Brustkrebs - Die optimale Ernährung für mich - Birgit Blumenschein - E-Book

Brustkrebs - Die optimale Ernährung für mich E-Book

Birgit Blumenschein

0,0
25,99 €

-100%
Sammeln Sie Punkte in unserem Gutscheinprogramm und kaufen Sie E-Books und Hörbücher mit bis zu 100% Rabatt.

Mehr erfahren.
Beschreibung

Die Krebszellen blockieren – den Brustkrebs besiegen

Werden Sie aktiv und begleiten Sie Ihre Krebstherapie mit einer Ihrer Situation angepassten Ernährung. Aber auch nach der Behandlung ist es wichtig, dauerhaft „brustschützend“ zu essen - dies senkt nachweislich die Rückfallquote. Denn Krebszellen reagieren stark auf die Nährstoffe in unserer Nahrung – positiv wie negativ. Wissenschaftlich belegt ist, dass krebshemmende Inhaltsstoffe in Beeren, Haferflocken, grünem Tee, Kichererbsen, Walnüssen oder Kurkuma das Tumorwachstum unterdrücken können. Aber auch das Körpergewicht spielt eine entscheidende Rolle: Hier gilt es, die Balance zu halten – zu viel Körperfett erhöht das Risiko für ein Rezidiv, eine Unter- oder Mangelernährung schwächt den Körper und das Immunsystem.

  • Essen während der Therapie: Egal, ob Operation, Chemotherapie, Bestrahlung, Antihormontherapie – eine angepasste Ernährung unterstützt und kann bei Nebenwirkungen helfen.
  • Nährstoffe pur: Vitamine, Mineralstoffe, sekundäre Pflanzen-stoffe, Ballaststoffe, optimale Fettsäuren – die über 70 Rezepte enthalten konzentriert, was Sie dauerhaft zum Gesundbleiben brauchen und Ihr Körpergewicht stabilisiert.
  • Expertinnen-Wissen: Profitieren Sie von den langjährigen Erfahrungen der beiden Autorinnen auf dem Gebiet der Ernährungstherapie bei Krebs.

Das E-Book können Sie in Legimi-Apps oder einer beliebigen App lesen, die das folgende Format unterstützen:

EPUB
MOBI

Seitenzahl: 211

Veröffentlichungsjahr: 2023

Bewertungen
0,0
0
0
0
0
0
Mehr Informationen
Mehr Informationen
Legimi prüft nicht, ob Rezensionen von Nutzern stammen, die den betreffenden Titel tatsächlich gekauft oder gelesen/gehört haben. Wir entfernen aber gefälschte Rezensionen.



Brustkrebs – Die optimale Ernährung für mich

Die Chancen der Ernährungstherapie zum Gesundwerden nutzen. Mit 80 Rezepten

Birgit Blumenschein

1. Auflage 2023

Liebe Leserin, lieber Leser,

wenn es um die eigene Gesundheit geht, darf man nichts dem Zufall überlassen. »Für eine bessere Medizin und mehr Gesundheit im Leben«: So lautet das Qualitätsversprechen der Marke Thieme. Ärztlich Tätige, Pflegekräfte, Physiotherapeuten oder Hebammen – sie alle verlassen sich darauf, dass sie von Thieme, dem führenden Anbieter von medizinischen Fachinformationen und Services, die entscheidenden Informationen zur richtigen Zeit am richtigen Ort bekommen. So können sie die Menschen, die sich ihnen anvertrauen, bestmöglich unterstützen. Auch Sie können sich auf die TRIAS Ratgeber mit dem Thieme Qualitätssiegel verlassen! Diese Informationsangebote helfen Ihnen dabei, die richtigen Entscheidungen zu treffen, wenn es um Ihre Gesundheit geht, selbst daran mitzuwirken, gesund zu werden, sich gesund zu erhalten oder das Fortschreiten einer Erkrankung zu vermeiden. Mit einem TRIAS Titel aus dem Hause Thieme überlassen Sie Ihre Gesundheit nicht dem Zufall!

