Bye-bye Beschwerden - Jennifer und Felix Aaslepp - E-Book

Bye-bye Beschwerden E-Book

Jennifer und Felix Aaslepp

0,0
18,99 €

oder
-100%
Sammeln Sie Punkte in unserem Gutscheinprogramm und kaufen Sie E-Books und Hörbücher mit bis zu 100% Rabatt.

Mehr erfahren.
Beschreibung

· 77 häufige Alltagsbeschwerden verständlich erklärt und klar sortiert – von Kopfschmerzen über Magenprobleme bis hin zum nervigen Mückenstich

· Symptome erkennen, richtig handeln – mit konkreten Tipps, Hausmitteln und einer hilfreichen Einschätzung, wann ärztlicher Rat nötig ist

· Praxisnahes Gesundheitswissen von Arzt und Apothekerin – alltagstauglich, empathisch und fundiert

Gesundheit darf auch leicht gehen: Die besten Tipps von Arzt und Apothekerin

Plötzliche Kopfschmerzen, ein verstopftes Ohr, Übelkeit aus dem Nichts oder ein Mückenstich, der stärker juckt als gedacht – kleine Beschwerden gehören zum Alltag, fühlen sich aber oft alles andere als harmlos an. Genau hier setzt „Bye-bye Beschwerden“ von Jennifer und Felix Aaslepp an. Der Ratgeber versammelt 77 der häufigsten Alltagsbeschwerden und erklärt dir verständlich, ruhig und ohne Panikmache, was hinter den Symptomen steckt.

Für jede Beschwerde erhältst du eine einfache Beschreibung, mögliche Ursachen sowie eine klare Orientierung, was du selbst tun kannst. Das Buch zeigt dir bewährte Hausmittel, nennt freiverkäufliche Wirkstoffe, gibt Hinweise, was du besser vermeiden solltest, und beantwortet die zentrale Frage: Abwarten oder abklären lassen? Dabei bleibt der Ton stets empathisch und lebensnah – mit einer Portion Humor, die entlastet, ohne zu verharmlosen.

„Bye-bye Beschwerden“ ist bewusst kein medizinisches Fachbuch und ersetzt keinen Arztbesuch bei ernsten oder anhaltenden Problemen. Es hilft dir jedoch, Symptome richtig einzuordnen, erste Maßnahmen zu ergreifen und in typischen Alltagssituationen sicherer und selbstbewusster zu handeln. Geschrieben von einem Arzt und einer Apothekerin, vereint der Ratgeber medizinisches Know-how mit praktischer Erfahrung aus Praxis und Beratung.

Geeignet ist dieses Buch für dich, wenn du klare, schnelle und verständliche Antworten auf häufige Beschwerden suchst – ohne komplizierte Fachbegriffe, ohne Angst, dafür mit dem guten Gefühl, zu wissen, was jetzt sinnvoll ist und wann Hilfe nötig wird.

Das E-Book können Sie in Legimi-Apps oder einer beliebigen App lesen, die das folgende Format unterstützen:

EPUB

Veröffentlichungsjahr: 2026

Bewertungen
0,0
0
0
0
0
0
Mehr Informationen
Mehr Informationen
Legimi prüft nicht, ob Rezensionen von Nutzern stammen, die den betreffenden Titel tatsächlich gekauft oder gelesen/gehört haben. Wir entfernen aber gefälschte Rezensionen.



 

INHALT

 

 

Herzlich willkommen!

