Business Dads - Tom Hirschfeld - E-Book

Business Dads E-Book

Tom Hirschfeld

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Beschreibung

Tom und Julie Hirschfeld zeigen in diesem praktischen Ratgeber überzeugend, dass Erziehen kein Talent ist, das allein den Frauen in die Wiege gelegt wurde. Im Gegenteil: Als Geschäftsmann haben Sie bereits genau die richtigen Fähigkeiten, um Ihre Beziehung zu den Kindern effektiv und mit Freude zu gestalten. Wenden Sie einfach Ihre "Business-Skills" auch zu Hause an: gehen Sie mit Ihren Kindern partnerschaftlich um, treffen Sie Vereinbarungen, sprechen Sie sie kundenorientiert an. Dann werden Sie sehen, dass Papasein nicht nur ein Job ist, den Sie mit Leichtigkeit beherrschen können, sondern dass er auch die beste Entlohnung mit sich bringt, die Sie sich je hätten vorstellen können!

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Seitenzahl: 351

Veröffentlichungsjahr: 2002

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Tom Hirschfeld

Business Dads

Dieses Buch ist Benjamin und Leila gewidmet, meinen Trainern vor Ort, sowie meinem verstorbenen Vater, Dr. Leonard S. Hirschfeld.

Tom Hirschfeld

Mit Julie Hirschfeld

Business Dads

Wie erfolgreiche Männer auch fantastische Väter sein können – und umgekehrt

Aus dem Amerikanischen übersetzt von Dr. Friedemann Lux

Die Deutsche Bibliothek – CIP-Einheitsaufnahme

Hirschfeld, Tom:

Business Dads : wie erfolgreiche Männer auch fantastische Väter sein können – und umgekehrt. Tom Hirschfeld / mit Julie Hirschfeld. Aus dem Amerikan. übers. von Dr. Friedemann Lux. – Landsberg ; München : mvg, 2002.

Einheitssacht.: Business Dad <dt.>

ISBN 3-478-72980-7

Copyright © 1999 by Thomas P. Hirschfeld. Published by arrangement with Little Brown and Company. All Rights Reserved.

Copyright © der deutschsprachigen Ausgabe 2002 bei mvg im verlag moderne industrie AG & Co. KG, Landsberg – München

Titel der amerikanischen Originalausgabe: „Business Dad“

Aus dem Amerikanischen übersetzt von Dr. Friedemann Lux.

Alle Rechte, insbesondere das Recht der Vervielfältigung und Verbreitung sowie der Übersetzung, vorbehalten. Kein Teil des Werkes darf in irgendeiner Form (durch Fotokopie, Mikrofilm oder ein anderes Verfahren) ohne schriftliche Genehmigung des Verlages reproduziert oder unter Verwendung elektronischer Systeme gespeichert, verarbeitet, vervielfältigt oder verbreitet werden.

Umschlaggestaltung: Atelier Seidel, Altötting

Umschlagfoto: Getty Images / E. Dygas

Satz: FTL Kinateder, Kaufbeuren

Druck: Himmer, Augsburg

Bindearbeiten: Thomas, Augsburg

Printed in Germany 72980/030201

ISBN 3-478-72980-7ISBN E-Book (EPUB, Mobi) 978-3-86415-847-6

eBook by ePubMATIC.com

Was auf Sie zukommt

Das Vater-Projekt

Geheimwaffe für Karriere-Väter

Das Problem

Die Gelegenheit

Was dieses Buch will

Die Papa-GmbH

Wie das Büro Ihnen helfen kann, ein guter Vater zu werden

Nehmen Sie Ihr Know-how mit nach Hause!

Pfarrers Kinder, Müllers Vieh?

Das Organigramm

Warum es mit Papa besser geht

Ihre Aufgabe

Tief Luft holen!

Was ein Vater so verdient

Die Kunst des Delegierens

Joint Venture-Partner

Gemeinsam erziehen - wie man es richtig macht

Fünf Kriterien für erfolgreiche Joint Ventures

Erkenne dich selbst!

Planung und Vorbereitung

Drücken gilt nicht

Arbeitsteilung

Wenn Partner uneins sind

Wissen ist Macht

Warum informierte Väter besser sind

Den Kunden kennen

Fremde Kulturen

Informationstransfer

Menschliches Kapital

Wie man glückliche Kinder erzieht

Kundenbetreuung

Intellektuelles Kapital

Mehrwert

Das Finanz-Komitee

Konflikte lösen

Der Karriere-Vater als Disziplin-Manager

Qualitätskontrolle

Am Verhandlungstisch

Verträge sind zum Einhalten da

Die lieben Geschwister

Zum Lachen

Wenn Mann zwei Berufe hat

Warum Väter die besseren Chefs sind

Nullsummenspiel?

Ran an den Feind!

Zeitmanagement: Das Problem

Zeitmanagement durch Technologie: Dichtung und Wahrheit

Zeitmanagement im Büro

... und zu Hause

Zeitmanagement: Wie man besser leben kann

Unterwegs

Papas wunderbare Arbeitswelt

Zurück ins Büro

Zu guter Letzt

Was Sie sonst noch lesen können

Das Vater-Projekt

Geheimwaffe für Karriere-Väter

Das Problem

Im Geschäft wie in der Familie stehen wir heute vor dem gleichen Schlüsselproblem: eine wahre Lawine neuer Möglichkeiten, aber keine Minute mehr Zeit.

Überlegen wir einmal, wie sich das Leben seit 1960 verändert hat. Damals lief das Berufsleben wie auf Schienen: Man stieg jeden Morgen in den gleichen Zug, tat die gleiche Arbeit bei derselben Firma und brauchte sich keine Sorgen zu machen, wo das nächste Gehalt herkam. Der Arbeitsplatz war sicher, die Rente auch, und die Welt veränderte sich nur langsam. Es war ein behagliches Dasein, wenn auch kein besonders spannendes.

Heute brauchen wir uns über Mangel an Abwechslung nicht mehr zu beklagen. Die natürlichen Barrieren von Raum und Zeit sowie die künstlichen der Tarife und Richtlinien zerbröckeln und schaffen für den Cleveren und Kreativen ungeahnte Chancen. Aber nicht für den Langsameren, Behäbigeren, vielleicht nicht so gut Informierten; er gewinnt nicht durch Hightech und Globalisierung, er verliert.

Und die Grenze zwischen Gewinnern und Verlierern, sie scheint mit jedem Tag dünner zu werden. Unser Karriere-Schiff macht gute Fahrt, und – rumms! – kommt der nächste Sturm. Eine neue Technologie, ein neuer Konkurrent oder der neue Abteilungsleiter. Je mehr wir strampeln in dem Glücksrad des Erfolgs, um so schneller dreht es sich. Keine Zeit für Pausen mehr. Die Lorbeeren von heute, sie sind morgen schon verwelkt.

Das Einzige, was zwischen uns und dem Abgrund liegt, ist Information – aber genau sie ist gleichzeitig ein Teil des Problems. Früher kam sie in gut verdaulichen Häppchen zu uns und wartete höflich, bis wir sie schlucken konnten. Heute stehen wir in einem wahren Hagelsturm von Fakten und Memos, die uns schier zu erschlagen drohen. Was wir nicht wissen, kann uns umbringen.

