Bis er uns umbringt? - Olpe - E-Book

Bis er uns umbringt? E-Book

Olpe

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Beschreibung

Die neuesten Forschungen in den Bereichen Neurowissenschaften und Medizin zeigen bereinstimmend, dass Stress massive Auswirkungen sowohl auf die psychische als auch auf die somatische Gesundheit der Menschen hat. Stress steht inzwischen im Verdacht, neben psychischen Erkrankungen ebenfalls ursächlich mit vielen Volkskrankheiten in Verbindung zu stehen, etwa Diabetes, kardiovaskulären Erkrankungen, Demenz. Darüber hinaus ist Stress natürlich weiterhin mit verantwortlich für das Entstehen von schweren psychischen Erkrankungen. Der Stress mit seinen mannigfaltigen Ursachen entsteht im Gehirn und strahlt von hier auf den ganzen Körper aus. Der Körper wirkt daraufhin auf das Gehirn zurück und hinterlässt dort seine Spuren. Er verändert unser Gehirn. Dieses Buch stellt die Zusammenhänge dar und berücksichtigt dabei sowohl die Bedeutung der individuellen Lebensgeschichte als auch den Einfluss der Gesellschaft auf unser Gehirn, unsere Psyche und unsere Gesundheit. Es ist ein engagiertes Plädoyer für einen sorgfältigeren Umgang mit unserem Gehirn. Die Autoren sind hervorragende und international anerkannte Experten zum Thema. Als Wissenschaftler wenden sie sich in dieser Publikation bewusst an ein breites Publikum, um die neuesten Erkenntnisse und ihre Implikationen allgemeinverständlich darzulegen.

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EPUB
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Seitenzahl: 273

Veröffentlichungsjahr: 2014

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Olpe/Seifritz

Bis er uns umbringt?

Verlag Hans Huber

Sachbuch Psychologie

Wissenschaftlicher Beirat:

Prof. Dr. Guy Bodenmann, Zürich

Prof. Dr. Dieter Frey, München

Prof. Dr. Lutz Jäncke, Zürich

Prof. Dr. Franz Petermann, Bremen

Prof. Dr. Hans Spada, Freiburg i.Br.

Prof. Dr. Markus Wirtz, Freiburg i.Br.

Hans-Rudolf Olpe / Erich Seifritz

Bis er uns umbringt?

Wie Stress die Gesundheit attackiert – und wie wir uns schützen können

Verlag Hans Huber

Programmleitung: Tino Heeg

Lektorat: Karin Beifuss

Herstellung: Jörg Kleine Büning

Umschlaggestaltung: Weiss-Freiburg GmbH

Druckvorstufe: punktgenau gmbH, Bühl

Druck und buchbinderische Verarbeitung: Finidr s.r.o., Český Těšín

Printed in Czech Republic

Bibliografische Information der Deutschen Nationalbibliothek

Die Deutsche Nationalbibliothek verzeichnet diese Publikation in der Deutschen Nationalbibliografie; detaillierte bibliografische Daten sind im Internet über http://dnb.d-nb.de abrufbar.

Anregungen und Zuschriften bitte an:

Hogrefe Verlag

Lektorat Psychologie

Länggass-Strasse 76

CH-3000 Bern 9

Tel: 0041 (0)31 300 4500

Fax: 0041 (0)31 300 4593

[email protected]

