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In diesem Klassiker der Hochschullehre aus dem Jahr 2001 wird die Außenwirtschaft verständlich erklärt der Blickwinkel der Unternehmen steht dabei im Mittelpunkt. Dieses Buch wendet sich an alle, die insbesondere aus unternehmerischer Sicht mit Fragen der Außenwirtschaft befasst sind. Unter Verzicht auf abstrakte Theorie gibt der Autor einen Überblick über die wichtigsten Problemkreise des Außenhandels, darunter die Markterschließung, das Marketing, die Organisation, die Finanzierung, die Kaufvertragsgestaltung, die INCOTERMS, die Zahlungsbedingungen, das Währungsrisiko, das Zollrecht und die Exportkontrolle. All dies macht dieses Buch zu einer Fundgrube für Importeure und Exporteure. Zahllose Beispiele und Praxistipps in allen Abschnitten ergänzen das Wissen für den unternehmerischen Alltag. Die erste Auflage dieses Buches wurde deshalb vom Bundesverband Deutscher Unternehmer (BDU) zum Fachbuch des Jahres 1995 gewählt. Die zweite Auflage dieses Buches ist im Jahr 2001 im Verlag Lucius und Lucius in der utb-Reihe erschienen. Es handelt sich bei diesem Buch um den unveränderten Nachdruck eines herausragenden Werks der deutschen Lehrbuchliteratur, das nun in der Reihe Klassiker der Hochschullehre in der UVK Verlagsgesellschaft mbH erscheint. Professor Altmann ist erfolgreicher Lehrbuchautor und betreute den Lehrstuhl International Finance an der ESB Business School, Reutlingen University.
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Seitenzahl: 1285
Veröffentlichungsjahr: 2017
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Autor | Professor Dr. Jörn Altmann betreute den Lehrstuhl International Finance an der ESB Business School, Reutlingen University.
Buch und Reihe | Dieses Buch ist im Jahr 2001 im Verlag Lucius und Lucius in der utb-Reihe erschienen. Es handelt sich bei diesem Buch um den unveränderten Nachdruck der zweiten Auflage eines herausragenden Werks der deutschen Lehrbuchliteratur, das nun in der Reihe Klassiker der Hochschullehre in der UVK Verlagsgesellschaft mbH erscheint. Weitere Klassiker finden Sie unter www.uvk.de/klassiker.
Ein Lehrbuch «Außenwirtschaft für Unternehmen» zu schreiben, ist eine sehr schwierige Aufgabe. Viele Probleme sind gleichzeitig für praxisorientierte unternehmerische Überlegungen von Bedeutung, und die diversen Aspekte werden üblicherweise in einer Vielzahl von spezialisierten Arbeiten ausführlich behandelt. Mein Anspruch, die große thematische Breite mit der notwendigen fachlichen Tiefe zusammenzufassen, ergibt eine Schwierigkeit, die sich folgendermaßen umreißen läßt:
«Die Wissenschaft, sie ist und bleibt,
was einer ab vom andern schreibt.
Doch trotzdem ist, ganz unbestritten,
sie immer weiter fortgeschritten.
Der Leser, traurig aber wahr,
ist häufig unberechenbar:
Hat er nicht Lust, hat er nicht Zeit,
dann gähnt er: «Alles viel zu breit!»
Doch wenn er selber etwas sucht,
was ich, aus Raumnot, nicht verbucht,
wirft er voll Stolz sich in die Brust:
«Aha, das hat er nicht gewußt!»
Man weiß, die Hoffnung wär’ zum Lachen,
es allen Leuten recht zu machen.»
Eugen Roth1
Im Vordergrund des Buchs steht die Ausrichtung auf Probleme, die tagtäglich in der unternehmerischen Praxis eine Rolle spielen. Dem interessierten Leser soll damit eine Hilfestellung angeboten werden, sich über die zum Teil sehr verflochtenen und oft schwer zugänglichen Details und Zusammenhänge zu informieren. Dies schließt auch die Klärung von Begriffen ein, die sich für den Nichtfachmann leicht zu einer unüberwindlichen oder abschreckenden Sprachbarriere auftürmen können.
Im Anschluß an dieses kurze Vorwort findet sich eine Übersicht über die thematischen Hauptgebiete, gefolgt von einem detaillierten Inhaltsverzeichnis. Ein ausführliches Stichwortregister am Schluß des Buchs soll das suchende Auge unterstützen, eine Vielzahl von Abbildungen das lesende Auge entspannen und den Praxisbezug unterstreichen.
Das Manuskript dieser Neuauflage wurde inhaltlich weitgehend im Juni 2001 abgeschlossen. Die Fachgebiete, die für die unternehmerische Außenwirtschaft von Bedeutung sind, zeichnen sich aber durch eine ausgesprochene Veränderungsfreudigkeit aus. Es ist daher unmöglich, ein Fachbuch in diesem Bereich zu publizieren, das wenigstens am Tag der Veröffentlichung auf dem allerletzten aktuellen Stand ist – die zahllosen rechtlichen und institutionellen Veränderungen sind einfach schneller.
Das Buch erscheint in ziemlicher zeitlicher Nähe, aber noch vor der Währungsumstellung auf den Euro. Daher leben wir redaktionell teils noch in der DM-Welt, teilweise auch schon im Euroraum. In vielen Zusammenhängen sind die künftigen Euro-Werte noch nicht verbindlich definiert, insbesondere bei Wertgrenzen, Kosten und Gebühren, AKA-Finanzierungen, Hermes-Ansicherungen, Zollverfahren, Genehmigungen usw.
Mein Dank gilt wie auch bei meinen anderen Lehrbüchern wiederum kritischen Lesern, die mir Hinweise auf Verbesserungsmöglichkeiten gegeben haben. Als Autor erliegt man leicht dem Wunschdenken, nun wirklich alles perfekt gemacht zu haben, um dann einzusehen, daß es doch immer wieder noch bessere Möglichkeiten gibt. Ich danke auch und insbesondere den vielen Lesern und Rezensenten, die mich darin bestärkt haben, daß die Ausrichtung dieses Buches richtig ist (der Ökonom erkennt dies natürlich auch gerne am Markterfolg). Die erste Auflage dieses Lehrbuchs wurde vom Bundesverband Deutscher Unternehmensberater (BDU) (Fachgruppe Business Consultants International – BCI) zum «Fachbuch des Jahres 1995» gewählt, worüber ich mich sehr gefreut habe.
Bedanken möchte ich mich auch bei zahlreichen Kollegen und Studenten, von deren Anregungen ich profitiert habe, die ich aber namentlich nicht alle nennen kann, außer – stellvertretend – Jochen W. Dortschy, Hans Martin Kaupp und Albrecht Rebholz, sowie bei den Mitarbeitern im Hause meines Verlegers Dr. von Lucius, die das Buch bei der Entstehung und Verbreitung betreut haben und betreuen. Stellvertretend für viele möchte ich insbesondere Frau Bettina Schmidt hervorheben, die für die technische Erstellung des Buches maßgeblich verantwortlich war. Besonders danken möchte ich auch meinen eigenen Mitarbeitern, die mich beim Erstellen der 2., vollständig überarbeiteten und erweiterten Auflage dieses Lehrbuchs unterstützt haben. Stellvertretend hervorheben möchte ich dabei Dipl.-Ing. Kai Hessel.
Reutlingen/Sigmaringen, August 2001
Jörn Altmann
1 Eugen Roths Tierleben, Mit Illustrationen von Eleonore Gehaber, München 1989, Seite 5/6.
AAA
American Arbitration Association
AbschEG
Abschöpfungserhebungsgesetz
ACP
(Staaten aus) Africa, Carribbean, Pacific
AD
Anti-Dumping
ADB
Asian Development Bank
AfDB
African Development Bank
AFTD
American Foreign Trade Definitions
AG
Aktiengesellschaft
AG
Ausfuhrgenehmigung, Allgemeine Genehmigung
AGB
Allgemeine Geschäftsbedingungen
AHK
Auslandshandelskammer
AHStG
Außenhandelsstatistikgesetz
AIDA
attention, interest, desire, action
AKA
Ausfuhrkredit-Gesellschaft
AKM
Ausfuhrkontrollmeldung
AktG
Aktiengesetz
AKP
(Staaten aus) Afrika, der Karibik und dem Pazifik
AKV
Allgemeine Kredit-Vereinbarung
AL
Ausfuhrliste, Ausfuhrlizenz
AM
Ausfuhranmeldung
AO
Abgabenordnung
APG
Ausfuhr-Pauschal-Gewährleistung
APS
Allgemeines Präferenzsystem
ASEAN
Association of South East Asian Nations
ATA
(Carnet ATA) Admission Temporaire/Temporary Admission
AUMA
Ausstellungs- und Messeausschuß der deutschen Wirtschaft
aV
aktive Veredelung
aW
aktiver Veredelungsverkehr
AWB
airway bill
AWG
Außenwirtschaftsgesetz
AWV
Außenwirtschaftsverordnung
AZO
Allgemeine Zollordnung
BAFA
Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle
BALM
Bundesanstalt für landwirtschaftliche Marktordnung
BDU
Bundesverband Deutscher Unternehmensberater
BEF
Bundesamt für Ernährung und Forstwirtschaft
BERI
Business Environment Risk Information
BfAI
Bundesagentur für Außenwirtschaft (früher: Bundesstelle für Außenhandelsinformationen)
BFH
Bundesfinanzhof
BGA
Bundesverband des Deutschen Groß- und Außenhandels
BGB
Bürgerliches Gesetzbuch
BIC
International Bank Identifier Code
BIP
Bruttoinlandsprodukt
BIZ
Bank für Internationalen Zahlungsausgleich
B/L
Bill of Lading (Loading)
BMEFL
Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten
BMF
Bundesministerium der Finanzen
BMWi
Bundesministerium für Wirtschaft
BND
Bundesnachrichtendienst
BOO
Build Operate Own
BOT
Build Operate Transfer
BStatG
Gesetz über die Statistik für Bundeszwecke
B2B
business-to-business- / bank-to-bank- (marketing, financing etc.)
