Campingplatz der Lust - Amber Alpenaar - E-Book

Campingplatz der Lust E-Book

Amber Alpenaar

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Beschreibung

Es gibt FKK-Campingplätze, diese Treffpunkte für Paare - aber das reizt sie alles nicht so wirklich. Dieser hier ist sehr weitläufig und scheint ihr genau richtig, um in ein Abenteuer zur stürzen. Mit dem Zelten hat sie noch nicht so viel Erfahrung - aber vielleicht kann sie bei diesem Mann wohnen.

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Seitenzahl: 38

Veröffentlichungsjahr: 2022

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Campingplatz der Lust

TitelseiteDas BuchErstes KapitelZweites KapitelDrittes KapitelViertes KapitelFünftes KapitelAnhangImpressum

Amber Alpenaar

Campingplatz der Lust

Das Buch

Es gibt FKK-Campingplätze, diese Treffpunkte für Paare – aber das reizt sie alles nicht so wirklich. Dieser hier ist sehr weitläufig und scheint ihr genau richtig, um in ein Abenteuer zur stürzen. Mit dem Zelten hat sie noch nicht so viel Erfahrung – aber vielleicht kann sie bei diesem Mann wohnen.

Erstes Kapitel

Wie groß war das hier bitte? Die hatten mir gesagt, irgendwo dort drüben wäre ein guter Platz. Gab es hier keine Wegweiser oder so? Aber dort … war doch dieser Mann, den ich schon beim Eingang gesehen hatte. Er blieb stehen und sah mich an.

„Äh, hallo“, sprach ich ihn an. „Das gehört hier noch zum Zeltplatz, oder?“

„Ja … gehört es.“

Sein Blick schweifte in alle Richtungen dieses Waldstückes. Mit einem verhaltenen Lächeln beendete er die Begrüßung und ging weiter. Was er da an Sachen umgeschnallt hatte, reichte sicher für mehrere Tage Aufenthalt. Sonst war niemand hier, und ich wanderte knapp neben ihm die leichte Steigung hinauf. Sicher wurde es dort oben flacher – und ich hätte doch noch zuhause üben sollen, wie das Zelt aufzubauen war. Hoffentlich schaffte ich das, bevor es zu dunkel wurde.

Es fühlte sich ein bisschen kühler als bei meiner Abreise an, auch wenn sich gleichzeitig so etwas wie innere Wärme bei mir ausbreitete. Vielleicht lag das am Anblick seiner … muskulösen Arme.

„Ist … dir … nicht kalt?“, fragte ich.

„Es geht noch“, meinte er und drehte sich zu mir.

An manchen Stellen war kaum mehr etwas zu erkennen, so dass ich schon einmal das Licht meines Handys probierte. Meine Bekanntschaft folgte mir wortlos dort hinauf. Manchmal ging er direkt neben mir, wenn der zu erahnende Weg nicht zu eng war. Es wunderte mich fast, dass er ein Zelt, einen Rucksack und eine Matte ganz locker tragen konnte. Doch er sah danach aus. Dabei würde er vielleicht zierlich wirken, wäre er nur wenige Zentimeter kleiner.

Ich dachte an die Geschichten, die ich über diesen Campingplatz gehört hatte. Ob er sich hier schon auskannte? Für einige Sekunden blieb ich stehen, überlegte – und nahm mir vor, ihn später noch nur einmal so anzusprechen. Mein Zelt konnte ich ein paar Meter neben seinem aufbauen und sehen, was er dazu sagte.Der Hang wurde etwas flacher, und an manchen Stellen war das Gebüsch dicht und kratzig. Eine Lichtung tat sich auf – mehr als groß genug für zwei Zelte.

Wieder blieb ich stehen, blickte in alle Richtungen, auch nach oben in die Baumkronen. Ich stellte meine Sachen auf den Boden, drehte mich zu diesem Mann und … betrachtete seine nackte Schulter. Er sagte nichts – und ich berührte sie. Obwohl sich meine Hand nicht wirklich kalt anfühlte, sog ich seine Wärme auf.

Er lächelte kurz, und ich zog die Hand schnell weg. Der Boden sah recht eben aus, war nur da und dort mit Blättern bedeckt. Da waren keine Ameisen, keine Steine, nichts. Mein Begleiter machte sich daran, die Verpackung seines Zeltes zu öffnen. Es war eines von denen, die sich sehr schnell entfalten ließen. Nur für das Einschlagen der Zeltheringe musste er nach einem größeren Stein suchen. Die Spannseile sollten es auch bei stärkerem Wind halten.

Vielleicht hätte ich auch so eines kaufen sollen, aber die Werbung mit dem besonders kleinen Packmaß hatte mich bei meinem angezogen. Aber wie war noch einmal schnell …? Toll, die Anleitung lag wahrscheinlich zuhause. Ich versuchte mich an etwas zu erinnern, das ich einmal bei YouTube oder so gesehen hatte. Einfach das hier zusammenstecken und schon …

„Ich glaube, du musst noch …“, kommentierte er, als er meine Bemühungen bemerkte.

„Ja, ich weiß schon … und kann ich den Stein ausborgen?“

Er lächelte, gab ihn mir und kramte weiter herum. Das musste doch halten. Er war gerade dabei, etwas aus seiner Ausrüstung hinzustellen. Ich glaubte, das schon einmal wo gesehen zu haben.

„Ist das … so ein Campingofen, der mit Holz läuft?“, fragte ich und sah genauer hin.

„Ja, ich muss da noch was …“

„Nicht schlecht.“

Obwohl das Lächeln auf seinem Gesicht zum Schluss einem neutralen Blick gewichen war, erfasste mich dieses Gefühl von vorhin wieder. Klar, er war noch mit dem Aufbauen beschäftigt … und irgendwo dort unten beim Eingang gab es was zu essen. Mitgenommen hatte ich natürlich nichts. Ich erkundete schon einmal die nähere Umgebung – und das dort unten musste ein kleiner Bach sein. Irgendwo weiter drüben erahnte ich Zeltplanen und Wohnmobile, aber hier in der Nähe war offenbar sonst niemand.

Bei meiner Rückkehr bemerkte ich, wie er etwas kochte, das vielleicht Spaghetti mit Tomatensauce ähnlich sah. Was hatte der noch alles in seiner Ausrüstung? Ich sah nach meinem Zelt und hatte die ganze Zeit an diese Querstange gedacht. Aber es stand immer noch dort, und die Spannseile hielten es sicher auch bei stärkerem Wind.

„Möchtest du auch was?“, fragte er. „Ach, ich bin Julian.“

„Ja, vielleicht … Lisa.“