Berlin vegan - Tanja Matzku - E-Book

Berlin vegan E-Book

Tanja Matzku

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Beschreibung

Veganes Essen für alle! Urban, international, ohne Attitüde. Berlin hat sich zu einem Zentrum veganer Subkultur gemausert. Als Veganer in Berlin ist das Leben leicht, aus allen Kulturen und Ecken und Enden der Welt kommen Menschen und deren Rezepte zusammen. BERLIN VEGAN präsentiert das Beste, was diese vielfältige Stadt zu bieten hat. Dieses Basiskochbuch bietet mehr als 170 Rezepte für jeden Hunger, von Omas Kloß mit Soß, schwer und deftig, über beliebte asiatische Gerichte bis hin zu amerikanischen Klassikern wie Apple Pie, Brownie oder Burger und Co. Die Rezepte sind einfach zubereitet und alltagstauglich. Für Neulinge und Interessierte, für längst Überzeugte und alle, die gerne satt und zufrieden sind. __________ Inhaltsverzeichnis: - VORWORT - WARUM PFLANZLICH? - NAHRUNG UND NÄHRWERT - EIN WORT ZU... - ANLEITUNG UND TIPPS GRUNDREZEPTE REZEPTE - Dressings & Dips & Saucen - Salate - Vorspeisen und kleine Gerichte - Suppen - Hauptgerichte aus aller Welt - Süßspeisen und Desserts - Die Brotzeit Ideen für den Brunch/das Buffet

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Seitenzahl: 257

Veröffentlichungsjahr: 2016

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Impressum

Bibliografische Informationen der Deutschen Nationalbibliothek Die Deutsche Nationalbibliothek verzeichnet diese Publikation in der Deutschen Nationalbibliografie; detaillierte bibliografische Daten sind im Internet über http://dnb.d-nb.de abrufbar.

ISBN: 978-3-95894-026-0

Fotografien: Tanja Matzku Fotografien Cover: VICUSCHKA; Africa Studio, Carlos Rondon, Mariusz Szczygiel, Natali Zakharova / Shutterstock (www.shutterstock.com) Innenlayout und Gesamtkonzept: Tanja Matzku Lektorat: Moritz Langer

© Copyright: Omnino-Verlag, Berlin / 2016

Alle Rechte, auch die des Nachdrucks von Auszügen, der fotomechanischen und digitalen Wiedergabe und der Übersetzung, vorbehalten.

FÜR PAPI

Dieses Buch widme ich meinem Vater, Dieter Matzku, der trotz alpenländischer Prägung immer dazu bereit war seiner Tochter vegetarische Gerichte zu zaubern, und am Ende an seinen eigenen Kreationen mehr als einmal Geschmack gefunden hat.

Danke für Deine Offenheit und Deinen Ideenreichtum.

INHALT

VORWORT

WARUM PFLANZLICH?

NAHRUNG UND NÄHRWERT

EIN WORT ZU...

ANLEITUNG UND TIPPS

GRUNDREZEPTE

REZEPTE

Dressings & Dips & Saucen

Salate

Vorspeisen und kleine Gerichte

Suppen

Hauptgerichte aus aller Welt

Süßspeisen und Desserts

Die Brotzeit

Ideen für den Brunch/das Buffet

INDEX

DANK

LITERATUR

VORWORT

Danke Berlin, du machst es einem leicht.

Aller Anfang war schwer. In den 90er-Jahren in Bayern Vegetarier zu sein, war recht außergewöhnlich. Die Normalität im konservativen Wohlstandsdeutschland hieß: Morgens, mittags und abends tierische Speisen – und bitte niemals fragen, woher sie kommen, sondern einfach nur kaufen. Ich hatte das Glück in jungen Jahren von einer wirklich großartigen Englischlehrerin aus meinem Dornröschenschlaf geweckt worden zu sein. Eine Dokumentation über die Fleischproduktion für McDonald's im Regenwald, die sie uns knallhart im Unterricht präsentierte, hatte mir die Augen geöffnet. Diese Bilder habe ich bis zum heutigen Tag nicht vergessen.

