Entwicklungen in Medizin und Therapie. Sie probiert aus, vergleicht ohne Scheuklappen, sie integriert in ihr verbundenes Weltbild, was hineinpasst und verwirft, was sich nicht bewährt. So arbeiten wir beide für eine Gesundheitsprävention, die wahrhaftig Prävention im Sinn hat, und nicht das Geschäft mit der Krankheit.

In diesem Sinne: Viel Freude und viele Aha-Erlebnisse bei der Lektüre von „Aufrichtig aufrecht“.

Herzlich, Ihr glückliches Körperkind

Benita Cantieni

www.cantienica.com

|14|Vorwort zur 2. Auflage

In der ersten Auflage dieses Buches stand noch: „Das Thema Faszien wird in dem Buch nicht berücksichtigt.“

Das wissenschaftliche Interesse für Bindegewebe und Faszien hat in den letzten Jahren sprunghaft zugenommen, und inzwischen ist es in der Bewegungsforschung ein etablierter Faktor geworden. Was früher als Füllmaterial zwischen den wichtigen Organen und Geweben galt, wurde zum Träger für Information, organisches Gedächtnis und Energiespeicher aufgewertet. Es ist inzwischen bekannt, dass Sport und aktive Bewegung sich auf das Bindegewebe auswirken. Und umgekehrt: Die Faszien wiederum haben eine eigenständige, bis vor einigen Jahren unbekannte Bedeutung für Bewegung. Tomas M. Myers, eine führende Persönlichkeit in der Faszienforschung und Autor des Buches Anatomy Trains, bezeichnet die Faszienforschung als die Herausforderung des 21. Jahrhunderts.

In der 2. Auflage dieses Buches versuchte ich, das Thema Bindegewebe und Faszien zu integrieren. Bei meiner Beschäftigung mit diesen Themen dachte ich oft: Die Bewegungs-Prinzipien, die sich aus der Forschung zu diesen Themen ergeben, sind in der Cantienica-Methode schon enthalten. Benita Cantieni sagt: „Ich habe es immer gewusst, dass sie – die Faszien – bei meiner Körperarbeit direkt aus den Knochen wesentlich sind.“ Das Erleben der körperweiten Vernetzung – der Wirkung einer kleinen Bewegung auf entfernte Körperteile – gehörten von Beginn an zum Kern der Cantienica-Methode.

Eine bestimmte Art des Denkens – den Blick auf Einzelheiten zu richten, auf Zahlen, Produkte, auf Ergebnisse, und nicht auf das, was dazwischen geschieht –, ist ja immer noch in vielen Lebensgebieten verbreitet. Als Beispiele nehme ich willkürlich die Landwirtschaft. Erträge zählen, das Gewicht des Masttieres, das Verhältnis von Nutzland und Brachland, die Zugänglichkeit für große Maschinen. Die Hecken werden weggemäht. Sie stören den Ablauf für die Maschinen, nehmen unnütz Platz weg, machen dazu noch Arbeit ohne messbaren Ertrag. Dass dann der Wind zum Feind wird, die Vögel keinen Lebensraum haben, der Erholungswert einer Landschaft für den Menschen schwindet, das ist dann eine überraschende Erfahrung.

|15|Nun, alles ist im Fluss. Auch das Denken wandelt sich. Inzwischen wird viel nach Zusammenhängen gefragt, nach Prozessen und Abhängigkeiten. Das Bindegewebe im wörtlichen und übertragenen Sinn wird auf vielen Ebenen interessant.

Die Beschäftigung mit der Faszienforschung war für uns bereichernd. Gefreut habe ich mich über einen wichtigen Gedanken aus Anatomy Trains von Thomas W. Myers: Er beschreibt, dass die Art, wie das Messer beim anatomischen Präparieren geführt wird, darüber entscheidet, was als Struktur dargestellt wird. Ich zitiere: „Man könnte hinterfragen, ob ein ‚Muskel‘ überhaupt eine nützliche Unterteilung der dem Körper eigenen Kinesiologie ist.“ (Myers, 2010, S. 2). „Tatsächlich gibt es nur einen Muskel, der in 600 faszialen Taschen herumlungert.“ (Myers, 2010, S. 53)

In diesem Buch werden nicht alle Einzelheiten und Ergebnisse der Faszienforschung berücksichtigt. Wer tiefer in das Thema einsteigen möchte, kommt nicht umhin, sich mit der entsprechenden Fachliteratur zu beschäftigen.

