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Lerne von Himalaya-Meistern! In vier Wochen zu mehr Energie, Wohlbefinden und Lebensfreude! Dieses Praxisbuch zeigt sechs einfache aber trotzdem tiefgreifende Übungen nach Hatha-Yoga, Himalaya-Yoga, Bhakti-Yoga und Ayurveda. Es werden zwei Schritte gelehrt, um Deine Aufmerksamit und Atem zu schulen. Nach Schritt-für-Schritt System lernst Du meditative Sitzpositionen, Achtsamkeit, Meditation und Entspannung, bzw. eine ausgewogene Mischung an Übungen für alle drei Bereiche des Wohlbefindens: für körperliches, geistiges und seelisches Wohlbefinden. Das Be in Joy System ist geeignet für jede Altersstufe und verlangt keine Yoga- oder Meditationsvorkenntnisse. Das Buch bietet außerdem begleitende Audio-Anleitungen im MP3-Format und ein Kapitel über die ganzheitliche Ernährung. Dein Weg zur wahren Freude und zum ganzheitlichen Wohlbefinden für Körper, Geist und Seele kann somit jetzt schon beginnen! Es ist auch eine Taschenbuchversion erhältlich ISBN: 9783746727226
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Seitenzahl: 155
Veröffentlichungsjahr: 2018
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Dhira Nitai
BE IN JOY
Zwei Schritte zu Achtsamkeit und Wohlbefinden
BE IN JOY
Zwei Schritte zu Achtsamkeit und Wohlbefinden
Dhira Nitai
Impressum
Texte: © Copyright by Danijel Zeljak
Fotos: © Copyright by Maggie Wong Media
Lektorat: Heike Ringlstetter, Hans=Dieter Konrad
Layout Buchkern: www.mai2.net, Monique Fessl
Umschlag: © Copyright by Silly Cow Design
Verlag: Be in Joy GbR, Am Sportfeld 29, DE-94121 Salzweg,
Bayern, dhira@beinjoy.dewww.beinjoy.de
Druck: epubli – ein Service der neopubli GmbH, Berlin
Anhand von Lehren von Swami Rama von Himalaya,Bhaktivedanta Swami Prabhupada, Bhakti Tirtha Swami Krishnapada,Atma Degeyndt und vielen anderen.
Mögen uns große Yoga-Meister und Yoga-Meisterinnen immer auf dem Weg zur Freude begleiten.
Hinweis
Das Material soll der Bildung und Selbsthilfe dienen, der besseren Gesundheitspflege sowie der Gesunderhaltung. Wer krank ist oder ärztliche Betreuung benötigt, sollte nicht mit den im Buch beschriebenen Übungen beginnen, bevor er den Rat eines ärztlichen Fachpersonals, therapeutischen Fachpersonals oder Yoga-Lehrers/Lehsrerin eingeholt hat. Autor und Publizierende sind in keiner Weise für irgendwelche medizinischen Ansprüche im Zusammenhang mit dem hier vorgestellten Material verantwortlich.
EINFÜHRUNG
Aufbau des Systems
Wie es zu diesem Buch kam
Eine 30-Tage-Challenge
Alle haben Uhren, keiner hat Zeit
Kennst du schon die 80-20 Regel?
