Bewerben ist wie Flirten. Einfach. - Holger Lüttgen - E-Book

Bewerben ist wie Flirten. Einfach. E-Book

Holger Lüttgen

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Beschreibung

Bewerbung neu gedacht. Die übliche Vorgehensweise auf den Kopf gestellt. Endlich erfolgreich. Frisch, modern und entstaubt in der Sprache liefert das Buch alle Werkzeuge für ein zeitgemässes Selbstmarketing. Es hilft Dir bei Deiner gezielten Karriereplanung, Deinem beruflichen Wiedereinstieg und führt Dich zu viel mehr Lebensfreude. Wie schlägt Alter Jugend? Wie bewerbe ich mich als Wiedereinsteiger erfolgreich? Wie finde ich den Job, der wirklich zu mir passt? Wie kann ich mein Profil so schärfen, dass ich mich wohltuend von meinen Marktbegleitern abhebe? Wie führe ich ein Bewerbungsgespräch auf Augenhöhe? Wie bekomme ich das Gehalt, das ich verdiene? Praxisgerechte Tipps und Online-Arbeitsmaterialien helfen Dir, um Dein Bewerbungsmanagement erfolgreich zu gestalten.

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Seitenzahl: 152

Veröffentlichungsjahr: 2019

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Holger Lüttgen

Bewerben ist wie Flirten. Einfach.

 

 

 

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Inhaltsverzeichnis

Titel

Auf ein Wort

Warum Bewerben wie Flirten ist

Warum Selbstmarketing?

Warum arbeitest du?

Deine Motivation.

Einstellung. Innere Kündigung. Kündigung.

47% der Arbeitsplätze entfallen

Recht auf freie Berufswahl

Überzeugung sorgt für Überzeugung

Grau ist der Tod aller Farbe

Lebensfreude & Spaß am Job

Der Weg ist das Ziel

Deine (Be)Werbungsphasen

Deine Partnersuche

Deine Bedürfnisse

Identifikation mit dem Job

Deine Kompetenzen

Kompetenz-Dreieck.

Deine Profilschärfung

Das Felix-Prinzip

SWOT, nicht SWAT

Dein Zeitmanagement

Deine Kontaktaufnahme

Bring dich ins Spiel

Schnelle Entscheidung

Dein Bewerbungsfoto

Deckblatt mit Mehrwert

Eyecatcher-Anschreiben

Mit Individualität punkten

Flirt für (Berufs)Erfahrene

Im Aufzug geht’s auch – Elevator Pitch

Einlachen. Warmreden. Posing.

First Date

Dein Bewerbungsgespräch

Flirt mit dem Chef.

Wie werden Soft Skills abgefragt?

Mit wenig Aufwand viel erreichen.

Umgang mit Krankheiten und Familienphasen

Der Anker für das Gehaltsgespräch

Deine Entscheidung

DU, SIE oder DU-SIE

Nachspiel oder Zwangsjacke für Kreativität und Gedanken

Danksagung

Lob & Kritik

Wochen-Impulse. Für Dich.

Der Autor

Quellenverzeichnis

Arbeitsblätter

Impressum neobooks

Auf ein Wort

Warum dieses Buch?

Die Industrie mit ihrem Produkt-Marketing als Benchmark für deine gekonnte Positionierung, gepaart mit der Leichtigkeit des Flirten, lässt dich zukünftig den gesamten Bewerbungsprozess inkl. der Vorstellungsgespräche selbstbewusst und erfolgreich abschließen.

„Bewerben ist wie Flirten. Einfach.“ bietet dir praxisgerechte Tipps und Antworten für dein zeitgemäßes Bewerbungs-management. Damit du aktiv an deiner Selbstvermarkungs-Strategie arbeiten kannst, findest du am Ende des Buches noch den Zugang zu den Online-Arbeitsblättern.

Wie wird dein Bewerbungsmanagement durch das Felix-Prinzip nachhaltig erfolgreich?

Wie sorgt intelligentes Selbstmarketing für mehr Lebensfreude?

Wie kann ich mein Profil schärfen, um anziehender zu wirken und mich wohltuend von meinen Marktbegleitern abzuheben?

Mit der SWOT-Analyse zu mehr Klarheit

Wie führe ich ein Bewerbungsgespräch auf Augenhöhe?

Wie bekomme ich das Gehalt, das ich verdiene?

Wie bekomme ich den Job, der zu mir passt?

