Berlin mit Potsdam - Reiseführer von Iwanowski - Markus Dallmann - E-Book

Berlin mit Potsdam - Reiseführer von Iwanowski E-Book

Markus Dallmann

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Beschreibung

Berlin boomt: Die Hauptstadt ist eine der drei meistbesuchten Städte in Europa. In 2011 wurden 22 Millionen Übernachtungen gezählt und eine Ende ist nicht absehbar - für 2020 rechnet die Stadt sogar mit 30 Millionen Übernachtungen. Und viele Reisende kommen mehr als einmal... Was die Stadt alles zu bieten hat, beschreibt der Stadtführer und Autor Markus Dallmann ausführlich in dem neuen Reisehandbuch Berlin mit Potsdam. Der 340 Seiten starke Reiseführer zeigt die vielen Facetten der Stadt und gibt viele ausgewählte praktische Reisetipps zu Restaurants, Hotels und Sehenswürdigkeiten, die auf zahlreichen Detailkarten im Buch eingezeichnet sind. Eine erste Übersicht bietet die Kurzcharakterisierung der einzelnen Stadtviertel sowie die Tourenvorschläge für einen Tag, ein Wochenende, für drei oder für sieben Tage oder gar ein ganzes Leben. Eine aktuelle Preisübersicht auf den "Grünen Seiten" dient als Orientierungshilfe für das Reisebudget. In der separaten Reisekarte sind zudem alle Highlights verzeichnet,so dass die Orientierung vor Ort leicht fällt. Der Wahlberliner überzeugt zudem mit zahlreichen Insidertipps, die das Buch auch für Berliner interessant machen. - Ausführliche Informationen für das gesamte Stadtgebiet sowie Potsdam - Mit Routenvorschlägen für einige Stunden, einige Tage, ein ganzes Leben... - Mit Extra-Reisekarte, vielen Insidertipps, aktueller Preisübersicht, mit Ausflügen in die Umgebung

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Seitenzahl: 552

Veröffentlichungsjahr: 2013

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IWANOWSKI’S

BERLIN– Autorentipps

Markus Dallmann, Stadtplaner und Stadtführer in Berlin, liebt es, die Besucher von der deutschen Metropole zu begeistern. Der seit über 22 Jahren Wahlberliner ist stets auf der Suche nach neuen Perspektiven und unentdeckten Kostbarkeiten in einer Stadt, deren einzige Konstante in ihrer ständigen Veränderung besteht und daher immer spannend bleibt.

Alternative zum Fernsehturm: Aussicht vom Panorama-Point am Potsdamer Platz über das „Neue Berlin“ mit Ausstellung und Café (S. 113).

Potsdam erleben: phänomenaler Blick über die Havellandschaft vom Belvedere und kulinarischer Genuss im königlichen Kleinod Krongut Bornstedt (S. 312).

Einfach ins Berliner Leben eintauchen – wie in Prenzl’berg rund um den Kollwitzplatz (S. 216), Kreuzberg mit Wasserfall rund um den Bergmannkiez (S. 180) oder auf einem der zahlreichen Flohmärkte, z. B. auf dem Boxhagener Platz (S. 201).

Markus Dallmann

Berlinmit Potsdam

Im Internet:

www.iwanowski.de

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Berlin mit Potsdam1. Auflage 2013

© Reisebuchverlag Iwanowski GmbHSalm-Reifferscheidt-Allee 37 • 41540 DormagenTelefon 0 21 33/26 03 11 • Fax 0 21 33/26 03 [email protected]

Titelfoto: Michael Iwanowski

Alle anderen Farbabbildungen: siehe Bildnachweis Seite 339Lektorat und Layout: Lucia Rojas, KölnKarten: Klaus-Peter Lawall, UnterensingenTitelgestaltung: Point of Media, www.pom-online.deRedaktionelles Copyright, Konzeption und deren ständige Überarbeitung: Michael Iwanowski

Alle Rechte vorbehalten. Alle Informationen und Hinweise erfolgen ohne Gewähr für die Richtigkeit im Sinne des Produkthaftungsrechts. Verlag und Autor können daher keine Verantwortung und Haftung für inhaltliche oder sachliche Fehler übernehmen. Auf den Inhalt aller in diesem ebook erwähnten Internetseiten (sog. „Links“) Dritter haben Autor und Verlag keinen Einfluss. Eine Haftung dafür wird ebenso ausgeschlossen wie für den Inhalt der Internetseiten, die durch weiterführende Verknüpfungen damit verbunden sind.

ebook-Produktion:Bookwire GmbH, Frankfurt/Main

ISBN epub: 978-3-86457-070-4

Inhalt

Berlin – offene Stadt

1. STADT UND LEUTE

Berlin in Kürze

Zahlen, Daten, Fakten

Naturraum und Landschaft

Wirtschaft und Bevölkerung

Geschichte

6.–17. Jh.: Von den Anfängen bis zur Kurfürstlichen Residenz Brandenburg-Preußens

1701–1870: Aufstieg Preußens zur Großmacht

1871–1918: Deutsches Kaiserreich, Gründerzeit und Industriemetropole

1918–33: Weimarer Republik und die „Wilden Zwanziger“

1933–45: Nationalsozialismus, Krieg und Kapitulation

1945–89: Geteilte Stadt, Kalter Krieg und Berliner Mauer

1945–49: Einrichtung der Sektoren und Luftbrücke • 1949–89: Zweimal Berlin • 1989: Mauerfall •

1989–2012: Wende, Wiedervereinigung, Neue Metropole

Kunst und Kultur

Museen und Gedenkstätten

Die Museumsquartiere • Herausragende Museen • Spezialmuseen • Gedenkstätten •

Galerien

Literatur

Theater, Oper, Klassik

Festivals und Events

Stadtentwicklung und Architektur

Mittelalterliche Kaufmannssiedlung

Barocke Residenzstadt Berlin

Klassizismus und erste Welle der Gründerzeit

Kaiserzeit, Wilhelmismus, Historismus

Weltstadt Berlin und Zentrum Neuen Bauens

Nationalsozialismus und Herrschaftsarchitektur

Nachkriegszeit, Visionen, Systemkonkurrenz

Mauerbau und zweimal Berlin

Neue Hauptstadt Berlin

2. BERLIN ALS REISEZIEL

Allgemeine Reisetipps von A-Z

Das kostet Sie der Aufenthalt in Berlin

3. BERLIN ENTDECKEN

Tourenvorschläge

Mitte

Redaktionstipps

Historisches Berlin

Spaziergang durch das Historische Berlin • Reisepraktische Informationen Historisches Berlin

Neues Berlin

Spaziergang durch das Neue Berlin • Reisepraktische Informationen Neues Berlin

Spandauer Vorstadt und alter Norden

Spaziergang Spandauer Vorstadt und alter Norden • Weitere Ziele in Spandauer Vorstadt/Altem Norden • Reisepraktische Informationen Spandauer Vorstadt/Alter Norden

Großer Tiergarten und Umgebung

Spaziergang durch Tiergarten- und Hansaviertel • Weitere Ziele im Tiergarten

Moabit

Huttenkiez • Reisepraktische Informationen Tiergarten, Hansaviertel, Moabit

Wedding und Gesundbrunnen

Spaziergang entlang der Panke zum Humboldthain • Reisepraktische Informationen Wedding/Gesundbrunnen

Charlottenburg-Wilmersdorf

Redaktionstipps

Die City West

Spaziergang durch die City West • Reisepraktische Informationen City West

Charlottenburg

Spaziergang durch Alt-Charlottenburg • Weitere Ziele in Charlottenburg • Reisepraktische Infos Charlottenburg

Villenkolonie Grunewald

Spaziergang durch die Villenkolonie Grunewald • Reisepraktische Informationen Villenkolonie Grunewald

Olympiapark Berlin

Spaziergang durch den Olympiapark Berlin • Reisepraktische Informationen Olympiapark Berlin

Friedrichshain-Kreuzberg

Redaktionstipps

Kreuzberg

Spaziergang durch den „zahmen“ Kreuzberger Westen • Weitere Ziele im Kreuzberger Westen • Reisepraktische Infos Kreuzberg/Bergmannkiez • Spaziergang durch das „wilde“ Kreuzberg • Reisepraktische Infos Kreuzberg SO 36

Friedrichshain

Spaziergang durch Samariter- und Boxhagener Kiez • Reisepraktische Informationen Samariter- und Boxhagener Kiez • Weitere Ziele in Friedrichshain • Reisepraktische Informationen Bötzowviertel und Karl-Marx-Allee • Spaziergang rund um die Oberbaumbrücke • Reisepraktische Informationen Oberbaumbrücke und Wrangelkiez

Pankow

Redaktionstipps

Prenzlauer Berg

Spaziergang durch den Prenzlauer Berg • Reisepraktische Informationen Prenzlauer Berg

Pankow

Spaziergang durch Pankow • Weitere Ziele in Pankow • Reisepraktische Informationen Pankow

Weißensee

Jüdischer Friedhof Weißensee • Spaziergang im Komponistenviertel • Reisepraktische Informationen Weißensee

Lichtenberg

Redaktionstipps

Viktoriastadt (Kaskelkiez)

Spaziergang zur Rummelsburger Bucht • Reisepraktische Informationen Viktoriastadt

Hohenschönhausen

Gedenkstätte Hohenschönhausen • Mies-van-der-Rohe-Haus und Spaziergang rund um Ober- und Orankesee • Reisepraktische Informationen Hohenschönhausen

Weitere Ziele in Lichtenberg

Stasi-Museum • Zentralfriedhof Friedrichsfelde • Tierpark und Schloss Friedrichsfelde • Deutsch-Russisches Museum