KOPF

1. Kopfschmerzen

2. Migräne

3. Katerkopfschmerz

4. Sonnenstich

5. Beule am Kopf

6. Gehirnerschütterung

7. Platzwunde

8. Kopfläuse

9. Gerstenkorn

10. Rotes Auge

11. Trockenes Auge

12. Lippenherpes

13. Mundgeruch

14. Mundschleimhautentzündung

15. Verstopfte Nase

16. Nasenbluten

17. Ohrenschmerzen

18. Verstopfte Ohren

HALS UND ATEMWEGE

19. Halsschmerzen

20. Reizhusten

21. Husten mit Schleim

22. Ständiges Räuspern

23. Heuschnupfen

24. Hausstauballergie

MAGEN, DARM UND UNTERLEIB

25. Reflux/Sodbrennen

26. Übelkeit und Erbrechen

27. Blähungen

28. Magenschmerzen

29. Durchfall

30. Verstopfung

31. Blasenentzündung

32. Blasenschwäche

33. Hämorrhoiden

34. Periodenschmerzen

35. Prämenstruelles Syndrom (PMS)

36. Vaginalpilz

RÜCKEN

37. Akute Rückenschmerzen (Hexenschuss)

38. Schmerzen in Schulter/Nacken

39. Rückenschmerzen vom Vielsitzen

MUSKELN, KNOCHEN UND GELENKE

40. Muskelkater

41. Sehnenscheidenentzündung

42. Verstauchung

43. Prellung

44. Gelenkschmerzen

45. Wadenkrampf

BEINE UND FÜSSE

46. Hühneraugen

47. Blasen

48. Hallux valgus

49. Fußpilz

50. Nagelpilz

51. Schwere Beine

52. Probleme mit den Venen/Krampfadern

HAUT

53. Schnittwunde

54. Schürfwunde

55. Verbrühung

56. Verbrennung/Sonnenbrand

57. Insektenstich

58. Bisswunde

59. Pickel

60. Juckreiz/Hautallergie

61. Abszess

62. Starkes Schwitzen

63. Warzen

64. Nagelbettentzündung

GANZER KÖRPER

65. Grippaler Infekt/Erkältung

66. Grippe, Corona und Co.

67. Hoher Blutdruck (Hypertonie)

68. Niedriger Blutdruck (Hypotonie)

69. Jetlag

PSYCHE

70. Depressive Verstimmung

71. Innere Unruhe

72. Panikattacke

73. Einschlafstörungen

74. Durchschlafstörungen

75. Konzentrationsstörungen

76. Appetitlosigkeit

77. Heißhunger

 

Wer wir sind

Quellen

Register

Herzlich willkommen!

Wir sind Felix und Jenny – Arzt und Apothekerin. Aber wir ergänzen uns nicht nur beruflich, sondern auch privat. Seit einigen Jahren sind wir glücklich verheiratet und teilen eine große Leidenschaft für Gesundheit, Aufklärung und das echte Leben dazwischen.

Vielleicht kennst du uns schon von unseren Social-Media-Accounts „arzt_und_apothekerin“ auf TikTok oder Instagram. Seit 2020 beantworten wir dort die Fragen, die in vielen Arztpraxen und Apotheken aus Zeitgründen offenbleiben – ehrlich, verständlich und immer mit einer großen Portion Herz und Humor.

Unsere Geschichte begann aus einer kleinen Schnapsidee heraus im Lockdown und wurde schnell zu einer Herzensmission. Wir wollen Medizin verständlich machen, sodass man sich nicht nur informiert fühlt, sondern auch wirklich verstanden. Was damals mit selbst gebastelten Schildern, wackeligen Tanzeinlagen (ja, das ist uns heute noch peinlich) und einer ordentlichen Portion Mut begann, entwickelte sich schneller, als wir je gedacht hätten.

Wir merkten, dass der Bedarf an ehrlicher, unkomplizierter und gleichzeitig empathischer Gesundheitsaufklärung riesig ist. Unsere Community wuchs rasant. Vielleicht auch, weil wir nicht der typische Arzt oder die typische Apothekerin sind. Immer mehr Follower vertrauten uns ihre Sorgen an und suchten Rat, wo sie sonst keinen bekamen.

