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Berlin boomt: Die Hauptstadt ist eine der drei meistbesuchten Städte in Europa. In 2011 wurden 22 Millionen Übernachtungen gezählt und eine Ende ist nicht absehbar - für 2020 rechnet die Stadt sogar mit 30 Millionen Übernachtungen. Und viele Reisende kommen mehr als einmal... Was die Stadt alles zu bieten hat, beschreibt der Stadtführer und Autor Markus Dallmann ausführlich in dem neuen Reisehandbuch Berlin mit Potsdam. Der 340 Seiten starke Reiseführer zeigt die vielen Facetten der Stadt und gibt viele ausgewählte praktische Reisetipps zu Restaurants, Hotels und Sehenswürdigkeiten, die auf zahlreichen Detailkarten im Buch eingezeichnet sind. Eine erste Übersicht bietet die Kurzcharakterisierung der einzelnen Stadtviertel sowie die Tourenvorschläge für einen Tag, ein Wochenende, für drei oder für sieben Tage oder gar ein ganzes Leben. Eine aktuelle Preisübersicht auf den "Grünen Seiten" dient als Orientierungshilfe für das Reisebudget. In der separaten Reisekarte sind zudem alle Highlights verzeichnet,so dass die Orientierung vor Ort leicht fällt. Der Wahlberliner überzeugt zudem mit zahlreichen Insidertipps, die das Buch auch für Berliner interessant machen. - Ausführliche Informationen für das gesamte Stadtgebiet sowie Potsdam - Mit Routenvorschlägen für einige Stunden, einige Tage, ein ganzes Leben... - Mit Extra-Reisekarte, vielen Insidertipps, aktueller Preisübersicht, mit Ausflügen in die Umgebung
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Seitenzahl: 552
Veröffentlichungsjahr: 2013
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IWANOWSKI’S
BERLIN– Autorentipps
Markus Dallmann, Stadtplaner und Stadtführer in Berlin, liebt es, die Besucher von der deutschen Metropole zu begeistern. Der seit über 22 Jahren Wahlberliner ist stets auf der Suche nach neuen Perspektiven und unentdeckten Kostbarkeiten in einer Stadt, deren einzige Konstante in ihrer ständigen Veränderung besteht und daher immer spannend bleibt.
Alternative zum Fernsehturm: Aussicht vom Panorama-Point am Potsdamer Platz über das „Neue Berlin“ mit Ausstellung und Café (S. 113).
Potsdam erleben: phänomenaler Blick über die Havellandschaft vom Belvedere und kulinarischer Genuss im königlichen Kleinod Krongut Bornstedt (S. 312).
Einfach ins Berliner Leben eintauchen – wie in Prenzl’berg rund um den Kollwitzplatz (S. 216), Kreuzberg mit Wasserfall rund um den Bergmannkiez (S. 180) oder auf einem der zahlreichen Flohmärkte, z. B. auf dem Boxhagener Platz (S. 201).
Markus Dallmann
Berlinmit Potsdam
Im Internet:
www.iwanowski.de
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Berlin mit Potsdam1. Auflage 2013
© Reisebuchverlag Iwanowski GmbHSalm-Reifferscheidt-Allee 37 • 41540 DormagenTelefon 0 21 33/26 03 11 • Fax 0 21 33/26 03 [email protected]
Titelfoto: Michael Iwanowski
Alle anderen Farbabbildungen: siehe Bildnachweis Seite 339Lektorat und Layout: Lucia Rojas, KölnKarten: Klaus-Peter Lawall, UnterensingenTitelgestaltung: Point of Media, www.pom-online.deRedaktionelles Copyright, Konzeption und deren ständige Überarbeitung: Michael Iwanowski
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ebook-Produktion:Bookwire GmbH, Frankfurt/Main
ISBN epub: 978-3-86457-070-4
Inhalt
Berlin – offene Stadt
1. STADT UND LEUTE
Berlin in Kürze
Zahlen, Daten, Fakten
Naturraum und Landschaft
Wirtschaft und Bevölkerung
Geschichte
6.–17. Jh.: Von den Anfängen bis zur Kurfürstlichen Residenz Brandenburg-Preußens
1701–1870: Aufstieg Preußens zur Großmacht
1871–1918: Deutsches Kaiserreich, Gründerzeit und Industriemetropole
1918–33: Weimarer Republik und die „Wilden Zwanziger“
1933–45: Nationalsozialismus, Krieg und Kapitulation
1945–89: Geteilte Stadt, Kalter Krieg und Berliner Mauer
1945–49: Einrichtung der Sektoren und Luftbrücke • 1949–89: Zweimal Berlin • 1989: Mauerfall •
1989–2012: Wende, Wiedervereinigung, Neue Metropole
Kunst und Kultur
Museen und Gedenkstätten
Die Museumsquartiere • Herausragende Museen • Spezialmuseen • Gedenkstätten •
Galerien
Literatur
Theater, Oper, Klassik
Festivals und Events
Stadtentwicklung und Architektur
Mittelalterliche Kaufmannssiedlung
Barocke Residenzstadt Berlin
Klassizismus und erste Welle der Gründerzeit
Kaiserzeit, Wilhelmismus, Historismus
Weltstadt Berlin und Zentrum Neuen Bauens
Nationalsozialismus und Herrschaftsarchitektur
Nachkriegszeit, Visionen, Systemkonkurrenz
Mauerbau und zweimal Berlin
Neue Hauptstadt Berlin
2. BERLIN ALS REISEZIEL
Allgemeine Reisetipps von A-Z
Das kostet Sie der Aufenthalt in Berlin
3. BERLIN ENTDECKEN
Tourenvorschläge
Mitte
Redaktionstipps
Historisches Berlin
Spaziergang durch das Historische Berlin • Reisepraktische Informationen Historisches Berlin
Neues Berlin
Spaziergang durch das Neue Berlin • Reisepraktische Informationen Neues Berlin
Spandauer Vorstadt und alter Norden
Spaziergang Spandauer Vorstadt und alter Norden • Weitere Ziele in Spandauer Vorstadt/Altem Norden • Reisepraktische Informationen Spandauer Vorstadt/Alter Norden
Großer Tiergarten und Umgebung
Spaziergang durch Tiergarten- und Hansaviertel • Weitere Ziele im Tiergarten
Moabit
Huttenkiez • Reisepraktische Informationen Tiergarten, Hansaviertel, Moabit
Wedding und Gesundbrunnen
Spaziergang entlang der Panke zum Humboldthain • Reisepraktische Informationen Wedding/Gesundbrunnen
Charlottenburg-Wilmersdorf
Redaktionstipps
Die City West
Spaziergang durch die City West • Reisepraktische Informationen City West
Charlottenburg
Spaziergang durch Alt-Charlottenburg • Weitere Ziele in Charlottenburg • Reisepraktische Infos Charlottenburg
Villenkolonie Grunewald
Spaziergang durch die Villenkolonie Grunewald • Reisepraktische Informationen Villenkolonie Grunewald
Olympiapark Berlin
Spaziergang durch den Olympiapark Berlin • Reisepraktische Informationen Olympiapark Berlin
Friedrichshain-Kreuzberg
Redaktionstipps
Kreuzberg
Spaziergang durch den „zahmen“ Kreuzberger Westen • Weitere Ziele im Kreuzberger Westen • Reisepraktische Infos Kreuzberg/Bergmannkiez • Spaziergang durch das „wilde“ Kreuzberg • Reisepraktische Infos Kreuzberg SO 36
Friedrichshain