Marzahn-Hellersdorf

Redaktionstipps

Alt-Marzahn

Gärten der Welt

Gründerzeitmuseum im Gutshaus Mahlsdorf

Treptow-Köpenick

Redaktionstipps

Treptow

Spaziergang durch den Treptower Park • Reisepraktische Informationen Treptow

Köpenick

Spaziergang durch Alt-Köpenick • Reisepraktische Informationen Alt-Köpenick

Wanderung um den Müggelsee

Reisepraktische Informationen Müggelsee

Neukölln

Redaktionstipps

Rixdorf

Spaziergang durch Rixdorf

Kreuzkölln/Reuterkiez

Von der Schokoladenfabrik zur Rütli-Schule • Sehitlik-Moschee und Islamischer Friedhof • Reisepraktische Informationen Rixdorf und Kreuzkölln

Britz

Hufeisensiedlung • Schloss Britz • Reisepraktische Informationen Britz

Tempelhof-Schöneberg

Redaktionstipps

Schöneberg

Spaziergang durch Schöneberg • Weitere Ziele in Schöneberg • Reisepraktische Informationen Schöneberg

Friedenau

Tempelhof

Flughafen und Tempelhofer Freiheit • Schwerbelastungskörper • „Nazi-Kirche“ und Versöhnungsgemeinde • Notaufnahmelager Marienfelde

Steglitz-Zehlendorf

Redaktionstipps

Steglitz und Dahlem

Unterwegs in Steglitz • Botanischer Garten Dahlem • Museumszentrum Dahlem • Reisepraktische Informationen Steglitz und Dahlem

Grunewald

Vom Grunewaldturm auf den Teufelsberg • Vom Schlachtensee zum Brücke Museum • Reisepraktische Informationen Grunewald

Wannsee

Ostseefeeling am Strandbad Wannsee • Heitere Villa, düstere Villa, Alsen und ein Löwe • Pfaueninsel und westliches Wannseeufer • Sacrow • Klein Glienicke, Glienicker Brücke, deutsche Teilung • Reisepraktische Informationen Wannsee

Spandau

Redaktionstipps

Spandauer Altstadt

Spaziergang vom Bahnhof zur Zitadelle • Reisepraktische Informationen Spandau

Reinickendorf

Redaktionstipps

Tegel

Spaziergang durch Tegel • Reisepraktische Informationen Tegel

4. POTSDAM

Geschichtlicher Überblick

Potsdam entdecken

Redaktionstipps

Spaziergang von der barocken Innenstadt bis nach Sanssouci

Freundschaftsinsel • Alter Markt • Neuer Markt • Über den Bassinplatz zum Holländischen Viertel • Die Brandenburger Straße zum Brandenburger Tor

Schlosspark Sanssouci

Schloss Sanssouci • Historische Mühle • Orangerieschloss • Krongut Bornstedt • Weitere Ziele im Park Sanssouci

Neuer Garten, Pfingstberg, Alexandrowka

Neuer Garten • Pfingstberg • Alexandrowka

Park Babelsberg

Reisepraktische Informationen Potsdam

5. ANHANG

Stichwortverzeichnis

Bildnachweis

Weiterführende Informationen zu folgenden Themen

Berliner Lebenswelten

Preußische Könige

Deutsche Kaiser

Die Berliner Mauer

Die wichtigsten Veranstaltungen und Events

Ein Erlebnis nicht nur für U-Bahn-Fans

Tränenpalast

Checkpoint Charlie

Stolpersteine

Zoologischer Garten

Lietzensee

Friedhof Heerstraße

Schweinebäuche

Charlotte von Mahlsdorf

Kladow

Filmpark Babelsberg

Verzeichnis der Karten

Historische Mitte

Neues Berlin

Spandauer Vorstadt und Alter Berliner Norden

Rund um den Großen Tiergarten

City West

Alt-Charlottenburg und Schloss

Villenkolonie im Grunewald

Olympiagelände

Kreuzberg-Westen

Wildes Kreuzberg

Friedrichshain – Samariter- und Boxhagener Kiez

Rund um die Oberbaumbrücke

Prenzlauer Berg

Pankow

Viktoriastadt

Hohenschönhausen

Treptower Park

Alt-Köpenick

Müggelsee

Neukölln

Britz

Schöneberg

Steglitz/Dahlem

Grunewald/Wannsee

Spandau-Altstadt

Tegel

Potsdam

Berlin – offene Stadt

Mehr als 20 Jahre nach der Wiedervereinigung übt die deutsche Hauptstadt eine ungebrochene Anziehungskraft auf Besucher und Zuzügler aus aller Welt aus. Man staunt darüber, was innerhalb der letzten Jahre geleistet wurde und in welch rasantem Tempo die Stadt ihr Gesicht verändert hat. Wer einmal hier war, ist fasziniert vom lebendigen und offenen Berliner Flair – und möchte wiederkommen.

Im Sommer 1988, als ich nach Berlin (West) kam und mich binnen kurzer Zeit in die geteilte und geschundene Stadt verliebt hatte, wies nichts auf den Mauerfall hin, welcher sich anderthalb Jahre später, im November 1989, ereignen sollte. Und doch war sie da, diese stille, tiefe Sehnsucht, sich Berlin ohne Mauern vorzustellen – insbesondere aufgrund der Verwandten und Freunde sowie zahlreicher Streifzüge auf der Ostseite. Was dann eintrat, übertraf die kühnsten Fantasien: Mauerfall, Wiedervereinigung, Hauptstadtumzug – die Ereignisse überschlugen sich und man konnte förmlich den Atem der Geschichte spüren. Heute bietet die größte deutsche Metropole ihren Besuchern – gleich welche Interessen sie verfolgen, welcher Generation sie angehören und wie prall ihr Geldbeutel gefüllt ist – eigentlich alles. Ob Kulturliebhaber, Geschichtsinteressierte, Party-People, Shopping-Süchtige, Architekturfans – wer hier nicht auf seine Kosten kommt, ist selber schuld.

Dieser Reiseführer soll all denen eine Orientierungshilfe geben, die neben den klassischen Highlights noch andere spannende Ecken und Kieze kennenlernen möchten. Die Tipps reichen von angesagten Szenebezirken wie Prenzlauer Berg oder Kreuzberg über Kostbarkeiten wie spektakuläre Villen in Grunewald oder verträumte Dorfanlagen bis zu kompakten Altstädten oder Industrieromantik im Wedding. Wer Entspannung, gute Luft und Erholung sucht, wird in den schnell erreichbaren herrlichen Seen- und Waldlandschaften von Havel und Spree fündig. Entdecken Sie Ihr ganz persönliches Berlin und tauchen Sie ein in das unbeschränkte Lebensgefühl dieser facettenreichen Metropole.

So geht‘s

Im Kapitel Stadt und Leute (ab S. 10) erhalten Sie einen Einblick in Geschichte und andere Aspekte des Reiseziels. Die Gelben Seiten geben Allgemeine Reisetipps von A-Z (ab S. 51) für die Reisevorbereitung und den Aufenthalt, einschließlich einer Auswahl an Unterkünften, nach Stadtteilen geordnet (ab S. 72). In den Grünen Seiten (ab S. 89) wird kurz aufgelistet, was Sie der Aufenthalt in Berlin kostet. Im anschließenden Reiseteil (ab S. 92) erhalten Sie bei den jeweiligen Beschreibungen der Stadtviertel detailliert Auskunft über Sehenswürdigkeiten mit Adressen und Öffnungszeiten, Touren und Stadtrundgänge sowie Reisepraktische Informationen zu Essen und Trinken, Ausgehen, Einkaufen etc. Informationen zu Potsdam gibt es ab S. 313. Ein ausführliches Register im Anhang (ab S. 335) gibt Ihnen die Möglichkeit, schnell den gesuchten Begriff zu finden. Über Kritik, Anregungen und Verbesserungsvorschläge freuen wir uns: [email protected].

Berlin in Kürze

Zahlen, Daten, Fakten

BedeutungHauptstadt und größte Stadt Deutschlands sowie Bundesland (Stadtstaat)Fläche892 km2, das ist mehr als München, Frankfurt und Leipzig zusammen. Die größte Ost-West-Ausdehnung beträgt 45 km, von Nord nach Süd 38 km.Stadtgrenze234 km lang; Berlin ist gänzlich vom Land Brandenburg umgebenEinwohnerüber 3,5 Mio., dazu rund 1 Mio. im Brandenburger UmlandVerwaltung12 Bezirke mit 95 OrtsteilenHöhe über NN34–60 m. Höchste Berge sind der Große Müggelberg und der Teufelsberg mit je 115 m.Höchstes GebäudeDer Fernsehturm ist mit 368 m das höchste deutsche Bauwerk.Heiß & kaltDie heißeste Tag war der 12. Juli 2010 mit 38,2 °C, der kälteste der 5. Februar 2012 mit −20 °C.U-Bahn/S-Bahn:Die älteste U-Bahn Deutschlands (1902) umfasst heute ein Netz von 146 km und 173 Bahnhöfen. Die längste Linie ist die U7 von Rudow nach Spandau mit 32 km und 59 Min. Fahrtdauer. Die S-Bahn kommt auf 256 km mit 133 Bahnhöfen (ohne Umland).Längste StraßeAdlergestell in Treptow-Köpenick: 12 km schnurgeradeausKürzeste StraßeDie Eiergasse im Nikolaiviertel misst 16 m.WasserstraßenFlüsse, Seen und Kanäle ergeben 200 km schiffbare Wasserwege.Ausgehenrund 4650 Restaurants, 900 Kneipen, 200 Bars und ClubsReligion21,5 % evangelisch, 9,3% katholisch, 8% MuslimeStudierenderund 160.000 Studenten an 37 Universitäten und Hochschulen

Naturraum und Landschaft

Im Nordosten Deutschlands auf der gleichen geografischen Breite wie Warschau und Amsterdam gelegen, ist Berlin komplett vom Land Brandenburg umgeben und nur 75 km entfernt von der polnischen Grenze. Die Entstehung der natürlichen Gegebenheiten geht auf die jüngste Eiszeit vor 20.000 Jahren zurück, während der sich beim Abschmelzen der skandinavischen Eisschichten das Berliner Urstromtal formte. In diesem liegt heute die Berliner Innenstadt, in Ost-West-Richtung von der Spree durchflossen. Nördlich und südlich davon schließen sich die beiden Hochebenen Barnim und Teltow an, an deren Hanglagen Bezirke wie Pankow, Kreuzberg oder Neukölln entstanden. An manchen Stellen kann man sogar die „enormen“ Höhenunterschiede von 20–25 m spüren, wie auf der Methfesselstraße entlang des Kreuzbergs (s. S. 180) oder auf dem Weinbergsweg (s. S. 123, Spandauer Vorstadt) in Richtung Prenzlauer Berg. Gut erkennen kann man die Höhenkante des Barnim ganz ohne Bebauung bei Mahlsdorf westlich des Gründerzeitmuseums (s. S. 248, Köpenick). Weite Aussichten ergeben sich von den mit jeweils 115 m höchsten Erhebungen Berlins: dem Teufelsberg im Grunewald (s. S. 292) und den weiter südöstlich gelegenen Müggelbergen (s. S. 257, Köpenick).

