Campingplatzkinder - Daniel Simon - E-Book

Campingplatzkinder E-Book

Daniel Simon

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Beschreibung

Isy ist 11, Trennungskind mit Patchwork Familie, ADHS und Angststörungskind und lebt an drei Orten. Bei ihren Eltern, auf dem Campingplatz und bei ihrem Papa. Eine Kindheit die aufregender nicht sein kann, vor allem, wenn man auf die Pubertät zurast.

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Seitenzahl: 56

Veröffentlichungsjahr: 2025

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Inhaltsverzeichnis

Fledermausland

Siebenschläfer

Chico und Isi

Jungs sind doof und Manni ist doofer

Papa Wochenende

Mama wird 29+

Der Ausflug

Der Sturz

Hundejagd

Für meine Tochter Isabella

Du sagtest „Papa Daniel, schreib doch wieder mal ein Kinderbuch.“ und hier ist es nun. Du bist ein ganz besonderer Mensch in meinem Leben. Mein Herz hüpft, wenn Du lachst und meine Welt ist bunter, seit es Dich gibt. Du bist der Wirbelwind, das Kuschelmonster und der Mittelpunkt unserer verrückten Patchwork-Familie.

Ohne Dich würde es dieses Buch nicht geben. Danke, dass Du mich immer wieder zum Staunen bringst.

Mit ganz viel Liebe

Dein Papa Daniel

FLEDERMAUSLAND

Fledermausland

Isi und Lotti sind Freunde auf Zeit, immer wenn sie zusammen auf dem Campingplatz sind, dann spielen sie zusammen. Mal fahren sie Fahrrad, mal spielen sie fangen, schlagen Rad oder sitzen gelangweilt mit dem Handy auf dem Spielplatz. Wenn Lotti auf dem Campingplatz ist, dann ist sie bei der Oma. Es ist nur ein kurzer Weg zu Isi, die eigentlich Isabella heißt, und von ihren Eltern Bella und von ihren Freundinnen Isi genannt wird.