B2C
business-to-consumer- (marketing)
CAD
Cash against documents
CBF
Cash Before Delivery
CCC
Customs Cooperation Council (Brüsseler Zollrat)
CD
Certificates of Deposit
CEN-Risiko
confiscation, expropriation and nationalization
CEO
Chief Executive Officer
CFA
Communaute Financiere Africaine
CFP
Change Franc Pacifique
CFR
Costs and Freight
CIF
Cost, Insurance, Freight
CIM
Convention internationale concernant le transport des marchandises par chemin de fer
CIP
Carriage and Insurance Paid to
CISG
Convention on the International Sale of Goods
CLC
Commercial Letter of Credit
CLS
Continuously Linked Settlement
CMI
Comité Maritime International
CMR
Convention relative au contrat de transport international des marchandises par route
COCOM
Coordinating Committee for Multilateral Strategic Export Controls
COD
Cash on Delivery
COMECON
Council for Mutual Economic Cooperation
COO
Chief Operating Officer
CPT
Carriage Paid To
CDT
Combined Transport Document
CTO
Combined Transport Operator
CWÜ
Chemiewaffenübereinkommen
d/a
documents against accept
DAC
Development Assistance Committee (der OECD)
DAF
Delivered At Frontiet
DAS
Deutscher Ausschuß für Schiedsgerichtswesen
DC
Developing Countries
DDP
Delivered Duty Paid
DDU
Delivered Duty Unpaid
DEQ
Delivered Ex Quay
DES
Delivered Ex Ship
DGebrZT
Deutscher Gebrauchszolltarif
DIHT
Deutscher Industrie- und Handelskammertag
DIS
Deutsche Institution für Schiedsgerichtswesen
d/o
delivery orders
d/p
documents against payment
DPC
deferred-payment-credit
DP-L/C
deferred-payment letter of credit
DtA
Deutsche Ausgleichsbank
DTG
Devisen-Termin-Geschäft
DVO-ZK
Durchführungsverordnung zum
Zollkodex
DV.l
Declaration of Value
EAG
Einheitliches Gesetz über den Abschluß von internationalen Kaufverträgen über bewegliche Sachen
EAG
Europäische Atomgemeinschaft
EAGFL
Europäischer Ausrichtungs- und Garantiefonds für die Landwirtschaft
EBRD
European Bank for Reconstruction and Development
EBWE
Europäische Bank für Wiederaufbau und Entwicklung für Mittel- und Osteuropa
ECE
Economic Commission for Europe
ECP
Euro-Commercial Paper
ECU
European Currency Unit
EEA
Einheitliche Europäische Akte
EEF
Europäischer Entwicklungsfonds
EFTA
European Free Trade Association
EG
Europäische Gemeinschaften
EGKS
Europäische Gemeinschaft für Kohle und Stahl
EGV
Vertrag über die Gründung der Europäischen Gemeinschaft
EIB
Europäische Investitionsbank
EKG
Einheitliches Gesetz über den internationalen Kauf beweglicher Sachen
EKM
Einfuhrkontrollmeldung
EL
Einfuhrliste
EM
Einfuhranmeldung
EP
Einheitspapier, Europäisches Parlament
EPZ
Europäische Politische Zusammenarbeit
ERA
Einheitliche Richtlinien und Gebräuche für Dokumenten-Akkreditive
ERI
Einheitliche Richtlinien für Inkassi
ERP
European Recovery Programme
ERVG
Einheitliche Richtlinien für Vertragsgarantien
EU
Europäische Union
EuGH
Europäischer Gerichtshof
EURATOM
Europäische Atomgemeinschaft
EURIBOR
European Interbank Offered Rate
EUR.1
Warenverkehrsbescheinigung
Euro-FX
Euro-Fixing
EUROSTAT
Statistisches Amt der EG
EUSt
Einfuhrumsatzsteuer
EUStG
Einfuhrumsatzsteuergesetz
EUV
Vertrag über die Gründung der Europäischen Union
E.v.
Eingang vorbehalten (Schecks)
EWG
Europäische Wirtschaftsgemeinschaft
EWGV
EWG-Vertrag
EWI
Europäisches Währungsinstitut
EWTV
Europäische Wirtschaftliche Interessenvereinigung
EWR
Europäischer Wirtschaftsraum
EWS
Europäisches Währungssystem
ExtraStat
EU-externe Statistik
EWWU
Europäische Wirtschafts- und Währungsunion
ex Position
Spezialvorschrift zu einer Position («explizit»)
EXW
Ex Works
EZ
Entwicklungszusammenarbeit
EZB
Europäische Zentralbank
EZBS
Europäisches Zentralbanken-System
EZT
Elektronischer Zolltarif, Europäischer Zolltarif
FAO
Food and Agricultural Organization
FAS
Free Alongside Ship
FBL
Forwarders Bill of Lading
FCA
Free Carrier
FCR
Forwarders Certificate of Receipt
FCT
Forwarders Certificate of Transport
FIAS
Foreign Investment Advisory Service
FIATA
Federation Internationale des Associations des Transitaires et Assimiles
FIBOR
Frankfurt Interbank Offered Rate
FOB
Free on Board
Form A
Ursprungsnachweis aus Entwicklungsländern
F&E
Forschung und Entwicklung
FZ
Finanzielle Zusammenarbeit
GAAP
Generally Accepted Accounting Principles
GAB
General Agreement to Borrow
GATT
General Agreement on Tariffs and Trade
gemVV
gemeinsames Versandverfahren
GG
Grundgesetz
G.I.E.
Groupement d’Interet Economique
GmbH
Gesellschaft mit beschränkter Haftung
GPS
General System of Preferences
G+V
Gewinn- und Verlustrechnung
GVÜ
Gerichtsstands- und Vollstreckungsübereinkommen (Europäisches)
gVV
gemeinschaftliches Versandverfahren
GWB
Gesetz gegen Wettbewerbsbeschränkungen
GZT
Gemeinschaftszolltarif, Deutsche Gesellschaft für technische Zusammenarbeit
HADDEX
Handbuch der Deutschen Exportkontrolle
HERMES
(Kreditversicherungs-AG)
HGB
Handelsgesetzbuch
HS
Harmonisiertes System
HV
Hauptverpflichteter
HZA
Hauptzollamt
IAEO
Internationale Atomenergie-Organisation
IAS
International Accounting Standards
IATA
International Air Transport Association
IBRD
International Bank for Reconstruction and Development
IC
International Import Certificate
ICC
International Chamber of Commerce
IDA
International Development Association
IDB
Interamerican Development Bank
ID-Nr.
«Identnummer»: Umsatzsteueridentifikationsnummer
IEA IEA
International Energy Agency Interministerieller Einfuhrausschuß
IEB
Internationale Einfuhrbescheinigungen
IFC
International Finance Corporation
IGH
Internationaler Gerichtshof
IHK
Industrie- und Handelskammer
ILO
International Labour Organization
IMA
Interministerieller Ausschuß
IMF INCOTERMS
International Monetary Fund International Commercial Terms
INF-...
Zoll-Informationsblätter
IntraStat
EU-interne Statistik
IPG
Individuelle Pauschalgenehmigungen
IPR
gungen Internationales Privatrecht
ITC
International Trade Center
ITO
International Trade Organization
IWF
Internationaler Währungsfonds
JPMA
Joint Production and Marketing Agreements
JV
Joint Venture
KfW
Kreditanstalt für Wiederaufbau
KG
Kommanditgesellschaft
KLIMA
Kleiner Interministerieller Ausschuß
KMU
Kleine und mittlere Unternehmen
K&M
Konsular- und Mustervorschriften
KN
Kombinierte Nomenklatur
KOBRA
K
ontrolle
b
ei de
r
A
usfuhr
KT
Konvertierungs- und Transferrisiken
KWKG
Kriegswaffenkontrollgesetz, Kreditwesenkontrollgesetz
KWL
Kriegswaffenliste
L
(Ausfuhr-) Lizenz
L/C
letter of credit
LDC
Least Developed Countries
LE
Lieferantenerklärung
LIBOR
London Interbank Offered Rate
LUXIBOR
Luxemburg Interbank Offered Rate
MAD
Militärischer Abschirmdienst
MbO
Management by Objectives
MbE
Management by Exceptions
MFA
Multifaserabkommen
MFN
Most Favoured Nations-Prinzip
MIGA
Multilateral Investment Guarantee Agency
MIS
Management Information System
MITI
Ministry of International Trade and Industry (Japan)
MO
Marktordnung
MOEL
mittel- und osteuropäische Länder
MOG
Marktordnungsgesetz
MOR
Marktordnungsrecht
MTO
Multilateral Trade Organization
MWSt
Mehrwertsteuer
MWZ
Mitteilungen für Weltwirtschaftliche Zusammenarbeit
NAFTA
North American Free Trade Association
NEA
Nuclear Energy Agency
NIC
Newly Industrializing Countries
NIMEXE
Nomenklatur Import Export Europa
NRZZ
Nomenklatur des Rates für die Zusammenarbeit auf dem Gebiet des Zollwesens
NTBT
Non-tariffary barriers to trade
NTHH
Nicht-tarifäre Handelshemmnisse
OAS
Organisation (Latein-) Amerikanischer Staaten
OFD
Oberfinanzdirektion
OECD
Organization for Economic Cooperation and Development
OEEC
Organization for European Economic Cooperation
OFD
Oberfinanzdirektion
OHG
offene Handelsgesellschaft
OMA
Orderly Market Arrangements
OPEC
Organization of the Petrol Exporting Countries
ORI
Operation Risk Index
p
probability (Wahrscheinlichkeit)
PD
protracted default
PNUD
Programa de las Naciones Unidas de Desarrollo (UNDP)
PPM
process and production methods
PRI
Political Risk Index
ProdHG
Produkthaftungsgesetz
PrPG
Produktpirateriegesetz
PSC
Pre-Shipment-Certificate
PTA
Preferential Trade Area
pV
passive Veredelung
pW
passiver Veredelungsverkehr
PwC
Price, Waterhouse, Cooper
R&D
Research and Development
Repo
repurchase (Pensionsgeschäfte)
RET-EXP
Return to Exporteur
ROI
Return on Investment
RoRo
«Roll on, roll off»
RWG
Rat für gegenseitige Wirtschaftshilfe
SAF
Strukturanpassungsfazilität
SAP
Strukturanpassungsprogramm
SCHUFA
Schutzvereinigung für Allgemeine Kreditsicherung
SCM
Supply Chain Management
SITC
Standard International Trade Classification
SLC
Standby Letter of Credit
STABEX
System zur Stabilisierung der Exporterlöse
SWIFT
Society for Worldwide Interbank Financial Telecommunication
SWOT
Strengths, Weaknesses, Opportunities, Threats
SYSMIN
System zur Stabilisierung der Exporterlöse aus mineralischen Erzeugnissen
SZR
Sonderziehungsrecht
Tl, T2, T2L
Zoll-Versandpapiere
TARIC
Tarif Intégré Communautaire
T’EUR
1000 Euro
TIEx
Transport International par Expres
TIR
(Carnet TIR)Transport International de Marchandises par Route
tn.l.
long ton
(britische t., 1016 kg)
tn.sh.
short ton
(amerikanische t., 907,18 kg)
T.o.T.
Terms-of-Trade
TRIMS
Agreement on trade related investment measures
TRIPS
Agreement on trade related intellectual property rights
TVA
Taxe sur le valeur ajouté
TWB
trackway bill
TZ
Technische Zusammenarbeit
U
Ursprungszeugnis
UCC
Uniform Commercial Code
UE
Ursprungserklärung
ÜLG
überseeische Länder und Gebiete
UN
United Nations
UNCDF
United Nations Capital Development Fund
UNCITRAL
United Nations Commission on International Trade Law
UNCTAD
United Nations Conference on Trade and Development
UNDP
United Nations Development Programme
UN-ECE
Wirtschaftskommission der Vereinten Nationen für Europa
UN-ECOSOC
United Nations Economic and Social Council
UNIDO
United Nations Industrial Development Organization
UNO
United Nations Organization
URDG
Uniform Rules on Demand Guarantees
USD
US-Dollar
USt
Umsatzsteuer
UStG
Umsatzsteuergesetz
UstldenNr
Umsatzsteueridentifikationsnummer
UZ
Ursprungszeugnis
VER
Volountary Export Restraints
V.m.U.
Vormaterialien mit Ursprungseigenschaft
VN
Vereinte Nationen
V.o.U.
Vormaterialien ohne Ursprungseigenschaft
VSF
Vorschriftensammlung der Bundesfinanzverwaltung
Vu.B.
Verbote und Beschränkungen
VZTA
verbindliche Tarifauskunft
WäG
Währungsgesetz
WCO
World Customs Organization
WG
Wechselgesetz
WHO
World Health Organization
WTA
Welttextilabkommen
WIPO
World Intellectual Property Organization
W.u.P.
