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Dieses Buch ist ein leiser Begleiter für dunkle Zeiten. Es richtet sich an Menschen, die mit Verlust, Schmerz oder innerer Leere ringen und jenen Moment kennen, in dem nichts mehr Halt zu geben scheint. In poetischen Texten und stillen Bildern schenkt es Raum für das Zerbrechliche, öffnet Wege zu neuer Zuversicht und lädt dazu ein, sich selbst neu zu begegnen. Ohne zu erklären, spendet es Trost. Ohne zu benennen, erinnert es an das, was in uns wirkt, auch dann, wenn wir es nicht spüren. Die Texte öffnen Türen zur Stille, zu Selbstfürsorge und zur tiefen Verbindung mit dem Leben, der Natur und dem, was größer ist als wir. Mit begleitenden Übungen lädt dieses Buch nicht nur zum Lesen, sondern auch zum Innehalten ein. Es ist eine Einladung, dem eigenen Weg wieder zu vertrauen: sanft, achtsam und offen für Wandlung.
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Seitenzahl: 54
Veröffentlichungsjahr: 2025
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Für Varvara
die Schwester eines lieben Freundes,
deren Leben gerade
aus den Fugen gerät
Ein stilles Wort zu Beginn
Übung: Das leise Schreiben
Wenn alles zerfällt
Übung: Raum für das Zerbrechliche
Die Stille, in der etwas spricht
Übung: Eine Minute bewusster Stille
Du bist getragen
Übung: Der unsichtbare Strom
Die Flamme in Dir
Übung: Das innere Licht berühren
Der Ruf der Wandlung
Übung: Die Schwelle benennen
Das Licht am Morgen
Übung: Das leise Aufleuchten
Ein stiller Segen
Wenn Worte schwerfallen und das Herz schweigt, braucht es manchmal keine laute Antwort, sondern nur ein stilles Dasein. Dieses Buch will kein Ratgeber sein, kein Lösungsbuch, kein Wegweiser mit festen Regeln. Es ist ein Begleiter – nicht mehr, aber vielleicht auch nicht weniger. Es tritt an deine Seite in einer Zeit, in der vieles zu viel ist und anderes zu fehlen scheint. In der Menschen sprechen und du nichts sagen willst. In der Ratschläge wie Steine auf der Brust liegen und selbst der Trost in wohlmeinenden Worten an dir vorbeifließt, als wären sie nicht für dich bestimmt.
Dieses Buch will nicht erklären. Es will dich nicht überzeugen, nichts von dir fordern. Es ist da, wie eine kleine Flamme, die nicht wärmt, aber erinnert, dass es Wärme gibt. Vielleicht ist da ein Teil in dir, der sich nach Ruhe sehnt – nach einem Gedanken, der nicht laut ist, sondern weich. Nach einem Gefühl, das nicht überwältigt, sondern trägt. Genau diesem Teil ist dieses Buch gewidmet. Es spricht nicht die lauten Stimmen in deinem Kopf an, nicht die, die alles ordnen oder kontrollieren wollen. Es spricht die leise Stimme an, die darunter liegt – die, die weiß, dass auch Dunkelheit ein Teil des Weges ist. Und dass es nicht darum geht, sie zu besiegen, sondern ihr zu begegnen.
Vielleicht bist du gerade in einem Abschnitt deines Lebens, in dem du dich fremd fühlst in der Welt. Vielleicht hast du etwas verloren, das dir Halt gegeben hat. Vielleicht stehst du an einem Punkt, an dem du nicht weißt, wie es weitergeht. Und vielleicht stellst du dir Fragen, auf die es keine klaren Antworten gibt. Dieses Buch wird sie dir nicht geben – aber es kann dich daran erinnern, dass es nicht immer Antworten braucht. Manchmal genügt es, einen Raum zu öffnen, in dem du still sein darfst. Ohne Druck. Ohne Richtung. Einfach so.
Denn da ist in dir etwas, das mehr weiß als dein Verstand. Etwas, das nicht laut denkt, sondern still fühlt. Etwas, das nicht erklärt, sondern versteht. In diesem Etwas liegt eine Weisheit, die dich tragen kann – auch wenn alles andere zu wanken scheint. Dieses Buch ist ein Versuch, dich in Kontakt mit diesem inneren Wissen zu bringen. Nicht durch Lehren, sondern durch Bilder. Nicht durch Dogmen, sondern durch Erinnerung.