Ihr TRIAS Team

Geleitwort

»Sie haben Brustkrebs.« Drei Worte und es wird still. Für die meisten Betroffenen hört die Erde einfach auf, sich zu drehen. Auch ich musste diese Erfahrung machen. Meine Prognose war denkbar schlecht, meine Sehnsucht nach Leben als Mutter von drei kleinen Kindern riesengroß. Ich wollte alles in meiner Macht Stehende tun, um mich zu stärken und zusätzlich zur modernen Medizin die Heilung zu unterstützen. Hierbei spielte für mich auch die Ernährung eine bedeutende Rolle. Wie sollte ich mich während der Krebstherapie ernähren und wie danach? Durfte ich nur noch Gesundes essen? Auf der Suche nach einer geeigneten Kostform für mich fühlte ich mich völlig überfordert. So viele Ratschläge von meinen Liebsten und Freunden, was ich essen sollte und was nicht. Hinzu kamen die vielversprechenden, auf dem freien Markt angebotenen Heilmittel und Krebsdiäten.

Und genau hier setzt dieses Buch an. Es vermittelt der Leserin wissenschaftlich fundiertes Wissen zur Ernährung bei Brustkrebs und gibt praktische Tipps. Birgit Blumenschein erklärt die Wirkung einzelner Lebensmittel, beleuchtet Nahrungsergänzungsmittel und räumt mit Mythen auf. Es ist das, was ich damals so dringend gebraucht hätte: ein kritischer, aber leicht verständlich und empathisch geschriebener Leitfaden mit reichlich Rezepten.

Mit der Zeit habe ich meinen Weg gefunden. Heute esse ich das, was mir schmeckt und mich stärkt – in Anlehnung an die Empfehlungen der Ernährungsexperten. In diesem Jahr habe ich meine Brustkrebserkrankung 25 Jahre überlebt. Unendlich beschenkt vom Leben fühle ich mich, weil ich erleben durfte und darf, wie meine Kinder groß wurden. Das hatte damals niemand zu hoffen gewagt.

Ich wünsche Ihnen alles erdenklich Gute und Liebe, Kraft und Zuversicht. Möge dieses Buch Ihnen als Wegbegleiter dienen, mit dessen Hilfe Sie durch Ihre Ernährung gestärkt die Lebensphase mit dieser Erkrankung besser meistern können.

Essen, im Mai 2023

Annette Rexrodt von Fircks

Dankeschön

In über 30 Jahren in meinem Beruf lebe ich meinen Traum – und höre Ihnen als Patientinnen dabei jeden Tag gerne zu. Inspiration genug, dieses Buch zu schreiben – als Dank an Sie alle.

Ein herzlicher Dank geht an Frau Uta Spieldiener für die Ermutigung und Möglichkeit zu diesem Buch und die geduldige und wohlwollende Begleitung während des Entstehungsprozesses. Ebenso an die Redakteurin Annette Barth und an Christine Reudelsterz, die mir den fachlichen und wissenschaftlichen Input dafür ergänzt und bereichert haben. Ich bedanke mich herzlich bei meinen Kolleg*innen, die im Buch ihre Lieblingsrezepte mit eingebracht haben und für Sie als Brustkrebsbetroffene ebenfalls für eine Beratung zur Verfügung stehen.

Eine Umarmung mit einem simplen Dankeschön reicht für Kerstin Lemper, meine Kollegin und Mitarbeiterin in der Praxis, nicht aus, ist aber ein Anfang. Ohne ihre Expertise mit dem Schwerpunkt in der Integrativen Onkologie, ihren fachlichen Input, den wertvollen Nährwertberechnungen und der Kraft, mir in der Praxis mit den Patientinnen den Rücken freizuhalten, wäre das Manuskript nicht rechtzeitig fertiggeworden. Meinen Eltern in Worten zu danken wird nie genug sein. Ohne sie hätte und habe ich keine Kraft und Muße, meinen Traum in der Ernährungstherapie zu leben.