Spaziergang durch Samariter- und Boxhagener Kiez • Reisepraktische Informationen Samariter- und Boxhagener Kiez • Weitere Ziele in Friedrichshain • Reisepraktische Informationen Bötzowviertel und Karl-Marx-Allee • Spaziergang rund um die Oberbaumbrücke • Reisepraktische Informationen Oberbaumbrücke und Wrangelkiez
Pankow
Redaktionstipps
Prenzlauer Berg
Spaziergang durch den Prenzlauer Berg • Reisepraktische Informationen Prenzlauer Berg
Pankow
Spaziergang durch Pankow • Weitere Ziele in Pankow • Reisepraktische Informationen Pankow
Weißensee
Jüdischer Friedhof Weißensee • Spaziergang im Komponistenviertel • Reisepraktische Informationen Weißensee
Lichtenberg
Redaktionstipps
Viktoriastadt (Kaskelkiez)
Spaziergang zur Rummelsburger Bucht • Reisepraktische Informationen Viktoriastadt
Hohenschönhausen
Gedenkstätte Hohenschönhausen • Mies-van-der-Rohe-Haus und Spaziergang rund um Ober- und Orankesee • Reisepraktische Informationen Hohenschönhausen
Weitere Ziele in Lichtenberg
Stasi-Museum • Zentralfriedhof Friedrichsfelde • Tierpark und Schloss Friedrichsfelde • Deutsch-Russisches Museum
Marzahn-Hellersdorf
Redaktionstipps
Alt-Marzahn
Gärten der Welt
Gründerzeitmuseum im Gutshaus Mahlsdorf
Treptow-Köpenick
Redaktionstipps
Treptow
Spaziergang durch den Treptower Park • Reisepraktische Informationen Treptow
Köpenick
Spaziergang durch Alt-Köpenick • Reisepraktische Informationen Alt-Köpenick
Wanderung um den Müggelsee
Reisepraktische Informationen Müggelsee
Neukölln
Redaktionstipps
Rixdorf
Spaziergang durch Rixdorf
Kreuzkölln/Reuterkiez
Von der Schokoladenfabrik zur Rütli-Schule • Sehitlik-Moschee und Islamischer Friedhof • Reisepraktische Informationen Rixdorf und Kreuzkölln
Britz
Hufeisensiedlung • Schloss Britz • Reisepraktische Informationen Britz
Tempelhof-Schöneberg
Redaktionstipps
Schöneberg
Spaziergang durch Schöneberg • Weitere Ziele in Schöneberg • Reisepraktische Informationen Schöneberg
Friedenau
Tempelhof
Flughafen und Tempelhofer Freiheit • Schwerbelastungskörper • „Nazi-Kirche“ und Versöhnungsgemeinde • Notaufnahmelager Marienfelde
Steglitz-Zehlendorf
Redaktionstipps
Steglitz und Dahlem
Unterwegs in Steglitz • Botanischer Garten Dahlem • Museumszentrum Dahlem • Reisepraktische Informationen Steglitz und Dahlem
Grunewald
Vom Grunewaldturm auf den Teufelsberg • Vom Schlachtensee zum Brücke Museum • Reisepraktische Informationen Grunewald
Wannsee
Ostseefeeling am Strandbad Wannsee • Heitere Villa, düstere Villa, Alsen und ein Löwe • Pfaueninsel und westliches Wannseeufer • Sacrow • Klein Glienicke, Glienicker Brücke, deutsche Teilung • Reisepraktische Informationen Wannsee
Spandau
Redaktionstipps
Spandauer Altstadt
Spaziergang vom Bahnhof zur Zitadelle • Reisepraktische Informationen Spandau
Reinickendorf
Redaktionstipps
Tegel
Spaziergang durch Tegel • Reisepraktische Informationen Tegel
4. POTSDAM
Geschichtlicher Überblick
Potsdam entdecken
Redaktionstipps
Spaziergang von der barocken Innenstadt bis nach Sanssouci
Freundschaftsinsel • Alter Markt • Neuer Markt • Über den Bassinplatz zum Holländischen Viertel • Die Brandenburger Straße zum Brandenburger Tor
Schlosspark Sanssouci
Schloss Sanssouci • Historische Mühle • Orangerieschloss • Krongut Bornstedt • Weitere Ziele im Park Sanssouci
Neuer Garten, Pfingstberg, Alexandrowka
Neuer Garten • Pfingstberg • Alexandrowka
Park Babelsberg
Reisepraktische Informationen Potsdam
5. ANHANG
Stichwortverzeichnis
Bildnachweis
Weiterführende Informationen zu folgenden Themen
Berliner Lebenswelten
Preußische Könige
Deutsche Kaiser
Die Berliner Mauer
Die wichtigsten Veranstaltungen und Events
Ein Erlebnis nicht nur für U-Bahn-Fans
Tränenpalast
Checkpoint Charlie
Stolpersteine
Zoologischer Garten
Lietzensee
Friedhof Heerstraße
Schweinebäuche
Charlotte von Mahlsdorf
Kladow
Filmpark Babelsberg
Verzeichnis der Karten
Historische Mitte
Neues Berlin
Spandauer Vorstadt und Alter Berliner Norden
Rund um den Großen Tiergarten
City West
Alt-Charlottenburg und Schloss
Villenkolonie im Grunewald
Olympiagelände
Kreuzberg-Westen
Wildes Kreuzberg
Friedrichshain – Samariter- und Boxhagener Kiez
Rund um die Oberbaumbrücke
Prenzlauer Berg
Pankow
Viktoriastadt
Hohenschönhausen
Treptower Park
Alt-Köpenick
Müggelsee
Neukölln
Britz
Schöneberg
Steglitz/Dahlem
Grunewald/Wannsee
Spandau-Altstadt
Tegel
Potsdam
Berlin – offene Stadt
Mehr als 20 Jahre nach der Wiedervereinigung übt die deutsche Hauptstadt eine ungebrochene Anziehungskraft auf Besucher und Zuzügler aus aller Welt aus. Man staunt darüber, was innerhalb der letzten Jahre geleistet wurde und in welch rasantem Tempo die Stadt ihr Gesicht verändert hat. Wer einmal hier war, ist fasziniert vom lebendigen und offenen Berliner Flair – und möchte wiederkommen.
Im Sommer 1988, als ich nach Berlin (West) kam und mich binnen kurzer Zeit in die geteilte und geschundene Stadt verliebt hatte, wies nichts auf den Mauerfall hin, welcher sich anderthalb Jahre später, im November 1989, ereignen sollte. Und doch war sie da, diese stille, tiefe Sehnsucht, sich Berlin ohne Mauern vorzustellen – insbesondere aufgrund der Verwandten und Freunde sowie zahlreicher Streifzüge auf der Ostseite. Was dann eintrat, übertraf die kühnsten Fantasien: Mauerfall, Wiedervereinigung, Hauptstadtumzug – die Ereignisse überschlugen sich und man konnte förmlich den Atem der Geschichte spüren. Heute bietet die größte deutsche Metropole ihren Besuchern – gleich welche Interessen sie verfolgen, welcher Generation sie angehören und wie prall ihr Geldbeutel gefüllt ist – eigentlich alles. Ob Kulturliebhaber, Geschichtsinteressierte, Party-People, Shopping-Süchtige, Architekturfans – wer hier nicht auf seine Kosten kommt, ist selber schuld.
Dieser Reiseführer soll all denen eine Orientierungshilfe geben, die neben den klassischen Highlights noch andere spannende Ecken und Kieze kennenlernen möchten. Die Tipps reichen von angesagten Szenebezirken wie Prenzlauer Berg oder Kreuzberg über Kostbarkeiten wie spektakuläre Villen in Grunewald oder verträumte Dorfanlagen bis zu kompakten Altstädten oder Industrieromantik im Wedding. Wer Entspannung, gute Luft und Erholung sucht, wird in den schnell erreichbaren herrlichen Seen- und Waldlandschaften von Havel und Spree fündig. Entdecken Sie Ihr ganz persönliches Berlin und tauchen Sie ein in das unbeschränkte Lebensgefühl dieser facettenreichen Metropole.