Wer hier überleben will, muss immer mehr Überstunden machen. Und Geschäftsreisen, trotz Internet und Video-Konferenzen. Das „Just in time“-Prinzip scheint nicht nur auf Lagerbestände, sondern auch auf Menschen angewendet zu werden. Piepser und Handy erreichen uns noch im Schlafzimmer. Ein Jahrzehnt der „Verschlankung“ hat unsere Terminkalender voll und unseren Job permanent unsicher gemacht. Aber er hat doch einen Sinn, der ganze Stress, oder? Wir tun es ja schließlich für unsere Kinder ...

Ja, die Kinder. Sie können es ja kaum erwarten, dass Papa lächelnd durch die Wohnungstür kommt. Wenn wir nur diesen Bericht bis 19 Uhr ins Internet kriegen, erwischen wir sie vielleicht noch, bevor sie ins Bett müssen. Und wenn es heute nicht klappt, dann vielleicht morgen oder nächstes Wochenende, nach dem Golfen. Wir hätten ja so gerne mehr Zeit für die Kids, aber einer muss ja die Brötchen verdienen. Gut, dass sie so tolle Mütter haben. Und sie sind ja vor allem Mutters Revier, auch wenn die berufstätig ist...

Aber halt, auch zu Hause schreiben wir nicht mehr das Jahr 1960. Damals hatte ein guter Familienvater im Wesentlichen zwei Aufgaben gegenüber den Kindern: Ernährer und Bestrafer; den Rest erledigte Mutter. Damals. Wer heute im Geschäftsleben steht und Kinder unter 18 Jahren hat, sieht sich mit einer wahren Revolution konfrontiert, in der das gerade karikierte Bild des abwesenden Vaters nicht mehr zieht. Nicht nur in der Firma, sondern auch zu Hause kostet Erfolg heute viel mehr Arbeit als früher. Und schmeckt viel besser.

Nicht nur in der Firma, sondern auch zu Hause kostet Erfolg heute viel mehr Arbeit als früher. Und schmeckt viel besser.

Es sind vor allem drei Trends, die unser Berufsbild als Väter dramatisch erweitert haben. Erstens: Unsere eigenen Eltern machten sich keine großen Gedanken über die Kunst des Erziehens; sie praktizierten sie einfach. Die heutige Gesellschaft zerbricht sich den Kopf darüber, wie man seine Kinder „richtig“ erzieht. Erziehungsberatung in Büchern, Magazinen und Websites ist zu einer regelrechten Industrie geworden – und manchmal stimmen die Ratschläge sogar.

Zweitens: Die gesellschaftliche Infrastruktur für die Kindererziehung ist vielerorts am Verkommen. Vorbei die Zeiten, wo man darauf rechnen konnte, dass Schule, Medien, Kirchen und Verwandtschaft die Erziehungsbemühungen der Eltern unterstützten (und Fehler korrigierten). Politische Korrektheit statt Lernen, Jugend- und Straßenkriminalität, Materialismus und Zynismus im Fernsehen, leere Kirchenbänke und geschiedene Ehen – es herrscht ein Klima, das es schwieriger denn je macht, seine Kinder richtig zu erziehen.

Doch es gibt auch Positives. Eng verbunden mit dem zweiten Trend ist der dritte: Männer und Frauen haben heute viel mehr Optionen in ihrer Lebensgestaltung. Die berufstätige Mutter hat bessere Jobs mit mehr Gehalt, und die Männer haben gelernt, dass „stark sein“ nicht automatisch Schweigen bedeuten muss. Frauen sind keine bloßen Zierpflanzen im Büro mehr, und wir Männer sind nicht mehr die großen Fremden in Kinderzimmer und Küche; wir können reichere, tiefere Beziehungen zu unseren Kindern genießen als der Geschäftsmann der 1960-er Jahre.

Diese Lockerung der Geschlechterrollen bedeutet indes nicht nur mehr persönliche Freiheit, sondern auch mehr Verantwortung. In einer aus den Fugen geratenen Gesellschaft entstehen gesunde Familien nicht mehr von allein; die Eltern – beide Eltern – müssen sie in harter Arbeit aufbauen. Wir Väter werden dringend gebraucht – nicht mehr nur als Brötchenverdiener, sondern als gleichberechtigte Partner in der Erziehung, in der Schaffung jener warmen, geordneten „Kinderstube“, die den Unterschied in der Entwicklung hin zu Karriere oder Knast ausmachen kann. Unsere Frauen und die (anderen) Experten versichern uns, dass es unseren ganzen Einsatz braucht, dass wir täglich für unsere Kids da sein müssen – nicht nur physisch, sondern auch gedanklich und emotional.

Sie kennen die neuesten Verkaufsstatistiken für Ihre Abteilung? Sie wissen, wer die wichtigsten Konkurrenten sind? Sehr gut. Aber kennen Sie auch die Lehrer Ihrer Kinder? Die Namen ihrer Freunde? Ihre Hausaufgaben für morgen oder wie viel Süßigkeiten pro Tag sie haben dürfen?

Ja, wenn der Tag nur 48 Stunden hätte, seufzen wir. Für unsere Kinder da sein in ihren kritischen Entwicklungsjahren und gleichzeitig in der Firma nicht den Anschluss verpassen – wie soll das gehen? Ist es ein Wunder, dass viele Manager-Väter sich überfordert fühlen? 1979 gaben in einer Umfrage in den USA ganze 12 Prozent der Väter an, dass es stressig sei, die richtige Balance zwischen Beruf und Familie zu finden; 1989 waren es 72 Prozent. Wie viel Prozent waren es wohl 1999?

Das Beispiel von Don M., einem Freund von mir, mag die Lage illustrieren. (Ich verwende bei persönlichen Beispielen den Anfangsbuchstaben des Nachnamens, in einigen Fällen habe ich den Namen auch geändert; immer aber handelt es sich um real existierende, nicht erfundene Personen.) Don hat gerade seinen Betriebswirt gemacht. Er und seine Frau haben noch keine Kinder, aber er überlegt bereits laut, ob er Kinder und Karriere je unter einen Hut kriegen wird. Sein eigener Vater war Polizist mit einer 35-Stunden-Woche, und Don weiß jetzt schon, dass er seinen Kindern das nicht wird bieten können. Und Don ist kein Einzelfall. Konflikte zwischen Arbeit und Familie sind bei seinen Mitstudenten gang und gäbe.

Im Herbst 1998 beschrieb das Magazin Business Week das Dilemma in einem langen Artikel mit dem Titel „Die Papa-Falle“ (Untertitel: „Familien erwarten mehr von den Männern, aber woher die Zeit nehmen?“). Der Artikel zitierte Jeffrey Welch, einen Bank-Manager aus New York: „Ich würde mich gerne mehr in der Schule ... einbringen, aber mein Terminkalender lässt das nicht zu. ... Ich will, dass meine Kinder später einmal sagen können: ,Unser Vater war für uns da.’ Zur Zeit gelingt mir das nicht.“

Wie können wir der „Papa-Falle“ entkommen?