Liebe Leserinnen,

herzlich willkommen in meinem Ratgeber zur brustschützenden Ernährung – hier sind Sie richtig. Sie halten nun das Buch in den Händen, von dem Sie sich viel Inspiration, Gesundheit und vielleicht auch eine Strategie erhoffen, mit der Sie so gut und so wenig verwundbar wie möglich durch eine anstrengende Zeit der Therapie kommen. Ich möchte Sie genau darin unterstützen – mit Informationen, Impulsen und Empfehlungen, die Sie selbst aktiv und individuell umsetzen können, verknüpft mit seriösen und realisierbaren Ideen für ein leckeres Essen und Trinken in einer schweren Zeit. In diesem Buch werden keine Risikofaktoren für die Entstehung einer Brustkrebserkrankung diskutiert. Mir liegt am Herzen, dass medizinische wie therapeutische Hintergründe der Ernährungsempfehlungen ab der Diagnosestellung erklärt werden. So können Sie manche Lebensmittel- und Speisenauswahl bewusst treffen, das wird Ihnen guttun – und bestimmt auch schmecken.

Der erste Teil des Buches beschäftigt sich mit den fachlichen Hintergründen. Ein Überblick über verschiedene medizinische Aspekte und Therapieoptionen wird mit den dafür untersuchten Ernährungsempfehlungen kombiniert. Aufklärung über Mythen und Wahrheiten zur Ernährung bei Brustkrebs komplettieren diesen Teil.

Viele meiner Patientinnen fragen mich seit Jahren nach optimalen Lebensmittel- und Rezeptideen – voilà, der zweite Teil des Buches ist genau dafür da. All die Nahrungsmittel die für Ihr Gesundwerden und -bleiben nachweislich gut sind, sind in den Rezepten enthalten. Gleichzeitig enthalten die Rezepte einen Hinweis darauf, für welche Phase Ihrer Therapie sie sich besonders eignen.

Ich wünsche mir, dass dieser Ratgeber für Sie während und auch nach der Therapie ein genussvoller Begleiter wird. Alle, die mich kennen, wissen, dass ich meinen Patientinnen nach den Ernährungsberatungen immer etwas Bestimmtes mit auf den Weg gebe – dies möchte ich mit diesem Buch nun auch tun: Ihnen von ganzem Herzen ein fröhliches Essen wünschen.

März 2023

Birgit Blumenschein

Ein stärkender Tag für meinen Körper

(Quelle: © A. Rogge & J. Jankovic/Thieme)

Gute-Laune-Porridge

Morgens

Für 4 Portionen

14 EL Haferflocken1000 ml ungesüßter Pflanzendrink2 Äpfel2 Möhren2 EL Rosinen2 TL Ceylon-Zimt2 TL Kardamom, gemahlen5 EL Mandelmus5 TL Hanfsamen

Haferflocken mit dem Pflanzendrink vermengen. 1 Std. im Kühlschrank quellen lassen.

Äpfel waschen, vierteln, Kerngehäuse entfernen. Möhren waschen und schälen. Beides fein reiben und mit den eingeweichten Haferflocken, Rosinen, dem Zimt und dem Kardamom vermengen.

Mandelmus und Hanfsamen als Topping über das Porridge geben.

Herzhafter Gemüse-Crumble

Mittags

Für 4 Portionen

30 g Sonnenblumenkerne120 g Dinkel- oder Vollkornmehl20 g Hafer-/Dinkelflocken200 g kräftiger Hartkäse, gerieben2 TL getrockneter Rosmarin1 TL RohrohrzuckerSalz, Pfeffer20 g Butterflöckchen zum KnetenÖl zum Einfetten für die Form500 g Cherrytomaten600 g Süßkartoffeln oder Kürbis250 ml Gemüsebrühe2 EL Balsamicoessig, cremig4 EL Olivenöl

Kerne, Mehl, Flocken, Käse, Rosmarin, Zucker, Salz und Pfeffer miteinander mischen. Butterflöckchen dazugeben. Alles zu Streuseln verkneten.

Backofen auf 200 °C (Umluft: 180 °C) vorheizen. Auflaufform mit Öl ausstreichen.

Gemüse schälen bzw. entkernen und in Spalten schneiden. Cherrytomaten halbieren.

Süßkartoffeln und Tomaten in der Auflaufform verteilen, salzen und pfeffern. Gemüsebrühe angießen, Essig und Öl darübergeben. Streusel auf dem Gemüse drapieren.

Im Ofen 35–45 Min. garen.

