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Dass Ernährung einen so großen Einfluss auf die körperliche Gesundheit und das seelische Gleichgewicht eines Menschen hat, habe ich lange nicht gewusst. Durch die heutige Ernährung, der Abhängigkeit von Lebensmitteln und dem häufig unbewussten Missbrauch von Nahrungsmitteln entsteht ein sich selbst aufrechterhaltender Kreislauf, in dem viele Menschen erkranken. Dieses Buch fasst Informationen rund um eine gesunde und pflanzliche Lebensweise zusammen und kann durch einen alltagstauglichen Rezept-Teil sofort, einfach und schnell in das bestehende Leben integriert werden. Es beschreibt meinen persönlichen Weg aus der physischen und psychischen Abhängigkeit vom Essen und erklärt lebensnah und unterhaltsam, wie es möglich ist, störende und fehlerhafte Muster zu erkennen und loszulassen. Mein Anliegen ist es, mit meinen Erfahrungen anderen Menschen zu helfen, in Liebe und Frieden mit ihrem Essen und ihrem Körper leben zu können.
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Seitenzahl: 277
Veröffentlichungsjahr: 2019
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Nicole Niemeier lebt in Bad Oeynhausen und ist Mutter von drei Kindern. Sie litt viele Jahre unter einer Essstörung. Erst durch eine mediale Begleitung, die vegane Lebensweise und die daraus resultierenden neu entstandenen Verknüpfungen zwischen Körper, Geist und Seele haben sie verstehen und gesunden lassen. Sie beschreibt ihren Weg vor und nach ihrer ganzheitlichen Heilung, mit all den Stolpersteinen, Hilfestellungen und dem glücklichen Ende. Die Autorin hat Informationen rund um die pflanzliche Ernährung mit lebensnahen und umsetzbaren Anregungen für eine freie und gesunde Lebensweise verknüpft und diese mit 100 schnellen und leckeren Rezepten verbunden. Nicole Niemeier ist selbständig in ihrem Unternehmen ENÄHRGIE in der Ernährungsbegleitung tätig und unterstützt Menschen, die eine höhere Qualität in alle Lebensbereiche integrieren möchten.
Heute weiß ich, dass ich schon sehr lange unbewusst auf der Suche nach einer
Ernährungsform und Lebensart war, die mich körperlich und seelisch nährt und stärkt.
Als ich gefragt worden bin, ob ich auf einer Reise gesundes und leckeres Essen zubereiten
und über meine Ernährungskenntnisse erzählen möchte, wollte ich ursprünglich nur
dafür eine kleine Rezepte Sammlung verfassen. Dass daraus ein Buch entstehen könnte,
habe ich nicht vermutet.
Doch dann habe ich angefangen zu recherchieren. Ich habe gestaunt, gezweifelt, gelesen,
gefragt, geschrieben, gelernt, umgeschrieben, nachgeforscht, verändert und immer und
immer wieder neu geschrieben.
Ich habe Rezepte von früher „veganisiert“, viele neue Lebensmittel entdeckt, abgefahrene
Kombinationen getestet, lecker gekocht, viel gebacken, fotografiert, gestaltet und mit
meinen Lieben geschlemmt.
Ich habe Informationen aus Büchern, aus dem Internet und natürlich aus meinem Umfeld
gesammelt und sie sorgfältig und mit meinem besten Wissen und Gewissen
niedergeschrieben.
Mein Buch beschreibt außerdem den Weg aus meiner persönlichen Essstörung. Sie war
weder zu benennen, gesundheitlich nicht bedenklich oder behandlungsbedürftig. Auch
ansehen konnte man sie mir nicht.
Für mich jedoch, war sie allgegenwärtig und erdrückend.
Ich bin morgens mit dem Gedanken an Essen aufgestanden und mit dem selbigen
Gedanken wieder ins Bett gegangen. Ich war in allen Bereichen vom Essen abhängig.
Jede Information, jede Ernährungsform, jede Gewichtsveränderung, jede Träne, jedes
Wutgefühl, jede Verzweiflung und jedes Glück, welches ich mit Essen verbunden habe,
hat mich zu meiner heutigen Heilung geführt.
Eine wertfreie Einsicht meiner Situation, die Bereitschaft sie anzunehmen und natürlich
der aller wichtigste Schritt, sie loszulassen und zu überschreiben, lassen mich heute in
Freiheit und Frieden mit mir und meiner Ernährung leben.
Ich empfinde tiefste Dankbarkeit in der puren Erkenntnis und auch für die vielen
Hilfestellungen, die mir vom Leben in allen Farben und Formen gegeben worden sind,
auch wenn ich sie häufig nicht sofort als solche erkannt habe.
In lebensnahen Beispielen zeige ich auf, warum wir physisch und psychisch durch unsere
heutige Ernährung und Lebensweise erkranken können und häufig auch schon krank sind.
Ich glaube fest daran, dass jeder Mensch gesund und zufrieden in seinem Körper leben
möchte und deshalb habe ich anwendbare Möglichkeiten und praktische Ansätze
zusammengetragen, die in eine Heilung führen können.
Durch eine Einsicht, eine Bereitschaft zur Veränderung und durch ein wirkliches Tun ist
alles möglich.
Wie sich ein menschlicher Organismus durch eine optimierte Ernährung und eine
angepasste Zuwendung zu sich verändern kann fasziniert mich. Um genau das
transportieren zu können, habe ich ein Unternehmen mit dem Namen ENÄHRGIE
gegründet, in dem ich betroffene Menschen individuell, achtsam und ganzheitlich in ein
gesünderes und freieres Leben begleite.
Ich freue mich sehr, dass du heute dieses Buch in der Hand hältst und wünsche dir eine
gute Zeit beim Lesen, Kochen und Backen und von Herzen viel Freude und Erfolg, bei der
Umsetzung der gesundheitsfördernden Impulse und Ideen.
Infoteil
Warum fleischfrei?
Warum auch ohne Milch-produkte?