Wie können wir der „Papa-Falle“ entkommen? Der erste Schritt ist schlicht, dass wir uns vornehmen, unser Bestes als Väter zu geben. Wir bekommen ständig neue Aufgaben aufs Auge gedrückt, also übernehmen wir halt noch eine: unsere Verantwortung als Väter. Wir lieben unsere Kinder, wir wollen ihr Bestes und wir sind nicht die Leute, die sich drücken. Jobs kommen und gehen, die Familie bleibt (nun ja, hoffentlich). Also ran an die Arbeit!

Doch der Entschluss, ein guter Vater zu werden, ist nur der erste Schritt. Das Leben ist voll von Hindernissen, die uns das Vatersein schwer machen können, so dass wir uns schließlich fragen, ob der ganze Stress sich überhaupt lohnt. Noch schlimmer aber, als das schlechte Gewissen, nicht genug zu tun, ist das bohrende Gefühl, dass das, was wir tun, verlorene Liebesmüh’ ist oder gar alles nur schlimmer macht. Hier ein paar Beispiele für diese Hindernisse (Sie kennen sicher noch mehr).

Die Handikaps beim Vater-Projekt

Keine Ausbildung. Betriebswirtschaft kann man überall studieren, aber Familien-Management? Tatsache ist: Es gibt keine Berufsausbildung für Väter.

Es gibt keine Berufsausbildung für Väter.

Und der Job des Vaters hat es in sich. Eine Firma vor dem Kollaps retten ist ein Kinderspiel dagegen.

Keine Rollenvorbilder. Bücher über Milliardäre (Bill Gates, George Soros & Co.) gibt’s wie Sand am Meer. Aber wo sind die Vaterhelden, die leuchtenden Erziehungsvorbilder, an denen wir uns messen können?

Die Welt sieht anders aus, wenn man Mentoren hat. Ist das Phänomen Silicon Valley über Nacht entstanden? Natürlich nicht. Unternehmen wie Hewlett Packard, das vor über 60 Jahren gegründet wurde, und Fairchild Semiconductor dienten als Mentoren und „Väter“ einer ganzen Industrie. Aber wo sind die Mentoren für uns Väter?

Unsere Frauen sind von jung auf auf die Mutterrolle vorbereitet worden, und ihre ersten weiblichen Rollenvorbilder (es waren nicht die schlechtesten) waren ihre eigenen Mütter. Wir Männer dagegen haben in der Regel Väter der alten Schule gehabt – Väter, die unter den alten Regeln (weniger Erwartungen, weniger Überstunden, keine berufstätige Ehefrau) zum Teil sehr gute Arbeit geleistet haben. Aber die Regeln, sie haben sich geändert...

Nicht als Experten anerkannt. Die Erziehungsexperten sind traditionell die Mütter. Das liegt nicht zuletzt an der Zeit, die sie mit den Kindern verbringen, angefangen mit der Schwangerschaft. Früher oder später werden die Kinder ihr Ressort, und wehe dem, der sich hier einmischen will.

Die Erziehungsexperten sind traditionell die Mütter.

Die Männer dieser Expertenmütter finden sich in einem Dilemma wieder. Man lernt bekanntlich am besten durch Tun, aber je größer die Wissenslücke wird, um so schwieriger wird es, sich zu dem Tun aufzuraffen. Die Lage wird nicht besser, wenn die Mutter von der eifersüchtigen Sorte ist, die niemanden an ihr Kind heranlässt. Und dann gibt es noch jene Väter, die nur Dinge anpacken, die ihnen auf Anhieb gelingen – was bedeutet, dass sie nie etwas Neues lernen können.

Keine Bücher. Die meisten Erziehungsratgeber sind für Mütter geschrieben – oder für die Eltern allgemein, was meist wieder die Mutter meint. Nur wenige Bücher behandeln den spezifischen Beitrag des Vaters zur Erziehung und die Probleme, vor denen er steht. Und die Autoren dieser Bücher sind typischerweise Psychologen, Journalisten, Professoren oder „neue Väter“ – aber keine Geschäftsleute oder Manager, mit dem Ergebnis, dass sie sowohl die spezifischen Probleme des „Karriere-Vaters“ übergehen als auch das Potenzial, das in seinen hart erarbeiteten Lektionen aus dem Geschäftsleben liegt. Stattdessen schreiben sie lange Kapitel über Dinge, die den Sozialwissenschaftler interessieren. Manches mag ganz nützlich sein, aber die Autoren denken zu selten an Väter wie Sie und mich.

Keine Zeitschriften. Frauen werden in Zeitschriften und Illustrierten mit Erziehungstipps bombardiert, aber suchen Sie einmal ein Magazin speziell für Väter (geschweige denn für Karriere-Väter wie uns). Auch das Internet bietet eine wahre Flut von Informationen für Eltern – aber wieder geht es meistens um die Mütter.

Keine Zeit. Unsere eigenen Väter hatten mit ihrer vielleicht 50-Stunden-Woche genügend Zeit, um ihre (begrenzte) Vaterrolle auszufüllen. Wir erlebten sie mit, wie sie vor dem Radio saßen, den Zaun reparierten oder sich mit dem Nachbarn unterhielten, und lernten sie so kennen. Heute nimmt die Firma uns, wenn wir sie lassen, 24 Stunden am Tag in Anspruch, und ein paar Stunden für Frau und Freizeit brauchen wir auch noch. Wer hat da noch die Zeit, ein Vater zu sein, und dann noch ein guter?

Heute nimmt die Firma uns, wenn wir sie lassen, 24 Stunden am Tag in Anspruch.

Büro-Spielregeln gelten nicht. Zu Hause weht, gelinde gesagt, ein anderer Wind als in der Firma. In der Firma geben wir eine Anweisung, und siehe da, sie wird befolgt – zu Hause ernten wir den Trotzanfall eines Zweijährigen oder drei Tage Schmollen von unserer Teenager-Tochter. Im Büro sind Probleme zum Lösen da; zu Hause sind viele unlösbar. In der Firma herrscht Ordnung, zu Hause das Chaos. In unserem Job führt Beharrlichkeit und Zielstrebigkeit zum Erfolg, zu Hause zum sicheren Burnout. Kurz: Die Kids halten sich nicht an die Büro-Spielregeln.

Keine Korrektur. Ein guter Chef gibt uns alle drei, sechs oder zwölf Monate eine Beurteilung unserer Leistungen, sodass wir wissen, wo wir besser werden müssen. Unsere Kinder können uns erst dann, wenn sie sprechen können, ein Feedback geben, und ein regelrechtes Zeugnis werden wir kaum je bekommen. Wir können nur beobachten, wie sie sich schlagen und überlegen, wie wir ihnen helfen könnten, es besser zu machen.

Kein Gehalt. Hand aufs Herz: Mit der beste Anreiz in der Firma ist das Geld auf unserem Gehaltskonto. Aber unsere Kinder, sie kosten und kosten und kosten nur ... Und die nichtfinanziellen Belohnungen, wie die Kür zum Verkäufer des Jahres, das Lob vom Chef oder die Streicheleinheiten der Kollegen? Unbekannt bei dem durchschnittlichen Zweijährigen. (Doch, Vatersein hat seinen Lohn, aber er ist oft nicht sehr sichtbar.)