Bunter Brotsalat

Abends

Für 4 Portionen

300 g fein gemahlenes Vollkornbrot500 g Mozzarella (oder eine pflanzliche Alternative)2 Frühlingszwiebeln400 g Kirschtomaten1 Salatgurke2 Paprika6 EL Oliven2 Handvoll Kresse, Babyblattspinat oder Rucola5 EL OlivenölBalsamicoessigSalz, Pfefferitalienische Kräuter (TK oder frisch)

Vollkornbrot und Mozzarella würfeln, beiseitestellen.

Frühlingszwiebeln in kleine Ringe schneiden. Kirschtomaten halbieren. Gurke und Paprika würfeln. Oliven mit dem Gemüse mischen. Kresse (oder Blattspinat oder Rucola, ggf. klein gezupft) dazugeben.

Für das Dressing Öl, Balsamico und Gewürze (sparsam salzen, da Oliven und Mozzarella ggf. schon Salz enthalten) mit den italienischen Kräutern gut verrühren. Marinade zum Gemüse geben, gut mischen.

Brot- und Mozzarellawürfel zur Gemüsemischung geben und den Salat genießen.

Inhaltsverzeichnis

Titelei

Geleitwort

Dankeschön

Liebe Leserinnen,

Brustkrebs – und was kommt jetzt?

Die Therapieerfolge machen Mut

Überlebensrate auf 90 Prozent gestiegen

Welche Therapieoptionen haben Sie?

1. Kurative (primär heilende) Maßnahmen

2. Palliative (lindernde) Maßnahmen

Ernährungstherapie rund um die Behandlung

Chemotherapie: Wie Sie sich optimal ernähren

Gewichtszunahme trotz Appetitlosigkeit?

Sind Omega-3-Fettsäuren ein Schutz?

Welche Lebensmittel sind gut?

Wenn eine Operation ansteht

Tage vor der Operation

Direkt vor der Operation

Nach der Operation

Nach der Entlassung aus der Klinik

Ernährungsempfehlungen bei Lymphödem

Empfohlene Ernährung bei einer Strahlentherapie

Was Sie während der Antihormontherapie beachten sollten

Wichtig während der Einnahme von Tamoxifen, Letrozol und Co.

So schützen Sie Herz und Knochen und verhindern Heißhunger

Ernährung in der Nachsorge

Ernährung in der palliativen Phase

Eine adäquate Energieaufnahme ist wünschenswert

Was tun bei therapiebedingten Nebenwirkungen?

Wenn Sie unter Übelkeit und Erbrechen leiden

Was tun bei Erbrechen?

Was tun bei Sodbrennen und Schleimhautschädigungen?

Wie Sie Sodbrennen lindern können

Kommt häufig vor: Appetitlosigkeit

Was Sie gegen mangelnden Appetit tun können

Mundtrockenheit muss nicht sein

Das können Sie tun, um den Speichelfluss (wieder) anzuregen

Was tun bei plötzlichen Nahrungsmittelaversionen?

Was Sie gegen Geschmacks- und Geruchsveränderungen tun können

Wenn Sie unter Durchfall leiden

Was tun bei Flüssigkeits- und Mineralstoffverlusten durch Durchfall?

Rehydrierungslösungen – die schnelle Hilfe

Zur Stärkung der Darmflora: Prä- und Probiotika

Was tun bei Verstopfung?

Wie Sie Verstopfung vermeiden können

Wie Sie Müdigkeit (Fatigue) vermeiden können

So können Sie bei Fatigue gegensteuern

Was tun bei einer ungewollten Gewichtsabnahme?

Wie Sie Ihr Gewicht steigern können

Mythen in der Ernährung bei Brustkrebs

Mythos 1: Ohne Nahrungsergänzungsmittel kein Erfolg

Meine Empfehlung:

Mythos 2: Milch verschlechtert die Prognose

Meine Empfehlung:

Mythos 3: Zucker fördert Rezidive und Metastasen

Natürlicher Zucker in Maßen ist nicht gefährlich

Meine Empfehlung:

Mythos 4: Grüner Tee macht gesund

Meine Empfehlung

Mythos 5: (Anti-)Krebs-Diäten sind sinnvoll

Meine Empfehlung

Mythos 6: Kurkuma, Zimt, Ingwer – antientzündlich?