Warum keine Eier?
Was ist mit Fisch?
Ab heute nie wieder tierisch!?!
Bio, Bio, Bio
Ist eine pflanzliche Er-nährung teurer als eine konventionelle?
Warum ich mich für eine fast glutenfreie Kost ent-schieden habe
Was ist Hefeextrakt?
Was ist Soja?
Welches Fett für welche Speise?
Was hat es mit dem Palmfett auf sich?
Wie sauer bin ich eigent-lich?
Meine erste Darm-(Vital)Kur
Zucker ist nicht gleich Zucker
Was ist mit Obst und wie gesund ist der Low-Carb-Trend?
Was sind Fluoride?
Sprossen, unterschätzte Kraftprotze
Vitamin B12
My story and the way out
Warum Einzelportionen und Kalorienangaben?
Wie und wo werden wir in unserem Essverhalten beeinflusst?
Warum sind Sport und Bewegung so wichtig für den Körper?
Happy and me
Schritt für Schritt
Warum kochen wir eigentlich nicht?
Jetzt aber los! Praktisches zum Kochen
So erleichterst du dir das Kochen
Damit koche ich
Einfach mal Vegan
Rezepte
Erläuterungen zu meinen Rezepten
Frühstück
Cashewnuss-Pudding mit Birne
Porridge
Buchweizenpfannkuchen
Kokosmilchreis mit Mango
Glutenfreie Pancakes
5-Elemente-Pfannenmüsli
Riesen-Pakora
Hirse-Mohn-Verführung,
Tofu-Mandel-Rührei … ohne Ei
Buchweizen Porridge
Chia-Kokosjoghurt
Frühstückskuchen
Polenta
Brot und Brötchen
BuQiRei-Brot
Müslibrot
Apfelscones
Dinkel-Burger-Brötchen
Pfannenbrot aus Dinkel
Pfannenbrot ohne Rezept
Quinoa-Mandel-Brötchen
Salate
Creamy Apple-Nut-Dream
Fruchtige Lacherbse
Einsamer Cowboy
Gurkensalat mit Joghurt Dill Dressing
Krautsalat
Apfel-Möhren-Salat…
Kakadu Salat
Roter Wintertraum
Leichter Kartoffelsalat
Chinafrüchtchen
Spätzle-Salat mit Räuchertofu
Dressings
Salat, immer wieder neu und lecker
Feines Salat-Topping
Geht-immer-Balsamico-Dressing
Alle-Kinder-lieben-es-Dressing
Leichtes Saft-Dressing
Nussküsstsalat Dressing
Pflanzenjoghurtdressing
Suppen
Dino Teller oder Chili sin Carne
Fruchtige Tomaten-Kokos-Suppe
Käse-Lauch-Suppe ohne Käse
Linsensuppe mit Räuchertofu und Birne
Gemüsesuppe
Kartoffelsuppe
Kuchen und Kekse
Kichererbsen-Kuchen
Zucchini-Schoki-Muffins
Kokos-Crumble mit Blaubeeren
Haferflocken-Bananen-Kekse mit Rosinen
Käsekuchen
Roher Schoko -Kokos-Traum
Tausch-Kuchen mit Obst und Marzipan
Tausch-Muffins mit Streuseln
Buchweizen Waffeln
Aus dem Backofen
Backofengemüse mit Räuchertofu und Wedges
Gefüllte Zucchini
Glutenfreie Spinat Lasagne
Moussaka
Nudelauflauf mit Brokkoli und Tomate
Quiche mit Cocktailtomaten und Seidentofu
Herzhafte Rezepte
Gemüse-Kartoffel-Pfanne in cremiger Sauce
Tomatige Hirsepfanne mit Gemüse
Kokos-Buchweizen mit Gemüse und Koriander-Tempeh
Dinkelspätzle
Dinkel-Spätzle mit Gemüsezoodles in heller Soße
Blattspinat in cremiger Mandelsauce an Linsennudeln
Grünes Gemüse mit Bananen Carbonara
Kochen ohne Rezept
Beluga Reis mit Rosinen
Hokkaido-Risotto
Kartoffel-(Möhren)-Waffel
Kidneybohnen Bratlinge für die Pfanne und den Grill
Linsen Dal mit Kürbis
Veggie Grillen
Gemüse Spieße mit Räuchertofu und Marinade
Marinade für 2 Spieße
Kichererbsen-Bratlinge mit Zucchini und Sellerie
Bolognese mit Gemüse und Mais
Tomaten Sauce,
Dips
Baba Ganoush (Auberginen Crème)
Kräuter-Knoblauch-Dip
TaBaNu Dip
Hummus klassisch
Tomaten-Basilikum-Dip
Pastinaken Püree mit Cashewkernen
Guacamole
VeganVastVood
LIZZA DÖNER mit „Gyros“
Dinkelpizza vom Stein
Tomatenreis mit Gemüse und Sojagyros
Kichererbsen Wrap mit Falafeln und Salat
Nachspeisen und Nicecream
Leichte Schoki-Bananen-Creme
Beeren Eis
Nicecream
Gefrorene Schokoladen-Erdnuss-Praline
Schoki Hummus
Mango-Chia-Creme oder Nickis süßer Traum
Getränke
Welches Wasser ist denn nun gesund?
„Geküsstes“ Wasser
Zitronen Wasser
Tee-Saft
Smoothie
Bananenshake
Matcha-Latte
Käse-Ersatz
Cashew Parmesan
Hefeschmelz:
„Pizza-Schmelz“ oder Mandel Käse
Zu guter Letzt
Mit dem „Beppo-Prinzip“ direkt in ein neues Leben
DANKE
Literaturverzeichnis
Stichwortverzeichnis
Die pflanzliche Ernährung mit all ihren Hintergründen, ist in der Bevölkerung
größtenteils unbekannt und deshalb eher mit Ängsten und Ablehnung belegt, die ich bis
vor kurzer Zeit alle geteilt habe.