Warenursprung und Präferenzen
WVB
Warenverkehrsbescheinigung
WZG
Warenzeichengesetz
ZA
Zollamt, zugelassener Ausführer
ZE
zugelassener Empfänger
ZI
Zahlungsauftrag im Außenwirtschaftsverkehr (Anlage Z1 ")
ZG
Zollgesetz
ZK
Zollkodex
ZKA
Zollkriminalamt
ZKom
Zollkommissariat
ZM
Zahlungsverbote und Moratorien
ZOG
Zollorganisationsgesetz
ZPLA
Zolltechnische Prüf- und Lehranstalt
ZPO
Zivilprozeßordnung
ZTVO
Zolltarifverordnung
ZV
zugelassener Versender
ZWVO
Zollwertverordnung
«Raus in die Welt» – Chancen und Risiken
Marktauswahl und Markterschließung
Strategische Grundsatzentscheidungen
Geschäftsanbahnung
SWOT-Analyse
Marktauswahl (Markt-Audit)
Strategien der Markterschließung
Markteintrittsformen
Internationaler Marketing-Mix
Internationales Beschaffungsmarketing
Machbarkeitsstudie und Business Plan
Organisation und Management
Aufbau internationaler Führungsstrukturen
Personelle Kapazitäten
Interkulturelles Management: Geschäftsführung im und mit dem Ausland
Finanzierung des Außenhandels
Cash Management (Treasure Management)
Kurzfristige Finanzierung
Mittel- und langfristige Finanzierung
Internationale Kaufverträge
Angebotserstellung
Kaufmännische Vertragsinhalte
Wichtige formale Vertragsaspekte
Anwendbares Recht
UNCITRAL-Kaufrecht (UN-Kaufrecht)
Internationale Handelsbräuche
Exkurs: Unternehmensformen im Ausland
Rechtsverfolgung im Ausland
Gütliche Einigung
Vergleichsverfahren (Schlichtung)
Gerichtliche Auseinandersetzung
Internationale Schiedsgerichtsbarkeit
G Liefer- und Zahlungsbedingungen
Kaufmännische Dokumente im Außenhandel
Internationale Lieferklauseln
Zahlungsbedingungen im internationalen Handel
Risikomanagement im Außenhandel
Allgemeines Risikomanagement
Zahlungsrisiken
Exportkreditbesicherung
Wechselkursrisiken (Währungsrisiken)
Zinsänderungsrisiko
Produkthaftung
Markenpiraterie
Seeräuber und Piraten – ein aktuelles Problem im Seehandel
Außenhandelspolitik und Außenhandelsrecht
Zweck von Ein- und Ausfuhrformalitäten
Rechtsebenen: Nationales, supranationales und internationales Recht
Internationales Außenwirtschaftsrecht
Nationales Außenwirtschaftsrecht
Zollrecht
Steuerliche Aspekte im Außenhandel
Melderecht
Einfuhrabfertigung
Normalverfahren
Zölle und Zollpolitik
Warenursprung und Präferenzen (W.u.P.)
Zollverfahren bei der Einfuhr
Ausfuhrabfertigung
Begriffsbestimmungen
Informationsquellen zur Ausfuhr
Lieferungen in die EG
Ausfuhrverfahren (Normalverfahren)
Zollverfahren bei der Ausfuhr
Exportkontrolle
«Raus in die Welt» – Chancen und Risiken
Marktauswahl und Markterschließung
B-1. Strategische Grundsatzentscheidungen
B-2. Geschäftsanbahnung
B-3. SWOT-Analyse
B-3.1. Stärken und Schwächen (SW-Analyse)
B-3.2. Chancen und Risiken (OT-Analyse)
B-4. Marktauswahl (Markt-Audit)
B-4.1. Budgetierung
B-4.2. Grobanalyse
B-4.3. Feinanalyse
B-4.4. Markteintrittsbarrieren und Markteintrittsrisiken
B-4.5. Entscheidungsfindung: Bewertung der Analysedaten
B-5. Strategien der Markterschließung
B-6. Markteintrittsformen
B-6.1. Direkter Export und Import
B-6.2. Indirekter Export und Import
B-6.2.1. Entscheidungskriterien
B-6.2.2. Formen indirekten Handels
B-6.1.3. Tauschhandel/Kompensation
B-6.1.4. Switch-Geschäfte
B-6.1.5. Leasing
B-6.3. Kooperation
B-6.4. Vertragsfertigung und Veredelung
B-6.5. Lizenzfertigung /Lizenzvergabe
B-6.6. Franchising
B-6.7. Direktinvestition
B-6.7.1. Investitionsarten
B-6.7.2. Motive für Investoren
B-6.7.3. Motive der Gastländer
B-6.7.4. Exkurs: Sonderwirtschaftszonen
B-6.7.5. Standortanalyse für Direktinvestitionen
B-6.7.6. Investitionsrechnungen
B-6.7.7. Investitionsschutz
B-6.8. Management von Joint Ventures: Fallbeispiel
B-6.8.1. Zweck eines Joint Venture
B-6.8.2. Vorbereitung
B-6.8.3. Profil eines idealen Joint Venture
B-6.8.4. Identifizierung des Partners (profile check)
B-6.8.5. Gründung des Joint Venture
B-6.8.6. Management des Joint Venture
B-7. Internationaler Marketing-Mix
B-7.1.Internationales Marketing/internationales Management
B-7.2. Strategisches und operatives Marketing
B-7.3. Adaption des Marketing-Mix
B-7.3.1. Unterschiedliche ‹Zentrierungen›
B-7.3.2. Produkt- und Programmpolitik
B-7.3.3. Preispolitik, Kostenrechnung
B-7.3.4. Distributionspolitik, Vertrieb, Logistik
B-7.3.5. Kommunikationspolitik
B-8. Internationales Beschaffungsmarketing
B-9. Machbarkeitsstudie und Business Plan
Organisation und Mangement
C-1. Aufbau internationaler Führungsstrukturen
C-1.1. Aufbauorganisation
C-1.1.1. Zentralisierung und Dezentralisierung
C-1.1.2. Stellen- und Funktionenbildung
C-1.1.3. Beispiel: Export- und Importabwicklung
C-1.2. Ablauforganisation
C-2. Personelle Kapazitäten
C-2.1. Kriterien zur Personalauswahl
C-2.2. Vor- und Nachteile eines Auslandseinsatzes
C-2.3. Vorbereitung und Fortbildung
C-3. Interkulturelles Management: Geschäftsführung im und mit dem Ausland
C-3.1. Strategische Ebene
C-3.2. Arbeitsebene
C-3.3. Andere Länder, andere Sitten
Finanzierung des Außenhandels
D.1. Cash Management
(Treasury Management)
D-2. Kurzfristige Finanzierung
D-2.1. Exportfinanzierung
D-2.1.1. Liefererkredit (Handelskredit)
D-2.1.2. Vorauszahlungen, Anzahlungen
D-2.1.3. Bankkreditlinien
D-2.1.4. Währungskredit
D-2.1.5. Euromarktfinanzierung
D-2.1.6. Wechselkredit
D-2.1.7. Export-Akkreditiv
D-2.1.8. Ankauf und Bevorschussung bei Dokumenten-Inkassi
D-2.1.9. Zessionskredit
D-2.1.10. Lombardkredit
D-2.1.11. Export-Factoring
D-2.2. Importfinanzierung
D-2.2.1. Vorschüsse durch Abnehmer
D-2.2.2. Handelskredit (Liefererkredit)
D-2.2.3. Bestellerkredit
D-2.2.4. Wechselkredit, Avalkredit
D-2.2.5. Bankkredite (Importkredit)
D-2.2.6. Import-Akkreditiv
D-2.2.7. Euromarktfinanzierung
D-2.3. Aktuelle Tendenzen: Unternehmens-Rating
D-3. Mittel- und langfristige Finanzierung
D-3.1. Export-Leasing
D-3.2. Forfaitierung
D-3.3. Kreditlinien der AKA
D-3.3.1. Plafond A: Lieferantenkredite
D-3.3.2. Bestellerkredite: Plafonds C, D, E
D-3.3.3. CIRR-Kredite
D-3.3.4. Exkurs: Der OECD-Konsensus
D-3.3.5. Projektfinanzierungen
D-3.4. Kreditlinien der KfW
D-3.5. Bundesmittel und EU-Mittel
D-3.6. Finanzierungen im Rahmen der Entwicklungszusammenarbeit
D-3.7. Exkurs: Der Euromarkt und Off-shore-Märkte
Internationale Kaufverträge
E-1. Angebotserstellung
E-1.1. Funktionen des Angebots
E-1.2. Vorverträge
E-1.3. Bestätigungsschreiben
E-2. Kaufmännische Vertragsinhalte
E-3. Wichtige formale Vertragsaspekte
E-4. Anwendbares Recht
E-4.1. Rechtskreise
E-4.2. Im Streitfall anzuwendendes Recht
E-5. UNCITRAL-Kaufrecht
(UN-Kaufrecht)
E-5.1. Anwendungsbereich
E-5.2. Einschränkungen
E-5.3. Allgemeine Vertragsaspekte
E-5.4. Aspekte für den Importeur
E-5.5. Aspekte für den Exporteur
E-6. Internationale Handelsbräuche
E-7. Exkurs: Unternehmensformen im Ausland
Rechtsverfolgung im Ausland
F-1. Gütliche Einigung
F-2. Vergleichsverfahren (Schlichtung)
F-3. Gerichtliche Auseinandersetzung
F-3.1. Der ‹Partner› klagt: Durchsetzung ausländischer Rechtstitel in Deutschland
F-3.2. Durchsetzung eigener Ansprüche im Ausland
F-4. Internationale Schiedsgerichtsbarkeit
F-4.1. Schiedsgerichtsvereinbarung
F-4.2. Formen und Schiedsordnungen
F-4.3. Schiedsgerichtsklausel
F-4.4. Schiedsverfahren
F-4.5. Zusammensetzung des Schiedsgerichts
F-4.6. Durchsetzbarkeit
F-4.7. Vor- und Nachteile von Schiedsgerichten
Liefer- und Zahlungsbedingungen
G-1. Kaufmännische Dokumente im Außenhandel
G-1.1. Funktionen der Dokumente
G-1.2. Einteilung nach den Rechten
G-1.3. Einteilung nach den Verwendungszwecken
G-1.3.1. Zahlungsinstrumente
G-1.3.2. Versicherungsdokumente
G-1.3.3. Handelsdokumente
G-2. Internationale Lieferklauseln
G-2.1. Zweck
G-2.2. INCOTERMS
G-2.2.1. Entstehung und Verbreitung
G-2.2.2. Einteilung
G-2.2.3. Charakteristika der einzelnen Klauseln
G-2.2.4. Eignung der INCOTERMS für bestimmte Transportmittel
G-2.3. Beispiel: Klauseltext CIF
G-2.4. Exkurs zur Transportversicherung im internationalen Handel
G-3. Zahlungsbedingungen im internationalen Handel
G-3.1. Interessenkonflikte
G-3.2. Einige wichtige Details
G-3.3. Nicht-dokumentäre (reine) Zahlungsabwicklung
G-3.3.1. Vorauszahlung, Anzahlung, Abschlag
G-3.3.2. Einfache (offene) Rechnung und offenes Zahlungsziel
G-3.3.3. Bankgarantie
G-3.3.4. Kompensation (Warentausch)
G-3.4. Dokumentäre Zahlungsabwicklung
G-3.4.1. Dokumenten-Inkasso
G-3.4.2. Dokumenten-Akkreditiv (L/C)
G-3.4.3. Restrisiken und Absicherungen
G-3.5. Zahlungsbedingungen bei langfristigen Exportverträgen