„Der Sinn des Lebens besteht darin,

glücklich zu sein.“

Dalai Lama

Hallo lieber Leser!

Ich verrate euch schon jetzt zwei Geheimnisse:

Es gibt viele Wege zum Herzen deines zukünftigen Partners. Wahrscheinlich kennst du sie schon, auch, wenn du glaubst, sie nicht zu kennen.

Und: Ich habe die Weisheit nicht mit Löffeln gefressen. Frage weitere Bewerbungs-Experten und du wirst von jedem einen leicht unterschiedlichen Weg zum Herzen bekommen. Das gleiche gilt auch für veröffentliche Bewerbungsratschläge.

Natürlich halte ich sämtliche Empfehlungen in diesem Buch und in meinen Seminaren für sehr zielführend und damit für ausgesprochen erfolgsstiftend. Dennoch möchte ich dich sensibilisieren, eigenverantwortlich zu handeln und selber zu entscheiden, wie du deinem Weg gehen möchtest. Es ist deiner.

Ich stelle dir hiermit Felix, den Glücklichen, vor, weil er dich durch dieses Buch geleitet und dir eine Fülle von Tipps gibt. Er wird dir aber auch einen Spiegel vor die Nase halten. Nicht immer angenehm, aber ehrlich – schließlich siehst du dich, er ist nur der Träger.

Nach ihm ist auch das gleichnamige Prinzip für erfolgreiches Bewerbungs-Management benannt. Das Felix-Prinzip.

Er ist dein Begleiter durch diesen einzigartigen Ratgeber, zeigt dir, wie du dich wirklich erfolgreich bewerben und vor allem auch Freude an der Arbeit haben kannst. Du wirst deine einzigartigen Kompetenzen erkennen und am Ende eurer gemeinsamen Reise den Job finden, der zu dir passt, versprochen.

Es gibt allerdings einen Haken. Er könnte in deinem Filter liegen. Greifst du gerne in die Schublade der vorgefassten Meinung, der manifestierten Denkmuster oder enthält deine Schublade Offenheit und Freude an Neuem? Vielleicht ist dein Filter auch eher die Unentschlossenheit, das Zögern. Ob du einen Filterwechsel brauchst oder deiner noch neu genug ist, bestimmt, wie du mit dem Buch umgehst.

„Das Glück Deines Lebens hängt von der Beschaffenheit Deiner Gedanken ab.“

Marc Aurel

Bewerben ist wie Flirten. Einfach. Der Buchtitel spielt schon mit einem Vergleich. Lasse dich auf diesen ein – am besten spielerisch. Wenn das für dich eine Herausforderung ist, versetze dich in deine Kindheit oder schaue dir deine Kinder an. Sie lernen durch Abschauen in spielerischer Leichtigkeit und probieren auch einfach mal Dinge aus, gehen neue Wege.

Also lass uns einfach flirten, so wird deine Bewerbung zu etwas Leichtem.

Falls du schon mal einen kleinen Ausblick haben möchtest, was wir in unserer gemeinsamen Zeit für dich erarbeiten, so freue dich schon jetzt auf das Felix-Prinzip und seine drei Stufen zu deiner erfolgreichen Bewerbung:

Freude als Arbeitsmotiv.

Fokussierung auf deine Kernkompetenzen.

Finden des Jobs, der zu mir passt.

Wie richtig du mit deinem Glücksweg liegst, zeigt das Institute for Global Happiness, dessen Ziel es ist, den „Glücksspiegel“ in Unternehmen anzuheben. Noch mehr Gründe zeigt dir Felix auf den nächsten Seiten.

Ich wünsche dir viel Spaß und wundervolle Impulse beim Lesen, erfolgreiches Finden eines Unternehmens, welches zu dir passt und damit einen Job, der dich inspiriert und dir viel Freude bereitet.

Bleibe inspiriert.

Holger Lüttgen

Warum Bewerben wie Flirten ist

Dieser Ratgeber ist anders. Und das ist auch gut so, in Abwandlung eines mittlerweile geflügelten Satzes von Klaus Wowereit, dem ehemaligen Berliner Bürgermeister.

Bewerben ist wie Flirten. Einfach. Wenn es so einfach wäre, würden die Berater-, Coach- und Buchautoren-Kollegen verhungern. Also komme in meine Workshops und kaufe dieses Buch, damit ich nicht verhungern muss. Spaß beiseite. Jetzt wird es ernst – zumindest kurzzeitig.

