Blooming Mom - Misava Macamo - E-Book

Blooming Mom E-Book

Misava Macamo

0,0

Beschreibung

Eine Schwangerschaft ist wohl eine der aufregendsten Zeiten im Leben einer Frau. Alles verändert sich und es gibt viel zu entdecken als werdende Mama - und auch die Empfehlungen zur vermeintlich perfekten, gesunden Schwangerschaft häufen sich. Besonders die Frage nach einer ausgewogenen Ernährung in der Schwangerschaft beschäftigt viele Mütter. In diesem Buch geht es aber nicht um den einen perfekten Weg, sondern es geht um dich. Egal, ob du durchgehend vegan lebst, pflanzenbasierte Kost ab und zu in deinen Speiseplan einbaust oder einfach interessiert bist an dieser Ernährungsform in der Schwangerschaft - dieses Buch zeigt dir, was du dir und deinem Baby während der ersten neun Monate und darüber hinaus geben kannst, um regelrecht aufzublühen und gesund zu wachsen. Dieses Buch gibt dir Antworten und Sicherheit. Es begleitet dich mit liebevollen Worten, hilfreichen Tools und zahlreichen Tipps und Ideen zu nährenden Verhaltensweisen in der Schwangerschaft. Du lernst die Grundlagen einer optimalen Ernährung kennen - mit veganen Anteilen oder komplett vegan. Du erhältst außerdem einen Einblick in stärkende Rituale und Feste und erfährst mehr über Meditation, Aromaöle oder Hypnobirthing. Auch zum Thema Wochenbett und Stillzeit gibt das Buch hilfreiche erste Orientierung. Für eine nährende Schwangerschaft für dich und dein Baby - entspannt, gesund und voller Genuss.

Sie lesen das E-Book in den Legimi-Apps auf:

Android
iOS
von Legimi
zertifizierten E-Readern
Kindle™-E-Readern
(für ausgewählte Pakete)

Seitenzahl: 249

Veröffentlichungsjahr: 2022

Das E-Book (TTS) können Sie hören im Abo „Legimi Premium” in Legimi-Apps auf:

Android
iOS
Bewertungen
0,0
0
0
0
0
0
Mehr Informationen
Mehr Informationen
Legimi prüft nicht, ob Rezensionen von Nutzern stammen, die den betreffenden Titel tatsächlich gekauft oder gelesen/gehört haben. Wir entfernen aber gefälschte Rezensionen.



Für meine Oma Hannelore, stellvertretend für alle mutigen Frauen, die in das Leben vertrauen

Wichtiger Hinweis:

Alle Inhalte, Hinweise, Ratschläge und Übungen in diesem Buch sind von der Autorin sorgfältig geprüft worden. Sie ersetzen jedoch nicht die persönliche Begleitung und Abklärung durch behandelnde Ärzt*innen, Hebammen, Geburtspfleger oder Ernährungstherapeut*innen. Bitte wende dich bei allen medizinischen Auffälligkeiten oder unklaren Symptomen direkt an deine Ärzt*innen, Hebammen, Geburtspfleger oder Ernährungstherapeut*innen. Dies schließt körperliche sowie seelische beziehungsweise mentale Symptome mit ein. Eine Haftung vonseiten der Autorin oder des Verlages wird ausdrücklich ausgeschlossen.

Inhalt

Vorwort von Rosa Koppelmann

Einleitung

Was es heisst, dich, deinen Körper und dein Baby zu nähren

Nähren und Ernähren

Was während einer Schwangerschaft alles im Körper geschieht

Achtsamkeitsimpulse für die Schwangerschaft

Ernährung in der Schwangerschaft – Was gibt es zu beachten?

Kurz und knapp: Veränderungen pro Trimester

Deine Ernährung

Welche Nährstoffe du in der Schwangerschaft brauchst

Tipps zum Einkaufen

Wie du dir selbst bei Problemen helfen kannst

Verdauungsbeschwerden

Sodbrennen

Schlafstörungen, Müdigkeit und Energielosigkeit

Die vegane Ernährung

Was es grundsätzlich zu beachten gibt

Umgang mit Ersatzprodukten

Zutatenliste und Nährwerte lesen

Die Zutatenliste

Die Nährwertangaben

Wie du deine vegane Ernährung selbstsicher in der Schwangerschaft weiterführen kannst

Innere Ressourcen

Resilienz

Mentale Stärke trainieren

Achtsamkeit und Positive Erfahrungen

Rahel Ziemann: Achtsamkeit und Dankbarkeit in der Schwangerschaft

Katharina Kubosch: Übungen für eine achtsame und entspannte Schwangerschaft

Eva Kastenmeier: Zeit für dich und dein Baby

Rituale, Meditation, Empowerment, Aromaöle und Hypnobirthing

Rituale und Feste

Meditation

Empowerment

Kräuter und Aromaöle

Hypnobirthing

Kurze Worte für die Zeit nach der Geburt

Stephanie Johne: Ein Plädoyer für das Wochenbett!