G-3.6. Exkurs: Zahlungsabwicklung mit dem Ausland
G-3.6.1. Überweisung und Scheck
G-3.6.2. SWIFT
G-3.6.3. Einschränkende gesetzliche Rahmenbedingungen
Risikomanagement im Außenhandel
H-1. Allgemeines Risikomanagement
H-1.1. Risiko und Chance
H-1.2. Risikostrategien
H-1.3. Risikoanalyse und -bewertung
H-1.4. Risikopolitik: Instrumente
H-1.5. Risikoarten (Überblick)
H-1.5.1. Allgemeine Risiken in der Außenwirtschaft
H-1.5.2. Länderrisiken
H-1.5.3. Güterrisiken
H-2. Zahlungsrisiken
H-2.1. Arten des Zahlungsrisikos
H-2.2. Risikobegrenzende Maßnahmen
H-2.2.1. Bankauskünfte
H-2.2.2. Zahlungsbedingungen und Forderungsverkauf
H-2.2.3. Garantien und Bürgschaften
H-3. Exportkreditbesicherung
H-3.1. Private Exportkreditbesicherung
H-3.2. Staatliche Exportkreditbesicherung
H-3.2.1. Organisation
H-3.2.2. Deckungspolitik
H-3.2.3. Regreß und Umschuldungen
H-3.2.4. Deckungsprinzipien . . . .-
H-3.2.5. Schuldnerarten: Garantien und Bürgschaften
H-3.2.6. Risikoarten
H-3.2.7. Deckungsformen
H-3.2.8. Kosten
H-3.2.9. Mitversicherung
H-3.2.10. Projektfinanzierung
H-3.2.11. Kautionsversicherungen
H-3.2.12. Voraussetzungen für eine Entschädigung
H-3.2.13. Versicherung von Bestellerkrediten
H-3.2.14. Internationale Harmonisierungsbestrebungen
H-4. Wechselkursrisiken (Währungsrisiken)
H-4.1. Exposure
H-4.2. Devisenmarkt
H-4.2.1. Einflußfaktoren der Wechselkursbildung
H-4.2.2. Wechselkursbegriffe
H-4.3. Währungsmanagement: Risikobegrenzung beim Transaction Exposure
H-4.3.1. Fakturierung in Inlandswährung
H-4.3.2. Vorauszahlungen und Bestellerkredite
H-4.3.3. Fakturierung in anderen Währungen
H-4.3.4. Währungsklauseln
H-4.3.5. Akkreditiv
H-4.3.6. Forderungsverkauf
H-4.3.7. Lagging (und Leading)
H-4.3.8. Matching (Hedging, Netting, Covering)
H-4.3.9. Fremdwährungskonten
H-4.3.10. Devisen-Termin-Geschäfte
H-4.3.11. Devisenoptionen
H-4.3.12. Finanzderivate
H-5. Zinsänderungsrisiko
H-6. Produkthaftung
H-6.1. Deutsches Produkthaftungsrecht
H-6.2. US-Produkthaftungsrecht
H-6.3. Japanisches Produkthaftungsrecht
H-7. Markenpiraterie
H-7.1. Problematik
H-7.2. Zollamtliche Schutzmöglichkeiten
H-7.3. Parallel-Importe und Erschöpfung
H-7.4. Rechtliche Rahmenbedingungen des Markenrechts
H-7.5. Schutzmöglichkeiten der Wirtschaft
H-8. Seeräuber und Piraten – ein aktuelles Problem im Seehandel
Außenhandelspolitik und Außenhandelsrecht
J-1. Zweck von Ein- und Ausfuhrformalitäten
J-2. Rechtsebenen: Nationales, supranationales und internationales Recht
J-2.1. Supranationales Recht
J-2.1.1. Allgemeines Völkerrecht
J-2.1.2. Gemeinschaftsrecht
J-2.2. Völkervertragsrecht (Internationales Recht)
J-2.3. Nationales Recht
J-2.3.1. Notwendigkeit
J-2.3.2. Systematik des deutschen Rechts
J-2.3.3. Deutsches Außenwirtschaftsrecht
J-2.4. Überschneidungen der Rechtsebenen
J-3. Internationales Außenwirtschaftsrecht
J-3.1. WTO/GATT
J-3.1.1. Grundsätze der WTO
J-3.1.2. Nicht-tarifäre Handelshemmnisse
J-3.1.3. Wichtige Ausnahmen im GATT/WTO
J-3.1.4. Streitschlichtung
J-3.1.5. Perspektiven der WTO
J-3.2. Maßnahmen gegen Dumping und Exportsubventionen
J-3.2.1. Problematik
J-3.2.2. Kriterien
J-3.2.3. Vergeltungszölle
J-3.2.4. Spezifische Dumpingformen
J-4. Nationales Außenwirtschaftsrecht
J-4.1. Geltungsbereich
J-4.2. Arten und Umfang der Beschränkungsmöglichkeiten
J-4.3. Verbote und Beschränkungen (V.u.B.)
J-5. Zollrecht
J-5.1. Grundlagen und Begriffe
J-5.1.1. Rechtsgrundlagen des Zollrechts
J-5.1.2. Zollrechtliche Begriffe und Definitionen
J-5.1.3. Zollrechtliche Warenbegriffe
J-5.2. Aufbau der Bundeszollverwaltung
J-5.2.1. Struktur
J-5.2.2. Zollämter
J-6. Steuerliche Aspekte im Außenhandel
J-6.1. Prinzip der Umsatzsteuer
J-6.2. Einfuhrumsatzsteuer (EUSt)
J-6.3. Erwerbsteuer
J-6.3.1. MWSt in den EG-Ländern
J-6.3.2. Übergangsregelung
J-6.3.3. Re-Importe
J-6.4. Sonderverbrauchsteuern
J-6.5. Steuerbefreiung bei der Ausfuhr
J-7. Melderecht
J-7.1. Zweck
J-7.2. ExtraStat
J-7.3. IntraStat
J-7.4. Zahlungs- und Kapitalverkehr
J-7.5. Nummernsalat
J-8. Marktordnungsrecht (MOR)
Einfuhrabfertigung
K-1. Normalverfahren
K-1.1. Prüfebenen bei der Einfuhr
K-1.2. Informationsquellen zur Einfuhr
K-1.3. Außenwirtschaftsrecht
K-1.4. Zollabfertigung (Ablauf)
K-1.5. Erleichterungen
K-1.5.1. Allgemeine Voraussetzungen für die Bewilligung von Zollverfahren
K-1.5.2. Vereinfachungen und Erleichterungen bei der Einfuhr
K-1.6. Abfertigungsunterlagen
K-2. Zölle und Zollpolitik
K-2.1. ökonomische Grundlagen
K-2.1.1. Zollzwecke
K-2.1.2. Zollarten und Zollwirkungen
K-2.1.3. Einfuhrkontingente
K-2.3. Bemessung der Einfuhrabgaben
K-2.3.1. Tarifieren/Einordnen in den Zolltarif
K-2.3.2. Zollwert
K-2.3.3. EUSt-Wert
K-2.3.4. Exkurs: Reiseverkehr
K-2.4. Abwicklung der Zollschuld
K-3. Warenursprung und Präferenzen (W.u.P.)
K-3.1. Drei Ursprungsbegriffe
K-3.2. Nicht-präferentieller Ursprung
K-3.2.1. Zweck
K-3.2.2. Ursprungsbestimmung
K-3.3. Präferentieller Ursprung
K-3.3.1. Zweck
K-3.3.2. Präferenzabkommen der EU
K-3.3.3. Ursprungsregeln
K-3.3.4. Praxistip: Ablaufschema zur präferentiellen Ursprungsbestimmung
K-3.3.5. Einige Details
K-3.3.6. Ermächtigter Ausführer
K-3.3.7. Ursprungsnachweise
K-3.3.8. Kritik
K-3.4. Wettbewerbsrechtlicher Ursprung («Made in Germany»)
K-4. Zollverfahren bei der Einfuhr
K-4.1. Versandverfahren bei der Einfuhr
K-4.1.1. Zweck
K-4.1.2. Arten
K-4.1.3. Ablauf
K-4.1.4. Vereinfachungen
K-4.1.5. Risiken und Probleme
K-4.2. Aktive Veredelung
K-4.2.1. Zweck
K-4.2.2. Ablauf
K-4.2.3. Abrechnung
K-4.2.4. Draw-back-Verbot
K-4.3. Freihäfen, Zollager und Freizonen
K-4.3.1. Freihafenlagerung
K-4.3.2. Zollagerverfahren
K-4.4. Vorübergehende Verwendung
K-4.4.1. Zweck
K-4.4.2. Teilverzollung
K-4.5. Bleibende Verwendung
K-4.6. Umwandlung
K-4.7. Vernichtung oder Zerstörung
K-4.8. Wiederausfuhr und Verbringen in einen Freihafen
Ausfuhrabfertigung
L-1. Begriffsbestimmungen
L-2. Informationsquellen zur Ausfuhr
L-3. Lieferungen in die EG
L-4. Ausfuhrverfahren (Normalverfahren)
L-4.1. Verfahrensschritte bei der Ausfuhrzollstelle
L-4.2. Verfahrensschritte bei der Ausgangszollstelle
L-4.3. Verfahrensvereinfachungen und Erleichterungen im Ausfuhrverfahren
L-4.4. Abfertigungsunterlagen bei der Ausfuhr
L-5. Zollverfahren bei der Ausfuhr
L-5.1. Versandverfahren bei der Ausfuhr
L-5.1.1. Tl-/T2-Verfahren
L-5.1.2. Abwicklung T1
L-5.1.3. Abwicklung T2
L-5.1.4. Vereinfachungen und Erleichterungen
L-5.2. Versand mit dem Carnet TIR
L-5.3. Carnet ATA
L-5.4. Passive Veredelung
L-5.4.1. Zweck
L-5.4.2. Bewilligung und Durchführung
L-5.4.3. Differenzverzollung
L-5.4.4. Probleme
L-5.5. Andere Zollverfahren auf der Ausfuhrseite
L-6. Exportkontrolle
L-6.1. Strategische Ziele des deutschen Ausfuhrkontrollrechts
L-6.2. Kriterien für Exportbeschränkungen
L-6.2.1. Warenabhängige Beschränkungen
L-6.2.2. Länderabhängige Beschränkungen
L-6.2.3. Verwendungs- und empfängerabhängige Beschränkungen
L-6.3. Erleichterungen und Vereinfachungen
L-6.4. Exkurs: Boykott und Embargo (am Beispiel des Golfkriegs)
L-6.4.1. Begriffsabgrenzung
L-6.4.2. Rechtliche Verankerung
L-6.4.3. Entschädigung für Embargoschäden
L-6.5. Ausfuhrkontrolle im Unternehmen
L-6.5.1. Ausfuhrverantwortlicher
L-6.5.2. Innerbetriebliche Organisation
L-6.5.3. Genehmigungsverfahren
L-6.5.4. Außenwirtschaftsrechtliche Betriebsprüfungen
L-6.5.5. Sanktionen: Bußgelder und Strafen
L-6.5.6. Bewertung der Exportkontrollen
L-6.5.7. COCOM und Wassenaar-Abkommen
Literaturverzeichnis
Register
oder «Was die Weltwirtschaft angeht, so ist sie verflochten.»2
«Globalisierung» ist eines der aktuellsten Schlagworte. Heutzutage haben die meisten Unternehmen internationale Geschäftskontakte; ‹going global› ist für viele Unternehmen das strategische Gebot der Stunde;3 für sehr viele Unternehmen ist das internationale Geschäft die Existenzgrundlage geworden. Märkte sichern, Kosten sparen, Kapazitäten auslasten, Renditen sichern – das sind die Ziele (Abb. A-1/1). Etwas überspitzt wird schon vom großen ‹Weltdorf› gesprochen: Die Kundenbedürfnisse werden weltweit immer ähnlicher, die Produktstandards immer stärker harmonisiert. Unabhängig davon gibt es viele kleinere und mittlere Unternehmen, insbesondere Handwerksbetriebe, die sich nur im heimischen Binnenmarkt und dabei oft nur regional orientieren und gar kein Auslandsengagement eingehen wollen – teils aus Risikoscheu, teils weil sie nicht weiter wachsen wollen, teils aus Mangel an Informationen über die Chancen des Auslandsgeschäfts.
