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Die heutige Investitionspolitik erfordert ein besseres Verständnis von Fehleinschätzungen und ein Bewusstsein für die Strukturierung der Vermögensanlage. Investor:innen müssen sich genauer damit befassen, warum sie ihre Entscheidungen treffen und ob ihr Anlageverhalten modifiziert und/oder an ein sich veränderndes Anlageumfeld angepasst werden muss. Es geht also darum, sich mit Behavioral Finance zu befassen und damit mit der Frage, wie Entscheidungsträger:innen in der Finanzwirtschaft ihre Emotionen vom Prozess der Investitionsentscheidung trennen können, um damit bessere Entscheidungen mit erfolgsversprechenden Renditen zu erzielen.
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Seitenzahl: 362
Veröffentlichungsjahr: 2022
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Jörg Orgeldinger
Behavioral Finance
1. Auflage, April 2022
© 2022 Schäffer-Poeschel Verlag für Wirtschaft · Steuern · Recht GmbH
www.schaeffer-poeschel.de
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[5]Das Buch ist meinen lieben Eltern Felicitas und Gerhard gewidmet
Sowohl die Standardfinanzierung als auch die traditionelle Finanztheorie geht davon aus, dass die Akteure im Finanzsystem rational sind. Anleger handeln jedoch im Allgemeinen rational oder auch nicht. Bei der Behavioral Finance geht es darum, die Erklärungskraft von ökonomischen Theorien zu verbessern, indem sie eine solidere psychologische Grundlage erhält. Behavioral Finance lockert wichtige Annahmen des Standardmodells, um eine Vielzahl von Anomalien innerhalb dieses Modells zu erklären. Verhaltensökonomen verwenden viele Methoden, die sowohl auf die traditionelle Ökonomie als auch auf die Psychologie oder Instrumente anderer Wissenschaften zurückgreifen. Daher werden häufig erweiterte Methoden wie Beobachtungsstudien, experimentelle Studien, Computersimulationen und Gehirnscans verwendet. Zur Beschreibung und Analyse des Finanzverhaltens werden auch psychologische Konzepte angewendet. Behavioral Finance kann auf zwei Arten analysiert werden: Mikrobeurteilung i. e. Auswahl durch Unternehmensmanager und Investoren und durch Marktbeobachtungen als Marktanomalien oder -rätsel. Die Untersuchung des Anlegerverhaltens ist aus zwei Gründen relevant. Es wirkt sich einerseits auf das Wohl des Anlegers aus, also auf die Einzelperson, andererseits auch auf den Markt, der auf der allgemeinen Bevölkerung basiert und somit das Makroargument darstellt. Das Anlegerverhalten ist durch ein von Selbsttäuschung und Trägheit beeinflusstes Handelsverhalten sowie ein von Heuristiken und Emotionen beeinflusstes Kaufverhalten gekennzeichnet. Auch das Verkaufsverhalten spielt eine entscheidende Rolle, das von Framing, Emotionen und eingeschränkter Selbstkontrolle beeinflusst wird. Eine traditionelle Finanzportfoliozusammensetzung kann auch durch Framing, Heuristiken und Emotionen beeinflusst werden.
Das folgende Fachbuch bietet einen umfassenden Überblick über einige der am häufigsten vorkommenden Verhaltensverzerrungen, komplett mit leicht zugänglichen Beschreibungen praktischer Anwendungen und deren Diagnostik. Vorausgesetzt werden Grundkenntnisse der Finanztheorie (Introduction to Finance). Dieses interaktiv ausgerichtete Buch richtet sich an Anleger und Studierende. Es enthält viele didaktische Tools und zusätzliche Literaturangaben. Das Buch basiert auf mehr als 200 Quellen und viele der Übungen und Problemstellungen sind denen von international renommierten Universitäten angepasst.
Literatur
Zur Einführung in die Grundkonzepte
Brealey, R. A., Myers, S. C., Allen, F. und Mohanty, P. (2018). Principles of Corporate Finance. 12 ed., McGraw-Hill Education.
Geyer, A., Hanke, M., Littich, E. und Nettekoven, M. (2020). Grundlagen der Finanzierung: verstehen – berechnen – entscheiden. 6. Aufl., Linde Verlag GmbH.
Perridon, L., Steiner, M. und Rathgeber, A. W. (2014). Finanzwirtschaft der Unternehmung. 16. Aufl., Vahlen.
[12]Zur Einführung in Behavioral Economics
Altman, M. (2012). Behavioral Economics for Dummies. John Wiley & Sons.
Shefrin, H. (2007). Behavioral Corporate Finance: Decisions that Create Value. McGraw-Hill.
Über Rationalität
Thaler, R. H. (1994). Quasi Rational Economics. Russell Sage Foundation.
