21,99 €
Mit den Baedeker E-Books Gewicht im Reisegepäck sparen und viele praktische Zusatzfunktionen nutzen!
- Einfaches Navigieren im Text durch Links
- Offline-Karten (ohne Roaming)
- Karten und Grafiken mit einem Klick downloaden, ausdrucken, mitnehmen oder für später speichern
- Weblinks führen direkt zu den Websites der Tipps
Tipp: Erstellen Sie Ihren persönlichen Reiseplan durch Lesezeichen und Notizen… und durchsuchen Sie das E-Book mit der praktischen Volltextsuche!
E-Book basiert auf: 14. Auflage 2018
Auf den Spuren der Wikinger im hyggeligen Königreich: In Dänemark leben die glücklichsten Menschen der Welt, das hat mit ihrem Radfahrdrang zu tun, ist aber auch ihr Lebensgefühl und ihre Grundeinstellung. Holen Sie sich etwas Glück und entschleunigen Sie beispielsweise am Nyhaven in Kopenhagen. Action und Abenteuer für die Kleinen gibt es im Legoland in Billund. Eintauchen in die Welt der Märchen können Sie im Haus von Hans Christian Anderson und die Natur können Sie nicht besser erleben als auf einer Wattwanderung mit Gummistiefel.
Neu im Baedeker sind die Magischen Momente, tauchen Sie auch in das Land der Dänen ein und erleben Sie ihren Magischen Moment. Beispielsweise auf einer Fahrt im Kleinen Belt zwischen Jütland und Fünen. Das ist eines der Walreichsten Gewässer der Welt und ein einzigartiges Erlebnis, wenn sich die Giganten des Meeres aus dem Wasser heben!
Das E-Book können Sie in Legimi-Apps oder einer beliebigen App lesen, die das folgende Format unterstützen:
Seitenzahl: 575
Veröffentlichungsjahr: 2018
Ihr digitaler Baedeker
Übersichtskarte Dänemark
Preiskategorien & Legende
Willkommen bei Baedeker!
10 Souvenirs (Baedeker Überraschungen)
Baedekers Top-Ziele
Magische Momente
Wo die rote Sonne im Meer versinkt
Zwei links, zwei rechts
Am liebsten alle
Leinen los!
Walsafari auf dem Kleinen Belt
Zu Dänemarks Vorfahren
Hinter dem Horizont
Zwei Füße, zwei Meere
Welt unter Wasser
Mit dem Kajak in die Südsee
Starensemble am Abendhimmel
Mit der Fähre in die Ferne
Wo Hygge zuhause ist
Goldene Bornholmer
Der längste Tag des Jahres
Wo Dänemark zu Weihnachtstische bittet
Überraschendes
6 x Typisch
6 x Unterschätzt
6 x Für Kinder
6 x Durchatmen
6 x Erstaunliches
Das ist Dänemark
Touren
Tour 1: Düne, Watt und Strand in Jütland
Tour 2: Der reiche Osten Jütlands
Baedeker Wissen: Königliche Residenzen
Tour 3: Fünen und die dänische Südsee
Tour 4: Schlösser und Könige: Rund um Kopenhagen
Ziele
Aabenraa
Aalborg
Aarhus · Djursland
Ærø
Als
Anholt
Bornholm
Esbjerg
Baedeker Wissen: Das Gold des Nordens
Faaborg
Falster
Fanø
Fredericia
Frederikshavn
Frederikssund
Haderslev
Helsingør
Herning
Hillerød
Himmerland
Hjørring
Holstebro
Horsens
Kalundborg
Køge
Kolding
Kopenhagen
Baedeker Wissen: Schloss Rosenborg
Korsør
Læsø
Langeland
Legoland
Baedeker Wissen: Das Stein-Reich
Limfjord
Lolland
Baedeker Wissen: Der Fehmarnbelttunnel
Middelfart
Møn
Næstved
Nyborg
Odense
Baedeker Wissen: Fast wie ein Märchen
Randers
Ribe
Ringkøbing
Ringsted
Rømø
Roskilde
Baedeker Wissen: Dom von Roskilde
Baedeker Wissen: Der »Seehengst«
Samsø
Silkeborg
Baedeker Wissen: Die Energieinsel
Skagen
Slagelse
Svendborg
Baedeker Wissen: Auf den Spuren der Wikinger
Tønder
Velje
Viborg
Vordingborg
Hintergrund
Das Land und seine Menschen
Baedeker Wissen: Dänemark auf einen Blick
Baedeker Wissen: Moderne Monarchie
Geschichte
Baedeker Wissen: Raue Männer aus dem Norden
Baedeker Wissen: Øresundbrücke
Kunst und Kultur
Baedeker Wissen: Edel, praktisch, formvollendet
Interessante Menschen
Erleben und Geniessen
Bewegen und Entspannen
Baedeker Wissen: Wasserspaß in vielen Facetten
Baedeker Wissen: Radfahrland Dänemark
Essen und Trinken
Baedeker Wissen: Typische Gerichte
Feiern
Baedeker Wissen: »Orange Feeling«
Shoppen
Übernachten
Praktische Informationen
Kurz & bündig
Anreise · Reiseplanung
Badeurlaub
Auskunft
Etikette
Geld
Gesundheit
Lesetipps
Reisezeit
Sprache
Telekommunikation · Post
Verkehr
Verzeichnis der Karten und Grafiken
Impressum
Karl Baedeker erfindet den Reiseführer
So nutzen Sie Ihr E-Book optimal
Sie möchten direkt alle Informationen zu einem bestimmten Ort erhalten oder gezielt nach einem Ort oder einer Einrichtung suchen? Nutzen Sie die interne Volltextsuche des E-Books, um schnell alle relevanten Suchergebnisse aufgelistet zu bekommen.
Der Baedeker listet im Kapitel „Touren“ schon einige der schönsten Reiserouten auf. Sie können jedoch auch Ihre ganz persönliche Route planen, indem Sie die Lesezeichenfunktion Ihres E-Books verwenden. Setzen Sie dazu einfach an allen Stellen im E-Book, die Sie für Ihre individuelle Route berücksichtigen wollen ein Lesezeichen.
Laden Sie sich die Karten des Baedeker auf Ihr Endgerät herunter und und nutzen Sie sie überall, ob daheim oder unterwegs, online oder offline.
Grafik herunterladen
Preiskategorien für ein Hauptgericht
€€€€über 350 DKK€€€280 – 350 DKK€€200 – 280 DKK€bis 200 DKKPreiskategorien für ein Doppelzimmer
€€€€über 2500 DKK€€€1700 – 2500 DKK€€1000 – 1700 DKK€bis 1000 DKKTextspecial, Infografik & 3D
Top-Reiseziele
Herausragende Reiseziele
Lesen Sie faszinierende Geschichten, die man sonst eher selten zu hören bekommt.
Entdecken Sie das Besondere, Orte zum Durchatmen und einfach Unbezahlbares.
Kommen Sie zur rechten Zeit an den richtigen Ort und erleben Sie Unvergessliches.
Diesen Magischen Moment in Dänemark möchte ich Ihnen ganz besonders ans Herz legen: Nirgendwo versinkt die Sonne so schön im Meer wie in Skagen! im Sommer treffen sich abends die Romantiker am »Sonnenuntergangskiosk« auf ein Eis oder ein Glas Wein. Und wenn der rote Ballon am Horizont verschwindet: Szenenapplaus! ... Schließlich sind die selbst erlebten Geschichten die schönsten, um sie zu Hause zu erzählen.
Wir wünschen Ihnen lebendige Eindrücke und Zeit für das Wesentliche! Entdecken Sie mit Baedeker das Außergewöhnliche, lassen Sie sich inspirieren und gestalten Sie Ihr persönliches Programm nach Ihren Vorlieben.
Herzlichst
Rainer Eisenschmid, Chefredakteur Baedeker
10 Dinge und Erinnerungen, die ich mitnehme…
Eine bunt gestreifte Vase aus der Manufaktur Kähler bringt ein Stück dänische Einrichtungskultur in jedes Heim.
Das Gefühl, wie schön das nordische Vertrauensprinzip ist – ein Wort gilt noch, und Gemüse kauft man vom Erzeuger gleich am Straßenstand.
Dass in Dänemark alle Menschen ein wenig gleicher sind – und das allgegenwärtige Du nie abwertend gemeint ist
Kitsch? Ja, gerne. Eine Kleine Meerjungfrau en miniature erinnert an die schönen Momente beim großen Vorbild in Kopenhagen
Fangfrischen Fisch vom Kutter für die erste Nach-Urlaubs-Mahlzeit zuhause
Die immer etwas mystische Atmosphäre im Dom von Roskilde, wo Dänemarks Könige ihre letzte Ruhe finden
Den Blick vom Skulpturenpark des Museums Louisiana hinaus auf den blauen Øresund
Einen versteinerten Seeigel, gefunden am Ostseestrand
Einen alten Kerzenständer vom »Loppemarked « an der Straße
Ein Gefühl für »Hygge«, wenn das Wetter mal nicht so grandios war und ein gemütlicher Tee wärmt
Grafik herunterladen
Wo die rote Sonne im Meer versinkt
> > >
Zwei links, zwei rechts
> > >
Am liebsten alle
> > >
Leinen los!
> > >
Walsafari auf dem Kleinen Belt
> > >
Zu Dänemarks Vorfahren
> > >
Hinter dem Horizont
> > >
Zwei Füße, zwei Meere
> > >
Welt unter Wasser
> > >
Mit dem Kajak in die Südsee
> > >
Starensemble am Abendhimmel
> > >
Mit der Fähre in die Ferne
> > >
Wo Hygge zuhause ist
> > >
Goldene Bornholmer
> > >
Der längste Tag des Jahres
> > >
Wo Dänemark zu Weihnachtstische bittet
> > >
Dafür fährt man nach Dänemark. > > >
Genau hinsehen, nicht daran vorbeigehen, einfach probieren! > > >
Langeweile verboten > > >
Entspannen, wohlfühlen, runterkommen > > >
Hätten Sie das gewusst? > > >
D
Dänemark
Die großen Themen rund um das hygglige Königreich. Lassen Sie sich inspirieren!
© DuMont Bildarchiv/Gerald Hänel
Feierabend in Nørre Vorrupør. Die Fischerboote sind auf den Strand gezogen.