Das Leben als Vegetarier in München war damals nicht gerade ein Kinderspiel. Abgesehen von ständigen, unfreiwilligen Diskussionen mit einem oft feindlich reagierenden Umfeld, ließ schlichtweg das Nahrungsmittelangebot sehr zu wünschen übrig. Aus einem mir nicht nachvollziehbaren Grund bedeutete vegetarisch damals: Unmengen Brokkoli und Mais. Bestellte man sich eine vegetarische Pizza, kam nicht etwa die Pizza ohne den Prosciutto, sondern eine Pizza mit einer etwa 3 cm dicken Schicht Mais und Brokkoli. Grauenhaft. Essen unterwegs war im Grunde gar nicht möglich.

Dann die erste Reise nach Berlin. Was für eine Offenbarung! Eine große Stadt mit, sogar damals schon, vielfältigem Angebot. Subkulturen, Alt-68er, Punks, Alternative, Ökos, Techno. Und bezahlbares Essen, aus aller Herren Länder. Ganz vorne, das geliebte und bis dahin unbekannte Falafel. Unterwegs mal was auf die Hand, ohne Tier. Ein Traum. In München dann wieder der ständig schwelende Appetit. Gammeldöner hier, Gammeldöner da. Also aufgeben?

Nein, die die keine Stimme haben, brauchen eine. Und Tiere stehen ganz unten in der Hierarchie. Sie bekommen die meiste menschliche Gewalt zu spüren, vor allem in Form von Massentierhaltung, die Grundlage der Ernährung der meisten ist. Dann doch lieber die Stadt wechseln. Mein knurrender Magen und meine feste Überzeugung zogen mich schließlich nach Berlin.

Oh Berlin, du warst meine Rettung! Eine richtige Großstadt eben, offen für Neues. Den logischen Schluss vom Vegetarier, der ja weiterhin Massentierhaltung unterstützt, nur in Form anderer Produkte, zum Veganer zu werden, hatte ich noch nicht gezogen. Vegan war noch nicht in, vegan war noch nicht angekommen. Auch in Berlin verbreitete sich die Idee erst langsam aber stetig. Ich konnte es Jahr für Jahr beobachten, fühlen und schmecken.

Schließlich kam er, der sehnsüchtig erwartete Tag: Nach Jahren der Abstinenz wieder ein Stück Kuchen, einen Brownie. Double chocolate fudge. In einem Café gekauft, vollkommen ohne Massentierhaltung, vegan, und „tierisch“ lecker. Schlemmen ohne Leid. Yes!! Berlin rockt. Hier machen einfach nicht alle das Gleiche und genau das war die Chance zum veganen Weg. Manche halten hier auch mal inne, denken nach, spüren nach und machen es dann anders. Manchmal entsteht daraus eine richtig gute Sache. Für die Welt UND meinen Magen! Heute ist das in Berlin Normalität. Veganer aus ganz Europa kommen hierher und essen sich einmal durch. Herrlich.

Gekocht und ausprobiert habe ich auch selbst im Laufe der Jahre viel. Vor allem die deftigen Gerichte aus meiner Kindheit wollte ich nicht missen und habe sie daher einfach vegan nachgekocht. Mein Buch ist eine Sammlung persönlicher Favoriten, einfach nachzukochen – das war mir wichtig. Man muss sich nicht auf absolut neue und unbekannte Gerichte einstellen. Wem es nach Omas leckerer Sauerbratensoße ist, der findet sie in diesem Basiskochbuch. Wer zu seinem Kaffee mit Hafermilch eine Zimtschnecke genießen will, der findet sie hier auch. Es geht auch „ohne“, das ist der Tenor. Genuss ohne Tierisches ist kein Ding der Unmöglichkeit. Wenn wir es alle gemeinsam schaffen, unseren Konsum tierischer Produkte einzuschränken und die wenigen verbleibenden tierischen Produkte bei guten Bauern zu kaufen, die sich um das Wohl ihrer Tiere sorgen und diese respektvoll behandeln, dann ist die Sache doch geritzt! Es schmeckt, macht satt und ist einfach eine logische Weiterentwicklung. Wieso also nicht. Mal ehrlich, weniger ist einfach fast immer mehr, oder nicht?

Den Kampf für die Würdigung jeglichen Lebens, für den Schutz unseres Klimas, für den Erhalt der Natur, für eine gerechte Verteilung der Nahrungsmittel, auch für jene, die nicht in westlichem Überfluss leben und ihre Kinder satt und glücklich sehen wollen, diesen Kampf dürfen wir nicht aufgeben. Jeder einzelne sollte sich beteiligen. Gegen jede Bequemlichkeit.