Keine Konkurrenz. Eine der Haupttriebfedern am Arbeitsplatz ist der Urtrieb, besser zu sein als die anderen. Schon als kleine Jungen wollten wir wissen, wer am größten, cleversten, schnellsten war, am weitesten werfen konnte oder am meisten besaß. Aber zu Hause? Die Firma, das sind wir. Konkurrenz Null. Und keine Konkurrenz – kein Antrieb. Oder?

*****

Angesichts dieser massiven Probleme sollte man meinen, dass die Karriere-Väter gegensteuern, indem sie sich so viel wie möglich informieren. Schließlich stürzen sie sich ja auch auf die neuesten Business-Bestseller. Aber Fehlanzeige: Die meisten lesen viel weniger Bücher über das Vatersein als über Management & Co.

Wie das? Weil die üblichen Erziehungsratgeber nicht für Karriere-Väter geschrieben sind? Weil der erfolgreiche Manager meint, keine Zeit für Lebenshilfebücher zu haben? Weil er seine Zeit damit verbringen muss, das zu lesen, was die Konkurrenz liest? Oder weil viele Väter das Handtuch werfen und halt das tun, was Mutter sagt? Wahrscheinlich enthält jede dieser Antworten ein Stückchen Wahrheit.

Mit diesem Buch möchte ich helfen, dass dies anders wird. Es ist genau das Buch, auf das Sie gewartet haben: ein Buch von einem Karriere-Vater für Karriere-Väter.

Was macht dieses Buch so „anders“ als die normalen Erziehungsratgeber? Es spricht ganz gezielt die oben genannten Handikaps an. Es benutzt das Vokabular des Wirtschaftslebens und gibt echte Beispiele aus Firma und Familie. Es behandelt detailliert die spezifischen Firma-Familie-Konflikte, vor denen Karriere-Väter stehen, von Zeitplanung bis Erziehungsurlaub.

Vor allem aber wird in diesem Buch dargelegt, dass wir Geschäftsleute in unserem Kampf als Väter und Erzieher eine Geheimwaffe besitzen. Es zeigt auf, dass unsere Berufserfahrung uns ein riesiges Reservoir an Fertigkeiten zur Verfügung stellt, dass der erfolgreiche Geschäftsmann automatisch das Zeug dazu hat, auch als Vater Erfolg zu haben, und dass es ganz einfache, logische Methoden gibt, dieses ungeheure Potenzial anzuzapfen.

Die Gelegenheit

Die meisten von uns haben ab einem Alter von 25 Jahren über die Hälfte der Zeit, in der sie nicht schlafen, in der Firma oder der Berufsaus- und -Weiterbildung verbracht. 1995 stellte das Magazin Fortune bei einer Umfrage unter über 2.000 seiner Leser fest, dass diese im Durchschnitt 57 Stunden pro Woche mit Arbeiten und den Fahrten von und zum Arbeitsplatz verbrachten. (Das waren die Leser, die Zeit hatten, den Fragebogen auszufüllen ...)

Der Lebensbereich, der uns als Erwachsene am meisten prägt, ist unsere Arbeit. Die meisten von uns haben bis jetzt bereits viel mehr Stunden im Büro verbracht als in der Schule oder im Studium. (Wenn ich in diesem Buch „Büro“ sage, meine ich den Arbeitsplatz allgemein; es kann genauso gut ein Bauernhof, ein Laden oder eine Fabrik sein.) Noch gar nicht mitgerechnet sind hier die vielen Stunden, in denen wir zwar nicht arbeiten, aber über unsere Arbeit lesen – Fachzeitschriften, E-Mail oder natürlich Wall Street Journal & Co. Ob wir es mögen oder nicht, wir sind Produkte unserer Arbeitsweit. Wie Bruce F., Generaldirektor einer rasch expandierenden Firma in Virginia, mir sagte: „Wenn ich aus dem Büro nach Hause komme, habe ich mich den ganzen Tag als Manager betätigt. Diese Fertigkeiten sind alles, was ich habe; sie sind meine Identität.“

Der Lebensbereich, der uns als Erwachsene am meisten prägt, ist unsere Arbeit.

Aber können diese Fertigkeiten uns wirklich in unserer Vaterrolle helfen? Eines der oben genannten Handikaps für den Karriere-Vater war ja gerade, dass in der Familie zum Teil ganz andere Gesetze herrschen als in der Firma. Doch es gibt auch zunehmende – und sehr fundamentale – Ähnlichkeiten zwischen Firma und Familie. Einerseits wird das Leben zu Hause immer reglementierter und komplizierter, weil die Kids immer beschäftigter sind und ihre Mütter oft genauso tief im Arbeitsleben stecken wie ihre Väter. (Letzte Definition: „Arbeit“ ist in diesem Buch eine Kurzform für „bezahlte Arbeit“. Die nicht bezahlte Arbeit des Erziehens ist (mindestens) so knochenhart wie der Alltag im Büro. Fragen Sie eine „Nur-Hausfrau“, warum sie „nicht arbeitet“, und Sie können was erleben.)

Und andererseits haben diese arbeitenden Mütter begonnen, das Leben im Büro zu verändern. Wie jeder weiß, sind Frauen anders als Männer. Oft machen sie das Miteinander im Büro kollaborativer, weniger hierarchisch, psychologisch sensibler. Nicht, dass Frauen weniger macht- und erfolgversessen wären als Männer; aber sie definieren diese Ziele anders und benutzen andere Strategien, um sie zu erreichen. Seit Jahrzehnten ergehen sich die Wirtschaftsmagazine darüber, wie die Frauen das Büroklima revolutioniert und, ja, ein wenig familiärer gemacht haben.

Die Arbeitswelt hat sich verändert.

Gleichzeitig ist die Arbeit selber anders geworden. Die Kommunikationstechnologie hat hierarchische Strukturen eingeebnet und Arbeitsabläufe integrierter und dezentralisierter gemacht. In vielen Firmen haben Teamarbeit, Arbeitsablaufdiagramme und „Groupware“ Einzug gehalten. Die meisten Unternehmen liegen voll im Flexibilisierungstrend; das aktuelle Projekt entscheidet darüber, wer mit wem arbeitet. Der Mangel an Fachkräften sowie die steigenden Einstellungs- und Schulungskosten in der Wissensgesellschaft machen es immer wichtiger, die Mitarbeiter bei Laune und motiviert zu halten. Und die Entwicklung geht über die Ebene der Einzelfirma hinaus: Ganze Konzerne und Industrien sind zunehmend miteinander verflochten, mit strategischen Partnerschaften, Disziplinen wie „Bionomik“ und neuen Geschäftsbeziehungsmodellen wie „Co-Opetition“ und Outsourcing.