Berlin ist eine sehr grüne Stadt: 40 % des Stadtgebiets bestehen aus Wäldern, Parks, sogar Landwirtschaftsflächen und 75.000 Schrebergärten der Berliner „Laubenpieper“. Dazu kommen etwa 400.000 Straßenbäume. Nachdem sich die Spree 45 km durch Berlin geschlängelt hat, mündet sie bei Spandau in die Havel, deren Flusslauf herrliche Seenlandschaften bildet wie den Tegeler See im Nordwesten oder den Wannsee im Südwesten. Der größte See mit 743 ha ist der Müggelsee im Südosten. Insgesamt gibt es in Berlin 200 km schiffbare Wasserwege.

Die Beschaffenheit des Berliner Bodens entspricht der eher sandigen und humusarmen „märkischen Streusandbüchse“. Abgesehen von Fundstücken aus vergangenen Zeiten, wie Skeletten aus dem Mittelalter oder Blindgänger-Bomben aus dem Zweiten Weltkrieg, gibt es keine nennenswerten Bodenschätze. Der mitunter bedenklich hohe Grundwasserspiegel sorgt für das Phänomen blauer oder pinkfarbener Röhren im Berliner Stadtbild, in denen bei größeren Baumaßnahmen das Wasser abgepumpt wird.

HinweisDas aus dem Grundwasser gewonneneTrinkwasserist von sehr guter Qualität, unterliegt ständigen Kontrollen und lässt sich bedenkenlos trinken.

Wirtschaft und Bevölkerung

Nach Krieg und Mauerbau hatten viele bedeutende Firmen ihren Sitz in die ehemalige Bundesrepublik verlagert. Westberlin wurde zur hochsubventionierten „verlängerten Werkbank“, während in Ostberlin die Planwirtschaft regierte. Seit der Wiedervereinigung hat Berlin einen Strukturwandel vom ehemaligen Industriestandort zum modernen Dienstleistungszentrum vollzogen. Zunächst kam es zu dramatischen Einbrüchen in der Industrie und zum Verlust von 260.000 Arbeitsplätzen. Die Arbeitslosenquote erreichte 2005 mit 19 % ihren Höchststand und lag im Sommer 2012 bei 12,2 % mit weiter sinkender Tendenz (Bundesdurchschnitt 6,8 %). Größtes Problem ist nach wie vor die hohe Armut der Berliner – fast ein Viertel beziehen Transferleistungen. So ist Berlin die einzige Hauptstadt mit einer niedrigeren Wirtschaftsleistung als der Landesdurchschnitt.

Dennoch ist die Industrie weiterhin eine der tragenden Wirtschaftssäulen, insbesondere bei der Elektrogüter- und Kraftmaschinenproduktion sowie als Hersteller der Pharmabranche. Viele neue Jobs entstanden in den Branchen IT, Kommunikation und Umwelt sowie in der Kultur- und Kreativindustrie und im Tourismussektor. So wurden 2011 in über 760 Hotels 9,8 Mio. Gäste und 22,3 Mio. Übernachtungen registriert. Damit steht Berlin nach London und Paris an dritter Stelle in Europa. In der Kreativindustrie arbeiten 160.000 Beschäftigte und erwirtschaften dabei 22 Mrd. € jährlich. Der Künstleranteil ist zweieinhalb mal so hoch wie im Bundesdurchschnitt – die „Lange Nacht der Museen“ ist eine Berliner Erfindung. Zudem gilt Berlin mit seinen Forschungszentren und neuen Technologieparks als wichtiger Wissenschaftsstandort. Täglich werden in der Stadt ca. 120 Firmen neu gegründet. Für aufstrebende Firmen gehört Berlin zu den wichtigsten Trendmetropolen weltweit und gilt als europäisches „Mekka der Start-up-Kultur“.

Gleichwohl verdienen die Berliner deutlich weniger als die Frankfurter oder Münchner, allerdings sind hier auch die Lebenshaltungskosten niedriger. So liegen die Durchschnittsmieten bei ca. 7,60 €/m2, aber die Suche nach erschwinglichem Wohnraum wird immer schwieriger. In begehrten Wohnlagen werden Mieten bis zu 18 €/m2 gezahlt.

In Berlin lebt fast die ganze Welt, zumindest 184 Nationen. Die rund 900.000 Berliner mit Migrationshintergrund (mit oder ohne deutschen Pass) stammen zu jeweils ein Drittel aus der Türkei/Nahost, aus Europa und aus dem Rest der Welt. Größte Nationalität sind Türken (200.000), gefolgt von Polen (100.000) und Russen (50.000). Es herrscht ein Kommen und Gehen – gerade auch innerhalb der deutschen Bevölkerung: Seit der Wende sind 1,8 Mio. (!) Menschen zugezogen – aus dem Rheinland, aus dem Norden, aus Schwaben … Zudem gibt es jährlich ca. 350.000 Umzüge innerhalb Berlins. So erfindet sich diese Stadt immer wieder neu.

info

Berliner Lebenswelten

Wo die Berliner wohnen: Kreative, Reiche, Arme, Bürgerliche, Proletarier – ein Überblick

Berlin ist eine sehr vielfältige Stadt, in der die unterschiedlichsten Menschen ihre kleine Heimat oder ihre kulturelle Gemeinschaft finden, ohne sich vom großen Ganzen abzukoppeln. Anpassungsdruck wie in anderen Städten gibt es hier nicht. Der traditionellen Einwandererstadt Berlin ist es egal, wie man ist. Oder ob man überhaupt da ist. Für Manche mag die Stadt zu groß, zu laut und zu anonym sein. Anderen gibt genau diese Größe etwas Beruhigendes und erzeugt ein Gefühl ungeahnter Freiheit, so zu leben, wie man möchte. Doch die scheinbare Bindungslosigkeit macht in den Stadtvierteln Halt. Der Berliner liebt seinen Kiez und verlässt ihn ungern. So kann es passieren, dass Grundschüler im wohlbehüteten Frohnau erstmalig im Rahmen eines Wandertags die Berliner Innenstadt besuchen. Oder eine „Reisegruppe“ aus Zehlendorf eine Stadtrundfahrt nach Kreuzberg unternimmt. Wie bunte Mosaiksteine bilden eine Vielzahl von Stadtvierteln das knapp 900 km2 große „Gebilde Berlin“.

In Kreuzberg gibt es Zöpfchen für jeden, der mag

In der Berliner Innenstadt, die von der Ringbahn (S41 und S42) umfahren wird, lassen sich grob drei Lebenswelten charakterisieren.

a) In der Neuen Mitte (Bereich Hackescher Markt, Prenzlauer Berg, Friedrichshain, Kreuzberg) leben zumeist Kreative, innovative Aufsteiger, junge Familien und Studenten. Sie lieben die urbane, lebendige, weltoffene und tolerante Atmosphäre. Zuwanderer und Ausländer sind willkommen, es herrscht ein politisch „grünes“ Klima. Im früheren Arbeiterquartier Prenzlauer Berg findet man heute die höchste deutsche Geburtenquote an Akademikerkindern. An Helmholzplatz und Kollwitzstraße stehen die Chancen gut, Prominenten über den Weg zu laufen. Viele Zugereiste, die sich den Prenzlauer Berg nicht leisten können, bezeichnen das preisgünstigere Friedrichshain als das „echte“ Berlin. Hier kann es gelegentlich auch etwas derber zugehen. Gepiercte Mütter und rücksichtslose Radfahrer auf Bürgersteigen sind keine Seltenheit. Angesagt sind Boxhagener Platz und Simon-Dach-Straße. Der frühere Westberliner Bezirk Kreuzberg ist zweigeteilt. Während rund um die Bergmannstraße der „Veredelungsprozess“ à la Prenzlauer Berg weit vorangeschritten ist, bestimmen im „wilden“ und ärmeren Kreuzberg die inzwischen Alteingesessenen das Stadtbild: Das sind sowohl die Nachkommen der türkischen Einwanderer als auch die linke Alternativszene als „Nachfahren“ der Hausbesetzerszene der 1980er-Jahre. Man kennt sich und kommt gut miteinander aus. Weniger respektvoll dagegen sind die unendlichen Schmierereien an den Hauswänden, die mit echter Graffitikunst oder Street Art nichts zu tun haben. Wichtiges Zentrum ist der Heinrichplatz auf der Oranienstraße.

b) Die Arme Mitte (Moabit, Wedding, Neukölln-Nord) wird geprägt von hoher Arbeitslosigkeit, hohem Migrantenanteil mit türkisch-arabischem Hintergrund und einer sichtbaren Armut. Dennoch hält der gefahrlose Spaziergang durch die großen und gut erhaltenen Altbauquartiere ungeahnte Überraschungen bereit. So gilt der Neuköllner Bereich Maybachufer/Friedelstraße mit seinen Galerien und Kneipen als jüngstes Szeneviertel und wird aufgrund der Nähe zu Kreuzberg als Kreuzkölln bezeichnet.

c) Die traditionell großbürgerliche Westliche Mitte (Charlottenburg, Wilmersdorf, Schöneberg) wird bestimmt von hohem Lebensstandard und großstädtischem Flair in liberal-konservativem Milieu. Ein beliebter Treffpunkt ist z. B. der Ludwigkirchplatz in Wilmersdorf oder der Schöneberger Szenekiez rund um den Winterfeldtplatz mit seinem herrlichen Wochenmarkt (Mi + Sa).