So hilft dir dieses Buch

Immer öfter lasen wir Nachrichten wie: „Was kann ich selbst tun?“, „Muss ich damit wirklich gleich zum Arzt?“ oder „Wie nehme ich mein Medikament eigentlich richtig ein?“. Fragen, die einfach zu beantworten wären, wenn nur jemand die Zeit dafür hätte. Hier wird leider deutlich, wie die Realität in den deutschen Krankenhäusern, Arztpraxen und Apotheken mittlerweile aussieht. Beim Laien entsteht schnell der Eindruck, man würde sich keine Zeit für ihn nehmen. Doch tatsächlich ist es oft so, dass im stressigen Alltag von Arztpraxen, Kliniken und Apotheken diese Zeit oft auf der Strecke bleibt.

Deshalb wollten wir etwas schaffen, das bleibt. Etwas, das du immer zur Hand hast, wenn du schnelle, klare und liebevoll aufbereitete Antworten brauchst.

Das findest du in unserem Buch

Plötzliche Kopfschmerzen, ein verstopftes Ohr, Übelkeit aus dem Nichts oder ein Mückenstich, der zum Drama wird – wir alle kennen diese kleinen, nervigen Beschwerden des Alltags. Die meisten davon sind harmlos, fühlen sich aber alles andere als gut an. Genau hier setzt unser Buch an. Wir haben 77 häufige Beschwerden zusammengestellt und zeigen dir, was du selbst tun kannst oder wann du besser medizinischen Rat einholen solltest. Du findest hier neben praktischen Tipps und Hausmitteln auch Hacks, die deine Beschwerden schnell lindern können.

Du musst dir keine Sorgen machen, dass du manches ohne Vorwissen vielleicht nicht verstehst. Wir haben dafür gesorgt, dass alle Informationen leicht verständlich und nachvollziehbar sind.

Was du hier nicht findest

Dieses Buch ist kein medizinisches Fachbuch. Wir verzichten bewusst auf tief gehende (chronische) Erkrankungen wie Diabetes, Rheuma oder Autoimmunerkrankungen. Auch schwere, komplexe Krankheitsbilder gehören hier nicht rein. Dafür gibt es spezialisierte Fachärzte und fundierte medizinische Leitlinien.

Natürlich ersetzt dieses Buch keinen Arztbesuch bei ernsten oder anhaltenden Beschwerden. Aber es hilft dir, Symptome besser einzuordnen, erste Maßnahmen zu ergreifen und in typischen Alltagssituationen sicherer zu handeln.

So funktioniert unser Buch

Für 77 häufige Beschwerden bekommst du …

• eine ehrliche Beschreibung der Beschwerden, so, wie du sie wirklich erlebst,

• mögliche Ursachen, einfach und verständlich erklärt,

• eine Liste von Dingen, die du selbst tun kannst,

• eine klare Einschätzung, wann du zum Arzt solltest,

• Tipps für wirksame Hausmittel und freiverkäufliche Wirkstoffe,

• Hinweise, was du nun besser lassen solltest, damit es nicht schlimmer wird, und

• natürlich eine gute Portion Humor, damit Gesundheit nicht nur ernst, sondern auch menschlich bleibt.

Was uns wichtig ist

Dieses Buch richtet sich an alle, die sich selbst besser verstehen möchten – ohne kompliziertes Fachchinesisch, ohne Panikmache. Es geht um die kleinen, alltäglichen Beschwerden, die uns manchmal überfordern und uns den Tag verderben und für die du hier schnelle, klare Antworten findest.

Wir möchten, dass du in kritischen Momenten selbstbewusst und ruhig handeln kannst. Dass du weißt, was du selbst tun kannst und wann es Zeit ist, dir Hilfe zu holen. Und dass du dich dabei niemals allein fühlst.

Mit unserem Wissen als Arzt und Apothekerin, unseren Erfahrungen aus der täglichen Praxis und ganz viel Herzblut haben wir dieses Buch für dich geschrieben.