Abb. A-1/1: Going Global
Es ist für jedes Unternehmen wichtig, seine Strategie zu definieren, die sich aus einer Vision ableiten sollte: Wo steht man heute, wo will man morgen stehen, und wie gelangt man dahin? Vielfach erschöpft sich dies in navigatorischer Rhetorik, vagen Formulierungen, Deklarationen und Metaphern. Einige Unternehmen verkaufen ihre Produkte ‹nur so nebenbei› ins Ausland, andere sind in hohem Maße vom Auslandsgeschäft abhängig und müssen sich daher sehr viel intensiver auf die Auslandsmärkte und die Anforderungen einstellen, die sich aus dem Auslandsgeschäft ergeben. Einige Unternehmen verkaufen oder produzieren weltweit überall, wo sich Marktchancen bieten (global selling) und kaufen weltweit dort ein, wo es am günstigsten ist (global sourcing), andere selektieren geographisch und beschränken sich auf ausgewählte Länder oder Ländergruppen. Die Absatzchancen großer neuer Märkte, wie z.B. in Indien, China und anderen asiatischen Ländern sowie zunehmend in Lateinamerika sind oft verlockend. Ein Hersteller von Schuhsohlen schwärmte: «Es gibt eine Milliarde Chinesen, und jeder hat zwei Füße ...». Das Motto Going global bezieht sich nicht nur auf Großkonzerne und Megafusionen, sondern vor allem auf die unzähligen Unternehmen, die sich international betätigen. Die internationale Perspektive ermöglicht es einem Unternehmen, bezüglich Steuern, Arbeitskosten, Sozial- und Umweltnormen und anderen Standortkriterien nach den besten Rahmenbedingungen zu suchen und eventuell Begrenzungen des heimischen nationalen Rechts zu umgehen.
Die Diskussion um den Standort Deutschland ist sehr breit und tief mit Publikationen aller sektoraler Interessen und politischer und emotionaler Schattierungen unterlegt. Die Standortqualität ist nur unzureichend zu beschreiben. Und jeder mißt und bewertet es anders; ‹objektive› Kriterien wie Arbeitskosten, Steuerbelastung, Arbeitsmarktstatistiken etc. werden mal so, mal so definiert: Es gibt kaum zwei miteinander vergleichbare Studien.4 Die Wettbewerbsfähigkeit eines Unternehmens leitet sich in erster Linie aus mikroökonomischen, betriebswirtschaftlichen Bestimmungsfaktoren ab. Die Rahmenbedingungen des Standortes – seien sie makroökonomischer, rechtlicher, politischer, sozialer, kultureller oder anderer Art – übertragen sich aber auch auf die Wettbewerbsfähigkeit eines Unternehmens, sei es als Anbieter, sei es als Kunde von anderen Unternehmen. Letztlich ist für den Unternehmer aber weniger die internationale Wettbewerbsfähigkeit einer Volkswirtschaft interessant, sondern ob er selbst Erfolg hat oder nicht.
Internationale Wirtschaftsbeziehungen hat es schon im Altertum gegeben; die Chinesen, die Römer, die Griechen, die Araber, die Perser und viele andere Völker haben Außenhandel betrieben, im Vergleich zu heute natürlich mit relativ geringer Intensität, aber immerhin. Dies hat sich im Zeitablauf stark verändert. Gerade für Deutschland ist die internationale Verflechtung ein wesentliches, selbstverständliches Merkmal der Wirtschaftsstruktur geworden:
Der Lebensstandard Deutschlands beruht zu einem guten Viertel auf importierten Gütern; im Jahr 2000 überschritt der Import erstmals die Billionengrenze (1058,5 Mrd. DM);
ein Drittel der im Inland produzierten Güter wird ins Ausland exportiert; auch der Export überschritt 2000 erstmals die Billionengrenze (1,1675 Billionen DM);
Unternehmen wickeln einen zunehmenden Anteil ihres Umsatzes im Ausland ab, transportieren Güter rund um die Welt, lassen Dienstleistungen im Ausland erbringen, produzieren und investieren im Ausland; bei vielen Gütern fällt es heute schwer, das
«made in
...» eindeutig zuzuordnen;
ein großer Teil der Arbeitsplätze – nicht nur in Deutschland – hängt direkt oder indirekt vom Außenhandel ab;
aus Direktinvestitionen fließen Einkommen ins Ausland und aus dem Ausland;
internationale Kooperationen, Unternehmensbeteiligungen und Fusionen sind an der Tagesordnung.
Auch im täglichen Leben wird die Bevölkerung laufend mit internationalen Wirtschaftsaspekten konfrontiert: Neben der Wetterkarte sind die Bewegungen des Dollarkurses, des internationalen Goldpreises oder die Entwicklung von Aktienindizes wie dem amerikanischen Dow-Jones- und dem japanischen Nikkei-Index fester Bestandteil der Nachrichtensendungen (wenngleich dem Durchschnittsbürger die konkrete Bedeutung solcher Daten oft unklar bleiben dürfte).
Die Frage, weshalb sich Unternehmer im Ausland engagieren, läßt sich relativ schnell beantworten: Sie wollen Geld verdienen und den Bestand des Unternehmens sichern. Das betriebswirtschaftliche Interesse ist eindeutig: Ohne Exportmärkte ließen sich Umsatz, Gewinne und Beschäftigung nicht sichern; ohne Importe ausländischer Güter wären viele inländische Produktionsleistungen unmöglich; ohne eigene Präsenz in ausländischen Märkten könnten viele Unternehmen ihre Positionen auch im Inland nicht halten; ohne Kooperation und oft Zusammenschluß mit ausländischen Partnern könnten viele Unternehmen nicht im internationalen Wettbewerb bestehen. Den Schlüssel zum Erfolg hat ein Unternehmer knapp formuliert: «Man braucht eine Spezialisierung, gutes Marketing und gute Leute.» So einfach ist das.
Die volkswirtschaftlich notwendige Sicherung der heimischen Arbeitsplätze allerdings – dies muß deutlich gesagt werden – steht aus betriebswirtschaftlicher Sicht als Unternehmensziel nur selten im Vordergrund. Arbeitskräfte sind notwendige Produktionsfaktoren, die zur Verfolgung des unternehmerischen Gewinnziels benötigt werden. Unabhängig von sozialpolitischen Überlegungen, die sicherlich bei vielen Unternehmern auch eine Rolle spielen, muß gesehen werden, daß ein Unternehmen auf Dauer nur bestehen kann, wenn es eine Verzinsung des eingesetzten Kapitals erwirtschaftet (Rendite5), die deutlich über der alternativen Anlagerendite auf dem Kapitalmarkt liegt: Andernfalls könnte der Unternehmer sein Geld mit geringerem Risiko und eher mühelos in Wertpapierfonds anlegen. Wenn die Gewinne ausbleiben, ist das Ende eines Unternehmens schnell nahe.
Unternehmen, die sich nicht international engagieren, verlieren leicht auch ihre inländische ökonomische Basis; viele retten sich vor den kostenmäßigen Nachteilen des Standortes Deutschland ins Ausland (Abb. A-1/2). Einige machen sich freiwillig und von sich aus auf ins Ausland, wollen expandieren oder ‹kundennäher› operieren, andere reagieren eher unfreiwillig, passiv und meist auch zögerlich auf externe Impulse und sehen dabei vor allem die Risiken des internationalen Wettbewerbs und ausländischer Engagements. Nicht wenige Unternehmen halten sich fälschlicherweise für zu klein für Auslandsgeschäfte.
Abb. A-1/2: Zug ins Ausland
Die weitverbreitete Meinung, daß Exporte Arbeitsplätze schaffen, Direktinvestitionen im Ausland hingegen Jobkiller sind, muß etwas differenziert werden. Durch Diversifizierung der Standorte lassen sich vor allem bei Vorprodukten Kosten sparen, während die Endproduktion wieder ‹zu Hause› erfolgen kann. Vor allem im Mittelstand ist diese Form der Mischkalkulation verbreitet. Viele Mittelständler fertigen aber auch komplett im Ausland, vor allem in Osteuropa, um kostengünstige Produkte von dort nach Deutschland zu liefern. Zudem muß – wer im Export erfolgreich sein will – auch ‹vor Ort› präsent sein. Oft haben Zulieferer gar keine Wahl, als ihren Hauptkunden ins Ausland zu folgen, beispielsweise in der Automobilindustrie. Auslandsinvestitionen sind somit Teil einer Überlebensstrategie, um teils bestehende Märkte zu sichern, teils neue zu erschließen.
Ob dies die Beschäftigungssituation im Inland verschlechtert oder verbessert, ist umstritten. Manche Schätzungen sagen, daß für jeweils drei Arbeitsplätze, die im Ausland geschaffen werden, einer im Inland entsteht. Ich halte diese Rechnung für blauäugig, denn die Entwicklung der Arbeitslosigkeit in Deutschland und anderen Industrieländern spricht eine andere Sprache. In vielen Branchen findet eine Produktionsverlagerung ins Ausland statt, nicht zusätzlich zur inländischen Produktion, sondern an deren Stelle.
Beim Drang ins Ausland kann man Schub- und Sogfaktoren unterscheiden (Push- und Pull-Faktoren), wobei es auf die Betrachtungsweise ankommt: Vergleichsweise hohe Lohnkosten bei gleichzeitig zunehmender (billiger) Importkonkurrenz in bestimmten Branchen ‹drängen› Unternehmen ins Ausland, umgekehrt sind niedrige Lohnkosten in Osteuropa oder Südostasien attraktive Sogfaktoren. Dann bietet sich oft eine Verlagerung von Produktionskapazitäten in ‹Billiglohnländer› an: Deutsche Nordseekrabben («Granat») werden mit Kühllastern z. B. nach Ungarn gebracht, dort ‹gepult› und wieder nach Deutschland zum Verkauf zurückgebracht; Stoff wird in Deutschland gewebt und daraus in Hongkong T-Shirts gefertigt; Wäsche wird von Deutschland nach Polen gebracht und dort gewaschen, usw. Eine Arbeiterstunde kostet in Ungarn knapp 5 Mark, in Bulgarien noch weniger, in Deutschland rund 48 Mark (2001). Solche Auslagerungen von Produktionen oder Produktionsschritten sind in der Textil-, Leder- oder Elektroindustrie und vielen anderen Branchen zu beobachten und in steigendem Maße auch bei Computersoftware, wo sich beispielsweise Indien einen Namen gemacht hat; die Idee mit der Green Card für den ‹Import› von Computerspezialisten im Jahr 2000 war nur ein (ziemlich unsinniges) Detail.
Schubfaktoren sind sicherlich das Wegsacken von Inlandsmärkten durch Sättigung der Nachfrage oder Konkurrenz aus dem Ausland (Abb. A-1/3). «In Deutschland wächst nichts mehr; wir müssen in die Welt gehen», sagte mir unlängst ein Unternehmenschef. Daher können viele Unternehmen ihre Kapazitäten nur durch Aufträge aus dem Ausland auslasten oder Kostendegressionen (economies of scale) realisieren; nicht wenige Branchen – u.a. Bau-, Chemie- oder Autoindustrie, Maschinen- und Anlagenbau – sind in ihrer Existenz in starkem Maße von Auslandsaufträgen abhängig. Ein wichtiger Aspekt ist sicherlich auch das Streben nach Risikostreuung.
Als Sogfaktor ist auch anzusehen, wenn Zulieferer mit wichtigen Kunden mitgehen (müssen), u. a. in der Autoindustrie, wo sie den Herstellern beispielsweise in die USA oder nach
Abb. A-1/3: Importkonkurrenz
Brasilien gefolgt sind, oder Unternehmen müssen ihren Konkurrenten ins Ausland folgen («me too!»), um nicht ‹überholt› und ‹abgehängt› zu werden und ins Hintertreffen zu geraten, durch Ausnutzen von Kostenvorteilen und Besetzen von Marktpositionen (outpacing). Auch ungarische Kunden kaufen eher Konsum- oder Investitionsgüter, wenn die Firma durch Fabriken, Geschäfte oder Büros im eigenen Lande vertreten ist.