Außerhalb der Innenstadt werden Ost-West-Mentalitäten stärker spürbar.

d) Im früheren Ostberlin gibt es zwei Lebenswelten: Die großen Plattenbaugebiete der ehemaligen DDR-Mittelschicht (Lichtenberg, Marzahn) erscheinen nach außen eher ungemütlich, haben aber einen guten Wohnstatus und oft günstige Mieten. Eher ältere Bewohner, Kulturleute und Familien leben in den ruhigen grünen Lagen von Pankow, Weißensee, Treptow und Köpenick.

e) Kleinbürgerliches Westberlin findet sich am ehesten in Reinickendorf und Spandau, wo von jeher ein gewisses Misstrauen gegenüber Groß-Berlin vorherrscht. Das höchste Durchschnittsalter findet man im gediegenen bürgerlichen Süden (Tempelhof, Steglitz, Neukölln-Süd). Im reichen Südwesten (Westend, Grunewald, Zehlendorf) sind Einkommen und Lebensstandard am höchsten. Gelegentlich können rund um den Schlachtensee joggende Prominente angetroffen werden.

Geschichte

Berlin ist jung – und das nicht erst seit dem Zusammenwachsen als alte und neue deutsche Hauptstadt. Im Mittelalter eine eher unbedeutende Kaufmannssiedlung, stieg Berlin als Residenz der preußischen Herrscher allmählich auf. Erst ab der zweiten Hälfte des 19. Jh. katapultierte sich die Stadt mit ihrem rasanten Anwachsen in nur wenigen Jahrzehnten zu einer europäischen Metropole. Doch im Gegensatz zum technischen Fortschritt und zu wissenschaftlichen Glanzleistungen gehörten die politischen Verhältnisse zu den rückständigsten in Europa. Mietskasernen und Industrieschlote, Hochkultur und Paläste, Vorreiter der Avantgarde in den Goldenen Zwanzigern, Zentrum der NS-Diktatur, Mauerstadt im Kalten Krieg – wie keine andere Stadt spiegelt Berlin die deutsche Geschichte mit all ihren Widersprüchen, historischen Brüchen und Neuanfängen wider.

6.–17. Jh.: Von den Anfängen bis zur Kurfürstlichen Residenz Brandenburg-Preußens

1701–1870: Aufstieg Preußens zur Großmacht

ab 1701In Folge der Krönung des Kurfürsten Friedrich I. zum preußischen König setzt eine rege Bautätigkeit ein und lässt im Verlauf der nächsten 150 Jahre das Schönste und Beste der Preußischen Architektur vom Barock bis Klassizismus unter Schlüter, Knobelsdorff und Schinkel entstehen. Gleichzeitig strömen immer mehr Menschen nach Berlin.ab 1732Unter dem Soldatenkönig werden Böhmische Glaubensflüchtlinge in Rixdorf (Neukölln) angesiedelt.1740–86Regierungszeit des berühmtesten Preußenkönigs, Friedrich II., auch Friedrich der Große genannt.ab 1816Maschinenbau und Dampfschifffahrt läuten das Industriezeitalter ein, wohingegen politische Reformen unterbleiben.1848Die Revolution endet in Berlin mit dem Einmarsch preußischer Truppen.

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Preußische Könige

1871–1918: Deutsches Kaiserreich, Gründerzeit und Industriemetropole

1871Berlin wird Hauptstadt des Deutschen Reiches und avanciert somit zum politischen, wirtschaftlichen und kulturellen Zentrum. In der bereits auf 900.000 Einwohner angewachsenen Metropole kommt es nun zu einer wahren Bevölkerungsexplosion. Um die Kernstadt mit großen Banken, Verwaltungsgebäuden und Kaufhäusern wächst ein enormer Ring von Vororten (Moabit, Wedding, Prenzlauer Berg, Friedrichshain, Kreuzberg, Neukölln). Gleichzeitig entsteht am Kurfürstendamm der Neue Westen des Großbürgertums.1877Berlin hat über 1 Mio. Einwohner.ab 1879Siemens baut die erste E-Lok der Welt. Gründung der Technischen Universität. 1880 gibt es bereits neun Fernbahnhöfe. 1883 gründet Rathenau die AEG. 1884 werden 18 Markthallen eröffnet.1891Erste Gleitflüge Otto Lilienthals in Lichterfelde. Im Jahr darauf fährt das erste private Automobil in Berlin und 1898 wird das erste Autorennen durchgeführt.1894Das Reichstagsgebäude ist nach zehn Jahren Bauzeit vollendet.1895Erste Kinovorführung im Wintergarten.1898Gründung der Berliner Sezession durch Max Liebermann.1902Erste U- und Hochbahn von Warschauer Brücke bis Knie (Ernst-Reuter-Platz).1905Berlins Einwohnerzahl überschreitet die 2-Mio.-Grenze.1914Beginn des Ersten Weltkriegs.1916/17Hungerwinter und Volksspeisungen. Karl Liebknecht wird als Kriegsgegner verhaftet. Es folgen Massenstreiks in Munitionsfabriken.

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Deutsche Kaiser

Wilhelm I. und Otto von Bismarck, 1858–88

Wilhelm I. löst seinen erkrankten Bruder auf dem Thron ab – eine Rolle, auf die der 61-jährige nicht vorbereitet ist. Noch war er als verhasster Scharfmacher gegen die Märzrevolution 1848 in Erinnerung. Als die liberale Mehrheit im Abgeordnetenhaus seine geplante Heeresvergrößerung ablehnt, beruft er 1862 den hochbegabten und skrupellosen Otto von Bismarck zum Ministerpräsidenten. Das Parlament ignorierend verfolgt Bismarck zielstrebig die Einigung Deutschlands unter preußischer Führung. Nach siegreichen Kriegen gegen Dänemark, Österreich und Frankreich wird 1871 im Spiegelsaal von Versailles das Deutsche Kaiserreich proklamiert, kurz darauf die Siegessäule gebaut. Wilhelm I. wird Kaiser und Bismarck Reichskanzler. Die Aufhebung der Zollschranken und die Reparationszahlungen Frankreichs führen zu einem rasanten Bau- und Gründungsboom: Fabriken, Bahnhöfe, Bürgerhäuser und riesige Wohnquartiere schießen aus dem Boden.

Während der erzkonservative Bismarck als „Eiserner Kanzler“ die deutsche Innen- und Außenpolitik maßgeblich bestimmt, wird Kaiser Wilhelm I. in Zeiten stürmischer Industrialisierung eher als Fels in der Brandung wahrgenommen. Insbesondere nach dem Überleben zweier Attentate genießt er hohe Popularität. Für die immensen städtebaulichen Aufgaben der wachsenden Millionenmetropole Berlin indes hat er kein Gespür.

Wilhelminische Ära unter „S.M.“ Wilhelm II., 1888–1918

1888 gilt als das „Dreikaiserjahr“. Nach dem Tod des 91-jährigen Monarchen Wilhelm I. besteigt der bereits unheilbar an Kehlkopfkrebs erkrankte Sohn Friedrich III. den Thron und stirbt nach 99 Tagen. Dessen Sohn Wilhelm II. übernimmt mit neuem Schwung die Regierung, entlässt wegen politischer Differenzen Reichskanzler Bismarck und hebt das repressive Sozialistengesetz auf. Er begeistert sich für Technik (Autos, Flugzeuge, Schiffe) und fördert die Wissenschaft mit der Gründung der Kaiser-Wilhelm-Gesellschaft in Dahlem (Max-Planck-Institut). In der Kunst zeigt er sich extrem konservativ und verunglimpft moderne Strömungen wie die Berliner Sezession als „Rinnsteinkunst“. In seiner leidvollen Kindheit (verkrüppelter Arm) ewig von den Eltern kritisiert, umgibt sich „S.M.“ (= Seine Majestät) nun mit devoten Politikern und inszeniert sich selbst mit übersteigertem Nationalismus: „Ich führe euch herrlichen Zeiten entgegen“.

Wie sein Großvater zeigt er kein Gespür für das wild wuchernde Berlin mit seinen elenden Massenquartieren, Industriekomplexen und Geschäftspalästen. Einzig der Kirchenbau soll der „Verwahrlosung der Massen“ entgegenwirken – und die Monarchie vor einer Arbeiterrevolte schützen. Als Schirmherrin des evangelischen Kirchenbauvereins lässt Kaiserin Auguste Victoria, im Volksmund „Kirchenjuste“, ab 1890 über 40 Kirchen in Berlin errichten, darunter die Kaiser-Wilhelm-Gedächtniskirche.

Die fatale Außenpolitik Wilhelms II. verprellt die Großmächte und lässt Deutschland in den Ersten Weltkrieg (1914–18) schlittern. Bald muss er die oberste Heeresleitung an Paul von Hindenburg abtreten und wird zuletzt auch politisch ausgeschaltet. In der Novemberrevolution 1918 wird er zur Abdankung gezwungen und flieht ins niederländische Exil. Damit ist die Herrschaft der Hohenzollern beendet.