ERSTE WOCHEDEIN KÖRPER - DEIN TOR NACH INNEN
Meditationsübung: „Wie fühlt sich das an?“, Stufe A
Praktische Anweisungen vor dem Meditieren
Energieübung: Bauchpumpen - Dhauti, Stufe A
Aufbau der Meditationsposition
Sitzübung: Schmetterling - Baddhakonasana, Stufe A
Meditationsübung: Körper fühlen, Stufe A
Über die Herkunft des Begriffes Meditation
Meditation und Entspannung
Atem und Meditation
Atemübung: Den Atem erforschen
Über die Bedeutung des Atems
Das Atmungssystem
Atemübung: Die natürliche oder yogische Bauchatmung, Stufe A
Meditatives Tönen
Klangübung: Tönen mit Ur-Laut Ham, Stufe A
Geführte progressive Entspannung
ZWEITE WOCHEDEIN BAUCH - DEINE KRAFTZENTRALE
Energieübung: Bauchpumpen - Dhauti, Stufe B
Meditationsübung „Wie fühlt sich das an?“, Stufe B
Sitzübung: Schmetterling - Baddhakonasana, Stufe B
Meditationsübung: Körper fühlen, Stufe B
Atemübung: Die natürliche oder yogische Bauchatmung, Stufe B
Meditationsübung: Schwere und Atem, Stufe A
Klangübung: Tönen mit Ur-Laut Ham und Farbvisualisierung, Stufe B
Meditation, Gesundheit und Wohlbefinden
DRITTE WOCHEDEINE ATMUNG - DIE SCHÖNSTE SACHE DER WELT
Affirmation „Be in Joy“
Klangübung: Om namo bhagavate vasudevaya, Stufe A
Energieübung: Das Entfachen des Feuers - Agni Sara, Stufe A
Sitzübung: Schmetterling - Baddhakonasana, Stufe C
Sitzpositionen der Stufe B
Atemübung: Vertiefte Bauch-Brust-Atmung, Stufe C
Atem und Aufmerksamkeit
Atemübung: Wechselatmung - Anuloma Viloma, Stufe A
Meditationsübung: Schwere, Atem und Erde, Stufe B
Achtsamkeit bedeutet das Trügerische zu erkennen
Kleine Denkübungen
Klangübung: Tönen mit dem Mantra Gauranga, Stufe A
Wahrnehmung, Aufmerksamkeit und Achtsamkeit
Das Geheimnis des Erfolges: Meditation ist ein Zustand der Entdeckung
VIERTE WOCHEDEIN KÖRPER - DEIN KLANGINSTRUMENT
Klangübung: Om namo bhagavate vasudevaya, Stufe B
Energieübung: Das Entfachen des Feuers - Agni Sara, Stufe B
Aufmerksam sein
Geerdet sein
Im Körper sein
Meditationsübung: Körper fühlen, Stufe C
Atemübung: Wechselatmung - Anuloma Viloma, Stufe B
Kleine Atemübung: Die Atemluft beobachten
Meditationsübung: Schwere, Atem und Erde, Stufe C
Klangübung: Tönen mit Urlaut Ham und Farbvisualisierung, Stufe C
Klangübung: Tönen mit dem Mantra Gauranga und Farbvisualisierung, Stufe B
Vier Bewusstseinsstufen
GOTT UND DIE HARMONIE DER WELT
ANHANG
AUFBAU DER SITZPOSITIONEN
Sitzen am Boden
Sitzpositionen der Stufe A
Die Vorübungen zum halben und vollen Lotossitz
Sitzpositionen der Stufe B
DIE GANZHEITLICHE ERNÄHRUNG
LITERATURVERZEICHNIS
ÜBUNGSANLEITUNGEN FÜR DIE ERSTE WOCHE
Energieübung: Bauchpumpen - Dhauti, Stufe A
Sitzübung: Schmetterling - Baddhakonasana, Stufe A
Meditationsübung: Körper fühlen, Stufe A
Atemübung: Die natürliche oder yogische Bauchatmung, Stufe A
Klangübung: Tönen mit Ur-Laut Ham, Stufe A
Geführte progressive Entspannung
ÜBUNGSANLEITUNGEN FÜR DIE ZWEITE WOCHE
Energieübung: Bauchpumpen - Dhauti, Stufe B
Sitzübung: Schmetterling - Baddhakonasana, Stufe B
Meditationsübung: Körper fühlen, Stufe B
Atemübung: Die natürliche oder yogische Bauchatmung, Stufe B
Meditationsübung: Schwere und Atem, Stufe A 152
Klangübung: Tönen mit Ur-Laut Ham und Farbvisualisierung (Dauer 4– Minuten), Stufe B
Geführte progressive Entspannung
ÜBUNGSANLEITUNGEN FÜR DIE DRITTE WOCHE
Affirmation „Be in Joy“
Klangübung: Om namo bhagavate vasudevaya, Stufe A
Energieübung: Agni Sara – das Entfachen des Feuers, Stufe A
Sitzübung: Schmetterling, Stufe C – Das Flattern
Atemübung: Vertiefte Bauch-Brust-Atmung, Stufe C
Atemübung: Wechselatmung – Anuloma Viloma, Stufe A
Meditationsübung: Schwere, Atem und Erde, Stufe B
Klangübung: Tönen mit Ur-Laut Ham und Farbvisualisierung, Stufe B
Klangübung: Tönen mit dem Mantra Gauranga, Stufe A
Geführte progressive Entspannung
ÜBUNGSANLEITUNGEN FÜR DIE VIERTE WOCHE
Affirmation „Be in Joy“
Klangübung: Om namo bhagavate vasudevaya, Stufe B
Energieübung: Agni Sara – Das Entfachen des Feuers Stufe B
Sitzübung: Schmetterling, Stufe C – Das Flattern
Sitzpositionen der Stufe B
Meditationsübung: Körper fühlen, Stufe C
Atemübung: Vertiefte Bauch-Brust-Atmung, Stufe C
Atemübung: Wechselatmung - Anuloma Viloma, Stufe B
Kleine Atemübung: Die Atemluft beobachten
Meditationsübung: Schwere, Atem und Erde, Stufe C
Klangübung: Tönen mit Ur-Laut Ham und Farbvisualisierung, Stufe C
Klangübung: Tönen mit dem Mantra Gauranga und Farbvisualisierung, Stufe B
Geführte progressive Entspannung
Klangübung: Om namo bhagavate vasudevaya, Stufe B
Unsere tägliche Wahrnehmung ist wie ein Gehen durch die Straßen einer überbevölkerten Großstadt. Das Geschehen zu überblicken ist schwierig. Da muss man schon höher steigen und zwar mit Hilfe der Aufmerksamkeit. Sie lässt uns das Ganze wie von einem hohen Gebäude aus betrachten. Geht es noch höher? Ja! Die Achtsamkeit lässt uns noch höher steigen, auf den Aussichtsturm. Ja, nur hoch! Die unbedeutenden Ereignisse und das Wirrwarr verschwinden nun, wir nehmen nur noch das, was wichtig ist, wahr.
Meditation verleiht dir Flügel. Wir können jetzt alles aus einer völlig anderen Perspektive erleben. Wir bekommen einen Gesamtüberblick. Wir sind begeistert von der Sicht, die sich uns bietet. Wir lassen das kleine Tägliche weit unten und steigen auf zu den Höhen, die uns einen besonderen Blick auf das Leben gewähren. Die Erfahrung ist unbeschreiblich! Unsere Bestimmung ist jedoch den meisten Menschen auf der Erde unbekannt. Willst du nun unter Sterblichen gehen? Oder willst du fliegen mit einem klaren Ziel vor Augen?
Danke, dass du dich für dieses Buch entschieden hast. Es hat das Potenzial, deine Wahrnehmung und somit die Erfahrungen im Leben zu ändern und dein Wohlbefinden zu verbessern. Das Ergebnis davon wird sein: „Ich bin voller Freude!“
Wer kämpft heutzutage schon nicht mit Stress, physischer und geistiger Überlastung, Druck am Arbeitsplatz, in der Schule, im Familienleben und in der Gesellschaft, sowie ihren psychischen und körperlichen Folgen?
Der Stress ist an und für sich nicht unbedingt schlecht. Den Stress kann man auch in eine positive und kreative Energie umwandeln. Was schlecht ist, ist die Stressreaktion im Körper und Geist, die nicht bewusst unter Kontrolle gehalten wird, bzw. die über eine längere Zeitperiode geschieht. Der Stress auf Dauer ist auf jeden Fall schädlich, vor allem wenn unser Nervensystem nicht stark genug ist. Unsere Erfahrungen im Leben werden durch chemische Prozesse in unserem Gehirn bzw. in unserem Nervensystem gesteuert. Ich werde dir mit zwei einfachen Schritten zeigen wie du dein Nervensystem und damit auch die Erfahrungen im Leben und ihre Auswirkungen auf deinen Geist unter Kontrolle bringen kannst.
Die Reise zu deinem besten Leben beginnt mit diesen zwei grundlegenden Schritten: Aufmerksamkeit und Atem. Diese werden dir helfen achtsam und furchtlos zu werden, um dein volles Potenzial, das uns Menschen zur Verfügung steht, entwickeln zu können.
Jede Übung in diesem Buch ist mit diesen zwei Schritten verbunden: Du wirst entweder deine Aufmerksamkeit oder/und deinen Atem schulen. So ziehen sich diese zwei Schritte wie ein roter Faden durch das ganze Buch, um dein Nervensystem und in weiterer Folge deinen Körper und Geist resistent für den Stress und verschiedene Emotionen wie Angst und Depression zu machen.