Warum leben in Dänemark die glücklichsten Menschen der Welt? Ist es die Bewegung, die glücklich macht? Fast 40 Prozent der Kopenhagener beispielsweise nutzen täglich ihr Rad für den Weg zur Schule, Uni oder Arbeit. Auch Jogging und Fitnessstudio gehören zu den Lieblingsbeschäftigungen der Dänen.
© Maurizio Rellini/huber images
Im Park von Schloss Rosenborg fängt das Glück schon mal ein wenig an.
ODER ist es die Leidenschaft fürs Süße, das für glücklich machende Endorphine sorgt? Mit fast 37 Kilogramm pro Kopf und Jahr finden sich hier wahre Zuckerfreunde. Laut OECD jedenfalls gehören die 5,7 Millionen Dänen zu den glücklichsten Menschen der Welt: Dänemark liegt im »World Happiness Report« immer ganz oben.
»Ich glaube, dass es letztlich um Geld, Wohlstand und wirtschaftliche Sicherheit geht«, sagt Professor Bent Greve. Der dänische Gesellschaftswissenschaftler von der Universität in Roskilde weiß, wovon er spricht: Der 63-Jährige ist hauptberuflicher Glücksforscher und hat mehrere Bücher zum Thema geschrieben. »Dänemark ist ein reiches Land. Und Menschen in wohlhabenden Gesellschaften sind generell glücklicher als jene in ärmeren Nationen«, so Greve. Und bestätigt damit wichtige Parameter der OECD-Studie wie Sicherheit, Stabilität und Zukunfts-vertrauen. »In Dänemark vertrauen die Menschen einander. Dann sind wir stolz auf unseren gut funktionierenden Wohlfahrtsstaat. Schule und Gesundheitssystem etwa sind kostenlos. Dies alles heißt, dass wir uns sicher fühlen können – sowohl konkret, etwa wenn wir auf die Straße gehen, aber auch sozial«, ergänzt der Soziologe. Zu letzterem gehört vor allem, dass Männer und Frauen gleiche Chancen auf dem Arbeitsmarkt und im Berufsleben haben.
Dass die Dänen gelassener sind als die meisten anderen Europäer, fällt besonders in Kopenhagen auf – in keiner anderen europäischen Hauptstadt ist die Atmosphäre so entspannt. Familie und Freizeit genießen einen hohen Stellenwert. Und die Work-Life-Balance wird in den meisten Unternehmen großgeschrieben. Das kann in der Praxis auch schon mal dazu führen, dass sich eine Managerin oder ein Manager vorzeitig aus einem Meeting verabschiedet, weil sie – oder er – seinen Nachwuchs vom Kindergarten abholen muss. Karriere und Familie schließen sich in Dänemark nicht aus.
Ein wichtiger Faktor ist auch die berühmte Hygge: Gemütlich und gelassen zu sein, ist ein dänischer Grundzustand – ob beim Treffen mit Freunden, beim Konzertbesuch oder im Kerzenschein zuhause in der dunklen Jahreszeit.
Landleben macht glücklich – und Dänemarks Küsten ebenfalls. So jedenfalls kann man das Ergebnis einer repräsentativen Umfrage interpretieren, die Danmarks Statistik 2016 vorgenommen hat. Wie das Ergebnis ausfiel? Kurz gefasst: Auf einer Skala von eins bis zehn leben die unglücklichsten Menschen in Kopenhagen – ihre Selbsteinschätzung liegt bei »lediglich« 7,4. An der Glücksspitze sehen sich die Menschen in der Kommune Ringkøbing-Skjern, in der auch die beliebten Urlaubsorte Hvide Sande und Søndervig liegen: Ihr Score erreicht mit 7,9 das höchste Resultat in ganz Dänemark. Nichts wie hin!
© DuMont Bildarchiv/Gerald Hänel
Wie dem Glück näher rücken? Besuchen Sie eine typisch dänische Familie und essen sie mit ihr zu Abend! So erfährt beim selbstgemachten Drei-Gänge-Menü mehr über Leben und Alltag im kleinen Königreich. Die Begegnung dauert meist etwa vier Stunden, aber vielleicht ist es ja so hyggelig, dass Sie noch etwas länger bleiben. (Preis pro Erwachsenem 480 DKK, Kinder zwischen 8 und 13 Jahren zahlen 240 DKK. Kinder unter 8 Jahren sind kostenlos dabei. Mehr Hintergründe und Anmeldung auf www.meetthedanes.dk
Die dänische Kronprinzessin Mary tritt nicht nur durch soziales Engagement hervor, sondern sorgt als Botschafterin dänischen Stils und dänischer Mode weltweit für Aufmerksamkeit.
© Francis Dean/Kontributor via Getty Images
Malene Birgers Mode steht für erschwingliche Eleganz. Wie Prinzessin Mary engagiert sie sich als UNICEF-Botschafterin.
DAS dänische Königshaus ist immer mit der Zeit gegangen – dies gilt für die modebewusste Kronprinzessin Mary umso mehr. Sie besitzt umfassende Kenntnisse der Modebranche und entwirft sogar selbst. Auch ihre langjährige Schirmherrschaft für die Copenhagen Fashion Week zeigt diese Vorliebe. Immer im Februar und August präsentieren bei Nordeuropas größter Modemesse rund 1100 Aussteller auf Laufstegen an verschiedensten Locations in der Øresundmetropole mehr als 2500 Kollektionen. Für Männer, Frauen und Kinder. Immer schön, meistens tragbar.
Dänemarks Modeszene kennt seit den 1990er Jahren nur noch eine Richtung: nach oben. Damals schossen noch heute bekannte dänische Modemarken wie Bruuns Bazaar, Day und Munthe plus Simonsen förmlich aus dem Boden. Heute gibt es landesweit rund 500 Marken, von denen viele weltweit vertrieben werden. Der Modekonzern Bestseller gehört mit Labels wie Street One oder Jack & Jones zu Dänemarks größten Exporteuren.
Trotz seines rasanten – und königlichen – Erfolges ist dänische Mode immer erschwinglich für alle geblieben. Der Stil ist dabei ebenso tragbar wie schick, ein Anspruch, der auf die nordische Designgeschichte zurückgeht, die auch die dänische Mode von heute noch prägt. Zum Beispiel in den spannenden Kollektionen von Ole Yde, Malene Birger oder Noir. Auch ein Hauch von Avantgarde fehlt nicht: Design jenseits des Konventionellen wie das von Vibe Johansson und Henrik Vibskov bereichern die Modewelt regelmäßig um ungewöhnliche, erstaunliche Kreationen – und beeindrucken weltweit.
Die dänische Kronprinzessin schweigt zu ihren Modefavoriten. Kenner wissen aber, dass Mary sicher gern in Entwürfen von Baum und Pferdgarten sowie Julie Fagerholt Heartmade zeigt. Die Linie von beiden zeigt sich klassisch mit einem Touch Sportlichkeit und Alltagstauglichkeit. Ein Stil, der perfekt zur privaten wie zur offiziellen Seite der Kronprinzessin passt.
Die vierfache Mutter engagiert sich auch für Modemacher und Designer von morgen. Mary ist Schirmherrin von Designer’s Nest – einer Auszeichnung für junge Designtalente aus ganz Skandinavien im Rahmen der Copenhagen Fashion Week. Nachhaltigkeit und Umweltbewusstsein gewinnen auch in der dänischen Modebranche an Bedeutung – dänisches Design wird grün. Ihr angeborenes Gespür für Stil und zurückhaltende Eleganz hat Kronprinzessin Mary nicht nur zu einer Botschafterin der großen dänischen Modenamen gemacht, sondern auch zu einer Hoffnungsträgerin für die nachhaltige Welt von morgen.
© Ole Jensen/Corbis
Kronprinzessin Mary zeichnet die Gewinner der Kopenhagen Fashion Week aus.
Die feste Modeausstellung im Designmuseum gefällt sicherlich nicht nur Mary, denn sie nimmt BesucherInnen mit auf eine Zeitreise durch die Mode- und Textilgeschichte des Königreichs vom Rokoko bis zu angesagten DesignerInnen wie Anne-Sofie Madsen, Henrik Vibskov und anderen. Zeitloses bis aufregendes Möbeldesign und dänische Klassiker zeigt das Museum übrigens auch. Und: Die Bredgade gilt als Kopenhagens Designstraße, an der viele Antiquitätengeschäfte und Auktionshäuser wie Bruun Rasmussen liegen.
Dänemark steht für kulinarische Trends wie die Neue Nordische Küche und Michelin-gekrönte Restaurants ebenso wie für Frisches vom Bauernhof und Traditionsreiches wie Smørrebrød & Co. – besonders spannend ist ein Besuch der lokalen Foodfestivals.
© DuMont Bildarchiv/Gerald Hänel
Dänemarks Starköche fachsimpeln beim Kulinarikfestival auf Bornholm.
WAS für eine Auswahl! Wer sich Dänemark im wahrsten Sinn des Wortes auf der Zunge zergehen lassen möchte, hat die Qual der Wahl – im positiven Sinn. Denn die dänische Küche, das lässt sich ohne Übertreibung sagen, hat seit der Jahrtausendwende eine echte Revolution erlebt. Smørrebrød oder Sterneküche? Hotdog oder Mehrgänge-Menü? Restaurantbesuch oder Selberkochen? In Dänemark sind das keine Gegensätze – Genuss verspricht beides. Mal einfach und traditionell, mal hochkarätig und innovativ.
Die Strahlkraft der dänischen Küche und der dänischen Köche ist seit Jahren ungebrochen. Die Neue Nordische Küche, die auf den Luxus der heimische Natur und die Wiederentdeckung lokaler und regionaler Lebensmittel – am besten in Bioqualität – setzt, scheint seit ihrer Erfindung anno 2004 schon fast auf dem Weg zum Klassiker. Dänische Spitzenköche wie Rene Redzepi, Rasmus Kofoed oder Claus Meyer kennen Gourmets und Kritiker weltweit. Und dänische Spitzenrestaurants wie Noma und Geranium in Kopenhagen vermögen nicht nur die Experten des renommierten Guide Michelin immer wieder aufs Neue zu überzeugen.