So geht‘s
Im Kapitel Stadt und Leute (ab S. 10) erhalten Sie einen Einblick in Geschichte und andere Aspekte des Reiseziels. Die Gelben Seiten geben Allgemeine Reisetipps von A-Z (ab S. 51) für die Reisevorbereitung und den Aufenthalt, einschließlich einer Auswahl an Unterkünften, nach Stadtteilen geordnet (ab S. 72). In den Grünen Seiten (ab S. 89) wird kurz aufgelistet, was Sie der Aufenthalt in Berlin kostet. Im anschließenden Reiseteil (ab S. 92) erhalten Sie bei den jeweiligen Beschreibungen der Stadtviertel detailliert Auskunft über Sehenswürdigkeiten mit Adressen und Öffnungszeiten, Touren und Stadtrundgänge sowie Reisepraktische Informationen zu Essen und Trinken, Ausgehen, Einkaufen etc. Informationen zu Potsdam gibt es ab S. 313. Ein ausführliches Register im Anhang (ab S. 335) gibt Ihnen die Möglichkeit, schnell den gesuchten Begriff zu finden. Über Kritik, Anregungen und Verbesserungsvorschläge freuen wir uns: [email protected].
Berlin in Kürze
Zahlen, Daten, Fakten
Naturraum und Landschaft
Im Nordosten Deutschlands auf der gleichen geografischen Breite wie Warschau und Amsterdam gelegen, ist Berlin komplett vom Land Brandenburg umgeben und nur 75 km entfernt von der polnischen Grenze. Die Entstehung der natürlichen Gegebenheiten geht auf die jüngste Eiszeit vor 20.000 Jahren zurück, während der sich beim Abschmelzen der skandinavischen Eisschichten das Berliner Urstromtal formte. In diesem liegt heute die Berliner Innenstadt, in Ost-West-Richtung von der Spree durchflossen. Nördlich und südlich davon schließen sich die beiden Hochebenen Barnim und Teltow an, an deren Hanglagen Bezirke wie Pankow, Kreuzberg oder Neukölln entstanden. An manchen Stellen kann man sogar die „enormen“ Höhenunterschiede von 20–25 m spüren, wie auf der Methfesselstraße entlang des Kreuzbergs (s. S. 180) oder auf dem Weinbergsweg (s. S. 123, Spandauer Vorstadt) in Richtung Prenzlauer Berg. Gut erkennen kann man die Höhenkante des Barnim ganz ohne Bebauung bei Mahlsdorf westlich des Gründerzeitmuseums (s. S. 248, Köpenick). Weite Aussichten ergeben sich von den mit jeweils 115 m höchsten Erhebungen Berlins: dem Teufelsberg im Grunewald (s. S. 292) und den weiter südöstlich gelegenen Müggelbergen (s. S. 257, Köpenick).
Berlin ist eine sehr grüne Stadt: 40 % des Stadtgebiets bestehen aus Wäldern, Parks, sogar Landwirtschaftsflächen und 75.000 Schrebergärten der Berliner „Laubenpieper“. Dazu kommen etwa 400.000 Straßenbäume. Nachdem sich die Spree 45 km durch Berlin geschlängelt hat, mündet sie bei Spandau in die Havel, deren Flusslauf herrliche Seenlandschaften bildet wie den Tegeler See im Nordwesten oder den Wannsee im Südwesten. Der größte See mit 743 ha ist der Müggelsee im Südosten. Insgesamt gibt es in Berlin 200 km schiffbare Wasserwege.
Die Beschaffenheit des Berliner Bodens entspricht der eher sandigen und humusarmen „märkischen Streusandbüchse“. Abgesehen von Fundstücken aus vergangenen Zeiten, wie Skeletten aus dem Mittelalter oder Blindgänger-Bomben aus dem Zweiten Weltkrieg, gibt es keine nennenswerten Bodenschätze. Der mitunter bedenklich hohe Grundwasserspiegel sorgt für das Phänomen blauer oder pinkfarbener Röhren im Berliner Stadtbild, in denen bei größeren Baumaßnahmen das Wasser abgepumpt wird.
HinweisDas aus dem Grundwasser gewonneneTrinkwasserist von sehr guter Qualität, unterliegt ständigen Kontrollen und lässt sich bedenkenlos trinken.
Wirtschaft und Bevölkerung
Nach Krieg und Mauerbau hatten viele bedeutende Firmen ihren Sitz in die ehemalige Bundesrepublik verlagert. Westberlin wurde zur hochsubventionierten „verlängerten Werkbank“, während in Ostberlin die Planwirtschaft regierte. Seit der Wiedervereinigung hat Berlin einen Strukturwandel vom ehemaligen Industriestandort zum modernen Dienstleistungszentrum vollzogen. Zunächst kam es zu dramatischen Einbrüchen in der Industrie und zum Verlust von 260.000 Arbeitsplätzen. Die Arbeitslosenquote erreichte 2005 mit 19 % ihren Höchststand und lag im Sommer 2012 bei 12,2 % mit weiter sinkender Tendenz (Bundesdurchschnitt 6,8 %). Größtes Problem ist nach wie vor die hohe Armut der Berliner – fast ein Viertel beziehen Transferleistungen. So ist Berlin die einzige Hauptstadt mit einer niedrigeren Wirtschaftsleistung als der Landesdurchschnitt.
Dennoch ist die Industrie weiterhin eine der tragenden Wirtschaftssäulen, insbesondere bei der Elektrogüter- und Kraftmaschinenproduktion sowie als Hersteller der Pharmabranche. Viele neue Jobs entstanden in den Branchen IT, Kommunikation und Umwelt sowie in der Kultur- und Kreativindustrie und im Tourismussektor. So wurden 2011 in über 760 Hotels 9,8 Mio. Gäste und 22,3 Mio. Übernachtungen registriert. Damit steht Berlin nach London und Paris an dritter Stelle in Europa. In der Kreativindustrie arbeiten 160.000 Beschäftigte und erwirtschaften dabei 22 Mrd. € jährlich. Der Künstleranteil ist zweieinhalb mal so hoch wie im Bundesdurchschnitt – die „Lange Nacht der Museen“ ist eine Berliner Erfindung. Zudem gilt Berlin mit seinen Forschungszentren und neuen Technologieparks als wichtiger Wissenschaftsstandort. Täglich werden in der Stadt ca. 120 Firmen neu gegründet. Für aufstrebende Firmen gehört Berlin zu den wichtigsten Trendmetropolen weltweit und gilt als europäisches „Mekka der Start-up-Kultur“.
Gleichwohl verdienen die Berliner deutlich weniger als die Frankfurter oder Münchner, allerdings sind hier auch die Lebenshaltungskosten niedriger. So liegen die Durchschnittsmieten bei ca. 7,60 €/m2, aber die Suche nach erschwinglichem Wohnraum wird immer schwieriger. In begehrten Wohnlagen werden Mieten bis zu 18 €/m2 gezahlt.