1918–33: Weimarer Republik und die „Wilden Zwanziger“

1933–45: Nationalsozialismus, Krieg und Kapitulation

1933Am 30. Januar wird Adolf Hitler Reichskanzler. Mit der Machtübernahme der Nationalsozialisten beginnt sofort die brutale Verfolgung des politischen Gegners, oppositionelle Abgeordnete werden inhaftiert. Die jüdische Bevölkerung wird zunehmend aus dem öffentlichen Leben ausgeschlossen, im April erfolgt der erste organisierte Boykott jüdischer Geschäfte. Am 10. Mai werden auf dem Opernplatz (heute: Bebelplatz) Bücher verbrannt.1934Jüdische Unternehmer werden enteignet und der Volksgerichtshof eingerichtet.1935„Nürnberger Gesetze“: Alle jüdischen Beamte werden entlassen.1936Die XI. Olympischen Sommerspiele im neuen Olympiagelände geraten zu einem Propagandafeldzug gegenüber der Weltöffentlichkeit.1938Reichspogromnacht 9./10. November: Synagogen werden zerstört und jüdische Geschäfte geplündert. Von 160.000 Juden in Berlin können bis 1941 ca. 90.000 emigrieren.1939Mit dem Überfall auf Polen am 1. September wird Berlin zum Ausgangspunkt des Zweiten Weltkriegs, des größten und schrecklichsten aller Kriege mit über 30 Mio. Toten allein in Europa.1942Auf der Wannseekonferenz am 20. Januar wird die Deportation und Ermordung der europäischen Juden organisiert.1941–45Deportation von ca. 65.000 Berliner Juden in Konzentrations- und Vernichtungslager. Nach Kriegsende leben noch ca. 6000 Juden in Berlin.194318. Februar: Nach der Niederlage in Stalingrad ruft Goebbels im Sportpalast den „totalen Krieg“ aus. Großflächige anglo-amerikanische Bombardements führen zur Evakuierung von 1 Mio. Menschen. 50.000 verlieren ihr Leben.194420. Juli: Die Gruppe um Graf Schenk von Stauffenberg wird nach dem missglückten Attentat auf Hitler erschossen.1945Im April findet die „Schlacht um Berlin“ statt. Am 30. April begeht Adolf Hitler im Bunker der Reichskanzlei Selbstmord, am 2. Mai erobert die Rote Armee Berlin. Am 8. Mai kapituliert die Wehrmacht bedingungslos in Berlin-Karlshorst. Berlin bildet das größte zusammenhängende Ruinengebiet Europas. Die Einwohnerzahl Berlins ist Ende 1945 auf 3 Mio. zurückgegangen.

1945–89: Geteilte Stadt, Kalter Krieg und Berliner Mauer

1945–49: Einrichtung der Sektoren und Luftbrücke

1945Mit der Aufteilung Deutschlands sowie Berlins durch die Alliierten Siegermächte in vier Besatzungszonen ziehen sich die Westmächte aus Thüringen und Sachsen zurück und rücken dafür in die Westsektoren Berlins ein. Im Potsdamer Cecilienhof findet im Sommer die Konferenz der Siegermächte statt.Trümmerfrauen räumen auf, Lebensmittel werden rationiert, Wasser und Strom gibt es kaum. Der Tiergarten ist abgeholzt.1946Im Ostsektor werden SPD und KPD zur SED zwangsvereinigt, was in den Westsektoren durch Urabstimmung verhindert wird. In der ersten freien Stadtverordnetenwahl unterliegt die SED.1947Der Alliierte Kontrollrat erklärt Preußen als staatsrechtlich aufgelöst. Ernst Reuter (SPD) wird Oberbürgermeister Berlins – die Sowjets legen Veto ein. Berlin wird zunehmend zentraler Schauplatz des „Kalten Kriegs“ mit unüberwindbaren ideologischen Gegensätzen zwischen der Sowjetunion und den Westmächten.1948/4918. Juni: Währungsreform in Westdeutschland, Einführung der Westmark auch in den Berliner Westsektoren. Daraufhin blockieren die Sowjets die Zufahrtswege (Straßen, Schienen, Wasserwege) nach Westberlin. Nun beginnt die spektakuläre anglo-amerikanische Luftbrücke, initiiert von US-General Lucius Clay: Elf Monate lang bis Mai 1949 versorgen insgesamt 280.000 Flüge die Westberliner mit Gütern, Kohlen, Lebensmitteln und einem ganzen Kraftwerk. Am 9. September hält Ernst Reuter seine berühmte Rede: „Völker der Welt! Schaut auf diese Stadt!“Im Dezember kommt es zur endgültigen Spaltung der Stadtverwaltung: Der West-Magistrat (Senat) zieht ins Rathaus Schöneberg, der Ost-Magistrat bleibt im Roten Rathaus.

Rathaus Schöneberg

1949–89: Zweimal Berlin

OstWest1949Am 7. Oktober wird die Deutsche Demokratische Republik mit „Berlin als Hauptstadt“ gegründet.1949Am 23. Mai wird in der vorläufigen Hauptstadt Bonn das Grundgesetz der Bundesrepublik Deutschland verkündet.1950Das Stadtschloss wird als „Symbol des preußischen Feudalismus“ gesprengt.Walter Ulbricht wird General-sekretär der SED.Der Repressions- und Überwachungsapparat (Stasi) wird aufgebaut.1954Neugestaltung der City West rund um Gedächtniskirche und Zoo.1953Eine Normerhöhung provoziert am 17. Juni einen Volksaufstand, Ausnahmezustand und blutige Niederschlagung durch sowjetische Panzer sind die Folge.Immer mehr Menschen verlassen die DDR, bis 1961 sind es 3 Mio. Der Weg über Ost- nach Westberlin ist das einfachste Schlupfloch – etwas „muss passieren“.1956Der 17. Juni wird zum Feiertag. Im Notaufnahmelager Marienfelde wird der millionste DDR-Flüchtling registriert.196115. Juni: Walter Ulbricht: „Niemand hat die Absicht, eine Mauer zu errichten“.13. August: Abriegelung der Sektorengrenze und Beginn des Mauerbaus. Es sind keine gegenseitigen Besuche mehr möglich.196116. August: 500.000 Menschen versammeln sich vor dem Rathaus Schöneberg und demonstrieren gegen den Mauerbau. Willy Brandt als Regierender Bürgermeister spricht zu den Menschen.1961Nach Provokationen stehen sich im Oktober sowjetische und US-Panzer am Checkpoint Charlie gegenüber. Während die Wirtschaft aus der abwandert und Westberlin als „Bollwerk der Freiheit“ am Subventionstropf hängt, wird Ostberlin zur Hauptstadt der DDR ausgebaut.1963Nikita Chruschtschow verlangt den Abzug der NATO-Truppen aus Westberlin.1963John F. Kennedy hält seine berühmte Rede vor dem Rathaus Schöneberg.1967Beginn der Studentenunruhen, Benno Ohnesorg wird erschossen1969Einweihung des Berliner Fernsehturms und Neugestaltung des Alexanderplatzes.1968Anschlag auf Rudi Dutschke. Großdemos und Zusammenstöße zwischen Polizei und Studenten.1971Nachfolger von Walter Ulbricht wird Erich Honecker.1971Vier-Mächte-Abkommen: Dadurch wird der Transitverkehr durch die DDR erleichtert und Besuche von West nach Ost möglich, teilweise auch umgekehrt.1972Im Grundlagenvertrag erkennt die Bundesrepublik die DDR offiziell als Staat an, um die Beziehungen zu erleichtern.1976Eröffnung des Palasts der Republik. Baubeginn von Marzahn. Ausbürgerung von Wolf Biermann. Es folgen Proteste, Verhaftungen und Abschiebungen.ab 1980Gegen die Sanierungspolitik und den Abriss von Altbauten regt sich starker Widerstand der Hausbesetzerszene (Alternative Liste), was eine Umkehr der Senatspolitik bewirkt.1989In elf Bezirken leben 1,2 Mio. Einwohner, Ausländeranteil 2 %.1989In zwölf Stadtbezirken leben 2,1 Mio. Einwohner, Ausländeranteil 14 %.

1989: Mauerfall

„Glasnost“ und „Perestroika“: Der Umbruch in der Sowjetunion und in Osteuropa, die friedlichen Demonstrationen Hunderttausender DDR-Bürger gegen das diktatorische SED-Regime („Wir sind das Volk“) bringen die vergreiste DDR-Führung in Bedrängnis. Bürgerrechtler fordern freie Wahlen.

Ehemaliger Grenzübergang Bornholmer Straße: Ausstellung zur Maueröffnung am Platz des 9. November

7. OktoberWährend die DDR offiziell den 40. Jahrestag begeht, fordern Demonstranten rund um den Alexanderplatz Reformen und Meinungsfreiheit. Die Proteste werden gewaltsam aufgelöst, es gibt zahlreiche Festnahmen.18. OktoberErich Honecker tritt zurück, Egon Krenz wird sein Nachfolger.4. NovemberNovember: 500.000 Ostberliner demonstrieren auf dem Alexanderplatz und fordern Demokratie, die DDR-Führung verspricht Reiseerleichterungen.9. NovemberDie Erklärung des ZK-Sekretärs Günter Schabowski zur neuen Reiseregelung führt zum nächtlichen Massenansturm auf die Berliner Mauer. Die Grenzübergänge werden geöffnet. Regierender Bürgermeister Walter Momper: „Wir Deutschen sind jetzt das glücklichste Volk der Welt“.7. DezemberDer Zentrale Runde Tisch der DDR tagt und beschließt die sofortige Auflösung der verhassten MfS-Behörde (Stasi).