Vielleicht der führende Risikokapitalgeber der 1990-er Jahre war John Doerr, der Mann hinter den Anfangserfolgen von Firmen wie Sun Microsystems, Intuit, Netscape und @Home, um nur einige zu nennen. John hat die Veränderungen, über die ich gerade rede, in einer viel diskutierten Tabelle, die er oft bei Vorträgen zeigt, zusammengefasst:

Früher

Heute

Eine Fertigkeit

Lebenslanges Lernen

Manager

Unternehmer

Personal vs. Management

Team

Monopole

Wettbewerb

Gehalt

Beteiligung, Extras

Hierarchie

Netzwerk

Prozessieren

Investieren

Status quo

Rasche Veränderungen

Die Headhunter versichern uns, dass die Eigenschaften, die einen vor 30 Jahren in den Chefsessel führten, heute nur einen Teil der Qualifikationen ausmachen und dass insbesondere soziale Kompetenz und Informationsmanagement immer wichtiger werden. Eines der Ergebnisse ist, dass Fertigkeiten, die einem in der Familie helfen, auch in der Firma hilfreich sind.

Fertigkeiten, die in der Familie hilfreich sind, werden zunehmend auch für die Firma nützlich.

Kennen Sie sie auch, die Interviews mit Erfolgsfrauen, die ihre Traumkarriere auf die harte Schule der Familie zurückführen? Es ist immer die gleiche Geschichte. Zum Beispiel so: „Wer einen Kindergeburtstag mit lauter Vierjährigen überlebt hat, macht Vorstandssitzungen mit links.“ Und wissen Sie, was? Diese Frauen haben Recht.

In ihrem Buch Frauen führen anders beschreibt Sally Helgesen, wie weibliche Führungskräfte von ihren Mutter-Erfahrungen profitieren:

„Man wird sich immer mehr bewusst, dass Mutterschaft eine exzellente Schule für Führungskräfte ist, da in beiden Bereichen oftmals die gleichen Fertigkeiten erforderlich sind: Organisationstalent, rationelle Arbeitsplanung, die Abwägung zwischen widerstreitenden Ansprüchen; die Fähigkeit, anderen etwas beizubringen ... Barbara Grogan [die Gründerin und Präsidentin von Western Industrial Contractors] drückte es folgendermaßen aus: ,Wenn Sie sich vorstellen können, welches von beiden Kindern das Gummibonbon bekommen soll, ... dann können Sie jeden Vertrag der Welt aushandeln.’“

Gleiches Recht für alle. Wenn Frauen das, was sie in der Familie gelernt haben, in Strategien für das Geschäftsleben ummünzen können, dann können wir Männer das, was wir in der Firma gelernt haben, benutzen, um bessere Väter zu werden.

So ziemlich alle Fertigkeiten, die Sie als Vater brauchen, sind Ihnen aus Ihrem Berufsalltag vertraut – und aus solchen Bestsellern wie Nur die Paranoiden überleben, Die sieben Wege zur Effektivität, Crossing the Chasm und EQ. Emotionale Intelligenz für Manager. Scott Adams’ Das Dilbert-Prinzip ist eine köstliche Karikatur der Manager, denen diese Fertigkeiten abgehen, und jedes Wirtschaftsmagazin liefert Ihnen die neuesten Beispiele dafür, wie man’s richtig macht und wie besser nicht.

Doch die Straße zwischen Firma und Familie ist keine Einbahnstraße. Wie wir in dem Kapitel „Wenn Mann zwei Berufe hat“ noch sehen werden, sind bessere Väter auch bessere Geschäftsleute. Ein Grund dafür ist sicher, dass gute Väter glücklichere Menschen sind. Vor allem aber sind Fertigkeiten wie Muskeln: Wenn man sie nicht benutzt, verkümmern sie. Der durchtrainierte Vater ist auch im Büro besser.

Ob in Geschäft, Familie, Sport oder Krieg – der Schlüssel zum Erfolgt liegt im Denken, und weniger in der Technik. Und Kinder erziehen erfordert so viel Denkarbeit, dass die Firma vergleichsweise harmlos ist dagegen. Erforschen Sie, was in dem hochkomplizierten Kopf Ihres Kindes vor sich geht, dem wichtigsten Arbeitsterrain, das Sie in der ganzen Welt haben, und Sie werden erfreut feststellen, wie weit Sie damit in der Firma kommen.

Was dieses Buch will

Probleme und Gelegenheiten verhalten sich oft wie zwei sensible Chemikalien: Bringt man sie zusammen, passiert etwas. Es braucht nur ein bisschen Experimentieren, wozu dieses Buch Sie hoffentlich anregen wird. Ich möchte auf den folgenden Seiten

guten Geschäftsleuten helfen, ihr Know-how einzusetzen, um gute Väter zu werden, und umgekehrt.

keinen Psychologen-Jargon benutzen, sondern eine Sprache, die Geschäftsleute verstehen.

auf den gesunden Menschenverstand und die Erfahrung aufbauen.

die spezifischen Probleme der Manager-Väter ansprechen.

ein Buch schreiben, das Spaß macht.

Wie Sie mittlerweile wohl wissen, bin ich kein studierter Erziehungsexperte. Auch kein Psychologe oder jemand, der sich im Fernsehen als einer ausgibt. Ich führe keine wissenschaftlichen Glaubenskriege und bin kein Journalist. Ich bin schlicht ein durchaus unperfekter Karriere-Vater, der den Nerv hat, seine Überzeugungen zu Papier zu bringen.

Nach meinem volkswirtschaftlichen Studium war ich acht Jahre als Finanzbetriebswirt bei Salomon Brothers (heute ein Teil von Citigroup) tätig sowie einige Zeit (beurlaubt) als Assistent des Bürgermeisters von New York City. Seit vier Jahren bin ich Risikokapitalgeber bei einer Firma, die über 6 Mrd. Dollar verwaltet. Es macht mir Spaß, kleineren Firmen zum Wachsen zu verhelfen. Ich bin im Vorstand von acht Unternehmen und zwei gemeinnützigen Organisationen. Die Zusammenarbeit mit Menschen aus allen möglichen Branchen, von Großkonzernen bis zum mittelständischen Betrieb, hat mich mit einer Fülle faszinierender Unternehmenskulturen und Arbeitsumfelder bekannt gemacht.

Ich bin Vater zweier toller Kinder, Benjamin und Leila, dazu Onkel von drei Nichten und drei Neffen. Als Geschäftsmann wie als Vater habe ich mein Quantum an Fehlern gemacht, und ich hoffe, Ihnen in diesem Buch zeigen zu können, was ich alles gelernt habe und noch lerne.

Verstehen Sie mich bitte nicht falsch: Ich sage nicht, dass Sie das, was die Experten sagen, ignorieren sollen. Manche sind zwar etwas zu theoretisch. (Theorie und Praxis sind zwei verschiedene Paar Stiefel. Der Earl of Rochester schrieb schon im 17. Jahrhundert: „Bevor ich heiratete, hatte ich sechs Theorien über die Kindererziehung. Jetzt habe ich sechs Kinder und keine Theorie.“) Aber sie haben eine Menge über den Job eines Vaters nachgedacht und bringen lehrreiche Fallbeispiele und Interviews mit Vätern. Im Anhang finden Sie ein paar nützliche Titel.

Aber die meisten Erziehungsexperten sind nun einmal Psychologen und andere Wissenschaftler, deren Perspektive nicht die des Managers ist. Folglich drücken sie manches anders aus als wir und tun sich schwer mit solchen Dingen wie dem Konflikt zwischen Arbeit und Familie; vor allem aber kennen Sie unseren Alltag zu wenig, um zu wissen, was für Qualifikationen unser Beruf uns gegeben hat und wie wir diese zu Hause einsetzen können. Darum dieses Buch.