www.hogrefe.ch

1. Auflage 2014

© 2014 by Hogrefe Verlag, Bern

E-Book-ISBN [PDF] 978-3-456-95446-2

E-Book-ISBN [EPUB] 978-3-456-75446-8

ISBN 978-3-456-85446-5

Inhalt

Vorwort

1. Um was und wohin es geht

2. Gehirne im Stress

3. Wie das Gehirn unter Stress gerät

4. Das Gehirn schützt sich (zunächst) selber: Schutz vor akutem Stress

5. Chronischer Stress verändert das Gehirn

6. Stress in der Kindheit: Langzeitauswirkungen auf Körper, Gehirn und Seele

7. Die Gesellschaft ist mit «schuld»

8. Ein Stressor kommt selten allein

9. Wird die Last zu groß, trifft es den ganzen Körper

10. Stressprävention zum Schutz von Körper und Gehirn

11. Stresspuffer

12. Hirn-Wellness: Wunschdenken oder Wirklichkeit?

13. Hirnforschung im Stresstest

14. Wie geht es weiter?

Vorwort

Nur wenige Themen werden aktuell so intensiv diskutiert wie der zunehmende Stress in allen Lebensbereichen. Insbesondere die Berichterstattung in den Medien fokussiert hierbei stark auf die chronische Belastung am Arbeitsplatz. Kaum eine Woche vergeht, in der nicht über das scheinbar verstärkte Auftreten von Depressions- und Burnout-Erkrankungen in Unternehmen berichtet wird.

Auch wissenschaftliche Publikationen weisen auf die zunehmende Herausforderung hin, die psychische Krankheiten für praktisch alle entwickelten Volkswirtschaften darstellen. So schätzt ein aktueller OECD-Bericht zur Situation in der Schweiz die mit psychischen Erkrankungen verbundenen jährlichen Kosten für die Wirtschaft auf 19 Milliarden Franken, was 3,2 Prozent des Bruttoinlandsprodukts entspricht (OECD 2014). Auch die «explodierende» Ratgeberliteratur konzentriert sich auf die Bewältigung von Stress im Arbeitskontext, der zwar sehr relevant ist, aber letztlich doch nur einen Ausschnitt der Problematik verkörpert. Das vorliegende Buch wählt einen anderen Ansatz und beleuchtet das Phänomen ganzheitlich und über die Lebensspanne hinweg. Hierbei gelingt es den Autoren, Ursachen und Wirkungen von Stress wissenschaftlich fundiert zu beleuchten und ihre Erkenntnisse in äußerst verständlicher Art und Weise darzustellen.

Die Autoren zeigen auf, wie Stress bereits im Mutterleib entstehen kann, wie er in den ersten Lebensjahren das Gehirn verändert und warum diese frühen Stresserlebnisse ein großes und lebenslanges Risiko für die seelische und körperliche Gesundheit darstellen. Die Autoren geben einen spannenden und kompetenten Einblick in die biologischen, psychologischen und gesellschaftlichen Prozesse, die zur Entstehung eines Zustands andauernder Überlastung führen. Diese Prozesse werden umfassend diskutiert, unter Einbezug weiterer Belastungsfaktoren wie Schlaf- und Bewegungsmangel sowie ungünstiger Einflüsse unseres Lebensstils. Die Autoren führen uns das enorme Spektrum an Krankheiten vor Augen, die mit Stress gekoppelt sind, und erklären, warum die Auswirkungen von Stress derart breit gestreut sind. So wird der Einfluss von Stress auf eine ganze Reihe von Zivilisationskrankheiten thematisiert, zu denen unter anderem Diabetes, Herz-Kreislauf-Erkrankungen sowie die Fettleibigkeit zählen. Hierbei wird anschaulich dargestellt, wie der Zustand der chronischen Überlastung zu entzündlichen Prozessen im Körper führt, die ihrerseits an der Entstehung dieser Krankheiten ursächlich beteiligt sind. Selbst für Krankheitsbilder wie Arteriosklerose und Alzheimer liefert die Betrachtung unter dem Blickwinkel dieser stressbezogenen Prozesse einen neuen Erklärungsansatz.

Den vielfältigen negativen Auswirkungen von Stress stehen zahlreiche Stellhebel für präventive Maßnahmen gegenüber. Diese zielen im Wesentlichen darauf ab, zur Verfügung stehende Ressourcen zu maximieren. Neben externen Ressourcen wie beispielsweise der Unterstützung durch Vorgesetzte, Arbeitskollegen oder Familie kommt vor allem den persönlichen Ressourcen eine entscheidende Rolle zu. In diesem Zusammenhang gehen die Autoren insbesondere auf die als Resilienz bezeichnete individuelle Widerstandsfähigkeit ein.

