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mit Janine und Nicoletta aka @themillennials_clubAlles, was dich beschäftigt: Selbstfindung, Beziehung, Karriere, Neuanfänge, Ängste & TräumeEine Reise durch die spannenden Jahre zwischen 20 und 30
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Eine Reise durch die spannenden Jahre zwischen 20 und 30
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Inhalt
Inhalt
6Gentle Reader!Gentle Reader!8KAPITEL 1:KAPITEL 1:Der Sprung ins UngewisseDer Sprung ins Ungewisse 10Der Beginn eines neuen Lebensabschnitts 13Neuanfänge16Die Angst vor falschen Entscheidungen 17Die Frage nach dem eigenen Weg20Tipps für deinen Weg in die Zukunft22Reflexionsfragen: Lebensziele 24KAPITEL 2:KAPITEL 2:Selbstfindung, Identität und Selbstfindung, Identität und Entwicklung Entwicklung 26Aus der Community: Selbstfindung 29Ein erfülltes Leben führen 33Unsere Strategien für ein ausgewogen(er)es Leben 35Reflexionsfragen: Selbstfindung 36Sei dein eigener Glücksschmied37Gewohnheiten und Routinen 38Erfüllende Morgenroutinen 40Finde deine Morgenroutine 41Träume und Hürden im Leben 42Aus der Community: Umgang mit Erfolgen 44Reflexionsfragen: Lebensziele 46Das Bedürfnis nach Veränderung47Wann könnte eine Veränderung dir gut tun 48Tipps bei Veränderungen 48Die Angst vor Veränderungen49Fehler und Rückschläge51Reflexionsfragen: Veränderungen 52Erwartungen vs Realität in den 20ern 54KAPITEL 3:KAPITEL 3:Karriere und FinanzenKarriere und Finanzen 56Sätze, die wir alle schon mal gehört haben 58Die Freude am Arbeiten 59Studienabbruch 61Reflexionsfragen: Berufsleben 64Träume, Zweifel und Neuanfänge 66Reflexionsfragen: Karriere 68
7Fight the Impostor 69Was du gegen den inneren Impostortun kannst 69Geld verdienen und der richtige Umgang mit Geld70Die Freude am Investieren 71Reflexionsfragen: Finanzen 73Mythen über das Thema Finanzen 74Buchempfehlungen zum Thema Finanzen 75KAPITEL 4:KAPITEL 4:Freundschaft, Liebe und Freundschaft, Liebe und BeziehungenBeziehungen76Unterschiedliche Arten von Freundschaften78Kontake knüpfen 80Wie aus Bekannten Freund:innen werden 82Wie aus Bekannten Fremde werden 83Aus der Community: Freundschaft 84Reflexionsfragen: Freundschaftswerte 86Visualisierungsübung: Beziehungscluster 88Kindheitsvorstellungen und das Vergleichen89Reflexionsfragen: Freundschaften91Verschiedene Partnerschaftskonzepte und der Weg zum Glück 92Sätze, die wir alle schon mal gehört haben 94Gedanken aus der Community: Liebe in den 20ern 95Menschen, die uns prägen 98Herzschmerz und die ständige Suche nach der „besseren Hälfte“100Drei Tipps gegen Liebeskummer101Dating Stories: Beste-Freundinnen-Interviews102Reflexionsfragen: Beziehung 108Achtsamkeitsübung 109Mind-Decluttering109RÜCKBLICK UND RÜCKBLICK UND AUSBLICKAUSBLICK110Von den Autorinnen: Älterwerden 112Nostalgie und die „besten Jahre”113Reflexion115Ausblick 116Sätze, mit denen wir in die Zukunft blicken 117Die Reise geht weiter 118Unsere Playlist: „Quarterlife Crisis“-Vibes120ÜBER DIE AUTORINNENÜBER DIE AUTORINNEN122IMPRESSUMIMPRESSUM124
