Betrogen, beklaut-nicht mit mir - Werner Thieme - E-Book

Betrogen, beklaut-nicht mit mir E-Book

Werner Thieme

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Beschreibung

Sie finden hier einige aktuelle Vorgehensweisen von Kriminellen und wertvolle Tipps für ihren Schutz. Behandelt werden Betrugsmaschen, Vorgehensweisen von Dieben. Hier wird besonders auf Diebstahl aus kleinen Geschäften und aus Büros eingegengen. Weiterhin finden Sie hinweise was Sie tun können um beim Einkauf im Internet tatsächlich ihre Ware zu bekommen .

Das E-Book können Sie in Legimi-Apps oder einer beliebigen App lesen, die das folgende Format unterstützen:

EPUB

Seitenzahl: 30

Veröffentlichungsjahr: 2018

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Betrogen, beklaut, nicht mit mir.

Tipps, wie Sie sich vor Betrug und Diebstahl schützen können, zusammengestellt von Gerd Werner Thieme.

Betrug beim Ersteigern eines Gegenstandes

Für die betrügerische Absicht wird hier in der Regel E-Bay verwendet. Folgende Waren werden bevorzugt als Köder für die betrügerische Aktion verwendet. Smartphones, möglichst aktuelle, angesagte Modelle. Digitalkameras, Laptops, Notebooks sowie Heimelektronik. Aber auch Baby- und Kleinkinderartikel sowie Kleidung bekannter Modelabel.

Folgende Vorgehensweise ist mir bekannt. Noch vor Ende der Auktion versucht der Verkäufer die Bieter der Auktion zu einem Kauf unter Umgehung des standardisierten Auktionsverlaufes zu überreden. Geht der Interessent darauf ein, handelt er mit dem Risiko, dass die zahlreichen Sicherungen, die E-Bay zum Schutz beider Seiten eingebaut hat nicht mehr greifen. Nach der Zahlung des Kaufpreises wird die Ware entweder gar nicht oder nicht der beschriebene Artikel in entsprechender Qualität geliefert. Der Käufer hat nun das Nachsehen, da er E-Bay als potentiellen Verbündeten durch Umgehung der Regeln verloren hat. Der Verkäufer ist nach Erhalt des Gelds meist nicht mehr erreichbar. Diese Art des Betruges ist jedoch seit der Möglichkeit über E-Bay-Kleinanzeigen Geschäfte abzuwickeln zurückgegangen.

Betrug beim Handel über das Portal E-Bay-Kleinanzeigen

Hier ist zu beachten, dass das Portal E-Bay-Kleinanzeigen nur Vermittler ist. Ähnlich des Annoncenteiles einer Zeitung. Es wird nur die Möglichkeit geboten Artikel anzubieten. Wie ich feststellen konnte, wird dieses Angebot sehr gerne genutzt. Vermutlich, weil hier die E-Bay-Gebühren nicht anfallen. Es ist richtig, es fallen keine Gebühren an, es werden dabei aber auch keine verbindlichen Vertragsbedingungen vorgegeben. Es gibt keine, von einem unabhängigem Dritten vorgegebenen und überwachten Sicherheitsstandards. Zwischen Käufer und Verkäufer muss daher der Vertrag und seine Bedingungen selbstständig ausgehandelt werden. Wie läuft das meistens, einfach so, im Gespräch. Doch auch eine mündliche Absprache ist ein Vertrag.

Nachdem sich Verkäufer und Käufer einig geworden sind, wird das Geld überwiesen und der Käufer, wartet auf die Warensendung. Weiter geht es wie bereits oben beschrieben, die Sendung kommt nie an, der Verkäufer ist nicht mehr erreichbar.

Der Betrug kann aber auch umgekehrt laufen, indem der Verkäufer betrogen wird.

Der Verkäufer bietet über E-Bay-Kleinanzeigen, sagen wir ein I-Pad an.

Die Vertragsbedingungen werden über Waths-App ausgehandelt. Es wird vereinbart, dass die Kaufsumme auf das Pay-Pal-Konto des Verkäufers eingezahlt wird. Danach soll das I-Pad persönlich abgeholt werden. In der Tat wurde die Kaufsumme auf das Pay-Pal-Konto des Verkäufers überwiesen und erschien auf der Kontoübersicht als Zahlungseingang. Eine Person erschien beim Verkäufer um das I-Pad abzuholen. Kaum hatte der Abholer das Haus des Verkäufers mit der Ware verlassen, wurde durch einen Komplizen eine Rückbuchung veranlasst. Der Verkäufer stand ohne I-Pad und ohne Geld da. Das ist möglich, weil hier der geforderte Handlungsablauf nicht eingehalten wurde. Die AGB von Pay-Pal enthalten Richtlinien, die eingehalten werden müssen um den Verkäufer zu schützen. Demnach muss die Ware auf einen Versandweg gebracht werden, bei dem ein Versandnachweis oder eine Trackingnummer vorliegt. Der Versand muss an die Adresse des Käufers erfolgen, die in den Versanddetails erfasst ist und der Versand muss innerhalb von 7 Tagen nach Zahlungseingang erfolgen.