Stillzeit

Vegane Säuglingsernährung

Wirklich letzte Worte

Quellenverzeichnis

Literaturverzeichnis

Über die Autorin

Weitere Mitwirkende am Buch

Rosa Koppelmann

Rahel Tabea Ziemann

Katharina Kubosch

Eva Kastenmeier

Stephanie Johne

Über den Verlag

Vorwort von Rosa Koppelmann

Ich erinnere mich noch gut an meine erste Schwangerschaft. Das war 2015 und ich war gerade seit knapp zwei Jahren in meiner veganen Ernährung angekommen. Damals gab es definitiv noch nicht so viele vegane Mütter, wie es sie heute gibt, und es gab praktisch überhaupt keine Literatur zu dem Thema. Ich nehme es niemandem übel – aber angesichts der Tatsache, dass ich damals gefühlt alles anders machte als die anderen Schwangeren, wurde mir durchaus die eine oder andere kritische Frage zum Thema vegane Ernährung und nachhaltige Lebensführung in der Schwangerschaft gestellt.

Zunächst einmal war da die Tatsache, dass mir ein sehr guter und sicherer Job angeboten wurde, der mir Mutterschutz und ein stabiles Einkommen gegeben hätte – und ich aber entschied, lieber in die vorläufige Arbeitslosigkeit zu gehen, um wirklich Zeit und Ruhe für mich und mein Baby zu haben. Das sorgte für eine Menge Kopfschütteln. Für mich jedoch war die Sache ganz klar: Mein erstes Kind wird mich sicherlich fordern, mich verändern und meine Aufmerksamkeit brauchen. Und ich will maximal selbstbestimmt durch diese Zeit gehen und mir nicht sagen lassen, wann ich Zeit für mein Baby habe und wann nicht. Also nahm ich die Stelle nicht an.

Der nächste Punkt, der bei Vielen für Unverständnis sorgte, war meine Ernährung. Dass ich mich im normalen Zustand vegan ernährte, war das eine – aber mit Kind im Bauch? Oh weh! Der Druck von außen wurde damals tatsächlich so groß, dass ich noch in der Schwangerschaft eine Ausbildung zur Ernährungsberaterin machte, denn ich dachte mir: Wenn ich mit dem staatlich anerkannten Zertifikat wedeln kann, dann kann mir niemand mehr was. Tatsächlich wurde es nach meiner Ausbildung ruhiger und ich „durfte“ wieder ohne kritische Anmerkungen essen. Skeptisch beäugt wurde ich trotzdem nach wie vor und der oder die eine oder andere war sogar etwas überrascht, dass am Ende der Schwangerschaft tatsächlich ein gesundes, molliges Mädchen auf die Welt kam. Und das ganz ohne Rindfleisch!

Und warum erzähle ich das hier? Weil ich weiß, wie schwierig es sein kann, wenn man als junge Mutter den ganz eigenen Weg geht – sei es der eigene Weg in Bezug auf die Lebensgestaltung oder sei es der eigene Weg in Bezug auf die Ernährung. Und was ich auch weiß, ist: Es lohnt sich trotzdem!

In „Blooming Mom“ teilt Misava Macamo genau das Wissen, das es braucht, um selbstbestimmt und selbstbewusst durch die Schwangerschaft zu gehen, ohne sich von den kritischen Stimmen der Außenwelt beeinflussen zu lassen. Sich selbst zu erlauben, den eigenen Weg zu gehen, funktioniert nämlich doch am Ende am besten, wenn man weiß, was man tut – und wo man seinen Eisenbedarf herbekommt. Mit hilfreichen Fakten, Journaling-Impulsen und Checklisten kannst du dir darüber bewusst werden, was du wirklich willst und was dich wirklich glücklich macht – und dies dann so umsetzen, dass es für dich und dein Baby auch richtig gut funktioniert.

Übrigens, heute – fast zehn Jahre später – lebe ich natürlich immer noch vegan und habe mittlerweile drei ebenfalls vegane Kinder. Mein Umfeld hat sich daran gewöhnt, dass ich die Dinge so mache, wie ich sie für richtig erachte und kritische Fragen höre ich keine mehr. Im Gegenteil: Ich werde bewundert für meinen Mut, meine Gesundheit, meine tollen gesunden Kinder und alles, was ich mir – selbstbestimmt und selbstbewusst – aufgebaut habe.

Es lohnt sich, sich selbst zu erlauben, aufzublühen! Und auch du, wundervolle Mutter, bist es wert, dir das zu erlauben. Viel Freude mit diesem Buch und beim Aufblühen!

Rosa Koppelmann im Mai 2022

Einleitung

Herzlich Willkommen, liebe werdende Mama! Schön, dass du zu diesem Buch gefunden hast. Ich freue mich darauf, dich auf deinem Weg einer nährenden und selbstbestimmten Schwangerschaft begleiten zu dürfen.