In diesem ersten Teil meines Buches, habe ich die Ergebnisse meiner Recherchen rund
um den pflanzlichen Lebensstil zusammengefasst.
Viele Studien belegen die gesundheitlich höchst bedenklichen Auswirkungen von
tierischen Produkten auf den menschlichen Organismus. Auch die häufig in Frage
gestellten heilenden Aspekte einer ausgewogenen und pflanzlichen Lebensweise sind
und werden immer wieder bewiesen.
Es ist jedoch nicht mein Bestreben ein wissenschaftliches Exposé zu
verfassen. Ich erzähle und schreibe hier von meiner Geschichte, meinem
Weg und meiner persönlichen Einstellung zu einer ganzheitlichen und
pflanzlichen Ernährung. Meine Empfehlungen sind als Anregungen
formuliert und basieren überwiegend auf meinen persönlichen
Erfahrungen.
Ich bin an der praktischen und lebensnahen Umsetzung einer gesunden und heilsam
wirkenden Ernährung und Lebensweise interessiert.
Es ist für mich zweitrangig, ob es zum Beispiel eine echte chemische Abhängigkeit des
Gehirns von Zucker gibt, ob es ein hormonell bedingter Ablauf ist oder ob sich das
Suchtverhalten nur auf die rein körperliche Ebene beschränkt.
Vordergründig reicht mir der Aspekt, dass zu viel Zucker stark gesundheitsgefährdend ist
und dass schon durch kleine Veränderungen in der Nahrungsaufnahme und im
alltäglichen Umgang mit diesem Lebensmittel, eine große Veränderung im menschlichen
Organismus stattfindet.
Für mich persönlich, ich bin da pragmatisch veranlagt, zählt das Erkennen einer
bestehenden Problematik und das Austesten und Anwenden eines möglichen Ausweges.
Durch die Individualität der Menschen gibt es natürlich kein Allheilmittel, nur ein:
„Ich gehe los und mache es einfach mal anders und ein bisschen besser als
bisher“.
Und dann, dann kommt der nächste Schritt.
Ich glaube ganz fest, dass alle Menschen in einem gesunden Körper und in einer intakten
Umwelt leben möchten, in der unsere Kinder unbesorgt aufwachsen können.
Eine ausgewogene und pflanzlich basierte Ernährungsweise, mit ursprünglichen und
unverarbeiteten Lebensmitteln nährt den Menschen und ein achtsames Verhalten
gegenüber Tieren und unserer Umwelt wirkt sich für alle Seiten positiv aus.
Es liegt natürlich im Ermessen jedes Einzelnen wie er sich ernährt und es liegt mir fern,
ungefragt Ratschläge zu geben oder gar zu bewerten.
Sollte dich jedoch die ein oder andere Information, ein Rezept, eine Idee oder eine
mögliche Hilfestellung aus meinem Buch ansprechen, dann nimm sie gerne in deine schon
bestehenden Gewohnheiten auf oder passe deine Lebensweise einfach so an, wie es sich
gut für dich anfühlt.
Ich wünsche dir einen achtsamen Weg mit vielen Erkenntnissen,
schmackhaften Mahlzeiten und eine strahlende Gesundheit.
Ich persönlich lehne die Massentierhaltung und die dazugehörige Industrie und pharmazeutische Lobby dahinter ab. Ich bin der festen Überzeugung, dass tierische Produkte uns krank machen. Insbesondere in der Masse, Art und Vielfalt, wie wir sie konsumieren.
Die Vorstellung ein Tier zu essen, wird immer abstrakter für mich, denn meiner Meinung nach bestehen Menschen und Tiere aus den gleichen Zellen. Nachdem ich 36 Jahre lang gerne Fleisch gegessen habe, ernähre ich mich heute pflanzlich.
In meiner Entwicklung war das ein eher schleichender Prozess. Es hat sich über zwei Jahre hingezogen. Anfangs habe ich den Geschmack und den Geruch von Fleisch noch vermisst, doch das hat sich ins Gegenteil gewendet. Selbst das glücklichste Tier, welches unter den besten Bedingungen aufgezogen und geschlachtet wird, möchte ich heute nicht mehr essen.
Ich glaube fest daran, dass wir das Erlebte der Tiere die unser Fleisch „produzieren“, mit verzehren. Das Leid der in Gefangenschaft, mit Medikamenten behandelten, in Massentierhaltung gehaltenen Wesen, die von Geburt an, bis zu ihrer qualvollen Tötung so unfassbar viel Leid und Schmerzen erfahren, belasten unsere Körper und Seelen.
Zudem zerstört die Massentierhaltung unsere Erde. Der Großteil der Sojaernte und jedes dritte Getreidekorn wird für die Fütterung der Tiere benötigt, dessen Produkte wir für unsere Ernährung verwenden.
8,8 Millionen Menschen sterben jährlich an Hunger. Das sind über 24.000 jeden Tag. Die Welt verhungert und mit jedem Stück Fleisch, jedem gelatinehaltigen Gummibärchen und jedem Becher Joghurt unterstützen wir diesen Vorgang.
Der Wasserverbrauch für ein Kilogramm Fleisch in der Produktion ist vergleichsweise hoch. So benötigt ein Kilogramm Rindfleisch rund 15.000 Liter Wasser, ein Kilogramm Kartoffeln hingegen, ein hundertstell davon, nämlich nur 150 Liter.
Auch der CO2 Verbrauch bei der Produktion von tierischen Lebensmitteln ist im Vergleich zu den pflanzlichen um ein Vielfaches höher. Wobei biologisch hergestellte Lebensmittel am wenigsten CO2 produzieren.
Aufgrund der artfremden Haltung, zur Prävention gegen drohende Infektionen der Tiere und als Wachstumsbeschleuniger werden große Mengen an Antibiotika eingesetzt. Wir essen diese Chemikalien mit und schaffen somit lebensbedrohliche Resistenzen für uns.
