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Sie hat nicht geglaubt, dass es hier solche Sachen gibt. Sie hat überhaupt nicht geglaubt, dass es solche Sachen gibt. Aber dieser Mann erzählt ihr, jeden Wunsch erfüllen zu können. Dann lässt sie sich eben darauf ein, weil es nur besser als mit ihrem Ex-Freund sein kann.
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Seitenzahl: 42
Veröffentlichungsjahr: 2022
Sie hat nicht geglaubt, dass es hier solche Sachen gibt. Sie hat überhaupt nicht geglaubt, dass es solche Sachen gibt. Aber dieser Mann erzählt ihr, jeden Wunsch erfüllen zu können. Dann lässt sie sich eben darauf ein, weil es nur besser als mit ihrem Ex-Freund sein kann.
Petra hatte das Ende des ansteigenden Weges erreicht und blieb stehen. Sie schloss die Augen und wollte endgültig diese Gedanken verdrängen, die auf der Anreise schon wieder aufgetaucht waren. Wenigstens war es hier tatsächlich ruhig, nur die Blätter der Bäume raschelten vielleicht manchmal im leichten Wind. Und dieses Hotel …
Sie durchschritt den Eingang und stand in einer weiten Halle, wo an manchen Stellen das grelle Sonnenlicht hereindrang. Ein Brunnen plätscherte in der Mitte. War da gerade jemand in einen Seitengang gehuscht? Sonst war niemand außer ihr hier, nur die Rezeptionistin. Wo hatte sie die Bestätigung ihrer Reservierung?
„Guten Tag“, wurde Petra begrüßt, „haben Sie reserviert?“
„Ja … einen Moment.“
Nach einem Blick suchte die Frau an der Rezeption eine halbe Minute lang herum, um dann das Gesicht zu verzerren.
„Da gibt es leider ein kleines Problem.“
„Was ist es denn?“
„Das Zimmer ist momentan noch belegt. Aber … Sie können ein anderes haben. Das kostet dann natürlich keinen Aufpreis.“
„Ja, wenn das geht …“
Petra drehte sich um, dorthin, wo sie jemand zu sehen geglaubt hatte. Sie bemerkte ein Geräusch hier beim Empfang und bekam einen Schlüssel hingelegt.
„Gleich dort drüben.“
„Danke!“
Wieder sah sie dorthin, und ihr fiel eine Frau auf, die bei der Suche nach der Zimmernummer womöglich Probleme hatte. Vielleicht war die noch zu angespannt und würde erst später lockerer werden. Petra warf einfach einen Blick auf den Wegweiser an der Wand und folgte dieser Richtung. Da war es auch schon.
Ein Bildschirm schaltete sich nach dem Öffnen der Tür automatisch ein und zeigte Informationen über die Angebote des Hotels. Der Sauna würde sie wohl auch bald einen Besuch abstatten, wenn sie schon im Preis inkludiert war. Ihr fiel auf, dass dieses Zimmer sogar über einen Whirlpool verfügte.
Das Wasser fühlte sich sehr warm an, gerade noch nicht zu heiß. Also setzte sie ihren Fuß ganz hinein. Sogar die Luftblasen ließen sich genau regulieren. Sie schloss einfach die Augen und blieb so liegen. Dieses Blubbern war auf einmal sehr anregend. Ihre Finger verirrten sich an ihre Gefahrenzone … und zu ihrem völlig geschwollenen Lusthügel. Ob sich ihre Gedanken bereits mehr befreit hatten, als ihr bewusst war? Ob es wirklich stimmte, was sie über dieses Hotel gehört hatte? Sicher übertrieben. Aber als Frau, die allein reiste, war es ihr sehr ansprechend erschienen.
Sie glaubte, dass ihr Äußeres die Männer einfach nur anzog, ohne unerreichbar zu wirken. Aber sie hatte schon viel probiert und eher wenig erreicht. Da gab es diese typischen Online-Dating-Angebote, wie auch immer sie nun hießen. Einen Mann finden war dort für sie sehr leicht – falls sie sich mit dem erstbesten notgeilen zufriedengab. Nein, es musste schon jemand sein, der wirklich ansprechend war und mehr konnte, als gut auszusehen. Unten im Ort hatte sie auch eine Disco entdeckt, wo sie wohl der erstere Typ von Mann erwarten würde.
Sie zögerte, nur ein bisschen, zappelte herum. Dann holte sie kurz Luft und setzte ihre Finger in Bewegung. Ihr Ex-Freund, ihr sogenannter, hatte weder das gemacht noch sie sonst irgendwie wirklich befriedigen können. Sogar selbst war sie in letzter Zeit kaum noch dazu gekommen. Oder … sollte sie es sich aufsparen und die Möglichkeiten hier erforschen? Nein, dafür war es zu spät.
Sie stöhnte laut auf, hoffentlich hörte es niemand. Sehen konnte sie auch niemand, jedenfalls war von ihrem Fenster aus nur dichter Wald zu erkennen. Nun nahm sie ihre andere Hand zur Hilfe, drang mit zwei Fingern in sich ein. Was wäre, wenn das in diesem Moment keine Finger wären, sondern …? Toll, sie war zu schnell gewesen.
Sie brachte ein Stöhnen hervor, das kaum jemand hören würde, rieb weiter herum und steigerte das Tempo, konnte das Jucken kaum mehr ertragen. Einen Finger der anderen Hand ließ sie durch ihre Spalte gleiten, drang ein Stück ein, stellte sich vor … oh, zu spät! Sie musste ihren Kopf zurücklegen, und alles in ihr spannte sich an. Sie bekam kaum noch Luft, und das Wasser kochte auf einmal. Doch sie wurde sich wieder bewusst, wie angenehm es blubberte, und ließ locker.
Nunfreute sich schon auf das Abendessen. Aber es blieb noch etwas Zeit. Vielleicht war es draußen schon etwas kühl, aber sie wollte sich noch ein wenig in der Umgebung umsehen. Vielleicht in den Park des Hotels, nach unten in den Ort oder ein Stück in den Wald. Den Plan konnte sie sich morgen genauer ansehen.
Aber erst einmal wollte sie sich in der Gegend und allgemein im Hotel umsehen.
Das Restaurant war gut besucht, trotzdem wirkte es nicht überfüllt. Petra fand den Tisch mit ihrer Zimmernummer, nahm Platz und sah sich um. Eine Dame, die durchaus ihre Mutter sein könnte, ging langsam an ihr vorbei. Bei der schien der Aufenthalt hier bereits Wirkung gezeigt haben.
„Auch heute angekommen?“, wurde Petra angesprochen.
„Ja, vor ein paar Stunden.“
„Ich wollte nur sagen, wenn Sie hier einmal ein besonderes Erlebnis suchen … also ich bin sehr zufrieden mit ihm.“
„Mit ihm?“
Die Dame trat etwas näher und stützte sich auf dem Tisch ab.