Die 20er sind eine aufregende Reise voller Hochs und Tiefs, voller Abenteuer und lehr-reicher Phasen im Studium, in der Ausbildung oder im ersten Job mit gelegentlichen Ner-venzusammenbrüchen Während du dich noch damit beschäftigst, in welcher Stadt du leben möchtest und ob dein Berufsweg der richtige für dich ist,bekommen deine Freund:innen vielleicht schon Kinder,heira-ten, bauen ein Haus oder machen Karriere-sprünge Da kommen schnell Zweifel auf und du hinterfragst deine eigene Lebensplanung Die 20er sind eine Phase der Selbstfindung und des Wachstums Wir entdecken unsselbst, entfalten unsere Persönlichkeit und suchen nach unserem Platz im Leben – und das muss jede:r in seinem eigenen Tempo machen Dabei werden wir manchmal von der Vielzahl an Möglichkeiten, die uns of-fensteht,nahezu erschlagen Wir zweifeln, fühlen uns überfordert und schon stehen wir mitten in der QuarterlifeCrisis Aber wir sind nicht allein mit unseren Fragen und Gedan-ken und wir haben es in der Hand, wie wir damit umgehenWir wollen dich mit diesem Buch dazu er-mutigen, liebevoll mit dir umzugehen, dir und anderen gegenüber Verständnis aufzubrin-gen und die Dinge wertzuschätzen, die dir den Alltag versüßen Denn eins ist sicher: Wir alle haben etwas in unserem Leben, für das wir dankbar sein können – auch wenn wir es hin und wieder aus den Augen verlieren Sich dem bewusst zu werdenund auch zu reali-sieren, dass es in Ordnung ist, mal zu strug-geln, bringt uns voranund führt uns schritt-weise aus der Quarterlife Crisis heraus
Gentle Reader!
Gentle Reader!
9Vorwort
10
Kapitel 1:
Kapitel 1:
DER SPRUNG INS
UNGEWISSE
Der Übergang vom Teenager zum ErwachsenenAbschied von der Schulzeit undEintritt in die ArbeitsweltUnsicherheit und Aufregung11
Jemand hat mit 24 Jahren den Master abgeschlossen, aber erst sechs Jahre später den Job gefunden,der wirklich Spaß macht.Jemand hat mit 22 Jahren ohne berufliche Ausbildung ein erfolgreiches Unternehmen gegründet.12Der Sprung ins Ungewisse
Der Beginn eines neuen Der Beginn eines neuen
LEBENSABSCHNITTS
„Eines ist klar:Unser Leben wird sich verändern.”Es ist ein Samstag im JanuarEine große Gruppe junger Frauen stehtin einem weit-läufigen Wohnzimmer mit knarzendem Holz-boden Eine vonihnen – sie hat Luxury-for-Princess-Clip-in-Extensions im Haar und trägt ein weißes Camisol-Top von Asos zu einer grauen High Waist-Jeans von Topshop – bläst gerade die Kerzen aus, die sorgfältig auf einer selbstgebackenen Channing-Ta-tum-Torte platziert sind Alle jubeln Der Tisch ist übersäht mit Getränken, eine Three-Sixty-Wodkaflasche ist schon halb leerEs herrschteine ausgelassene Atmosphäre Auf einer hölzernen Kommode steht ein iMac,die Ap-plikation Photo Booth ist geöffnet Es ist mein 20 Geburtstag und meine bes-ten Freundinnen sind gekommen, um mit mir vorzuglühen und anschließend in eine Shi-sha-Bar nach Mainz zu fahren Ich schaue in die Runde und freue mich über das fröhliche Treiben Ich bin glücklich, dass meine Freun-dinnen da sind Die Menschen, die mich seit Jahren kennen und mit denen ich so viel er-lebt habe Vonmeinen Eltern habe ich dreiTage zuvor eineKarte mit einer großen, auf-gemalten 20 bekommen Jetzt bin ich offiziell in meinen 20ern an-gekommen, dabei war ich doch eben noch 18 Jahrealt und bin zur Schule gegangen! Ich empfinde ein unfassbares Gefühl von Freiheit Vor mir liegt so viel Neues: Mein Stu-dium in Kommunikationsdesign, für das ich im Oktober die zweitätige Eignungsprüfung bestanden habe, neue Bekanntschaften, meine erste eigene Wohnung – wenn auch im Studentenwohnheim in der Größe eines Schuhkartons –, mein eigenes Leben Ich fühle mich erwachsen und bin sicher, dass es eine tolle Zeit wird – auch wenn es mir zugleich etwas Angst machtIch freue mich darauf,mein Zimmer einzurichten, Kunstzu-behör für mein Studium zu kaufen und mei-13Der Sprung ins Ungewisse