„Blooming Mom“ ist eine Mischung aus Ratgeber und Sachbuch und eine Unterstützung während einer der magischsten Lebensphasen einer Frau.1 Es ist ein liebendes, bestärkendes Angebot an dich! Hier geht es nicht um starre Regeln oder Überzeugungsarbeit, warum du dich unbedingt ganzheitlich versorgen oder vegan ernähren solltest. Sondern dieses Buch ist genau das, was du daraus machst – ein beruhigender Begleiter, ein treuer Ratgeber oder einfach ein Ort, um deine Gedanken zu sortieren und festzuhalten. Und nur du kannst wissen, was dir gerade wirklich guttut. Ich lade dich ein, dir das Wissen mitzunehmen, das du in diesem Moment für dich brauchst. Und dich ein bisschen inspirieren zu lassen.

Ich bin Misava, staatlich anerkannte Diätassistentin mit einem Bachelor in Diätetik und Mentorin für Frauen zu ganzheitlicher Gesundheit. Im Laufe meiner theoretischen Ausbildung habe ich irgendwann erkannt: Mir reicht das nicht! Der rein theoretische und wissenschaftliche Input über Kohlenhydrate, Eiweiß und Fette oder bestimmte Diäten für Krankheiten erfüllte mich nicht. Ich wollte mehr. Und dieses Mehr fand ich in der praktischen Arbeit mit Frauen. Frauen sind intuitive, zyklische und sinnliche Wesen. Dies zeigt sich auch in der Zusammenarbeit mit ihnen; es ist immer eine intensive, sinnliche Zusammenarbeit mit Herz.

Aus dieser Erfahrung heraus entstand dann schließlich mein Wunsch für dieses Buch: ein Ratgeber zu ganzheitlicher und veganer Ernährung in der Schwangerschaft. Ich bin für das Buch zunächst sehr tief eingetaucht in die Leitlinien zur Schwangerschaft und in internationale Stellungnahmen zur veganen Ernährung. Und ich habe mich mit der Frage beschäftigt, wie Ernährungsfachkräfte Frauen innerhalb einer qualifizierten Ernährungsberatung bestmöglich unterstützen können. Und ja, ich bin auf jeden Fall zufrieden mit den Ergebnissen und ich kann sicher sagen, dass die Kapitel zur allgemeinen Ernährung in der Schwangerschaft und veganen Ernährung in der Schwangerschaft von aktuellen wissenschaftlichen Studien und Erkenntnissen geprägt und abgesichert sind. Aber vielleicht kannst du es dir schon denken: Ab einem gewissen Punkt ist wieder der Wunsch nach Mehr in mir aufgekommen. Im letzten Jahr habe ich sehr intensiv an meiner eigenen Persönlichkeitsentwicklung gearbeitet, habe Coachings und Mentorings besucht, mich mit anderen Frauen umgeben, mich durch zahlreiche Bücher und Podcasts inspirieren lassen, aber auch gelernt, meine eigenen Grenzen zu bewahren. Diese wertvollen Erfahrungen wollte ich mit in das Buch einfließen lassen.

Die Schwangerschaft ist eine der intimsten und individuellsten Phasen im Leben einer Frau. Und auch wenn man sich mit Frauengesundheit beschäftigt, kommt man an dem Thema nicht vorbei. Noch dazu ist es eine Phase, in der Frauen sehr offen sind für Tipps und Ratschläge, und es ist eine Phase, in der wir mit unserem Handeln noch ein weiteres Leben beeinflussen können – nämlich das unseres heranwachsenden Kindes im Bauch.

Ich habe meine Aufgabe darin gesehen, einen Guide mit Angeboten zu schreiben, der mehr bietet als Ernährungstabellen und Rezepte. Einen Guide voller Liebe, einen Guide, der Selbstsicherheit und Mut vermittelt. Einen Guide ohne erhobenen Zeigefinger – und so ist dieses Buch „Blooming Mom“ entstanden. Wie eine Blume, welche voller Sonnenlicht und ab und an durch ein wenig Regen auf natürliche Art und Weise genährt wird, soll dich dieses Buch und natürlich die damit verbundene Umsetzung meiner Worte nähren und dich regelrecht aufblühen lassen.

Es ist dieser individuelle Austausch, das Übermitteln von Liebe und Verständnis von mir zu dir. Ich möchte mich explizit von den starren Regeln aus der Wissenschaft abgrenzen und zeigen, wie wir diese Erkenntnisse für uns nutzen können, ohne das Gefühl zu haben, fremdbestimmt zu sein. Ich bin mir sicher, dass ich dir einiges mit auf den Weg geben kann, dass ich die Lücke schließen kann zwischen „Das kommt aus der Wissenschaft – so musst du es machen!“ und „Achte nur auf dich und darauf, was dir guttut.“ Dieses Buch ist ein Angebot an dich und letztlich ist es einfach das, was du daraus machst. Es gibt schon unzählige Empfehlungen und Ratgeber aus dem Bereich Schwangerschaft und Ernährung. Ich aber möchte dich dazu ermutigen, alles aus der Sicht von Liebe und Verständnis zu betrachten. Die Erkenntnisse, die du aus diesem Buch nimmst, kannst du auch für andere Situationen in deinem Leben nutzen. Du darfst es eher so sehen: Dieses Buch hat durch deine Schwangerschaft zu dir gefunden, aber es kann dich auch weiterhin in deinem Leben begleiten und dazu beitragen, dass du wächst. Dass du dich bestärkt fühlst und voller Liebe bist. Es ist kein Buch, das seinen Wert nach deiner Schwangerschaft verliert. Du kannst es als Inspiration für dein Tagebuch nutzen und für die Zeit nach der Entbindung. Du kannst deinem Kind, wenn es älter ist, deine Antworten auf die Journalingfragen zeigen. Dieses Buch ist wie der Start einer Reise: deine Reise in ein Leben als Mutter.