Da ich es liebe, mich auch gedanklich zu vernetzen, hier ein Gedanke von Albert Einstein (aus Autobiographisches):

Eine Theorie ist desto eindrucksvoller, je größer die Einfachheit ihrer Prämissen ist, je verschiedenartigere Dinge sie verknüpft und je weiter ihr Anwendungsbereich ist. (zit. n. Whicher, 1989, S. 105)

Ich finde, das passt hervorragend zu dem Thema Bindegewebe.

Solveig Hoffmann

|16|Vorwort zur 3. Auflage

Als die Anfrage des Verlages an mich kam nach einer erweiterten Neuauflage, wusste ich schnell, dass ich den „ventralen Vagus“ in die 3. Auflage integrieren möchte. Aufrichtig aufrecht in unserer Zeit braucht einen aktiven ventralen Vagus. In dieser dritten Auflage wird das Thema Polyvagal-Theorie kurz erklärt und an einigen Stellen erscheinen Hinweise auf den ventralen Vagus.

Der ventrale Vagus wird manchmal auch Selbstheilungsnerv genannt.

Ich hatte seit meiner Berührung mit der Polyvagal-Theorie schon einiges daraus in meine praktische Arbeit im Unterricht einfliessen lassen, wie einen weichen Teppich als Untergrund meines Sprechens und Handelns. Oft liess ich die Teilnehmerinnen zu Beginn einer Stunde ein langes rollendes Rachen RRRR gurgeln. Ich achtete unter einem nun weiteren Gesichtspunkt sehr genau auf die Kopfposition und betonte die Aufspannung des Zwerchfells. Das hatte ich davor auch getan, es gehört zu den Grundprinzipien der Cantienica-Methode. Nun war ein neuer Fokus dazu gekommen.

Die Polyvagal-Theorie von Stephen W. Porges will zeigen, wie sich unser autonomes Nervensystem verhält, wenn wir uns sicher fühlen. Es ist der herrliche Schritt, vom Überleben zum Leben zu kommen, unsere Physiologie auf der Grundlage gefühlter Sicherheit zu verwandeln und damit einen grossen Beitrag zur individuellen und gesellschaftlichen Gesundheit zu ermöglichen.

„Die Aktivität des ventralen Vagus ist für jeden von uns und für die ganze Welt gut.“ (Deb Dana, 2019, S. 40)

„Wir selbst müssen den Weg gehen.“ Buddha (Deb Dana, 2019, S. 89)

Als diese dritte Auflage fertig ausgearbeitet war und an den Verlag geschickt werden sollte, wurde die Welt überrascht von der sogenannten Corona-Krise. Angst statt Sicherheit, Überleben statt Leben, Isolation statt Kommunikation beschäftigt die Menschheit. Beim abschließenden Durchlesen des überarbeiteten Textes kam mir sogar die Frage, ob ich den ventralen Vagus wieder rausnehmen sollte. Da hatte ich |17|die Gelegenheit, ein Interview mit Stephen W. Porges zu sehen/hören zur aktuellen Situation. Mit warmer Stimme und offenem, freundlichen Gesicht betonte er das Paradoxon: die Isolation, um die Pandemie einzudämmen und die Notwendigkeit für unser Nervensystem, Kontakt zu anderen Menschen zu haben. Es ist wichtig für unsere Gesundheit, uns verbunden zu wissen. Wiederholt riet Porges dazu, oft zu telefonieren und zu chatten, Stimmen zu hören und Gesichter zu sehen, mit denen man kommuniziert. Sich verbunden wissen als urmenschliches Bedürfnis. Mailen findet er nicht ausreichend. Natürlich sei es besser, in einem Raum mit einem Menschen zu kommunizieren, aber wenn das nicht geht, seien die uns zur Verfügung stehenden Mittel auszunützen. Porges verkörpert die Entscheidung, den ventralen Vagus zu pflegen, auch unter schwierigen Verhältnissen.