Es gibt weltweit nur noch wenige Antibiotika die wirklich wirksam sind.
Leider spiegeln diese und noch viele weitere Beispiele, wie unsere Massentierhaltung aufgestellt ist und welche Folgen daraus für unseren Körper und unsere Umwelt entstehen.
Die Menschheit erkrankt durch einen hohen Konsum von Fleischprodukten, an Übergewicht, Diabetes, Niereninsuffizienz, Herzerkrankungen uvm..
Hier fehlt es an einer Aufklärung. Anstatt gesünder zu essen, nehmen viele Menschen deshalb viele Medikamente ein, um ihre durch die Fehlernährung erworbenen Krankheiten zu lindern. Das ist für die Pharmaindustrie ein Millionengeschäft. Die Firmen sind also nicht daran interessiert, die Menschheit über Alternativen zu informieren.
Fleisch, Wurst und andere tierische Produkte sind heute preislich oft günstiger als Obst und Gemüse. Tierische Produkte sind billige Rohware geworden, mit deren Konsum wir auf Dauer mit dem höchsten Gut bezahlen werden was wir besitzen:
„Mit unserer Gesundheit.“
Durch nährstoffreiche
Lebensmittel und eine
ausgewogene Ernährung, kann
der Mensch bestehende
Krankheiten heilen und auf
Dauer gesund und vital bleiben.
Der menschliche Organismus braucht weder tierische Milch, noch andere Milchprodukte. Die Milch der Kuh ist für ihr Kälbchen gedacht und nicht für die Menschen.
Wir Menschen sind die einzigen „Säuger“ die Milch von anderen Lebewesen konsumieren. Keine Giraffe trinkt bei einem Hund.
Von der Natur ist es nicht vorgesehen, dass wir Milchprodukte von Kühen und anderen Tieren zu uns nehmen und deshalb reagiert der menschliche Organismus auf vielen Ebenen darauf.
Es ist bewiesen, dass der Konsum von Milch schädlich für den menschlichen Körper ist. Obwohl der Grund noch nicht endgültig belegt ist, beweisen Studien, dass Milch dem Körper sogar Kalzium entzieht und nicht den Knochen aufbaut, wie bisher angenommen wurde und immer noch propagiert wird. Milchzucker, auch Laktose genannt, begünstigt nachweislich das Krebswachstum.
Sehr viele Menschen sind laktoseintolerant. Die meisten Betroffenen wissen es nicht und quälen sich in leichteren Formen mit Durchfällen, Blähungen und Unwohlsein.
Viele Allergiker wollen auf Milch nicht verzichten und nehmen entweder Tabletten, damit sie das Allergen weiter verzehren können, oder sie kaufen Milchprodukte ohne Laktose, die durch weitere Verarbeitungsschritte der Industrie angeblich verträglicher gemacht werden.
Die bis zur Unkenntlichkeit verarbeiteten Milchprodukte haben für uns keinerlei gesundheitlichen Nutzen. Das Produkt, welches wir in einem Karton oder Becher kaufen, verziert mit einer grünen Wiese und einer glücklich aussehenden Kuh, macht uns krank.
Viele Milchkühe leiden in ihrer Gefangenschaft, ohne Tageslicht vegetieren sie in engen Verschlägen vor sich hin.
Eine moderne Milchkuh „produziert“ bis zu 50 Liter Milch am Tag, in der Natur benötigt sie nur etwa acht Liter für ihr Kälbchen.
Sie muss jedes Jahr trächtig werden, um Milch zu geben. Das Kälbchen wird nach der Geburt 24 bis 48 Stunden bei der Mutterkuh gelassen, lange genug um ihren Milcheinschuss zu fördern, um danach von ihrer Mutter getrennt zu werden.
Je nach „Verwendungszweck“ wird das Kälbchen geschlachtet oder gemästet. Die Mutter und ihr Junges leiden tagelang. Die Säuger sind Herdentiere, sehr intelligent und erkennen ihre Mütter bzw. Kinder.
Alles nur, damit WIR Milch, Joghurt, Schokolade und Käse verzehren können. Das Problem ist nicht das Glas Milch, das wir einmal die Woche trinken möchten, sondern, dass es kaum ein Lebensmittel gibt, welches keine Milchprodukte enthält.
Fertigprodukte, Süßigkeiten, Kekse, Kuchen, die Liste ist unendlich, sogar in Brühe und Senf finden sich Milchbestandteile in Form von Molke, Casein usw. wieder.
Käse im Besonderen, stellt in seiner Produktion zudem auch noch eine besonders hohe CO2 Belastung dar, er ist häufig nicht einmal vegetarisch. Zum Ausflocken des Käses wird Lab benötigt, welches aus den Mägen von milchtrinkenden Säugern hergestellt wird.
Das heißt, ein Teil des Magens eines Kälbchens wird benötigt, um Lab herzustellen. Lab ist ein Hilfsstoff und deshalb nicht deklarationspflichtig.
65% des Käses weltweit wird mittlerweile mit mikrobiellem Lab, welches aus Schimmelpilzen hergestellt wird, produziert. Die restlichen 35% werden mit tierischem Lab, meist aus Kälbermägen hergestellt.
Ob ein Käse nun mit tierischem oder mikrobiellem Lab hergestellt worden ist, ist häufig auf der Verpackung nicht eindeutig zu erkennen. Nur eine Anfrage beim Hersteller schafft endgültige Klarheit.
Ziegen- und Schafsmilch sind auch keine „besseren“ Milchsorten, sie bieten in ihrer Zusammensetzung keine Vorteile gegenüber der Kuhmilch. Auch die Haltung der Tiere ist ähnlich wie die der Kühe. Es gibt in Deutschland keine gesetzlich geregelt Haltungsbedingungen. Da die Nachfrage an Schaf- und Ziegenprodukten steigt, ist die glückliche Ziege auf der Weide leider auch nur noch eine Illusion.
