Blindness: The Beginning - Prequel - June Charles - E-Book

Blindness: The Beginning - Prequel E-Book

June Charles

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Beschreibung

Das Prequel zur ›Blindness‹-Reihe. Es ist das letzte Jahr an der Highschool. Nathan Caldwell entwickelt sich immer mehr zum Weiberheld, während Linnea Rowe plötzlich tiefere Gefühle für ihre ›Sandkastenliebe‹ hegt. Als sie zunehmend schlechter mit seinem Womanizer-Benehmen zurechtkommt, will sie nur noch eines: Ihr Herz schützen. Linn sieht keinen anderen Ausweg mehr, als mit Nathan zu brechen. Doch bald wird ihr klar, was sie damit angerichtet hat ... Ein letzter Abend. Ein naiver Plan. Linn setzt alles auf eine Karte. Doch kann sie die Freundschaft noch retten? Oder wird sie Nathan für immer verlieren?

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EPUB

Veröffentlichungsjahr: 2022

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Blindness

The Beginning

June Charles

Copyright © 2017 June Charles

Alle Rechte vorbehalten.

June Charles - c/o art for your book

Am Kniependamm 29 – 27726 Worpswede

Satz & Layout: Julia Dahl

Umschlaggestaltung: art for your book

Alle Rechte, einschließlich das, des vollständigen oder auszugsweisen Nachdrucks in jeglicher Form, sind vorbehalten. Dies ist eine fiktive Geschichte, Ähnlichkeiten mit lebenden, oder verstorbenen Personen sind rein zufällig und nicht beabsichtigt. Alle Markennamen, Firmen sowie Warenzeichen gehören den jeweiligen Copyrightinhabern.

Inhalt

Prolog

Kapitel 1

Kapitel 2

Kapitel 3

Kapitel 4

Kapitel 5

Kapitel 6

Kapitel 7

Kapitel 8

Kapitel 9

Kapitel 10

Kapitel 11

Kapitel 12

Kapitel 13

Kapitel 14

Kapitel 15

Kapitel 16

Kapitel 17

Epilog

Blindness: Erhofft

Blindness: Unvergessen

Blindness: Till the End

Dieses Buch

Es ist das letzte Jahr an der Highschool. Nathan Caldwell entwickelt sich immer mehr zum Weiberheld, während Linnea Rowe plötzlich tiefere Gefühle für ihre ›Sandkastenliebe‹ hegt.

Als sie zunehmend schlechter mit seinem Womanizer-Benehmen zurechtkommt, will sie nur noch eines: Ihr Herz schützen. Linn sieht keinen anderen Ausweg mehr, als mit Nathan zu brechen. Doch bald wird ihr klar, was sie damit angerichtet hat ... 

Ein letzter Abend.

Ein naiver Plan.

Linn setzt alles auf eine Karte.

Doch kann sie die Freundschaft noch retten?

Oder wird sie Nathan für immer verlieren?

Für meine Leser.

Wir treten die guten Dinge mit Füßen,

weil wir nie genug bekommen,

nie zufrieden sind mit dem, was wir haben.

Wir führen sinnlose Kriege,

getrieben von blindem Egoismus.

Und verlieren alles.

Prolog

Daniel

›Es waren seine typischen Phrasen – das übliche Getue, die immer gleichen Worte.‹

Es hatte sich wohl herumgesprochen, dass es hier jemanden gab, der Körbe verteilte; und der Kampfgeist der weiblichen Gäste war geweckt. Diesmal war sie rothaarig und gehörte zu derselben Clique, aus der es zuvor bereits zwei andere versucht hatten. Zielstrebig kam sie in meine Richtung, und ihre Freundinnen, die am anderen Ende des Verbindungshauses auf einer der verschlissenen, beigen Sofas saßen, schauten ihr gespannt nach. Ich kannte sie aus den Strafrechtvorlesungen, Jurastudentin schien sie aber nicht zu sein.