Und so blieb der ventrale Vagus im Manuskript, das Wissen um die Funktionen und vor allem um die bewusste Pflege dieses Systems für soziales Engagement gehört vielleicht noch mehr in die Zeit nach der Corona-Krise.

Als ich darüber mit Benita Cantieni kommunizierte, schrieb sie: „Corona verändert unser Leben für immer, schafft eine neue Welt.“

Solveig Hoffmann, Candelaria, März 2020

|19|Teil 1 Ziele und Wege

|21|1  Einleitung: Mein Weg zur Cantienica-Methode1

Im Jahr 1998 stand ich in einem Buchladen und sah ein Buch, dessen Titel mich interessierte: Tigerfeeling – Das sinnliche Beckenbodentraining von Benita Cantieni. Ich kaufte es aus fachlichem Interesse. Als niedergelassene Frauenärztin war der Beckenboden bzw. die Schwäche des Beckenbodens ein tägliches Thema in der Praxis.

Die sogenannte Blaseninkontinenz – unfreiwilliger Urinabgang –, zuerst bei Belastung, dann auch einfach so, ist eines der Symptome einer Beckenbodenschwäche. Sie ist sehr unangenehm und lästig. Sie tritt etwas häufiger auf bei Frauen, besonders nach mehreren Entbindungen, in höherem Alter aber auch bei vielen Männern.

Bei dem Symptom Inkontinenz wird oft der Beckenboden auf verschiedene Weise behandelt: mit gymnastischen Übungen, elektrischer Stimulation, Operationen. Der Effekt dieser Therapien ist manchmal nicht ausreichend oder nicht anhaltend.

Neben der Blaseninkontinenz hat die fehlende Aktivität im Bereich des Beckenbodens noch zahlreiche andere Auswirkungen: Rückenprobleme, Gelenkerkrankungen, Organsenkungen und andere. Das wird beim Lesen des Buchs, das Sie gerade in den Händen halten, immer deutlicher werden. Behandelt wird dann meist die Auswirkung – zum Beispiel die Hüftgelenksarthrose –, nicht die fehlende Aktivität im Bereich des Beckenbodens.

Zurück zu 1998: Ich begann „Tigerfeeling“ zu lesen, lachte am Anfang über den versteckten Humor und die unverblümte Offenheit der Autorin. Bei den Übungsbeschreibungen wunderte ich mich damals. Ich selbst hatte meinen Patientinnen den Beckenboden bis dahin anders erklärt und auch anders zum Üben angeleitet.

|22|Ich versuchte, die Übungen aus dem Buch selbst zu machen. Zuerst war es gar nicht einfach, die Muskeln so zu aktivieren, wie es Benita Cantieni beschreibt. Ich brauchte eine Weile, um mein Bewusstsein dahin zu lenken, wo – sehr ungewohnt – der Beckenboden sein soll. Dann, nach kurzer Zeit, bemerkte ich ein neues Beckenbodengefühl. Ganz anders als das Trainieren der äußeren Schichten des Beckenbodens wird mit den Übungen aus „Tigerfeeling“ die innerste Schicht, der Musculus levator ani, bewusst gemacht und aktiviert. Zuerst merkte ich nur wenig. Nach ein paar Tagen wurde es immer eindeutiger. Es fühlte sich gut an. Auch ohne Beckenbodenprobleme tat diese Art, mit dem Körper zu arbeiten, einfach gut.

Ich begann in meiner Praxis, den Patientinnen mit „Beckenbodenschwäche“ kurz das neue Prinzip zu erklären, empfahl das Buch und bestellte die Betroffenen nach drei Wochen zur Kontrolle. Das Tiger-Training wirkte. Wer wirklich übte, half sich selbst. Die Beschwerden ließen nach und auch der Untersuchungsbefund wurde besser. Schön. Sehr schön!