Denn du kannst mehr für deine Gesundheit tun, als du vielleicht denkst. Und wir sind hier, um dir dabei zur Seite zu stehen. Also, worauf warten wir noch?

Legen wir los!

 

 

 

KOPF

Ob pochend, drückend oder dumpf – kaum ein Körperteil meldet sich so oft wie der Kopf. In diesem Kapitel zeigen wir dir, was hinter Kopfschmerz, Migräne & Co. steckt – und was gut hilft, damit du schnell wieder klar denken kannst.

 

 

 

 

 

 

1. Kopfschmerzen

Beschwerden

Klopf, klopf – nein, das ist nicht dein Besuch an der Tür, sondern der nervige Kopfschmerz, der mal wieder ohne Einladung auftaucht. Und ihn gibt es gleich in mehreren Varianten: Es pocht, drückt, sticht, pulsiert oder zieht. Mal mittig, mal nur auf einer Seite, mal wandernd von Stirn zu Nacken. Kopfschmerzen sind nicht gleich Kopfschmerzen – es gibt über 200 verschiedene Formen. Vielleicht hast du sogar das Gefühl, dein Kopf steckt in einem Schraubstock.

Mögliche Ursachen

Eine der häufigsten Formen ist der Spannungskopfschmerz. Die Schmerzen sind eher dumpf-drückend, betreffen oft den ganzen Kopf und werden bei Bewegung nicht schlimmer. Spannungskopfschmerzen entstehen oft durch Stress, Schlafmangel, hormonelle Schwankungen oder zu wenig Trinken. Ebenso können eine falsche Körperhaltung (z. B. stundenlanges Sitzen vor dem Computer) oder Muskelverspannungen im Nacken- und Schulterbereich eine Rolle spielen. Auch Wetterumschwünge, zu viel Bildschirmzeit oder zu viel bzw. gar kein Kaffee können dir den Tag zur Kopfsache machen. Nicht selten mischen sich auch psychische Faktoren wie Sorgen, innere Anspannung oder depressive Verstimmungen ein.

Das kannst du tun

• Trinken nicht vergessen! Nicht selten steckt hinter Kopfschmerzen ein banaler Flüssigkeitsmangel. Also bitte mindestens 1,5 bis 2,5 Liter Wasser pro Tag.

• Koffein. Ein starker Espresso mit ein paar Spritzern Zitrone kann wahre Wunder wirken – klingt wild, hilft aber wirklich.

• Falls eine Verspannung deiner Nackenmuskulatur hinter dem Elend steckt, kann Wärme durch ein Körnerkissen oder ein Wärmepflaster hilfreich sein.

• Pfefferminzöl.

Pfefferminzöl auf den Schläfen ist ein echter Geheimtipp: Das enthaltene Menthol sorgt für ein kühles Gefühl und wirkt leicht schmerzlindernd. Aber bitte nicht zu nah an den Augen anwenden und vorher auf Hautverträglichkeit testen!

• Bewegung! Gönne dir einen Spaziergang an der frischen Luft oder mach leichte Dehnübungen für deinen Nacken, das kann Verspannungen lösen.

Wann zum Arzt?

• Dein Kopfschmerz ist neu und ungewöhnlich heftig? Ab zum Arzt!

• Du hast neurologische Ausfälle wie Sehstörungen, Sprachprobleme, Taubheitsgefühl oder sogar eine Kraftminderung? Ab zum Arzt!

• Der Schmerz dauert über 24 Stunden an oder wird immer schlimmer? Ab zum Arzt!

Medikamente, die helfen

• Gegen deine Kopfschmerzen helfen klassische Schmerzmittel wie Ibuprofen, Paracetamol, Acetylsalicylsäure (ASS) oder Diclofenac.

• Eine Kombination aus Paracetamol, ASS und Koffein wirkt oft besonders effektiv, da sich die Wirkstoffe in ihrer Wirkung ergänzen.