Die Denk- und Lesearbeit, die diesem Buch voranging, hat mein Selbstvertrauen als Vater angenehm gestärkt. Noch mehr gelernt habe ich von den zahlreichen Gesprächen mit anderen Karriere-Vätern (nebst einigen Karriere-Müttern). Die Anekdoten und Ideen sprudelten nur so, und manche Geschäftsbeziehung wurde vertieft. Ich musste immer wieder staunen über das Verantwortungsbewusstsein und den Erfindungsreichtum dieser Eltern. Zu dem Thema „Konflikte zwischen Arbeit und Familie“ fand ich auch die Tipps von Experten wie Marcia Kropf von der Organisation Catalyst, Jim Levine vom Fatherhood Project und Deborah Holmes von Ernst & Young sehr hilfreich.

Dieses Buch ist auch ein Dankeschön an meinen verstorbenen Vater, Dr. Leonard S. Hirschfeld. Was er seine Söhne durch seine Worte, vor allem aber durch sein Vorbild gelehrt hat, könnte eine Bibliothek füllen, und er ist der Held in vielen meiner Anekdoten. Wenn in diesem Buch etwas ist, das ins Schwarze trifft und uns ahnen lässt, was es heißt, ein Vater zu sein, dann kommt es wahrscheinlich von meinem Vater, diesem so würdig-warmen Menschen. Wahrscheinlich haben Sie den zweiten Namen auf dem Buchumschlag bemerkt – eine sehr erfahrene klinische Psychologin. Wie war das noch mit dem Buch von einem Nichtexperten? Aber Julie ist nicht nur Expertin in Familientherapie, sondern auch meine Frau, und ich bin froh über ihre unermüdliche Mitarbeit und Korrektur, die mich davor bewahrt hat, gar zu viele Dinge zu sagen, die dumm, gefährlich und falsch sind.

Julie ist meilenweit entfernt von dem Stereotyp des theoriebesessenen Psychologen. Im Beruf wie zu Hause steht sie mit beiden Beinen auf der Erde, und ich bin dankbar, dass sie seit jetzt fast zwanzig Jahren meine Frau ist. Das Lernen mit und von ihr hat mir geholfen, ein besserer Vater, Geschäftsmann und Mensch zu werden.

Aber im Übrigen ist dies also mein Buch. Ich habe es geplant, ich habe es (an der hilfreichen Hand meines Lektors, Michael Pietsch, und seiner Kollegen) geschrieben, und jegliche Fehler, die Julies Argusaugen entgangen sind, gehen auf mein Konto. Das Ergebnis ist ein recht persönliches Buch. Es zeigt das, was ich als wahr erkannt habe – aber Ihre Situation kann ganz anders sein; das hängt von Ihnen selber ab, von Ihrer Frau, Ihren Kindern, Ihrem Job und hundert anderen Dingen. Guter Rat ist nicht für alle gleich. Picken Sie sich also das heraus, was für Sie nützlich ist, und lassen Sie den Rest liegen.

Ich gehe in diesem Buch von der klassischen „normalen“ Familie aus, die das ist, womit ich am besten vertraut bin. Aber auch wenn Sie nicht bei Ihren Kindern wohnen oder die Mutter nicht da ist oder es sich um eine „gemischte“ Familie mit Kindern aus mehreren Ehen handelt, wird Ihnen dieses Buch hoffentlich manche Hilfe geben – vielleicht Ihnen erst recht, da Sie ja unter verschärften Bedingungen Vater sind.

Dies ist kein Handbuch über die mehr „technischen“ Aspekte der Kindererziehung, wie Sauberkeitserziehung, Kindersicherungen in der Küche oder darüber, was für Bücher für Sechsjährige geeignet sind. Auch in den Business-Bestsellern geht es mehr um das menschlich-strategische Element wie Management-Philosophie, Informationsfluss und Wachstumsplanung und nicht darum, wie man Buch führt oder eine Statistik schreibt.

Ziehen Sie daraus aber nicht den Schluss, dass die “technischen“ Dinge sozusagen unter Ihrem Niveau liegen! Nehmen Sie sich die Zeit, gemeinsam mit Ihrer Frau die üblichen Handbücher durchzuackern, damit alle wichtigen Entscheidungen bei der Kindererziehung auch die Ihren sind; sonst haben alle in Ihrer Familie den Schaden.

Betrachten Sie dieses Buch als Arbeitsbeschreibung für eine große neue Aufgabe. Wenn Sie plötzlich in eine neue Abteilung versetzt werden, versuchen Sie ja auch, so viel wie möglich über diese Abteilung zu lernen. Sie bohren Kollegen an, um herauszufinden, was anders und was gleich ist an dem neuen Job. Dieses Buch will in dem gleichen Geist gelesen werden, und Ihr großes Projekt heißt: Vatersein.

Betrachten Sie dieses Buch als Arbeitsbeschreibung für eine große neue Aufgabe.

Es gibt vielleicht keine Diplomväter, aber die Amateure haben in der Menschheitsgeschichte die fantastischsten Leistungen vollbracht. Amateur heißt bekanntlich „Liebhaber“, und welche Liebe könnte größer sein als die, die wir zu unseren Kindern haben? Wie hoch die Hürden für den Karriere-Vater auch sein mögen, diese Liebe trägt uns immer durch. Wir müssen sie nur lassen. Also hergehört, ihr Amateur-Väter!

Die Papa-GmbH

Wie das Büro Ihnen helfen kann, ein guter Vater zu werden

Nehmen Sie Ihr Know-how mit nach Hause!

Vor der industriellen Revolution waren die meisten Betriebe Familienbetriebe: Bauernhöfe, Wirtshäuser, Läden, Werkstätten. So ziemlich jeder Industriezweig wurde in Heimarbeit betrieben. In diesen Familienbetrieben gingen Berufsausübung und Kindeierziehung Hand in Hand. Mag sein, dass heutige Jugendämter den Zehnjährigen, der in der Schmiede seines Vaters den Blasebalg bediente, mit Skepsis betrachten würden, aber Vater und Sohn waren jedenfalls zusammen. Mit der Industrialisierung entwickelte sich die Schichtarbeit in großen Fabriken. Jetzt wurde alles zeitlich durchorganisiert; es ist kein Zufall, dass die industrielle Revolution sich zeitgleich mit dem Siegeszug der exakten Uhr vollzog. Nach und nach schob sich eine Wand zwischen Arbeits- und Familienleben, und diese Wand ist heute, wo die Fabrik vom Büro abgelöst worden ist, eher noch höher geworden.