Damals forschte ich nicht weiter nach Informationen über die Cantienica-Methode oder nach Folgebüchern. Ich war zufrieden mit dem, was ich gefunden hatte. Jahre später, Anfang 2005 und damals auf Lanzarote, saßen wir in einer kleinen Gruppe zusammen: Mein Kollege und Freund Dr. med. Fritz Hemmerich, seine Frau Annette Hemmerich, Mal-, Stimm- und Feedback-Therapeutin, Anna van Zelderen, Physiotherapeutin und rhythmische Masseurin, und ich. Wir sprachen über Herzkohärenz. HRV (heart rate variability: Variabilität des Herzschlags) ist eine gut erforschte und sehr wirksame Methode, um im Feedback-Verfahren die Kohärenz und die Variabilität des Herzrhythmus zu steigern. Kohärenz und Variabilität des Herzrhythmus wiederum haben einen Effekt auf den Gesundheitszustand des ganzen Körpers. Nehmen beide zu, können Krankheitssymptome zurückgehen. Das gilt für verschiedene Symptome und Erkrankungen, nicht nur sogenannte Herzprobleme. Damals wusste ich noch nicht, dass HRV eine wichtige Rolle bei dem Thema ventraler Vagus spielt.

Fritz Hemmerich beschäftigte sich sehr intensiv mit HRV. Er erzählte, wie durch bewussten und gezielten Einsatz des Beckenbodens die Variabilität des Herzrhythmus schnell zunimmt. Die Variabilität ist ein Indikator für die zur Verfügung stehende Lebensenergie (und die Aktivität des ventralen Vagus). Das ist erstaunlich: Die Aktivierung des Beckenbodens steigert ohne Medikamente, ohne Kurmaßnahmen, ohne sonstige Therapie sofort die zur Verfügung stehende Energie. Wir sprachen ausführlich über dieses Phänomen und kamen dann auf „Tigerfeeling“ zu sprechen. In diesem Zusammenhang entdeckten wir die Cantienica-Methode noch einmal. Vieles hatte sich methodisch verändert, war feiner geworden in den vergangenen Jahren. Bei „Tigerfeeling“ geht es um viel mehr als nur um den Beckenboden. Das merkte ich jetzt erst.

Im Sommer desselben Jahres hatte ich nacheinander drei Erlebnisse, die mich von der Wirksamkeit der Cantienica-Methode noch mehr überzeugten (Ich hatte |23|mir inzwischen das „Tigerfeeling“ der zweiten Generation bestellt und übte wieder danach.)

Das erste Erlebnis verschaffte mir eine Sängerin mit Rücken- und Hüftbeschwerden. Wir sprachen lange über den Einsatz der inneren Beckenbodenschicht. Ich lieh ihr mein „Tigerfeeling“ aus, und sie übte an einem Tag mehrere Stunden. Ihr Rücken veränderte sich dabei so stark, dass ich bei der nächsten Untersuchung nach einigen Tagen kurz dachte, ich hätte die Patientin verwechselt.

Das zweite Erlebnis war die seelische Wirkung der Übungen bei einer Frau mit Depressionen. Sie beschrieb nach einigen Tagen intensiven Übens, wie anders sie ihren Körper jetzt wahrnehme und wie gut ihr das tue. Sie fühlte einen neuen Halt und eine Kraftquelle im Bauch und merkte, wie positiv das auf ihre Gemütslage wirkte.

Besonders eindrücklich war eine Patientin, die jedes Jahr wegen Rückenschmerzen in unser Therapiehaus kam. Wir behandelten sie mit lokaler Hyperthermie (mit einem Gerät, das eine aktive Erwärmung in allen Schichten des behandelten Körperbereichs anregt und deswegen zu einer Tiefenentspannung führt). Anschließend ging es ihr immer einige Monate gut. Damit war sie zufrieden gewesen. Andere Therapien hatten bis dahin nicht so lange geholfen. In diesem Jahr kam sie, begrüßte mich freudig und sagte, sie brauche jetzt keine Hyperthermie mehr, sie trainiere mit der Cantienica-Methode.