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Die Berliner Mauer

Die 1961 gemauerte Absperrung der Sektorengrenze war zunächst nur 1,40 m hoch und wurde innerhalb der nachfolgenden Jahre schrittweise verstärkt, bis ab 1975 die Mauer der „Vierten Generation“ entstand. Diese war 3,60 m hoch, 107 km lang (Gesamtlänge der teilweise durchs Wasser verlaufenden Grenze: 155 km) und bestand aus 45.000 im Boden verankerten Betonsegmenten mit Rohraufsatz. Heute kann man anhand der doppelreihigen Pflasterlinie an vielen Stellen im Stadtbild den genauen Verlauf der Mauer verfolgen. Auch der Grenz- bzw. Todesstreifen dahinter wurde ausgebaut mit Fahrzeugsperren, Postenweg, Signalzaun, Lichttrasse, 300 Wachtürmen, Hundeauslaufzonen und sogenannter Hinterlandmauer. Von 1961 bis 1989 starben unmittelbar an der Mauer mindestens 136 Menschen, hauptsächlich DDR-Flüchtlinge. Im heutigen Stadtgebiet findet man an drei Stellen zusammenhängende Mauerstücke: zwischen Potsdamer Platz und Checkpoint Charlie (s. S. 114), an der 1,3 km langen East-Side-Gallery (s. S. 208) und entlang der Bernauer Straße (s. S. 130), wo sich die sehr gut gemachte Gedenkstätte zur Berliner Mauer befindet.

Tipp: MauerradwegDer Berliner Mauerradweg ist 160 km lang und folgt in weiten Teilen dem ehemaligen Kontrollweg rund um Westberlin. Er ist gut ausgeschildert und mit vielen Infos entlang der Strecke versehen. Dazu gehören auch ehemalige Wachtürme, Kontrollstellen und Gedenkorte von Maueropfern. Wer nicht alles abradeln möchte, sucht sich einen Abschnitt heraus (gut mit der S-Bahn erreichbar). Die wohl interessanteste Strecke führt beginnend am S-Bahnhof Treptow/Kreuzberg mitten durch die Stadt bis zum S-Bahnhof Bornholmer Straße.

1989–2012: Wende, Wiedervereinigung, Neue Metropole

199015. Januar: Die Stasi-Zentrale in Lichtenberg wird gestürmt.18. März: Erste und einzige freie Wahl der Volkskammer in der DDR.23. August: Beschluss der Volkskammer zum Beitritt der DDR zur Bundesrepublik.12. September: Unterzeichnung des 2+4-Vertrags; Deutschland erhält volle Souveränität und der Vier-Mächte-Status Berlins ist beendet.3. Oktober: Staatsakt in Berlin zur Vereinigung Deutschlands.2. Dezember: die Wahl zum Berliner Abgeordnetenhaus führt zu einer Großen Koalition (CDU/SPD), in der gleichzeitigen Wahl zum Deutschen Bundestag wird Bundeskanzler Helmut Kohls (CDU) schwarzgelbe Koalition bestätigt.199120. Juni: Hauptstadtdebatte in Bonn; Berlin wird Sitz von Regierung und Parlament.1994Die vier ehemaligen Siegermächte verabschieden sich feierlich von Berlin.1996/97Am Potsdamer Platz werden Großprojekte von Debis und Sony gebaut sowie ein neues Geschäftszentrum rund um die Friedrichstraße.ab 1999Der Deutsche Bundestag zieht in das umgebaute Reichstagsgebäude. Es folgt der Umzug der Bundesbehörden von Bonn nach Berlin. Viele Nationen errichten neue Botschaftsbauten, die Bundesländer ihre Vertretungen.Die Loveparade zieht als Massenspektakel ca. 1,5 Mio. Besucher rund um die Siegessäule an.20011. Januar: Berliner Bezirksreform; 23 Bezirke werden zu zwölf Großbezirken zusammengefasst.2. Mai: Gerhard Schröder bezieht das neue Bundeskanzleramt.ab 2002Ablösung des Regierenden Bürgermeisters Eberhard Diepgen (CDU) durch Klaus Wowereit (SPD) im Rahmen einer rot-roten Koalition.200510. Mai: Das zentrale Denkmal für die ermordeten Juden wird eingeweiht.200626. Mai: Eröffnung des Berliner Hauptbahnhofs. Die Fussball-WM in Berlin entwickelt sich aufgrund der fröhlichen Fanfeste zum „Sommermärchen“.5. Dezember: Eisbärbaby Knut verzaubert nicht nur die Berliner.2008Der Palast der Republik ist abgerissen. Franco Stella soll das Stadtschloss als Humboldtforum ab 2014 wiederaufbauen.Schließung Flughafen Tempelhof, das Flugfeld wird für die Öffentlichkeit geöffnet.2011Wahl zum Berliner Abgeordnetenhaus: Klaus Wowereit wird zum dritten Mal bestätigt, Bildung einer Koalition aus SPD und CDU. Erstmals „entern“ die Piraten das Parlament.2012In Berlin leben 3,5 Mio. Einwohner, im Umland rund 1 Mio.2013Voraussichtliche Eröffnung des Flughafens BER Willy-Brandt in Schönefeld im Oktober. Der bisherige Flughafen Tegel wird geschlossen.

Kunst und Kultur

Museen und Gedenkstätten

Mit etwa 180 Museen bietet Berlin eine schier unübersehbare und äußerst vielfältige Museumslandschaft. Über sämtliche Museen und laufende Ausstellungen informieren mit einem umfassenden Besucherservice:

www.museumsportal-berlin.de sowie www.berlin.de/orte/museum, Info-24749888, Mo–Fr 9–16, Sa/So 9–13 Uhr.

Die Museumsquartiere

Sie gehören zu den Staatlichen Museen zu Berlin und werden von der Stiftung Preußischer Kulturbesitz getragen (www.smb.museum).

Museumsinsel: 6000 Jahre Menschheitgeschichte in der preußischen Akropolis (s. S. 100).

Kulturforum am Potsdamer Platz: Meisterwerke Europäischer Maler und Klassische Moderne (s. S. 115).

Rund um das Schloss Charlottenburg: königliche Pracht und exquisite Privatsammlungen (s. S. 161).

Museen Dahlem: Kunst und Kulturen in außergewöhnlicher Vielfalt (s. S. 288).

Hamburger Bahnhof: Zeitgenössische Kunst (s. S. 130).

Herausragende Museen

Berlinische Galerie: Landesmuseum für Moderne Kunst, Fotografie und Architektur in einer ehemaligen Industriehalle, Sammlung der Berliner Kunst seit 1870 bis heute, insbesondere Dada, Neue Sachlichkeit und osteuropäische Avantgarde (Alte Jakobstr. 124–128, Karte S. 181, 10969 Berlin, 78902600, www.berlinischegalerie.de, Mi–Mo 10–18 Uhr, 8 €, auch Café und Shop).

Deutsches Historisches Museum: Deutsche Geschichte und einzigartige Objekte (s. S. 101).

Deutsches Technikmuseum: Technik, Verkehr und Experimente (s. S. 184).

Jüdisches Museum: 2000 Jahre deutsch-jüdische Geschichte in spektakulärer Architektur (s. S. 183).

Märkisches Museum/Stadtmuseum Berlin: Großes Kultur- und Geschichtsmuseum (Am Köllnischen Park 5, Karte S. 97, 10179 Berlin, 24002162, www.stadtmuseum.de, Di–So 10–18 Uhr, 5 €).

Museum für Fotografie Helmut Newton: im ehemaligen Landwehrkasino am Bahnhof Zoo, berühmte Mode- und Portraitfotos und Objekte aus seinem Leben; Geschichte der Fotografie und zeitgenössische Fotografen (Jebensstr. 2, Karte S. 131, 10623 Berlin, 31864825, www.smb.museum, Di–So 10–18 Uhr, 8 €).

Museum für Kommunikation: Roboter und Briefmarken (s. S. 115).

Museum für Naturkunde: Jurassic-Park und Großvitrinen (s. S. 128).

Spezialmuseen (Auswahl)

Alliiertenmuseum: Exponate zur Geschichte der Westmächte in Berlin am Sitz des ehemaligen US-Oberkommandos in Dahlem (Clayallee 135, Karte S. 286, 14195 Berlin, 8181990, www.alliiertenmuseum.de, Do–Di 10–18 Uhr, Eintritt frei)

Bauhaus-Archiv: Museum für Gestaltung, Geschichte und Wirkung der wichtigsten Designerschule des 20. Jh., umfangreiche Sammlung (Architektur, Möbel, Keramik, Fotografie) sowie Designerstücke (Klingelhöferstr. 14, Karte S. 138, 10785 Berlin, 2540020, www.bauhaus.de, Mi–Mo 10–17 Uhr, 6–7 €, Café und Verkauf).

Berliner Medizinhistorisches Museum: in der Charité (s. S. 129).

Berliner Unterwelten-Museum: Spannende Führungen durch Bunker, Geisterbahnhöfe und Brauereikeller (Brunnenstraße 105, 13355 Berlin, 499105-17, berliner-unterwelten.de, Führungszeiten unregelmäßig, ab 6 €).

Brücke-Museum (s. S. 293).

Buchstabenmuseum: weltweit einziger Ort zur Bewahrung liebgewonnener Schriftzüge (Karl-Liebknecht-Str. 13, im Berlin-Carré, 10178 Berlin, 0177-4201587, www.buchstabenmuseum.de, Do–Sa 13–15 Uhr, 2,50 €).

Computerspiele-Museum: im Café Warschau (s. S. 207).

Currywurst-Museum (s. S. 60).