Mein Blick wanderte zu Nathan, dem ich diesen Massenangriff von flirtwütigen Studentinnen vermutlich zu verdanken hatte. Er saß ein paar Meter entfernt an der schlichten Bar – die einzige Getränkequelle der Party, weshalb die Leute ständig in Karawanen an mir vorbeizogen und Nachschub besorgten. Ich schüttelte den Kopf. Warum auch immer Nathan mir die Weiber auf den Hals hetzte, er wusste sehr genau, dass ich seine Schwester niemals hintergehen würde. Vielleicht war es ein Test, ein Ablenkungsmanöver oder er erlaubte sich einfach einen Spaß, wofür ich ihm gern die Fresse poliert hätte.

Die Brünette neben Nathan hing ihm förmlich an den Lippen, und ich musste kein Gedankenleser sein, um zu wissen, was er ihr erzählte. Es waren seine typischen Phrasen, das übliche Getue, die immer gleichen Worte. Die Frauen standen aus irgendeinem Grund darauf, und diese hier ganz besonders. Aber mehr als ein bisschen Aufmerksamkeit und Gefasel würde sie von ihm nicht bekommen. Erstaunlich, dass er ihr überhaupt den freien Platz neben sich angeboten hatte. Sie war dunkelhaarig, klein und zierlich – passte überhaupt nicht in sein Beuteschema.

In einem Zug leerte Nathan seinen Cola-Whiskey und bestellte bei einem der Verbindungstypen, der den Barkeeper mimte, einen weiteren. Eigentlich hatte er schon vor einer Stunde genug getrunken gehabt, was in letzter Zeit häufiger passierte, und ich war noch weitere sechs Tage dazu verdammt, in unserer Bude und nicht bei Joey zu übernachten. Sie war zusammen mit ihrer Freundin nach New York geflogen – und ich würde mir deshalb heute eine weitere Nacht das Gestöhne meines besten Kumpels aus dem Nachbarzimmer anhören müssen. Dieses Gelage war schlimmer geworden, seit er wusste, dass seine Schwester zusammen mit Linnea Rowe Urlaub machen würde. Sie war Joelins beste und längste Freundin, und seit wir nach Seattle gezogen waren, und Linn die Uni in Portland besuchte, sahen sich die beiden nur noch sehr selten. Ich ahnte, warum Nathan sich seit ihrer Abreise derart daneben benahm und hätte ihm in einem Anflug aus Verzweiflung und Schlafmangel gestern beinahe Linns Handynummer in den Arm geritzt, nur damit er endlich mit seinem volltrunkenen Gejaule aufhörte.

Ich wandte mich wieder nach vorn und blickte direkt in die hellblauen Augen des herannahenden Unheils in schwarzer Jeans und weißem Top. Freundlich erklärte ich ihr, wie auch den anderen zuvor, dass ich nicht interessiert war, und so zog auch Nummer drei ohne Sieg vom Feld, während mein Blick wieder zu Nathan glitt. Die kleine Dunkelhaarige war verschwunden, dafür saß jetzt das typische blonde Gift neben ihm. So sahen Caldwells Frauen aus. Es wunderte mich lediglich, dass diese bereits vor zwei Tagen morgens durch unsere Bude gestöckelt war, und wenn ich mich nicht verhört hatte, was angesichts der Lautstärke kaum möglich war, dann kannte ich – neben ihren fünf unterschiedlichen Arten, Nathans Namen zu kreischen – auch ihren eigenen. Er hatte ihn mehrmals in die Dunkelheit gestöhnt. ›Anna.‹

1

Linn

›Vielleicht brauchten die sagenumwobenen Schmetterlinge bloß ein bisschen mehr Zeit.‹

Drei Jahre zuvor

Bewaffnet mit einem Tablett, auf dem ich eine kleine Flasche Saft und einen Apfel jonglierte, blickte ich mich in der Cafeteria um, und entdeckte meine beste Freundin und ihren Freund an einem Tisch in der Ecke. Daniel Parker, der blonde Sonnyboy mit den stahlblauen Augen, gab seiner Joelin gerade einen kleinen Kuss, bevor er sich dem Mittagessen widmete. Heute stand Spaghetti Bolognese auf dem Plan – ungenießbar, weshalb ich dankend verzichtete.