Bitte nimm nicht öfter als 10 Tage im Monat Schmerzmittel ein, sonst kann tatsächlich das regelmäßig eingenommene Schmerzmittel zur Ursache werden. Für einen besseren Überblick kannst du ein Kopfschmerztagebuch führen.

Das ist jetzt ganz schlecht

• Zu wenig Schlaf oder ein unregelmäßiger Schlaf-Wach-Rhythmus.

• Alkohol und Nikotin.

• Reizüberflutung durch grelles Licht, Handy oder Fernseher.

• Zu viel oder gar kein Koffein – für manche ist die fehlende Tasse am Morgen der wahre Trigger.

• Stress – klingt banal, ist aber oft die Wurzel allen Übels.

2. Migräne

Beschwerden

Du hast starke Kopfschmerzen, meist treten sie aber nur auf einer Seite auf. Es pocht, pulsiert und hämmert. Wenn du dich bewegst, verschlimmert sich der Zustand. Grelles Licht und Lärm sind unerträglich. Zudem wirst du von Übelkeit geplagt und musst dich vielleicht sogar übergeben. Die Beschwerden können bis zu 72 Stunden anhalten. Manchmal kündigt sich die Migräne durch eine sogenannte „Aura“ an, die bis zu 60 Minuten andauern kann. Die Symptome können individuell sehr unterschiedlich sein und von visuellen bis hin zu sensorischen Störungen reichen.

Tatsächlich kann die Aura in seltenen Fällen sogar schlaganfallähnliche Symptome wie Gefühlsstörungen, Lähmungen oder Sprachstörungen hervorrufen. Achtung: Gerade wenn du solche Symptome zum ersten Mal hast, solltest du sie sofort ärztlich abklären lassen, um einen Schlaganfall auszuschließen!

Mögliche Ursachen

Die genauen Ursachen der Migräne sind noch nicht abschließend erforscht. Man vermutet allerdings einige Auslöser wie beispielsweise einen gestörten Schlaf-Wach-Rhythmus, Stress oder die Periode. Aber auch bestimmte Nahrungs- und Genussmittel wie Käse, Schokolade oder Rotwein werden als mögliche Trigger diskutiert.

Das kannst du tun

• Zeit für einen Kaffee mit Schuss! Bereite dir einen starken Espresso zu und verfeinere ihn mit ein paar Spritzern Zitrone.

• Zieh die Vorhänge zu oder schließe die Rollläden.

• Lege dir feuchte, kühle Handtücher auf Stirn und Nacken.

• Verwende Ohrstöpsel oder geräuschunterdrückende Kopfhörer.

Um Stress zu reduzieren und damit Migräne vorzubeugen, kannst du Entspannungstechniken oder Yoga erlernen.

Wann zum Arzt?

• Du hast neurologische Ausfälle wie Sehstörungen, Sprachprobleme, Taubheitsgefühl oder sogar eine Kraftminderung? Ab zum Arzt!

• Noch keine gesicherte Migräne-Diagnose? Ab zum Arzt!

Medikamente, die helfen

• Gegen deine Schmerzen helfen die klassischen Schmerzmittel wie Ibuprofen, Diclofenac, Paracetamol oder Acetylsalicylsäure (ASS). Manchmal hilft eine Kombination aus den Wirkstoffen mit dem Zusatz von Koffein besser. Falls nichts in dir drinbleibt, greife zu Zäpfchen.

• Bei einer ärztlich diagnostizierten Migräne und sehr starken Attacken kannst du Triptane verwenden. Die Wirkstoffe Almotriptan, Naratriptan und Sumatriptan gibt es ohne Rezept in der Apotheke.

Triptane sollten allerdings nicht während der Aura, sondern erst in der Kopfschmerzphase eingenommen werden!

• Gegen deine Übelkeit kannst du die Wirkstoffe Dimenhydrinat oder Diphenhydramin einnehmen. Diese können dich aber müde machen, wobei es vielleicht nicht schlecht ist, wenn du nun ein wenig schläfst.