DDR-Museum: lebendige Reise in die sozialistische Vergangenheit, Platz nehmen im Trabi oder Plattenbauwohnzimmer, viel Interaktion (Karl-Liebknecht-Str. 1, Karte S. 96, 10178 Berlin, 847123731, www.ddr-museum.de, tgl. 10–20 Uhr, 6 €).

Gaslaternen-Freilichtmuseum (s. S. 142).

Georg-Kolbe-Museum (s. S. 177).

Gründerzeitmuseum: im Gutshaus Mahlsdorf (s. S. 248).

Jagdschloss Grunewald (s. S. 293).

KPM-Welt: Entwicklung der Königlichen Porzellan Manufaktur in ehemaligen Fabrikbauten mit Ringkammerofen, Prunkservice-Tafel und Blick in die Werkstätten, Verkauf und Café (Wegelystr. 1, Karte S. 138, 10623 Berlin, 390090, www.kpm-store.com, Mo–Sa 10–18 Uhr, 10 €).

Liebermann-Villa: am Wannsee (s. S. 294).

Luftwaffenmuseum der Bundeswehr: auf dem ehemaligen Militärflugplatz der Briten in Gatow, Geschichte der deutschen Luftwaffe seit 1884, über 60 Flugzeuge auf weitläufigem Gelände sowie Filme und Sonderobjekte in zwei Hangars und im Tower (Am Flugplatz Gatow 33, Karte S. 290, 14089 Berlin, 36872601, www.mhmbw.de, Di–So 9/10-16/18 Uhr, Eintritt frei).

Museum Blindenwerkstatt Otto Weidt (s. S. 124).

Museumswohnung WBS 70: In dieser 3-Raum-Plattenbauwohnung mit authentischer Einrichtung fühlt man sich in DDR-Zeiten zurückversetzt (Hellersdorfer Str. 179, 12627 Berlin, 16114440, www.stadtundland.de/33_Museumswohnung.htm, So 14–16 Uhr und nach Absprache, Eintritt frei).

Musikinstrumentenmuseum (s. S. 115).

Schloss Schönhausen (s. S. 232).

Schwules Museum (s. S. 179).

Stadtmodell Berlin (s. S. 49).

Zucker-Museum: Geschichte des Rüben- und Rohrzuckers mit zahlreichen Objekten ( 31427574, www.sdtb.de/Zucker-Museum, Umzug ins Deutsche Technikmuseum in Kreuzberg geplant, s. S. 184, Wiedereröffnung voraussichtlich 2014).

Gedenkstätten

Nirgendwo in der Bundesrepublik gibt es eine solche Fülle an Gedenkstätten sowie zeithistorischen Museen, die an die jüngere deutsche Geschichte, insbesondere an die nationalsozialistische Terrorherrschaft, erinnern. Ferner beleuchten zahlreiche Originalschauplätze das Unrecht des DDR-Regimes. Die authentischen Orte lassen Geschichte eindrucksvoll nachempfinden und ermöglichen es den Besuchern, sich den Menschen nahe zu fühlen, die so viel Leid erfahren haben.

Nationalsozialismus

Von Berlin aus, der Hauptstadt des „Dritten Reiches“, wurde der nationalsozialistische Terror geplant, organisiert und gesteuert. Hier finden sich Orte des Machtapparates, der Verfolgung und des Widerstands, dazu gehören z. B.:

Topographie des Terrors (s. S. 113).

Denkmal für die ermordeten Juden Europas (s. S. 111).

Stille Helden (s. S. 119).

Mahnmal Fabrikaktion in der Rosenstraße(zwischen Hackescher Markt und Marienkirche).

Meer aus Stelen – Denkmal für die ermordeten Juden Europas

Stolpersteine (s. S. 121).

Orte des Erinnerns im Bayerischen Viertel (s. S. 276).

Gleis 17 am S-Bahnhof Grunewald (s. S. 176).

Villa der Wannseekonferenz (s. S. 295).

Gedenkstätte Deutscher Widerstand (s. S. 137).

Denkzeichen Murellenschlucht (s. S. 176).

DDR-Unrecht

Gedenkstätte Berliner Mauer in der Bernauer Straße (s. S. 130).

Wachturm Günter Litfin (s. S. 129).

Ministerium für Staatssicherheit: Stasi-Museum in Lichtenberg (s. S. 242), Stasi-Gefängnis in Hohenschönhausen (s. S. 240) und Ausstellung zur DDR-Staatssicherheit in Mitte (s. S. 115).

Galerien

Seit der Wiedervereinigung ist Berlin eine der Topadressen für zeitgenössische Kunst und mittlerweile sogar Europas größter Galerienstandort. Unter den über 600 Galerien gibt es wenige große und sehr viele kleine. Aufgrund der hohen Künstlerdichte in der Hauptstadt herrscht ein hohes kreatives Potential und in der Kunstwelt gilt Berlin als Trendsetter der Avantgarde. Wer sich in den einschlägigen Gegenden aufhält (s. u.), hat am Abend die realistische Chance, einer Vernissage beizuwohnen – und den dazu gereichten Sekt nebst Häppchen genießen zu können. Über laufende Ausstellungen oder Eröffnungen informieren: www.kunst-magazin.de und www.art-in-berlin.de.

Die höchste Dichte an Galerien findet man in Mitte im Bereich August-, Linien- und Torstraße, aber auch in benachbarten Straßen wie Rosenthaler- oder Brunnenstraße. Eine erhöhte Anzahl an Galerien ist in den Szenebezirken Prenzlauer Berg, Friedrichshain und Kreuzberg zu verzeichnen – sogar in der Pflügerstraße in Neukölln (Kreuzkölln) entstand eine kleine Galerienmeile aus sogenannten Kunsträumen. Auch im ehemaligen Galerienzentrum in der City West rund um den Savignyplatz, Kantstraße, Bleibtreu- und Fasanenstraße wimmelt es von Kunstgalerien. Weitere Galerienansammlungen liegen in der Nähe des Hauptbahnhofs rund ums Museum Hamburger Bahnhof/Heidestraße sowie neuerdings südlich vom Kulturforum rund um das ehemalige Verlagshaus des Tagesspiegels in der Potsdamer Straße 77.

Literatur

Das literarische Leben in Berlin ist äußerst bemerkenswert. Die Palette berühmter Autoren reicht von Theodor Fontane über Alfred Döblin, Bertold Brecht und Christa Wolf bis zu Wladimir Kaminer oder Herta Müller, der Trägerin des Literaturnobelpreises von 2009. Derzeit leben hier Hunderte von Literaten – dabei ist die etablierte Szene ebenso vertreten wie der Undergroundpoet. Entsprechend breit gefächert ist das Angebot an literarischen Veranstaltungen in Literaturhäusern, Salons und Kneipen. Neben klassischen Lesungen kann man sogenannte Lesebühnen besuchen, auf denen aktuelle Themen in unkonventioneller Weise – oft humorvoll-ironisch vor jubelndem jungem Publikum – vorgetragen werden. Aktuelle Literaturveranstaltungen: www.berlin.de/tickets/literatur.

Lese-Orte

Das Literaturhaus in der Fasanenstraße befindet sich in einer schönen Villa nahe dem Kurfürstendamm mit der Buchhandlung Kohlhaas & Company im Souterrain. Idealer Treffpunkt vor oder nach der Lesung ist das Café Wintergarten im gleichen Haus (Fasanenstr. 23, 10719 Berlin, 8872860, www.literaturhaus-berlin.de).

Das Literaturforum im Brecht-Haus bietet eine breite Palette an Veranstaltungen rund um Bertold Brecht, u. a. literarisch-musikalische Abende oder die internationalen Brecht-Tage. Neben Archiv und Gedenkstätte beherbergt das brechtsche Wohnhaus ein Kellerrestaurant und eine Buchhandlung (Chausseestr. 125, 10115 Berlin, 2822003, www.Ifbrecht.de, s. auch S. 127).

Die in der Kulturbrauerei im Prenzlauer Berg angesiedelte Literatur-WERKstatt Berlin hat sich auf zeitgenössische Literatur spezialisiert und veranstaltet u. a. Publikumsgespräche, Kolloquien und öffentliche Lesewettbewerbe (Knaackstr. 97, 10435 Berlin, 4852450, www.literaturwerkstatt.org).

Im Literarischen Colloquium Berlin, idyllisch am Wannseeufer in einer Villa von 1885 gelegen, leben junge Autoren-Stipendiaten. Neben zahlreichen Lesungen werden hier der Berliner Literaturpreis, der Lyrik-Debütpreis und der Alfred-Döblin-Preis vergeben (Am Sandwerder 5, 14109 Berlin, 8169960, www.lcb.de).

Die Lesebühne Chaussee der Enthusiasten ist im RAW-Tempel beheimatet, einem ehemaligen Bahnausbesserungswerk in Friedrichshain. Begeistert jubeln hier jeden Donnerstagabend 300 bis 400 Besucher den „schönsten Schriftstellern Berlins“ zu (Stenzerhalle, Revaler Str. 99, 10245 Berlin, www.enthusiasten.de).

In der Reformbühne Heim und Welt im Kaffee Burger begeistern die Surfpoeten jeden Sonntag „nach der Tagesschau“ das Publikum, indem sie aktuelle politische Themen auf ironisch-kritische Weise beleuchten (Torstr. 60, 10119 Berlin, 28046495, www.reformbuehne.de).

Theater, Oper, Klassik

Als eine der weltweit größten Kulturmetropolen verfügt Berlin über eine Theater-szene wie keine andere deutsche Stadt. Viele große Berliner Sprechtheater wie das Berliner Ensemble, die Volksbühne, die Schaubühne oder das Hebbeltheater sind in die Theatergeschichte eingegangen. Das Ensemble des Deutschen Theaters gilt als eines der besten in Deutschland.