»Hey, da bist du ja.« Mit einem Lächeln wandte ich mich meinem Freund zu. Ja, ich hatte tatsächlich einen Freund. So unvorstellbar es auch klang: Connor Sawyer, Linebacker des Footballteams – gutaussehend, intelligent, bei den Cheerleader heiß begehrt – interessierte sich für mich, Linn Rowe.

»Hey. Wie war der Test?«

»Gut, gut«, wiegelte er ab. Das hieß dann wohl, dass es scheiße gelaufen war. »Wollen wir dann? Ich hab Hunger.« Als ich nickte, legte er mir einen Arm um die Taille, während er mit der anderen Hand gekonnt sein Tablett ausbalancierte, und führte mich durch die Cafeteria in Richtung der großen Tische.

»Kommst du heute mit zu den Jungs?«, wollte er wissen, seine braunen Augen sahen mich erwartungsvoll an, während ich einen flüchtigen Blick zu dem Tisch warf, an dem sich jeden Mittag die Footballspieler mit ihren ›Errungenschaften‹ versammelten, und schüttelte den Kopf. Eigentlich wusste er, dass ich mich bei seinen Leuten unwohl fühlte, aber er versuchte es dennoch immer mal wieder. Irgendwie war es ja süß, aber es änderte trotzdem nichts an meiner Meinung. Ich gehörte nicht dorthin.

»Nein, aber geh du ruhig«, erwiderte ich diplomatisch, auch wenn ich gern mit ihm zusammen gegessen hätte. Aber ich wollte ihn auch nicht von seinen Leuten fernhalten. »Ich setz mich zu Joelin und Daniel.«

»Dann begleite ich dich.« Begeistert klang Connor nicht und die Mädchen am ›Footballertisch‹ würden ihm bestimmt keinen Wunsch abschlagen, aber schließlich zwang ich ihn ja nicht, mich zu begleiten.

»Linni, du musst heute Nachmittag unbedingt zu uns kommen«, trällerte Joey, kaum, dass Connor und ich uns zu ihnen an den Tisch gesetzt hatten. Ihre rotblonden, langen Locken, um die ich sie jeden Tag aufs Neue beneidete, tanzten vor Aufregung, und ich musste nicht fragen, worum es ging. Bereits seit einer Woche lag sie mir mit dem geplanten Lagerfeuer am See in den Ohren. Es war das erste in diesem Jahr und der Startschuss für unseren letzten, gemeinsamen Sommer in Raymond. Denn Joelin hatte sich entschlossen, nach unserem Abschluss im nächsten Jahr nach Seattle zu gehen. Nathan und Matthew würden sie begleiten, während ich mich an der Uni in Portland eingeschrieben hatte.

Seufzend schaute ich kurz zu Connor, der wortlos begann sein Mittagessen in sich hineinzuschaufeln. Eigentlich waren wir für heute Nachmittag verabredet, und da er morgen wegen des Geburtstags seiner Tante nicht beim Lagerfeuer dabei sein würde, wollte ich ihm ungern absagen.

»Tut mir leid, Joey, aber ich hab heute schon was vor.« Ihr sturer Blick sagte mir, dass ihr diese Information ziemlich egal war. »Und ich weiß auch ehrlich gesagt nicht, was es da noch zu bereden gibt? Wir haben Unmengen an Decken, um die Getränke kümmern sich die Jungs …«, begann ich aufzuzählen und hielt inne, als mich ein mitleidiger Blick aus Daniels Richtung traf. Scheinbar hatte ich etwas Entscheidendes vergessen. Nur was?

»Outfits«, erwiderte Joelin schlicht. Natürlich. Die Outfits. Stundenlang würde sie wieder in ihrem Schrank wühlen, alles Mögliche anprobieren und mir mein ständiges ›Sieht toll aus‹ sowieso nicht glauben. Nicht, dass sie je etwas kaufen würde, was nicht zu ihr passte, aber offensichtlich war meine beste Freundin da regelmäßig anderer Meinung. Zum krönenden Abschluss würden wir dann meinen Kleiderschrank auf den Kopf stellen, in dem sich wirklich keine Highlights befanden, und wie immer nichts finden, das die Falten auf Joelins Stirn wieder glatt strich. Aber mal ehrlich, was zog man schon zu einem Lagerfeuer an? Jeans, irgendein Oberteil, das zur Temperatur passte, und bequeme Schuhe.