Nicht nur in der dänischen Hauptstadt lässt sich hochkarätig speisen – auch zahlreiche Gaststätten auf dem Land setzen inzwischen auf saisonale, nordische Gerichte mit aktuellem Esprit. Sogar traditionsreiche Badehotels wie beispielsweise das Stammershalle Badehotel auf Bornholm oder Henne Kirkeby Kro an der Nordseeküste verwöhnen ihre Gäste mit eigenen Gourmetrestaurants von internationalem Ruf. Doch Sie ahnen es wohl: Wer in einem der Michelin-gekrönten Restaurants wie Geranium, formel B oder A.O.C. in der dänischen Hauptstadt einkehren möchte, muss meist monatelange Wartezeiten in Kauf nehmen. Und das nötige Kleingeld sollte auch nicht fehlen ….
Aber, um ehrlich zu sein, muss man nicht unbedingt ein Sterne-Restaurant besuchen, um auf den Geschmack von Dänemark zu kommen: Eine ebenso bezahlbare wie ausgesuchte Küche für Jedermann bieten nämlich auch die typischen Landgasthöfe, die Kros. Oft haben diese auch spezielle Regionalgerichte auf der Karte. Die perfekte Ergänzung zum gastronomischen Angebot sind Biere aus einer der vielen spannenden Mikro- oder Hausbrauereien, Weine von einem dänischen Winzer (Dänemark ist immerhin ein von der EU anerkanntes Weinanbauland!) sowie Apfel- oder Fliederbeer-Biosäfte aus dänischem Obst. Übrigens erleben auch dänische Klassiker wie Smørrebrød und Hotdog gerade eine Renaissance, gern in Bioqualität beispielsweise in der Mittagspause – besonders bei jungen Dänen.
Ein persönlicher Tipp ist der Besuch eines der beliebten lokalen oder regionalen Foodfestivals, die vielerorts im Königreich meist rund um die Erntesaison die leckersten Erzeugnisse in den Mittelpunkt rücken. Bauern, Produzenten und oft auch Köche entführen bei Gourmetevents wie dem Rohwarenfestival auf Samsø, dem Jomfruhummerfestival (dt. Kaisergranat) auf Læsø, dem Apfelfest in Ebeltoft und zahlreichen anderen Foodevents in die vielfältige Welt von dänischen Feld- und Meeresfrüchten, Obst und Co. Besonders hoch ist die Dichte auf Fünen: Gleich drei Foodevents rücken hier im Herbst die Köstlichkeiten der Region in den Fokus.
© DuMont Bildarchiv/Gerald Hänel
Klassiker Smørrebrød: ganz bio, ganz bunt
Einmal im Jahr kocht Bornholm – im wahrsten Sinne des Wortes. Beim gastronomischen Weltklasseduell »Sol over Gudhjem« wetteifern dänische Michelin-gekrönte Köche um die Gunst der Preisrichter. Aufgabe der Star-köche ist es, aus saisonalen Bornholmer Gourmetzutaten außergewöhnliche, leckere Gerichte zu zaubern. Und zwar nicht irgendwelche – denn benannt ist der Kulinarikwettbewerb nach dem Bornholmer Nationalgericht »Sonne über Gudhjem«, einem Smørrebrød mit geräuchertem Hering, rohem Eigelb, Schnittlauch und Radieschen. Gäste dürfen den Kochstars bei der Arbeit über die Schulter schauen. (www.solovergudhjemkonkurrence.dk)
Ein dänisches Lebenselexier hat in den letzten Jahren einen Siegeszug um die Welt angetreten: Hygge gehört vom Kaffee im Büro bis hin zu Hobbies wie Stricken zu jedem dänischen Tag einfach dazu.
© DuMont Bildarchiv/Gerald Hänel
Hygge hat viel mit Entspannung und Nachbarschaft zu tun. Im Kopenhagener Nørrebro-Viertel klappt das schon ganz gut.
KENNEN Sie das? Die Erklärung zu einem Begriff liegt Ihnen auf der Zunge – aber Sie suchen nach Worten, weil eine Beschreibung eben doch nicht so einfach ist wie gedacht. Genau so ist es mit Hygge! Das dänische Phänomen hat jüngst einen Siegeszug rund um die Welt angetreten. Zeitungen, Zeitschriften, ja ganze Bücher versuchen, das nordische Lebensgefühl zu beschreiben und nacherlebbar zu machen.
Hygge ist Gemütlichkeit, heißt es dabei oft. Aber wer dabei an deutsche Gemütlichkeit denkt, greift auf jeden Fall zu kurz. Denn Hygge ist Wohlbefinden, das Mit-sich-im-Einklang sein, Zufriedenheit – und all dies lebt von unendlich vielen Zutaten und ihrer Zusammenführung. Sei es das warme Licht der Kerzen in der Dämmerung, die Ästhetik von Wohnung, Haus, Ferienhaus oder Arbeitsplatz mit ansprechendem Design, sei es die informell-schicke Kleidung im Berufsalltag, sei es das kleine Picknick beim Sonntagsausflug mit selbstgebackenem Kuchen und Kaffee aus der Thermoskanne. Hygge ist die Kunst der Dänen, den Alltag so auf Distanz zu halten, dass seine stressigen Elemente nicht überhandnehmen. Und das macht man nicht durch Rückzug ins stille Kämmerlein, sondern durch das Teilen der eigenen Welt – im Privaten mit Familie und Freunden, im Berufsleben mit Kollegen und Geschäftspartnern.
Das Miteinander ist wichtiger Teil der Lebensqualität. Gelebt wird es oft im Kleinen, sodass man es manchmal erst auf den zweiten Blick und nicht selten gar nicht erkennt: Da stehen Kaffee und Kekse unscheinbar auf einem kleinen Tischchen im Second-Hand-Laden eines caritativen Vereins, sodass Stöbernde sich kostenlos und ungezwungen bedienen können. Dort loben Bekannte beim Besuch die neue Wohnung: »Ihr wohnt aber hygglig!« Und ziehen womöglich noch die passenden Hausschuhe an, die Hyggesko – frei übersetzt »Gemütlichkeitsschuhe«.
Echte Hygge verbreitet auch ein Trend, der in den letzten Jahren wieder viele Fans gefunden hat: Handwerken wie Stricken, Nähen, Basteln, Töpfern, Musizieren und andere Do-It-Yourself-Tätigkeiten. Das Singen im Chor gehört ebenfalls dazu, denn auch dieses fördert ja das Miteinander. Andererseits: Dass auch scheinbar individuelle Leidenschaften wie Stricken gemeinsam noch schöner werden, beweist der noch recht neue Trend der zahlreichen Kreativfestivals. Dazu gehören besonders die Strickfestivals überall im Königreich.
Das Klima in den nördlichen Breitengraden kann während der kalten Jahreszeit eine Herausforderung sein, der es zu begegnen gilt. Dann ist die Hochzeit für Hygge-Liebhaber, die ihre Wohnungen und Häuser in wahre Lichtermeere verwandeln, dem Kaminofen wohlige Wärme entlocken und bei einem guten Wein dem Treiben der Natur im Dunkel der Nacht lauschen. Die dunkle Jahreszeit wirkt auf Hygge und ihre Zutaten wie ein Verstärker, lässt Wohnungen und Häuser zu konkonartigen Refugien werden. Auch die so beliebten, typisch dänischen Ferienhäuser natürlich.
Das Wollfestival in Saltum gilt als größtes seiner Art in Skandinavien: Alljährlich im Mai lädt der kleine Ort an der dänischen Nordsee zum »Uldfestival Saltum«. Das Wollevent lockt traditionell am zweiten Mai-Wochenende in- und ausländische Handarbeitsfans in eine der wellenreichsten Urlaubsregionen Dänemarks. Auf dem Programm des Festivals stehen unter anderem Workshops im Stricken oder Häkeln und Verarbeiten von Wolle und anderen Textilien, Färbekurse mit natürlichen Pflanzenfarben, Vorträge, Vorführungen alter Handwerkskunst im lokalen historischen Museum, Musik, Kulinarisches und vieles mehr. (www.uldfestival.dk)
© Shutterstock/iravgustin
Ein Wintermorgen Anfang Februar an der dänischen Westküste. Kurz vor acht Uhr. Treffpunkt Wattenmeercenter in Vester Vedsted, wenige Kilometer südwestlich von Dänemarks ältester Stadt Ribe. Es ist kalt, vielleicht ein, zwei Grad über Null. Nebel liegt über der grünen Landschaft. Kein Tag für Abenteuer – und schon gar nicht für eine Austernsafari.
© DuMont Bildarchiv/Gerald Hänel
Frischer geht’s nicht als auf der Austernsafari.
DER frühen Uhrzeit zum Trotz hat sich eine kleine Gruppe eingefunden, um in der Marsch eine der sensibelsten Naturlandschaften der Welt zu entdecken – das Wattenmeer und eine besondere Delikatesse zu schlürfen.
Nach einem kurzen Rundgang durch die Ausstellung »Wattenmeer, Marsch und Menschen« gilt es: Der Naturvejleder zeigt auf eine beeindruckende Auswahl an Watthosen in allen Größen, praktisch und vor allem wasserdicht. Dann geht es mit dem Auto hinaus an Deich und Küste. Fallen die ersten Schritte im quietschenden Schlick noch leicht, spürt man sehr schnell die Beinmuskeln. Schon verschwimmen Deich und Kirchturm von Vester Vedsted im Nebel des allmählich heller werdenden Vormittags. Ein GPS-Gerät weist an Prielen und Untiefen vorbei den Weg zu den gut zwei Kilometer vor dem Ufer liegenden Austernbänken.
Die Austern wurden ursprünglich zur Zucht aus dem Pazifik ins Wattenmeer vor Sylt und Rømø eingeführt. Dass sie sich hier selbst vermehren würden, hatte man nicht erwartet, da die Nordsee dafür eigentlich zu kalt ist. Doch Klimawandel, steigender Nordsee-Temperatur und fehlender Feinde sei Dank leben allein im dänischen Wattenmeer heute etwa 12 000 Tonnen Austern.
