Büro ohne Bullshit - Geoffrey James - E-Book

Büro ohne Bullshit E-Book

Geoffrey James

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Beschreibung

Erfolg, Respekt und Zufriedenheit im Beruf – wer wünscht sich das nicht? Was nach einer Glücksformel klingt, hängt in Wahrheit von einigen simplen Grundregeln ab. Der renommierte Businessexperte Geoffrey James zeigt, wie man seinen Vorgesetzten und sich selbst dauerhaft glücklich machen kann. In seinen 49 Erfolgsgeheimnissen verrät er, wie man sich Ärger im Büro erspart und seine Karrierechancen deutlich verbessert. Mit praktischen Checklisten, handfesten Tipps und jeder Menge Humor.

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EPUB
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Seitenzahl: 323

Veröffentlichungsjahr: 2015

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Buch

Erfolg, Respekt und Zufriedenheit im Beruf – wer wünscht sich das nicht? Was nach einer Glücksformel klingt, hängt in Wahrheit von einigen simplen Grundregeln ab. Der renommierte Businessexperte Geoffrey James zeigt, wie man seinen Vorgesetzten und sich selbst dauerhaft glücklich machen kann. In seinen 49 Erfolgsgeheimnissen verrät er, wie man sich Ärger im Büro erspart und seine Karrierechancen deutlich verbessert. Mit praktischen Checklisten, handfesten Tipps und jeder Menge Humor.

Autor

Geoffrey James arbeitet als Autor und Journalist. Er schreibt für Fast Company, Wired, Men’s Health, ComputerWorld und die New York Times. Sein preisgekrönter Business-Blog ist auf Inc.com veröffentlicht worden. Der ehemalige Unternehmensberater und erfolgreiche Manager lebt in New Hampshire, USA.

Geoffrey James

Büro ohne Bullshit

49 praxiserprobte Überlebensstrategien

Aus dem Englischen von Ingrid Exo

Alle Ratschläge in diesem Buch wurden vom Autor und vom Verlag sorgfältig erwogen und geprüft. Eine Garantie kann dennoch nicht übernommen werden. Eine Haftung des Autors beziehungsweise des Verlags und seiner Beauftragten für Personen-, Sach- und Vermögensschäden ist daher ausgeschlossen.

Der Verlag weist ausdrücklich darauf hin, dass im Text enthaltene externe Links vom Verlag nur bis zum Zeitpunkt der Buchveröffentlichung eingesehen werden konnten. Auf spätere Veränderungen hat der Verlag keinerlei Einfluss. Eine Haftung des Verlags für externe Links ist stets ausgeschlossen.

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1. Auflage

Deutsche Erstausgabe Dezember 2015

Wilhelm Goldmann Verlag, München,

in der Verlagsgruppe Random House GmbH

© 2015 der deutschsprachigen Ausgabe

Wilhelm Goldmann Verlag, München,

in der Verlagsgruppe Random House GmbH

© 2014 der Originalausgabe Geoffrey James

Originaltitel: Business Without the Bullshit

Originalverlag: Business Plus, Hachette Book Group, Grand Central Publishing, New York

Dieses Werk wurde vermittelt durch die Literarische Agentur Schlück GmbH, 30827 Garbsen.

Umschlaggestaltung: Uno Werbeagentur, München

Umschlagillustration: David Malan/getty images;

FinePic®, München

Redaktion: Dunja Reulein

Satz: Buch-Werkstatt GmbH, Bad Aibling

CB · Herstellung: IH

ISBN 978-3-641-16103-3

www.goldmann-verlag.de

Besuchen Sie den Goldmann Verlag im Netz

Für Cordelia und Alexander

Inhalt

Einführung

Teil 1

Wie Sie mit Ihrem Chef richtig umgehen

Erfolgsgeheimnis Nr. 1: Wie Sie mit den zwölf verschiedenen Cheftypen klarkommen

Erfolgsgeheimnis Nr. 2: Wie Sie jeden Chef glücklich machen

Erfolgsgeheimnis Nr. 3: Wie Ihr Vorgesetzter am meisten für Sie tut

Erfolgsgeheimnis Nr. 4: Wie Sie Ihr Mitarbeitergespräch für sich nutzen

Erfolgsgeheimnis Nr. 5: Wie Sie eine Gehaltserhöhung verlangen

Erfolgsgeheimnis Nr. 6: Wie Sie mit unzumutbaren Anforderungen umgehen

Erfolgsgeheimnis Nr. 7: Wie Sie sich einem unbeherrschten Chef gegenüber verhalten