Denn die Frage ist doch letztendlich: Was für Werte wollen wir unseren Kindern vorleben und was für eine Welt wollen wir ihnen hinterlassen? Wem die Zusammenhänge zwischen einer veganen Lebensweise und Umweltschutz, Klimaschutz, gerechter Nahrungsverteilung, und dem Schutz künftiger Generationen noch nicht klar sind, den möchte dieses Buch aufklären – und einen Weg zeigen, wie man einen kleinen Beitrag durch das tägliche Essen leisten kann.

Uff jeht's, meene Lieben!

Tanja Matzku

WARUM PFLANZLICH?

I. MENSCHENRECHTE UND ÖKONOMISCHE ASPEKTE: Für eine gerechte Ressourcenverteilung weltweit

Die Welternährungsorganisation der vereinten Nationen FAO (Food and Agriculture Organization) geht davon aus, dass die Erträge der momentanen weltweiten landwirtschaftlichen Produktion ausreichend für die zweifache Erdbevölkerungszahl sind. Jeder Mensch auf diesem Planeten hätte gegenwärtig, zumindest in der Theorie, mehr als genug Nahrung zur Verfügung. Trotzdem leiden geschätzte 800 Millionen Menschen an Hunger. Im Jahre 1999 verhungerten weltweit 30 Millionen Menschen. Alle 5 Sekunden stirbt ein Kind an Unterernährung. Gleichzeitig hat die Zahl der übergewichtigen Menschen die Zahl der hungernden überholt. Ebenfalls mit Folgen für die Gesundheit, denn in den industrialisierten Wohlstandsländern nehmen ernährungsbedingte Krankheiten drastisch zu. So haben die einen zu wenig und die anderen viel zu viel. Bei der weltweiten Verteilung von Ressourcen werden Menschenrechte nicht in Betracht gezogen, vielmehr globaler Profit. Hunger ist von Menschen gemacht.

Ich möchte in diesem Zusammenhang auf die Rolle der fleisch- und milchproduzierenden Industrie eingehen, deren Beitrag zum Problem beachtlich ist.

Hunger

Das meiste Land dieser Erde nimmt das Rind in Anspruch. Mit einer weltweiten Population von etwa 1,5 Milliarden Tieren zählt es unbestreitbar zu den erfolgreichsten Lebewesen dieses Planeten. Der Ökologe Josef H. Reichholf geht davon aus, dass die meisten dieser Rinder sogar besser mit Nahrung und Medikamenten versorgt sind, als sehr viele Menschen es sind. Unsere Nutztiere sind uns einen großen Aufwand wert. Im Buch „Das Imperium der Rinder“ von Jeremy Rifkin wird der Nahrungsbedarf der weltweiten Haustierpopulation in den 80er Jahren bereits auf das Dreifache des menschlichen Nahrungsbedarfs geschätzt. Von gut 45 Millionen Tonnen Getreide, die in Deutschland im Jahre 1996 produziert wurden, wurden 10 Millionen exportiert, 13,4 Mio verbraucht und 21,6 Mio Tonnen an Tiere verfüttert. Also mehr als die Hälfte des im Inland verbrauchten Getreides.

Tierzucht ist aufwändig. Es ist davon auszugehen, dass der Boden, der heute durchschnittlich für ein einziges Rind verbraucht wird, zur Nahrungserzeugung für nicht weniger als 100 Menschen genutzt werden könnte. Denn für die Produktion eines Kilogramms Fleisch werden 7-16 kg Getreide oder Hülsenfrüchte benötigt. Das Rind verbraucht etwa 90 % der aufgenommenen Pflanzenergie und wandelt sie in Gülle um. Der Anteil nutzbaren Fleisches beim Rind soll sich dabei nur auf magere 35 % belaufen. Der Umweg der Nahrung über das Tier erzeugt also hohe Verluste. Gleiches gilt immer mehr auch für Hausschweine, die heute kaum mehr mit Haushaltsabfällen, sondern mit Viehfutter aus Soja oder Mais gefüttert werden. Dieses Viehfutter für unsere Haustiere wird dort angebaut, wo nicht selten Menschen hungern. Gut ein Drittel der deutschen Rinder und wahrscheinlich noch mehr Schweine und Hühner fressen ausschließlich Getreide und Soja aus Südamerika.

Lesen Sie weiter in der vollständigen Ausgabe!

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