Es wird empfohlen, eine Ziege in Deutschland je nach Alter auf 0.6-1.9 Quadratmeter zu halten, das ist nicht viel mehr als eine aufgeklappte Tageszeitung.
Ethisch und gesundheitlich betrachtet sind Ziegenmilch- und Schafsmilchprodukte also genauso einzuordnen wie Kuhmilchprodukte.
Wir konsumieren Milch aus Gewohnheit, es war halt schon immer so.
Dass Milch den Körper derart belastet und auch die Tatsache, dass die Tiere in der Milchproduktion genauso leiden wie die Tiere, die geschlachtet werden, war mir lange Zeit unbekannt.
Streng genommen sterben für jeden Joghurt, Camembert und Milchkakao viele kleine Kälbchen.
Zusammenfassend geht es um ein Bewusstmachen der gesundheitlichen Belastung von tierischen Milchprodukten für den menschlichen Organismus und der Erkenntnis, dass die Milchproduktion von Tod und Tierleid genauso belastet ist, wie die Fleischindustrie.
Der Film „Hope for all“ von Nina Messinger von der FME Media hat mich sehr berührt und aufgeklärt. Das Werk aus dem Jahr 2016 fasst die Missstände der Ernährungs- und Lebensmittelpolitik achtsam, unaufgeregt und lösungsorentiert zusammen.
Doch niemand muss auf seinen Kakao, Käse, Cappuccino oder sein Müsli verzichten. Es gibt viele pflanzliche Alternativen.
Soja-, Nuss-, Getreide-, Reis-, Hirse-Quinoa-, Hanf-, Lupinen- und Kokosprodukte sind in Bioläden, Lebensmittelge-schäften, Discountern und Drogeriemärkten in wachsender Vielfalt käuflich zu erwerben.
Mir persönlich ist es wichtig, dass eine pflanzliche Milchalternative umweltschonend hergestellt wird. Ein Mandeldrink z.B. benötigt in der Herstellung vergleichsweise viel Wasser und hat einen hohen CO2 Verbrauch. Für Sojadrinks wird häufig, auch im biologischen Bereich, eine Monokultur betrieben. Hafermilch schneidet in der Produktion gefälliger ab. Für glutensensitive Menschen kann ein Getreidedrink aber auch eine Belastung darstellen. Hier empfehle ich nach dem eigenen Gusto, der Verträglichkeit und nach der Herstellungsweise zu entscheiden, welcher Drink für dich der Beste ist.
Ich persönlich verwende in diesem Moment am liebsten Soja- und Haferdrink.
Die Industrie reagiert auf die wachsende Nachfrage nach pflanzlichen Produkten mit abstrakten Food Kreationen.
Vegan bedeutet nicht gleich gesund.
Meine Empfehlung ist, auch die Milchersatzprodukte biologisch zu kaufen. Je weniger Inhalts- und Zusatzstoffe die Lebensmittel enthalten, desto wertvoller sind sie für unseren Körper.
Die pflanzlichen Ersatzprodukte für Milch, Sahne, Joghurt, Quark, Camembert, Frischkäse und Feta sind geschmacklich und in ihrer Anwendbarkeit sehr gut und lassen kaum Wünsche offen.
Durch ein einfaches Umschwenken von z.B. Sahne auf eine Pflanzen-Cuisine oder von Joghurt auf Pflanzenjoghurt, verbessert sich die Mahlzeit im Fettgehalt, sie ist cholesterinfrei und sie wird für den Körper verträglicher (weil basischer).
Im Geschmack verändert sich kaum etwas, vielleicht möchtest du das einfach mal austesten und wer weiß, vielleicht schmeckt es dir ja sogar besser?
Zur Orientierung wie ein Ei in den klassischen Handel kommt, habe ich einige Informationen zusammengetragen.
Nachdem die Küken in Legebatterien schlüpfen, werden sie nach Geschlecht sortiert. Die Weiblichen dürfen weiterleben, die Männlichen werden in den meisten Betrieben geschreddert oder erstickt.
Ein „handelsübliches“ Huhn legt etwa 300 Eier im Jahr. In der freien Natur wären es nur 18.
In der Eierindustrie wird ein Huhn nur ein Jahr alt. Da es danach nicht mehr profitabel genug ist, wird es geschlachtet. In der freien Natur würde es 20 Jahre alt werden.
Damit sich die Küken aufgrund der artfremden und viel zu engen Haltung nicht gegenseitig verletzen, werden ihnen ohne Betäubung qualvoll die Schnäbel mit einer heißen Klinge oder einem Laser gekürzt.
Durch die artfremde Haltung entwickeln die Tiere kannibalistisches Verhalten. Die Hühner verspeisen sich in ihrer Not gegenseitig. Die Tiere werden mit artfremdem Futter, z.B. Fischmehl gefüttert und mit Medikamenten behandelt. Sie leiden häufig an Entzündungen und sehen in ihrem kurzen Leben meist niemals das Tageslicht.
Seit 2010 ist in Deutschland die Legebatterie-Haltung verboten. Es gibt diverse Möglichkeiten, Tiere in der sogenannten Bodenhaltung zu halten. So kommen je nach Stall, ebenerdig oder in mehreren Etagen, auf einen Quadratmeter 9 bis 18 Hühner.
In der Freilandhaltung haben die Hühner ein Anrecht auf vier Quadratmeter Auslauf pro Huhn.
Auch die Bio-Haltung ist fragwürdig. Das Futter ist hochwertiger, jedoch lebt ein Bio-Huhn auch hier mit sechs weiteren Hühnern auf einem Quadratmeter. Nach einem Jahr werden sowohl biologische als auch konventionell gehaltene Hühner im selben Betrieb geschlachtet.
Mit jedem Kauf von einem konventionell verarbeiteten Keks, einer klassischen Frischeiwaffel und vielem mehr, unterstützen wir diese Qualhaltung.