Teil 2

Wie Sie Ihre Kollegen richtig behandeln

Erfolgsgeheimnis Nr. 8: Wie Sie den Respekt Gleichgestellter erlangen

Erfolgsgeheimnis Nr. 9: Wie Sie eine saubere Büropolitik betreiben

Erfolgsgeheimnis Nr. 10: Wie Sie einen Mentor finden

Erfolgsgeheimnis Nr. 11: Wie Sie die zehn nervigsten Kollegentypen in den Griff bekommen

Erfolgsgeheimnis Nr. 12: Wie Sie mit der Rechtsabteilung umgehen

Erfolgsgeheimnis Nr. 13: Wie Sie soziale Netzwerke richtig nutzen

Erfolgsgeheimnis Nr. 14: Wie Sie im Meeting glänzen

Teil 3

Wie Sie Ihre Mitarbeiter richtig führen

Erfolgsgeheimnis Nr. 15: Welche Glaubenssätze wirklich großartiger Chefs Sie sich zu eigen machen sollten

Erfolgsgeheimnis Nr. 16: Wie Sie ein besserer Chef werden

Erfolgsgeheimnis Nr. 17: Wie Sie Spitzenkräfte einstellen

Erfolgsgeheimnis Nr. 18: Wie Sie für ein produktives Meeting sorgen

Erfolgsgeheimnis Nr. 19: Wie Sie Kritik äußern

Erfolgsgeheimnis Nr. 20: Wie Sie mit Nörglern umgehen

Erfolgsgeheimnis Nr. 21: Wie Sie jemanden entlassen

Teil 4

Wie Sie sich selbst managen

Erfolgsgeheimnis Nr. 22: Wie Sie Ihre Karriere absichern

Erfolgsgeheimnis Nr. 23: Wie Sie sich genügend Zeit verschaffen

Erfolgsgeheimnis Nr. 24: Wie Sie Ihren Traumjob finden

Erfolgsgeheimnis Nr. 25: Wie Sie ein Vorstellungsgespräch ergattern

Erfolgsgeheimnis Nr. 26: Wie Sie beim Vorstellungsgespräch glänzen

Erfolgsgeheimnis Nr. 27: Wie Sie Scheitern unmöglich machen

Erfolgsgeheimnis Nr. 28: Wie Sie optimistischer werden

Teil 5

Wie Sie richtig kommunizieren

Erfolgsgeheimnis Nr. 29: Wie Sie die fünf grundsätzlichen Regeln der Unternehmenskommunikation für sich nutzen

Erfolgsgeheimnis Nr. 30: Wie Sie sinnvolle Gespräche führen

Erfolgsgeheimnis Nr. 31: Wie Sie überzeugende E-Mails schreiben

Erfolgsgeheimnis Nr. 32: Wie Sie einprägsame Präsentationen machen

Erfolgsgeheimnis Nr. 33: Wie Sie Konferenzen für Kontakte nutzen

Erfolgsgeheimnis Nr. 34: Wie Sie Vereinbarungen aushandeln

Erfolgsgeheimnis Nr. 35: Wie Sie mit Alarm-Mails umgehen

Teil 6

Wie Sie mit Ausnahmezuständen klarkommen

Erfolgsgeheimnis Nr. 36: Wie Sie vorgehen, wenn Sie Ihren Job hassen

Erfolgsgeheimnis Nr. 37: Wie Sie reagieren, wenn Sie etwas vermasselt haben

Erfolgsgeheimnis Nr. 38: Wie Sie sich in einer schwierigen persönlichen Situation verhalten