»Och nö«, jammerte ich und kramte fieberhaft nach einer Ausrede, die vorzugsweise nicht mit Connor zu tun hatte, denn die würde Joey nicht gelten lassen. Sie konnte ihn nicht ausstehen. Mittlerweile traute ich ihr sogar zu, dass sie ihn einfach irgendwo anbinden oder einsperren würde, bis wir mit der Outfitsuche fertig waren. Vielleicht würde sie ihn auch nie mehr rauslassen, damit er aus meinem Leben verschwand. Er war nicht mein erster Freund und Joelin hatte auch seine zwei Vorgänger nicht sonderlich gut leiden können, aber bei Connor war ihre Abneigung größer denn je. Ich konnte nicht einmal sagen, was genau sie an ihm störte. Auf meine wiederholte Frage, warum sie ihn nicht leiden konnte, hatte ich bislang keine zufriedenstellende Antwort bekommen, und wenn ich ehrlich war, wollte ich es auch gar nicht mehr wissen. Connor war wirklich toll und ich war gern mit ihm zusammen.

»Also, wann kann ich mit dir rechnen?«, hakte Joelin unverhohlen nach. Mein Seufzer über meine nicht vorhandene Schlagfertigkeit, wenn es um meine Freundin ging, verklang lautlos, als ich plötzlich Connors Hand auf meinem Oberschenkel spürte.

»Lass mich das machen«, flüsterte er und ich presste vor Anspannung die Lippen aufeinander. Er würde sich um Kopf und Kragen reden, und schlimmstenfalls würde seine Entführung zu einem Mord im Affekt werden.

»Gar nicht«, knurrte er unfreundlich und ich starrte ihn fassungslos an. Glaubte er wirklich, dass er als Mister Arschloch irgendwie Eindruck bei Joey machen konnte? Sie hatte nicht einmal mit der Wimper gezuckt.

»Jetzt pass mal gut auf!«, fauchte sie und beugte sich, bereit, in den Kampf zu ziehen, weiter über den Tisch. Selbst Daniels mahnende Worte hielten sie nicht mehr auf. »Was ich davon halte, dass du mit Linn zusammen bist, muss ich dir sicher nicht sagen ...«

»Wie wäre es mit einem Kompromiss?«, rief ich eilig dazwischen, und sie hielt inne, während mein Freund mich abwartend ansah. »Also, ich meine …« ›Und, wo ist jetzt der grandiose Vorschlag, auf den sie nach deinem Zwischenruf warten? Ganz toll, Linn. Erst denken, dann reden.‹ Weil mir so schnell nichts Besseres einfiel und ich irgendwie Zeit schinden musste, lehnte ich mich zu Connor und legte meine Lippen auf seine. Es sollte nur ein kleiner Kuss werden, der mir einen Moment zum Nachdenken verschaffte und ihn von Joelin ablenkte, aber daraus wurde nichts.

Bevor ich überhaupt registrierte, was passierte, zog Connor mich mit einer Hand in meinem Nacken näher zu sich. Seine Lippen bewegten sich unnachgiebig auf meinen, und aus dem kleinen Ablenkungsmanöver wurde etwas, das sicher nicht in die Cafeteria einer Highschool gehörte. Zumindest nicht für mich. Es war einer dieser Küsse, bei dem die Romanheldinnen meistens anfingen, ihren Verstand zu verlieren. Ich hingegen überlegte bloß, wie ich schnellstmöglich aus dieser Situation entfliehen konnte. Eine sanftere Methode wollte mir einfach nicht einfallen, also unterbrach ich den Kuss abrupt und lehnte mich weg.

»Wir können uns doch heute Abend sehen. Wäre das okay für dich?«, fragte ich atemlos, und mein Freund nickte unbestimmt, bevor er sich erhob. Begeisterung sah auf jeden Fall anders aus.

»Ich geh zu den Jungs.«

»Idiot!

---ENDE DER LESEPROBE---