Die meisten vegetarischen „Wurstnachbauten“ bestehen zu einem großen Teil aus Ei, welche durch viele Zusatzstoffe, Stabilisatoren und Geschmacksverstärker zusammengehalten werden, um so ein Mortadella- oder Salami-Imitat vorzugaukeln.
Diese sehr bedenkliche „Eierproduktion" liegt allein an unserem Essverhalten. Ein konventionell essender Mensch konsumiert etwa 350 Eier pro Jahr, als Ganzes und in Bestandteilen in der Nahrung.
Mich hat diese Zahl erschreckt.
Ohne Eier zu leben war für mich ein schleichender Prozess, ich wundere mich selber, dass mir mein Frühstücksei nicht fehlt, denn auch ich habe jede Woche mit Sicherheit zehn Eier gegessen und das aus voller Überzeugung. Ich mochte Ihren puren Geschmack als Ei und Rührei und ihre Eigenschaften in Aufläufen und Kuchen.
Viele Speisen kommen sehr gut ganz ohne das im konventionellen Rezept enthaltene Ei aus. Das hat mich selber sehr gewundert.
Fertigprodukte und vegetarische Food Kreationen wie z.B. Würste, die viele Eibestandteile enthalten, fördern Tierleid und die Tiermast, denn das gequälte eierlegende Huhn wird häufig zu einem Masthuhn, welches hinterher zwangsläufig geschlachtet wird.
Rein ethisch betrachtet ist an dem Ei vom Bio-Bauern von nebenan nichts einzuwenden, außer der Tatsache, dass die Hühner die Eier tatsächlich nicht für die Menschen legen.
Ein Ei hat für den menschlichen Organismus keinen gesundheitlichen Nutzen. Es hat einen großen Anteil an Cholesterin, welches unseren Körper belastet. Es erhöht die Blutfette, begünstigt Herzinfarkte, Krebs, Migräne und Entzündungen.
Wenn jedoch am Anfang einer pflanzlichen Ernährung der Verzicht auf Eier zu groß erscheint, besteht natürlich immer die Möglichkeit, Eier von regionalen und biologischen Bauernhöfen zu kaufen.
So habe ich es anfangs auch gehandhabt, bis mein Wunsch nach Eiern komplett erloschen war.
Die Haltung und die Fangmethoden von Meerestieren sind genauso bedenklich wie die herkömmlichen Strukturen in der Fleischindustrie.
Die Fische werden oft in Aquakulturen gehalten, in denen sie mit Fischen aus konventionellem Fang gefüttert werden. Die Nachfrage steigt enorm, denn Fisch soll „gesünder“ sein als Fleisch. Ein Kilogramm gezüchtetes Lachsfleisch benötigt etwa fünf Kilogramm gefangenen Fisch zur Fütterung, dafür werden freie Meerestiere in großen Schleppnetzten gefangen und getötet.
Auch ein Fisch empfindet Schmerzen, doch aufgrund der fehlenden Schmerzsignale, die ein Schwein z.B. durch Schreien ausdrücken kann, ist uns das nicht bewusst.
Fische leiden in den Aquakulturen genauso, wie Rinder, Schweine, Geflügel, Ziegen und Schafe in Mast-, Milch- und Eierbetrieben. Es gibt keinen Unterschied.
Auch gesundheitlich stellen Meerestiere aufgrund von Quecksilber-, Blei-, Chemierückständen und Medikamentenresten eine Belastung für unseren Körper dar.
Die vegane Lebensart ist schrittweise in mein Leben getreten. Durch immer neue Informationen über den Mehrwert der pflanzlichen Ernährung, habe ich nach und nach mein Essverhalten angepasst.
Ich esse seit vier Jahren vegan und ernähre ich mich heute zu 99 % pflanzlich. Der Ernährung folgten Lebensstil, Kleidung und eine komplett neue Weltanschauung. Fleisch, Wurst, Käse und Fisch esse ich nicht mehr, früher mal eine Gabelspitze vom Nachbarteller um sicherzugehen, dass es wirklich nicht mehr schmeckt.
Ich habe früher sehr gerne Eier gegessen, häufig sogar mehr als zehn Stück in einer Woche. Als ich öfter daran gedacht habe, sie mal wieder zu probieren und ich sie mir dann tatsächlich kaufen wollte, brauchte ich sie nicht mehr. Mein Verlangen war gestillt. Und so fühlte ich mich ziemlich sicher keine tierischen Produkte mehr essen zu wollen.
Und dann kam der Tag an dem ich auf einmal Lust auf lila Milchschokolade bekam, Celebrations mich anlachten, überall selbstgebackene Kekse herumstanden und der Kokoskuchen meiner Kollegin unfassbar verführerisch duftete. In der Regel hat mir die folgende Frage: „Ist es mir das Tierleid wert, das jetzt zu essen?“ gut geholfen. Einige Zeit bin ich mit dieser Strategie gut gefahren. Aber dann wurden die Gelüste immer größer und größer.
Wie am Anfang einer Diät, wenn man nur noch Pizza und Pasta und Naschkram sieht, den man eigentlich für einige Zeit nicht mehr essen möchte.
Die Vielzahl der verarbeiteten, fettigen, zuckerüberladenen und mit Tierleid vollgepumpten „Lebensmittel“, die mangelnde Verfügbarkeit veganer und/oder hochwertiger Mahlzeiten in der Öffentlichkeit, die eher verständnislosen Blicke meiner Mitmenschen oder die eigene Bequemlichkeit auf einer Feier einfach mal mit essen zu wollen, lassen mich an manchen Tagen wanken.
Schokolade, Kuchen, Chips, Wurst, Käse, Brot usw. waren Lebensmittel, die ich in meiner früheren Ernährung immer gerne gegessen habe. Wie konnte ich glauben, diese Gewohnheiten nach 36 Jahren einfach ablegen zu können?
Ich muss gestehen, ich habe gedacht, dass ich die nachweislich ungesunden und verarbeiteten Lebensmittel nicht mehr essen möchte. Umso heftiger holten mich meine schon vergessenen Nahrungsmittelvorlieben aus früheren Zeiten wieder ein.