Flirten ist quasi eine naturgegebene Fähigkeit, um den geeigneten Partner zu finden und mit ihm die Spezies vor dem Aussterben zu bewahren, indem das Beste von beiden auf die Nachkommenschaft übertragen wird. Der Eine kann etwas besser flirten als der Andere, dennoch schaffen es die Meisten, den passenden Deckel für den Topf zu finden.

Die Frage aller Fragen ist jedoch: Wer passt zu wem? Und: Wie finde ich heraus, wer zu mir passt? Damit sind wir schon mitten im Thema: Bewerben ist wie Flirten. Einfach.

Bei der Partnersuche mache ich mir die gleichen Gedanken wie beim Bewerben. Auch die einzelnen Phasen haben durchaus Gemeinsamkeiten und werden je nach Persönlichkeitsstruktur eher mit Leichtigkeit oder mit Schwere verbunden. Also, warum nicht das Bekannte, das Angeborene mit dem für die meisten Ungewohnten und Ungeübten vergleichen, um es ebenso einfach zu machen.

Der Wunsch nach einem Job – hoffentlich auch mit Spaß und Freude – und Anerkennung dürfte bei der Mehrzahl der Menschen ebenso ausgeprägt sein wie der Wunsch nach einer harmonischen, prickelnden Partnerschaft. Das Ganze oftmals einhergehend mit Angst vor Ablehnung und Enttäuschung auf dem Weg zum Ziel. Hierdurch können Verkrampfung und die Aufgabe der persönlichen Bedürfnisse entstehen.

Damit Bewerben so einfach läuft wie Flirten, solltest du deine Chancen richtig nutzen und dir über deine eigenen Stärken und Schwächen ebenso bewusst werden wie über deine Werte, Bedürfnisse und nicht zuletzt über deine Kernkompetenzen. Das Felix-Prinzip – du wirst es bald kennenlernen – wird dir den Weg ebnen. Einfach.

Warum Selbstmarketing?

In diesem Buch geht es um Selbstreflexion und Veränderung. Es ist nicht der Ratgeber, der alles weiß und dir sagt, nur so geht es. Aber es ist das Buch, das dich in deinem Selbstmarketing, in deiner Selbstvermarktung signifikant weiterbringt. Du erhältst Werkzeuge, wie du durch deine Selbstreflexion einen nachhaltigen Veränderungsprozess einleiten und mit dem Felix-Prinzip einen erfolgreichen Bewerbungsprozess umsetzen kannst.

Dieser findet überwiegend in einem reinen Ver­drängungswettbewerb statt, wie wir ihn in vielen Branchen seit Jahrzehnten auch kennen. Das gilt auch in Zeiten der Vollbeschäftigung, wie wir sie derzeit erleben.

Von Unternehmen, die ihre Produkte oder Dienstleistungen erfolgreich vermarkten wollen, empfinden wir es als normal, dass sie Hirnschmalz, Kreativität und Geld investieren, um sich deutlich von ihren Marktbegleitern abzuheben. Ihre Marketing-Strategie kann u.a. die Preisführerschaft sein, was im Bewerbungsmanagement eher eine schlechte Strategie wäre, weil es zu Lohndumping führt. Denn wer will sich wirklich für kleines Geld verkaufen?

Mit diesem kleinen Exkurs in das klassische Marketing wird verständlich, warum dein Selbstmarketing nicht nur sinnvoll, sondern aus meiner Sicht zwingend notwendig ist. Der gesamte Bewerbungsprozess ist nichts anderes als ein Ausleseprozess, bei dem sich der durchsetzt, der sich am besten verkaufen kann. Warum also nicht Anleihen bei den Industrieprofis für das eigene Selbstmarketing nehmen?

Damit meine ich nicht den „Schauspieler“, der vorspielt etwas zu können und seinen zukünftigen Chef blendet. Ich meine vielmehr denjenigen, der nicht nur genau weiß, was er kann, sondern auch noch in der Lage ist, dies so zu kommunizieren, dass die Unternehmensvertreter klar und deutlich den Mehrwert erkennen, der durch die Zusammenarbeit mit dir entsteht.