Erfolgsgeheimnis Nr. 39: Wie Sie mit Massenentlassungen umgehen

Erfolgsgeheimnis Nr. 40: Wie Sie Stress abbauen

Erfolgsgeheimnis Nr. 41: Wie Sie mit Sorgen und Ängsten klarkommen

Erfolgsgeheimnis Nr. 42: Wie Sie das Gefühl von Zurückweisung bewältigen

Teil 7

Wie Sie Missstände in den Griff bekommen

Erfolgsgeheimnis Nr. 43: Wie Sie schmutziger Büropolitik entgegenwirken

Erfolgsgeheimnis Nr. 44: Wie Sie Managementmarotten beikommen

Erfolgsgeheimnis Nr. 45: Wie Sie Lügen im Arbeitskontext aufdecken

Erfolgsgeheimnis Nr. 46: Wie Sie geschönte Zahlen erkennen

Erfolgsgeheimnis Nr. 47: Wie Sie mit den acht häufigsten Lügen der Chefs umgehen

Erfolgsgeheimnis Nr. 48: Bei welchen sieben Gelegenheiten Sie Ihren Vorgesetzten belügen dürfen

Erfolgsgeheimnis Nr. 49: Wie Sie gefahrlos Missstände aufdecken

Dank

Register

Einführung

In den letzten 30 Jahren habe ich unentwegt nach geeigneten Tricks Ausschau gehalten und Strategien zusammengetragen, mit denen Sie sich im Büroalltag unnötigen Ballast und Bullshit vom Hals halten und das Tagesgeschäft schneller und leichter erledigen können, als Sie es für möglich halten.

Als Journalist habe ich Hunderte von Führungskräften interviewt, darunter sowohl legendäre Managerpersönlichkeiten als auch unbekannte Inhaber von Start-up-Firmen, die sich noch mit den Anfangsschwierigkeiten der Firmengründung herumschlugen, oder unzählige Verkaufs- und Marketinggurus. Als IT-Systemdesigner und Marketingspezialist war ich Teil eines ungemein produktiven Konzerns und musste – ganz unmittelbar und aus nächster Nähe – mitansehen, wie zwei große Firmen an der Bürde der kollektiven Blödheit im eigenen Unternehmen zugrunde gegangen sind.

In den letzten sieben Jahren hatte ich ein Blog auf den Webseiten von BNET und CBS News und seit Kurzem auf Inc.com. Mit Millionen von Lesern stehe ich in täglichem Austausch zu den Erfolgs- und Überlebensstrategien in der Geschäftswelt.

Büro ohne Bullshit ist das Ergebnis dieser Beobachtungen und Erfahrungen.

Hier geht es nicht um Theorien. Dies ist eine Sammlung pragmatischer Problemlösungen für die vielen Situationen, die man in jeder Firma tagtäglich erleben kann.

Dem Buch liegt allerdings schon eine bestimmte Haltung zu Bullshit und Blödsinn in der Businesswelt zugrunde. Man kann es auch lesen, ohne diese Philosophie zu kennen, aber für diejenigen, die es gern hintergründig haben, bitte sehr:

Jeder ist ein Freelancer

Früher haben Angestellte für eine bestimmte Firma gearbeitet und sind meist davon ausgegangen, dies auch jahrzehntelang weiter zu tun. Manche Unternehmen brüsteten sich sogar mit dem Grundsatz einer »lebenslangen« Anstellung.

Damals hatten Arbeitgeber und Arbeitnehmer so etwas wie eine unausgesprochene Abmachung. Der Arbeitgeber bot einen sicheren Arbeitsplatz, und der Arbeitnehmer blieb ihm im Gegenzug treu. Arbeitgeber betrachteten Bewerber, die von Job zu Job wechselten, mit Argwohn.

Am untersten Ende der Firmenhierarchie standen Freelancer und Berater, diese Loser, die keinen richtigen Job abgekriegt hatten und deshalb gezwungen waren, unentwegt ihre Haut zu Markte zu tragen.

Die Zeiten sind für immer vorbei. Heute bieten Unternehmen keine Jobgarantien mehr, stattdessen verlagern sie die Arbeitsplätze dorthin, wo die Arbeit billiger ist.

Heutzutage sind alle Freelancer. Selbst wer einen Job mit Sonderzulagen und Bonuszahlungen, bezahltem Urlaub und einem tollen Titel hat, bleibt letztlich doch ein Freelancer. Wer sich nicht unentwegt selbst verkauft, wird schneller arbeitslos sein, als er schauen kann.