Ich habe mich ein paar Tage beobachtet und gedacht: „Das geht schon wieder vorbei!“ Aber Pustekuchen. Entgegen aller meiner Kenntnisse und Überzeugungen, trotz meines Wissens über die Lebensmittel und was sie mit mir und meinem Körper machen, wollte ich schnöde Milch-Schokolade.
Und wie so häufig im Leben, half mir meine Umwelt. In diesem Fall in Form meiner Freundin Katy. Auch sie hat sich für eine pflanzliche Ernährung entschieden. Als wir gemeinsam einen Weihnachtsmarkt besuchten, zog sie ein Lachsstand in ihren Bann. Ich konnte mich dabei beobachten, wie ich ihr gut zugeredet habe, auf ihren Körper und ihre Seele zu hören und wenn ein Teil von ihr in diesem Moment einfach nur diesen Lachs möchte, dann soll sie ihn einfach noch mal probieren. Letztendlich hat sie das Lebensmittel gekauft und einen Teil davon gegessen.
Mit der Erkenntnis, dass ich ihr aus vollem Herzen, ohne jedwede Verurteilung, die Lust auf ein tierisches Lebensmittel gestatten konnte, entließ ich mich selbst aus meiner Verurteilung.
Ich selber habe mir daraufhin in den nächsten Wochen auch ein paar Gelüste „erlaubt“. Ich bin mir nicht sicher, wer es noch mal testen wollte, eine Seele oder mein Körper?
Die Quintessenz aus dieser Begebenheit für mich ist, dass ich mich mit allen Facetten bedingungslos anzunehmen darf und soll. Ich liebe und lebe den pflanzlichen Weg. Vegane Ernährung, vegane Kleidung, fairer Strom, Banken, pflanzliche Kosmetik usw. die Liste ist lang und der Weg noch bunt und vielfältig.
Warum auch immer die Menschen ein oder eben kein pflanzliches Leben führen ist unwichtig. Es gibt keine in Beton gemeißelten Regeln.
Je klarer jedoch ich mit mir und meinem Weg bin, desto weniger Gegenwind erfahre ich. Ich persönlich freue mich sehr über diese Erkenntnis, die ich nun auch fühlen kann.
Ich bin achtsam mit mir und den Signalen meines Körpers. Ich erlaube mir meine Gelüste. Jedoch unterschätze ich nicht die körperliche Abhängigkeit von Geschmacksverstärkern, Zucker, Zusatzstoffen usw., die von der Nahrungsmittelindustrie erwünscht ist und bewusst provoziert wird.
Es geht um eine ausgewogene, schmackhafte und nicht zu verkopfte Ernährung, die ohne Verbote auskommt, die Spaß macht, die lächelnd „Seitensprünge“ erlaubt, die einfach leicht ist und Lust auf mehr macht.
Biologische Produkte enthalten mehr Nährstoffe, Vitalstoffe und deutlich weniger belastende und gesundheitsschädliche Inhaltsstoffe, als ihre konventionell produzierten Mitstreiter.
Ich möchte nicht im Detail erläutern welche Risiken und gesundheitlichen Gefahren für den Mensch und die Umwelt durch die konventionelle Produktion unserer Lebensmittel entstehen, jedoch leuchtet es ein, dass ein Lebensmittel, welches mit Chemie behandelt, gentechnisch verändert wurde und weder achtsam angepflanzt noch geerntet wurde, für unseren Körper keine Bereicherung darstellt.
Deshalb ist eine biologische Produktion unserer Lebensmittel sehr wichtig. Bioprodukte sind mit Siegeln ausgestattet, die ich hier kurz erläutern möchte
Bei der Wertigkeit der Bio-Siegel gibt es Unterschiede, je strenger die Kontrollen, desto hochwertiger das Endprodukt.
Das deutsche Bio- und EU-Bio-Siegel steht für 95 % Bioinhalt. 5 % der Rohstoffe dürfen also nichtbiologisch sein.
Das Naturland Siegel steht für konsequente Nachhaltigkeit und Ganzheitlichkeit in Verantwortung für Mensch, Tier und Umwelt. Es sind nur halb so viele Zusatzstoffe erlaubt, wie bei dem Bio- und EU-Bio-Logo.
Das Demeter-Siegel ist das älteste und strengste des Anbauverbandes. Nur wenn der komplette Hof ökologisch betrieben wird, kann das Demeter-Siegel vergeben werden. Die artgerechte Haltung von Tieren ist verpflichtend. Demeter ist bei den Zusatzstoffen am strengsten, hier sind nur diejenigen zugelassen, auf die nicht verzichtet werden können.
Die biologischen Höfe verzichten auf Pestizide, Fungizide, Giftduschen, haben hochwertigeres Saatgut und betreiben keine Monokulturen, die den Boden auslaugen. Sie lassen Obst und Gemüse länger reifen und bezahlen ihre Mitarbeiter fairer. Die biologischen Höfe dürfen nur mit sehr strengen Auflagen gegen Schädlinge usw. vorgehen. Deshalb ist die Ernte oft kleiner.
Nur 10 % der landwirtschaftlichen Fläche in Deutschland wird biologisch genutzt. Die Produkte werden sorgsamer geerntet, weniger verpackt und sind nach kurzen Wegen beim Endverbraucher.
Dass ein biologisches Produkt, aus dem Landhandel von nebenan, dem verpackten und importierten Biogemüse aus dem Discounter vorzuziehen ist, leuchtet ein.
Am allerwichtigsten jedoch ist, dass nur biologische Produkte die natürlichen Informationen aus der Umwelt liefern, die unser Körper braucht um gesund genährt zu werden.
Tatsächlich war der Weg zu einer pflanzlichen Ernährung für mich ein achtsamer und auch langsamer Prozess. Ich selber habe einige Zeit gebraucht, um mein Einkaufsverhalten zu verändern.