Insgesamt entsteht für viele Unternehmen ein zunehmender Zwang zur Teilnahme am internationalen Geschäft. Auch Unternehmen, die noch vor wenigen Jahren nicht daran gedacht haben, erkennen heute eine Notwendigkeit, internationale Beziehungen aufzunehmen. In nicht wenigen Fällen ergeben sich die ersten Auslandskontakte eines Unternehmens ‹passiv›, indem ein Exportauftrag von einem bislang unbekannten ausländischen Kunden eingeht, der von sich aus den Kontakt herstellt oder neben dem der Juniorchef vielleicht zufällig im Urlaub an der Bar gesessen hat. Schon aktiver wird ein Unternehmen, wenn es sich auf einer Fachmesse oder – heute in zunehmendem Maße – im Internet präsentiert bzw. Kontakte sucht, um Auslandsaufträge einzuwerben.
Die Internationalisierung erfordert nicht nur veränderte Blickwinkel seitens der Unternehmen, sondern wirkt sich auf den Managementstil und das unternehmerische Verhaltensweisen aus: Viele Unternehmer und Mitarbeiter sitzen mehr im Flugzeug als im Auto; das Produktdesign, die Vertriebsmethoden und die Werbung müssen auf ausländische Kulturkreise abgestimmt werden; die spezifischen Risiken des Auslandsgeschäfts müssen erkannt und abgesichert werden, usw. Dadurch ergibt sich auch eine Globalisierung des Arbeitskräfteeinsatzes: Wer heute in der Wirtschaft Karriere machen will, muß fest damit rechnen, oft und viel im und mit dem Ausland zu arbeiten.
Die Verwirklichung des Binnenmarktes der Europäischen Union und die Schaffung der Währungsunion mit dem Euro bedeuten eine gewaltige Schubkraft für die Internationalisierung. Hinzu kam der Zusammenbruch des Ostblocks mit der Folge, daß sich die ehemaligen sozialistisch orientierten Länder der Marktwirtschaft zugewandt haben. Viele sog. «Transformationsländer» in Osteuropa und Asien bemühen sich um neue Formen der wirtschaftlichen Entwicklung. Parallel dazu vollzieht sich schon seit längerem weltweit ein Prozeß der Liberalisierung der Märkte und der Deregulierung vieler Sektoren.
Viele kleinere Unternehmen sind noch deutlich auf die EU fixiert. Neben Westeuropa haben sich als Schwerpunkte des internationalen Handels Nordamerika, Osteuropa und der ost- und südostasiatische Raum herausgebildet. Die Industrieländer dieser sog. Triade machen den Großteil des Welthandels unter sich aus. Zudem haben sie die Handelsbeziehungen zu Mittel- und Osteuropa sowie Lateinamerika verstärkt («emerging markets», Reformländer, Transformationsländer). Afrika spielt nach wie vor kaum eine Rolle in der globalisierten Wirtschaft; allenfalls Südafrika und Ägypten weisen eine gewisse Dynamik und Attraktivität auf (Abb. A-1/4).
Abb. A-1/4: Afrika – verlorener Kontinent?
Die Globalisierung ist nicht aufzuhalten; wir werden damit leben müssen. Der externe Druck wird sich noch verschärfen; man spricht bereits von einer «dritten industriellen Revolution». In diesem Zusammenhang erhalten Begriffe wie Globalisierung oder internationale Arbeitsteilung einen tendenziell zu positiven, zu neutralen touch: Globalisierung bedeutet in weiten Bereichen der Wirtschaft einen entsprechenden Veränderungsdruck und Anpassungszwang. Dieser äußert sich auch und insbesondere in einer Zurückführung unserer sozialen Absicherungssysteme. Wegen des Hintergrundes der Massenarbeitslosigkeit erscheint eine Ausdünnung des sozialen Netzes erforderlich, denn immer weniger Beitragszahler müssen durch immer höhere Beiträge ständig sinkende Leistungen an immer mehr Empfänger finanzieren. In einer Situation der Vollbeschäftigung wäre von solchen ‹Reformen› sicherlich keine Rede. Um so erstaunlicher ist es, daß diese ökonomischen und sozialen Veränderungen bislang relativ wenig Reaktionen in der Bevölkerung hervorrufen.
Im folgenden Teil B werden wir Aspekte darstellen, die für die Beurteilung, Auswahl und Erschließung neuer Märkte von Bedeutung sind.
2Kurt Tucholsky, Kurzer Abriß der Nationalökonomie, in: Weltbühne 15.9.1931. Schöner kann man es nicht sagen.
3Niehoff, Walter / Reitz, Gerhard,Going Global – Strategien. Methoden und Techniken des Auslandsgeschäfts, Berlin et al. 2000.
4 Eine interessante Lektüre ist Müller, Stefan / Kornmeier, Martin, Internationale Wettbewerbsfähigkeit, München 2000.
5 Rechnerisch bedeutet dies die Relation Gewinn: Kapitaleinsatz, wobei es verschiedene Varianten gibt: Eigen- oder Fremdkapital, Betriebs- oder Unternehmensgewinn, vor/nach Steuern usw.
Bevor man sich auf internationale Aktivitäten einläßt, sollten einige vorbereitende Grundsatzüberlegungen sehr bewußt angestellt werden:
(1) Wollen wir uns überhaupt im Ausland engagieren? Warum? Welche Ziele werden mit einem Auslandsengagement verfolgt und wie sollen sie erreicht werden? Die Antwort hängt davon ab, welche Vorteile man sich von einem Auslandsengagement verspricht, u. a. im Hinblick auf Umsatzausweitung, Kapazitätsauslastung, Kostensenkung, Gewinnzuwachs oder Beschäftigungssicherung. Toyota hatte dies für den Eintritt in den US-amerikanischen Markt griffig formuliert: Beat Benz!6 Man sollte auch beherzigen: Kein Export um jeden Preis.
(2) Suchen wir für die bestehende Produktpalette neue Märkte – wobei das Produkt ggf. auch angepaßt und verändert werden muß – (ressourcenorientierte Strategie) oder wollen wir für ausgewählte Zielmärkte Produkte entwickeln (marktorientierte Strategie)? (Abb. B-1/1).
Abb. B-1/1:Erfolgskriterien
„Erfolgreiche Unternehmen bieten nicht das an, was sie für kundenorientiert halten, sondern das, was ihre Kunden für kundenorientiert halten.“
„Die Produktidee ist die Lösung eines Kundenbedürfnisses.“
(3) Welcher Markt ist für unsere Produkte geeignet? Hat das Unternehmen exportfähige Produkte? Müssen Produkte ggf. angepaßt werden? Zur Beantwortung dieser Fragen müssen vergleichende Marktanalysen angefertigt werdem, die u. a. das Nachfragepotential, das Absatzpotential, die Kundenzielgruppen und die interne und externe Wettbewerbsstruktur erhellen.
(4) Welche Art von Auslandsengagement wollen wir? Wollen wir allein vorgehen oder eine Kooperation mit anderen Unternehmen – im Inland oder Ausland – suchen? Dies hängt von zahlreichen Aspekten ab, u. a.:
Können wir den Markt von Deutschland aus bedienen oder müssen wir ‹vor Ort› präsent sein? Hierbei sind Gesichtspunkte zu berücksichtigen wie z. B. Transportkosten, Verteilungssysteme, Serviceintensität, Kundenbeziehungen, Einfuhrvorschriften etc. Eine wichtige Entscheidung ist dabei, ob ein Produktionsunternehmen oder nur eine Distributionseinheit errichtet werden soll.
Wollen wir nicht nur auf der strategischen, sondern auch auf der operativen Managementebene entscheiden und führen?
Welche Kosten entstehen durch unterschiedliche Formen des Engagements? Wieviel Kapital wollen wir investieren?
Sind die wirtschaftlichen und politischen Risiken akzeptabel?
(5) Haben wir hierfür hinreichend technische, finanzielle personelle, organisatorische und zeitliche Kapazitäten für die Betreuung und Abwicklung der Auslandsaktivitäten? Was geschieht damit, wenn sich unsere Erwartungen nicht erfüllen?
Grundlage eines Auslandsengagements sollte eine umfassende strategische Analyse sein. Sie geht von den Unternehmenszielen und den Grundprinzipien des Unternehmens aus und muß unbedingt die mit dem internationalen Engagement anvisierten Ziele definieren (Abb. B-1/2). Dies wird ergänzt durch eine nach innen und außen gerichtete SWOT-Analyse(Strengths, Weaknesses, Opportunities, Threats – Stärken, Schwächen, Chancen, Risiken; die Methodik wird ausführlich in Abschnitt B-3 dargestellt). Aus diesen analytischen Grundlagen wird dann ein strategisches Konzept entwickelt. Es umfaßt neben der Selektion der Zielmärkte (Marktauswahl) die Frage, wie man in diese Märkte eintreten will (ob man beispielsweise für die gegebene Produktpalette neue Märkte sucht oder auch mit ggf. neu zu entwickelnden oder entsprechend anzupassenden Produkten auf neue Märkte vordringen will: Markteintrittsstrategie), die Entscheidung über die Markteintrittsform (dies reicht von ‹bloßem› Export bis zur Tochtergesellschaft und ist vor allem eine Frage des Kapitaleinsatzes und des unternehmerischen Risikos), die Entscheidungen über die Marketinginstrumente und die Organisation dieser Parameter im Unternehmen. Dies ist zu ergänzen durch Finanzierungsüberlegungen. Oft wird es sich anbieten, die Gesamtheit dieser Vorüberlegungen als Projekt zu definieren, um Alternativen zu erarbeiten und die Entscheidungen vorzubereiten.
Abb. B-1/2: Strategieschritte
Entscheidungen treffen
über die mit dem Schritt ins Ausland verfolgten Zielein welche Märkte man geht (Marktauswahl, Abschnitt B-4)über die Markteintrittsstrategie (Abschnitt B-5)wie man in die Märkte eintritt (Markteintrittsform, Abschnitt B-6)über die Marketinginstrumente (Marketingmix, Abschnitt B-7)über die Organisationsform (Teil C)Für viele Unternehmer ergibt sich der erste Geschäftskontakt ins Ausland oft zufällig, weil sie mit einem späteren Geschäftspartner irgendwo aus ganz anderem Anlaß zusammengetroffen sind oder weil von bislang unbekannter Seite ein Auftrag eingeht (Ordergeschäft). Eine gezielte Geschäftsanbahnung kann auf vielfältige Weise erfolgen: Unternehmen stellen sich auf Messen im Inland oder Ausland vor, durch Aufnahme in Profil- und Adreßdateien von Verbänden, Banken, Kammern und Institutionen (beispielsweise kann eine Registrierung im Supply Roster beim IAPSO, dem Inter Agency Procurement Service Office der Vereinten Nationen, oder in das Unternehmensregister einzelner UN-Organisationen Aufträge bringen)7, oder durch Präsentation im Internet, durch Werbung in in- und ausländischen Fachzeitschriften, in branchenspezifischen Länderbeilagen großer ausländischer Tageszeitungen (die z. B. oft im Zusammenhang mit Staatsbesuchen aufgelegt werden), oder sie nehmen teil an Informations- und Kontaktanbahnungsreisen, die nicht selten finanziell unterstützt werden (u.a. vom Rationalisierungs-Kuratorium der Deutschen Wirtschaft, den Unternehmensverbänden oder den Bundes- oder Landeswirtschaftsministerien) – und dann wartet man ab, ob Fische anbeißen.
PRAXISTIP Auf Bundes- und Landesebene gibt es finanzielle Unterstützungen für Unternehmen, die eine Beratungsfirma mit der Evaluierung von Auslandschancen beauftragen wollen. Die Industrie- und Handelskammern sowie die Handwerkskammern verfügen über Informationen, ebenso das Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie (www.bmwi.de).
Zudem fördert das Bundeswirtschaftsministerium jedes Jahr Informations- und Kontaktveranstaltungen in Deutschland und im Ausland. Das Programm kann unter www.bfai.deabgerufen werden.