In Berlin lebt fast die ganze Welt, zumindest 184 Nationen. Die rund 900.000 Berliner mit Migrationshintergrund (mit oder ohne deutschen Pass) stammen zu jeweils ein Drittel aus der Türkei/Nahost, aus Europa und aus dem Rest der Welt. Größte Nationalität sind Türken (200.000), gefolgt von Polen (100.000) und Russen (50.000). Es herrscht ein Kommen und Gehen – gerade auch innerhalb der deutschen Bevölkerung: Seit der Wende sind 1,8 Mio. (!) Menschen zugezogen – aus dem Rheinland, aus dem Norden, aus Schwaben … Zudem gibt es jährlich ca. 350.000 Umzüge innerhalb Berlins. So erfindet sich diese Stadt immer wieder neu.
info
Berliner Lebenswelten
Wo die Berliner wohnen: Kreative, Reiche, Arme, Bürgerliche, Proletarier – ein Überblick
Berlin ist eine sehr vielfältige Stadt, in der die unterschiedlichsten Menschen ihre kleine Heimat oder ihre kulturelle Gemeinschaft finden, ohne sich vom großen Ganzen abzukoppeln. Anpassungsdruck wie in anderen Städten gibt es hier nicht. Der traditionellen Einwandererstadt Berlin ist es egal, wie man ist. Oder ob man überhaupt da ist. Für Manche mag die Stadt zu groß, zu laut und zu anonym sein. Anderen gibt genau diese Größe etwas Beruhigendes und erzeugt ein Gefühl ungeahnter Freiheit, so zu leben, wie man möchte. Doch die scheinbare Bindungslosigkeit macht in den Stadtvierteln Halt. Der Berliner liebt seinen Kiez und verlässt ihn ungern. So kann es passieren, dass Grundschüler im wohlbehüteten Frohnau erstmalig im Rahmen eines Wandertags die Berliner Innenstadt besuchen. Oder eine „Reisegruppe“ aus Zehlendorf eine Stadtrundfahrt nach Kreuzberg unternimmt. Wie bunte Mosaiksteine bilden eine Vielzahl von Stadtvierteln das knapp 900 km2 große „Gebilde Berlin“.
In Kreuzberg gibt es Zöpfchen für jeden, der mag
In der Berliner Innenstadt, die von der Ringbahn (S41 und S42) umfahren wird, lassen sich grob drei Lebenswelten charakterisieren.
a) In der Neuen Mitte (Bereich Hackescher Markt, Prenzlauer Berg, Friedrichshain, Kreuzberg) leben zumeist Kreative, innovative Aufsteiger, junge Familien und Studenten. Sie lieben die urbane, lebendige, weltoffene und tolerante Atmosphäre. Zuwanderer und Ausländer sind willkommen, es herrscht ein politisch „grünes“ Klima. Im früheren Arbeiterquartier Prenzlauer Berg findet man heute die höchste deutsche Geburtenquote an Akademikerkindern. An Helmholzplatz und Kollwitzstraße stehen die Chancen gut, Prominenten über den Weg zu laufen. Viele Zugereiste, die sich den Prenzlauer Berg nicht leisten können, bezeichnen das preisgünstigere Friedrichshain als das „echte“ Berlin. Hier kann es gelegentlich auch etwas derber zugehen. Gepiercte Mütter und rücksichtslose Radfahrer auf Bürgersteigen sind keine Seltenheit. Angesagt sind Boxhagener Platz und Simon-Dach-Straße. Der frühere Westberliner Bezirk Kreuzberg ist zweigeteilt. Während rund um die Bergmannstraße der „Veredelungsprozess“ à la Prenzlauer Berg weit vorangeschritten ist, bestimmen im „wilden“ und ärmeren Kreuzberg die inzwischen Alteingesessenen das Stadtbild: Das sind sowohl die Nachkommen der türkischen Einwanderer als auch die linke Alternativszene als „Nachfahren“ der Hausbesetzerszene der 1980er-Jahre. Man kennt sich und kommt gut miteinander aus. Weniger respektvoll dagegen sind die unendlichen Schmierereien an den Hauswänden, die mit echter Graffitikunst oder Street Art nichts zu tun haben. Wichtiges Zentrum ist der Heinrichplatz auf der Oranienstraße.
b) Die Arme Mitte (Moabit, Wedding, Neukölln-Nord) wird geprägt von hoher Arbeitslosigkeit, hohem Migrantenanteil mit türkisch-arabischem Hintergrund und einer sichtbaren Armut. Dennoch hält der gefahrlose Spaziergang durch die großen und gut erhaltenen Altbauquartiere ungeahnte Überraschungen bereit. So gilt der Neuköllner Bereich Maybachufer/Friedelstraße mit seinen Galerien und Kneipen als jüngstes Szeneviertel und wird aufgrund der Nähe zu Kreuzberg als Kreuzkölln bezeichnet.
c) Die traditionell großbürgerliche Westliche Mitte (Charlottenburg, Wilmersdorf, Schöneberg) wird bestimmt von hohem Lebensstandard und großstädtischem Flair in liberal-konservativem Milieu. Ein beliebter Treffpunkt ist z. B. der Ludwigkirchplatz in Wilmersdorf oder der Schöneberger Szenekiez rund um den Winterfeldtplatz mit seinem herrlichen Wochenmarkt (Mi + Sa).
Außerhalb der Innenstadt werden Ost-West-Mentalitäten stärker spürbar.
d) Im früheren Ostberlin gibt es zwei Lebenswelten: Die großen Plattenbaugebiete der ehemaligen DDR-Mittelschicht (Lichtenberg, Marzahn) erscheinen nach außen eher ungemütlich, haben aber einen guten Wohnstatus und oft günstige Mieten. Eher ältere Bewohner, Kulturleute und Familien leben in den ruhigen grünen Lagen von Pankow, Weißensee, Treptow und Köpenick.
e) Kleinbürgerliches Westberlin findet sich am ehesten in Reinickendorf und Spandau, wo von jeher ein gewisses Misstrauen gegenüber Groß-Berlin vorherrscht. Das höchste Durchschnittsalter findet man im gediegenen bürgerlichen Süden (Tempelhof, Steglitz, Neukölln-Süd). Im reichen Südwesten (Westend, Grunewald, Zehlendorf) sind Einkommen und Lebensstandard am höchsten. Gelegentlich können rund um den Schlachtensee joggende Prominente angetroffen werden.
Geschichte
Berlin ist jung – und das nicht erst seit dem Zusammenwachsen als alte und neue deutsche Hauptstadt. Im Mittelalter eine eher unbedeutende Kaufmannssiedlung, stieg Berlin als Residenz der preußischen Herrscher allmählich auf. Erst ab der zweiten Hälfte des 19. Jh. katapultierte sich die Stadt mit ihrem rasanten Anwachsen in nur wenigen Jahrzehnten zu einer europäischen Metropole. Doch im Gegensatz zum technischen Fortschritt und zu wissenschaftlichen Glanzleistungen gehörten die politischen Verhältnisse zu den rückständigsten in Europa. Mietskasernen und Industrieschlote, Hochkultur und Paläste, Vorreiter der Avantgarde in den Goldenen Zwanzigern, Zentrum der NS-Diktatur, Mauerstadt im Kalten Krieg – wie keine andere Stadt spiegelt Berlin die deutsche Geschichte mit all ihren Widersprüchen, historischen Brüchen und Neuanfängen wider.
6.–17. Jh.: Von den Anfängen bis zur Kurfürstlichen Residenz Brandenburg-Preußens
1701–1870: Aufstieg Preußens zur Großmacht
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Preußische Könige
1871–1918: Deutsches Kaiserreich, Gründerzeit und Industriemetropole
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Deutsche Kaiser
Wilhelm I. und Otto von Bismarck, 1858–88
Wilhelm I. löst seinen erkrankten Bruder auf dem Thron ab – eine Rolle, auf die der 61-jährige nicht vorbereitet ist. Noch war er als verhasster Scharfmacher gegen die Märzrevolution 1848 in Erinnerung. Als die liberale Mehrheit im Abgeordnetenhaus seine geplante Heeresvergrößerung ablehnt, beruft er 1862 den hochbegabten und skrupellosen Otto von Bismarck zum Ministerpräsidenten. Das Parlament ignorierend verfolgt Bismarck zielstrebig die Einigung Deutschlands unter preußischer Führung. Nach siegreichen Kriegen gegen Dänemark, Österreich und Frankreich wird 1871 im Spiegelsaal von Versailles das Deutsche Kaiserreich proklamiert, kurz darauf die Siegessäule gebaut. Wilhelm I. wird Kaiser und Bismarck Reichskanzler. Die Aufhebung der Zollschranken und die Reparationszahlungen Frankreichs führen zu einem rasanten Bau- und Gründungsboom: Fabriken, Bahnhöfe, Bürgerhäuser und riesige Wohnquartiere schießen aus dem Boden.