ne Mädels zu mir einzuladen Ein Anflug vonWehmut überkommt mich beim Gedanken an meine Freun-dinnen und die Distanz zwischen uns Janine lebt bereits in Düsseldorf, eine andereFreundin ist für ihr Medizinstudium nach Ungarn gezogen, eine nach Marburgund eine nach Berlin Eines ist klar: Unser Leben wird sich verändernZu diesem Zeitpunkt war mir noch nicht bewusst, wie sehr sich mein Leben verändern sollte und dass ich einige der Mädels, die meinen 20Geburtstag mit mir feierten, ein paar Jahrespäter nicht mehr zu meinen Freundinnen zählen würdeMit dem Ende unserer Schulzeit endet auch unser geregelter Alltag, wie wir ihn jahre-lang kannten,und wir begeben uns auf neues Terrain Wir müssen Entschei-dungen für unser Leben treffenUnd das kann schwierig sein Es kann uns zum Zweifeln bringen und mit unzäh-ligen Fragen im Kopf zurücklassen Das Wichtigste ist, dass wir stets auf unser Bauchgefühl hören und uns mit Dingen und Menschen umgeben, die uns guttun – auch wenn es manchmal ein Weilchen braucht,bis wir heraus-finden, wer oder was das istWir müssen unseren eigenen Weg gehen und unsere Träume verfolgen Wenn wir vom Weg ab-kommen und vor einem Gebirge stehen, müssen wir uns nur daran erinnern, dass jeder Bergerklommen werden kann und wir von oben eine ganz herrliche, einzigartige Aussicht genießen können14Der Sprung ins Ungewisse
Jemand hat mit 45 Jahren das erste Mal geheiratet und die Liebe fürs Leben gefunden.Du bist nicht früh.Du bist nicht spät. Dein Timing ist genau richtig.15Der Sprung ins Ungewisse
NEUANFÄNGE
„Lebensverändernde Entscheidungen müssen nicht von heute auf morgen getroffen werden.”„Hello Düsseldorf! Ich bin gespannt, was die-ses neue Kapitel bringt“ Das sind die ersten Worte, die ich sehe, wenn ich mein Journal aus dem Jahr 2014 öffne Mein Wunsch nach dem Schulabschluss war es, in eine größere Stadt zuziehen Monatelang habe ich in mei-nen Tweets nichts anderesgeteilt als meinen Traum, endlich aus meinem Dorf wegzu-ziehen, jede Menge neue Bekanntschaften zu schließen und zu studieren Guess what? Zwei Sachen davonhaben funktioniert: Ich habe mich für ein Studium entschieden und ich bin in eine größereStadt gezogen Mein Studienfach war zwar rückblickend gesehen nicht die beste Wahl für mich, hat mir aber gezeigt, was ich nicht will Auch wenn der Abbruch des Studiums in mir für einen Mo-ment ein Gefühl des Scheiterns ausgelöst hat, habe ich die Zeit während meines ersten Studiums definitiv genossen und träume auch heute noch vom unschlagbar guten Essen in der Mensa Ich bereue es auch nicht,in eine WG gezogen zu sein, die mich voneinem Tag auf den anderen vor die Tür gesetzt und in die unmögliche Situation gebracht hat,mir binnen eines Monats eine neue Bleibe zu su-chen – was in Düsseldorf an ein Weltwunder grenzt? So ist das nun mal mit dem Sprung ins Ungewisse Niemand weiß, wie sich die Dinge entwickeln werden, aber wir können stolz auf uns sein, weilwir den Schritt gewagt haben Du kannst dich beglückwünschen, wenn du dich entschieden hast, in eine un-bekannte Stadt zu ziehen, einen Job im Aus-land anzunehmen oder allein zu verreisenDu hast es geschafft, deine Komfortzone zuverlassen und dir damit die Möglichkeit ge-geben, an dieser Entscheidung zu wachsen und dem Menschen, der du sein möchtest, ein Stück näherzukommen Wenn du dich bisher noch nicht getraut hast, solche Ent-scheidungen zu treffenund den Weg einzu-16Der Sprung ins Ungewisse