Ich bin so unendlich dankbar, dass ich dich auf dieser Reise begleiten darf und einen Platz in deinem Bücherregal bekommen habe.

Ich sende dir ganz viel Liebe,

Misava

PS: Ich habe dir in diesem Buch einige Journalingfragen und Checklisten erstellt, die du entweder in Gedanken, in deinem Journal oder in einem Notizheft festhalten und beantworten kannst. Du findest diese und noch viel mehr auch auf meiner Website www.misava-macamo.de/blooming. Über den folgenden QR-Code gelangst du ganz einfach dorthin (Scanne den Code mit der Foto-Funktion deines Smartphones ab):

Und nun: ganz viel Freude beim Aufblühen!

Was es heisst, dich, deinen Körper und dein Baby zu nähren

Nähren und Ernähren

Bei „Nähren“ denken wir zuerst an ErNÄHRUNG. Und ja, das wird auch ein großer Teil in diesem Buch sein. Ganzheitlich betrachtet bedeutet Nähren aber so viel mehr: Es bedeutet, sich auf mentaler und psychischer Ebene etwas Gutes zu tun. Dass wir uns mit positiven Dingen stärken und uns aufbauen und dass wir einen Weg finden, gut mit unseren Mitmenschen und mit unserer Umwelt umzugehen. Dabei spielt auch unsere Resilienz eine wichtige Rolle, aber dazu später mehr. Unterstützen kannst du dieses Nähren durch Meditationen und positive Neuroplastizität. Das bedeutet, positive Erfahrungen bewusst wahrzunehmen, immer mal wieder innezuhalten und einen Check-in in sich selbst zu machen.

All diese Punkte lassen sich letztlich auf ein einziges Grundgefühl herunterbrechen: auf die Liebe. Uns selbst zu lieben, unsere Umgebung liebevoll zu betrachten und dadurch auch die Liebe an unser Baby weiterzugeben. Es ist eines der wichtigsten Gefühle, die wir überhaupt haben. Liebe hält uns am Leben – noch mehr als irgendwelche Ernährungsregeln oder Vorgaben.

Was genau heißt es jetzt also, sich und sein Baby zu nähren? Es bedeutet, dass du achtsam bist mit allem, was zu dir kommt. Mit allem, was du aufnimmst. Das kann deine Nahrung sein, aber es können auch Worte, Stimmungen, Gefühle, Einstellungen zum Leben, Glaubenssätze oder deine eigenen Körpersignale sein. Alles, was du aufnimmst, hat einen Einfluss auf deine Seele und deinen Körper.

Ich werde dir in diesem Buch theoretische Inhalte mit gelegentlichen Checklisten und Journalingfragen aufbereiten, Zitate gemeinsam interpretieren, stärkende Rituale aus verschiedenen Ländern vorstellen und einige, von mir sehr geschätzte Expertinnen zu Wort kommen lassen. Du hältst also ein Buch in deinen Händen, welches dich immer begleiten und daran erinnern darf, dass letztlich alles aus Liebe entsteht. Du, deine Umgebung und vor allem dieses kleine Wesen, welches gerade in deinem Bauch heranwächst.

Nun doch noch ein Blick auf das Thema ErNÄHRUNG: Bestimmt fallen dir auf Anhieb einige Ernährungsempfehlungen ein, die du in einer Schwangerschaft beachtet solltest. Nicht selten führen diese Empfehlungen aber nicht zu einer wirklichen Hilfestellung und einem Gefühl der Unterstützung, sondern es kann sich schnell überfordernd anfühlen. Bevor wir uns also konkrete Empfehlungen für eine Ernährung in der Schwangerschaft ansehen, werde ich dir die, wie ich finde, absoluten Basics für deine glückliche Ernährung vorstellen. Ich bin Ernährungstherapeutin. Aber auf der anderen Seite bin ich auch einfach eine Frau, die unfassbar neugierig ist, was es genau heißt „sich zu nähren“. Ich bin eine Frau, die ganzheitlich arbeitet und wissenschaftliche Fakten immer durch den eigenen Check-in laufen lässt und sie mit anderen Ansichten ergänzt. Es gibt nicht die eine Wahrheit; ich habe sie zumindest noch nicht gefunden. Aber ich zeige dir alles, was ich bereits erfahren und erleben durfte. Folgende Aspekte stehen bei mir über irgendwelchen allgemeingültigen Ernährungsaspekten: dein Hungergefühl und das Gefühl der Sättigung, deine Intuition, Achtsamkeit und dein Genuss.

Frage dich einmal selbst: Nimmst du dein Hunger- und Sättigungsgefühl immer ernst? Kannst du es überhaupt spüren? Wie fühlt es sich an? Wo fühlst du es?

Es ernst zu nehmen bedeutet, dass du dir bei den ersten Anzeichen von Hunger überlegst, worauf du gerade Lust hast und dir etwas zubereitest. Auf der anderen Seite heißt es, dass du bei den ersten Anzeichen von Sättigung langsam zum Ende des Essens kommst. Klingt an sich total logisch, oder? Trotzdem haben viele Menschen genau dieses Gefühl verlernt: Sie essen so, wie es in den Alltag passt, und wenn es gut schmeckt, dann eben auch über die Sättigung hinaus. Oder aber wir verfolgen eine bestimmte Diät, welche sogar konkrete Zeiten zum Essen vorgibt. Egal, an welchem Punkt du dich gerade befindest: Es ist nie zu spät, wieder zu lernen, wie es sich anfühlt, die eigenen Anzeichen des Körpers ernst zu nehmen. Warum wieder? Als Kinder essen wir, wenn wir gelassen werden, so gut wie immer nach Hunger und Sättigung; es ist eine unserer intuitiven Fähigkeiten. Du kannst diese Fähigkeit immer wieder in dir aktivieren. Die einfachste Methode, wieder sensibel dafür zu werden, ist eine Hunger- und Sättigungsskala (kommt später im Buch).

Ein kleiner Reminder an dieser Stelle: Es ist völlig normal, dass wir mal essen, obwohl wir eigentlich keinen Hunger haben. Auf der anderen Seite kommt es eben mal vor, dass wir essen, obwohl wir eigentlich bereits satt sind – und dann kommen gerade jetzt noch komische Gelüste dazu. Mach dir keinen Stress; ich möchte dich lediglich für deine Körpersignale sensibilisieren. Das allein reicht meist schon für eine gute Körperbeziehung beim Essen aus.

Hunger und Sättigung sind ein Teilbereich der intuitiven Ernährung. Isst du nach deiner Intuition, dann vertraust du deinem Körper, dass sie (ich spreche hier bewusst von „sie“ für deinen weiblichen Körper) dir Signale sendet, welche Lebensmittel dir gerade guttun würden. Es kann beispielsweise gut sein, dass dein Körper während der Schwangerschaft explizit eisenreiche Lebensmittel verlangt oder sie sagt dir, dass sie allgemein eine größere Vielfalt haben möchte. Auch hier ermutige ich dich, deinem Körper zu vertrauen. Sie würde nie nach etwas verlangen, was dir nicht guttut. Wenn du dich in der letzten Zeit an viele Ernährungsregeln gehalten oder oft Diät gemacht hast, kann es sein, dass du deine Intuition erst wieder finden musst. Wirf jetzt einfach mal alle Regeln über Bord und frage dich: „Worauf habe ich gerade wirklich Lust?“ Schlendere einfach mal entspannt über einen Markt oder entdecke neue Lebensmittel im Supermarkt. Vielleicht hast du auch erst einmal nur Lust auf Schokolade oder Pizza – das ist ok; dein Körper muss sich erst einmal wieder einpendeln und mit der neugewonnenen Freiheit umgehen lernen. Lass es zu und lass dich einfach treiben – es ist ok. Deine Intuition ist sozusagen die Chefin der Lebensmittelauswahl; Hunger und Sättigung regeln die Menge. Und dann gibt es noch die Achtsamkeit und den Genuss. Diese beiden Aspekte sind entscheidend für das Gefühl, das du hast, wenn du deinen Körper nährst.

Mit Achtsamkeit ist gemeint, dass du immer wieder einen Check-in mit dir selbst machst. Tut mir das, was ich mache, wirklich gut? Nähre ich meinen Körper – und nähre ich mein heranwachsendes Baby? Dabei hilft es beispielsweise, dich zu fragen, wofür du gerade in diesem Moment dankbar bist und welche Werte dir dabei wichtig sind.

Du siehst, alles hängt irgendwie zusammen. Denn um deine Achtsamkeit zu schulen, spielt wiederum der Genuss eine entscheidende Rolle. Der Genuss ist etwas vollkommen Alltägliches und Sinnliches. Alltäglich, weil du dir jeden Tag erlauben darfst zu genießen. Und damit ist nicht nur „Essen genießen“ gemeint. Sinnlich bedeutet nämlich, dass du alle deine Sinne dafür benutzen darfst. Sehen, Hören, Riechen, Schmecken und Tasten.

Nimm dir mal einen kurzen Moment und schaue dich um: Was siehst du gerade, was hörst du? Welche Gerüche genießt zu? Wie fühlt sich die Kleidung an, die du gerade trägst? Was ist das Angenehme daran? Du wirst sehen, in den kleinen alltäglichen Dingen liegt so viel Genuss und allein, dass du deine Aufmerksamkeit gerade darauf gelenkt hast, wird dir helfen, immer mehr von diesem Gefühl fühlen zu wollen und jeden einzelnen Moment zu genießen.

Also noch einmal: Deine Intuition ist die Chefin der Lebensmittelauswahl; Hunger und Sättigung regeln die Menge, Achtsamkeit hilft dir, im Moment zu bleiben, und Genuss schult deine Sinne und gibt dir ein gutes, bestärkendes Gefühl.

Nun habe ich noch einige Journalingfragen für dich, denn ich mag die Praxis des Journalings sehr gerne und möchte sie mit dir teilen. Dadurch, dass wir mit einem Stift Worte aufs Papier bringen, sind wir nämlich automatisch gezwungen, Gedanken auch bis zum Ende durch zu denken. Nur für den Fall, dass du die Fragen in Gedanken durchgehen wolltest: Es lohnt sich wirklich, wenn du dir die Zeit nimmst und deine Gedanken auf Papier bringst. Diese Fragen sind zum Teil auch allgemein gehalten, also kannst du sie auch nach deiner Schwangerschaft weiter nutzen. Nimm dir für jede Frage ausreichend Zeit und auch, wenn du das Gefühl hast, dass dir nichts mehr einfällt, bleibe dabei und lasse deinen Gedanken und deiner Intuition freien Lauf. Wenn das dein erstes Mal ist, dass du Journaling betreibst, wirst du erstaunt sein, was da alles plötzlich aus dir heraus kommt. Am Allerwichtigsten: Genieße es so richtig. Mach dir zum Beispiel einen schönen warmen Tee, zünde Kerzen an und schreibe in ein wunderschönes Büchlein, wenn dir das hilft. Einige Frauen führen sowieso während ihrer Schwangerschaft ein kleines Tagebuch. Vielleicht ist auch das eine Idee für dich. Und dann fang einfach an …

Journalingfragen für dich:

Was kann ich tun, um mich jeden Tag zu nähren?

Wie sieht ein Tag aus, an dem mich meine Ernährung so richtig glücklich macht?

Wofür bin ich jetzt in diesem Moment dankbar?

Welche Werte sind für mich im Leben unverhandelbar?

Checkliste:

Beachtest du folgende Aspekte der glücklichen Ernährung?

Dein Hungergefühl

Dein Gefühl der Sättigung

Deine Intuition

Achtsamkeit

Genuss

Ok, Hand aufs Herz: Ich liebe Checklisten. Ich mag einfach das Gefühl, etwas abgehakt zu haben und es somit auch aus meinem Kopf zu streichen – zumindest als To Do-Punkt. Vielleicht geht es dir ja ähnlich und du magst die ab und an auftauchenden Checklisten auch für dich nutzen. Selbstverständlich kannst du beim Lesen auch eigene Notizen und Checkpunkte erstellen – das würde mich sogar sehr freuen, denn die eigene Arbeit mit dem Buch ist wahrscheinlich der wahre Game Changer, um meine Ratschläge auch wirklich in die Tat umzusetzen. Und wie gesagt: Alle meine Journalingfragen und Checklisten findest du mit viel weiterem Content zum Buch auf meiner Website www.misava-macamo.de/blooming.

Was während einer Schwangerschaft alles im Körper geschieht

Bestimmt hast du schon selbst einiges dazu recherchiert, was genau gerade bei dir passiert. Einiges musstest du auch nicht recherchieren, sondern du spürst es direkt an dir selbst. Ich gebe dir noch einmal einen kleinen Überblick, was genau während einer Schwangerschaft im Körper geschieht – aus vereinfachter wissenschaftlicher und medizinischer Sicht. Danach sehen wir uns weitere Aspekte an, die nicht unbedingt wissenschaftlich sind, aber genauso dazu gehören, Achtsamkeit zum Beispiel. Ich beschreibe dir jetzt einfach mal kurz, wie eine Schwangerschaft grundsätzlich abläuft. Dabei ist es mir trotzdem noch einmal wichtig zu betonen, dass ich die Aspekte erwähne, die ich selbst als bedeutend erachte. Für ganz genaue Informationen kannst du dich über Fachbücher oder durch Expert*innen aus dem gynäkologischen Bereich informieren. Auch meine verwendeten Quellen kannst du dir gerne genauer hinten im Buch ansehen.

Fangen wir am Anfang an – und zwar bei der Befruchtung. Bei einer natürlichen Schwangerschaft wurde die Eizelle innerhalb von zwölf bis 24 Stunden nach deinem Eisprung befruchtet – in diesem winzigen Zeitfenster! Das allein ist doch schon so ein Wunder, findest du nicht? Dein Körper benötigt danach weitere sechs bis sieben Tage, bis die befruchtete Zelle in deine Gebärmutter gewandert ist und sich die Plazenta entwickelt. Vielleicht kennst du die Plazenta auch unter dem Begriff „Mutterkuchen“? Es ist das Organ, welches zeitgleich mit deinem Baby in dir heranwächst und dein Baby in dieser magischen Zeit nährt. Das heißt, es ist für den Stoffaustausch zuständig. Mit der Geburt verlässt dann auch die Plazenta deinen Körper wieder.

15 bis 60 Tage ab der Befruchtung werden dann die Organe deines Säuglings entwickelt, unter anderem das Nervensystem, die Knochen und das Skelett, die Herz- und Blutgefäße sowie der Verdauungstrakt. Wie mini klein das alles zu diesem Zeitpunkt sein muss! Kannst du dir das vorstellen?

Das alles passiert bis zu 60 Tage ab der Befruchtung. Manchmal höre ich nämlich, dass es am Anfang der Schwangerschaft ja noch nicht so schlimm ist, wenn das eine oder andere alkoholische Getränk getrunken wird. Die meisten Fehlbildungen von Ungeborenen basieren aber tatsächlich auf Alkoholkonsum. Und auch, wenn dies kein Buch der Verbote ist – Alkohol, Nikotin und vergleichbare Substanzen gehören einfach nicht in eine Schwangerschaft. Einige Frauen berichten aber auch sowieso, dass sie überhaupt keine Lust auf Alkohol oder Vergleichbares verspüren. Denn wie gesagt, dein Körper zeigt dir ganz genau, was dir und deinem Baby gerade guttut. Solltest du vor deiner Schwangerschaft stark geraucht oder getrunken haben, dann vergib dir jetzt selbst dafür und starte neu. Ich weiss, dass du es schaffen kannst, ab jetzt darauf zu verzichten. Sieh es als deine persönliche Chance an.

Ungefähr am Ende der vierten Woche beginnt das kleine Herz deines Kindes dann tatsächlich zu schlagen. Und nach weiteren vier Wochen, also am Ende der achten Woche, hat dein Baby dann eine Nase, Augenlider und auch das äußere Ohr. Die Finger und Zehen sind dann auch schon zu erkennen. Damit ist die „Embryogenese“, die Entwicklung aller Organe deines Säuglings, abgeschlossen.

Aber natürlich muss es noch um einiges wachsen. Dies beginnt ab der neunten Woche, dem dritten Monat. Ab jetzt wächst vor allem der Körper immer schneller und dein Baby beziehungsweise der Körper deines Babys kann schon immer mehr: Urin durch die Nieren produzieren, aber auch Schlucken, Gähnen, Schluckauf haben oder die kleinen Arme, Beine und den Kopf bewegen zum Beispiel. Ab dem vierten Monat wird dann das Gesicht schon menschenähnlicher.

Ab wann könnt ihr euch spüren? Dies beginnt meist ab der 17. Woche, aber erst einmal nur du; dein*e Partner*in muss sich noch ein wenig gedulden. Auf der anderen Seite kann dein Kind jetzt auch dich spüren und hören: Vor allem deinen Herzschlag, aber auch beispielsweise Bewegungen im Darm.

Jetzt ist es so langsam an der Zeit zu überlegen, ob ihr das Geschlecht schon vor der Geburt erfahren möchtet. Denn das kann jetzt auch in einem Ultraschall festgestellt werden. Ob du das Geschlecht erfahren möchtest, ist allein deine Entscheidung beziehungsweise eure Entscheidung als Paar. Spüre doch einfach mal in diesem Moment in dich hinein und frage dich: Möchtest du das Geschlecht jetzt erfahren? Warum möchtest du es oder möchtest du es nicht erfahren? Mache dir deine Gründe einfach einmal in Ruhe bewusst. An dieser Stelle gibt es, wie so oft, kein Richtig oder Falsch; allein die Entscheidung der Eltern ist die Richtige.

Kannst du glauben, dass du dich schon in der Halbzeit befindest? Nach circa zwanzig Wochen ist die Hälfte deiner Schwangerschaft erreicht. Obwohl noch nicht alle Proportionen bei deinem Säugling stimmen, verlangsamt sich nun das Wachstum wieder etwas. Im sechsten Monat wirst du das zusätzliche Gewicht in dir wahrscheinlich deutlich spüren – wenn nicht schon vorher natürlich. Die Finger- und Zehennägel sind nun auch vollständig entwickelt und die Lungen sind so weit gereift, dass eine Atmung wohl unter Umständen möglich wäre. Außerdem werden die Ruhepausen zwischen den Bewegungsphasen länger. Keine Sorge also, wenn du nun länger nichts von deinem Baby spürst.

Dein Körper, insbesondere deine Gebärmutter, bereitet sich jetzt auch langsam auf die Geburt vor, häufig durch ein erstes Ziehen, das du im Unterleib spüren kannst. Diese sogenannten Übungswehen entstehen dadurch, dass mehr Blut zirkuliert und sich deine Gebärmuttermuskulatur gezielt anspannt. Sieh es als Training für deine bevorstehende Geburt an und begrüße diese Aktivität deines Körpers.

Im siebten Monat macht dein Baby das, was es dann auch die ersten Monate auf der Welt überwiegend tun wird: schlafen! Aktuell im Bauch noch circa 80 bis 90 Prozent des Tages. Es kann nun auch Geräusche von außen wahrnehmen, wie zum Beispiel eure Stimmen. Wöchentlich (!) kommen jetzt bei deinem Baby bis zu 200 Gramm an Gewicht dazu. Und: Natürlich ist es noch zu früh, aber theoretisch ist dein Baby jetzt nach der Geburt so langsam überlebensfähig.

Auch im achten Monat nimmt dein Baby weiterhin fleißig an Gewicht zu. Alle Organe, außer der Lunge, sind nun fertig entwickelt.

Deine Schwangerschaft neigt sich im neunten Monat langsam, aber sicher, dem Ende zu. Dein Baby kann jetzt schon zugreifen und es orientiert sich intuitiv zum Licht. Dein Körper bereitet sich weiterhin auf die Geburt vor, indem sich die Gebärmutter senkt (das nennt man dann Senkwehen) und der Kopf deines Kindes wandert in dein Becken.

Und dann passiert das Wunder: dein Kind wird durch dich geboren!

Bis dahin gibt es aber noch einiges, was du tun kannst, was du nicht tun kannst oder auch was du nicht tun solltest. Es kommen Momente zum Genießen und Vorbereiten. Und Momente, um all diese täglichen Wunder in dir und um dich herum zu realisieren. Eine Art, wie du ganz im Moment sein kannst, ist die Achtsamkeit – aber zuvor noch einige Journalingfragen für dich.

Journalingfragen für dich:

Möchte ich das Geschlecht meines Kindes schon jetzt erfahren?

Ab dem siebten Monat kann mein Säugling nun Geräusche von außen hören: Welche Rituale möchte ich diesbezüglich einführen?

Was soll mein Baby hören?

Achtsamkeitsimpulse für die Schwangerschaft

Während ich die Erklärungen für den Ablauf einer Schwangerschaft beschrieben habe, kam mir immer wieder derselbe Gedanke in den Kopf: „Es ist ein Wunder – man kann es manchmal gar nicht fassen, was da alles in so kurzer Zeit passiert.“

Jede Woche passiert etwas Neues. Du und vor allem dein Baby verändern sich in einer unfassbar schnellen Zeit. Dazu kommt, dass du in dieser Phase wahrscheinlich unglaublich viele Meinungen, gut gemeinte Ratschläge, Erfahrungsberichte und ähnliches erhältst. Ich wünsche mir für dich, dass du die Schwangerschaft genau als das in Erinnerung behältst, was sie eben auch ist: eine absolut magische Zeit. Dass du dir die Zeit nimmst, innezuhalten, dich mit der Situation und dem Leben in dir verbindest. Und auch in der Zeit nach der Geburt kann es dir helfen, wenn du diese Fähigkeit jetzt schon stärkst: deine Achtsamkeit. Aber was genau ist Achtsamkeit eigentlich? Ich persönlich würde es als die Fähigkeit beschreiben, den Moment bewusst wahrnehmen und genießen zu können. Immer wieder einfach innezuhalten, die Augen zu schließen und mich zu fragen: Wo bin ich eigentlich gerade? Im Außen, aber auch im Innen. Wie geht es mir? Was sind meine aktuellen Prioritäten? Den Fokus auf den Atem zu legen und einfach zu sein. Darüber hinaus kann es auch heißen, eigene Grenzen zu setzen und sich selbst wie die beste Freundin zu behandeln. Immer.

Lass uns noch einmal die Phasen in der Schwangerschaft ansehen und dazu kleine, passende Achtsamkeitsimpulse für dich finden. Alles, was dir jetzt gerade gut tut und dich darin unterstützt, im Moment zu sein, ist völlig richtig.

Der Moment, als du von deiner Schwangerschaft erfahren hast

Bestimmt war das ein aufregender Moment für dich! Ich lade dich dazu ein, dass du diesen Moment noch einmal in Gedanken erlebst. Sei an dieser Stelle ganz bei dir, an einem ungestörten Ort, atme ein paar Mal bewusst ein und aus und stelle dir folgende Fragen:

Wie habe ich mich dabei gefühlt, als ich erfuhr, dass ich schwanger bin?

Was waren meine Gedanken?

Welche Gefühle kamen in mir hoch?

Was möchte ich meinem Baby jetzt gerade sagen? Welches Gefühl möchte ich ihm übermitteln?

Wie fühlt es sich für mich an, die Situation in Gedanken noch einmal durchzugehen?

Es geht an dieser Stelle nicht darum, die Gedanken oder Gefühle zu bewerten. Es geht schlicht darum, jeden Moment deiner Schwangerschaft in Achtsamkeit zu erleben. Dies allein verändert dein Bewusstsein.

Mit der Entwicklung der Plazenta fängt dein Körper an, die Basis zu erschaffen, um dein Kind zu nähren.

Wie fühlt es sich für mich an, dass ich nun ein weiteres Lebewesen nähre?

Auf welche Art und Weise möchte ich mich und meinen Körper nähren?

… mit guten Gedanken?