Während der erzkonservative Bismarck als „Eiserner Kanzler“ die deutsche Innen- und Außenpolitik maßgeblich bestimmt, wird Kaiser Wilhelm I. in Zeiten stürmischer Industrialisierung eher als Fels in der Brandung wahrgenommen. Insbesondere nach dem Überleben zweier Attentate genießt er hohe Popularität. Für die immensen städtebaulichen Aufgaben der wachsenden Millionenmetropole Berlin indes hat er kein Gespür.
Wilhelminische Ära unter „S.M.“ Wilhelm II., 1888–1918
1888 gilt als das „Dreikaiserjahr“. Nach dem Tod des 91-jährigen Monarchen Wilhelm I. besteigt der bereits unheilbar an Kehlkopfkrebs erkrankte Sohn Friedrich III. den Thron und stirbt nach 99 Tagen. Dessen Sohn Wilhelm II. übernimmt mit neuem Schwung die Regierung, entlässt wegen politischer Differenzen Reichskanzler Bismarck und hebt das repressive Sozialistengesetz auf. Er begeistert sich für Technik (Autos, Flugzeuge, Schiffe) und fördert die Wissenschaft mit der Gründung der Kaiser-Wilhelm-Gesellschaft in Dahlem (Max-Planck-Institut). In der Kunst zeigt er sich extrem konservativ und verunglimpft moderne Strömungen wie die Berliner Sezession als „Rinnsteinkunst“. In seiner leidvollen Kindheit (verkrüppelter Arm) ewig von den Eltern kritisiert, umgibt sich „S.M.“ (= Seine Majestät) nun mit devoten Politikern und inszeniert sich selbst mit übersteigertem Nationalismus: „Ich führe euch herrlichen Zeiten entgegen“.
Wie sein Großvater zeigt er kein Gespür für das wild wuchernde Berlin mit seinen elenden Massenquartieren, Industriekomplexen und Geschäftspalästen. Einzig der Kirchenbau soll der „Verwahrlosung der Massen“ entgegenwirken – und die Monarchie vor einer Arbeiterrevolte schützen. Als Schirmherrin des evangelischen Kirchenbauvereins lässt Kaiserin Auguste Victoria, im Volksmund „Kirchenjuste“, ab 1890 über 40 Kirchen in Berlin errichten, darunter die Kaiser-Wilhelm-Gedächtniskirche.
Die fatale Außenpolitik Wilhelms II. verprellt die Großmächte und lässt Deutschland in den Ersten Weltkrieg (1914–18) schlittern. Bald muss er die oberste Heeresleitung an Paul von Hindenburg abtreten und wird zuletzt auch politisch ausgeschaltet. In der Novemberrevolution 1918 wird er zur Abdankung gezwungen und flieht ins niederländische Exil. Damit ist die Herrschaft der Hohenzollern beendet.
1918–33: Weimarer Republik und die „Wilden Zwanziger“
1933–45: Nationalsozialismus, Krieg und Kapitulation
1945–89: Geteilte Stadt, Kalter Krieg und Berliner Mauer
1945–49: Einrichtung der Sektoren und Luftbrücke
Rathaus Schöneberg
1949–89: Zweimal Berlin
1989: Mauerfall
„Glasnost“ und „Perestroika“: Der Umbruch in der Sowjetunion und in Osteuropa, die friedlichen Demonstrationen Hunderttausender DDR-Bürger gegen das diktatorische SED-Regime („Wir sind das Volk“) bringen die vergreiste DDR-Führung in Bedrängnis. Bürgerrechtler fordern freie Wahlen.
Ehemaliger Grenzübergang Bornholmer Straße: Ausstellung zur Maueröffnung am Platz des 9. November
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Die Berliner Mauer
Die 1961 gemauerte Absperrung der Sektorengrenze war zunächst nur 1,40 m hoch und wurde innerhalb der nachfolgenden Jahre schrittweise verstärkt, bis ab 1975 die Mauer der „Vierten Generation“ entstand. Diese war 3,60 m hoch, 107 km lang (Gesamtlänge der teilweise durchs Wasser verlaufenden Grenze: 155 km) und bestand aus 45.000 im Boden verankerten Betonsegmenten mit Rohraufsatz. Heute kann man anhand der doppelreihigen Pflasterlinie an vielen Stellen im Stadtbild den genauen Verlauf der Mauer verfolgen. Auch der Grenz- bzw. Todesstreifen dahinter wurde ausgebaut mit Fahrzeugsperren, Postenweg, Signalzaun, Lichttrasse, 300 Wachtürmen, Hundeauslaufzonen und sogenannter Hinterlandmauer. Von 1961 bis 1989 starben unmittelbar an der Mauer mindestens 136 Menschen, hauptsächlich DDR-Flüchtlinge. Im heutigen Stadtgebiet findet man an drei Stellen zusammenhängende Mauerstücke: zwischen Potsdamer Platz und Checkpoint Charlie (s. S. 114), an der 1,3 km langen East-Side-Gallery (s. S. 208) und entlang der Bernauer Straße (s. S. 130), wo sich die sehr gut gemachte Gedenkstätte zur Berliner Mauer befindet.
Tipp: MauerradwegDer Berliner Mauerradweg ist 160 km lang und folgt in weiten Teilen dem ehemaligen Kontrollweg rund um Westberlin. Er ist gut ausgeschildert und mit vielen Infos entlang der Strecke versehen. Dazu gehören auch ehemalige Wachtürme, Kontrollstellen und Gedenkorte von Maueropfern. Wer nicht alles abradeln möchte, sucht sich einen Abschnitt heraus (gut mit der S-Bahn erreichbar). Die wohl interessanteste Strecke führt beginnend am S-Bahnhof Treptow/Kreuzberg mitten durch die Stadt bis zum S-Bahnhof Bornholmer Straße.
1989–2012: Wende, Wiedervereinigung, Neue Metropole
Kunst und Kultur
Museen und Gedenkstätten
Mit etwa 180 Museen bietet Berlin eine schier unübersehbare und äußerst vielfältige Museumslandschaft. Über sämtliche Museen und laufende Ausstellungen informieren mit einem umfassenden Besucherservice:
www.museumsportal-berlin.de sowie www.berlin.de/orte/museum, Info-24749888, Mo–Fr 9–16, Sa/So 9–13 Uhr.
Die Museumsquartiere
Sie gehören zu den Staatlichen Museen zu Berlin und werden von der Stiftung Preußischer Kulturbesitz getragen (www.smb.museum).
Museumsinsel: 6000 Jahre Menschheitgeschichte in der preußischen Akropolis (s. S. 100).
Kulturforum am Potsdamer Platz: Meisterwerke Europäischer Maler und Klassische Moderne (s. S. 115).
Rund um das Schloss Charlottenburg: königliche Pracht und exquisite Privatsammlungen (s. S. 161).
Museen Dahlem: Kunst und Kulturen in außergewöhnlicher Vielfalt (s. S. 288).
Hamburger Bahnhof: Zeitgenössische Kunst (s. S. 130).