Nach etwa einer Stunde Fußmarsch erreicht man das Ziel – eine Muschelbank. Austern soweit das Auge reicht. Im Durchschnitt etwa handgroß. Dazu kleinere Miesmuscheln. Der Naturguide erklärt: »Austern brauchen einen festen Untergrund, um zu wachsen – also docken sie sich an die Miesmuscheln an. Erst dann ist ihre Zukunft gesichert: Immerhin können sie bis zu 30 Jahre alt werden.«
Der Naturvejleder macht es vor, greift eine Auster aus der Menge und öffnet sie sanft mit einem Messer. Dann löst er das Fleisch und schlürft den Inhalt roh aus der Muschel. Nach und nach wagen sich immer mehr Teilnehmer ebenfalls, das nicht nur bei Gourmets geschätzte Schalentier zu kosten. Der Geschmack? Stark salzig, etwas zäh, aber frisch und intensiv. Eine Muschel eben. Ein Schluck Weißwein rundet das Gourmetessen ab. Anschließend darf man auch noch Austern für den »Hausgebrauch« ernten und mitnehmen, bevor es wieder zurückgeht, da die Flut bereits steigt. Nach drei Stunden zurück am Ausgangspunkt steht ein wärmender Kakao auf der Genussskala dann noch höher als jede Auster.
© DuMont Bildarchiv/Gerald Hänel
Landesweit bieten rund 300 dänische Ranger, die Natur-vejleder, ganzjährig geführte Touren zu spannenden Themen an. Wann und wo eine Naturtour auch in deutscher oder englischer Sprache stattfindet, weiß die örtliche Touristeninformation. Mehr über die dänischen Ranger verrät www.natur-vejleder.dk/who-are-we/.
T
Durchdacht, inspirierend, entspannt
Mit unseren Tourenvorschlägen lernen Sie Dänemarks beste Seiten kennen.
© Amme/laif
Die Insel Møn gehört zweifellos zu Dänemarks besten Seiten.
An der Küste entlang oder lieber durchs Hinterland? Islandhopping, eine Radtour oder Muscheln und Bernstein sammeln? Entdecken Sie kilometerlange Strände an zwei Meeren, Schlösser und Museen sowie herrliche Wandergebiete. Wie immer gilt: Dort anhalten, wo es einem gefällt, ist die beste Methode, ein fremdes Land kennenzulernen. Hier ein paar Anregungen.
Dänemarks besonderer Reiz ergibt sich aus dem Wechsel zwischen Inland und Küste: hier hellgelbe Rapsfelder, im Wind wogendes Korn und herausgeputzte Dörfer, dort kilometerlange Sandstrände, schäumende Brandung und das Kreischen der Möwen. Hohe Berge werden Sie keine finden, dafür grün-violette Heiden zwischen glitzernden Seen. Die Saison beginnt im Mai und endet im September, Hauptreisezeit ist von Juni bis August. Andere hingegen kommen gerne im Winter nach Dänemark, mieten sich ein gemütliches Ferienhäuschen, genießen das stürmische Wintermeer und lassen sich die steife Brise um die Nase wehen.
Auch im Frühjahr und Herbst sind die Strände fast menschenleer, das von vielen Künstlern so geschätzte Licht leuchtet jedoch nicht weniger intensiv als im Sommer. Apropos Licht: Vor allem Besucher aus Süddeutschland, der Schweiz und Österreich werden feststellen, dass die Sommertage hier oben im Norden deutlich länger sind und es von Ende Juni bis Anfang August fast nicht dunkel werden will. Im Winter jedoch geht die Sonne in Kopenhagen bereits gegen 15.30 Uhr unter. Es lohnt sich, sowohl Badesachen als auch Wanderstiefel einzupacken. Außerdem ist es nützlich, ein Fernglas griffbereit zu haben, um in Ruhe Raubmöwen, Kormorane und Säbelschnäbler beobachten zu können. Das Wetter wechselt rasch und häufig – wer draußen unterwegs ist, sollte daher an Windjacke, Pullover und Regenzeug denken.
Besonders beliebt ist ein geruhsamer Aufenthalt im Ferienhaus. Wer Dänemarks Schätze aber ganz auskosten möchte, sollte kein Stubenhocker sein. Mit Bus und Bahn kommt man fast überall hin, auch das Straßennetz ist hervorragend ausgebaut und an Tankstellen besteht kein Mangel. Wer sich verfahren hat, braucht nicht zu verzweifeln, denn viele Dänen sprechen deutsch oder englisch. Alle sind ausgesprochen hilfsbereit.
Seit 1991 besteht eine eigens für Autotouristen zusammengestellte Route, die auf einer Länge von 3540 km hauptsächlich über landschaftlich reizvolle Nebenstrecken zu den bedeutendsten Sehenswürdigkeiten Dänemarks führt. Aufgeteilt in fünf Einzelrouten, wird sie gekennzeichnet von braun-weiß-gelben Schildern mit einer blühenden Margerite, der Lieblingsblume von Dänemarks Königin Margrethe II.
www.visitdenmark.de
Grafik herunterladen
Länge der Tour: rund 430 bzw. 550 km | Start: Tønder | Ziel: Skagen | Dauer: 4 – 5 Tage
Diese große Tour führt einmal quer durch Jütland von Tønder im Süden nach Skagen an der Nordspitze des Landes. Besonders allen Fans von Meeresbrise und Sandstrand dürfte diese Reise gefallen, wobei herausragende Städte wie Ribe und Aalborg für das nötige kulturelle Gegengewicht sorgen.
Grafik herunterladen
Die Hochburg der Klöppelspitzen heißt Tønder, ein beliebtes Ausflugsziel wenige Kilometer hinter der deutsch-dänischen Grenze. Nur 5 km westlich in Møgeltønder liegt das Schloss Schackenborg. Durch seine Ziegelbauweise besticht 20 km nördlich das im 12. Jh. von Zisterziensern begonnene Løgumkloster. Feinsandig und endlos lang sind die Traumstrände der größten dänischen Nordseeinsel Rømø. Hier wie auf der Nachbarinsel Mandø ist eine Wattwanderung ein absolutes Muss.
Knapp 50 km nördlich von Tønder erreicht man schon die älteste Stadt Dänemarks: Ribe – mehr als 100 Häuser der Fachwerkidylle stehen unter Denkmalschutz. Lust auf eine kleine Pause? In der Weis Stue können Sie bei Kaffee und Kuchen und köstlicher Küche dem Treiben auf dem Marktplatz zusehen. Das Fischerei- und Seefahrtsmuseum im 30 km entfernten Esbjerg berichtet vom Leben mit und auf der Nordsee. Nur 20 Minuten dauert von hier die Überfahrt nach Fanø mit kilometerlangen Sandstränden und reetgedeckten Fischerhäuschen. Über die hübsche Kleinstadt Varde und die Ferienhausmetropole Henne Strand geht die Fahrt nun zur stimmungsvollen Hafenstadt Ringkøbing. Die gesamte Küstenlinie des Ringkøbing Fjords ist ein durchgehender breiter Sandstrand, der Fjord selbst eines der besten Surfreviere Nordeuropas. Eine wahre Rhododendrenpracht bietet 30 km nördlich der Wallgrabengarten von Nørre Vosborg , bevor man 240 km von Tønder entfert Holstebro erreicht, das fast an jeder Ecke mit Straßenkunst aufwarten kann.
Von Holstebro kann man direkt nach Viborg fahren oder einen Schlenker zum Limfjord machen, einem Paradies für Naturfreunde, Segler und Surfer mit einem bezaubernden Labyrinth aus Land und Wasser. Für den Besuch der alten Wikingerstadt Viborg sollten Sie sich Zeit lassen, den Dom und die alten Häuser in der Sct. Morgens Gade ansehen und dem Skovgaard Museum einen Besuch abstatten – vier Generationen lang brachte die Familie bedeutende Künstler hervor. Nicht nur bei Regen einen Besuch wert sind die nahen Kalkgruben von Mønsted. Vorbei an der Wikingersiedlung Fyrkat und durch das Himmerland mit dem Nationalpark Rebild Bakker geht es nach Aalborg, »Geburtsort« des gleichnamigen Aquavits und eines herausragenden Kunstmuseums. Unser Übernachtungstipp: das Prinsen-Hotel mitten in der Stadt mit kleinen, aber komfortablen Zimmern und tollem Frühstücksbuffet (www.prinsenhotel.dk). Etwas außerhalb verwöhnt der Herregård Scheelsminde mit nostalgisch-noblen Zimmern und Schlemmerküche (www.scheelsminde.dk). Unweit von dort, in Lindholm Høje, sind ein gewaltiges Gräberfeld und eine Siedlung aus der Eisen- und der Wikingerzeit erhalten. Auf dem Weg Richtung Frederikshavn passiert man zwei prachtvolle Herrensitze: Sæbygaard und Bangsbo. Nun trennen den Reisenden nur noch 45 km von Skagen, der Spitze Dänemarks, wo Skagerrak und Kattegat zusammenströmen. Allein die Bilder der berühmten Malerkolonie von Skagen sind eine Reise wert, und natürlich auch die äußerste Landzunge Grenen, Treffpunkt zweier Meere.
Alternativ kann man von Aalborg die längere Strecke über die Jammerbucht wählen, wo im Sommer an den weißen Stränden zwischen Blokhus und Hirtshals Hochbetrieb herrscht. Charmant reihen sich die weißgetünchten Strandhäuser von Løkken vor den Dünen auf, während das örtliche Museum über das mühsame Geschäft der Strandfischerei informiert. Im großen Familienpark Fårup Sommerland bei Saltum kommen Wasserratten voll auf ihre Kosten. Nicht versäumen sollte man das Naturschauspiel der Wanderdüne Rubjerg Knude, die 80 m zum Strand abfällt, bevor man Hjørring mit seiner sorgsam restaurierten Altstadt ansteuert. Heringsschwärme, Robben und viele heimische Haiarten sind Thema im Nordsee Ozeanarium, knapp 20 km weiter nördlich in Hirtshals. Gut 50 km weiter entlang der Tannisbucht, wo ein Abstecher zur Wanderdüne Råbjerg Mile lohnt, der größten, die Dänemark zu bieten hat, gelangt man ebenfalls nach Skagen, wo man den Sonnenuntergang genießen sollte.
Sie lieben stimmungsvolle Sonnenuntergänge? Nirgendwo in Dänemark versinkt die Sonne so schön im Meer wie in Skagen! Bei gutem Wetter – und nicht nur dann – treffen sich im Sommer abends oft hunderte Romantiker in den Dünen an der Nordsee, um gemeinsam einen unvergesslichen (Urlaubs-)Tag ausklingen zu lassen. Treffpunkt der Fans ist der Solnedgangskiosken – am kleinen »Sonnenuntergangskiosk« gibt es Eis oder ein Glas Wein, je nach Geschmack. Und wenn der rote Ballon am Horizont verschwindet, erhält das schönste Naturschauspiel im Königreich lang anhaltenden Szenenapplaus.