Parallel dazu werten Unternehmen ihrerseits Informationen aus dem Ausland aus, schreiben potentielle Partner von sich aus direkt an (Offertengeschäft) oder nehmen Kontakt auf mit Anlaufstellen im In- und Ausland wie z. B. Trade Development Boards (Councils) anderer Länder oder den Wirtschaftsabteilungen der deutschen Botschaften und Generalkonsulate, nehmen an internationalen Ausschreibungen (tenders) teil, über die u. a. die Bundesagentur für Außenwirtschaft (Bfai, Köln) (früher: Bundesstelle für Auslandsinformationen, Bfai8), die dem Bundeswirtschaftsministerium angegliedert ist, die Industrie- und Handelskammern (IHKs9) oder die AHKs (Auslandshandelskammern) informieren, die dem Deutschen Industrie- und Handelskammertag (DIHK)10 unterstellt sind (Abb. B-2/1). Die AHKs bieten ein spezielles, umfassendes Servicepaket «Internationale Markterschließung» an. Es umfaßt Marktstudien, Absatzberatung (Nennung von potentiellen Abnehmern, Produkt- und Unternehmenspositionierung etc.), Terminorganisation bei Erkundungsreisen und Rechtsauskunft (Handels- und Bonitätsauskünfte, Vertragsgestaltung, Handelsvertreterrecht, Firmengründung, Arbeitsrecht und Inkassoverfahren).11
Abb. B-2/1:
Diese Organisationen ebenso wie Delegierte und Repräsentanzen der Deutschen Wirtschaft in vielen Ländern («Deutsche Häuser») oder Vereine wie der Ostasiatische Verein (OAV) verfügen über sehr umfassende und solide Beratungskompetenzen. Viele Informationen werden von der Bfai kostenlos an die IHKs weitergegeben, die diese meist ohne Quellenangabe in ihr Beratungsangebot übernehmen. Die Informationen, die von ausländischen Regierungsstellen ins Internet gestellt werden, sind mit Vorsicht zu genießen, weil oft unbequeme Details verschwiegen und auch schon mal falsche Behauptungen aufgestellt werden. Externe Daten von dritter Seite sind aber auch nicht immer 100-prozentig richtig.
Der Beratungs- und Unterstützungsservice der Wirtschaftsreferate der deutschen Botschaften im Ausland ebenso wie der diplomatischen Vertretungen ausländischer Staaten in Deutschland hängt – das muß man leider sagen – von der personellen Kompetenz und dem persönlichen Engagement der Ansprechpartner im Einzelfall ab. Meine Erfahrungen mit Anfragen von Deutschland aus an unsere diplomatischen Vertretungen im Ausland sind gemischt, wenngleich insgesamt positiv. Anfragen an ausländische Vertretungen in Deutschland schneiden schlechter ab. Viele Entwicklungsländer können ihre Botschaften oder Konsulate in Deutschland aus Kostengründen nur mit Mühe offenhalten (ein Umzug nach Berlin stellt oft erhebliche Probleme). Umgekehrt wurde in Afrika jede zehnte deutsche Botschaft in den letzten zwei Jahren geschlossen. Wenn es irgend geht, sollte man sich die Kosten und die Mühe machen, eine Sondierung ‹vor Ort› im Ausland zu unternehmen, um dann zu entscheiden, ob vertiefende Markterkundungen sinnvoll sind.
PRAXISTIP Bei Reisen in außereuropäische Länder sollte man zur Informationsgewinnung neben den deutschen Botschaften unbedingt auch Kontakt suchen zu den Vertretungen der politischen Stiftungen (KAS: Konrad-Adenauer-Stiftung / CDU); FES: Friedrich-Ebert-Stiftung / SPD; FNS: Friedrich-Naumann-Stiftung / FDP; HSS: Hanns-Seidel-Stiftung / CSU), HBS: Heinrich-Böll-Stiftung / Bündnis90/Grüne) sowie der Deutschen Gesellschaft für technische Zusammenarbeit (GTZ) und der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW), die in der Regel über profunde und verläßliche Informationen verfügen und auch Kontakte zu lokalen Unternehmen und Verbänden vermitteln können. Dies sollte man ergänzen durch Gespräche mit Botschaftsvertretern anderer Länder und Repräsentanten internationaler Institutionen wie Weltbank, Internationalem Währungsfonds (IWF/IMF) oder dem Entwicklungsprogramm der Vereinten Nationen (UNDP/PNUD).
Ganz wichtig aber – das zeigen die Erfahrungen immer wieder – ist der Erfahrungsaustausch mit anderen Unternehmern, und zwar sowohl mit eigenen Zulieferern, Kunden, Konkurrenten als auch mit erfahrenen Kollegen aus anderen Branchen im Inland und im Zielland. Im Hinblick auf die Anbahnung konkreter Kontakte sind Messen eines der erfolgreichsten Marketinginstrumente – natürlich nur, wenn sie entsprechend nachbearbeitet werden: Kontaktpflege ist wichtig. In diese sollten auch wichtige Mitarbeiter des ‹eigentlichen› Geschäftspartners einbezogen werden. Nach dem Motto «Kleine Geschenke erhalten die Freundschaft» kann man beispielsweise anläßlich nationaler Feiertage oder Feste oder zum Firmenjubiläum oder aus sonst einem Anlaß einen Gruß senden und überhaupt den Partner auch über Entwicklungen und Veränderungen im eigenen (Export-)Land auf dem laufenden halten, auch wenn dies nicht direkt mit einem Auftrag zusammenhängt.
Deutschland ist der wichtigste Messeplatz der Welt; mehr als zwei Drittel der international bedeutsamen Messen dinden hier statt. Messen dienen neben der Präsentation von Waren und der Informationsvermittlung auch der Anbahnung von Kontakten und dem Abschluß von Kontrakten (Verkaufsmessen), so daß sie teils Vorstufe des Außenhandels, teils selbst Handelsform sind (Abb. B-2/2). Vielen Unternehmen ist die Orderfunktion, d. h. das Hereinholen von Aufträgen, weniger wichtig als die Kommunikationsfunktion. Schätzungsweise können 20 % aller Exportaufträge auf Messebeteiligungen zurückgeführt werden. Aus Anbietersicht sind Messen im Ausland auch Gelegenheiten, Absatzwege, Kaufgewohnheiten und Verbraucherpräferenzen kennenzulernen und – last not least – das Konkurrenzangebot zu prüfen.
Für Messen und Ausstellungen müssen Waren, Anlagen und andere Güter ins Ausland transportiert und ggf. anschließend wieder zurückgebracht werden. Die damit verbundenen Kosten können erheblich sein. Die Bundesregierung und die Bundesländer fördern daher – neben allgemeiner Beratung und finanzieller Unterstützung –auch Messebeteiligungen deutscher Firmen im Ausland, insbesondere in Form von Firmengemeinschaftsständen, bei denen u.a die Betreuung am Messeort, die Überlassung von Ausstellungsflächen, die allgemeine Werbung und die Nutzung von Kommunikationsmitteln mit öffentlichen Mitteln gewährleistet oder unterstützt wird. Sofern die auf Messen angebotenen Güter im Ausland nicht verkauft werden sollen, muß bei der Verbringung ins Gastland eine bestimmte zollrechtliche Behandlung erfolgen, damit der nur vorübergehende «Import» ins Gastland nicht zu Zoll- oder anderen Abgabenzahlungen führt (vgl. Abschnitt L-5.3 zum CarnetATA).
Abb B-2/2:
PRAXISTIP Neben anderen Stellen (BMWi, Landes-Wirtschaftsministerien, IHK's, BfAI) informiert der Ausstellungs- und Messeausschuß der deutschen Wirtschaft (AUMA) in Köln (www.auma.de) über die Auslandsmessen, die mit Bundesmitteln gefördert werden. Von den insgesamt über 10.000 Messen im Ausland werden etwa 150-200 in das offizielle Messeprogramm aufgenommen. Dabei werden keine direkten Zahlungen geleistet, sondern die Förderung vollzieht sich über subventionierte Teilnahmegebühren, die um 40-50% niedriger liegen können. 90% der geförderten Unternehmen sind KMU, um deren Nachteile im Wettbewerb mit größeren Unternehmen, in der Informationsbeschaffung und der Finanzierung zu vermindern. Natürlich treten dabei auch «Mitnahmeeffekte» auf, weil Firmen auch ohne diese Unterstützung an einer Messe teilgenommen hätten.
Befragungen zeigen, daß Unternehmen mit zunehmender Größe sich eher an Messen beteiligen. Das wichtigste Problem ist der Aufwand für die Messevorbereitung. In kleineren Unternehmen nimmt meist der Chef selbst an den Messen teil und ist dadurch entsprechend belastet. Die Messe-Nachbereitung kommt daher oft zu kurz, und dies wiederum beeinträchtigt den Nutzen der Messebeteiligung.
Wenn man schon etwas weiter ‹globalisiert› ist, empfehlen sich komplementäre Aktivitäten: Die IHK-Gesellschaft zur Förderung der Außenwirtschaft und der Unternehmensführung mbH in Berlin beschäftigt sich mit Schulungsprogrammen, Wirtschaftstagen und Exportseminaren, vorrangig für Mittel- und Osteuropa, Asien und Amerika.
Das Kooperationsbüro der Deutschen Wirtschaft, Berlin, berät vor allem Unternehmen aus den neuen Bundesländern bei der Markterschließung in Mittel- und Osteuropa und vermittelt auch Kontakte und Kooperationen. Allüberall in Europa und 30mal in Deutschland ist die EU mit Beratungsstellen vertreten (Euro Info Centren), die über rechtliche, wirtschaftliche, technische und soziale Fragen bezüglich der Mitgliedsländer Auskunft geben. Im Rahmen der bi- und multilateralen Entwicklungszusammenarbeit ergeben sich zahllose Möglichkeiten der Auftragsbeschaffung. Um Überschneidungen zu vermeiden, vergleichen Sie bitte auch Teil D im Zusammenhang mit Finanzierungsmöglichkeiten.
Soweit, so gut. Nun liegen also Anfragen, Angebote und Kaufaufträge auf Ihrem Tisch. Wenn man es nicht schon vorher gemacht hat, muß spätestens jetzt – am besten durch eine SWOT-Analyse – untersucht werden, ob das Unternehmen grundsätzlich Chancen auf Auslandsmärkten hat. Und dann muß entschieden werden, welche Märkte von Interesse sind. Hier besteht ein gewisses Wechselspiel, weil die Stärken und Schwächen eines Unternehmens auch marktabhängig sind, während umgekehrt die Marktauswahl vom Profil des Unternehmens mit bestimmt wird.
Eine SWOT-Analyse untersucht Stärken (strengths), Schwächen (weaknesses), Chancen (opportunities) und Risiken (threats). Sie geht von den Unternehmenszielen und den Grundprinzipien des Unternehmens aus und kann sich auf das Unternehmen insgesamt, auf ein Produkt, eine Produktgruppe, ein Projekt oder einzelne Prozesse erstrecken, entweder allgemein oder mit Blick auf bestimmte Märkte. Eine SWOT-Analyse kann für Exportmärkte, für Direktinvestitionen und eigentlich für jede Entscheidungsfrage angestellt werden. Die Perspektive ist dabei sowohl nach innen als auch nach außen gerichtet: Stärken und Schwächen beziehen sich auf interne Aspekte des Unternehmens und können vom Unternehmen beeinflußt werden (z.B. das Produktprogramm oder das Marketingkonzept), Chancen und Risiken ergeben sich aus den externen Rahmenbedingungen und entziehen sich der Beeinflussung durch das Unternehmen (z. B. die rechtlichen Rahmenbedingungen im Zielland). Vgl. auch Abschnitt B-5.