Herausragende Museen
Berlinische Galerie: Landesmuseum für Moderne Kunst, Fotografie und Architektur in einer ehemaligen Industriehalle, Sammlung der Berliner Kunst seit 1870 bis heute, insbesondere Dada, Neue Sachlichkeit und osteuropäische Avantgarde (Alte Jakobstr. 124–128, Karte S. 181, 10969 Berlin, 78902600, www.berlinischegalerie.de, Mi–Mo 10–18 Uhr, 8 €, auch Café und Shop).
Deutsches Historisches Museum: Deutsche Geschichte und einzigartige Objekte (s. S. 101).
Deutsches Technikmuseum: Technik, Verkehr und Experimente (s. S. 184).
Jüdisches Museum: 2000 Jahre deutsch-jüdische Geschichte in spektakulärer Architektur (s. S. 183).
Märkisches Museum/Stadtmuseum Berlin: Großes Kultur- und Geschichtsmuseum (Am Köllnischen Park 5, Karte S. 97, 10179 Berlin, 24002162, www.stadtmuseum.de, Di–So 10–18 Uhr, 5 €).
Museum für Fotografie Helmut Newton: im ehemaligen Landwehrkasino am Bahnhof Zoo, berühmte Mode- und Portraitfotos und Objekte aus seinem Leben; Geschichte der Fotografie und zeitgenössische Fotografen (Jebensstr. 2, Karte S. 131, 10623 Berlin, 31864825, www.smb.museum, Di–So 10–18 Uhr, 8 €).
Museum für Kommunikation: Roboter und Briefmarken (s. S. 115).
Museum für Naturkunde: Jurassic-Park und Großvitrinen (s. S. 128).
Spezialmuseen (Auswahl)
Alliiertenmuseum: Exponate zur Geschichte der Westmächte in Berlin am Sitz des ehemaligen US-Oberkommandos in Dahlem (Clayallee 135, Karte S. 286, 14195 Berlin, 8181990, www.alliiertenmuseum.de, Do–Di 10–18 Uhr, Eintritt frei)
Bauhaus-Archiv: Museum für Gestaltung, Geschichte und Wirkung der wichtigsten Designerschule des 20. Jh., umfangreiche Sammlung (Architektur, Möbel, Keramik, Fotografie) sowie Designerstücke (Klingelhöferstr. 14, Karte S. 138, 10785 Berlin, 2540020, www.bauhaus.de, Mi–Mo 10–17 Uhr, 6–7 €, Café und Verkauf).
Berliner Medizinhistorisches Museum: in der Charité (s. S. 129).
Berliner Unterwelten-Museum: Spannende Führungen durch Bunker, Geisterbahnhöfe und Brauereikeller (Brunnenstraße 105, 13355 Berlin, 499105-17, berliner-unterwelten.de, Führungszeiten unregelmäßig, ab 6 €).
Brücke-Museum (s. S. 293).
Buchstabenmuseum: weltweit einziger Ort zur Bewahrung liebgewonnener Schriftzüge (Karl-Liebknecht-Str. 13, im Berlin-Carré, 10178 Berlin, 0177-4201587, www.buchstabenmuseum.de, Do–Sa 13–15 Uhr, 2,50 €).
Computerspiele-Museum: im Café Warschau (s. S. 207).
Currywurst-Museum (s. S. 60).
DDR-Museum: lebendige Reise in die sozialistische Vergangenheit, Platz nehmen im Trabi oder Plattenbauwohnzimmer, viel Interaktion (Karl-Liebknecht-Str. 1, Karte S. 96, 10178 Berlin, 847123731, www.ddr-museum.de, tgl. 10–20 Uhr, 6 €).
Gaslaternen-Freilichtmuseum (s. S. 142).
Georg-Kolbe-Museum (s. S. 177).
Gründerzeitmuseum: im Gutshaus Mahlsdorf (s. S. 248).
Jagdschloss Grunewald (s. S. 293).
KPM-Welt: Entwicklung der Königlichen Porzellan Manufaktur in ehemaligen Fabrikbauten mit Ringkammerofen, Prunkservice-Tafel und Blick in die Werkstätten, Verkauf und Café (Wegelystr. 1, Karte S. 138, 10623 Berlin, 390090, www.kpm-store.com, Mo–Sa 10–18 Uhr, 10 €).
Liebermann-Villa: am Wannsee (s. S. 294).
Luftwaffenmuseum der Bundeswehr: auf dem ehemaligen Militärflugplatz der Briten in Gatow, Geschichte der deutschen Luftwaffe seit 1884, über 60 Flugzeuge auf weitläufigem Gelände sowie Filme und Sonderobjekte in zwei Hangars und im Tower (Am Flugplatz Gatow 33, Karte S. 290, 14089 Berlin, 36872601, www.mhmbw.de, Di–So 9/10-16/18 Uhr, Eintritt frei).
Museum Blindenwerkstatt Otto Weidt (s. S. 124).
Museumswohnung WBS 70: In dieser 3-Raum-Plattenbauwohnung mit authentischer Einrichtung fühlt man sich in DDR-Zeiten zurückversetzt (Hellersdorfer Str. 179, 12627 Berlin, 16114440, www.stadtundland.de/33_Museumswohnung.htm, So 14–16 Uhr und nach Absprache, Eintritt frei).
Musikinstrumentenmuseum (s. S. 115).
Schloss Schönhausen (s. S. 232).
Schwules Museum (s. S. 179).
Stadtmodell Berlin (s. S. 49).
Zucker-Museum: Geschichte des Rüben- und Rohrzuckers mit zahlreichen Objekten ( 31427574, www.sdtb.de/Zucker-Museum, Umzug ins Deutsche Technikmuseum in Kreuzberg geplant, s. S. 184, Wiedereröffnung voraussichtlich 2014).
Gedenkstätten
Nirgendwo in der Bundesrepublik gibt es eine solche Fülle an Gedenkstätten sowie zeithistorischen Museen, die an die jüngere deutsche Geschichte, insbesondere an die nationalsozialistische Terrorherrschaft, erinnern. Ferner beleuchten zahlreiche Originalschauplätze das Unrecht des DDR-Regimes. Die authentischen Orte lassen Geschichte eindrucksvoll nachempfinden und ermöglichen es den Besuchern, sich den Menschen nahe zu fühlen, die so viel Leid erfahren haben.
Nationalsozialismus
Von Berlin aus, der Hauptstadt des „Dritten Reiches“, wurde der nationalsozialistische Terror geplant, organisiert und gesteuert. Hier finden sich Orte des Machtapparates, der Verfolgung und des Widerstands, dazu gehören z. B.:
Topographie des Terrors (s. S. 113).
Denkmal für die ermordeten Juden Europas (s. S. 111).
Stille Helden (s. S. 119).
Mahnmal Fabrikaktion in der Rosenstraße(zwischen Hackescher Markt und Marienkirche).
Meer aus Stelen – Denkmal für die ermordeten Juden Europas
Stolpersteine (s. S. 121).
Orte des Erinnerns im Bayerischen Viertel (s. S. 276).
Gleis 17 am S-Bahnhof Grunewald (s. S. 176).
Villa der Wannseekonferenz (s. S. 295).
Gedenkstätte Deutscher Widerstand (s. S. 137).
Denkzeichen Murellenschlucht (s. S. 176).
DDR-Unrecht
Gedenkstätte Berliner Mauer in der Bernauer Straße (s. S. 130).
Wachturm Günter Litfin (s. S. 129).
Ministerium für Staatssicherheit: Stasi-Museum in Lichtenberg (s. S. 242), Stasi-Gefängnis in Hohenschönhausen (s. S. 240) und Ausstellung zur DDR-Staatssicherheit in Mitte (s. S. 115).