Meine Empfehlung

Mythos 7: Weizen macht krank

Meine Empfehlung

Mythos 8: Grünkohl vernichtet Krebszellen

Für einen Anti-Krebs-Effekt müssen große Portionen verzehrt werden

Meine Empfehlung

Fakten statt Mythen

Kein Mythos: Nahrungsergänzungen, die Ihrem Körper guttun

Kein Mythos: Alkohol fördert das Wachstum von Metastasen

Kein Mythos: Sojaprodukte können den Hormonhaushalt unterstützen

Kein Mythos: Kurzzeitfasten hilft bei der Chemotherapie

Die beste Ernährung bei Brustkrebs

Die Chancen einer brustschützenden Ernährung

Wissenswertes vorab

Pflanzenorientierte Kost ist gesund – wenn sie naturbelassen ist

Körpergewicht und Brustkrebstherapie

Ernährungsempfehlungen

Die Devise: individuell – aber gesund – essen und trinken

Behalten Sie Ihr Körpergewicht im Auge

Eiweiß ist wichtig

Optimale Lebensmittelauswahl

Ballaststoffe (Nahrungsfasern)

Ballaststoffe sind nicht gleich Ballaststoffe

Super gesund: resistente Stärke

Hülsenfrüchte

Phytoöstrogene – der »schützende« Wirkstoff in Hülsenfrüchten

Gemüse und Obst

Frisches Obst oder lieber Smoothies?

Milchprodukte

Am besten sind Produkte mit Milchsäurebakterien

Fettarme oder fettreiche Produkte?

Fette und Öle

Wählen Sie qualitativ hochwertige Fette und Öle

Ungesund: qualitativ weniger hochwertige Fette und Öle

Alge neben Olive und Raps

Nüsse, Samen und Kerne

Die drei großen Pluspunkte

Fische und Meeresfrüchte

Problem Fisch

Alkohol

Was sagen offizielle Stellen?

Verschiedene Ernährungsformen im Vergleich

Neu: die modifizierte mediterrane Ernährung

Bekannt: die Low-Carb-Ernährung

Widerspruch – ja oder nein?

Diskutiert: die ketogene Ernährung

Wichtig zu wissen

Immer noch aktuell: Low Fat

Die Zukunft: pflanzenbetonte Ernährung

Gesund und abwechslungsreich: ovo-lacto-vegetabile Kost

Muss eine vegane Ernährung sein?

Rezeptideen

Start in den Tag

Kleinigkeiten

Zum Sattwerden

Gutes an schlechten Tagen

Süß darf es auch mal sein

Service

Quellenangaben

Autorenvorstellung

Sachverzeichnis

Impressum/Access Code

Quelle: © lululand/stock.adobe.com (Linienzeichnung); © Brilt/stock.adobe.com (Hintergrund) |

Brustkrebs – und was kommt jetzt?

Mit der Diagnose beginnt für Sie zunächst mal ein langer Weg mit vielen Höhen und Tiefen. Nehmen Sie dabei jede erdenkliche Hilfe an – und seien Sie sicher: Sie sind nicht allein.

Die Therapieerfolge machen Mut

Auch wenn die Nachricht erst mal ein Schock ist: Die Heilungschancen bei dieser Erkrankung sind durch die Möglichkeiten der Therapien mittlerweile sehr gut.

Ihre Diagnose liegt entweder schon einige Zeit zurück, wenn Sie diese Zeilen lesen, oder sie ist ganz frisch. Die Nachricht über ein bösartiges Wachstum von Krebszellen in der Brust wirft jede Frau erst mal aus der Bahn. Was nun? Sie fragen sich: Was kann ich tun? Wie kann ich den Heilungsprozess beeinflussen? Sie sind (leider) eine von jährlich fast 70 000 Frauen in Deutschland, denen diese Diagnose gestellt wurde. Sie sind also nicht allein mit dieser für Frauen am häufigsten diagnostizierten Krebserkrankung – und das kann tröstlich sein. Es eröffnet die Möglichkeiten, von vielen Erfahrungen zu profitieren.