Im Dezember 2005 begann ich selbst mit der Ausbildung Cantienica-Beckenbodentraining. Gleich nach dem ersten Baustein setzten wir die Methode therapeutisch ein. Die rasche Wirkung bei Haltungsschwächen, Rückenschmerzen und Gelenkproblemen war eine Freude für alle Beteiligten.

Innerhalb von zwei Jahren machte ich dann die ganze Ausbildung in Zürich. Ich gab Kurse in kleinen Gruppen – schwerpunktmäßig wendete ich die Methode in Einzeltherapien an. Dabei gab es oft schöne Überraschungen.

Auch ich selbst profitierte zunehmend von den Übungen. Ich hatte auch bei schwerer körperlicher Arbeit keine Rückenschmerzen mehr, insgesamt mehr Kraft, wurde beweglicher, 2,5 cm größer usw.

In der Arbeit mit meinen Patientinnen und Patienten war es beeindruckend zu erleben, wie schnell sich anatomische Strukturen verändern können, wie sich die Aufrichtung optimiert, die Wirbelsäule streckt, abgenutzte Gelenke heilen können und wie ein erwachsener Mensch die Altersschrumpfung aufhalten kann und seine Ursprungsgröße wieder gewinnt.

Aufrichtig aufrecht: Die Aufrichtekraft ist ein Schwerpunkt-Thema von Benita Cantieni. Die Aufrichtekraft im Körper formt mit an Wirbelsäule, Becken, Gliedmaßen, Schädel, sie wirkt auf die Organfunktionen, Gesamthaltung und Ausstrahlung eines Menschen. Wenn wir sie nicht bewusst pflegen und üben, geht sie uns heute immer mehr verloren. Wir werden zunehmend selbst dafür verantwortlich, den eigenen Körper aufrecht zu halten.

|24|Darüber hinaus hat die Aufrichtekraft auf verschiedenen anderen Ebenen eine Bedeutung. Aus seelischen niedergedrückten Stimmungen sich aufzurichten, aus sozialen Gruppenzwängen auszutreten, aus einer biografischen Krise gestärkt und authentisch hervorzugehen − das alles erfordert Achtsamkeit, Mut, Bewusstsein von sich und der eigenen Beeinflussbarkeit, und die Gewissheit der Veränderbarkeit.

In diesem Buch geht es hauptsächlich um den aufrechten menschlichen Leib. Aber auch die gerade genannten anderen Ebenen spielen eine Rolle. Die „Aufrichtethemen“ sind nicht isoliert voneinander; sie hängen zusammen. Es ist wie ein Gewebe aus verschiedenen Farben. Wer sich biografisch aufgerichtet hat, hat auch eine bessere Haltung. Sich körperlich aufzurichten ohne den Mut, gesehen zu werden, ohne Bejahung der eigenen Mängel − das geht nicht.

Das Buch ist ein persönliches Buch über einige meiner Erfahrungen, Erlebnisse und Gedanken mit dieser schönen Körperarbeit. Es erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit. Wer tiefer einsteigen möchte in die Methode, findet in den Büchern von Benita Cantieni zahlreiche weitere Gesichtspunkte und vor allem Übungsanleitungen. Einige Verknüpfungen zu anderen Lebensgebieten haben sich mir beim Schreiben ergeben.

Zum Thema „der aufrechte Körper“ finden Sie grundlegende anatomische Überlegungen sowie Gedanken darüber, wie diese Methode die „Schulanatomie“ erweitern könnte.

Das Buch will Sie auch anregen, Strukturen in Ihrem Körper besser zu erleben, sie wahrnehmen, ausrichten und einsetzen zu können. Es will Ihnen Mut machen, die Verantwortung für sich zu übernehmen, besonders für Ihren Körper, Ihre individuelle Gesundheit, Ihre Einmaligkeit: Mut, sich nicht vorgefertigten Meinungen oder Diagnosen zu unterwerfen.

Einige prinzipielle Übungshinweise zum Ausprobieren finden Sie in den Kapiteln eingestreut. Das Buch ist aber nicht als Übungsbuch gedacht. Übungsbücher finden Sie reichlich unter www.shop.cantienica.ch.

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