Galerien
Seit der Wiedervereinigung ist Berlin eine der Topadressen für zeitgenössische Kunst und mittlerweile sogar Europas größter Galerienstandort. Unter den über 600 Galerien gibt es wenige große und sehr viele kleine. Aufgrund der hohen Künstlerdichte in der Hauptstadt herrscht ein hohes kreatives Potential und in der Kunstwelt gilt Berlin als Trendsetter der Avantgarde. Wer sich in den einschlägigen Gegenden aufhält (s. u.), hat am Abend die realistische Chance, einer Vernissage beizuwohnen – und den dazu gereichten Sekt nebst Häppchen genießen zu können. Über laufende Ausstellungen oder Eröffnungen informieren: www.kunst-magazin.de und www.art-in-berlin.de.
Die höchste Dichte an Galerien findet man in Mitte im Bereich August-, Linien- und Torstraße, aber auch in benachbarten Straßen wie Rosenthaler- oder Brunnenstraße. Eine erhöhte Anzahl an Galerien ist in den Szenebezirken Prenzlauer Berg, Friedrichshain und Kreuzberg zu verzeichnen – sogar in der Pflügerstraße in Neukölln (Kreuzkölln) entstand eine kleine Galerienmeile aus sogenannten Kunsträumen. Auch im ehemaligen Galerienzentrum in der City West rund um den Savignyplatz, Kantstraße, Bleibtreu- und Fasanenstraße wimmelt es von Kunstgalerien. Weitere Galerienansammlungen liegen in der Nähe des Hauptbahnhofs rund ums Museum Hamburger Bahnhof/Heidestraße sowie neuerdings südlich vom Kulturforum rund um das ehemalige Verlagshaus des Tagesspiegels in der Potsdamer Straße 77.
Literatur
Das literarische Leben in Berlin ist äußerst bemerkenswert. Die Palette berühmter Autoren reicht von Theodor Fontane über Alfred Döblin, Bertold Brecht und Christa Wolf bis zu Wladimir Kaminer oder Herta Müller, der Trägerin des Literaturnobelpreises von 2009. Derzeit leben hier Hunderte von Literaten – dabei ist die etablierte Szene ebenso vertreten wie der Undergroundpoet. Entsprechend breit gefächert ist das Angebot an literarischen Veranstaltungen in Literaturhäusern, Salons und Kneipen. Neben klassischen Lesungen kann man sogenannte Lesebühnen besuchen, auf denen aktuelle Themen in unkonventioneller Weise – oft humorvoll-ironisch vor jubelndem jungem Publikum – vorgetragen werden. Aktuelle Literaturveranstaltungen: www.berlin.de/tickets/literatur.
Lese-Orte
Das Literaturhaus in der Fasanenstraße befindet sich in einer schönen Villa nahe dem Kurfürstendamm mit der Buchhandlung Kohlhaas & Company im Souterrain. Idealer Treffpunkt vor oder nach der Lesung ist das Café Wintergarten im gleichen Haus (Fasanenstr. 23, 10719 Berlin, 8872860, www.literaturhaus-berlin.de).
Das Literaturforum im Brecht-Haus bietet eine breite Palette an Veranstaltungen rund um Bertold Brecht, u. a. literarisch-musikalische Abende oder die internationalen Brecht-Tage. Neben Archiv und Gedenkstätte beherbergt das brechtsche Wohnhaus ein Kellerrestaurant und eine Buchhandlung (Chausseestr. 125, 10115 Berlin, 2822003, www.Ifbrecht.de, s. auch S. 127).
Die in der Kulturbrauerei im Prenzlauer Berg angesiedelte Literatur-WERKstatt Berlin hat sich auf zeitgenössische Literatur spezialisiert und veranstaltet u. a. Publikumsgespräche, Kolloquien und öffentliche Lesewettbewerbe (Knaackstr. 97, 10435 Berlin, 4852450, www.literaturwerkstatt.org).
Im Literarischen Colloquium Berlin, idyllisch am Wannseeufer in einer Villa von 1885 gelegen, leben junge Autoren-Stipendiaten. Neben zahlreichen Lesungen werden hier der Berliner Literaturpreis, der Lyrik-Debütpreis und der Alfred-Döblin-Preis vergeben (Am Sandwerder 5, 14109 Berlin, 8169960, www.lcb.de).
Die Lesebühne Chaussee der Enthusiasten ist im RAW-Tempel beheimatet, einem ehemaligen Bahnausbesserungswerk in Friedrichshain. Begeistert jubeln hier jeden Donnerstagabend 300 bis 400 Besucher den „schönsten Schriftstellern Berlins“ zu (Stenzerhalle, Revaler Str. 99, 10245 Berlin, www.enthusiasten.de).
In der Reformbühne Heim und Welt im Kaffee Burger begeistern die Surfpoeten jeden Sonntag „nach der Tagesschau“ das Publikum, indem sie aktuelle politische Themen auf ironisch-kritische Weise beleuchten (Torstr. 60, 10119 Berlin, 28046495, www.reformbuehne.de).
Theater, Oper, Klassik
Als eine der weltweit größten Kulturmetropolen verfügt Berlin über eine Theater-szene wie keine andere deutsche Stadt. Viele große Berliner Sprechtheater wie das Berliner Ensemble, die Volksbühne, die Schaubühne oder das Hebbeltheater sind in die Theatergeschichte eingegangen. Das Ensemble des Deutschen Theaters gilt als eines der besten in Deutschland.
Mehr Oper gibt es in keiner anderen Stadt der Welt! Gleich drei Opernhäuser gewährleisten ein einzigartiges Repertoire in hervorragender Qualität: die traditionsreiche Staatsoper Unter den Linden (wegen Renovierung bis 2015 im Schillertheater auf der Bismarckstraße) mit Daniel Barenboim als Generalmusikdirektor der Staatskapelle, die Deutsche Oper in Charlottenburg als modernes und größtes Haus für den puren Operngenuss sowie die lebendige, für den Opernneuling geeignete Komische Oper.
Acht große Sinfonieorchester, darunter die weltberühmten Berliner Philharmoniker unter derzeitiger Leitung von Sir Simon Rattle, zeigen auf höchstem Niveau ihr musikalisches Können. Chöre der Spitzenklasse sind z. B. der RIAS Kammerchor und der Rundfunkchor Berlin. Liebhaber des Tanzes finden ein reichhaltiges Angebot vom klassischen Ballett wie dem Staatsballett Berlin, der größten Tanzcompagnie Deutschlands unter Leitung von Vladimir Malakhov, bis zum modernen Tanztheater von Sasha Waltz.
Gerade in den zahlreichen Freien Theatern und Kleinkunstbühnen lassen sich spannende Entdeckungen machen, wie im Theater 89 für neue Dramatiker, im politischen Theater Zerbrochenes Fenster oder im Ballhaus Naunynstraße mit Integrationsthemen. In den Sophiensälen werden experimentelle Tanz-, Theater- und Musikproduktionen gegeben. Die naturgegebene Respektlosigkeit der Berliner gegenüber der Obrigkeit ließen Kabarett- und Comedybühnen entstehen. Traditionsreich sind z. B. die Distel, der „Stachel am Regierungssitz“, und die satirischcomedyhaften Wühlmäuse mit dem Berliner Kabarett-Theater.