Isi, wie cool es doch klingt, den Namen hat sie sich selbst ausgedacht, er verkörpert was sie gerne sein will. Wild und unschlagbar, die Coole vom Campingplatz. Eigentlich ist sie gar nicht so wild und unschlagbar. In Wirklichkeit ist sie eher zurückhaltend, Fremden gegenüber eher scheu. Mit einer Freundin ist es okay, mit zwei wird es schwierig und Isi ist froh, wenn nur eine Freundin auf dem Platz ist. Dann steht sie im Mittelpunkt, kann ein wenig bestimmen und genießt es den Tag draußen zu verbringen. Auf dem Campingplatz gibt es Regeln, einige sind für alle auf dem Platz und andere nur für Isi von ihren Eltern. Die Waschräume sind tabu, es wird nicht beleidigt oder mit Sand geworfen. Keine schweren Regeln und meist hält Isi sich daran. Selten gibt es Ärger und so ist Isi von früh bis zur Dunkelheit auf dem Platz unterwegs. Ab und an meldet sie sich bei den Eltern oder schaut nach dem Hund Chico. Chico ist ein kleiner schwarz weißer Hund, sieht er Isi, dann kläfft er und möchte spielen. Auch wenn Isi Freundinnen vorbei kommen, dann bellt er vor Freude und springt am Tor auf und ab. Heute hat Isi keine Zeit für Chico, heute ist sie mit Lotti unterwegs. Lotti ist ein wenig jünger als Isi und hat ein paar Ohren, die so weit vom Kopf abstehen, dass man Angst bekommt, wenn der Wind weht. Isi ist das egal, sie legt keinen Wert auf das Aussehen von ihren Freundinnen, Hauptsache sie verstehen sich untereinander. Lotti und Isi waren heute schon auf dem Spielplatz, aber außer ein paar mal Radschlagen war nicht viel los. Komm lass uns mal auf dem Platz schauen ob noch jemand da ist. Sagt Isi zu Lotti, die sofort aufspringt und sich Isi anschließt. Keine dreißig Meter weiter bleiben beide stehen. Die Blicke sind auf einen Baum gerichtet, der am Weg steht. Grün sind die Blätter und geschätzt ist der Baum vielleicht drei Meter hoch. Doch die Größe interessiert Isi und Lotti gerade weniger. Isi, siehst Du was ich sehe, fragt Lotti. Isi nickt wie wild mit dem Kopf. Ist das eine Fledermaus, die dort am Baum hängt, fragt Isi und Lotti zugleich. Eher ist es eine Bestätigung, als eine Frage. Ja, es ist eine Fledermaus, gerade so groß wie die Handfläche von Lotti, die fast einen ganzen Kopf kleiner als Isi ist. Die Fledermaus hängt kopfüber am Baum. Nicht in der Krone, sondern am Stamm. Fledermäuse können kein Sonnenlicht ab, sagt Isi. Lotti erwidert, ja, die sterben, wenn sie in der Sonne sind. Wir müssen sie retten, sonst stirbt sie, schau wie die Sonne schon auf sie scheint. Sagt Isi, die Tiere mehr mag als Menschen, mit einer Ausnahme, Spinnen. Spinnen sind gruselig und auf dem Campingplatz gibt es viele. Mama macht zwar immer alle Spinnenweben weg und Papa Daniel beseitigt die Spinnen. Trotzdem findet sich manchmal eine Spinne im Zimmer oder an der Hauswand, am Pavillon. Sie sind einfach überall, nicht, dass sie einem was tun und trotzdem sind sie gruselig. Aber Spinnen spielen gerade keine Rolle, eine Fledermaus muss gerettet werden. Sie muss in das kleine Wäldchen, was auf dem Campingplatz ist, es ist in Wirklichkeit kein Wald, eher sind es ein paar Bäume, die auf einer Art Insel stehen, die durch einen Graben vom Campingplatz getrennt sind. Es gibt eine Brücke auf die Insel und ab und zu stehen ein paar Zelte oder Wohnmobile auf der Insel. Meist sind es Tagescamper und wenn Lotti, Tili oder die andere Isabella nicht auf dem Platz sind, dann findet Isi dort manchmal Mädchen mit den sie spielen kann. Die kommen meist von weiter her und selten sieht man sich wieder. Campingleben. Bei Isi und Lotti ist es anders, genau wie bei Tili und Isabella, da sind die Eltern Dauercamper. Wenn es passt fahren die Eltern oder Großeltern am Wochenende zum Campingplatz und am Sonntag wieder zurück in die Stadt. Wir brauchen einen Behälter für die Fledermaus, sagt Isi. Da können wir sie reinlegen und zum Wald tragen, redet sie weiter. Dass ist eine gute Idee sagt Lotti, dann können wir sie ins Fledermausland bringen, im Wald gibt es bestimmt noch mehr Fledermäuse. Erwidert Lotti. Isi und Lotti rennen los, erst mal bei Lottis Oma über den Zaun schauen, vielleicht ein kleiner Eimer oder eine Schüssel. Doch bei Lottis Oma ist nicht zu sehen. Ein Fahrrad, ein Tisch, ein Blumenkübel, das Vorzelt und Ende. Es ist eine kleine Parzelle die Lottis Oma hat. Früher gab es auch noch eine Dogge, doch die hat Lottis Opa behalten. Die Dogge war so groß, dass Isi kleiner Hund bestimmt zehn mal reingepasst hätte. Ein bisschen Angst hatte man schon, wenn die Dogge über den Zaun schaute, daher ist Isi ganz froh, dass die Dogge nicht mehr da ist. Vor allem, weil Chico der Hund von Isi, keine großen Hunde leiden kann. Er bellt, wenn er einen sieht und ist wohl der Meinung, dass e jeden vor dem großen Hund beschützen muss. In Wirklichkeit hat Chico Angst vor großen Hunden, da er als Baby Hund mal von einem anderen Hund geknufft wurde.