Mehr Oper gibt es in keiner anderen Stadt der Welt! Gleich drei Opernhäuser gewährleisten ein einzigartiges Repertoire in hervorragender Qualität: die traditionsreiche Staatsoper Unter den Linden (wegen Renovierung bis 2015 im Schillertheater auf der Bismarckstraße) mit Daniel Barenboim als Generalmusikdirektor der Staatskapelle, die Deutsche Oper in Charlottenburg als modernes und größtes Haus für den puren Operngenuss sowie die lebendige, für den Opernneuling geeignete Komische Oper.

Acht große Sinfonieorchester, darunter die weltberühmten Berliner Philharmoniker unter derzeitiger Leitung von Sir Simon Rattle, zeigen auf höchstem Niveau ihr musikalisches Können. Chöre der Spitzenklasse sind z. B. der RIAS Kammerchor und der Rundfunkchor Berlin. Liebhaber des Tanzes finden ein reichhaltiges Angebot vom klassischen Ballett wie dem Staatsballett Berlin, der größten Tanzcompagnie Deutschlands unter Leitung von Vladimir Malakhov, bis zum modernen Tanztheater von Sasha Waltz.

Gerade in den zahlreichen Freien Theatern und Kleinkunstbühnen lassen sich spannende Entdeckungen machen, wie im Theater 89 für neue Dramatiker, im politischen Theater Zerbrochenes Fenster oder im Ballhaus Naunynstraße mit Integrationsthemen. In den Sophiensälen werden experimentelle Tanz-, Theater- und Musikproduktionen gegeben. Die naturgegebene Respektlosigkeit der Berliner gegenüber der Obrigkeit ließen Kabarett- und Comedybühnen entstehen. Traditionsreich sind z. B. die Distel, der „Stachel am Regierungssitz“, und die satirischcomedyhaften Wühlmäuse mit dem Berliner Kabarett-Theater.

Revue, Varieté- und Showtheater sind in Berlin spätestens seit den Goldenen Zwanzigern legendär: im riesigen Friedrichstadtpalast mit der „längsten Girlreihe der Welt“ oder im Chamäleon in den Hackeschen Höfen mit Akrobatik und Slapstick. Im Admiralspalast, dem legendären Vergnügungstempel der 1920er-Jahre, können wieder Theatershows, Musicals, Konzerte und Partys erlebt werden. Nicht zuletzt bilden die großen Musicaltheater Besuchermagneten, wie das traditionsreiche, auch „Zuckerdose“ genannte Theater des Westens oder das moderne Theater am Potsdamer Platz. Die kleine Neuköllner Oper bietet ein spannendes Musikprogramm von Barockoper über Musical bis zu experimentellem Musiktheater.

Theaterinfos

Einen guten Überblick über die Theaterlandschaft bieten folgende Websites: www.tg-berlin.de, www.berlin-buehnen.de und www.oper-in-berlin.de.

Aktuelle Infos zu Veranstaltungen gibt es unter: www.berlin.de und www.visitberlin.de, Karten bei: www.eventim.de und www.hekticket.de. So gut wie alle Veranstaltungen der Stadt findet man in den Stadtmagazinen Zitty (www.zitty.de) und und Tip (www.tip-berlin.de).

Adressen der Spielstätten: ab S. 70

Festivals und Events

Die ganze Welt kommt irgendwann mal in Berlin vorbei – oder ist schon da. Von Techno bis Soul, von Heavy Metal bis Trance, von Hip Hop bis Jazz, sind in der lebendigen Musikszene Berlins sämtliche Richtungen vertreten. Viele Weltstars treten in Berlins großen Hallen und Arenen auf, dazu gehören die O2 World, die C-Halle am ehemaligen Flughafen Tempelhof oder die Arena an der Spree. Auch auf kleineren Bühnen finden großartige Konzerte statt, ebenso in zahlreichen Musiklokalen, z. B. in den Jazzkneipen Quasimodo oder A-Trane (beide s. S. 156).

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Die wichtigsten Veranstaltungen und Events

Januar

Berliner Neujahrslauf: am 1. Januar ab Brandenburger Tor, Länge: 4 km, Teilnahme kostenlos (www.berliner-neujahrslauf.de).

Tanztage Berlin: internationales Festival zeitgenössischen Tanzes in den Sophiensälen (www.tanztage.de).

Grüne Woche: Schlemmen bei der weltgrößten Messe für Ernährung, Landwirtschaft, Gartenbau auf dem Messegelände (www.gruenewoche.de).

Berliner Sechstagerennen: seit 1909 renommiertes Radsport-Event mit Wettkämpfen und Showprogramm im Velodrom Landsberger Allee (www.sechstagerennen-berlin.de).

Fashion Week Berlin: mit mehreren Modemessen, u. a. die Bread & Butter im Flughafen Tempelhof (nur Fachbesucher), vielen Showrooms und öffentlichen Veranstaltungen (auch im Juli, www.fashion-week-berlin.com).

Lange Nacht der Museen: Konzerte, Theater, Lesungen und Kulinarisches in vielen Museen, Kombiticket auch für Shuttlebusse gültig (auch im August, www.lange-nacht-der-museen.de).

Februar

Berlinale International Film Festival: eines der wichtigsten Filmfestivals, Hauptevents finden am Potsdamer Platz statt, aber die Filme werden zehn Tage lang in der ganzen Stadt gezeigt (www.berlinale.de).

März

ITB: weltgrößte Touristik- und Reisemesse auf dem Berliner Messegelände, Fach- und Publikumsmesse (www.itb-berlin.de).

MaerzMusik: wichtigstes deutsches Festival für zeitgenössische Musik an verschiedenen Aufführungsorten (www.berlinerfestspiele.de).

April

Lange Nacht der Opern und Theater: auf über 20 Bühnen finden bis in die Nacht kurze Aufführungen statt. Für Kinder gibt es ein spezielles Programm. Es verkehren Shuttle-Busse (www.kulturprojekte-berlin.de).

Halbmarathon: Infos und Anmeldung unter www.scc-events.com.

Festtage in Philharmonie und Staatsoper: mit Opern- und Konzertprogramm der Spitzenklasse in Philharmonie und Staatsoper (www.staatsoper-berlin.de).

Mai

1. Mai: friedlich buntes „Myfest“ in der Kreuzberger Oranienstraße mit Konzerten auf mehreren Bühnen und kulinarischen Angeboten der Anwohner (www.myfest36.de).

Theatertreffen: Festival mit einer Auswahl aktueller deutschsprachiger Theaterproduktionen im Haus der Berliner Festspiele (www.berlinerfestspiele.de).

DFB-Pokalfinale: im Olympiastadion (www.dfb.de).

Karneval der Kulturen: viertägiges, äußerst buntes Straßenfest in Kreuzberg, Höhepunkt ist der große Straßenumzug, zudem gibt es einen Kinderkarneval (www.karneval-berlin.de).

Karneval der Kulturen

Juni

Lange Nacht der Wissenschaften: rund 65 wissenschaftliche Einrichtungen und ausgefallene Orte öffnen ihre Türen oder bieten Programme (www.langenachtderwissenschaften.de).

48 Stunden Neukölln: Kunst- und Kulturfestival im Norden Neuköllns (www.48-stunden-neukoelln.de).

Fête de la Musique: zum Sommeranfang am 21. Juni spielen Open Air und bei freiem Eintritt 700 Bands auf 80 Bühnen im gesamten Stadtgebiet (www.fetedelamusique.de).

CSD Parade: Berliner Christopher Street Day mit großer Parade durch die Innenstadt bis zur Siegessäule im Tiergarten (www.csd-berlin.de).

Juli

Berlin Summer Rave: in den Hangars vom Flughafen Tempelhof (www.berlin-summer-rave.de).

Classic Open Air: Klassikfestival am Gendarmenmarkt (www.classicopenair.de).

Fashion Week Berlin: s. o. Januar.

August

Tanz im August: weltweit bedeutendes Tanzfestivals (www.tanzimaugust.de).

Lange Nacht der Museen: s. o. Januar.

Internationales Berliner Bierfestival: 300 Brauereien aus 86 Ländern verwandeln die Karl-Marx-Allee in eine 2 km lange Biermeile (www.bierfestival-berlin.de).

Historiale: Geschichtsfestival mit Kulturprogramm und Stadtführungen. Das Publikum soll historische Epochen live erleben (www.historiale.de).

September

ISTAF: das berühmteste deutsche Leichtathletik-Meeting im Berliner Oympiastadion (www.istaf.de).

Berlin Music Week: Musikfestival, Konzerte und Events an vielen Orten und Clubs in der Stadt, Open-Air-Veranstaltungen am ehemaligen Flughafen Tempelhof (www.berlin-music-week.de).

Pyronale: internationaler Feuerwerkswettbewerb am Olympiastadion (www.pyronale.de).

Internationales Literaturfestival Berlin: Lesungen, Autorengespräche (www.literaturfestival.com).

Berlin Marathon: größter deutscher Marathon, auch für Rollstuhlfahrer und Inlineskater, Minimarathon für Kinder. Tipp: Auto stehen lassen (www.bmw-berlin-marathon.com).

Internationale Funkausstellung: Neuheiten und Highlights aus der Welt der Technik (ifa-berlin.de).

Berlin Musikfest: Musikfestival, Konzerte und Veranstaltungen an vielen Orten in der Stadt (www.berlinerfestspiele.de).

Oktober

Festival of Lights: fantasievolle Illuminationen von Berliner Wahrzeichen (festival-of-lights.de).

November

JazzFest Berlin: Jazzkonzerte im Haus der Berliner Festspiele und auf anderen Jazzbühnen (www.berlinerfestspiele.de).

Dezember

Über 60 Weihnachtsmärkte (s. S. 57 und www.berlin.de).

Silvester: Party entlang der 2 km langen Festmeile im Tiergarten (www.berlin.de).

Stadtentwicklung und Architektur