Das bedeutet vor allem, sich immer alle Möglichkeiten offenzuhalten und ständig neue Jobchancen aufzutun. Als Freischaffender müssen Sie immer darauf aus sein, einen neuen Job an Land zu ziehen, und zwar hoffentlich einen, der mehr Spaß macht und besser bezahlt ist als der, den Sie bereits haben.

Sie sind der Boss

Zur überholten Vorstellung eines sicheren Jobs gehört auch die Firmenhierarchie: Sie arbeiten für einen Chef, der für einen Vorgesetzten arbeitet, der für einen noch wichtigeren Chef arbeitet, der für den Hauptgeschäftsführer arbeitet, der für den Vorstand arbeitet, der für die Investoren arbeitet.

In großen Konzernen mögen diese Strukturen weiterhin existieren, aber wenn Sie wie ein Freischaffender arbeiten, hat es keinen Sinn mehr zu denken, man würde von jemandem »geführt«. Ein Chef ist heutzutage mehr so etwas wie ein Kunde oder Auftraggeber, was zur Folge hat, dass Sie diese Beziehung steuern müssen.

Dementsprechend sind auch die überkommenen Vorstellungen davon, was ein Chef zu tun hat, allmählich überholt. Ihre Mitarbeiter werden – zumindest, wenn sie schlau genug sind und begriffen haben, dass sie quasi freie Mitarbeiter sind – nicht allein wegen Ihres Jobtitels tun, was Sie ihnen sagen.

Aber das ist nur der Anfang. Als Freelancer müssen Sie in der Lage sein, sich nicht nur nach oben und unten richtig zu verhalten, sondern auch auf gleicher Ebene. Sie müssen Ihre Kollegen dazu bringen, Sie bei Ihren Vorhaben zu unterstützen, in der Regel dadurch, dass Sie ihnen gleichfalls helfen.

Und schließlich das Wichtigste: Sie müssen lernen, sich selbst zu managen und Ihre Gedanken, Gewohnheiten und Handlungen so zu kontrollieren, dass sie Ihren Zielen dienen.

Sie müssen sich selbst verkaufen

Da Sie nun freischaffend und Ihr eigener Chef sind, sind Sie auch Verkäufer, ob Sie wollen oder nicht.

Wenn Sie sich selbst, Ihre Leistung oder Ideen nicht vermarkten können (oder wollen), können Sie eigentlich gleich aufgeben. Wenn Sie nicht schon arbeitslos sind, werden Sie es bald sein. Und es wahrscheinlich bleiben.

Dessen ungeachtet sträubt sich noch eine erstaunlich große Zahl an Leuten dagegen, das Verkaufen zu lernen, wahrscheinlich, weil dem Verkaufsvorgang üblicherweise Geringschätzung, Ablehnung und Misstrauen entgegengebracht werden.

Verkäufer werden in beinahe jedem Kinofilm, Theaterstück oder Fernsehfilm als aalglatte Schwätzer oder armselige, traurige Typen dargestellt. Dieses Vorurteil reicht bis in den akademischen Bereich hinein, wo nur eine Handvoll von Hochschulen sich in den wirtschaftswissenschaftlichen Fachbereichen dem Vertrieb widmet.

Aber Verkaufsgespräche waren und bleiben das Herzstück des Business. Firmen, die ihre Waren nicht verkaufen können, gehen pleite. Selbst Non-Profit-Unternehmen und staatliche Stellen sind darauf angewiesen, dass irgendwer imstande ist, anderen zu vermitteln (zu »verkaufen«), dass die Arbeit oder die Leistungen, die sie zu bieten haben, nützlich und sinnvoll sind.

Wenn Sie berufliche Sicherheit wollen, müssen Sie lernen, sich zu verkaufen.

Mit Klarheit zur Macht

Da Sie damit zu tun haben werden, andere Menschen zu lenken (übergeordnete, untergeordnete und gleichrangige) und Ihren eigenen Wert zu vermitteln, wird Ihre wichtigste Verkäufertugend darin bestehen klarzumachen, was Sie wollen.