Vorbeugend kannst du es mal mit der Einnahme von Magnesium versuchen. Die Datenlage ist hier allerdings recht uneindeutig. Bei manchen Menschen scheint es aber die Häufigkeit und Intensität der Migräneanfälle zu reduzieren.

Das ist jetzt ganz schlecht

• Bewegung kann deine Symptome noch verschlimmern.

• Handy oder Fernseher können zusätzliche Reize schaffen. Also, ausschalten und ausruhen!

3. Katerkopfschmerz

Beschwerden

Nach einer Nacht voller Feiern und übermäßigem Alkoholkonsum bekommst du Besuch, den du jetzt gar nicht gebrauchen kannst: Ein Kater steht vor der Tür, und mitgebracht hat er ganz fiese Kopfschmerzen. Du fühlst dich, als hätte dir jemand mit einem Vorschlaghammer auf den Kopf gehauen. Der Schmerz pulsiert und drückt, dir ist schwindelig und übel. In deinem Kopf hörst du diesen einen Satz: „Nie wieder Alkohol.“

Mögliche Ursachen

Die Hauptursache für deinen Katerkopfschmerz ist der übermäßige Konsum von Alkohol und die daraus entstehenden Abbauprodukte. Alkohol entzieht deinem Körper Wasser und stört das Elektrolytgleichgewicht. Zudem sorgt er dafür, dass sich die Blutgefäße in deinem Gehirn erweitern, was das Druckgefühl erhöht und die Schmerzen begünstigt. Den Satz „Nie wieder Alkohol“ solltest du dir vielleicht mal zu Herzen nehmen. Ein übermäßiger Alkoholkonsum kann nämlich nicht nur Kopfschmerzen, sondern auch langfristige Schäden verursachen.

Das kannst du tun

• Trinke viel, um deinen Flüssigkeitsverlust auszugleichen – und nein, diesmal bitte keinen Alkohol, sondern Wasser, Tee oder Apfelschorle.

• Probiere mal einen starken Espresso. Durch das Koffein werden die erweiterten Blutgefäße im Gehirn, die für deine Kopfschmerzen verantwortlich sind, verengt.

Pimpe deinen Espresso mit ein paar Spritzern Zitrone. Das Vitamin C kann zusätzlich helfen, deinen Kopfschmerz zu lindern. Aber Achtung: Lass den Espresso kurz abkühlen, da Vitamin C bei über 60 °C zerstört wird.

• Heute mal ein salziges Frühstück: saure Gurken, Salzstangen, Speck, Rollmops. Klingt etwas verrückt, aber das war deine letzte Nacht ja schließlich auch.

• Ruhe ist Gold. Gönne deinem Körper nach dieser durchzechten Nacht eine Auszeit und lasse ihn regenerieren.

Wann zum Arzt?

In den meisten Fällen ist ein Katerkopfschmerz harmlos und vergeht von selbst. Bei extrem starken Schmerzen, die nicht nachlassen, oder anderen Symptomen wie Verwirrtheit sowie Bewusstseinsstörungen solltest du einen Arzt aufsuchen!

Medikamente, die helfen

• Um den durch den Alkohol verursachten Flüssigkeitsverlust auszugleichen, kannst du auf Elektrolyt-Glukose-Mischungen aus der Apotheke zurückgreifen, die in Wasser aufgelöst werden.

• Zur Linderung deiner Kopfschmerzen kannst du Schmerzmittel wie Ibuprofen, Acetylsalicylsäure (ASS) oder Diclofenac verwenden.

Bitte nimm auf keinen Fall Paracetamol! Sowohl Alkohol als auch Paracetamol werden in der Leber über dieselben Enzyme abgebaut. Dadurch kommt es zu einer Überlastung dieser Abbauwege, und es können sich giftige Abbauprodukte ansammeln, die deine Leber schädigen.

Das ist jetzt ganz schlecht

• Weitertrinken.