In diesem Buch zeige ich dir, wie du dich mit gekonntem Selbstmarketing so positionierst, dass du dich von deinen Wettbewerbern abhebst und erfolgreich bewirbst. Wir schärfen gemeinsam dein Profil und erarbeiten deine Kernkompetenzen, so dass du für deinen potentiellen Arbeitgeber zum Problemlöser wirst, an dem kein Weg vorbeiführt.

Du bekommst wertvolle Tipps, wie du zu den vorgenannten Ergebnissen gelangst, wie du zukünftig ein ansprechendes Anschreiben verfassen kannst und wie du dein einzigartiges Profil auch im Vorstellungsgespräch gekonnt kommunizierst. Arbeitsmittel für die direkte Umsetzung deiner neuen Bewerbungsstrategie findest du im Buch sowie im Download-Bereich. Das alles hilft dir bei deinem Selbstmarketing.

Meine Empfehlungen und Marketinginstrumente kannst du für dich nutzen, musst es jedoch nicht. Prüfe und vergleiche gerne meine Strategie mit anderen in Büchern und im Web. Entscheide dich für die glaubwürdigste, die am besten zu dir passende, die einfachste oder die marketingseitig geschliffenste. Wie immer im Leben, nur du alleine entscheidest für dich, was du machst oder eben nicht machst. Deine Entscheidung ist richtig – für dich.

Warum arbeitest du?

Mehrheitlich wird, ohne lange nachzudenken, höchstwahrscheinlich geantwortet: um Geld zu verdienen und um den Lebensunterhalt zu bestreiten. Die nächsten Antwort-Klassiker auf diese Fragen sind: um Reisen machen zu können, um den Kindern eine Ausbildung zu ermöglichen, um Rücklagen für den Ruhestand zu bilden und vieles mehr. Je nach Alter, Ausbildungsgrad und Sozialisation fallen die Antworten nuanciert anders aus, ohne das vordergründige Thema Geld zu verlassen.

Erstaunlicherweise richten wir den Fokus immer zuerst auf den schnöden Mammon. Ohne geht nichts, völlig klar. Das Tauschmittel ist in unserer Konsumgesellschaft überlebens-notwendig und bis zu einer individuellen Größenordnung sicherlich auch ein Grundbedürfnis.

Warum arbeitest du? Was treibt dich an? Was ist deine Motivation? Hast du dich schon mal gefragt, warum du einen bestimmten Job ausübst? Warum stehst du Morgen für Morgen um 07:00h auf und gehst arbeiten?

Für Geld! Wirklich für Geld? Vordergründig mag das stimmen. Wer am Existenzminimum lebt, für den stimmt das mit Sicherheit. Die überwiegende Mehrheit lebt zumindest in Deutschland nicht von der Hand in den Mund. Also, warum?

Frage dich bitte, WARUM du den Job, genau den Job haben möchtest. Höre in dich hinein. Frage dich nach dem WARUM gerne drei Mal, fünf Mal. Höre, was du an Antworten bekommst. Schreibe sie dir auf (Arbeitsmaterial findest du online hierzu, den Zugang findest du am Ende des Buches) und achte auf die Resonanz bei den Antworten.

Wie sieht die Resonanz aus? Wie fühlt sie sich an? Gibt sie dir Energie? Fühlt sie sich positiv an?

Ist Arbeit Mittel zum Zweck? Zeiteinsatz, verbunden mit Arbeitsleistung, wird gegen Geld getauscht. Ist damit Arbeit auch Lebenszweck oder Lebensinhalt? Lebe ich, um zu arbeiten, oder arbeite ich, um zu leben?

Selbständige sowie selbständig und eigenverantwortlich tätige Arbeitnehmer erleben möglicherweise in ihrer Arbeit auch einen Lebenszweck. Der große Teil der arbeitenden Bevölkerung dürfte in der Arbeit eher eine unangenehme Notwendigkeit sehen. Die jährlich aufs Neue durchgeführte Studie des Gallup-Instituts bestätigt diese ernüchternde Entwicklung (hierzu komme ich noch ausführlich).

Wem nicht deutlich ist, was ich meine, dem verdeutlichen die nachfolgenden Beispiele aus der Praxis vielleicht, worum es mir mit der Frage geht.

„Die Bereitschaft, Einschränkungen in Kauf zu nehmen und mehr zu arbeiten, um nicht zu sagen, Opfer zu bringen, ist auf Mallorca weit verbreitet, zumindest bei den Deutschen. Wer hier leben möchte – und das sind augenscheinlich eine ganze Menge meiner Landsleute – ist bereit, dafür einiges zu tun.