In der Vergangenheit hat sich in der Geschäftswelt eine gewisse Vagheit ausgezahlt. Während man von Ingenieuren und Wissenschaftlern erwartete, sich präzise auszudrücken, fand man es in der Wirtschaft oft hilfreich, sein Anliegen zu verschleiern. »Einen Pudding kann man nicht festnageln«, hieß es.

Heutzutage leben wir jedoch in einer Welt des überbordenden Informationsaustauschs. McKinsey zufolge verschickt und empfängt ein durchschnittlicher Angestellter mehr als 100 E-Mails am Tag, eine Tätigkeit, die fast ein Drittel der täglichen Arbeitszeit in Anspruch nimmt. Damit nicht genug: Der unerbittliche Moloch der Globalisierung und der Computerisierung hat das Managen des Büroalltags noch komplizierter gemacht. Infolgedessen haben sich etwaige Vorteile einer schwammigen Ausdrucksweise mittlerweile erübrigt.

In einem Umfeld mit hohem Informationsaufkommen besteht die wahre Herausforderung darin, komplexe Sachverhalte einfach darzustellen, ohne dabei zu vereinfachend zu werden. Wer das beherrscht, besitzt große Macht über diejenigen, die sonst in der endlosen Flut an Informationen untergehen würden.

Der Mensch ist Trumpf

Jahrzehntelang haben Firmen die absurde Auffassung verfochten, dass Technik per se Probleme lösen könne. Sie kann jedoch lediglich die Geschwindigkeit erhöhen, mit der Menschen bestimmte Aufgaben erledigen; diese erhöhte Geschwindigkeit kann Probleme lösen, aber ebenso gut neue schaffen.

Als beispielsweise E-Mails in den Firmen Einzug hielten, sollten sie die Produktivität steigern. Wo es früher eine Stunde gedauert hatte, ein Memo zu tippen und zu verteilen, konnte man das jetzt in ein paar Minuten erledigen.

Während manche Leute die bequeme E-Mail nutzten, um den Zeitaufwand für das Schreiben von Memos zu verringern, nutzen andere sie leider, um die Zahl der verschickten Memos zu erhöhen und so zur Informationsflut beizutragen.

Technisch mögen wir Fortschritte gemacht haben, aber die menschlichen Verhaltensmuster, nämlich Bündnisse zu schließen, sich Mentoren zu suchen, Ideen zu verkaufen und so weiter, sind in modernen Firmen dieselben wie zu allen anderen Zeiten auch.

So wichtig es auch sein mag, mit der heutigen Technik umgehen zu können, entsteht Wertschöpfung doch durch die Fähigkeit, andere zu durchschauen und zu erkennen, was sie motiviert und wie man ihre individuellen Bedürfnisse befriedigt.

Deshalb konzentriere ich mich in diesem Buch mehr auf Menschen und menschliches Verhalten als auf die Technik. Wenn ich mich beispielsweise mit Social Media und E-Mails befasse, liegt mein Schwerpunkt dabei darauf, wie man mit diesen technischen Mitteln andere Menschen beeinflusst.

Mut ist entscheidend

Beim Lesen dieses Buches werden Sie sich manchmal kaum vorstellen können, dass Sie die Ratschläge befolgen oder die vorgeschlagenen Sätze übernehmen werden. Doch gerade wenn Ihnen das komisch vorkommt, ist es ein Zeichen dafür, dass Sie diese Tipps befolgen sollten.

Stellen Sie sich beispielsweise vor, Sie unterbrechen Ihren herumschreienden Chef mit der Bitte, sich Ihnen gegenüber professionell zu verhalten, und verlassen den Raum, wenn er dem nicht nachkommt. Wenn Sie diese Vorstellung beängstigend finden, ist dies ein Zeichen dafür, dass Sie zum Opferverhalten tendieren.

Und weil das so ist, besteht die einzige Chance, nicht wirklich zum Opfer zu werden, darin, etwas zu tun, bei dem Sie sich schon unwohl fühlen, wenn Sie es nur lesen. Dazu braucht man Mut.