Das „Konterbier“ am nächsten Morgen kann kurzfristig tatsächlich eine gewisse Erleichterung bringen. Aber: Sobald dein Körper den neuen Alkohol wieder abbaut, kommt der Katerkopfschmerz zurück. Die Kopfschmerzen werden also nur hinausgezögert und nicht gelindert. Daher ist das Konterbier keine gute Idee!

4. Sonnenstich

Beschwerden

Du hast deinen Kopf zu lange in die Sonne gehalten? Du trägst womöglich eine Frisur wie Felix und hast trotzdem keine Kopfbedeckung getragen? Jetzt ist dir schwindelig und du hast Kopfschmerzen? Vielleicht ist dir auch übel und du musst dich übergeben? Wenn du es richtig übertrieben hast, kommen noch Benommenheit und ein steifer Nacken hinzu. Dann hast du vermutlich einen Sonnenstich.

Mögliche Ursachen

Intensive und direkte Sonneneinstrahlung auf Kopf und Nacken führt zu einer Reizung der Hirnhäute und eventuell des Gehirns selbst. Hierdurch kommt es zu einer Entzündungsreaktion und im schlimmsten Fall sogar zu einer Schwellung des Gehirns, die in seltenen Fällen lebensbedrohlich sein kann. Besonders gefährdet sind Säuglinge und Kleinkinder, da sie noch nicht so viele Haare auf dem Kopf haben. Außerdem sind die verschiedenen Teile des Schädelknochens noch nicht vollständig verwachsen. Die vorhandenen Lücken erleichtern damit der Sonnenstrahlung und der Wärme ihren Weg zu den Hirnhäuten und dem Gehirn.

Das kannst du tun

• Nun ist Ruhe angesagt – auch im Urlaub! Die nächsten Tage verbringst du jetzt definitiv im Schatten! Vermutlich musst du dich aber gar nicht dazu zwingen, denn das machen schon deine Symptome.

• Du solltest mit leicht erhöhtem Oberkörper liegen. So werden deine Hirnhäute und dein Hirn entlastet.

• Ein kaltes Handtuch auf dem Kopf und im Nacken kann helfen, die überschüssige Wärme zu entziehen.

• Achte auf eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr von mindestens 1,5 bis 2,5 Litern pro Tag.

Um gar nicht erst einen Sonnenstich zu kriegen, solltest du deinen Kopf nicht in die pralle Sonne halten oder zumindest eine Kopfbedeckung tragen – vor allem, wenn du Felix´ Frisur hast.

Wann zum Arzt?

• Du hast zusätzlich Fieber über 38 °C? Ab zum Arzt!

• Du fühlst dich benommen? Ab zum Arzt!

• Du hast einen deutlich erhöhten Puls? Ab zum Arzt!

Medikamente, die helfen

Gegen deine Kopfschmerzen kannst du Schmerzmittel wie beispielsweise Ibuprofen, Diclofenac, Paracetamol oder Acetylsalicylsäure (ASS) einnehmen.

Gegen die Übelkeit können dir die Wirkstoffe Dimenhydrinat oder Diphenhydramin helfen, die du vielleicht von der Behandlung der Reisekrankheit kennst. Aber Vorsicht: Sie können sehr müde machen!

Das ist jetzt ganz schlecht

• Jeder weitere Sonnenstrahl, der auf deinen Kopf oder Nacken trifft.

• Eine eiskalte Dusche oder ein eiskaltes Bad. Hierdurch könnte dein Kreislauf überlastet werden. Wir wollen nicht, dass du auch noch kollabierst.

• Da ein Sonnenstich gerne mal im Urlaub auftritt: Mit viel Trinken ist Wasser gemeint. Alkohol kann dein Körper nun gar nicht gebrauchen, auch wenn das eiskalte Bier vielleicht verlockend erscheint.

• Körperliche Anstrengung, die dich zusätzlich fordert.