Sonne und Meer haben eine starke Ausstrahlungskraft, die für dieses Engagement verantwortlich zu sein scheint, und eine Klaglosigkeit, die in dieser Form in Deutschland nahezu nicht anzutreffen ist. Diese Bereitschaft wird nach meiner nicht statistisch untermauerten Auffassung durch die Sonne und das Klima gefördert. Das Meer und die überwiegend positive Stimmung auf der Insel tragen dazu bei, dass es als durchaus normal angesehen wird, wenn man zwei oder gar drei Jobs hat.

Da kann es selbst vorkommen, dass ein deutscher Rentner und Akademiker noch nebenbei putzen geht und im Inselhauptjob Lose für einen karitativen Zweck verkauft, um sich noch etwas hinzuzuverdienen, damit die im Grunde zu teure Wohnung finanzierbar ist. Hier wird nicht geklagt, hier wird in die sonnengebräunten Hände gespuckt.

Da werden am Airport in der Frühschicht Low-Cost-Hotel-Angebote feilgeboten – sieben Tage für 99,- €. Über das Kleingedruckte, in dem z.B. steht, dass ein kostenpflichtiges Frühstück und Abendessen pro Tag gezahlt werden muss, wird natürlich im Verkaufsgespräch hingewiesen, sonst wäre es ja Nepper-Schlepper-Bauernfängerei. So ist alles juristisch, zumindest formal, einwandfrei. Dies also war die Frühschicht, gefolgt von der Mittagsschicht, in der Credit Cards an Mann und Frau gebracht werden. An der Stelle frage ich mich immer: Wer benötigt noch eine zweite oder dritte Karte? Vielleicht das Ego?

Aus meiner Sicht alles Hardcore-Jobs, bei denen schon mal die Ethik und Moral auf der Strecke bleiben, aber man fällt keinem Sozialsystem zur Last. Meer und Sonne, weswegen die Insel doch als Lebensmittelpunkt gewählt wurde, bekommt man dann doch leider recht selten zu Gesicht. Es scheint jedoch auszureichen – so werden aus Minuten wohl gefühlte Stunden.

Aus welchem Grund nehmen so viele die Einschränkungen in Kauf? Was ist dieses besondere Flair, das diese besondere Anziehungskraft hervorruft? Was lässt die Menschen hier anders reagieren als in der Heimat? Warum wird plötzlich nicht mehr nach dem Sozialstaat gerufen, sondern das persönliche Wohl und Wehe in die eigene Hand genommen? Es muss an der schönsten Idylle der Welt liegen (frei nach Frederic Chopin).“ (Quelle: Mallorca – Vertreibung aus dem Paradies, Holger Lüttgen, BoD – Books on Demand, Norderstedt, ISBN 978-3-7322-3311-3.)

Nach diesem kleinen Exkurs nochmals die Frage nach deinem WARUM? In Bewerbungsgesprächen kann es durchaus vorkommen, dass du auch hiernach gefragt wirst. Möglicher-weise wirst du nach deiner Motivation oder deinem Antrieb gefragt. Wie auch immer die Frage lautet, es geht um dein WARUM. Es macht somit doppelt Sinn, dass du diese Frage stimmig und glaubhaft beantwortest.

Wäre der wahrgenommene Wert der Arbeit, die empfundene Leistung nicht viel angenehmer, wenn wir Freude und Spaß für und durch unsere Tätigkeit empfinden würden? Warum erbringen wir die Arbeit nicht mit Lebensfreude und Leichtigkeit? Warum gönnen wir uns nicht einen Job, der uns so richtig Freude macht und uns Anerkennung und Befriedigung verschafft?

Liegt es nur am empfundenen Druck und Zwang, Geld verdienen zu müssen? Liegt es vielleicht an unserer Sozialisation, dass wir glauben, Arbeit dürfte keinen Spaß bereiten? Wie würden wir uns fühlen, wenn wir mit Vorfreude morgens aufstünden und zur Arbeit gingen? Wie würde es sich anfühlen, wenn wir auch bei der Arbeit noch Spaß und Freude hätten?

Bitte gönne dir mal 5 Minuten. Lasse die Fragen wirken und die Gedanken kreisen. Wie fühlt es sich für dich an? Was bewirken diese Gedanken bei dir? Achte auch auf körperliche Reaktionen. Notiere dir deine Wahrnehmungen.