Mut ist nicht dasselbe wie Furchtlosigkeit. Nur Narren haben keine Angst. Mut bedeutet, für das, was man erreichen will, Risiken einzugehen. Mut bedeutet, sich der Tatsache zu stellen, dass man seinen Job verlieren kann, wenn man für sich selbst einsteht.

In diesem Buch werde ich Ihnen erklären, wie Sie die Grundlagen dafür schaffen, dass Sie Ihren Job nicht nur behalten, sondern sich auch dauerhaft für einen noch besseren positionieren. Doch der beste Rat der Welt nutzt nichts, wenn Sie nicht den Mut aufbringen, ihn zu befolgen.

Glaubenssätze bestimmen das Ergebnis

Mit dem bisher Gesagten möchte ich gängige Auffassungen oder Glaubenssätze hinsichtlich des Arbeitsplatzes, der eigenen Rolle dort und der Art der Arbeitsbeziehungen neu formulieren; zumindest möchte ich, dass Sie sie einmal hinterfragen.

Das mache ich deshalb, weil diese Glaubenssätze darüber bestimmen, ob Sie beruflich erfolgreich sein werden oder überhaupt sein können. Um Erfolg zu haben, muss man zwischen Fakten und Annahmen unterscheiden, wobei Fakten ein Teil der Realität sind, Ihre Annahmen oder Überzeugungen hingegen nur Ihre Interpretationen der Realität darstellen.

Ihre Überzeugungen, Ihre Glaubenssätze, und nicht die Fakten entscheiden darüber, wie gut (oder wie schlecht) Sie eine Situation meistern. Nehmen wir zur Verdeutlichung einmal an, die Wirtschaft wächst sehr langsam. Die Wirtschaft ist faktisch gegeben. Ihre Glaubenssätze kommen ins Spiel, wenn Sie entscheiden, was diese Tatsache für Sie bedeutet.

Für den einen kann das schwache Wirtschaftswachstum beispielsweise die Bedeutung haben: »Es wird nahezu unmöglich sein, einen Job zu finden.« Das ist eine Annahme. Jemand anderer kommt vielleicht zu der Überzeugung, eine langsam wachsende Wirtschaft bedeutet: »Unternehmen werden meine Hilfe dringender denn je benötigen.« Auch das ist eine Annahme.

Dieselbe Tatsache kann also zu zwei gegensätzlichen Annahmen führen. Welche von beiden ist »wahr«? Das spielt keine Rolle. Entscheidend ist, dass die Person, die überzeugt ist, es sei nahezu unmöglich, einen Job zu finden, auch weniger wahrscheinlich einen finden oder ein gutes Vorstellungsgespräch führen wird als die Person, die überzeugt ist, sie würde mehr denn je gebraucht.

Die Arbeitswelt ist voller Herausforderungen. Manchmal wird ein falsches Spiel gespielt. Manchmal verhalten sich andere Leute seltsam. Manchmal geht etwas schief. Manchmal gehen Ihre Pläne nicht auf.

Na und? So etwas passiert. Sie werden sich aber mit größerer Wahrscheinlichkeit wieder aufraffen, es noch einmal versuchen und schließlich erfolgreich sein, wenn Sie zu Überzeugungen gelangen, durch die Sie optimistisch, begeisterungsfähig und positiv eingestellt bleiben.

Das soll nun nicht heißen, sich vor der Realität zu verschließen oder die Welt durch die rosarote Brille zu sehen. Es heißt lediglich, zu Deutungen der Realität zu gelangen, mit denen Sie Ihre Ziele leichter erreichen.

Wirtschaft ist einfach

Nach landläufiger Meinung ist die Wirtschaft kompliziert, und ihre Prinzipien sind schwer zu durchschauen. Während jedoch jede Branche und jeder Beruf spezielle Kenntnisse erfordern, ist das Arbeiten in der Wirtschafts- und Geschäftswelt ziemlich simpel.

Dummerweise hängt das Einkommen Hunderttausender Unternehmensberater, Branchenanalysten und Seminarleiter davon ab, die Dinge weiterhin kompliziert aussehen zu lassen. Denn wer würde sie noch engagieren, wenn alle wüssten, wie simpel die Wirtschaft funktioniert?