Länge der Tour: rund 300 bzw. 400 km | Start: Aabenraa | Ziel: Aarhus/Grenaa | Dauer: 4 Tage
Auf dem Weg zur zweitgrößten Stadt des Landes, Aarhus, durchqueren Reisende die sanft gewellte »Bergwelt« Dänemarks, wie geschaffen für kleine Abstecher in die Natur. Dass die Ostküste schon immer zu den wohlhabenden Regionen zählte, beweisen die vielen schmucken Fachwerkstädtchen, Museen und grandiosen Schlösser.
Grafik herunterladen
Auf der ersten Etappe von der deutsch-dänischen Grenze zur Hauptstadt Jütlands warten am Ausgangspunkt der Tour in Aabenraa gleich zwei große Marinas auf Freizeitkapitäne. Wer im Juli anreist, sollte sich das spektakuläre Ringreiterfest auf keinen Fall entgehen lassen. Gute Wassersportmöglichkeiten findet man auch knapp 30 km nördlich am Fjord von Haderslev, dessen Museum die Kulturgeschichte der Region erzählt. Typisch für Christiansfeld, nur 12 km entfernt, ist die hervorragend erhaltene, schlichte und zum UNESCO-Welterbe zählende Architektur der Herrnhuter Brüdergemeinde, unwiderstehlich das Naschwerk seiner Honigkuchenbäckerei.
Eine geniale Verbindung von Alt und Neu bietet der Ruinensaal im Schloss von Kolding, und moderne Möbelklassiker präsentiert das Kunstmuseum Trapholt. Dänische Küche mit einem Hauch Haute Cuisine kommt im Den Gyldene Hane (www.restdengyldnehane.dk) auf den Tisch. Zudem empfiehlt sich der Besuch des Geografiske Have. Die Wellen des Wohnungskomplexes Bøgen am Hafen sind Wahrzeichen der etwa 30 km entfernten Industriestadt Vejle, die im Smidtske Gård an der Søndergade ihr altes Fachwerkerbe bewahrt hat – betrachten Sie es bei einer Kaffeepause im kopfsteingepflasterten Hof. Zum Weltkulturerbe der UNESCO gehören die Runensteine 10 km außerhalb in Jelling, die als Taufurkunde Dänemarks gelten und zugelich das wunderbar verzierte Vermächtnis von Harald Blauzahn (940 – 985) zur ewigen Erinnerung an seine Eltern darstellen.
Weit über 1,5 Mio. Besucher, ob Groß oder Klein kommen jedes Jahr nach Billund westlich von Vejle, um sich am Geburtsort der bunten Steine im Legoland zu amüsieren. Dänemarks breiteste Fußgängerzone gehört indes nordöstlich von Vejle zur Fjordstadt Horsens. Bei Skanderborg beginnt die liebliche Seenlandschaft des Himmelbjerget, aus dänischer Sicht schon eine »Bergwelt«, liegt hier doch der Møllehøj, mit 170,86 m der höchste Gipfel des Landes. Wer bleiben und ein wenig wandern möchte: Das Hotel Himmelbjerget bietet komfortable Zimmer und gute Küche, beides mit Paradeblicken auf das Seenhochland von Silkeborg (www.hotel-himmelbjerget.dk).
Etwa 2400 Jahre alt ist die Moorleiche im Hovedgården von Silkeborg, einmalig die CoBrA-Ausstellung im Museum Jorn. Allein die extravagante Architektur von Hernings Kunstmeile lohnt den Besuch: Hier sind Carl-Henning Pedersens fabulierende Keramikwerke zu bewundern.
Rund 80 km trennen die Heidestadt vom quirligen Aarhus, wirtschaftlich wie kulturell der Gegenpol zum übermächtigen Kopenhagen. Handlich und überschaubar ist Jütlands attraktive Hauptstadt. Ihr museales Highlight »Den Gamle By« widmet sich der Kleinstadtkultur vom 16. bis 20. Jahrhundert. Ganz modern zeigt sich die neue Hafenfront von Aarhus. Zentral und günstig lädt das Cabinn in der Kannikegade 14 zur Nacht (www.cabinn.com), mit einem Frühstücksraum im 10. Stock und stylish designten Zimmern begeistert das First Hotel Atlantic am Europaplads 10 (www.firsthotels.dk).
Wer Zeit und Lust hat, noch weitere gut 100 km zu reisen, kann von hier aus die Halbinsel Djursland erkunden. Es warten die romantischen Renaissance-Schlösser Rosenholm und Gammel Estrup. Wunderschön ist das Bilderbuchstädtchen Ebeltoft , in dem die Nachtwächter abends bei ihrer Runde in die Geschichte entführen. Wer gerne Haie aus nächster Nähe beobachten möchte, der sollte einen Besuch im spannenden Kattegatcentret von Grenaa einplanen.
Grafik herunterladen
Länge der Tour: rund 240 km | Start: Middelfart | Ziel: Hindsholm | Dauer: 3 Tage
Fünen, das gerne als der »Garten Dänemarks« bezeichnet wird, lockt mit einer lieblichen Landschaft, beeindruckenden Zeugnissen der Wikingerzeit und farbenfrohen Städten. Eine Fahrt durch die Heimat des Märchenerzählers Hans Christian Andersen lässt sich wunderbar auch mit einem Abstecher in die »dänische Südsee« verbinden.
Grafik herunterladen
Hüte, die Seefahrt und Brücken sind Thema im Stadtmuseum von Middelfart, dem Einfallstor nach Fünen, das hier durch zwei Brücken mit dem dänischen Festland verbunden ist. Nordöstlich von Middelfart bezaubert die Küstenstadt Bogense mit alten Fachwerkhäuschen. Von dort führt die E 20 weiter nach Odense. 12 km außerhalb haben Johanne Hyldal & Kim Lundvaldt den alten Munkebo Kro in ein »Gourmet Inn« verwandelt, einen luxuriösen Gasthof mit englischem Einfluss, wo nach sterneverdächtiger Regionalküche 22 Zimmern eine geruhsame Nacht versprechen (www.munkebokro.dk). Der Geburtsort des Märchendichters H. C. Andersen kann mit sehr schönen Fachwerkbauten und erstklassigen Museen aufwarten. Zwei Dutzend traditionelle, ländliche Gebäude aus allen Teilen Fünens sind im Freilichtmuseum Den Fynske Landsby, nur 4 km südlich der City, rekonstruiert worden. Gute 4 km weiter widmet sich der prachtvolle Herrensitz Hollufgård der Vor- und Frühgeschichte der Insel. Dass Märchen mitunter auch wahr werden können, beweist das südlich gelegene Bilderbuchschloss Egeskov, das mitten in einem See auf hunderten von Eichenpfählen ruht. Die gut 20 km entfernte Fjordstadt Faaborg besitzt die größte Sammlung der Fünischen Maler im Faaborg Museum an der Grønnegade.
Dutzende Eilande und Sandbänke gehören zur vorgelagerten Inselwelt, die »dänische Südsee« oder Südfünisches Inselmeer genannt wird. Eine Stunde braucht die Fähre hinüber nach Ærø. Von Stockrosen umrankte Fachwerkhäuschen und verträumte Gartenlokale gehören zur Märchenstadt Ærøskøbing. Wieder eine Stunde Fahrt auf der Fähre müssen Inselhopper einplanen, die nun von Marstal hinüber nach Langeland möchten. Gute 15 km nördlich von Rudkøbing sollte man sich dort das Land-Art-Museum bei Schloss Tranæker ansehen. Über eine Brücke ist man schnell auch auf dem Inselchen Tåsinge. Mit seinem Prisengeld aus der siegreichen Seeschlacht bei Køge erwarb der Seeheld Niels Juel hier anno 1678 ValdemarsSlot, das von seinem Enkel zu einer prachtvollen Barockanlage ausgebaut wurde – im Restaurant wird am Wochenende bis 14 Uhr ein leckerer Brunch serviert, abends zu Konzerten Hummersalat mit Babyspinat, gefolgt von Ochsenbrust mit Thymiankartoffeln und Rotweinsoße sowie einer leckeren Nachspeise (www.valdemarsslot.dk). Das Nordende von Tåsinge verbindet eine 1200 m lange Brücke direkt mit Svendborg, dessen lebhafter Marktplatz durch das älteste Haus der Seefahrerstadt, das Anne Hvides Gård von 1560, entzückt. Nur 4 km außerhalb erhebt sich eines der herrlichsten dänischen Barockpalais: Hvidkilde Slot. Um das Jahr 1550 entstanden nach venezianischem Vorbild auch die Rundgiebel des Herrensitzes Hesselagergård, 15 km nördlich. Nächster Halt ist Nyborg, dessen lange Geschichte der Fährschifffahrt 1998 zu Ende ging, als die gigantische Storebæltbrücke nach Seeland eröffnet wurde. Schmale Gassen mit kleinen, bunten Häuschen und die spannende Unterwasserwelt des Meerescenters Fjord & Bælt findet man in Kerteminde. 4 km außerhalb am Kertinge Nor stößt man bei Ladby auf Dänemarks einziges Grabschiff der Wikingerzeit, in dem im 10. Jh. ein vermögender Mann seine letzte Reise antrat. Schließlich kann man noch einen Ausflug anhängen zur Halbinsel Hindsholm mit schönen Stränden und dem gewaltigen Hünengrab Mårhøj bei Snave.
Länge der Tour: rund 230 km | Start und Ziel: Kopenhagen | Dauer: 2 – 3 Tage
Von der Hauptstadt aus startet man auf eine Rundtour zu traumhaften Schlössern, Kirchen und Museen im Norden Seelands, bei der Kultur- und Kunstliebhaber voll auf ihre Kosten kommen. Zwischendurch lässt es sich an herrlichen Sandstränden entspannen.
Grafik herunterladen
Zu jedem Aufenthalt in Kopenhagen sollte auch ein Ausflug ins königliche Nordseeland gehören. Am besten folgt man der herrlichen Küstenstraße am Øresund immer Richtung Norden, vorbei an noblen Villen und Jachthäfen ins 30 km entfernte Rungsted. Hier begann und endete das bewegte Leben der Schriftstellerin Karen Blixen (Interessante Menschen >>>), dem man im Museum auf Rungstedlund nachspüren kann. Im Louisiana Museum, 10 km weiter, verschmelzen moderne Kunst, Architektur und die Landschaft zu einem harmonischen Dreiklang besonderer Art. Selbst Kunstabstinenzler könnten in diesem überragenden Museum auf den Geschmack kommen.
Sodann steuert man nach Westen Richtung Fredensborg. Auf drei Inseln inmitten eines Sees liegt bei Hillerød Dänemarks schönstes Renaissanceschloss: Frederiksborg Slot (Nationalhistorisches Museum). Nur 6 km trennen es von Fredensborg Slot, Frühjahrs- und Herbstresidenz der königlichen Familie. Wer schnell vorankommen will, wähle nun die Straße 6 nach Helsingør; wer Zeit für die schönere Strecke am Gurre Sø entlang mitbringt, folge der Margeritenroute. Helsingør wartet ebenfalls mit Renaissance in Vollendung auf: Kronborg Slot, legendärer Schauplatz der Hamlettragödie.
Dänemarks Reiz machen natürlich nicht nur seine Schlösser und Museen aus, sondern auch die legendären, langen Sandstrände: Für herrliche Sonnentage am Strand kann man an der Nordküste zwischen Liseleje, Tisvildeleje, Hornbæk und Gilleleje wählen, wo das Gilleleje, eines der schönsten dänischen Badehotels, Romantik und Nostalgie mit Lebensart, Komfort und Wellness vereint (www.gillelejebadehotel.dk). Zum Abschluss bietet sich noch ein Besuch beim Haus des Polarforschers Knud Rasmussen in Hundested an. Auf dem Rückweg zur dänischen Metropole findet man zwischen zwei Fjorden noch ein stilles Stück Dänemark: Jægerspris Slot bei Frederikssund war erst mittelalterliche Burg, wurde dann Jagdsitz der Krone und endlich prunklos-bequeme, königliche Wohnung »nach Gutsherrenart«. Kopenhagen ist von hier aus knapp 50 km entfernt. Wikingerfans sollten jedoch unbedingt noch einen Besuch in Roskilde einplanen. In den einzigartigen Wikingerschiffshalle sind fünf Wikingerschiffe ausgestellt, die man um 1000 vermutlich als Sperre im Roskildefjord versenkt hatte. Zu guter Letzt wird es noch einmal königlich: In der prachtvollen Domkirche von Roskilde haben 38 Regenten ihre letzte Ruhe gefunden. Über die Autobahn gelangt man nun rasch zurück nach Kopenhagen.
Z
Magisch, aufregend, einfach schön
Alle Reiseziele sind alphabetisch geordnet. Sie haben die Freiheit der Reiseplanung.
© DuMont Bildarchiv/Gerald Hänel
In Skagen treffen Ostsee und Nordsee zusammen.
Karte herunterladen >>>
Halbinsel: Jütland | Region: Syddanmark | Einwohnerzahl: 16 200
Eine Stadt am Meer muss sich der Welt zuwenden. Wer heute nach Aabenraa kommt, hält die Hafenstadt auf den ersten Blick für überschaubar und gemütlich. Besonders rund um die Kirche St. Nicolai in der Altstadt mit ihren herausgeputzten Bürgerhäusern und Kapitänshöfen ist Aabenraa das auch. Doch am Fjord, wo heute in den Jachthäfen im Sommer hunderte Freizeitboote liegen, erkennt man immer noch, dass Aabenraa als einst größte Hafen- und Werftstadt der Region weltweite Handelsbeziehungen bis nach Asien hatte.
Stadt am Meer
Große Namen wie die der Reederfamilie Jebsen, einer der größten Kulturförderer Südjütlands, belegen dies bis heute. Und dass die deutschsprachige Tageszeitung »Der Nordschleswiger« ihre Redaktion in Apenrade – so der deutsche Name – hat, bezeugt die wechselvolle Geschichte der Region.
Wer Lust zum Einkaufen hat, schlendert durch die Fußgängerzone im alten Stadtkern, wo auch die Sct.-Nikolai-Kirche aus dem 13. Jh. steht, mit spätromanischem Taufstein und einer Altartafel von 1642. Der große Hauptmarkt wurde liebevoll restauriert, sodass die Gebäude rund um den Storetorv sehr ansprechend sind. Für das zweistöckige Rathaus zeichnete 1830 der damalige Stararchitekt Christian Frederik Hansen verantwortlich. Im Rathaussaal ist eine Por- trätsammlung dänischer Monarchen zu bewundern.
Zu den Schätzen des Museums zur Schifffahrts- und Stadtgeschichte gehören 200 Buddelschiffe, eine kuriose Sammlung von Souvenirs, die in aller Welt zusammengetragen wurden, sowie das Skelett des »Mannes von Nybøl«. In der Gemäldesammlung sind dänische Künstler des 19. und 20. Jh. ausgestellt. Dem Museum angegliedert ist der Jacob-Michelsen-Gård von 1704 am Toften 37.
In einem alten Bahnhofsgebäude zeigt die Galerie Banegården seit 1993 beachtliche Wechselausstellungen mit Kunst der Moderne. Regelmäßig finden hier auch Konzerte statt.
Kunstfreunde sollten Schloss Brundlund südlich der Innenstadt einplanen, das 1411 unter Königin Margrethe I. erbaut wurde und heute dänische Kunst vom 18. Jh. bis zur Gegenwart präsentiert.
Kulturgeschichte Abenrade: H.P. Hanssens Gade 33, Juni – Aug. Di. – So. 10 – 16, Sept. – Mai Di. – So. 13 – 16 Uhr | Eintritt 50 DKK, unter 18 Jahren frei | www.museum-sonderjylland.dk
Galerie Banegården: Jernbanegade 2, Di. – So 11 – 17 Uhr | Eintritt 25 DKK | www.banegaarden.dk
Brunlund Slot: April – Sept. Di. – So. 11 – 17, Okt. – März Di. – So, 12 – 16, 50 DKK, unter 18 Jahre frei | www.brundlund-slot.dk
Nördlich vom Aabenraafjord erstreckt sich die Halbinsel Løjt. Wo früher wohlhabende Kapitäne ihr stolzes Anwesen hatten, findet man heute schöne Campingplätze und zahlreiche Ferienhäuser. Zur romanischen Løjt-Kirche gehört ein großer, spätgotischer Flügelaltar.
Südlich hat die Geschichte überall Spuren im Grenzland an der Flensburger Förde hinterlassen – fast alle Bewohner hier sind zweisprachig. Die idyllische Landschaft lädt zu ausgedehnten Radtouren und Wanderungen ein, zum Baden, Segeln und einer historischen Reise auf Dänemarks ältester Straße, dem Heerweg, oder auf dem schönen Gendarmenpfad bei Padburg, wo blau uniformierte Grenzsoldaten bis 1920 Wache schoben. Heute ist der 74 km lange Gendarmsti einer der beliebtesten Fernwanderwege des Landes.
www.gendarmsti.dk/de
© Amme/laif
Wenn die Königsfamilie urlaubt, zieht es sie nach Schloss Gråsten.
In Gråsten residierte einst im Sommer die Königinmutter Ingrid, die im Jahr 2000 im Alter von 90 Jahren starb. Heute verbringen Königin Margrethe und ihre Kinder und Enkelkinder jeden Sommer drei Wochen im strahlend weißen Schloss, das um 1600 im holländischen Barockstil erbaut wurde. Beim Großbrand 1757 konnte man nur die reich verzierte, herzogliche Schlosskapelle und vier Türme retten. 1920 übernahm der dänische Staat das Anwesen. Ist die königliche Familie nicht anwesend, können die Schlosskapelle und der Schlossgarten mit seinen geschwungenen Pfaden, Waldpartien, großen Rasenflächen und fantastischer Blütenpracht besichtigt werden.
Schlosskapelle: April – Okt. Mo. 11 – 14, Sa. 10 – 12, So. 14 – 16 Uhr
Schlossgarten: tgl. ab 07.30 Uhr (Schließzeiten variieren je nach Jahreszeit) | www.kongeligeslotte.dk
Die um 1200 erbaute romanische Ziegelkirche von Broager besitzt charakteristische Doppeltürme, in der Apsis beeindrucken Wand-malereien (13. Jh.). Wie einst die Ziegelherstellung vom Lehmgraben bis zum Ringofen funktionierte, sieht man südöstlich im Cathrines-minde Teglværksmuseet, einer Industrieanlage aus dem 18. Jahrhundert.
24. März. – April u. Sep. – 27. Okt. tgl. 10 – 16, Mai – Aug. 10 – 17 Uhr Eintritt 50 DKK, Kinder frei | www.museum-sonderjylland.dk
In den erhaltenen Baracken und Wachttürmen wird die Erinnerung an die Zeit der deutschen Besatzung in Südjütland lebendig gehalten. Das Frøslevlejren Museum dokumentiert den Alltag im KZ und die Deportationen.
Die Geschichte der freiwilligen dänischen Heimwehr, die bis ins Mittelalter zurückreicht, erzählt das Hjemmeværnsmuseet. Ammesty International macht in einem weiteren Gebäude die Menschenrechte zum Thema. Und das FN Museet der Vereinten Nationen stellt Dänen vor, die als Soldaten in Einheiten der UN oder EU weltweit tätig waren.
Frøslevlejren Museum: Feb. – Nov. Di. – Fr. 9 – 16, Sa./So. 10 – 17 Uhr Eintritt frei | www.natmus.dk
Hjemmeværnsmuseet: Feb. – Nov. tgl. 9 – 17 Uhr | Eintritt frei www.hjemmevaernsmuseet.dk
Amnesty International: April – Okt. tgl. 10 – 17 Uhr www.amnesty.dk
FN Museet: Ende März. – Okt. tgl. 9 – 17 Uhr
Eintritt ab 12 Jahre 30 DKK
www.fnmuseet.dk
Storegade 30
6200 Aabenraa
Tel. 74 62 35 00
www.visitaabenraa.dk
Det Gamle Rådhus
Torvet 8
6300 Gråsten
Tel. 74 65 09 55
www.graastenraadhus.dk
Im Juli treffen sich hunderte Teilnehmer und tausende Zuschauer zum größten Ringreiterfest Südostjütlandsund um Schloss Brundlund.
www.intmiltattoo.dk
Ungewöhnlich, sportlich und einmalig in Dänemark ist das Langlaufevent Aabenraa Bjergmarathon, bei dem die Aktiven mehr als 500 Höhenmeter mit Steigungen bis zu 15 % bewältigen müssen.
www.bjergmarathon.dk
Seafood und allerfeinste Steaks, die Nelson hätten schwärmen lassen. Beilagen zu Fisch und Fleisch werden separat geordert. Menü ab 309 DKK.
Rådhusgade 5
Tel. 74 62 44 22
www.nelson.dk
Originelles Ambiente und sehr netten Service bietet das 1999 eröffnete Restaurant am alten Markt, benannt nach dem Kopenhagener Robert Storm Petersen (1882 bis 1949), der durch seine humoristischen Zeichnungen bekannt geworden ist. Super Pasta und frische, knackige Salate.
Storetorv 4d
Tel. 73 62 10 00
www.cafestorm.dk
Ca. 4 km nach der Autobahnabfahrt Aabenraa lockt der Kro mit Lifestyle-Living: ganzheitliches Verwöhnen für Körper, Geist und Seele mit Detox- und Schlank-Wraps, gesunder Schlemmerküche vom ehemaligen Hofkoch Jens-Peter Kolbeck und ruhigen Nächten im ländlichen Luxus.
Østergade 21 Sdr. Hostrup
Tel. 74 61 34 46
www.christies.dk
Luxuszimmer € € € €
Standard-DZ € € €
Gartenhaus-Fewos € €
Anno 1836 beginnt die Geschichte des Hotels im Ortsteil Stollig, wo Chefkoch Torben Nass feinste Menüs zaubert, ergänzt durch edlen Wein. Zur Nacht laden drei kuschelige Zimmer und die Hochzeitssuite.
Stennevej 79
Stollig
Tel. 74 62 00 92
www.restaurant-hotel-knapp.dk
Karte herunterladen >>>
Halbinsel: Jütland | Region: Nordjylland | Einwohnerzahl: Stadt 202 000, Großraum 250 000
Nur wer sich wandelt, bleibt sich treu. Das weltoffene Aalborg – schon 1070 als »bekannte Hafenstadt« bezeichnet – war vom Mittelalter bis zu Beginn des 21. Jh.s eines der wichtigsten Handelszentren des Nordens. Von seiner geschützte Lage am Limfjord profitierten Seefahrt, Werften, Heringsfischer und Industrie, die Wohlstand ins ländlich geprägte Nordjütland brachten. Doch was tun, wenn Werften schließen, die weltberühmten Kümmelschnäpse Aalborg Akvavit und Jubilæumsakvavit in Oslo gebrannt werden und Seefracht in anonymen, vollautomatisierten Containerhäfen umgeschlagen wird?
Eine Stadt im Wandel
Aalborg wagte den Sprung zum Wasser: An den noch vor wenigen Jahren von Lagerhallen bebauten Kais am Limfjord entstanden Parks, ein Hafenbad, eine Promade, Anleger für Kreuzfahrtschiffe – und sehenswerte Architektur wie das teils als Museum genutzte Utzon Center, der letzte Entwurf der dänischen Designerlegende Jørn Utzon. Wenige Schritte weiter erklingen im neuen Musikkens Hus hochkarätige Oper, Klassik, Jazz und Rock. Im alten Kohlekraftwerk zogen Kunsthalle, Kletterpark, Theater, Musikclubs und Gastronomie ein. Die frühere Schnapsfabrik von Aalborg Akvavit im Westen der Stadt wandelt sich zum Kreativquartier. Doch zum Glück ist nicht alles neu: Die Altstadt mit Schloss Aalborghus ist noch idyllisch wie einst. Und das Kunstmuseum KUNSTEN, das der große Finne Aalvar Aalto entwarf, gehört immer noch zu den besten Häusern seiner Art im Königreich.
Grafik herunterladen
Mortens Kro
Duus Vinkjaelder
Prinses Juliana
Restaurant Fusion
CANblau
Scheelsminde
Hotel Gestus
Cornwell Hvide Hus
Südlich der Stelle, wo die Limfjord-Brücke nach Nørresundby führt, bezaubert das alte Aalborg mit romantischen Winkeln. Einen Rundgang beginnt man am besten im Viertel der Kaufleute gegenüber vom Turistbureau in der Østerågade 9. Hier steht Aalborgs Hauptattraktion: Jens Bangs Stenhus, mit seinen fünf Stockwerken das größte und wohl schönste Renaissancebürgerhaus Skandinaviens. Der Prachtbau beherbergt seit 300 Jahren die älteste Apotheke der Stadt, und der Duus Vinkjælder im Keller gehört zu ihren gemütlichsten Kneipen. Erbauer des Hauses war 1624 der wohlhabende, prunkliebende Kaufmann Jens Bang. Er ließ den Backsteinbau mit Sandsteinornamenten überziehen, die den Einfluss der niederländischen Renaissance erkennen lassen. Weil ihn die Stadtoberen nicht in den Rat aufnahmen, soll Bang seine Widersacher in den Trollmasken am Haus karikiert haben – sich selbst ließ er als Steinfigur am geschweiften Giebel porträtieren, mit herausgestreckter Zunge in Richtung Rathaus.
Im Laufe der Zeit hat das von 1759 – 1762 errichtete Rathaus einige bauliche Veränderungen erfahren. Zum Gammeltorv hin wird der gelbe Rokokobau von der Büste Frederiks V., dem Reichswappen und dem Leitspruch des Königs, »Prudentia et Constantia« (Klugheit und Beständigkeit), geschmückt. Vom Gammeltorv aus wurde Aalborg einst regiert, denn hier standen Galgen und Pranger, waren Thing und Richtstätte.
Westlich an der Algade erreicht man die weiß gekalkte Sankt-Budolfi-Kirche, benannt nach einem englischen Schutzpatron der Seefahrt, St. Botholphus. Der gotische Dom wurde um 1430 errichtet, wobei man die Mauerreste einer älteren romanischen Kirche einbezog. Um 1780 entstand die barocke Turmspitze, das Wahrzeichen Aalborgs. Zwischen 9 und 22 Uhr ertönt zu jeder vollen Stunde das Spiel der 48 Glocken. Im Vorraum, einer ehemaligen katholischen Kapelle, prangen herrliche Fresken. In der Vierung sieht man die vier Evangelistensymbole und über der Bogenöffnung die Opferung Isaaks sowie die Legende vom Feigenbaum.
© DuMont Bildarchiv/Gerald Hänel
Die Jecken sind beim Aalborger Karneval erst an Pfingsten los. Im Hintergrund der Turm von Sct. Budolfi.
Das Historische Museum zeigt Ausstellungen zur Frühgeschichte, Ständegesellschaft und Stadtgeschichte sowie eine schöne Sammlung nordjütischer Gläser. Ein Muss ist das elegante »Aalborg-Zimmer« von 1602 mit seinem bürgerlichen Renaissance-Interieur. Mit einem Fahrstuhl beim Salling-Kaufhaus geht es an der Aldgade 19 hinab zum Gråbrødrekloster Museet, das die unterirdischen Ruinen des mittelalterlichen Grauen Klosters und die Fundamente der Klosterkirche präsentiert.
Historisches Museum: Algade 48, April – Sept. Di. – So. 10 – 17 Jan. – März bis 16 Uhr | Eintritt 40 DKK, unter 18 Jahre und jeden Di. Eintritt frei | www.nordmus.dk
Gråbrødrekloster Museet: Di. – So. 10 – 17 Uhr, Fahrstuhl 40 DKK
Durch das schmale Lateinergässchen geht es weiter westlich zur belebten Gravensgade, der ältesten Fußgängerzone der Stadt. Wo früher der Befestigungsgraben verlief, flaniert man heute zwischen Kaufhäusern, Banken und Designerboutiquen.
An der Østerågade hingegen lohnt ein Blick auf das Jørgen Olufsens Gård (Nr. 25), eines der besterhaltenen dänischen Kaufmannshäuser, das aus der Zeit der Renaissance stammt. Das Sandsteinportal mit männlichen und weiblichen Hermes-Figuren trägt die Jahreszahl 1616.
Südlich an der Niels Ebbesensgade liegt die neoromanische Vor Frue Kirke, die um 1100 aus Granitquadern als Klosterkirche errichtet wurde. Beim Umbau 1878 setzte man das Nordportal mit Granitreliefs an den westlichen Haupteingang. Im Innern beeindrucken v. a. die Epitaphien aus dem 17. und 18. Jh. und die Kanzel des Bürgermeisters Povl Pop. Südlich davon erzählt die Klokkestøbergade mit hübschen Häuschen aus dem 18. Jh. von der kleinstädtischen Vielfalt früherer Zeiten.
Weiter in Richtung Limfjord wiederum stößt man bald auf Schloss Aalborghus, heute ein Verwaltungsgebäude. Erbaut wurde das Anwesen 1539 – 1555 im Auftrag König Christians III.; es diente als Wohnsitz und Lagerplatz für die enormen Naturalienabgaben, die der König Nordjütland abverlangte. Schlosshof und Teile der Wallanlagen sind im Sommer zu besichtigen (tgl. 8 – 21 Uhr).
Als grüne Oase zwischen Innenstadt und Hafenfront, die wie in vielen anderen dänischen Städten in den letzten Jahrzehnten einen umfassenden Strukturwandel erlebte, wurde der Jomfru Ane Park angelegt – im Westen als Multifunktionsbereich mit einer Freifläche für Märkte oder Events, Spielfeldern für Ballspiele und einem neuen Hafenhaus, im Osten als Erholungsbereich mit Stadtgarten, Rasenruhezonen und Hafenbad.
