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Jannik Simmons betreibt eine illegale Autowerkstatt und wird von Rick Porter überwältigt und gefangen genommen. Er bringt ihn zu Angus Melaren, dem einzigen Autohändler der Stadt, in dessen monopolartiges Imperium Melaren Motors. Janus und Frank begeben sich auf eine riskante Rettungsmission. Angus Melaren und Raven Salvador arbeiten weiter an ihren finsteren Plänen.
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Seitenzahl: 68
Veröffentlichungsjahr: 2026
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Was bisher geschah
Janus fand sich in Crudelis Town immer mehr ein und lernte durch Frank die beiden Männer Jack und Merik kennen. Von Frank hatte er eine Bankkarte bekommen, auf der genügend Geld für sämtliche Spesen war. Die Karte hatte Frank vom Bürgermeister Henry Spencer bekommen. Später stellte sich heraus, dass der Bürgermeister der leibliche Vater von Janus war. Somit ist Amelia Janus’ Schwester. Denn Mathilda ist auch ihre leibliche Mutter.
Als vor Janus plötzlich seine Mutter stand, die damals verstarb, als er noch ein Kind war, veränderte sich mit einem Schlag das komplette Leben des Zwanzigjährigen. Sie sah genauso aus, wie er sie das letzte Mal gesehen hatte!
Sie erklärte ihm die Umstände, wie sie nach Crudelis Town kam. Nämlich durch ihren Vater, welcher kein Geringerer war als William Grand - der erste Mensch, der von der Erde den Weg nach Crudelis Town fand. William freut sich sehr seinen Enkel endlich kennenzulernen. Auch erfährt Janus, dass der geheimnisvolle Mann in Schwarz sein Großvater William Grand war.
Währenddessen spann Raven Salvador seine Intrigen weiter und entwickelte zusammen mit Dr. Benedikt Comington, dem Leiter der neu entstehenden Chemiefabrik, einen Plan. Dieser sah vor, wie er in einem versteckten unterirdischen Bereich unter der Chemiefabrik ein Portal errichten könnte. Sein Plan ist es, Elysia zurückzuholen. Sie ist in einer Zwischenwelt gefangen und war damals die ehemalige Frau von dem Bürgermeister. Sie floh, nachdem sie mehrfach versucht hatte, Henry Spencer zu töten. Raven Salvador war ihr heimlicher Geliebter.
Außerdem fand Merik mehr über die monopolartige Firma Obscur Technology heraus und hackte sich in deren Computersystem, nachdem Janus und Frank die Ausrüstungen von Merik und Jack aus deren ehemaligen Wohnungen geholt hatten.
Von Merik hatte das Unternehmen sämtliche Daten gesammelt und wusste über seine technischen Fähigkeiten Bescheid, während das Unternehmen von Jack nichts mitbekommen hatte. Für Jack war somit eine Rückkehr in sein altes Leben möglich, während Merik hingegen keinerlei Chance hatte, jemals wieder nach draußen zu gehen, ohne in tödliche Gefahr zu geraten. Deshalb sah er eine alte Bekannte namens Sofie als seine einzige Chance, sich eine neue Identität zu verschaffen und über Umwege seine Freiheit zurückzuerlangen. Doch das Opfer war groß.
Merik musste sein Gesicht plastisch verändern lassen. Den chirurgischen Eingriff nahm Dr. Norman Harris vor. Er hatte auch damals schon Sofie geholfen, ihr Aussehen zu verändern, weil sie sich ebenfalls vor den monopolartigen Firmen verstecken musste, nachdem ihr Vater bei einem Autounfall getötet worden war. Somit bekam Merik ein komplett neues Aussehen und wartete nun auf die endgültige Heilung seines Gesichts.
Sofie bildet zusammen mit Janus, Amelia, Frank, Merik und Jack ein Team. Als geheimes Versteck benutzen sie eine alte, verlassene Arcade-Halle, die Sofie damals von ihrem Großvater geerbt hatte. Von da an nutzte sie das verlassene Objekt als Schaltzentrale und hatte hier mehrere Computer stehen und modernste Technik, mit denen sie die Geschicke der Stadt versuchte zu überwachen. Das Ziel aller war, endlich mehr Licht in die dubiosen Verstrickungen dieser Stadt zu bringen und den monopolistischen Firmen der Stadt den Kampf anzusagen.
***
Der Himmel leuchtete in verschiedenen Purpurfarben. Es war verhältnismäßig warm in Crudelis Town. Am Himmel war eine graue Sichel zu erkennen, die in einem noch violetteren Schein zaghaft pulsierte. Es handelte sich dabei um den Planeten Illumina II. In Crudelis Town war er das, was man auf der Erde als Sonne und als Mond kannte, nur dass es sich hierbei um einen einzelnen Planeten handelte. Er strahlte ein schwach pulsierendes Licht aus und erzeugte die Wärme. Nachts ebbte es ab. Doch auch da war immer noch ein fahler Schein zu erkennen. Es gab aber auch Nächte, in denen das Licht des Planeten fast vollständig erlosch. Doch heute strahlte Illumina II zur Freude von Jannik Simmons besonders stark. Dennoch war die Stadt in ein diffuses Zwielicht getaucht, welches niemals ganz durchbrochen wurde.