Abgesehen von Ihren eigenen Fachkenntnissen brauchen Sie nur ein paar Tipps und Tricks, um in der freien Wirtschaft wirklich erfolgreich zu sein. Erfolg ist keine Hexerei, sondern zum Greifen nah.

Darum geht es in diesem Buch. Ich habe die erfolgreichsten Strategien, die ich im Lauf meines Lebens entdeckt habe, in diesem Buch zusammengetragen. Und ich habe sie so einfach und leicht verständlich gehalten, wie ich nur konnte.

Zu diesem Buch

Büro ohne Bullshit muss man nicht von vorn bis hinten durchlesen wie einen Roman oder einen konventionellen Businessratgeber. Es enthält vielmehr eine Auflistung von Ratschlägen und Schritt-für-Schritt-Anleitungen für spezielle Situationen. Sie können sich daher jedes beliebige Kapitel (oder Erfolgsgeheimnis, wie ich sie nenne) vornehmen und die empfohlene Vorgehensweise anwenden. Zu jedem Kapitel gehört auch eine »Kurzfassung« – eine kleine Gedächtnisstütze, in der das Erfolgsgeheimnis auf einen Blick zusammengefasst ist.

Sie können sich natürlich jedes Erfolgsgeheimnis einzeln anschauen und anwenden, aber ich habe sie in Gruppen zusammengefasst, sodass artverwandte Erfolgstipps auch beieinanderstehen. Auf »Wie Sie ein Vorstellungsgespräch ergattern« folgt beispielsweise direkt »Wie Sie beim Vorstellungsgespräch glänzen«.

Alles in allem behandelt jeder Teil einen anderen Aspekt Ihres Arbeitslebens, sodass Sie ihn dann lesen und anwenden können, wenn es für den jeweiligen Punkt Ihrer beruflichen Entwicklung am sinnvollsten ist.

Ich beginne damit, den richtigen Umgang mit dem Chef zu erläutern, denn den Kommentaren meiner Blogleser nach zu urteilen ist das der Punkt, der am dringlichsten ist.

Ich komme dann zum Umgang mit Kollegen und Mitarbeitern und dann zu Ihnen selbst, Ihrem Selbstmanagement und Ihrer eigenen Karriere.

Die ersten vier Teile befassen sich daher mit dem, was Sie wissen müssen, um das Optimum aus denen herauszuholen, mit denen Sie arbeiten, Sie selbst eingeschlossen.

Der fünfte Teil bietet Ihnen Hilfestellungen, die Sie brauchen, um Klarheit zu gewinnen und Ihre Ideen und den Wert Ihrer Leistungen gut zu verkaufen.

Im sechsten und siebten Teil geht es um den richtigen Umgang mit speziellen Situationen, die Sie sonst aus der Bahn werfen könnten.

Und zu guter Letzt: Viele der Erfahrungsschätze in diesem Buch stammen aus den Kommentaren und E-Mails, die ich von den Lesern meines Blogs erhalten habe. Ich möchte daher nicht versäumen, Ihnen Gelegenheit zu geben, mir zu schreiben. Wenn Sie mir eine Frage oder eine Anmerkung schicken ([email protected]), werde ich garantiert antworten, so gut es mir möglich ist.

Dieses Buch wurde für Sie geschrieben.

Teil 1

Wie Sie mit Ihrem Chef richtig umgehen

Es ist sicher eine hübsche Vorstellung, dass Ihr beruflicher Erfolg sich darauf gründet, wie kompetent Sie in Ihrem Job sind, aber das ist nicht einmal die halbe Wahrheit. Gehaltserhöhungen, Beförderungen und andere Vergünstigungen hängen unmittelbar davon ab, wie gut Sie Ihren Chef im Griff haben.

Wenn sie oder er Sie nicht sympathisch findet oder – noch schlimmer – sich nicht einmal an Sie erinnert, werden Sie wohl kaum die erstklassigen Aufgaben zugeteilt bekommen, die Sie brauchen, um voranzukommen. Und wenn Ihr Vorgesetzter Sie gar nicht mag, stehen Ihnen wirklich harte Zeiten bevor – bis Sie eine andere Position erreichen oder einen anderen Chef bekommen.

Lesen Sie weiter in der vollständigen Ausgabe!

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