Mitte Juni – Sept. tgl. 10 – 18 Uhr | Eintritt frei
Das 2400 m² große Utzon-Center erinnert mit Ausstellungsräumen, Architekturbibliothek, Auditorium und Archiv seit 2008 an den im gleichen Jahr verstorbenen, dänischen Architekten Jørn Utzon, der in Aalborg aufgewachsen ist. Der Multifunktionsbau wurde von Utzon gemeinsam mit seinem Sohn Kim entworfen und ist in seiner klaren, nordischen Formensprache innen wie außen ganz vom Stil des dänischen Designers geprägt. Integriert ist das Universitarium als lebendige Werkstatt für Architektur- und Designstudenten der Universität Aalborg sowie für Symposien und Sommerkurse rund um Themen wie Formgebung, Design und Architektur. Vom Utzon Café & Restaurant eröffnen sich herrliche Ausblicke auf das Hafengebiet und den Limfjord.
Slotspladsen 4, Di. – Fr. 11 – 17, Sa./So. ab 10, Do. bis 21 Uhr | Eintritt 60 DKK, 4 – 17 Jahre 30 DKK | www.utzoncenter.dk
Kjellerups Torv 5
Tel. 99 31 75 00
www.visitaalborg.com
Karneval um Pfingsten herum hat einen enormen Vorteil: Die Chancen, dass das Wetter besser ist als im Februar, sind deutlich größer. An Nordeuropas größtem Narrenfest nehmen Narren aus aller Welt teil.
www.aalborgkarneval.dk
August: Das Blå Festival mit Blues und Jazz in der City
www.denblaafestival.dk
November: Aalborg Metal Festival
www.aalborgmetalfestival.dk
Im Gässchen Hjelmerstald (Nr. 15) lohnt ein Besuch im Atelier Lange. In den offenen Werkstätten werden originelles Steingut, geschmackvolles Porzellan und schöne Glasvasen hergestellt.
www.langekeramik.dk
Morten Nielsen kocht nicht nur fantastisch, sondern machte auch mit seinen TV-Sendungen zu »sinnlichem Kochen« Furore. Unbedingt rechtzeitig reservieren!
Molleå 2 – 6
Tel. 98 12 48 60
ww.mortenskro.dk
Im Jens Bangs Stenhus speist man bei Kerzenlicht in einem rustikalen, historischen Weinkeller. Tipp für Samstag: das mittägliche Buffet (129 DKK).
Østerågade 9
Tel. 98 12 50 56
www.duusvinkælder.dk
Jeden Samstag wird an Bord des früheren niederländischen Schulschiffes von 11 bis 14 Uhr ein leckeres Buffet serviert, die ganze Woche hindurch herzhaft maritime Kost im rustikal-eleganten Stil.
Vestre Havnepromenade 2
Tel. 98 11 55 66
www.prinsesjuliana.dk
Zum Paradeblick auf den Limfjord vereinen sich asiatische und französische Küche zu trendig-frischen Genüssen.
Strandvejen 4
www.restaurantfusion.dk
Michael Miv Pedersen, Dänemarks Koch des Jahres 2013, hat gemeinsam mit Jimmy Holm im April 2013 sein erstes eigenes Restaurant eröffnet – eine spanisch inspirierte Tapas-Bar.
Ved Stranden 5
Tel. 97 88 88 98
www.canblau.dk
Früher war Scheelsminde einer der schönsten Herrensitze Dänemarks. Einen Blick werfen sollte man in die Hausbibliothek oder in das französische Restaurant, das einen herrlichen Blick auf den großen Park bietet.
Scheelsmindevej 35
Tel. 98 18 32 33
www.scheelsminde.dk
Das freundliche Stadthotel mit rund 80 Zimmern liegt nur wenige Minuten von Bahnhof, Zoo oder Innenstadt entfernt – ideal für einen Citytrip.
Vesterbro 36 – 38
Tel. 98 12 69 33
www.millinghotels.dk/hoteller/hotel-gestus/
Das stilvolle Hotel mit klassisch-nordischer Einrichtung liegt zentral. Von den knapp 200 Zimmern hat man teilweise einen Blick auf Altstadt und Limfjord.
Vesterbro 2
Tel. 98 13 84 00
www.comwellaalborg.dk
Die Geschichte des Vrå Schlosshotels nördlich von Aalborg geht bis ins 14. Jh. zurück. Das alte Schloss hat den alten Stil und Charme beibehalten und ist stolz auf seine historische Atmosphäre.
Gammel Vraavej 66
9382 Tylstrup
Tel. 98 26 13 77
www.slotshotel.dk
Mein Lieblings(hotel)schloss: Dronninglund Schloss an der Ostküste Nordjütlands nahe am Kattegatt ist eine alte Klosteranlage mit viel Geschichte. Die ursprüngliche Anlage kann bis ins 11. Jh. zurückdatiert werden.
Slotsgade 8
9330 Dronninglund
Tel. 98 84 33 00
www.dronninglund-slot.dk
Das Schloss im Norden Jütlands wird umfasst von einem großen Park. Restaurant, Weinkeller und Kunst(handwerk) gehören zum Ambiente, das liebevoll gepflegt wird.
Kokkedalsvej 17
9460 Brovst
Tel. 98 23 36 22
www.slotshotel.dk
An der Einmündung der Bispensgade in die Vesterbro steht der »Zimberstier« (Cimbrertyren), 1937 von A. J. Bundgård geschaffen, auf dem Sockel ein Gedicht des Nobelpreisträgers Johannes V. Jensen. Weiter südlich grüßt das »Gänsemädchen« (Gåsepigen) von Gerhard Henning. Gegenüber der St.-Ansgar-Kirche liegt der Kildeparken, Aalborgs ältester Park, eröffnet 1802, u. a. mit den »Drei Grazien« von Thorvaldsen (Interessante Menschen >>>). Musicals, Konzerte, Ausstellungen und Ballett werden in den 1953 eingeweihten Aalborghallen und den 1990 eröffneten Europahallen am Europa Plads veranstaltet.
Auskunft: Tel. 99 35 55 55 | www.akkc.dk
Markanter Blickpunkt an der Kong Christians Allé ist der frisch renovierte, lichtdurchflutete Bau des Nordjütischen Kunstmuseums, 1968 – 1972 von den Finnen Elissa und Alvar Aalto sowie dem Dänen Jean Jacques Baruël erbaut. Zwei Privatsammlungen bilden den Grundstock der Gemäldeausstellung dänischer Künstler vom Ende des 18. Jh.s bis heute, darunter Arbeiten von J. F. Willumsen, Richard Mortensen und Nam June Paik. Ein Muss ist die große CoBrA-Sammlung. Die 1948 in Paris gegründete Künstlergruppe hat durch ihre kritische Auseinandersetzung mit Konventionen und Formprinzipien die Moderne nachhaltig beeinflusst. Zu den Mitgliedern gehörten die Dänen Asger Jorn, Ejler Bille, Carl-Henning Pedersen und Egill Jacobsen, der Niederländer Karel Appel und der Belgier Joseph Noiret. Im Skulpturenpark flankieren Bjørn Nørgårds »Traumschloss« und die »Zeitkrüge« von Mogens Møllers ein »Säulenlabyrinth« von Gunnar Ågárd Andersen.
Kong Christians Allé 50, Di – So 10 – 17, Mi bis 21 Uhr | Eintritt
95 DKK, unter 18 Jahre frei
An das Museum grenzt südlich der Skovbakken, ein bewaldeter Hügel mit Freilichtbühne. Vom 55 m hohen Aalborgtårnet hat man einen herrlichen Blick auf die Stadt und den Limfjord.
Mit dem Musikkens Hus besitzt Aalborg seit 2014 auch eine hervorragende Spielstätte für hochkarätige Klassikevents. Das moderne Kulturhaus der österreichischen Architekten Coop Himmelb(l)au ergänzt mit seinen vier Sälen – der größte Saal fasst 1300 Zuschau-
er – das Aalborg Kongres & Kultur Center und ist die Heimstätte des Aalborg Symfoniorkester, des jütländischen Konservatoriums, des Instituts für Musik der Aalborg Universität und des Centers für dänische Jazzgeschichte (www.musikkenshus.dk).
Heiße Rhythmen unter freiem Himmel bieten im Sommer die großen Rockkonzerte im Mølleparken, 2 km südwestlich der Altstadt. Am Mølleparkvej 63 ist der Eingang zum beliebten Aalborger Zoo mit 1600 Tieren aus aller Welt und einem afrikanischen Dorf.
April – Sept. tgl. 10 – 18, sonst bis 15 Uhr | Eintritt 185 DKK, Kinder 115 DKK | www.aalborgzoo.dk
Das Leben auf See, der Alltag im Aalborger Hafen und die Arbeit auf der Werft wird in diesem maritimen Erlebnisniszentrum lebendig. Höhepunkt sind das U-Boot »Springer«, die »Søbjørnen« als schnellstes Torpedoboot der Welt und ein Simulator, in dem man selbst als Kapitän eine moderne Schnellfähre steuert.
Vestre Fjordvej 81, Sept. – April tgl. 10 – 16, Mai, Juni, Aug. bis 17, Juli bis 20 Uhr | Eintritt 80 DKK, 6 – 14 Jahre 40 DKK
www.springeren-maritimt.dk
… oder sich hinsetzen und zuschauen ist das Motto beim Museum zur Geschichte der dänischen Streitkräfte, der Heimatschutzgruppe, Polizei, der Rettungsdienste, der Besatzungszeit und der Aalborger Garnison. Zu sehen sind Fahrzeuge, Uniformen, Waffen und Kanonen aus den letzten 200 Jahren. Eine weitere Ausstellung zeigt Orden und Medaillen aus 14 Ländern, darunter auch aus Deutschland und der ehemaligen Sowjetunion.
Skydebanevej 22, April – Okt. tgl. 10 – 16, Juli/Aug. bis 17 Uhr Eintritt 50 DKK, 4 – 14 Jahre 25 DKK | www.forsvarsmuseum.dk
Früher versorgte Nordkraft Aalborg mit Elektrizität. Heute indes versteht sich das einstige Kohlekraftwerk als Kultur und Freizeitzentrum. Im Skråen (www.skraaen.dk) und KUL (www.kulnordkraft.dk) treten nationale und internationale Musikstars auf, das Theater Nordkraft (www.teaternordkraft.dk) zeigt Produktionen aus ganz Europa, die Kunsthal Nord (www.kunsthalnord.dk) bietet spannende Gegenwartskunst. Jütländische Künstler stellen im Kunstpavillon Aalborg aus, das Biffen im ersten Stock ist Aalborgs einziges unabhängiges Kino (