Wenn du magst, beginne mit einem tiefen Atemzug. Nicht, weil er etwas ändert. Sondern weil er dich für einen Moment mit dir selbst verbindet. Vielleicht wirst du beim Lesen spüren, dass du nicht allein bist. Nicht, weil jemand neben dir sitzt, sondern weil du erkennst: Es gibt in allem, was lebt, eine Strömung, die trägt. Auch dich. Gerade dich. Und vielleicht ist das genug für den ersten Schritt.
Dieses Buch ist kein Ziel. Es ist ein Pfad, der sich mit jedem Umblättern weiter entfaltet. Du musst ihn nicht in einem Zug gehen. Geh ihn in deinem Tempo. Pausiere, wo du möchtest. Kehre zurück, wenn dir danach ist. Und vergiss nicht: Auch wenn du es nicht spürst – du gehst nicht allein. Manche Wege sind still. Aber es sind dennoch Wege, die dich führen.
Und so sage ich Dir: „Willkommen!“. Willkommen auf deinem Weg des Trostes. Möge er Dir Erleichterung und Hoffnung bringen, da, wo Du sie brauchst.
Dein Markus
Diese Übung ist eine Einladung, dem eigenen Inneren in stiller, urteilsfreier Weise zu begegnen. Es geht nicht darum, etwas „Schönes“ oder „Sinnvolles“ zu schreiben, sondern vielmehr darum, Worte fließen zu lassen, wie sie kommen – als Zeichen dessen, was in dir lebt, ohne dass du es analysierst oder veränderst. Es ist ein Moment der Verbundenheit mit dir selbst, ganz still und geschützt.
Was du brauchst:
Einen ruhigen Ort, an dem du ungestört bist
Ein Blatt Papier (idealerweise handschriftlich, kein digitales Gerät)
Einen Stift, den du gern in der Hand hältst
Die Anleitung
1. Zur Ruhe kommen
Setze dich an einen ruhigen Platz, lege das Papier vor dich und halte den Stift bereit. Wenn du möchtest, zünde eine kleine Kerze an – als Zeichen dafür, dass du dir selbst nun einen bewussten Moment schenkst. Schließe für einen Moment die Augen. Atme tief ein und aus. Spüre, wie du in diesem Moment ganz bei dir ankommst.
2. Die innere Tür öffnen
Stelle dir nun vor, dass in dir ein stiller Raum existiert – ein Ort jenseits von Lautstärke, Hektik und Anforderungen. Dort wohnt alles, was dich gerade bewegt: Gedanken, Gefühle, Erinnerungen, vielleicht auch eine tiefe Stille. Sage dir innerlich: „Ich erlaube allem, da zu sein.“
3. Beginne zu schreiben
Öffne die Augen. Setze deinen Stift auf das Papier – und schreibe einfach. Ohne Plan, ohne Ziel. Du kannst mit einem Wort beginnen, einem Satz, einem Bild, das in dir aufsteigt. Schreibe ohne nachzudenken. Es gibt kein „richtig“ oder „falsch“. Du darfst in der Ich-Form schreiben oder ganz frei. Wenn dir nichts einfällt, dann schreibe: „Ich weiß nicht, was ich schreiben soll…“ und beobachte, was danach kommt.
4. Halte den Fluss
Schreibe mindestens fünf Minuten, gerne auch länger. Versuche in dieser Zeit, nicht abzusetzen oder zu überlegen. Lasse deinen Stift die Gedanken führen – als würden deine Hände das sprechen, wofür dein Kopf keine Worte findet.
5. Beende das Schreiben bewusst
Wenn du spürst, dass dein Inneres ruhiger wird oder dass deine Hand von selbst innehält, lege den Stift behutsam zur Seite. Schließe erneut kurz die Augen. Atme tief ein. Nimm wahr, wie du dich jetzt fühlst – ohne zu bewerten.
6. Das Geschriebene ruhen lassen
Lies den Text nicht sofort. Falte das Blatt zusammen oder lege es unter ein Buch. Es geht nicht darum, was dort steht, sondern darum, dass du dich geöffnet hast. Vielleicht wirst du es nie lesen – das ist in Ordnung. Vielleicht wirst du es später in die Hand nehmen und erkennen, dass es ein stiller Zeuge deines inneren Weges war.
Abschluss
