Bird Therapy - Joe Harkness - E-Book

Bird Therapy E-Book

Joe Harkness

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Beschreibung

Nach jahrelangem Kampf mit schweren Depressionen und Zwangsstörungen erleidet Joe Harkness 2013 einen völligen Zusammenbruch. Mithilfe von Medikamenten, Psychotherapie und Achtsamkeit kommt er langsam wieder auf die Beine. Doch keine Therapie berührt ihn so sehr wie das intensive Erleben der Natur, vor allem beim Beobachten der Vögel. Als er anfängt, sich mit Birding zu beschäftigen, begreift er erstmals die Schönheit und Einzigartigkeit dieser Tiere. Sie inspiriert ihn, erdet ihn und führt ihn zu echter Selbstakzeptanz und Heilung. Sein Buch ist ein fesselnder Erfahrungsbericht und zugleich praktischer Leitfaden für die Anwendung von Bird Therapy bei Lebenskrisen und psychischen Problemen.

Das E-Book können Sie in Legimi-Apps oder einer beliebigen App lesen, die das folgende Format unterstützen:

EPUB
MOBI

Seitenzahl: 329

Veröffentlichungsjahr: 2020

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Joe Harkness

Inhalt

Vorwort

1. Ein Zusammenbruch, ein Bussard und die Broads

2. Eine Umfrage, eine Definition und die fünf Wege zum Well-Birding

3. Eine Heckenbraunelle, eine Pallas Grasmücke und eine Vielzahl von Mustern

4. Ein Baumpieper, eine Heidelerche und ein Abendkonzert

5. Eine Rohrdommel, der Fernglas-Code und die Kunst, seltene Arten zu entdecken

6. Ein Reiher, ein Eisvogel und die Erinnerung, warum es wichtig ist, Vögel zu füttern

7. Ein lokaler Patch, zwei Tauchenten und eine Ringdrossel

8. Eine Meerenten-Flottille, der Zusammenhalt des Kollektivs und der Marsch der Wacholderdrosseln

9. Schwalbenschwärme, Frühlingserwachen und die Waldsänger-Chroniken

10. Das Crescendo des Wintergoldhähnchens, schwankendes Schilfrohr im Wind und sechzig Trauerschnäpper

11. Ein Wettlauf mit der Natur, vom Meer geglättete Kiesstrände und ein Wunderheilmittel

12. Brombeerbüsche, eine Gartengrasmücke und Lernen durch Erfahrung

13. Ein Hobby, das sich schrittweise weiterentwickelt, die Rückkehr zur Heide und die Rückbesinnung auf das Wesentliche

Fragebogen

Danksagung

Unterstützer

Anmerkungen

Über den Autor

Besonders danken möchte ich

Bill Bailey

Adam Huttly

Deb Jordan, Pensthorpe Natural Park

In liebevoller Erinnerung an meine Tanten Julie und Ruth. Beide glaubten an mich und an die Macht der Natur.

Vorwort

Wir tragen Prellungen, Blutergüsse, Kratz- und Schürfwunden, Riss- und Schnittwunden, Quetsch- und Platzwunden davon, wir bluten. Wir haben Schmerzen, wir schwitzen, wir müssen erbrechen. Wir kleben Pflaster auf, legen Verbände an, nehmen Medikamente. Wir werden operiert. Und das alles ist kein Problem. Das ist Alltag, normal, annehmbar. Wir bekommen sogar Mitleid, wenn wir deswegen Tränen vergießen und hören: »Mach dir keine Sorgen, alles wird gut.«

»Letzte Woche bin ich von der Leiter gefallen und habe mir dabei eine Schnittwunde am Arm zugezogen. Die Wunde wurde mit dreißig Stichen genäht, und jetzt muss ich Antibiotika nehmen.« … »Oh nein, wie furchtbar, kann ich dir irgendwie helfen?«

»Letztes Wochenende war ich hoffnungslos depressiv, deshalb habe ich ein Bettlaken an den Dachbalken befestigt und versucht, mich zu erhängen …«

Was folgt ist Schweigen, Schockstarre, oder es kommt überhaupt keine Reaktion, weil die Wahrscheinlichkeit, ein solches Eingeständnis zu hören, beinahe gleich null ist. Weil mentale Erkrankungen noch heute, im 21. Jahrhundert, ein tödliches Tabu darstellen, das die Betroffenen in die Isolation treibt und zu Tragödien führt. An dem Tag, an dem ich einen Strick befestigte, seine Dehnbarkeit einschätzte und Klebeband benutzte, um die Fallhöhe abzumessen – ohne mich umzubringen –, führte ich drei »normale« Telefongespräche mit Freunden und Familienmitgliedern. Keiner von ihnen hatte auch nur die geringste Ahnung, was um ein Haar geschehen wäre – weil ich nicht in der Lage war, es ihnen zu sagen. Es gab für mich keine Brücke, keine Perspektive, keinen Weg zu einem offenen Gespräch, weil die Höllenqualen, die ich litt, in der Gesellschaft als »nicht zulässig« galten. Ich war schließlich ein Mann, dem man schon als Kind eingebläut hatte: »Jungen weinen nicht.« Dass Männer scheitern, ist nicht akzeptabel. Wir sind durchsetzungsfähig, das starke Geschlecht, wie es heißt. Die Lippen dürfen nicht zittern, wir müssen die Ohren steifhalten. Das alles ist offenkundig falsch und der damit verbundene Preis unermesslich hoch. Die unannehmbaren Suizidraten bei Männern stellen in Großbritannien und anderen Teilen der Welt bedauerlicherweise nur einen Bruchteil der abgrundtiefen mentalen Gesundheitskrise dar.

Meine Hunde haben mich gerettet. Joe Harkness wurde von einem Menschen gerettet, und das ist seine Geschichte. Man könnte sie als »tapfer«, »mutig« oder »kühn« bezeichnen. Doch das ist sie nicht. Das ist er nicht. Sie ist einfach nur wahr, und er ist einfach nur ehrlich. Er hat seine erschütternde und gleichzeitig ermutigende, wundervolle Geschichte klug, kristallklar, punktgenau und kreativ geschildet. Seine Reise stellt eine anschauliche Landkarte seines Genesungsprozesses und der dabei gewonnenen Einsichten dar, die zweifellos als Vorlage für alle dienen kann, die ebenfalls nach einer Atempause mit Hilfe scheinbar ungewöhnlicher Mittel und Methoden Ausschau halten – durch die Verbindung zur Natur, die Liebe zu Vögeln. Falls Ihnen diese Option auf den ersten Blick wie eine sonderbare Nischentherapie mit äußerst begrenzter Anwendung in der realen Welt vorkommt, sollten Sie trotzdem weiterlesen. Joe Harkness beschreibt sie offen, aber mit kritischem Blick, untermauert sie mit Expertenwissen und präsentiert ein absolut überzeugendes Fallbeispiel für die Heilkraft der Natur.

Ich lese viel. Schlechte, gute, interessante, wichtige und gelegentlich brillante Bücher. Ich kann mich nicht an das letzte Buch erinnern, von dem ich mit absoluter Sicherheit behaupten würde, dass es Leben zu retten vermag. Aber dieses Buch könnte dazu beitragen. Aus meiner Perspektive handelt es sich daher um ein außergewöhnliches Buch. Vielen Dank, Joe; du bist ein Spitzentyp, ein Mensch, der authentisch ist – nicht tapfer, aber ein seltenes Exemplar.

Chris Packham

New Forest

1.

Ein Zusammenbruch, ein Bussard und die Broads

2.

Eine Umfrage, eine Definition und die fünf Wege zum Well-Birding

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