Überlebensrate auf 90 Prozent gestiegen

Die Fünf-Jahres-Überlebensrate hat sich durch frühe Diagnostik (Mammografie-Screenings) sowie die vielen Therapiemöglichkeiten in den vergangenen Jahrzehnten auf 90 Prozent erhöht. Das ist ermutigend. Es gibt zudem mehr und mehr Erfahrungen über Faktoren, die Ihre Therapie erträglich(er) machen und die Prognose verbessern helfen. Zu diesen sogenannten »optimierenden« Faktoren gehört neben den medizinischen, psychoonkologischen und weiteren therapeutischen Maßnahmen unbedingt der Bereich Ernährung. Ein optimaler Ernährungszustand hilft Ihnen dabei, Chemo-, Medikamenten- und/oder Strahlentherapien wie auch Operationen besser zu vertragen, auch werden deren Neben- und Nachwirkungen dadurch verringert. Das steigert Ihre Lebensqualität.

Ich empfehle Ihnen, Ihren Ernährungszustand frühzeitig feststellen zu lassen, möglichst zeitnah nach der Diagnosestellung, aber auch dann, wenn Sie sich Gedanken über Ihr Gewicht und Ihre Essgewohnheiten machen. Und das kommt meiner Erfahrung nach besonders dann vor, wenn das Körpergewicht nicht (wie erwartungsgemäß vor bzw. nach einer Tumordiagnose) sinkt, sondern ungewollt und stetig steigt. Die Hälfte aller Brustkrebsbetroffenen erlebt einen Gewichtsanstieg im ersten Jahr nach der Diagnose, besonders im Zusammenhang mit einer Antihormontherapie. Die durchschnittliche Gewichtszunahme während dieser Therapie liegt bei untersuchten Frauen bei 9 kg, wenige erreichen eine Steigerung von mehr als 20 kg. Übergewicht oder gar Adipositas sind Faktoren, die die Therapiewirkung und auch die Prognose verschlechtern können, daher empfehle ich Ihnen für diesen Bereich Aufmerksamkeit und ggf. ▶ Veränderung.

Wenn Sie nach der ersten Diagnose Rat suchen, kann ich Ihnen die Online-Plattform ▶ Pink! Aktiv gegen Brustkrebs empfehlen.

Welche Therapieoptionen haben Sie?

Um Ihr zukünftiges Leben gut zu gestalten, gibt es derzeit verschiedene medizinische Möglichkeiten, dem Tumor zu begegnen:

1. Kurative (primär heilende) Maßnahmen

Eine kurative Maßnahme umfasst verschiedene Therapieformen:

neoadjuvante Therapie (Chemo-, Strahlen- bzw. Antihormontherapie vor einer Operation; sie soll Tumorgewebe verkleinern und inaktivieren)

Operation

adjuvante Therapie (unterstützende Maßnahmen z. B. nach einer Operation), sowohl als zielgerichtete Krebstherapie (targeted therapy), als Chemo-, Strahlen- oder Antihormontherapie; sie zerstört quasi noch vermutetes Tumorgewebe

2. Palliative (lindernde) Maßnahmen

Diese Therapieformen lindern Symptome, Neben- und Nachwirkungen, verbessern die Lebensqualität und wirken lebensverlängernd.

Eine palliative Therapie beinhaltet ebenfalls verschiedene Maßnahmen:

zielgerichtete Krebstherapie (targeted therapy) durch bestimmte Medikamente

Chemotherapie

Strahlentherapie

Antihormontherapie

Operation(en)

Operationen können sowohl brusterhaltend sein oder mit einer Brustentfernung enden. Neoadjuvante Therapien sollen vor einer Operation die mögliche weitere Ausdehnung des Tumors verhindern, das Ausmaß der Operation verringern und die Wahrscheinlichkeit erhöhen, die Brust zu erhalten.

Sowohl Metastasen (Tochtergeschwülste) als auch Rezidive (Rückfälle/Wiederauftreten des Tumors) erlauben alle genannten Therapiemaßnahmen. Therapeutische Ansätze gibt es sowohl als einzelne Maßnahme als auch in Kombination. Die Entscheidung für oder gegen eine oder mehrere dieser medizinischen Therapiemaßnahmen hängt u. a. von der Tumorgröße, den histologischen Befunden sowie dem Allgemein- aber auch Ernährungszustand der betroffenen Frau ab.

Alle medizinischen Therapiemaßnahmen greifen Ihren Körper und die Zellen (leider meist auch die gesunden) an. Optimal ist daher, mit einem guten Ernährungszustand zu starten.