Jetzt nimmst du die hoffentlich positiven Empfindungen mit in die weiteren Gedankenspiele und Überlegungen.

Schraubst du gerne an deinem Auto, deinem Motorrad? Malst du mit Begeisterung großflächige Acrylgemälde? Komponierst du mit Leidenschaft Musik und spielst in einer coolen Band? Vielleicht bist du auch passionierter Naturschützer oder Ausdauersportler. Was auch immer du in deiner Freizeit machst, machst du aus eigenem Antrieb und gerne.Bei diesen Aktivitäten kann es passieren, dass du Zeit und Raum vergisst. Die Tätigkeit liefert dir Energie, statt sie dir zu nehmen, und du übst sie mit Leichtigkeit aus.

Kannst du dir vorstellen, einen Job auszuüben, den du ebenfalls mit Leichtigkeit und Freude verrichtest? Wenn ja, wird dir das Buch schnell helfen deine Berufung zu finden. Wenn nein, dann wirst du viele positive Anregungen finden, die dir helfen, eine deutlich bessere Einstellung zum Job zu finden und dadurch auch mehr freudige Arbeitsmomente zu erleben.

Meine Überzeugung: Arbeit muss Freude und Spaß machen, damit sie mit Leichtigkeit erledigt und daher zum Energielieferanten wird. Alles andere führt zur inneren Kündigung, fehlender Identifikation mit Job, Produkt und Unternehmen. Ich zeige dir, wie es mit selbstbewusstem Ich-Marketing funktioniert.

Deine Motivation.

Die Kernfrage ist, warum wir etwas machen oder erschaffen wollen. Das WARUM ist zu klären.

Der Antrieb, die Motivation kommt im Idealfall von innen (intrinsisch) und hat damit eine deutlich längere Halbwertzeit als die von außen (extrinsisch) kommende. Motive für intrinsisch motivierte Tätigkeiten können einfach nur Spaß sein, sinnstiftend oder herausfordernd erscheinen oder schlicht interessant sein. Diese Aufgaben werden, im Gegensatz zu extrinsisch motivierten, um ihrer selbst willen durchgeführt, ohne eine Belohnung zu erwarten oder eine Bestrafung zu vermeiden.

„Der sogenannte Motivation Crowding Effect kann auftreten, wenn sich intrinsische und extrinsische Motivation überschneiden. Im Idealfall sieht eine Überschneidung von Motivationsquellen so aus: Ein Angestellter betrachtet seine Arbeit als sinnvoll und führt sie mit Freude durch (intrinsische Motivation). Gleichzeitig empfindet er das Gehalt für seine Arbeit als angemessen und ausreichend für seinen Lebensunterhalt (extrinsische Motivation). An dieser Stelle führt seine Firma allerdings ein Bonussystem ein, das die persönliche Leistung der Angestellten stärker belohnen soll. Der Angestellte hat nun die Möglichkeit, durch das Erreichen bestimmter Geschäftsziele wesentlich mehr Geld zu verdienen als vorher.

Was geschieht nun: Der Angestellte möchte sich diesen Bonus natürlich nicht entgehen lassen und wird nun verstärkt darauf hinarbeiten, die vorgegebenen Geschäftsziele zu erreichen. Aufgaben, die keinem konkreten Geschäftsziel dienen und damit kein Bestandteil des Bonussystems sind, wird er stärker als negative, da nicht explizit belohnte Arbeit empfinden. Die ursprünglich vorhandene intrinsische Motivation des Mitarbeiters – der Spaß an der Sache – wird durch die extrinsische Motivation verdrängt.“ (Quelle: http://www.lernpsychologie.net/motivation/intrinsische-motivation)

Notiere dir bitte deine WARUMs und mache hieraus eine stimmige Kurzfassung, die du gut und nachvollziehbar in einem Vorstellungsgespräch erzählen kannst.

Einstellung. Innere Kündigung. Kündigung.

Die „innere Kündigung kostet [die] Wirtschaft 118 Milliarden“ per annum, schreibt die WELT in einem Onlinebeitrag von Flora Wisdorff am 31.03.2014. „Frust im Job - Jeder sechste Arbeitnehmer hat keinen Bock“ titelt Spiegel Online ebenfalls am 31.03.2014 und konkretisiert die alarmierenden Zahlen des Gallup- Instituts aus dem Jahr 2013: