Brosamen des  Denkens - Stefan Fleischer - E-Book

Brosamen des Denkens E-Book

Stefan Fleischer

0,0

Beschreibung

Aphorismen entstehen meist zufällig, als Nebenprodukte, als Brosamen des Denkens. So sind sie abhängig von dem, was den Autor gerade beschäftigt einerseits, aber auch von seinen Stimmungen, seinen Freuden und Sorgen, seiner ganzen physischen und psychischen Verfassung, und noch vielen anderen Faktoren. Zufällig sind auch die Auswahl und die Ordnung der Aphorismen in diesem Archivbändchen. Der Autor hat einfach alle übernommen, welche er über all die Jahre blockweise auf seiner Homepage veröffentlichte. Ein Urteil über dieses Werk überlässt er gerne seinen Lesern.

Sie lesen das E-Book in den Legimi-Apps auf:

Android
iOS
von Legimi
zertifizierten E-Readern

Seitenzahl: 73

Veröffentlichungsjahr: 2016

Das E-Book (TTS) können Sie hören im Abo „Legimi Premium” in Legimi-Apps auf:

Android
iOS
Bewertungen
0,0
0
0
0
0
0
Mehr Informationen
Mehr Informationen
Legimi prüft nicht, ob Rezensionen von Nutzern stammen, die den betreffenden Titel tatsächlich gekauft oder gelesen/gehört haben. Wir entfernen aber gefälschte Rezensionen.



Aphorismen sind die Brosamen des Dednkens

Bedienungsanleitung

Um dieses Werk mit Nutzen zu lesen muss man wissen, dass es sich hier um jenen Teil meines aphoristischen Schaffens handelt, den ich über längere Zeit blockweise auf meine Homepage gestellt habe. Dabei ist zu bemerken, dass ein Teil dieser Aphorismen – in letzter Zeit weniger als am Anfang – nicht exklusiv auf der Homepage erschienen sind. Insbesondere sind eine rechte Anzahl auch in meinem Büchlein: „Gott ist katholisch - Er ist der Allumfassende“ publiziert.

Das Ganze ist will kein repräsentativer Querschnitt, noch eine Auswahl meiner besten Aphorismen sein. Es ist einfach ein mehr oder weniger chronologisches Archiv, wobei die neuesten „zuoberst“, d.h. am Anfang des Textes stehen. So kann der Leser meine stilistische wie gedankliche Entwicklung zurückverfolgen. Es ist aber durchaus auch möglich, am Schluss zu beginnen und sich vorwärts zu bewegen. Und es ist ebenfalls nicht verboten, einfach irgendwo aufzuschlagen und sich zufällig irgendetwas heraus zu picken.

Eine thematische oder anderweitige Ordnung wird man darin vergebens suchen, genau so wenig wie ein Stichwortregister oder etwas Ähnliches. Trotzdem wünsche ich jedermann, der es wagt, das Werk zu lesen, viel Spass und möglichst wenig „Verdauungsbeschwerden“.

1000

Gott will dein Vater sein

und nicht dein nützlicher Idiot.

****

999

Mit einem weichgespülten Gott

kann niemand mehr etwas anfangen.

****

998

Wahre Liebe kann nie Sünde sein,

denn Sünde kann nie wahre Liebe sein.

****

997

Immer ist nicht ewig.

Aber ewig ist dann immer.

****

996

Wenn niemand mehr besser werden will,

kann diese Welt nicht besser werden.

****

995

Wenn wir nicht so weit auseinander leben würden,

räumlich wie geistig,

würden wir weniger Zeit verlieren,

um zueinander zu finden.

****

994

Viele beten um alles und für jedes,

aber kaum, dass Gottes Wille geschehe.

****

993

Unbedachte Barmherzigkeit

führt leicht zu ungewollter Ungerechtigkeit.

****

992

Eine Kirche ohne Mystik

ist ein hinkender Bote.

****

991

Wer seinen Nächsten nicht ehrt

ist der Ehre nicht wert.

****

990

Würde die Kirche mehr

den Glauben verkünden,

müsste sie sich weniger

in die Politik einmischen.

****

989

Den Willen Gottes erkennen wir nicht,

wenn wir immer nur fragen,

was Gott nicht wollen kann.

****

988

Viele rufen zu Gott

wenn sie ihn brauchen,

aber bedenken nicht,

dass sie ihn immer brauchen.

****

987

Die Alchemisten von heute sind die Werber.

Sie machen aus jedem Plunder Geld.

****

986

Einsame Gewissensentscheide

sind immer höchst fragwürdig.

****

985

Niemand sollte sich auf sein Gewissen berufen,

wenn er keines hat.

****

984

Der Mensch denkt -

immer nur die Hälfte.

****

983

Viele Beziehungen scheitern

weil die Dankbarkeit fehlt.

****

982

Müssten wir vielleicht zuerst wieder

die Selbstverständlichkeit Gottes verkünden?

****

981

Was Workshops so attraktiv macht,

ist die Befriedigung des

Selbstpräsentationstriebes.

****

980

Wo die Gottesbeziehung zur Routine wird,

ist sie ernsthaft krank.

****

979

Was muss ich tun, um in den Himmel zu kommen?

Jeden Tag einen Schritt vorwärts!

****

978

Dialoge sind oft nichts anderes

als die Kampfarenen der Leitkühe,

nur dass sich da niemand geschlagen gibt.

****

977

Bücher gehören in die Bibliothek,

aber dafür wurden sie eigentlich nicht geschrieben.

****

976

Gott will keine perfekten Menschen,

aber solche, die sich bemühen.

****

975

Gott ist grösser als unsere Erfahrungen.

Nur der Glaube kann ihm gerecht werden.

****

974

Je näher man die Dinge betrachtet,

desto schwieriger wird es,

sie im Zusammenhang zu sehen.

****

973

Es ginge vielen viel besser,

wenn wir alle es uns etwas weniger

gut gehen lassen würden.

****

972

Ein Bedürfnis nach Religiosität

ist noch lange kein Glaube.

****

971

Ersetze nie eine Ungerechtigkeit

durch eine andere.

****

970

Wir können uns immer darauf verlassen,

dass Gott uns hilft,

aber nicht darauf,

dass er unsere Arbeit macht.

969

Der Stolz des Christen wäre es eigentlich

Diener des höchsten Gottes zu sein.

****

968

Der Mensch ist viel zu dumm,

um der "Intelligenz" des Computers

Herr zu werden.

****

967

Forderungen zu stellen macht süchtig,

und schadet dem psychischen Gleichgewicht.

****

966

Heute braucht man nichts mehr zu wissen.

Man kann alles googeln und findet

tausend Antworten.

****

965

Viele Theologen sind Meister

in der Umschreibung dessen,

was sie nicht glauben wollen.

****

964

Das erste, das wir hinterfragen sollten,

ist die eigene Meinung

und ihre Quellen.

****

963

Aus einer unklaren Wahrheit

lässt sich leicht

eine klare Lüge machen.

****

962

Viele Christen von heute

leiden an einer geistigen

Immunschwäche.

****

961

Die Liebe fordert nicht gleiche Rechte,

sondern gleiche Liebe.

****

960

Braucht der Mensch Gott?

Nein.

Er ist abhängig von ihm.

****

959

Alle Menschen sind gleich.

Es gibt nur ein paar

ganz natürliche Unterschiede.

****

958

Auf Augenhöhe heisst doch im Klartext:

„Ja niemand grösser als ich!“

****

957

Es gibt drei Sorten von Theologen:

gläubige, zweifelnde und ungläubige.

****

956

Der Mensch hat seinen Verstand

um zu urteilen,

nicht um zu verurteilen.

****

955

Es gibt Menschen, die wollen

nicht mehr sein als andere,

damit nicht plötzliche andere

mehr sind als sie.

****

954

Dialog setzt voraus,

dass man den anderen verstehen WILL.

****

953

Es gibt Menschen

die können nie genug

Zweifel bekommen.

****

952

Viele Menschen werden nur schwer heilig,

weil sie es zu schnell werden wollen.

****

951

Der Gleiche und die Gleiche

ist nicht das Gleiche.

****

950

Ein rein gefühlsmässiger Glaube

ist hochgradig absturzgefährdet.

****

949

Um Gott zu finden

muss man umkehren.

****

948

Der Weg zur Heiligkeit ist lang,

aber nie langweilig.

****

947

Manch einer glaubt nicht,

weil er zu wissen glaubt.

****

946

Man sollte nicht einfach

ein Täter guter Werke sein.

****

945

Die schlechteste Werbung für die Kirche

sind unzufriedene Christen.

****

944

Es wäre schön, wenn es nur

menschliche Teufel gäbe.

Diese wären wenigstens nicht ewig,

und längst nicht so schlau.

****

943

Schlimmer als der Unglaube

ist die Ablehnung Gottes.

****

942

Sogar die Demokratie

kann sich zur Diktatur entwickeln.

****

941

"Jeden Tag eine gute Tat"

ergibt vielleicht einen guten Pfadfinder,

aber noch lange keinen guten Christen.

****

940

Es gäbe bald wieder mehr Nachwuchs in den Klöstern

wenn der hohe Wert der Armut

mehr verkündet würde.

****

939

Armut ist nicht immer gleichdeutend mit Not

und Not nicht immer gleichbedeutend mit Armut.

****

938

Ich kann mir das Gute nicht

als einen Tyrannen vorstellen,

der mich zwingt, es zu tun.

****

937

Wir leben in einer Welt,

in der welcher der Starke

rücksichtslos sein Recht nimmt,

und der Schwache genauso

rücksichtlos nach seinem Recht schreit.

****

936

Alle reden von informieren

und meinen damit verkaufen.

****

935

Der Mensch wird immer mehr

der Sklaven der freien Wirtschaft.

****

934

Man darf sich von einem Bild aufrütteln lassen,

aber niemals manipulieren.

****

933

Wahre Not ist oftmals stumm.

****

932

Die Werke sind nicht Teil des Glaubens,

sondern seine Folgen.

****

931

Verurteile nie jemanden,

den niemand verteidigt.

****

930

Die beste Verteidigung des Glaubens

ist die Verkündigung.

****

929

Unsere Technik hat sich vom Helfer

zum Tyrannen gewandelt.

****

928

Es ist eine bodenlose Frechheit,

demokratisch entscheiden zu wollen,

was Gottes Wille ist und was nicht.

****

927

Heiligkeit hier und jetzt

ist die Perfektion des sich Bemühens.

****

926

Träumer und Kämpfer

sind zweierlei.

****

925

Eine Menschheit,

die über den Geldbeutel gesteuert wird,

wird unmenschlich.

****

924

Toleranz allein genügt nicht.

Es braucht zuerst einmal Respekt.

****

923

Der Mensch von heute weiss (fast) alles.

Aber den Überblick hat er verloren.

****

922

Der grösste Mut ist die Demut,

der Mut, über sich selbst zu herrschen.

****

921

Wie kann man Gott noch hören,

wenn man nur noch Musik im Ohr hat?

****

920

Gott geht mit uns,

aber sicher nicht den Weg zur Hölle.

****

919

Es gehört zur Taktik Satans

Lebensrealitäten zu schaffen.

****

918

Geballte Fäuste

schaffen keinen Frieden.

****

917

Viele wären ganz gerne Propheten

wenn Gott es ihnen überlassen würde,

was sie zu sagen haben, und was nicht.

****

916

Mit dem eigenen Ich

ist man immer allein.

****

915

Gott ist nicht dazu da,

das zu tun, was wir selber tun können.

****

914

Viele Minderheiten sind toleranzunfähig.

Einmal toleriert, werden sie zu Tyrannen.

****

913

Wahre Barmherzigkeit

lässt niemanden ins Unheil rennen.

*****

912

Der Mensch von heute setzt lieber Zeichen,

als sich der Realität zu stellen.

*****

911

Es ist gefährlich

einem Ideal nachzurennen,

wenn man vergisst,

dass es ein Ideal ist.

*****

910

Es gibt keine Ordnung ohne Unterordnung.

****

909

Ein guter Chef ordnet auch sich selbst

seinen eigenen Anordnungen unter.

****

908

Keiner ist so gross,

dass er nicht zu Gott aufblicken müsste.

****

907

Nicht das Studium des Glaubens

schenkt Freude,

sondern das Leben aus dem Glauben.

****

906

Allgemeine Regelungen sind meist ungerecht

gegenüber Einzelnen.

Spezialregelungen für Einzelne dagegen

ungerecht gegenüber allen anderen.

****

905

Heute weiss jeder sehr genau