Am Anfang fiel es mir schwer, ein Paket Hülsenfrucht-Nudeln für fast drei Euro zu kaufen, wenn es klassische Weizennudeln in konventioneller Qualität schon für 40 Cent gibt. Auch das biologische Obst und Gemüse ist häufig doppelt bis dreifach so teuer wie das Konventionelle. Mittlerweile sind die höheren Preise normal für mich und ich habe mein Einkaufsverhalten angepasst. Ich kaufe biologische Produkte häufig im Angebot auf Vorrat, es gibt z.B. immer wieder 20% Aktionen vom Rossmann. Auch die Discounter bieten immer mehr biologische Produkte an.
Früher habe ich ohne mit der Wimper zu zucken, für ein Glas Prosecco oder für ein belegtes Brötchen, viel Geld ausgegeben.
Meine Ansprüche haben sich verlagert und damit auch mein Kaufverhalten.
Heute weiß ich, wie eine konventionelle Weizennudeln hergestellt wird und was sie in meinem Körper anrichtet. Deshalb bin ich bereit, für ein Produkt aus Hülsenfrüchten oder Reis, welches meinen Körper nicht belastet, sondern nährt, deutlich mehr Geld auszugeben.
Um gesund zu essen und zu leben sind biologische Produkte essentiell.
Die Belastung von konventionellem Obst, Gemüse, Hülsenfrüchten, Getreide, usw. mit Pflanzenschutzmitteln, Unkrautvernichtern, Wachstumsmitteln, Pestiziden, um nur einige wenige zu nennen, ist dramatisch. Glyphosat steht in massivem Verdacht krebserregend zu sein, um nur eins von vielen eingesetzten Mitteln zu nennen.
Der menschliche Organismus ist auf die natürlichen Informationen aus Nahrungsmitteln angewiesen. Nur die kann er lesen, aufnehmen und für sich verwerten.
Das war mir schon lange bewusst, jedoch war ich mental noch nicht darauf eingestellt, mehr Geld für meine Lebensmittel auszugeben.
Als ich aber für mich die Entscheidung getroffen habe, Lebensmittel zu kaufen, die sich positiv auf mich und meinen Körper auswirken, hat sich mein Wunsch nach und nach erfüllt. Nach vielen Monaten hin und her und einigem Ausprobieren, kaufe ich meine Lebensmittel heute zu 98 % biologisch ein.
Ich bin es mir wert geworden und ich freue mich sehr über diese Erkenntnis!
Für alle die, die auch biologisch essen und leben möchten, empfehle ich, sich den Wunsch nach mehr Gesundheit immer wieder bewusst zu machen. Am Anfang reicht eine vorsichtige Umsetzung mit zunächst wenigen Produkten aus, im Laufe der Zeit wird es von ganz alleine mehr und mehr.
Es kommt auf das jeweilige Einkaufs- und Kochverhalten an. Je mehr selbst zubereitet, regional und jahreszeitenabhängig eingekauft wird, desto günstiger wird die Ernährung.
Ich habe sowohl ziemlich kostspielige und auch relativ günstige Mahlzeiten zubereitet. Anfänglich war meine Neugierde auf neue Lebensmittel aber so groß, dass ich zu falschen Jahreszeiten ziemlich überteuerte Lebensmittel gekauft habe.
Es liegt an jedem selbst, ob er sein Essen mit drei verschiedenen Super Foods, die aus dem Internet bestellt sind, zubereitet oder im Landhandel einkauft und mit Porree, Kartoffeln, Möhren und Pflanzencreme eine preiswertere Mahlzeit zubereitet.
„Vegan“ ist ein großer Markt, das haben die konventionellen Firmen schnell bemerkt.
Ein Porridge, welches ich mir selber koche, ist immer günstiger als ein Hochglanz verpacktes, veganes Super-Bio-Müsli.
In einem kleinen Experiment habe ich mit dem spitzen Bleistift ausgerechnet, dass mein selbstgekochtes Porridge in Bio-Qualität mit frischem Obst und Nüssen nur 1,69 € kostet.
Ich allein treffe die Entscheidung, ob ich zu Goji-Beeren oder Rosinen, zu Chiasamen oder Leinsamen, zu einem regionalen Apfel oder einer importierten Mango greife.
Meine Ernährung ist minimalistischer geworden. Im normalen Alltag koche ich mit handelsüblichen und regionalen Rohstoffen, um leckere Mahlzeiten pflanzlich, schmackhaft, nährstoffreich und kostengünstig zuzubereiten. Ich probiere aber weiterhin immer wieder neue Lebensmittel aus, die dann auch mal ein bisschen teurer sind.
Deshalb sind in meinem Buch auch Rezepte zusammengestellt, die sowohl günstig und auch mal kostenintensiver sind.
Ich bin alleinerziehend und habe nicht übermäßig, aber doch ausreichend Geld für eine biologische Ernährung, denn sie ist mir wichtig.
Tatsächlich gebe ich etwas mehr Geld als früher für meine Ernährung aus.
Da ich aufgrund der guten Nährstoffverteilung in meinen Lebensmitteln aber nun weniger Hunger habe und deshalb in kleineren Portionen kochen kann, ist der finanzielle Einsatz gar nicht so viel höher als erwartet.
Es ist vielmehr die Annahme der Bevölkerung, dass Essen günstig sein muss, die uns hadern lässt, nachhaltig produzierte Lebensmittel angemessen zu bezahlen.
Eine Flasche Cola, eine Markenjeans oder ein Paar angesagte Sneaker werden ohne zu überlegen für sehr viel Geld gekauft. Das geliebte Auto wird mit dem „guten“ Benzin betankt, dass ein Glas Prosecco in einer Bar 5-7 € kostet ist normal, von den Zigarettenpreisen ganz zu schweigen.
Wie kann es sein, dass für eine Schachtel Zigaretten 7 € oder für einen Energy-Drink 2,80 € ausgegeben wird und ein Ei nur 10 Cent kosten darf.