In den 1950-er Jahren verstanden viele Unternehmen sich als große Familien. Die Firma, das war die Mutter, die einem Brot und Auskommen gab, und eine eigene Familie war ein Plus bei Beförderungen, denn sie galt als Zeichen von Stabilität. Das war einmal. Heute schützt selbst das Silberne Jubiläum nicht davor, wegrationalisiert zu werden, und die Loyalität zur Firma ist entsprechend verschwunden. In einer Zeit, wo jeder sein eigener Karriereschmied und Mini-Unternehmer geworden ist, zählen Überstunden und Flexibilität mehr als Konstanz und Verlässlichkeit, mit dem Ergebnis, dass Kinder in den Augen der Chefs ein Minus und nicht mehr ein Plus sind. Vor 30 Jahren wäre sie noch undenkbar gewesen, die Titelstory „Ruiniert Ihre Familie Ihre Karriere (und umgekehrt)?“ in der Fortune vom 17. März 1997. Das Titelfoto zeigte ein schreiendes Baby, das sich an Mamas und Papas nadelstreifenbekleidete Beine klammert.

Obwohl neckischerweise die Transformation der Familie in ein kleines Unternehmen die grundlegenden Ähnlichkeiten zwischen Firma und Familie aufzeigt, wird die Familie immer seltener als Bild für das Geschäftsleben benutzt; stattdessen greift man zu Parallelen aus der Welt des Sports, Krieges und Schachspiels – eine unglückliche Entwicklung, hat doch die Familie im Leben der meisten Menschen einen zentraleren Stellenwert.

Der Psychologe William Pollack berichtete in der März/April 1994-Ausgabe des Harvard Business Review über seine Langzeitstudien mit Manager-Vätern. Er entdeckte eine starke positive Korrelation zwischen beruflichem Erfolg und Familiensinn, die er mit einer „beträchtlichen Überlappung zwischen den Fertigkeiten eines Erziehers und einer Führungskraft“ erklärt:

„Moderne Führungskräfte ... brauchen kreative Visionen, emotionale Flexibilität, die Fähigkeit zu selbständigen Entscheidungen und die Fähigkeit, in Systemen, kreativen Netzwerken und Teams zu arbeiten. Sie müssen auch in sich fast ständig verändernden Strukturen Mitarbeiter mobilisieren und Ergebnisse erzielen können. Meine Beratertätigkeit und Forschungen haben mir gezeigt, dass es bei den Männern die erfolgreichen Väter sind, die diese Fertigkeiten am besten lernen und beherrschen.“

Alle möglichen Business-Bestseller versprechen uns, uns zu Meistern im Überzeugen, Planen, Verhandeln, Werte setzen, Sich informieren und im Umgang mit schwierigen Menschen zu machen. Aber sie schweigen darüber, wie man diese Fertigkeiten mit nach Hause nimmt.

Die Fertigkeiten, die Manager und Väter gemeinsam haben, hängen von der richtigen Kombination von Temperament, Einsatz und vor allem Gewohnheit ab. Wo wir keine Zeit zum langen Übergeben haben, sind es unsere Gewohnheiten, die in Fleisch und Blut übergegangenen Routinen, die unser Handeln bestimmen. Gewohnheiten sind so eingefleischt, dass es sehr schwer sein kann, sie zu verändern, aber oft entscheiden gerade sie zwischen Sieg und Niederlage.

Um effektivere Väter zu werden, können und brauchen wir uns nicht von der Pike auf umzumodeln.

Die wirklich guten Führungskräfte versuchen bewusst, nicht nach dem inneren Autopiloten zu fliegen. Doch manchmal geht einfach alles zu schnell, oder etwas scheint nicht wichtig genug zu sein, um es zu durchdenken, oder unsere Gewohnheiten gehen mit uns durch. In der Firma haben wir unsere Gewohnheiten im Umgang mit den Mitarbeitern meist in der Schule der Ausbildung und Erfahrung kultivieren können; zu Hause haben wir noch nicht einmal die neun Monate Vorbereitungszeit für das Kid-Managen, die unsere Frauen haben. Der Kernsatz dieses Buches lautet: Um effektivere Väter zu werden, können und brauchen wir uns nicht von der Pike auf umzumodeln. Wir sollten die Gewohnheiten, die wir in unserer Arbeit bereits erfolgreich internalisiert haben, nehmen und uns überlegen, wie wir sie zu Hause einsetzen können.

Was sind nun die Routinen und Fertigkeiten, die uns Karriere-Vätern zu Hause helfen können? Wir teilen sie am besten nach den vier Hauptaktivitäten ein, die unsere Arbeit im Büro ausmachen: Wir sammeln Informationen, treffen (auf der Basis dieser Informationen) Entscheidungen, führen diese Entscheidungen aus und führen andere Menschen, die das Gleiche tun. Jede dieser Aktivitäten verlangt andere, klar definierte Fertigkeiten, die wir täglich einsetzen – und die wie geschaffen dazu sind, glückliche, gesunde, erfolgreiche Kinder aufzuziehen.

Fähigkeiten zum Informationen Sammeln

Informationen sind der Lebensnerv jedes Unternehmens. Viele Firmen geben Millionen für die Speicherung von Daten aus, und wahrscheinlich verbringen Sie den größten Teil Ihres Arbeitstages mit dem Sammeln von Informationen. Aber sind Sie auch auf dem Laufenden über das, was in Ihrer eigenen Familie vorgeht? Wenn nicht, wundern Sie sich nicht, wenn Sie sich im Büro kompetenter fühlen.

Informationen sind der Lebensnerv jedes Unternehmens.

Zuhören. Wer im Beruf nicht zuhören kann (dem Chef, den Kunden, den Kollegen usw.), geht unter. Zuhören zeigt, dass wir den Anderen achten (selbst wenn er uns langweilt), und gibt uns die Chance, etwas Wichtiges zu erfahren. Es ist kein Zufall, dass wir einen Mund, aber zwei Ohren haben! Und zu Hause? Unsere Kinder haben uns oft Wichtigeres zu sagen als unsere Geschäftspartner – und sie haben weniger Menschen, denen sie es sagen können.

Lernen. Wer heute, wo alles sich so schnell verändert, nicht pausenlos lernt, erlebt den sicheren Karriere-Crash. Auch unsere Kinder verändern sich ständig. In der Firma wie in der Familie ist es wesentlich einfacher, auf dem Laufenden zu bleiben als Versäumtes nachzuholen.

Ausprobieren. Management-Guru Tom Peters sagt: „Wer innovativ sein will, muss eine sehr hohe Toleranz für Risiko und Scheitern haben.“ Wer keine Fehler macht, lernt nicht dazu, und Fehler, die einen nicht klüger machen, waren umsonst. Das gilt auch für den Vater. Haben Sie Mut zum Experiment – und führen Sie Buch über die Ergebnisse, damit Sie nicht die gleichen Fehler wieder machen.

Einfühlungsvermögen. Zuhören ist gut, aber dem anderen zeigen, dass Sie ihn verstehen (oder es wenigstens versuchen), ist noch besser. Verstehen führt zu besseren Entscheidungen, und wenn Ihr Gegenüber sich von Ihnen verstanden und ernst genommen fühlt, wird er sich Ihnen mehr öffnen. Was weder zu Hause noch im Büro ein Nachteil ist.

Eine Nase für Probleme. Es wäre schön, wenn unsere Mitarbeiter oder Kinder immer mit ihren Problemen zu uns kämen. Aber manchmal trauen sie sich nicht, oder es ist ihnen zu peinlich, oder sie merken gar nicht, dass etwas nicht stimmt. Waldbrände und Krisen in Firma und Familie beginnen meist klein. Also: Augen auf und auf die kleinen Warnzeichen achten!