Betrugsfälle mit involviertem Transportunternehmen

Diese Vorgehensweise wird häufig beim Verkauf von Fahrzeugen aber auch Möbeln angewendet. Oft handelt es sich um alte PKW oder Kräder für die eigentlich kein guter Preis mehr erzielt werden kann. Als Plattform werden hier in aller Regel die bekannten Internetportale für Kraftfahrzeughandel genutzt.

Der vom Verkäufer angesetzte Preis ist häufig viel zu hoch, lange Zeit will kein Mensch das Fahrzeug zu diesem Preis kaufen. Doch dann, ein Interessent, es hat sich ein Käufer für den „Ladenhüter“ zum erwarteten Preis gefunden. Die Kommunikation läuft sehr gut, obwohl der Käufer in diesen Fällen meist im Ausland lebt. Der Käufer erzählt eine Geschichte für wen er das Fahrzeug kaufen will. Die Geschichte passt sehr gut zur Person des Käufers oder der Käuferin. Frauen nutzen diese Betrugsmasche ebenfalls oder treten zumindest als Kontaktperson am Telefon in Erscheinung.

Es wird vereinbart, dass ein Transportunternehmen das Fahrzeug oder die Ware beim Verkäufer abholt. Die Kosten des Transportes gehen selbstverständlich zu Lasten des Käufers. Allerdings bittet der Käufer den Verkäufer dem Transportunternehmen im Vorfeld die Transportkosten zu überweisen. Die Kosten für den Transport und den Kaufpreis der Ware werden dem Verkäufer per Verrechnungsscheck zugesendet.  Hat der Verkäufer nun den Verrechnungsscheck in Händen, ist da tatsächlich eine Summe verzeichnet, die dem Preis für die Ware und dem Preis für die Transportkosten entspricht. Der Scheck wird bei der Bank des Verkäufers eingelöst und häufig gleichzeitig dem Transportunternehmen die Summe für den Transport überwiesen. Der Schreck kommt einige Tage später, wenn dem Verkäufer von der Bank mitgeteilt wird, dass der Scheck ungedeckt war. Der Verkäufer hat dann oft bereits die Summe auf das Konto der vermeintlichen Transportfirma überwiesen. Hinter diesem Konto steht dann meisten der Betrüger und hat auf diese Weise einen schönen Geldbetrag vom gutgläubigen Verkäufer ergaunert.

Die Betrüger machen sich hier eine Zeitverzögerung bei der Buchung von Schecks zu nutze. Ein Mensch, der sich nicht mit den Abläufen im Bankwesen auskennt, kann hier leicht geneppt werden.

Hier ein kurzer Exkurs in Bankenabläufe: Eine Zahlung per Scheck gilt als gebucht, wenn der Betrag auf dem Empfängerkonto unwiderruflich gebucht ist. Diese unwiderrufliche Buchung kann einige Arbeitstage nach dem Tag der Wertstellung liegen.

Einfach gesagt erscheint der Betrag schon auf der Kontoübersicht des Verkäufers als Wertstellung. Sicher ist das jedoch erst einige Tage später, wenn die eigene Bank die Bestätigung Bank des Scheckausstellers vorliegen hat.

Es ist ratsam in solchen Fällen zwischen Scheckeinlösung und Überweisung der Summe für den Transport einige Tage verstreichen zu lassen. Oft wird der Betrüger in diesen Tagen den Verkäufer mehrfach kontaktieren um ihn zum Überweisen zu bewegen. Teilweise wird auch versucht telefonisch Druck auf den Verkäufer aufzubauen unter Vorspiegelung von Termindruck durch das Transportunternehmen.

Wie eingangs kurz erwähnt ist mir diese Vorgehensweise auch beim Verkauf von gebrauchten Möbeln, die noch keine Antiquitäten waren bekannt geworden. Ein Merkmal für einen Betrug, sowohl beim Fahrzeugverkauf aber insbesondere beim Verkauf von Möbeln ist das ungünstige Verhältnis der hohen Transportkosten zum Preis für die gebrauchten Artikel.

Betrug beim Kauf eines Schnäppchenautos