Die Angst vor falschen Die Angst vor falschen
ENTSCHEIDUNGEN
Es ist ein Mai-Donnerstag im Jahr 2024 Ich höredie Sprachnachricht meiner Freundin an, die mir in 3:21 Minuten berichtet, welche Pläne sie am Wochenende hat Sie stecktin einem Dilemma: Sie ist auf die Party einer Freundin eingeladen, für die sie auch schon ein Geschenk und ein Outfit besorgthat Sie wurde zugleich von einer anderen Freundin gefragt, ob sie bei einem Event aushelfen könnte, da krankheitsbedingt Personalman-gel herrscht„Egal wie ich es mache, ich mache es falsch“ Dieser Gedankeist uns sicher allen schon durch den Kopf gegangen Vor allem in Si-tuationen, in denen wir eine Person enttäu-schen könnten und in denen wir das Gefühl haben, es nicht allen recht machen zu kön-nen An dieser Stelle sollten wir in uns gehen und uns fragen, mit welcher Entscheidung wir uns am wohlsten fühlenDas heißtnatür-lich nicht,dass wir nicht auch mal anderenzuliebe etwas machen können, allerdings sollten wir dabei unsereWerte und Prinzipien nicht vernachlässigen Auch wenn es eine gute Eigenschaft ist, für andere da zu sein und anderen zuliebe etwas zu tun, dürfen wir uns dabei nicht ständig hintenanstellen Wenn wir immer „Ja” zu anderen sagen,sagen wir womöglich ständig „Nein” zu uns selbst.Wenn es dir schwerfällt, Grenzen zu setzen, dann solltest du dir bewusstmachen, dass eine wahre Freundschaft nicht daran schei-tern wird WahreFreund:innen schätzen es, wenn du ehrlich bist und einfach mal sagst: schlagen, den du gehen möchtest, dann ist das auch völlig in Ordnung Lebensverän-dernde Entscheidungen müssen nicht von heute auf morgen getroffenwerden Es ist ein andauernder Prozess, dein Leben mit vielen kleinen Schritten in die Richtung zu lenken, die du einschlagen möchtest17Der Sprung ins Ungewisse
„Ich würde total gerne Zeit mit dir verbringen, aber heute ist mir eher nach einem ruhigen Tag auf dem Sofa mit einem guten Buch Lass uns morgen etwas planen”Wenn du direkt einen Alternativtermin vorschlägst, fühlt sich die andere Person nicht auf unbe-stimmteZeit vertröstet und kann sich sicher sein, dass du dich tatsächlich mit ihr treffenmöchtest Auch bei größerenLebensentscheidungen, wie z B einem Umzug oder Jobwechsel, fühlen wir uns oft vor Angst wie gelähmtUns gehen unzählige Gedanken undFra-gen durch den Kopf und wir zweifeln an der Richtigkeit der Entscheidung Doch gibt es falsche Entscheidungen überhaupt? „Rejection is redirection” habe ich neulich in einem Buch gelesen und finde es ziem-lich passend: Selbst wenn wir eine vermeint-lich falsche Entscheidung treffen und viel-leicht nicht das Ergebnis erhalten, das wir uns erhofft haben, ist es doch zugleich eine Chance, das Steuerrad erneut in die Hand zu nehmen und die Segel ein wenig zu justie-ren Und wer weiß, vielleicht wird es am Ende sogar noch besser, als wir es uns zu Beginn vorgestellt haben Das Leben ist voller Über-raschungen und kann sich schnell in Rich-tungen entwickeln,die wir uns zuvor nicht denken konnten Wir sind der Überzeugung, dass es so etwas wie „falsche Entscheidun-gen“nicht gibt Jede Entscheidung, die wir für uns treffen, ist genau die richtige, um dort zu landen, wo wir hinsollen, denn das Univer-