Kritisch denken. Thomas Watson, der legendäre IBM-Direktor, nahm nie das THINK-Schild von seiner Wand ab. Eine Oberflächlichkeit oder voreilige Schlussfolgerung kann zwanzig gute Entscheidungen zunichte machen. Wenn Sie zu wenig Informationen haben, fragen Sie weiter. Mit Fragen signalisieren Sie, dass Sie sich ernsthaft um etwas kümmern, und entsprechend eher werden die anderen Ihr Urteil akzeptieren. Ob in der Firma oder zu Hause – brillante Entscheidungen sind nur scheinbar einfach.

Fähigkeiten zum Treffen von Entscheidungen

Wenn Sie Ihre Informationen beisammen haben, ist es Zeit, eine klare Entscheidung zu treffen – oder auch nicht. Manchmal ist auch Nichtstun eine Entscheidung, und wenn sie die falsche ist, dann ist rasches, energisches und klar begründetes Handeln der einzige Weg. Weder Mitarbeiter noch Kinder mögen bloße schöne Worte. Im Magazin Business Week erschien das folgende Lob auf Jack Welch von General Electric: „Welch sagt ,ja’ oder ,nein’, aber nie ,vielleicht’.“

Mit den nötigen Informationen können Sie Entscheidungen treffen.

Planen. In einer immer schnelleren Welt wird das kurz- wie langfristige Planen immer wichtiger. Wir brauchen Pläne für morgen: Wie gestalte ich die PR-Aktion auf der Fachmesse? Wie halte ich die Kinder vier Stunden lang im Auto beschäftigt? Und strategische Entscheidungen für die nächsten Jahre: Verkaufen wir eine Minderheitsbeteiligung an die Italiener? Sollten wir die Kinder auf eine andere Schule schicken?

Die richtige Balance zwischen kurz- und langfristigen Entscheidungen ist wichtig. Jack Welch: „Man kann nicht morgen wachsen, wenn man heute nichts zu essen hat. Jeder kann für heute managen. Oder für übermorgen. Die eigentliche Kunst ist die Balance zwischen beidem.“ Was auch in der Kindererziehung gilt. Vorbeugen ist meist billiger als Heilen, und wer seinen Kindern heute jeden Wunsch erfüllt, darf sich nicht wundern, wenn sie im späteren Leben unter die Räder kommen.

Im Geschäftsleben haben bekanntlich unterschiedliche Personen unterschiedliche Zeitrahmen. Der Horizont des Rentenhändlers reicht womöglich nur bis zum nächsten Tag, während der Einzelhandelskaufmann auf Jahrzehnte plant. Der richtige Zeitrahmen für die Kindererziehung ist das ganze Leben (das des Kindes natürlich).

Kreativität. Die Manager-Ratgeber sind voll des Lobes für innovatives Denken, und dies aus gutem Grund. Unsere Kreativität kann nicht nur die Verkaufsstatistiken ankurbeln und Konflikte lösen, sie macht uns auch zu angenehmeren Partnern. Ob am Schreibtisch oder beim Familienabendessen – nichts löst Probleme so wie eine brillante Idee, die man aus dem Ärmel schüttelt.

Initiativen ergreifen. Trip Hawkins war 1982 unzufrieden mit seinem Job bei Apple. Aber was tun? Dann sah er sich eines Tages den Cartoon an der Wand seines Büros genauer an. Er zeigte zwei Geier, die auf einem Ast saßen, und der eine sagte zu dem anderen: „Ich hab das Warten satt. Komm, wir schnappen uns was!“ Trip erkannte, dass er sich seine große Chance selber basteln konnte, und verließ Apple, um Electronic Arts zu gründen, das heute jährlich Videospiele für 700 Mio. Dollar verkauft. Agieren, nicht reagieren (oder herumsitzen, bis man handeln muss), ist der Schlüssel zum Erfolg – in der Firma wie in der Familie.

Das Chaos beherrschen. Die Zeiten sind vorbei, wo die Konkurrenzlandschaft sich im Zeitlupentempo veränderte. Die Firma, die heute ganz oben ist, kann schon morgen ganz unten sein. Das heutige Geschäftsleben ist ein Vulkan und ein Chaos – exakt wie die meisten Familien mit Kindern.

Problemen auf den Grund gehen. Nicht nur Psychiater wissen, dass schwache Leistungen verborgene Ursachen haben können. Ihre Starverkäuferin tut sich schwer mit dem neuesten Produkt; könnte es sein, dass sie kein Vertrauen in den neuen Produktmanager hat? Sie wissen, dass sie der Sache nachgehen müssen, und das sofort. Tun Sie das – auch bei Ihrem Jüngsten, der solche Angst vor Mathematikarbeiten hat.

Krisen-Management. Viele Manager punkten gerade in Krisen. Die Nerven zu behalten, wenn die Verkaufszahlen nach unten gehen oder das Fieber des Vierjährigen nach oben, kann Ihr Image dauerhaft heben. Viele erinnern sich noch, wie gut Johnson & Johnson 1982 seine Tylenol-Krise meisterte. Und wie schlecht Intel 1995 seinen Pentium-Virus. Wer in seiner Familie rechtzeitig (vor der Krise) für den richtigen Teamgeist und die richtigen Notfallpläne sorgt, kann dann, wenn die Probleme kommen, richtig reagieren und den Schaden begrenzen. Kann sein, dass Ihre Familie sogar gestärkt aus der Krise hervorgeht.

Fähigkeiten zum Ausführen von Entscheidungen

Die beste Entscheidung ist sinnlos, wenn man sie nicht ausführt. Die Geschichte der Firmenflops ist voll von wunderbaren Plänen, die nur leider nicht durchgezogen wurden. Kein Unternehmen und schon gar kein Kind lässt sich vom Ruhesessel aus managen.

Die beste Entscheidung ist sinnlos, wenn man sie nicht ausführt.

In Karriere wie Familie ist bleibender Erfolg ein Jahrzehnte-Marathon, und wie bei jedem Langstreckenlauf müssen Sie manchmal einen Sprint einlegen, manchmal einen Boxenstopp machen, meistens ein gleichmäßiges Tempo halten, aber vor allem auf Kurs bleiben. Wie die Entscheidungen selber, verlangt auch ihre Ausführung einen ständigen Balanceakt zwischen Kurz- und Langfristig, Schnell und Richtig.

Effizienz. Die Mangelware Zeit will weise eingeteilt werden. Richtige Prioritäten und diszipliniertes Zeitmanagement können den Unterschied zwischen Mittelmaß und Exzellenz ausmachen. Dies gilt doppelt zu Hause, wo unsere Zeit noch knapper bemessen ist als im Büro.

Verlässlichkeit. Wir alle brauchen Geschäftspartner, die uns vertrauen. Sie müssen wissen, dass wir ehrlich sind und dass unser Wort gilt. Dies gilt noch mehr zu Hause. Ihre Kinder brauchen einen Vater, der verlässlich ist.

Selbstbeherrschung.