Revue, Varieté- und Showtheater sind in Berlin spätestens seit den Goldenen Zwanzigern legendär: im riesigen Friedrichstadtpalast mit der „längsten Girlreihe der Welt“ oder im Chamäleon in den Hackeschen Höfen mit Akrobatik und Slapstick. Im Admiralspalast, dem legendären Vergnügungstempel der 1920er-Jahre, können wieder Theatershows, Musicals, Konzerte und Partys erlebt werden. Nicht zuletzt bilden die großen Musicaltheater Besuchermagneten, wie das traditionsreiche, auch „Zuckerdose“ genannte Theater des Westens oder das moderne Theater am Potsdamer Platz. Die kleine Neuköllner Oper bietet ein spannendes Musikprogramm von Barockoper über Musical bis zu experimentellem Musiktheater.
Theaterinfos
Einen guten Überblick über die Theaterlandschaft bieten folgende Websites: www.tg-berlin.de, www.berlin-buehnen.de und www.oper-in-berlin.de.
Aktuelle Infos zu Veranstaltungen gibt es unter: www.berlin.de und www.visitberlin.de, Karten bei: www.eventim.de und www.hekticket.de. So gut wie alle Veranstaltungen der Stadt findet man in den Stadtmagazinen Zitty (www.zitty.de) und und Tip (www.tip-berlin.de).
Adressen der Spielstätten: ab S. 70
Festivals und Events
Die ganze Welt kommt irgendwann mal in Berlin vorbei – oder ist schon da. Von Techno bis Soul, von Heavy Metal bis Trance, von Hip Hop bis Jazz, sind in der lebendigen Musikszene Berlins sämtliche Richtungen vertreten. Viele Weltstars treten in Berlins großen Hallen und Arenen auf, dazu gehören die O2 World, die C-Halle am ehemaligen Flughafen Tempelhof oder die Arena an der Spree. Auch auf kleineren Bühnen finden großartige Konzerte statt, ebenso in zahlreichen Musiklokalen, z. B. in den Jazzkneipen Quasimodo oder A-Trane (beide s. S. 156).
info
Die wichtigsten Veranstaltungen und Events
Januar
Berliner Neujahrslauf: am 1. Januar ab Brandenburger Tor, Länge: 4 km, Teilnahme kostenlos (www.berliner-neujahrslauf.de).
Tanztage Berlin: internationales Festival zeitgenössischen Tanzes in den Sophiensälen (www.tanztage.de).
Grüne Woche: Schlemmen bei der weltgrößten Messe für Ernährung, Landwirtschaft, Gartenbau auf dem Messegelände (www.gruenewoche.de).
Berliner Sechstagerennen: seit 1909 renommiertes Radsport-Event mit Wettkämpfen und Showprogramm im Velodrom Landsberger Allee (www.sechstagerennen-berlin.de).
Fashion Week Berlin: mit mehreren Modemessen, u. a. die Bread & Butter im Flughafen Tempelhof (nur Fachbesucher), vielen Showrooms und öffentlichen Veranstaltungen (auch im Juli, www.fashion-week-berlin.com).
Lange Nacht der Museen: Konzerte, Theater, Lesungen und Kulinarisches in vielen Museen, Kombiticket auch für Shuttlebusse gültig (auch im August, www.lange-nacht-der-museen.de).
Februar
Berlinale International Film Festival: eines der wichtigsten Filmfestivals, Hauptevents finden am Potsdamer Platz statt, aber die Filme werden zehn Tage lang in der ganzen Stadt gezeigt (www.berlinale.de).
März
ITB: weltgrößte Touristik- und Reisemesse auf dem Berliner Messegelände, Fach- und Publikumsmesse (www.itb-berlin.de).
MaerzMusik: wichtigstes deutsches Festival für zeitgenössische Musik an verschiedenen Aufführungsorten (www.berlinerfestspiele.de).
April
Lange Nacht der Opern und Theater: auf über 20 Bühnen finden bis in die Nacht kurze Aufführungen statt. Für Kinder gibt es ein spezielles Programm. Es verkehren Shuttle-Busse (www.kulturprojekte-berlin.de).
Halbmarathon: Infos und Anmeldung unter www.scc-events.com.
Festtage in Philharmonie und Staatsoper: mit Opern- und Konzertprogramm der Spitzenklasse in Philharmonie und Staatsoper (www.staatsoper-berlin.de).
Mai
1. Mai: friedlich buntes „Myfest“ in der Kreuzberger Oranienstraße mit Konzerten auf mehreren Bühnen und kulinarischen Angeboten der Anwohner (www.myfest36.de).
Theatertreffen: Festival mit einer Auswahl aktueller deutschsprachiger Theaterproduktionen im Haus der Berliner Festspiele (www.berlinerfestspiele.de).
DFB-Pokalfinale: im Olympiastadion (www.dfb.de).
Karneval der Kulturen: viertägiges, äußerst buntes Straßenfest in Kreuzberg, Höhepunkt ist der große Straßenumzug, zudem gibt es einen Kinderkarneval (www.karneval-berlin.de).
Karneval der Kulturen
Juni
Lange Nacht der Wissenschaften: rund 65 wissenschaftliche Einrichtungen und ausgefallene Orte öffnen ihre Türen oder bieten Programme (www.langenachtderwissenschaften.de).
48 Stunden Neukölln: Kunst- und Kulturfestival im Norden Neuköllns (www.48-stunden-neukoelln.de).
Fête de la Musique: zum Sommeranfang am 21. Juni spielen Open Air und bei freiem Eintritt 700 Bands auf 80 Bühnen im gesamten Stadtgebiet (www.fetedelamusique.de).
CSD Parade: Berliner Christopher Street Day mit großer Parade durch die Innenstadt bis zur Siegessäule im Tiergarten (www.csd-berlin.de).
Juli
Berlin Summer Rave: in den Hangars vom Flughafen Tempelhof (www.berlin-summer-rave.de).
Classic Open Air: Klassikfestival am Gendarmenmarkt (www.classicopenair.de).
Fashion Week Berlin: s. o. Januar.
August
Tanz im August: weltweit bedeutendes Tanzfestivals (www.tanzimaugust.de).
Lange Nacht der Museen: s. o. Januar.
Internationales Berliner Bierfestival: 300 Brauereien aus 86 Ländern verwandeln die Karl-Marx-Allee in eine 2 km lange Biermeile (www.bierfestival-berlin.de).
Historiale: Geschichtsfestival mit Kulturprogramm und Stadtführungen. Das Publikum soll historische Epochen live erleben (www.historiale.de).
September
ISTAF: das berühmteste deutsche Leichtathletik-Meeting im Berliner Oympiastadion (www.istaf.de).
Berlin Music Week: Musikfestival, Konzerte und Events an vielen Orten und Clubs in der Stadt, Open-Air-Veranstaltungen am ehemaligen Flughafen Tempelhof (www.berlin-music-week.de).
Pyronale: internationaler Feuerwerkswettbewerb am Olympiastadion (www.pyronale.de).
Internationales Literaturfestival Berlin: Lesungen, Autorengespräche (www.literaturfestival.com).
Berlin Marathon: größter deutscher Marathon, auch für Rollstuhlfahrer und Inlineskater, Minimarathon für Kinder. Tipp: Auto stehen lassen (www.bmw-berlin-marathon.com).
Internationale Funkausstellung: Neuheiten und Highlights aus der Welt der Technik (ifa-berlin.de).
Berlin Musikfest: Musikfestival, Konzerte und Veranstaltungen an vielen Orten in der Stadt (www.berlinerfestspiele.de).
Oktober
Festival of Lights: fantasievolle Illuminationen von Berliner Wahrzeichen (festival-of-lights.de).
November
JazzFest Berlin: Jazzkonzerte im Haus der Berliner Festspiele und auf anderen Jazzbühnen (www.berlinerfestspiele.de).
Dezember
Über 60 Weihnachtsmärkte (s. S. 57 und www.berlin.de).
Silvester: Party entlang der 2 km langen Festmeile im Tiergarten (www.berlin.de).
Stadtentwicklung und Architektur