Auch das Thema Selbstverantwortung als Präventionsstrategie bei der Gesundheitsvorsorge hat einen prominenten Platz im vorliegenden Buch erhalten. In diesem Zusammenhang werden die positiven Auswirkungen körperlicher Ertüchtigung auf das Gehirn aus biologischer Sicht erklärt, was dem Aspekt der Bewegung und körperlichen Fitness eine Bedeutung gibt, die weitreichender ist als der Kampf gegen das Übergewicht. Diese Anregungen leiten über in das größere Anliegen dieses Buches: Es plädiert in engagierter und überzeugender Weise für mehr Selbstverantwortung bei der Gesundheitsvorsorge.

Das Buch geht damit weit über die konventionellen Ratgeber hinaus, indem es neben den biologisch-medizinischen Erklärungen zum Auftreten und zur Wirkung von Stress auch die massiven gesundheitlichen Konsequenzen von chronischer Überlastung in einen gesellschaftlichen Kontext stellt und vielfältige Auswege aufzeigt.

Die Autoren haben das sozial und medizinisch hoch relevante Phänomen Stress in wegweisender Art behandelt und für eine breite Leserschaft zugänglich gemacht. Hierfür gebührt ihnen Dank und Anerkennung. Es ist zu hoffen, dass diesem Buch eine dem Thema und dessen engagierter Aufbereitung angemessene hohe Aufmerksamkeit zuteil wird.

Prof. Dr. Stephan Böhm

St. Gallen

1. Um was und wohin es geht

Chronische Überlastung ist ein Phänomen, das den größten Teil der Bevölkerung mit Sorge erfüllt, denn Auswege aus dieser Situation sind nur allzu oft durch gesellschaftliche und persönliche Lebensumstände blockiert. Es wäre aber wichtig, derartigen Zuständen mit Entschiedenheit entgegenzutreten, da infolge chronischer Überlastung zahlreiche schwere Krankheiten entstehen können. Das vorliegende Buch möchte Hintergrundinformationen zum Thema «chronischer (toxischer) Stress» geben und zu entschiedenem Handeln gegen diesen Zustand motivieren. Um erfolgreich Maßnahmen gegen chronischen Stress einleiten zu können, ist letztlich nicht nur das Individuum, sondern die ganze Gesellschaft gefordert. Die Gesellschaft sollte ein vitales Interesse daran haben, den chronischen Stress einzudämmen. Die Gründe dafür sind, dass chronischer Stress mit sehr viel mehr chronischen Krankheiten (den sogenannten Zivilisationskrankheiten) in Verbindung steht, als gemeinhin angenommen wird, und dass der Zustand der chronischen Überlastung immer häufiger auftritt und praktisch schon zum Normalzustand geworden ist. Warum das so ist und welche Folgen Stress, der sich bereits in der Schwangerschaft schädigend auf die Gesundheit des Ungeborenen auswirkt, auch noch Jahrzehnte später haben kann, wird eingehend erläutert. Chronischer Stress hat weitreichende gesundheitliche Konsequenzen, vor allem in der zweiten Lebenshälfte.

Zu diesen vorwiegend in der zweiten Lebenshälfte auftretenden wichtigen Zivilisationskrankheiten gehören – um nur einige zu erwähnen – Herzinfarkt, Atherosklerose, Schlaganfall, Typ-2-Diabetes und Fettleibigkeit (Adipositas), die bislang mit einer falschen, cholesterinreichen Ernährung und Bewegungsmangel in Verbindung gebracht wurden. Inzwischen hat diese weit verbreitete Sichtweise Risse bekommen. Ein neuer Erklärungsansatz zur Entstehung dieser Krankheiten beginnt sich abzuzeichnen, der von einer wachsenden Anzahl von Spezialisten und Spezialistinnen mit Interesse verfolgt wird. Diese neue Hypothese postuliert, dass im Körper ablaufende Entzündungsprozesse bei der Entstehung der genannten Zivilisationskrankheiten eine Schlüsselfunktion einnehmen. Aber nicht nur bei diesen: Auch Depressionen werden durch ganz neue Befunde mit entzündlichen Prozessen in Zusammenhang gebracht. Dies hat Konsequenzen sowohl für die Präventionsmöglichkeiten als auch für die Behandlung dieser weit verbreiteten, schweren und kostspieligen Erkrankungen.

Lesen Sie weiter in der vollständigen Ausgabe!

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