Die Übungen stehen dir auch als Audio-Aufnahmen auf der Web-Seite www.beinjoy.de zur Verfügung. Die Informationen, die ich dir zur Verfügung stelle, sind ein Ergebnis von mehreren Jahrzehnten eigener Erfahrung mit verschiedenen traditionellen Systemen der Energie- und Bewusstseinsbildung, einschließlich buddhistischer, taoistischer und der Yoga-Tradition. Ich habe täglich Yoga, Ayurveda und Meditation geübt und es auch an viele Übenden weiter gegeben. Diese Zeit war die beste Zeit meines Lebens und jetzt möchte ich meine Erfahrungen mit dir teilen. Ich hoffe, du wirst dich auch entscheiden, den Weg der freudigen Selbstentdeckung zu gehen: um „VOLLER FREUDE“ zu sein!
Das „Be in joy“ ist ein Meditationsprogramm in 2 Schritten, 6 Übungen und dauert 4 Wochen. Bei diesem Programm wirst du keine Verträge eingehen (außer mit dir selbst), keine teuren Fitnessoder Wellness-Geräte kaufen müssen, keine strengen Diäten mit Yo-Yo-Effekt befolgen, weder eine buddhistische Nonne noch ein Yoga-Mönch werden und nicht einmal dein Haus verlassen müssen. Du hast schon alles was du zum Üben brauchst. Du wirst einfach mit Hilfe von deinem Körper, deinem Atem und deinem Geist zum Erfolg kommen. Und die nimmst du sowieso immer und überall mit. Somit kannst du immer und überall üben! Klingt das nicht toll? Vor allem hast du eins: den Willen, etwas in deinem Leben zu verändern. Ich zeige dir, wie du das mit minimalen Kosten und ohne Nebenwirkungen schaffen kannst.
Das Meditationsystem, das hier präsentiert wird, habe ich bei meinem Yoga- und Meditationslehrer Atma Degeyndt aus den Vereinigten Staaten gelernt, der bei bekannten Lehrern wie Swami Rama von Himalaya, Yogi Bhajan, Swami Krishnapada, Radhanath Swami und anderen seit seinem zehnten Lebensjahr unterrichtet wurde. Das „Be in Joy“ Programm stellt die Essenz aller traditionellen Unterweisungen und Techniken in einer einfachen Form und für die heutige Zeit dar. Es stützt sich vor allem auf die Techniken aus Patanjalis Asthanga Yoga und Chaitanyas Bhakti Tradition.
Das „Be in Joy“ Übungssystem ist in Grund-, Mittel- und Fortgeschrittenenstufe unterteilt. Dieses Buch ist in erster Linie als Praxisbuch für EinsteigerInnen gedacht. Es sind keine Voraussetzungen notwendig, um dieses System zu üben, außer deiner Neugier und dem Vertrauen, dass auch du es lernen kannst. Es werden zuerst einige vorbereitende Sitz-, Energie- und Atemübungen sowie wesentliche Konzepte präsentiert, um eine solide Grundlage für das Meditieren zu schaffen. Ich habe das System so einfach wie möglich gestaltet. Mehr Übungen und vor allem mehr Theorie werden im Handbuch für die Mittel- und Fortgeschrittenenstufe präsentiert.
Die ersten zwei Schritte unseres Systems bestehen darin, deine Aufmerksamkeit und deinen Atem zu schulen. Diese beiden Fähigkeiten sind wichtig bei allen Aktivitäten. Sie werden dir mehr Energie, Fokus, Mut und Willenskraft geben. Wer nicht aufmerksam ist und nicht gut atmen kann, der kann nicht achtsam werden und in weiterer Folge auch nicht meditieren. Er wird als ein Opfer dem Geist und den Emotionen hilflos ausgeliefert bleiben.
Das System ruht auf vier Säulen:
1. Aufmerksam werden
2. Furchtlos werden
3. Mit Paradoxen spielen
4. Die Perspektive ändern
Ich werde dir Schritt für Schritt zeigen wie jede Säule aus der vorherigen entsteht. Das Baumaterial stellen die zwei grundlegenden Schritte dar, die Aufmerksamkeit und der Atem. Du wirst sie nach und nach als ein logisches Gebilde betrachten können. Die Krönung des Systems bilden die Yoga-Psychologie und die Art des Mantra-Tönens.
Dieses Buch beschäftigt sich mit Freude und wie man sie finden und für sich gewinnen kann. Ganz gleich ob wir gerade Glück oder Unglück erfahren. Das Glück zu haben bedeutet nicht unbedingt glücklich zu sein. Und die Weisen zeigen uns immer wieder, dass man trotz sogenanntem Unglück glücklich sein kann. Freude hat auch mit Musik zu tun. Somit wird sich dieses Buch auch mit dem metaphysischen Wesen des Klangs und der Praxis des meditativen Tönens beschäftigen. Wie wir wissen, kann der Klang auf die physische, subtile, aber auch spirituelle Dimension einen gewaltigen Einfluss haben. Der metaphysische Klang ist ein Baustein der himmlischen Musik, aber noch mehr ein wahres Mittel zum Finden der inneren Freude.
Die Faszination für den Klang fing in meiner Kindheit und Jugend an. Ich durfte damals eine Reihe an Erfahrungen sammeln, die mein späteres Verständnis von der Welt wesentlich beeinflusst haben. Diese Erfahrungen haben mich letztendlich zu einem meditierenden und freude-suchenden Menschen gemacht. Warum sind nicht mehr Menschen glücklich? Weil sie nach dem Glück gar nicht suchen, sondern warten, dass das Glück zu ihnen kommt. Weil sie denken, besser gesagt glauben, dass man nur, wenn man etwas hat, oder besitzt, glücklich ist. Sie messen ihren Erfolg daran, wie viel man hat und besitzt, anstatt wie viel Freude man damit hat. Sie können den Weg, den Prozess und die Arbeit gar nicht genießen. Deswegen macht sie das Ergebnis nicht glücklich. Sie sind aber ausschließlich und völlig vom Ergebnis abhängig, und somit ist ihr Glück vom Ergebnis abhängig und damit beschränkt. Sie haben nicht verstanden, dass der Weg wichtiger ist als das Ziel. Der Weg ist ja gleichzeitig das Ziel. Du kannst glücklich sein, wenn du in der Freude bist. Sei in der Freude. Jetzt! Du kannst die Freude auf jedem Schritt und Tritt erfahren, wenn du deinen Weg gefunden hast und wenn du ihn mit Freude gehst. Meine musikalische Ausbildung hat mein Ohr für den akustischen Klang geöffnet. Die Meditation hat das Hören für den inneren Klang und für das Wesen des Glücks geöffnet. Auch meine Erfahrung mit verschiedenen Kampfkünsten hat das erste Mal das Unbegreifliche und Mystische von Meditation in den Fokus gebracht. Diese haben mich das Meditieren letztendlich nicht gelehrt, aber sie haben mich gelehrt, dass wir zu viel mehr fähig sind als wir es gewöhnlich wahrnehmen wollen.
Zu Hause haben wir viel gelesen, neben der allgemeinen Enzyklopädie auch über Zen-Meditation. Irgendwie hat die östliche Weisheit immer größere Faszination auf mich ausgeübt als das trockene Faktenwissen in der Schule oder auf der Uni. Koan, Haiku – ach, wenn ich sie nur richtig verstehen könnte! Weiter ging es mit den sechs Heilenden Lauten aus dem Qigong bei meinem langjährigen Meister Shifu Oswald Elleberger aus Graz, der übrigens auch ein Musikliebhaber ist, vor allem des Geigenspiels. Das erste Mal verstand und erfuhr ich den Klang als ein Heilmittel. Er hat mir weiterhin die Augen für das Aufrichten der Wirbelsäule und für die Alexander-Methode geöffnet. Diese für mich ganz wichtigen Erfahrungen spiegeln sich im Kapitel über die Sitzpositionen wieder. Ich danke ihm auch für seine anschaulichen und klaren Expositionen über das Atmen, welche ich mit dir in diesem Buch teilen möchte, als auch für die sehr prägenden und außergewöhnlichen Erfahrungen während der taoistischen Meditation, die ich mit ihm machen durfte. Das hat meinen Verstand für das Unsichtbare, das was jenseits unserer Sehkraft und normalen Sinneswahrnehmung liegt, geöffnet. Und dass es eben mehr zu sehen „hinter dem Sehen“ und mehr zu hören „hinter dem Hören“ gibt. Das hat mir das Meditieren aber immer noch nicht beigebracht. Weiter ging es mit Tom Scott und seiner seelenergreifenden Meditationsmusik. Während meines Studiums entdeckte ich auch Joachim Ernst Berendt, den großen „Jazz-Professor“ und seine bahnbrechenden Werke über das Phänomen und die spirituelle Bedeutung des Hörens wie „Nada Brahma – Die Welt ist Klang“ u.a. Bald danach entdeckte ich über meine Studienkollegen von der Musikuniversität Graz die Welt des Yoga, vor allem Bhakti Yoga. Ende des 20. und Anfang des 21. Jahrhunderts ritt ich auf der Welle des Kirtans mit der meditativen Mantra- Musik und ich versuchte mich in Mantra-Meditation. Ich studierte fleißig und hingegeben bei vielen Yoga-LehrerInnen, vor allem bei Bhakti Tirtha Swami Krishnapada (Bhakti Yoga und Mantra-Meditation) und Atma Degeyndt (Hatha Yoga, Power Yoga, Atma Yoga, Yoga-Psychologie und Mantra Yoga). Endlich wurde der Begriff „Meditation“ für mich de-mystifiziert. Meditation war nun nicht mehr etwas Ungreifbares, aus den hohen himmlischen Sphären, sondern etwas ganz Praktisches und Alltägliches wie Zähneputzen und Wassertrinken. Über die Suzuki-Musikmethode vertiefte ich mein Verständnis vom akustischen Klang; ebenso die Achtsamkeit im Umgang mit dem Klang. Ich verstand auch die Wichtigkeit und Vorteile des methodischen Zugangs zum Lernen, vor allem einer Schrittfür-Schritt-Methode. Durch Mantra Yoga entwickelte ich meine Faszination für den Körper als Klanginstrument und für den inneren Klang. Zusammengefasst fand ich durch Meditation, vor allem durch Klang-Meditation, meine wahre innere Freude, die ich in Form dieses Buches mit dir teilen möchte. Damit auch du „voller Freude sein“ sein kannst.
Vielleicht bist du auch wie viele meiner KursteilnehmerInnen, die sagen: „Wo soll ich jetzt auch noch Zeit zum Üben finden? Ich habe schon so viel Stress!“ Dazu kann ich nur Folgendes sagen: es ist alles eine Sache der Zeiteinteilung und des Prioritätensetzens. Ich habe die Übungen absichtlich so gestaltet, dass sie wenig Zeit in Anspruch nehmen.
Es wird sich nichts ändern, wenn du es nicht änderst.– Dhira Nitai
Hier ist aber eine Herausforderung für dich, eine 30-Tage- Challenge: Nimm keine Mahlzeiten zu dir, bevor du geübt hast. Vor allem wenn man unter Stress leidet, sollte man das machen, wozu keine Person unter Stress Zeit hat: Frühstücken. Vor dem Frühstücken nun noch 15– 20 Minuten üben. Das gleiche vor dem Mittag- und Abendessen und schon hast du 45 Minuten am Tag geübt! Vielleicht ohne es richtig zu merken. Und für die ganz Faulen: Wenn du weißt, dass du nach dem Aufstehen sicherlich nicht üben wirst (oder du es dem Zufall nicht überlassen willst), dann kannst du einige Körper- und Atemübungen schon im Bett machen. Das geht auch vor dem Einschlafen. Das Üben sollte in den nächsten Wochen deine Priorität werden und wenn dieses nicht erledigt ist, werden auch keine weiteren Sachen angefangen, wie z.B. essen oder schlafen. Eine neue Gewohnheit braucht mindestens 30 Tage, um zu einer täglichen Gewohnheit zu werden, die dann zu einer Selbstverständlichkeit wird. Viel Spaß beim Üben und ein gutes Gelingen für die 30-Tage-Challenge!
Läuft es so ähnlich bei dir? Du hast Schwierigkeiten alle Verpflichtungen in einem Tag unterzubringen? Dein Tag ist zu kurz?
Hier ein paar kurze Tipps: Wenn du es versäumst zu planen, dann planst du das Versäumnis. Fange zumindest mit einer Wochenplanung an. Sei dabei realistisch. Nimm dir eher nur wenige und nur die Sachen, die wirklich von Bedeutung sind, vor. Plane dann die anderen Nebensächlichkeiten um die großen Ereignisse und Aufgaben herum. Wenn Zeit für sie da ist, gut. Wenn nicht, nicht so schlimm. Dann halt morgen. Oder gar nicht. Deine zur Verfügung stehende Zeit bestimmt, was wirklich wichtig ist. Verzettele dich nicht mit Kleinigkeiten. Das Leben und die Zeit sind zu kostbar dafür. Die „Be in Joy Devise“ lautet: Ich habe immer Zeit für die wichtigen Dinge. Ich habe keine Zeit für die unwichtigen Dinge und Nebensächlichkeiten.