Schwer atmend wischte sich Jannik den Schweiß von der Stirn und schraubte weiter an dem Auto, das vor ihm auf einer Hebebühne stand.
Er betrieb eine illegale Autowerkstatt, die sich auf Tuning und Umbauten spezialisierte. Dies machte er ganz alleine, ohne fremde Hilfe, um das Risiko, erwischt zu werden, zu minimieren. Er setzte alle Sonderwünsche seiner Kunden um. Es handelte sich in der Regel um Leute mit viel Geld, die sich die Autos in gut versteckte Garagen oder in Penthousewohnungen hinter eine Glaswand stellten. Fahren konnte damit niemand, weil das Risiko zu groß wäre, erwischt zu werden. In Crudelis Town gab es nur einen Autofabrikanten und das war Angus Melaren. Seine Automobilindustrie hieß Melaren Motors. Alle Fahrzeuge in der Stadt waren von dieser Marke. Jeder, der versuchte, den Markt mit einer neuen Marke zu erweitern, hatte mit schlimmsten Folgen zu rechnen. Meistens wurde die Konkurrenz einfach ausgelöscht. Dies war ein offenes Geheimnis in dieser Stadt. Dagegen wehren konnte sich keiner. Zu mächtig waren die Monopole und außerdem waren sie untereinander oft miteinander verknüpft.
Gerade deshalb war es für etwas besser betuchte Leute und Autoliebhaber ein ganz besonders großer Wunsch, ein Auto zu besitzen, welches nicht direkt den Standardnormen von Melaren Motors entsprach. Die Bauteile unter der Haube waren zwar dennoch von dieser Marke. Doch Jannik hatte eine ganz besondere Gabe, die Wagen komplett rundum zu erneuern und ihnen seinen eigenen Stempel aufzudrücken. Sie sahen sportlicher, moderner und vor allem protziger aus. Auch das Melaren Motors Logo wurde überall entfernt und durch sein Simmons Logo ersetzt.
Es betrübte ihn, dass er die Marke nicht in den offiziellen Verkauf bringen konnte. Seine Wagen wären mit Sicherheit beliebter als die Modelle von Melaren Motors, weil sie etwas Neues waren. Sie waren einzigartig.
Gerade brachte er eine Stoßstange an dem lila lackierten Wagen an. Er war fast fertig. Es fehlten nur noch wenige Teile. Die Scheiben waren alle schwarz getönt und hinten am Heck war ein fetter Spoiler angebracht, der sogar oben an den Seiten leuchtete. Der Wagen war außerdem besonders breit. Die Elektronik im Wageninneren hatte eine gute Freundin von ihm programmiert. Ihr Name war Sofie Grey. Sie kannte sich bestens mit Computern aus und war Profi im Programmieren und Hacken. Für sie hatte er auch schon einige Wagen modifiziert. Allerdings wurden die Wagen nicht mit seinem Logo versehen, um sie noch gelegentlich auf der Straße einsetzen zu können, ohne Aufsehen zu erregen.
Er beeilte sich. Sein Kunde hatte sich für den heutigen Abend angekündigt. Er prüfte anschließend nochmal alles und betrachtete stolz das Ergebnis. Der Transport war auch schon bestens durchplant. Mit einem LKW würden sie den Wagen abtransportieren. Das war die unauffälligste Variante. Der LKW war sogar als Tarnung mit dem Logo der Liefersklaven versehen, dem einzigen Transportunternehmen in der Stadt.
Jannik wartete darauf, dass es endlich dunkel wurde. Der Transport war nachts unauffälliger. In der Zwischenzeit bereitete er noch ein anderes Auto vor, das für einen weiteren Kunden war. Zurzeit florierte sein Geschäft besonders gut.
Als es endlich dunkel war, traf sein Kunde ein. Es handelte sich um einen siebenunddreißig jährigen Mann, der recht vermögend war. Als er das Ergebnis sah, war er mehr als zufrieden. Begeistert betrachtete er das Auto und als er einstieg, war er restlos begeistert. Auf dem kleinen Gelände konnte er zumindest ein wenig Probe fahren, wenn auch nur im Kreis, um die Werkstatt herum. Dann verluden sie das Fahrzeug in den LKW und machten alles fertig für den Transport. Es verlief alles reibungslos und es gab glücklicherweise keine Zwischenfälle. Das Auto wurde durch ein Rolltor in einen Autolift gefahren und in die Penthousewohnung gefahren. Dort wurde das Fahrzeug in einem separaten Showroom geparkt, der mit einer Scheibe vom Wohnzimmer der Wohnung abgetrennt war. Von dort aus hatte man eine perfekte Sicht auf den Wagen. Der Kunde war anschließend mehr als zufrieden. Sein Geld hatte Jannik schon im Voraus bekommen. Zufrieden machte er sich auf den Weg zurück zur Werkstatt. Er hatte noch ein paar Stunden Arbeit vor sich. Jedoch musste er den Weg mit der Hochbahn zurücklegen. Endlich wieder in seiner Werkstatt angekommen, machte er sich direkt ans Werk und bereitete einige Teile vor. Diesmal sollte er einen gelben Wagen tunen.