Für die unternehmensinternenStärken und Schwächen(strengths and weaknesses) müssen Kriterien und Indikatoren erarbeitet werden (vgl. unten). Stärken sind komparative Vorteile des Unternehmens (bzw. des Produkts), z. B. im Hinblick auf die Kernkompetenzen und die technischen, personellen, organisatorischen oder finanziellen Ressourcen und Kapazitäten des Unternehmens. Schwächen sind komparative Nachteile, Defizite oder zurückhaltender: ‹Bereiche mit Verbesserungspotentialen›. Sie signalisieren Handlunsgbedarf
. Stärken und Schwächen können sinnvoll nur im (zumindest impliziten) Vergleich mit anderen Unternehmen betrachtet werden, wobei sowohl aktuelle als auch potentielle Konkurrenten zu berücksichtigen sind. Sinnvoll ist es, sich für jedes Kriterium mit einem vorbildhaften Unternehmen zu vergleichen (benchmarking), denn der Vergleich mit einem fußkranken Kollegen verleitet zur Selbstüberschätzung. In vielen Fällen ist es auch möglich, statt an einem Vergleichsunternehmens sich an etablierten Normen und Standards zu orientieren (beispielsweise ISO- oder DIN-Normen), um ihre Erreichung zu überprüfen.
Produkte lassen sich natürlich fast problemlos vergleichen; das ‹fast› bezieht sich auf Produktionsdetails, Rezepturen und sonstige Geheimnisse. In der Praxis ist es hingegen nicht immer einfach, Vergleichsdaten für Konkurrenzunternehmen zu bekommen, denn viele Daten sind – und bleiben – natürlich unternehmensintern. Insbesondere der Vergleich mit ausländischen Konkurrenten in neuen Zielmärkten ist nicht immer leicht durchzuführen. Dafür lohnt sich Industriespionage nur selten. Im näheren Umfeld hingegen – deutsche Konkurrenten im Auslandsmarkt – läßt sich so manches in Erfahrung bringen, z. B. aus veröffentlichten Jahresabschlüssen (die ‹verkürzte› Publizitätspflicht für kleine Kapitalgesellschaften in Form der Hinterlegung des – vereinfachten – Jahresabschlusses beim Handelsregistergericht bringt allerdings selten viel Erhellendes). Zudem kennt man sich meist sowieso in der Branche, und ein bißchen Umhören trägt viel Interessantes zusammen. («Ich sage es Ihnen nur unter dem Siegel der Verschwiegenheit ...», und schon ist es ‘rum im Markt).
PRAXISTIP Stärken-Schwächen-Analysen, die ja unternehmensinterne Aspekte evaluieren, sollten möglichst durch externe Fachleute unterstützt werden, weil sie meist objektiver sind und oft Dinge sehen, für die Unternehmensangehörige betriebsblind geworden sind. Meist ist die eigene Einschätzung zu optimistisch oder zu pessimistisch; Optimisten glauben gerne ihrer eigenen Propaganda. Externe sind u.a. nützlich bei Bewertungen von Managementfähigkeiten, organisatorischen Strukturen, Wettbewerbssituation, Marktanalysen, technologischen Entwicklungen, Kundenmeinungen und -einstellungen.
Auf der anderen Seite müssen die Chancen und Risiken (Gefahren) (opportunities and threaths) analysiert werden, die sich aus dem in- und ausländischen Umfeld ergeben, also unternehmensextern sind und sich der Beeinflussung durch das betrachtete Unternehmen entziehen, u.a. die Wettbewerbsstruktur, traditionell und kulturell geprägte Besonderheiten. Chancen (opportunities) ergeben sich aus einem positiven Umfeld, in welchem die Stärken des Unternehmens unterstützt werden und folglich ausgebaut werden sollten, ggf. unter Zurückführung anderer Aktivitäten, für die Schwächen oder Risiken identifiziert wurden (eine günstige Regierungskoalition, die den Rechtsrahmen günstig verändert, aktuelle Ereignisse, aus denen man Nutzen ziehen kann (Hackerangriffe bereiten den Markt für elektronischen Datenschutz vor). Ein allgemeiner Bedarf an bestimmten Gütern ist grundsätzlich eine Chance. Das Marktpotential sollte allerdings etwa präziser quantifiziert werden, als es der eingangs zitierte Schuhsohlenhersteller tat: 1 Milliarde Chinesen mal zwei Füße gleich Marktchance.
Risiken (threats, challenges) ergeben sich aus ungünstigen, negativen Rahmenbedingungen, die – wenn man sie nicht hinreichend berücksichtigt, den Erfolg des Unternehmens beeinträchtigen können, beispielsweise das Beziehungsgeflecht, das im japanischen Markt typisch ist, oder aktuelle Ereignisse, die sich lähmend auswirken können (Umweltskandale erschüttern das Image eines Industriesektors). Risiken weisen wie Schwächen auf Handlungsbedarf hin.
Eine Umfeldanalyse umfaßt insbesondere eine Branchenanalyse: Branchenstruktur (Organisation, Zahl der Anbieter), Markteinteile (absolut, relativ, Verhältnis zu Marktanteilen von Konkurrenten12), Kapazitätsauslastung, Umsätze, Qualitäten, Preise, sonstige Konditionen, Lieferfristen, Service, Substituierbarkeit, Kostenstruktur, Gewinnsituation etc. Hinzu kommt eine Analyse der Kundenstruktur (u.a. Zahl und Bedeutung der Kunden) sowie eine allgemeine Nachfrageanalyse (Erfahrungen, Trends).
Die allgemeinen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen beeinflussen u. a. die Kaufkraft und die Konsumgewohnheiten. (Interessanterweise lassen sich Luxusgüter oft gerade in ärmeren Ländern absetzen, weil sie als Statussymbole für die Reichen einen guten Markt haben.) Hinzu kommen die landesinternen Finanzierungsmöglichkeiten oder die Fluktuationen der Wechselkurse (Volatilität), die steuerliche Belastung von Gewinnen oder allgemein die Kalkulationssicherheit. Ein wichtiger Aspekt ist auch die Verfügbarkeit von Inputs, auf die ein Unternehmen zurückgreifen muß, sei es im Hinblick auf materielle Vorleistungen (Rohstoffe, Halb- und Fertigprodukte) oder Dienstleistungen, sei es die Verfügbarkeit von qualifizierten Arbeitskräften.
Die politischen Rahmenbedingungen können die Stabilität von Geschäftsbeziehungen oder das Risiko von Investitionen stark beeinflussen, u. a. im Hinblick auf das Enteignungsrisiko oder die Einschränkung der unternehmerischen Entscheidungsfreiheit. Zum Beispiel ist immer wieder zu beobachten, daß Investoren aufgrund der Investitionsgesetzgebung im Gastland eine ‹Mindestbelegschaft› für das Management lokal rekrutieren müssen, wobei die Qualifikationen nicht immer im Vordergrund stehen können. Hinzu kommen Transferrisiken für Kapital und Gewinne sowie ethnische oder religiöse Spannungen und Auseinandersetzungen bis hin zum Bürgerkrieg, aber auch die Unterbrechung von Geschäftsbeziehungen durch ein Embargo, so wie es viele deutsche Unternehmen im Hinblick auf Iran, Irak oder Serbien erleben mußten. Vgl. auch Abschnitt B-6.7.7 zum sog. Länderrisiko.
Die politischen Rahmenbedingungen überschneiden sich meist mit den rechtlichen Rahmenbedingungen, die vor allem wichtig sind für den Investitionsschutz und das Wettbewerbsrecht, die Vertragsgestaltung, Absatzwege, Markenschutz und Patentrecht, die Produkthaftung oder den Umweltschutz. Die administrativen Rahmenbedingungen sind wichtig für Genehmigungsverfahren und sonstige behördliche Prozeduren (hierzu gehört auch das Phänomen der Korruption, das für westliche Kaufleute oft sehr ungewohnt und schwierig ist) sowie für die Gestaltung von Arbeits- oder Handelsvertretungs-Verträgen (Abb. B-3/1).
Abb. B-3/1:Korruption
EXKURS Zwischen Agentenhonoraren, Sponsorengeldern und «nützlichen Aufwendungen» (NA, sprich: Bestechung) ist schwer zu unterscheiden. Eine OECD-Arbeitsgruppe gegen Korruption schätzt, daß fast jeder Exporteur bereits einmal bestochen und so versucht hat, sich einen Wettbewerbsvorteil zu verschaffen. 1997 hat die OECD eine Konvention gegen Korruption verabschiedet, die von 34 Staaten unterzeichnet wurde; 26 haben sie in nationale Gesetze umgesetzt. In Deutschland ist Bestechung – auch im Ausland – ein Straftatbestand. Juristischen Personen droht allerdings nur ein Bußgeld; ggf. kann ein Unternehmen aber den Schutz durch die Hermes-Kreditversicherung verliegen (vgl. Abschnitt H-3.2). Jedoch: In Ländern mit endemischer Korruption – u.a. China, Rußland oder im arabischen Raum – kann ein Unternehmen durch Verzicht auf Korruption schnell große Märkte einbüßen. Eine echte Zwickmühle. Aber es gibt ja Makler und andere Agenten ...
In China und auch anderen Ländern ist die Abgrenzung zwischen strafrechtlich relevanter Korruption und der Pflege und Nutzung sozialer Beziehungen (guanxi) – einschließlich Vetternwirtschaft und Nepotismus – fließend. Manche Beobachter unterscheiden auch zwischen ‹großer› und ‹kleiner Korruption). Man sollte die petite corruption› zwar nicht verniedlichen, sie aber doch abgrenzen gegen die Korruption größten Stils, die Politikern in leider sehr vielen Ländern vorzuwerfen ist. Wir kommen in verschiedenen Abschnitten auf das Korruptionsthema zurück.
Seit 1993 arbeitet in München das Deutsche Chapter der gemeinnützigen Transparency International, die sich dem weltweiten Kampf gegen Korruption verschrieben hat (www.ti-deutschland.de). TI ist in 70 Ländern vertreten.
Die soziologischen, kulturellen und demographischen Rahmenbedingungen geben Aufschluß über die Familien-, Alters- und Geschlechterstruktur oder das Bildungsniveau der Konsumenten (in Ländern mit hohem Analphabetismus z.B. können Werbebotschaften nur bedingt auf der Schrift aufbauen); ein Markt wie Japan hat traditionell sehr viel längere Vertriebswege als z. B. Deutschland, in die ausländische Unternehmen nur ‹mit langem Atem› einsickern können; patriarchalisch geprägte Gesellschaften sind anders anzusprechen als emanzipierte; religiöse Normen setzen häufig Gebote oder Verbote – die Liste der Beispiele ließe sich beliebig verlängern. Ein wichtiger Aspekt ist oft auch die Rolle von einflußreichen Interessengruppen (z. B. Frauen-, Umwelt-, Minderheiten- und andere Gruppen) sowie die Einschätzung von relevanten Behörden und anderen Institutionen. Der Kontakt mit und ein positives Verhältnis zu diesen Akteuren ist oft ein wichtiger Aspekt, den man bei der Planung einer Markteintrittsstrategie nicht früh genug berücksichtigen kann.
Zu den Rahmenbedingungen zählen ferner geographische und klimatische Faktoren sowie die relevante Verkehrs- und Kommunikations-Infrastruktur des Ziellandes. Besonderheiten der Infrastruktur können beispielsweise die Vertriebswege beeinflussen, wenn statt Lkw oder Bahn Boote verwendet werden müssen; in tropischem Klima müssen für verderbliche Ware durchgehende Kühlketten möglich sein; ständig zusammenbrechende Strom- oder Telefonnetze können ebenso gravierende Hindernisse darstellen wie extrem unzuverlässige Verkehrsverbindungen, usw. (Abb. B-3/2).
Abb. B-3/2:Infrastrukturprobleme
